Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Die Reichen sind an allem schuld!

906 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Geld, Kapitalismus, Erbschaften ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 09:05
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Die Risiko-Struktur des Mieters ist eine andere: über die Miete hinaus trägt er kein Kostenrisiko für die Instandhaltung, d.h. bei einem Ausfall z.B. der Heizanlaga muss er keine weiteren Kosten tragen. Ein Eigentümer steht dort in der Verantwortung.
Natürlich.
Der Eigentümer trägt die Kosten in dem Moment in dem sie anfallen. Dafür bildet man Rücklagen.
D.h. er nimmt dann die Gelder aus dem Rücklagenkonto.


Der Mieter zahlt diese Rücklagen in der Miete mit monatlich mit. Fallen Instandhaltungskosten an, nimmt der Vermieter das aus seinem Rücklagen.

Der Unterschied. Gibt es überdurchschnittlich hohe Kosten hat der Eigentümer ein Minus gegenüber dem Mieter. Sind die Kosten unterdurchschnittlich hat der Eigentümer das Plus.

In der Regel sollte das ein Nullgeschäft sein.


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 09:06
Zitat von CachalotCachalot schrieb:In der Regel sollte das ein Nullgeschäft sein.
dann würde doch keiner Vermieten wenn am Ende da ne Null stehen würde?


2x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 09:07
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:dann würde doch keiner Vermieten wenn am Ende da ne Null stehen würde?
Was die RÜCKLAGEN betrifft


melden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 10:14
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:dann würde doch keiner Vermieten wenn am Ende da ne Null stehen würde?
Bei vielen Kleinvermietern ist es doch schon so weit, zumindest wenn man keine guten Lagen hat.
Hier bei uns kann man dies recht gut beobachten.
Früher war es halt üblich sein Geld in Beton zu stecken und zu vermieten, so entstanden dann kleine Mieteinheiten.
Einliegerwohnungen, Zwei-Dreifamilienhäuser, wenn man geldiger war 6 Parteien Häuser.
Vom Wohnungsmarkt verschwinden die ersten beiden zunehmend, und werden zu Ferienwohnung oder bleiben leer.
Die Vorstellungen was man vom vermieten hat, die sind halt auch utopisch.
Spätestens wenn man an einem Feiertag mal regelrecht terrorisiert wird weil es irgend ein Problem mit einer Sicherung gibt, das SOFORT behoben werden muss, dann denkt man über die paar Groschen die da noch rausspringen anders.


melden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 12:07
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Die Rücklagen die du als Eigentümer für den Erhalt, Reparatur etc. bildest, rechnet der Vermieter natürlich in die Miete mit ein.
Die Instandhaltungsrücklage kann gerade nicht auf die Mieter ungelegt werden. Modernisierungsmassnahmen dürfen umgelegt werden.


3x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 12:12
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Die Instandhaltungsrücklage kann gerade nicht auf die Mieter ungelegt werden. Modernisierungsmassnahmen dürfen umgelegt werden.
Ob die Rücklage bilanziell und steuerlich umgelegt werden kann ist völlig unerheblich, sie wird in der Miete mit eingepreist sein. Bitte nicht Steuer- und Buchhaltungslogik mit der realen wirtschaftlichen Belastung verwechseln.


melden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 12:13
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Die Instandhaltungsrücklage kann gerade nicht auf die Mieter ungelegt werden.
Fällt trotzdem in die Gesamtkalkulation


melden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 12:20
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Die Instandhaltungsrücklage kann gerade nicht auf die Mieter ungelegt werden.
@stereotyp:
Stimmt, der monatliche Betrag, der der Instandhaltungsrücklage zugeführt wird und der im "Wohngeld", das der Wohnungseigentümer innerhalb einer Eigentümergemeinschaft zahlt, enthalten ist, gehört zu den "nicht umlagefähigen Nebenkosten", der Betrag darf also nicht in der Nebenkostenabrechnung für den Mieter auftauchen.

