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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

541 Beiträge, Schlüsselwörter: Hunger, Somalia, Hungersnot, Äthiopien, Kenia, Ostafrika

Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 14:18
@Neverland

Somalia ist ja ohnehin ein vollkommen gescheiterter, zerrissener Staat.
Die offizielle Regierung regiert quasi gerade mal ein paar Stadtteile der Hauptstadt, ansonsten geben Warlords und Verbrechersyndikate den Ton an.

Das ist auch so ein Land, wo nette Methoden von wegen Verhandlung und Verschenken von Hilsmitteln wenig Sinn machen.

@def

In Europa war man insofern intelligenter, als das beispielsweise nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland nach und nach wieder funktionierende Binnenwirtschaften und Strukturen aufgebaut wurden, die dafür sorgten, dass das Land nicht ewig von Hilfen aus den USA oder anderen Alliierten abhängig blieb.

Das fehlt in Afrika vielfach.

Dort hat man zu oft die Situation, dass ein Einzelner es schafft, eine gewisse Zahl an Kämpfern um sich zu versammeln und dann versucht, die Macht an sich zu reissen und nur noch was für sich zu tun.
Dürfte unter anderem daran liegen, dass es zahlreiche unterschiedliche Völker in Afrika gibt, die sich bei Leibe nicht alle ausstehen können.

Wiederum hat man aber auch die Schwierigkeit als Ausländer, als Europäer, dass man nicht unbedingt anerkannt wird.
Zu Helfen ist dort sehr problematisch.

Ich bin und bleibe trotzdem ein klarer Anhänger der Hilfe zur Selbsthilfe, um langfristig für mehr Freiheit und Selbstständigkeit zu sorgen!


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 18:06
Nun Ich würde heutige Situation in Afrika nicht immer wieder auf Europäische Kolonialherren zurückführen, ich meine man kann ja in 50 Jahren auch was ändern.

die Landwirtschaft in den Regionen müsste halt Nachhaltig auf das Klima ausgebaut werden ( Habe schönen Bericht aus Bild der Wissenschaft mit Landwirtschaftlichen Erfolgen in der Sahelzone)

das Problem in ländern mit Akkuter Hungernost ist aber wie gesagt Politische instabilität, schlechte Infrastruktur (versuch mal Getreide über 30 Km ohne LKW im großen Stil zu Transportieren.)
und Preis hin und her viele Regierungen/Regime haben schlicht kein Interesse Lebensmittel zu kaufen weil das Volk für sie eher uninteressant ist.


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 19:35
Es kann nicht sein, das die Völker Europas zum Teil die Kühltruhen und Kühlschränke zum Bersten voll haben und in Afrika Dreck gegessen wird.

Warum tun die Regierungen nichts? Ist der angeblich souverene Staat Somalia wirklich so selbstständig?

Wenn in Norwegen ein Attentäter fast 80 Menschen ermordet ist das ebenso schlimm als wenn 1000 Attentäter eine Million Menschen ermorden, nur das die in Afrika sogar noch von der Internationalen Gemeinschaft nicht an die Kette gelegt werden.

Die Welt hält mal wieder den Atem an und wartet. Genau wie immer wenn es nicht um Besitz, Rohstoffe usw geht.
Offensichtlich ist 1 Liter Öl wohl mehr wert als ein Leben.

Frankreich, England, Russland, Deutschland, USA und die angeschlossenen Staaten haben die Technik, die Menschen und können die Sicherheit gewährleisten die benötigt wird um diese armen Menschen gescheidt zu versorgen.

Die Welt muss lernen nicht ein Feuer zu entzünden (Afghanistan/Irak) sondern ein Feuer (Afrika/Haiti) zu löschen und zwar nachaltig.


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 20:38
@apocalypsenow

Sehr realitätsfern, dein post.


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stopje
ehemaliges Mitglied

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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 21:09
@apocalypsenow
apocalypsenow schrieb:Warum tun die Regierungen nichts? Ist der angeblich souverene Staat Somalia wirklich so selbstständig?
Na die tun doch schon was:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,776522,00.html
Es wurde schon eine Milliarde $ gespendet, gestern kamen noch mal 500 Millionen $ von der Weltbank dazu dazu und Deutschland ist jetzt mit 30 Millionen Euro dabei + ca. 32 durch die EU.
Für das Geld kriegst du mehr Liter Öl, als in ganz Afrika Menschen wohnen,
Weiß jetzt nicht was andere Regierungen, NGO und Privatleute an Geldmitteln noch zur Verfügung stellen, aber die von der UNO kalkulierten Kosten sind damit schon größtenteils gedeckt.
apocalypsenow schrieb:Frankreich, England, Russland, Deutschland, USA und die angeschlossenen Staaten haben die Technik, die Menschen und können die Sicherheit gewährleisten die benötigt wird um diese armen Menschen gescheidt zu versorgen.
Frankreich und England haben ihr Pulver in Lybien verschossen. Rußland keine Ahnung,
Deutschland hat bald keine Soldaten mehr und vor allem keine Bevölkerung, die da mitspielt, und die USA gehen gerade auch an Ihren Kriegen Pleite.
Außerdem hat keiner Bock auf einen unkalkulierbares Kriegsabenteuer. Macht sich bei einer Wiederwahl schlecht.


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Hansi
ehemaliges Mitglied

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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 22:33
@apocalypsenow
apocalypsenow schrieb:Es kann nicht sein, das die Völker Europas zum Teil die Kühltruhen und Kühlschränke zum Bersten voll haben und in Afrika Dreck gegessen wird.
Warum tun die Regierungen nichts?
Ich hoffe du meinst die Regierungen Afrikas.
Nach Angaben der FAO werden in den USA pro Kopf jährlich 1230 kg Getreide produziert, in China 325kg und in Simbabwe 90 kg.
Aus diesen Zahlen wird ersichtlich, dass die globale landwirtschaftliche Produktion bereits mit heute verfügbaren Mitteln noch erheblich gesteigert werden kann.
Die Hungernden sind kein Beweis für knappe Ressourcen, sie sind die Folge mangelnder Entwicklung.
Die meisten der Hungernden der Welt sind Kleinbauern, die aufgrund von Armut so ineffizient wirtschaften, dass sie noch nicht einmal sich selbst ausreichend ernähren können.
Die Kolonialzeit ist endgültig vorbei - es wird Zeit dass Afrika nach rund 50 Jahren Unabhängigkeit sein Schicksal selbst in die Hände nimmt.
Die asiatischen Tigerstaaten könnten ein Vorbild sein.


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 22:39
@Hansi
Hansi schrieb:die aufgrund von Armut so ineffizient wirtschaften
Das stimmt nur teilweise. An anderen Stellen gerät die Ernte auch nur aufgrund von Dünger und Bewässerung so gut... der massenhafte Gebrauch von Dünger ist aber auch nicht nachhaltig und für Bewässerung muss man erst mal genug Wasser haben, noch dazu gibt es negative Folgen wie Versalzung von Boden, übermässiger Verbrauch von Grund- oder Flusswasser, etc.

Es wäre allerdings z.T. möglich, effizienter zu wirtschaften, auch ohne allzuviel Düngemittel und Bewässerung, allerdings erfordert das v.a. mal Know-How - und die Erträge steigen auch nicht übermässig an. Manche Gegenden sind einfach nicht geeignet für intensive Bewirtschaftung, das muss man auch immer bedenken.


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 22:52
@shionoro was bitte ist realitätsfern?


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

26.07.2011 um 23:51
@apocalypsenow

Dein Post ist insofern realitätsfremd, als das du scheinbar glaubst, Deutschland und Co. müsste einfach mal eben einen Haufen Geld, Essen und Landwirtschaftsmaschinen über Afrika per Gieskannenprinzip ausschütten und alles ist in Ordnung.

Dass es nicht so einfach ist, sollte die Tatsache zeigen, dass es seit Jahrzehnten finanzielle Hilfen gibt, bei denen unzählige Milliarden gespendet wurden, sowohl von staatlicher als auch privater Seite.
Seit Jahrzehnten werden permanent Hilfslieferungen in Form von Essen, Medikamenten und Material geleistet.

Aber es bringt auf lange Sicht einfach nichts.

Nicht, wenn es den Machthabern in den betreffenden Ländern, wo die Menschen hungern und schlechte Ernten und hohe Kriminalität haben, vollkommen egal ist, was mit ,,ihrem" Volk geschieht.
Den durchschnittlichen Warlord und Diktator in Afrika interessiert, dass er einen Haufen Schmuck, riesige Häuser, fette Karren und allen möglichen anderen Luxus hat.
Gleiches gilt für seine Kumpels.
Die normale Bevölkerung ist ihnen gleichgültig, wenn sie aufmuckt, gibt`s eben von den Privatarmeen auf den Deckel.
Tja und wenn es jemand schafft, eine genügende Anzahl von Kämpfern um sich zu versammeln, dass er den aktuellen Boss erledigen kann, dann wird er eben der neue Chef und es läuft alles weiter, wie bisher.

Und solange es so steht, sind langfristige Hilfslieferungen nicht machbar während die kurzfristigen grade mal reichen, um die Leute eben so am Leben zu halten.

Ohne halbwegs redliche, politische, verwaltende, justizielle und polizeiliche Strukturen kann man keine langfristige Hilfe leisten.