Das also heißt, die Beiträge zur Instandhaltungsrücklage und auch etwaige Sonderzahlungen müssen vom Vermieter aus der "Kaltmiete", die er vom Mieter bekommt, bestritten werden.


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 12:30
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Stimmt, der monatliche Betrag, der der Instandhaltungsrücklage zugeführt wird und der im "Wohngeld", das der Wohnungseigentümer innerhalb einer Eigentümergemeinschaft zahlt, enthalten ist, gehört zu den "nicht umlagefähigen Nebenkosten", der Betrag darf also nicht in der Nebenkostenabrechnung für den Mieter auftauchen.
Was ja steuerlich und sachlogisch alles sinnvoll ist, die Rücklage dient ja ausschließlich dem langfristigen Erhalt des Eigentums des Vermieters und hat mit der Überlassung zur (verhältnismäßig kurzfristigen) Nutzung durch den Mieter nicht direkt zu tun. Die normale Abnutzung der Wohneinheit wird mit der Kaltmiete abgegolten.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Das also heißt, die Beiträge zur Instandhaltungsrücklage und auch etwaige Sonderzahlungen müssen vom Vermieter aus der "Kaltmiete", die er vom Mieter bekommt, bestritten werden.
Dafür darf der Vermieter dann auch die tatsächlichen Instandhaltungsaufwände (die z.B. durch die Auflösung der Rücklage beglichen werden können) als Werbungskosten geltend machen, weil die Instandhaltung eine Ausgabe zur Aufrechterhaltung der Ertragsfähigkeit des Mietobjekts darstellt.


melden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 13:19
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Oft wird es dafür vom Vermieter nicht ausgegeben wie man hier auf Allmy in diversen Threads lesen kann. Aber kalkuliert wird es.
Wie schon gesagt, kalkuliert wirds natürlich, ob Kalkulationen immer aufgehen, is halt ne andere Frage.
Immobilien vermieten is ein Geschäft wie viele andere auch und man kann die möglichen Renditen ganz gut vergleichen, in dem man die Renditen von börsennotierten Immobilen Unternehmen mit den Renditen anderer Sektoren vergleicht. Das Immo Aktien dabei den breiten Markt schlagen, würde ich mal bezweifeln und große, börsengelistete Immo Unternehmen haben sogar noch Kosten Vorteile gegenüber Kleinvermietern.

Aus diesen Überlegungen heraus komme ich zu dem Schluß, dass Mieten finanziell zumindest mal nich nachteilig gegenüber Kaufen sein dürfte, so lange man vergleichbares vergleicht.
Wenn der Mieter zB. sein im Vergleich freies Kapital einfach auf dem Girokonto rumliegen lässt, dann gewinnt natürlich der Käufer.

mfg
kuno


melden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 13:49
@bgeoweh:
Danke für die Ergänzungen. Das System ist in sich schon logisch, aber halt sehr kompliziert.

Inzwischen wird ja schon diskutiert, ob von den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung auch Beiträge zur Krankenkasse und für die Pflegeversicherung erhoben werden sollen.


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 14:11
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Auf der anderen Seite bedeutet ein eigenes Haus i.d.R. auch mehr Lebensqualität.
Meistens schon. Zumindest, so lange man mit den Nachbarn klar kommt, und das Umfeld sich nicht zum Negativen ändert.
Sonst wird es schnell zum Klotz am Bein.


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

25.12.2025 um 17:27
Zitat von philaephilae schrieb:Meistens schon. Zumindest, so lange man mit den Nachbarn klar kommt, und das Umfeld sich nicht zum Negativen ändert.
Sonst wird es schnell zum Klotz am Bein.
Vielleicht bin ich da auch ignorant oder anders naiv unterwegs aber ich denke mir immer, wenn ich mich nicht wirklich dauerhaft an einem Ort mit einer Familie oder als Paar oder auch alleine wo niederlassen will oder einen gewissen physischen Raum will, so wäre Mietverhältnis immer praktischer als sich einen Betonklotz ans Bein zu binden der als Wertanlage (hier allerdings: Wertverlust mit der Zeit? Vom Haus zumindest, Grund selbst, weiß ich nicht, bin da kein Experte, könnte auch im Wert steigen aber das Haus selbst verliert ja eher an Wert durch Abnutzung) ggf. noch dienlich wäre, aber halt physisch bindet. Hab auch schon wohlhabende Leute gesehen die am Ende wieder verkaufen weils denen im hohen Alter zu viel war.