Für die Etablierung dieser Strukturen gibt`s nur wenig Möglichkeiten.
Entweder macht man es so, wie in Deutschland am Ende und nach dem 2. Weltkrieg:
Man macht alles platt im betreffenden Land und baut es von Grund auf neu auf, mit Wirtschaftsplänen, mit der Schaffung von Verwaltungs- und Polizeistrukturen, mit der willkürlichen Besetzung aller wichtigen Ämter in Politik, Justiz, Verwaltung, Polizei und Wirtschaft durch verlässliche Leute und langfristiger Kontrolle, während der man die Menschen im Land langsam daran gewöhnt, auf eigenen Beinen zu stehen.

Das Dumme an dieser Methode ist, dass sie viele, viele Menschenopfer fordern wird, auf allen Seiten. Außerdem ist sie moralisch fragwürdig, da man wieder zum ,,weißen Eroberer" würde, sie ist extrem teuer, langatmig und es ist keineswegs gesichert, dass am Ende auch der Erfolg der Eigenständigkeit steht.


Oder aber die Menschen in den Ländern, wo umfassende Hilfen notwendig wären, machen sich selbst frei von den korrupten Polizisten, Richtern, Politikern, von den Kriminellen, den Warlords, den privaten Killertruppen.
Auch das erfordert viele Opfer und viel Kraft. Kraft, welche wahrscheinlich oft aus verschiedenen Gründen fehlt und wozu die Hilfslieferungen oder das pure Geben von Geld keinen stützenden Beitrag leisten können.
Wenn aber die Menschen es schaffen würden, dann wäre es auch wiederum möglich, in Zusammenarbeit mit neuen Regierungen und Gruppen, denen wirklich etwas am Land und den Leuten liegt, langfristig sinnvolle Hilfsprogramme zu schaffen, die Bildung, Landwirtschaft, Gesundheitsversorgung, Rechtshilfe usw. beinhalten.


Es herrscht in Bezug auf bedürftige, afrikanische Länder ein gewaltiges Dilemma.
Wie man es auch dreht und wendet: Eine schöne, einfache, friedliche Lösung gibt es nicht.
Und dann bedenke man noch: Es handelt sich auch nicht nur um ein einzelnes Land, wo man eigentlich fairerweise Hilfe leisten müsste, sondern um einen ganzen Haufen!

Du machst es dir schlicht zu einfach, wenn du sagst:,,Da müssen Deutschland und Co. nur mal ordentlich Kohle und Know-how geben, dann läuft alles".
Nein, tut es nicht.

Nicht, solange in vielen afrikanischen Staaten korrupte, selbstgerechte Despoten und ihre Anhänger den Ton angeben, bis sie durch den nächsten brutalen Despoten ersetzt werden, der es genauso macht und den seine Bevölkerung genau so wenig interessiert.


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 04:53
Würde das keine so negativen Folgen für uns als Europäer haben, wäre ich sogar dafür, die Entwicklungshilfe zu großen teilen einzustellen, so hart das klingt.

Nur dann wird es Flächendeckend ein Umdenken geben.....vielleicht.


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helmfried
ehemaliges Mitglied

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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 05:24
Wenn man in letzter Zeit auf die Berichte aus den Hungersgebieten hört könnte man glauben Entwicklungshilfe müsse erstmal erkämpft werden. Nur was kann man denn jetzt nun tun als Deutscher ? Spenden ? ja klar wäre zumindest ein guter Ansatz doch ich glaub die Frage die den Menschen da in Afrika vielmehr im Kopf rumgeht ist die nach einer neuen Heimat denn so wie es gestern in einen Bericht hieß haben diese Leute einfach nicht genug Wasserzugänge und Saatgut , dazu kein fruchtbares Ackerland und zum bösen Ende auch noch die Militz.
Naja , schon gut das wenigstens die Banken den Crash überstanden haben und weiterhin ihr Geld mit Spekulationen auf Nahrungsmittel machen dürfen. Ein Glück das unsere westlich überfressene Welt in ihren Wohnstuben gemütlich auf den Hocker sitzt und sich totfeiert , wäre ja den gaffenden und glotzenden Fußvolk nicht zumutbar bei dem Verzehr von Fressensabfällen sich von einen aufdringlichen Hungernden aus der Klotze den Appetit zu verderben.
Man muss sich nur mal vorstellen wieviel Nahrung allein jetzt um diese Uhrzeit in deutschen Supermärkten , in einen sagen wir mal gut situierten Staat zu Billigstpreisen auf ihre Abnehmer wartet während in Leidensregionen das Essen und Trinken so teuer ist das man kaum verstehen kann warum Nahrung im Westen so billig ist.


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Dude
ehemaliges Mitglied

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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 06:51


darüberhinaus empfehle ich die dokumentation: "wieviel schulden erträgt afrika"
leider kein video mehr erhältlich.. fuckin Utubezensorenpackcopyrightmisthuldigergesoxx
Durch das Schuldensystem der Weltbank im Sinne des neoliberalen Raubtierkapitalismus errichtete man einen Neokolonialismus, der eine subtile Abhängigkeit und Unmündigkeit schafft und die Armut weiterhin zementiert.
Und die durchgeknallten Psychopathen aus @Neverland 's clip sind womöglich gar bezahlt, für was sie tun... die undurchsichtigen geldströme sind vielfältig und die schwarzkonten zahlreich...

und die weltöffentlichkeit in nicht kleinen teilen nimmt es kaum wahr und tanzt weiter um das goldene kalb und hält die maschine in gang...

also mich kümmern meldungen über 50 oder 100 tote eigentlich schon länger nicht mehr sonderlich, angesichts des dramas, welches sich hauptsächlich in der südl. hemisphäre abspielt... ich mein scheisse nochmal, ca 30 mio - und damit setz ich noch tief an... - hungermorde jedes verfickte jahr! und doch jedesmal ein riesen drama, welches sich endlos hinzuziehen scheint, wenn mal wieder irgendwo ein false flag anschlag läuft... pah.. manchmal kann man nur noch brüllend laut loslachen, weils so zum himmel stinkt und so unsäglich traurig ist...


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 07:06
ich denke; ich bin deiner Meinung; denn wir sind der Menschheit überdrüssig...


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 09:42
@Kc
@Hansi
@stopje

Eigentlich dachte ich und das sollte man aus dem Post auch so verstehen, dass die o.g. Länder welche auch damals allesammt eine Kolonialpolitik in Afrika betrieben haben oder irgendwelche Wirtschaftlichen Interessen verfolgt haben, immer zu ungunsten der Mehrheit der Bevölkerung, das diese nicht wie schon so oft finaniziell sondern militärisch Intervenieren.

Leicht gesagt und das es die Hungersnöte in Afrika nicht erst seit den Kolonialjahren gibt sollte eigentlich klar sein. Aber der Westen und der der Osten sind verantwortlich für instabile Regieme in der Region. Verantwortlich deswegen, weil man dort seit Jahr und Tag die Regieme unterstütze nach dem vermeintlichem Motto: Lieber eine Diktatur als garkeine Kontrolle.
Klar wehren sich die Aufständischen gegen ein Ihnen auferzwungenes System.

Bis in Europa solche politischen Verhältnisse herrschten wie heute sind natürlich auch Jahrzehnte, wennicht Jahrhunderte verstrichen und ich will nicht sagen, dass es auch hier Reibungslos gelaufen ist. Hunderte Jahre immer wieder Kriegsspiele und gegenseitige Vernichtung.

In der Verantwortung und im Rückblick auf die Geschichte aus der wir lernen sollen hat doch Europa, Russland und China sowie Japan und die Nordamerikanische Vereinigung die Aufgabe, die humanitäre Aufgabe, eine so langwierige Entwicklung voller Opfer und Leid zu unterbinden.

Es ist beides so einfach gesagt: Wir führen einen Militärschlag durch oder wir überlassen Sie sich selbst.

Wenn wir diese Menschen sich selbst überlassen haben sie keine Chance weil man vor Jahren die falschen bewaffnet hat. Es ist ein ungleicher Kampf Messer gegen Granaten, Macheten gegen Panzer.

Und wer jetzt behauptet: Ja ok du hast Recht, ich werde auch Geld spenden aber dann lass mich damit in Frieden. Ich kann nicht nur an andere denken ich habe ja selber so Probleme und unser Geld unser heiliges Geld sollten wir besser in Straßen stecken. Ich meine deren Zukunft ist ja sowieso nicht gewiss, dann sollten wir zumindest sicher gehen das unsere gerettet wird.
Und ein Militärschlag, ah die Opfer und was das alles wieder kostet.... und 1993....
Wir haben doch schon soviel investiert.....

Mach dir eins klar: Eine gut geplanter Schlag um die Rebellen zu entwaffnen, den Leuten eine Zukunft und deren Hunger zu stoppen ist auf die Dauer billiger und die Menschen da unten sind dir dann auch viel dankbarer.

Es ist dann immer lustig wenn ich höre: Welcher Soldat würde denn da hin wollen? Wer würde sich bereit erklären.

Der Soldat hat sich per Eid verpflichtet. Er wird also schon gehorchen und es ist doch sinnvoller den Soldaten zu betätigen als in seiner Kaserne mit Kriegsspielen zu beschäftigen.

Jetzt kommen natürlich wieder unsere Wirtschaftexperten. Ich freue mich wieder auf die Auseinandersetzung mit eurer beschränkten Weltsicht. Für euch besteht die Welt nur aus Zahlen und Wirtschaftlichen Interessen, Eigennutz und Rechthaberei.