Ich denk mir einfach als höchstwahrscheinlich single oder in Paarkonstellation verbleibende Person: Warum soll ich mir einen Betonklotz mit großem Kredit (anders wäre es wohl auf einen Schlag nicht finanzierbar da finanziell die Summe nicht realistisch erreicht werden kann zu Lebzeiten mit regulärem Einkommen) ans Bein binden, mit einer hohen Investitionssumme und langem abbezahlen wenn ich auch zur Miete geregelter und flexibler und räumlich weniger gebunden leben kann?

Ich bin mittlerweile in nem Alter wo sich Hauskauf rechnerisch gar nicht mehr wirklich lohnt ausser man kommt zu viel Geld (finanzielle Investitionen oder Lotto oder gut geerbt/einkommensstarke Partnerin) weil es bei jetzigen noch guten Mietkosten günstiger ist, ein halbes Jahrzehnt zur Miete zu leben. Ab dann nippel ich eh ab. Annahme/Hausnummer ist hier ein Kaufpreis all inklusive von 500.000. Vermutlich zahlt man eher mehr für gewisse Lagen und Größen. Ergo noch unlukrativer für meine eigene jetzige Konstellation und Erwartungshaltung.

Das ist natürlich meine eigene beeinflusste subjektive Sicht. Andere könnten vielleicht eher positive Aspekte einem Hauskauf abgewinnen und bei entsprechendem Willen und dem vorhandenen Geld eben auch präventive Aspekte ableiten, Freiheit im Eigenheim, whatever. Steuern musste aber auch immer noch abdrücken und Fixkosten bedienen. Es ist am Ende natürlich individuell aber ich glaube man kann in den neueren Generationen diesen fast programmierten "Lebenssinn" des Hauskaufs/Eigenheims langsam tilgen weil er nicht mehr realistisch ist - nicht mehr wie vor X Jahrzehnten zumindest.

Wenn ich irgendwann gerade so ne halbe Mille zusammenkratzen würde, würde ich vmtl. eher weiter auf Mietverhältnisse setzen. Aber das ist halt meine Sicht. Für Familienplanung und weitervererben kann Besitz natürlich auch wieder sehr sinnvoll sein. Aber ich will damit sagen, dass es glaube ich nicht mehr zwingend der ultimative Traum der Selbstverwirklichung für alle ist.

Allein die Flexibilität umziehen zu können ist bei Mietverhältnissen im Schnitt größer, auch wenn man theoretisch auch sein "Betongold" vermieten könnte. Ich bleibe aber erst mal eher grundskeptisch was Hauskauf angeht, respektive ordne dem in meinem eigenen Leben nicht die höchste Priorität ein. Würde ich die Gelder zusammenkratzen würde ich diese eher anderweitig investieren und auf flexiblere Mietverhältnisse setzen aber das muss am Ende ja jede Person aus ihrer jeweiligen Lage und Konstellation selbst priorisieren und abwägen. Kann halt für manche mehr pros, für andere mehr cons beinhalten.