Ich hoffe nur das von euch Wirtschaftsheinis niemals einer in die Politik geht. Ihr seit nämlich alle feige und versteckt euch hinter Fakten und werft anderen Leuten Realitätsverlust vor ohne euch selbst in Frage zu stellen.

Eins ist mir Offensichtlich: Eure Namen werden mit Sicherheit nicht in die Geschichte eingehen. Denn wer nicht handelt über den gibt es eben auch nichts erwähnenswertes. In Afrika handelt momentan nur einer: Der Hunger. Und der wird die Geschichte schreiben. Und die Zukunft wird es schon zeigen ob wir nun besser eingegriffen hätten oder ob wir es besser gelassen hätten.

Afrika schaut auf uns, die Menschlichkeit, die Geschichte und die Verantwortung ebenfalls!

In diesem Sinne.....


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 10:38
apocalypsenow schrieb:. Aber der Westen und der der Osten sind verantwortlich für instabile Regieme in der Region. Verantwortlich deswegen, weil man dort seit Jahr und Tag die Regieme unterstütze nach dem vermeintlichem Motto: Lieber eine Diktatur als garkeine Kontrolle.
Klar wehren sich die Aufständischen gegen ein Ihnen auferzwungenes System.
^^
Die ,,Aufständischen" von denen du sprichst, sind in aller Regel auch nicht besser, als die aktuellen Diktatoren.
Auch denen geht es primär um ihren eigenen Hintern. Ob das nun für die Bevölkerung schädlich ist oder nicht, ist denen egal.

Es wird sich um sich selbst gekümmert, die eigene Clique, die Gruppe, den eigenen Stamm und dann war`s das.
Ein Warlord mit seinen Kampftruppen löst den nächsten ab, keiner macht es besser.
apocalypsenow schrieb:In der Verantwortung und im Rückblick auf die Geschichte aus der wir lernen sollen hat doch Europa, Russland und China sowie Japan und die Nordamerikanische Vereinigung die Aufgabe, die humanitäre Aufgabe, eine so langwierige Entwicklung voller Opfer und Leid zu unterbinden.
Für was willst du denn noch alles eine Verantwortung bei Europa (indirekt Deutschland) und Co. sehen?
Wir sind nicht dazu verpflichtet, überall die Retter der Welt zu spielen.

Nicht nur in Afrika, sondern auch in Asien und in Südamerika wäre an zahlreichen Orten EIGENTLICH eine Menge an finanzieller, polizeilicher, materieller und sonstiger Hilfe notwendig, wenn man fair sein will.
Kann das ein Europa leisten, welches momentan gerade damit beschäftigt ist, nicht auseinanderzubrechen, weil die hiesigen Regierungen aus purer Dummheit und Unfähigkeit gigantische Schulden aufgehäuft haben und bald Zahltag ist?
Können das die Vereinigten Staaten von Amerika leisten, die momentan in zwei Bürgerkriegen feststecken und demnächst vermutlich zahlungsunfähig werden?
Oder China, welches sich berufsmäßig für das eigene Wohl und die Ausweitung des eigenen Machtbereiches interessiert?

Du musst mal die Realität sehen, dass wir nicht die Retter der ganzen Welt sein können.

Unter anderem Deutschland erbringt sehr große Leistungen bei Entwicklungshilfen, bei Spenden, bei Aufbauhilfe. Das runter zu machen und einfach nur zu sagen:,,Ja, wir haben ja auch die Verantwortung" finde ich schäbig und eine Behinderung von notwendiger Hilfsbereitschaft.
Natürlich MÜSSTE viel mehr getan werden. Aber es KANN nicht immer mehr getan werden, nicht wenn beknackte Regime in den betreffenden Staaten sich abwechseln und nur auf ihr eigenes Wohl schauen.
apocalypsenow schrieb:Mach dir eins klar: Eine gut geplanter Schlag um die Rebellen zu entwaffnen, den Leuten eine Zukunft und deren Hunger zu stoppen ist auf die Dauer billiger und die Menschen da unten sind dir dann auch viel dankbarer.
Jaa... So wie im Irak. Oder in Afghanistan. Da lief das ja auch so gut und deshalb sitzen die ausländischen Soldaten ja auch alle schon wieder gemütlich zu Hause, freuen sich auf die neue Football-Saison und die Championsleague sowie kräftige Zahlungen zu Weihnachten und Ostern :D
apocalypsenow schrieb:Der Soldat hat sich per Eid verpflichtet. Er wird also schon gehorchen und es ist doch sinnvoller den Soldaten zu betätigen als in seiner Kaserne mit Kriegsspielen zu beschäftigen.
Der Soldat ist verpflichtet, seinem Oberkommandierenden zu gehorchen. Wenn der sagt:,,Wir marschieren da und dort ein", dann muss er mitmachen.
Aber man muss sich auch die Frage stellen: Können wir einfach so entscheiden, wo wir mal einmarschieren wollen? Was haben unsere Soldaten, die für die Landesverteidigung vorgesehen sind, in völlig anderen Staaten zu suchen? Du kennst sicher die Frage:,,Inwiefern wird Deutschland am Hindukusch verteidigt?"


Wo ich dir absolut Recht geben muss und was ich sehr stark kritisiere:
Auch die deutsche Wirtschaft, aber insgesamt die Wirtschaft der so genannten ,,westlichen Länder" profitiert davon, dass es in vielen Regionen Afrikas sehr rechtlos zugeht und man leicht an Konzessionen für Öl oder Rohstoffe kommt, ohne sich mit lästigen Arbeitsschutzregeln rum zu ärgern.

Diese Sache muss aufhören, das ist eine Frage des Prinzips! Hier könnte allerdings sinnvoll angesetzt werden.


Nur ändert dies nichts daran, dass man dafür zuerst das Terroregime des betreffenden Staates abschaffen muss. Denn die ausbeuterischen Unternehmen halten sich vom Prinzip her nur an die Gesetze des betreffenden Landes und man kann in anderen Ländern wie Deutschland nur Druck auf bessere Arbeitsbedingungen ausüben, aber keinen Zwang. Denn: Andere Länder, andere Gesetze.


Womit wir aber wieder bei der Frage wären, wie man sich der betreffenden Regime entledigt?

Mit Geld und duldsamen Verhandlungen? Sicher nicht.
Mit Unterstützung von Rebellen? Die werden es meist kaum selbst besser machen.

Mit eigenem Einmarsch und Waffengewalt? Dann nimmt man in jedem Fall wieder die Rolle des Kolonialisten und Eroberers ein.

Das ist vielleicht nicht die schlechteste Lösung auf lange Sicht. Aber sie ist moralisch sehr fragwürdig und es werden mit hundertprozentiger Sicherheit dabei viele Opfer drauf gehen.
Auch der bisher lange anhaltende Frieden in Europa hat Opfer in Millionenhöhe und gigantische Anstrengungen erfordert.
Es war nicht leicht, auf unser gegenwärtiges Level zu kommen. Da mussten die Helfer in Form der Alliierten und etwa die Deutschen extrem viel arbeiten, denn es wurde ja alles von Grund neu aufgebaut.

Wenn man dies in einem afrikanischen Staat versucht, beispielsweise in Somalia, dann KANN, muss nicht, das durchaus zum Erfolg führen. Aber es wird sehr langwierig, sehr kostspielig und moralisch sehr problematisch.


Wobei man sich nun aber auch wiederum die Frage stellen muss:
Ist ein Ende mit Schrecken und ein Neuanfang besser, als ein Schrecken ohne Ende, in dem die einfachen Menschen permanent mit extremer Kriminalität, Hungersnöten und Naturkatastrophen dahin vegetieren müssen?


Wie man es auch dreht und wendet: Sinnvolle Hilfen in bedürftigen, afrikanischen Staaten mit langfristigem Erfolg werden eine Menge kosten und Opfer fordern.


Noch ein paar Worte zu deiner Wirtschaftskritik:
apocalypsenow schrieb:Jetzt kommen natürlich wieder unsere Wirtschaftexperten. Ich freue mich wieder auf die Auseinandersetzung mit eurer beschränkten Weltsicht. Für euch besteht die Welt nur aus Zahlen und Wirtschaftlichen Interessen, Eigennutz und Rechthaberei.

Ich hoffe nur das von euch Wirtschaftsheinis niemals einer in die Politik geht. Ihr seit nämlich alle feige und versteckt euch hinter Fakten und werft anderen Leuten Realitätsverlust vor ohne euch selbst in Frage zu stellen.
Naja weißt du: Kriege führen sich nicht von allein. Die notwendigen Milliarden für Aufbauhilfen fallen nicht einfach vom Himmel.
Stell dir vor, du haust mal eben dein gesamtes Geld und deinen gesamten Besitz raus, um einem Bedürftigen zu helfen, den du nicht mal kennst.
Tja, dann geht es ihm vielleicht gut. Aber DU stehst dann eventuell genau da, wo er vorher stand:
Kein Geld, kein oder wenig Material, die eigenen Schuldner klopfen an die Tür und wollen ihr Geld von dir (ich weise mal auf die vielfachen Milliarden an Schulden hin, welche die europäischen Staaten ebenso wie die USA oder Russland haben).

Man muss schon ein wenig kalkulieren, wie viel man finanziell stemmen kann, wenn man nicht selbst am Ende mittellos und bankrott dastehen und Probleme mit seiner eigenen Versorgungssicherheit haben will.