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

26.12.2025 um 11:15
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Inzwischen wird ja schon diskutiert, ob von den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung auch Beiträge zur Krankenkasse und für die Pflegeversicherung erhoben werden sollen.
Solange wir Arbeit höher besteuern als Kapital, werden wir weiterhin nicht auf einen grünen Zweig kommen. Wer Einnahmen hat, der muss sie versteuern - egal woher sie kommen.
Zitat von WardenWarden schrieb:Es ist am Ende natürlich individuell aber ich glaube man kann in den neueren Generationen diesen fast programmierten "Lebenssinn" des Hauskaufs/Eigenheims langsam tilgen weil er nicht mehr realistisch ist - nicht mehr wie vor X Jahrzehnten zumindest
Die jüngeren Generationen können sich Häuser nicht mehr leisten. Selbst Bestverdiener müssen 20-30 Jahre als Paar(!) abzahlen. Der Zug ist abgefahren.


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

26.12.2025 um 12:06
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Solange wir Arbeit höher besteuern als Kapital, werden wir weiterhin nicht auf einen grünen Zweig kommen
sehe ich genauso.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wer Einnahmen hat, der muss sie versteuern - egal woher sie kommen
Einnahmen aus Arbeit (Lohn/Gehalt) werden auch besteuert.
Vielleicht müssten niedrige Löhne mal ganz außen vor bleiben (vielleicht so bis 2000 pro Monat?) und ab dieser Grenze erst mal niedrig besteuern und dann moderat steigern...
Und im Gegenzug dann Kapitalerträge höher besteuern als jetzt....

...damit es damit klappt "Arbeit nicht höher besteuern als Kapital"


2x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

26.12.2025 um 12:54
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Vielleicht müssten niedrige Löhne mal ganz außen vor bleiben (vielleicht so bis 2000 pro Monat
Das ist eh die Minijob Obergrenze

Der Grundfreibetrag liegt momentan bei über 11000, den kan man natürlich erhöhen
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Grenze erst mal niedrig besteuern und dann moderat steigern...
Schau dir Mal die Lohnsteuerkurve an
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und im Gegenzug dann Kapitalerträge höher besteuern als jetzt....
Ist eigentlich schon happig, auch da müssten sie lächerlichen Freibetrag, von 1000 Euro Mal ordentlich anheben

Wie gesagt die Staatsquote ist schon bei 50%

Das Problem liegt woanders


2x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

26.12.2025 um 13:14
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Vielleicht müssten niedrige Löhne mal ganz außen vor bleiben (vielleicht so bis 2000 pro Monat?) und ab dieser Grenze erst mal niedrig besteuern und dann moderat steigern...
Reality check: mit dem Mindestlohn ab 2026 hast du bereits ein Monatsbrutto von rechnerisch 2222€ bei Vollzeit, ab 2027 dann 2529€.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Der Grundfreibetrag liegt momentan bei über 11000, den kan man natürlich erhöhen
Der Grundfreibetrag für 2025 liegt bei 12.096€, für 2026 bei 12.348€
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ist eigentlich schon happig, auch da müssten sie lächerlichen Freibetrag, von 1000 Euro Mal ordentlich anheben
Es wird leider gerne unterschlagen - bewusst oder unbewusst - dass Kapitalerträge nicht nur beim Empfänger der Ausschüttung besteuert werden, sondern vorher bereits einmal bei der Entstehung. Erst die Gesamtbetrachtung dieser Besteurung ergibt den tatsächlichen Steuerbelastung, und die liegt dann für Kapitalerträge ungefähr da, wo sie auch für alle anderen Einkommensarten liegt:
In der Diskussion über die Besteuerung von Kapitalerträgenist neben der Abgeltungsteuer auch die Besteuerung der Unternehmen zu sehen.Wie es in der Antwort der Bundesregierung (BT-Drs. 21/2368) auf eine KleineAnfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (BT-Drs. 21/2080) heißt, muss füreine vollständige Betrachtung des gesamten Belastungsniveaus von imPrivatvermögen erzielten Kapitalerträgen wie Dividenden oderVeräußerungsgewinnen auch die Besteuerung auf Unternehmensebene(Körperschaftsteuer zuzüglich Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag)betrachtet werden.