Ich sage das nicht aus Härte und Selbstgefälligkeit.
Sondern als Mahnung. Wenn wir versuchen, ALLE zu retten, dann laufen wir Gefahr, dass wir am Ende NIEMANDEM mehr helfen können!

Das darf man nicht außer Acht lassen.

Allein die USA haben durch ihre Kriege in Afghanistan und Irak unter noch vielfach besseren Bedingungen schon gewaltige, finanzielle Verluste gehabt und wie gesagt - sie laufen gerade Gefahr, selbst bankrott zu werden.


Du kannst nicht einfach jede Kalkulation außer Acht lassen, Europa und Co. sind keine unerschöpflichen Töpfe an Geld und Materialien.


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 10:50
apocalypsenow schrieb:In Afrika handelt momentan nur einer: Der Hunger. Und der wird die Geschichte schreiben. Und die Zukunft wird es schon zeigen ob wir nun besser eingegriffen hätten oder ob wir es besser gelassen hätten.
Bedenke, dass seit Jahrzehnten nichts anderes läuft.
Hungersnot in Afrika, Europa und Co. schicken Geld und Essen und Medikamente, die Leute überleben gerade so. Und in einigen Jahren oder an anderer Stelle geht das Spiel von vorne los.

Ist das denn wirklich ein annehmbares Leben? Nur von einer Hilfslieferung zur nächsten zu vegetieren?

Diese kurzfristigen Hilfen helfen bis zum nächsten Tag. Oder zur nächsten Woche. Oder zur nächsten Hungersnot, die mit Sicherheit kommen wird.

Es wird dadurch auf lange Sicht NICHTS besser.


Wir sollten uns endlich über langfristig SINNVOLLE Hilfen Gedanken machen und dafür arbeiten!

Oberstes Ziel muss es sein, diesen Teufelskreis aus permanenter Abhängigkeit und Mildtätigkeit zu durchbrechen.
Ziel muss es sein, den Menschen in den bedürftigen Ländern die Mittel an die Hand zu geben und ihnen zu zeigen, wie sie sich selbst versorgen, sich selbst helfen können.
Kräftiges Saatgut, gesunde Zuchttiere, effektive Landwirtschaftsmethoden, geistige Bildung - DAS sind die Mittel, um langfristig Gutes zu tun und endlich dafür zu sorgen, dass eben nicht alle paar Monate oder Jahre in vielen afrikanischen Staaten Naturkatastrophen und Co. auftreten!


Durch das permanente, bloße Vollziehen von Hilfslieferungen in Form von Geld oder geschenkten Nahrungsmitteln und Medikamenten festigen wir nur die derzeit herrschenden, negativen Verhältnisse.
Diese Hilfen sind solche, die kurzfristig gut und richtig sind.

Aber sie MÜSSEN zusammen mit den oben erwähnten, langfristigen Hilfen geleistet werden, wenn wir dafür sorgen wollen, dass die Menschen in bedürftigen Staaten auf eigenen Beinen stehen können!


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 11:19
Ja Kc (erstmal danke es macht Spass mit dir zu diskutieren)!

Natürlich müssen wir dem Land eine Zukunft geben die auch nachhaltig ist. Das wird auch, wenn nicht sofort, Früchte tragen denn es erfordert alles Arbeit und dadurch Zeit. Ich kann nicht heute einen Baum pflanzen und morgen die Früchte ernten, das ist mir bewusst und das erwarte ich auch nicht.
Aber erstmal für stabile Verhältnisse sorgen DAS währe die Hauptaufgabe. Die Welt soll ja keine Soldaten ins Land schicken und denen dann eine Demokratie aufzwingen oder gar als Kulturbringer agieren.
Das Land wird von vielen kleinen Stämmen beherrscht. Man soll den Königen/Fürsten und Machthabern ja nicht ihre Existenz rauben sondern mit ihnen Verhandeln. Ihnen klar machen welche Folgen es auch für Sie hätte wenn man dem Land eine Wirtschaftsgrundlage schafft.

Es ist vielleicht auch ein bisschen Utopie aber sollte es dennoch soweit kommen und es würde diese Region einmal ihre wohlverdiente Ruhe und den Frieden finden dann würde die Wirtschaft wachsen, es würden Maschinen gebraucht, neues Vieh, Komsum und Luxusgüter, feste Wohnsitze alles das würde auch der Weltwirtschaft zugute kommen und dann damit die Früchte der Arbeit tragen welche man dann auch zwar einerseits mit Recht aber auch mit Achtung, Respekt und Vorsicht ernten darf.

Und eines noch, an der Pleite der USA werden eben diese nicht zu Grunde gehen und noch weniger Europa. Es wird hier und da evt. Einschränkungen geben aber die Welt hat schon schlimmeres überstanden.
Normalerweise müsste man annehmen, das die Welt rein aus dem Verstand und der Vernunft der Völker eben dieser, garnicht erst auf so eine Gefahr zusteuern kann und könnte. Aber es zeigt sich doch immer wieder das es irgendwelche Tollpatsche immer wieder schaffen. Nunja ich glaube auf jeden dieser Tollpatsche kommen wieder 10 Geniale Menschen, deren Zeit in den nächsten Wochen vielleicht schlägt und die dann endlich mal Ihre Asse im Ärmel ausspielen können, mit Verstand, Vernunft und Ehrfurcht und Respekt vor diesem gegenwärtigem Leben und dem was noch nach uns kommt, denn wir sind auch nur eine Brücke sowie eben alles auf dieser Welt eine Brücke in die Zukunft ist. Wir sind bei weitem nicht die letzte Generation und müssen daher alles Maßvoll überdenken unser Tun und unser Handeln denn es geht immer weiter und weiter und weiter. Es ist aber doch was schönes, wenn man wie wir Mitteleuropäer schon bei der Geburt ein festes nachhaltiges Fundament zum Leben bekommen und in eine Gewisse Zukunft blicken können. Dieses Gefühl, dieses Fundament wünsche ich jedem Lebewesen auf diesem Planeten.
Wir müssen unsere Zeit hier nunmal alle miteinander Verbringen dass hat das Schicksal so entschieden ob man nun alles so toll findet oder auch nicht das ist eben dieses. Jedenfalls will ich (und ich glaube das wünscht sich jeder) wenn ich mal aus dieser Welt scheide, ich weiss nicht wo ich hinkomme oder wo ich dann hingehe, jedenfalls will ich mir nicht vorwerfen zumindest nicht an das Gute gedacht zu haben.

Denn was Einstein einst wohlweißlich sagte: "Was gedacht wird ist möglich." Und ich glaube jeder kann sich eine friedvolle, lebendige Welt vorstellen, ohne Leid.


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Neverland
ehemaliges Mitglied

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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 13:20
Es ist unmöglich eine echte Revolution von außen einzupflanzen, die komm vom Inneren, aus unseren Hirnen.

Es wird keine Güte der Welt einem Mensch helfen, wenn er endlich nicht einsieht, dass es nicht mehr so weiter gehen kann.


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ramisha
ehemaliges Mitglied

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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 14:46
Auch wenn sich politisch momentan nichts ändern lässt:

Milliardäre lassen sich in die höchsten Höhen katapultieren,
tauchen in die tiefsten Tiefen, aber einen Konvoi mit lebensrettenden
Medikamenten und Nahrungsmitteln nach Afrika können sie nicht
organisieren!

Alternde Diven behängen sich mit Schmuck und Pelzen und schlürfen Schampus,
aber für Zelte oder Babynahrung haben sie kein Geld.

Dass das nicht das Problem ansich löst, ist klar, aber sofortige Hilfe ist angesagt!


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Weltgrösste Hungersnot in Ostafrika

27.07.2011 um 15:07
apocalypsenow schrieb:Das Land wird von vielen kleinen Stämmen beherrscht. Man soll den Königen/Fürsten und Machthabern ja nicht ihre Existenz rauben sondern mit ihnen Verhandeln. Ihnen klar machen welche Folgen es auch für Sie hätte wenn man dem Land eine Wirtschaftsgrundlage schafft.
Genau hierin liegt doch der Hund begraben.
Viele kleine Stämme, die oft genug unter einander verfeindet sind.
Und Könige, Fürsten und Machthaber, die es buchstäblich einfach nicht interessiert, ob in ihrem Land vernünftige Straßen gebaut, Krankenhäuser hochgezogen, Schulen hingestellt, effektive Landwirtschaft usw. betrieben wird.

Im besten Fall ist es ihnen schlicht und einfach egal, solange sie, ihre Kumpels und ihr Stamm es möglichst gut haben.
Häufiger dagegen raffen sie lieber alles an sich, um möglichst dafür zu sorgen, dass nicht ein neuer Despot sich an ihre Stelle setzt.

Du kannst nur mit Leuten verhandeln, die auch Interesse an Verhandlungen haben.
Wenn es ihnen absolut schnuppe ist, was mit Land und Volk passiert, dann sind jegliche Verhandlungsversuche sinnlos.


Man kann sich lange darüber unterhalten, wie schön das doch wäre, wenn alle Menschen vernünftig sind, sich gern haben und sich selbstlos gegenseitig helfen.
Aber das ist nicht die Realität. Und es löst nicht die Probleme.

In so manchem, afrikanischen Staat herrschen tatsächlich Verhältnisse, wo man eigentlich nur einen großen Reset machen kann, sprich alle Killermilizen, Warlords und Despoten fertig machen und dann das Land komplett neu aufbauen, so wie es in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg der Fall war.


Mit Verhandlungen und freundlichen Bitten kommt man da nicht weiter.


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