Dabei ergebe sich aus der Besteuerung auf Anteilseignerebene(Kapitalertragsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag) und auf Unternehmensebeneeine maximale Gesamtbelastung von 48,5 Prozent. Die nominale steuerlicheGesamtbelastung von Einkommen aus selbstständiger und nichtselbstständigerArbeit liege in der Spitze bei 47,5 Prozent (Einkommensteuer zuzüglichSolidaritätszuschlag). Auch beim Vergleich von effektiven Steuerraten zeigeeine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungeine sehr ähnliche Gesamtbelastung von Erwerbs- und Kapitaleinkünften inDeutschland, schreibt die Bundesregierung.

Durch die 2009 eingeführte und 25 Prozent betragendeAbgeltungsteuer ist nach Ansicht der Regierung ein wichtiger Beitrag zurVereinfachung und Bürokratieentlastung geleistet worden. Für viele Steuerzahlersei dadurch die Aufnahme ihrer Kapitaleinkünfte in die Steuererklärungentfallen. Dies entlaste Bürger und Verwaltung gleichermaßen. Da die im Inlanderzielten Kapitaleinkünfte auf Ebene der inländischen Kreditinstitute besteuertwürden, benötige die Finanzverwaltung in der Regel keine Informationen über dieHöhe der im Inland erzielten Kapitaleinkünfte.

Auf die Frage nach den Auswirkungen einer Abschaffung derAbgeltungsteuer und der Integration der Kapitaleinkünfte in die progressiveEinkommensteuer heißt es, eine Abschaffung der Abgeltungsteuer auf Zinsen,Dividenden und Veräußerungsgewinne von Wertpapieren und die Integration derErtragsbesteuerung in die allgemeine Einkommensteuer setze umfangreicheEntscheidungen über Detailregelungen voraus. So müsste beispielsweise beiDividenden die steuerliche Vorbelastung der Unternehmenserträge mit Körperschaft-und Gewerbesteuer berücksichtigt werden. Um eine übermäßige Besteuerung zuvermeiden, müssten daher Dividenden mit einem Teileinkünfteverfahren besteuertwerden. Zudem wären die bei der Abgeltungsteuer geltenden Verbote des Abzugsvon Werbungskosten und die Beschränkung der Verlustverrechnungsmöglichkeitenanzupassen. Im Ergebnis würde es zu keiner wesentlichen Veränderung derGesamteinnahmen kommen. Je nach Ausgestaltung des Teileinkünfteverfahrens undder Verlustberücksichtigungsmodalitäten wären sogar Steuermindereinnahmenmöglich, so die Erwartung der Bundesregierung. Im Koalitionsvertrag seien keineMaßnahmen zur Abschaffung der Abgeltungsteuer vorgesehen.
Quelle: https://www.steuerzahler.de/bayern/newsticker-archiv/newsticker/news/steuerbelastung-von-kapitalertraegen-auch-besteuerung-auf-unternehmensebene-zu-betrachten/?L=0&cHash=ac3983c6c3173f8ddcb5811967856954


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

26.12.2025 um 14:50
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:tatsächlichen Steuerbelastung, und die liegt dann für Kapitalerträge ungefähr da, wo sie auch für alle anderen Einkommensarten liegt:
Ja natürlich wird das übersehen.

Aber wie gesagt für Privatpersonen lächerlich

1000 Euro frei..


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

26.12.2025 um 16:33
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Aber wie gesagt für Privatpersonen lächerlich

1000 Euro frei..
@Fedaykin:
Es dürfte gerne das Doppelte sein.

Wenn man einen Steuersatz von 25 % annimmt (Grenzsteuersatz oder Abschlagsteuersatz), dann sind das beim derzeitigen Freibetrag von 1.000,-- € ----> Steuerersparnis 250 € / Jahr, also ca. 20,80 € / Monat. Reich wird man davon nicht.


1x zitiertmelden

Die Reichen sind an allem schuld!

26.12.2025 um 16:34
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:@Fedaykin:
Es dürfte gerne das Doppelte sein
Sogar mehr, die superreichen haben davon nicht wirklich Ersparnis, aber der Normalbürger.


melden