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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

9.956 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Gesellschaft, Natur ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 10:02
Zitat von tarentaren schrieb:Kernelement ist der Strom, daran hängen alle anderen Gruppen.
Wobei das ja der Bereich ist, wo die Energiewende derzeit noch am besten funktioniert. auch dieses Jahr kamen 14GW PV und 4,5GW Wind dazu. Und 1GW fossile Kraftwerke gingen vom Netz.

Bis jetzt war dieses Jahr der Strom zu 61% erneuerbar. Und das ist eigentlich noch untertrieben, weil es nach aktueller Studienlage noch 12twh erneuerbarer Strom gibt, der nirgendwo auftaucht. Das ist nämlich der Eigenverbrauch der PV Anlagen Besitzer. Da der nie über einen Zähler geht, taucht er eben auch in keiner offiziellen Statistik auf. Also eigentlich liegt der erneuerbare Strom bei ca 66%....

Die 12twh sind übrigens der Output eines 1,2GW AKWs...


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 11:10
Zitat von sevenheartseassevenheartseas schrieb:Klar Apfel zu Most machen kostet ja wirklich viel Ressourcen.
Ach, erzähl mal wie durch "Hand auflegen" oder "anstarren" aus einem Apfel Most wird *facepalm*
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das ist keine Kritik, das ist einfach Polemik - solange du nicht konkret aufzeigen kannst was denn die „radikalen Schritte“ sein sollen und wie sie konkret umgesetzt werden.
Ja, ich hab bis auf den Rand "Grünen-Wähler sind alle doof" nichts gehört. Kein einziges Wort, wie es gehen soll. Haken wir es einfach ab 🤷🏻‍♂️


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 11:27
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Also eigentlich liegt der erneuerbare Strom bei ca 66%....
Ich kann mich noch an Diskussionen zur Jahrtausendwende erinnern, wo der Ausbau von PV und Wind damit unterbunden wurde, das kein Stromnetz mehr als 5% von den unregelmäßigen Regenerativen aushält.
Im Grunde hätten wir schon seit mindestens einem Jahrzehnt soweit sein können wie jetzt, wenn wir konsequent gehandelt hätten. Haben wir nicht. Und schon wieder wird gegen eine konsequente Abkehr von fossilen Energieträgern jedes noch so blödsinnige Argument ins Feld geführt, zZ bewegen wir uns da zumindest in der Rhetorik der Politik rückwärts.
Die tolle Argumentation, dass das ja überhaupt nicht reicht um den Klimawandel zu stoppen ist dann das absolute Topping in der Hinsicht. Klar, weil die ersten Schritte der Lösung eines Generationenproblems nicht sofort ausreichen, lassen wir es lieber gleich bleiben.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 12:46
Mal noch ein paar Daten zu den aktuellen Trends:

https://energiestatistik.enerdata.net/strom/welt-elektrizitaet-produktion-statistik.html

https://energiestatistik.enerdata.net/co2/emissionen-co2-daten-von-brennstoff-verbrennung.html

https://energiestatistik.enerdata.net/kohle-braunkohle/kohle-produktion-data.html

https://energiestatistik.enerdata.net/rohoel/welt-produktion-statistik.html

https://energiestatistik.enerdata.net/erdgas/welt-erdgas-produktion-statistik.html

Überall Anstieg auf neue Rekordwerte, trotz wachsendem Anteil von erneuerbaren Energiequellen bei der Stromproduktion und trotz Ausbau der E-Mobilität.


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20.12.2025 um 13:04
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Ach, erzähl mal wie durch "Hand auflegen" oder "anstarren" aus einem Apfel Most wird *facepalm*
IMG 3161Original anzeigen (0,8 MB)

Mit ,,Hand auflegen,, wirds nix werden.
Mit Hand anlegen gehts ganz gut.
Das habt ihr Computerhelden wahrscheinlich schon vergessen wie das geht.
Kein Wunder wenn man mit dem Lift in seine Wohnung fährt.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 13:44
@Mauzi666 @SvenLE @alhambra @taren @sevenheartseas
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:trotz wachsendem Anteil von erneuerbaren Energiequellen bei der Stromproduktion und trotz Ausbau der E-Mobilität.
Man hört und liest ja immer wieder: „Aber Elektroautos, Photovoltaik und Windenergie sind doch so effizient und günstig. Das wird kommen. Es wird sich durchsetzen, meine lieben Freunde. Der Markt wird das schon irgendwie herbeizaubern, weil Fossile so ineffizient sind, denn da wird etwas verbrannt, und dann entweicht da diese Abwärme. Das ist einfach ineffizient. Man hat da einen viel zu hohen Energieverlust und es ist teuer usw. Man muss zum Beispiel die Rohstoffe aus dem Boden holen, man muss sie transportieren und sowas alles.“

Der Grund, warum das nicht stimmt, ist, dass Vermögen und Effizienz Gegensätze sind. Denn wenn weltweit das allermeiste Vermögen in Fossile investiert ist - auf unterschiedlichste Art und Weise - dann ist es egal, dass erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge in allen Aspekten günstiger, effizienter und besser sind. Das ist scheißegal. Es spielt einfach keine Rolle.

Die herrschende Klasse wird uns erzählen: „Es geht gar nicht. Es funktioniert nicht. So ein E-Auto bleibt liegen. Du steigst ein, drehst den Schlüssel um, fährst zum Zigarettenautomaten und das Ding bleibt einfach stehen, weil du nicht laden kannst. Du kommst keine 30 Meter weit damit.“ Das werden sie uns erzählen. Das sehen wir ja schon.

Wenn das E-Auto kommen würde, wenn sich Photovoltaik und Windkraft durchsetzen würde, wenn sich vegane Ernährung etablieren würde, wenn modulares Wohnen eingeführt werden würde usw., dann würde das Enteignungen in Billionenhöhe bedeuten. Dann müsste in zweistelliger Billionenhöhe enteignet werden, denn so viel Geld liegt in diesen Bereichen. So viel ist darin investiert.

Solche Enteignungen dieser Größenordnung passieren im Kapitalismus nur unter einer einzigen Prämisse:

»KRIEG«

Nichts anderes!


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 14:05
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn das E-Auto kommen würde, wenn sich Photovoltaik und Windkraft durchsetzen würde, wenn sich vegane Ernährung etablieren würde, wenn modulares Wohnen eingeführt werden würde usw., dann würde das Enteignungen in Billionenhöhe bedeuten. Dann müsste in zweistelliger Billionenhöhe enteignet werden, denn so viel Geld liegt in diesen Bereichen. So viel ist darin investiert.
Die eAutos und Windräder werden dann in VEBs entwickelt und gebaut?
Irgendwann ist das Geld der anderen ausgegeben, dann wird gar nichts mehr gebaut.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:»KRIEG«
Krieg führt seit über 10 Jahren der Russe, das kommunistische Nordkorea beteiligt sich.
Der Chinese überlegt wohl noch ob er auch anfängt.


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20.12.2025 um 14:07
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die herrschende Klasse wird uns erzählen: ...
Es geht nicht um eine herrschende Klasse, es geht um ein Wirtschaftssystem, welches auf der Kapitallogik basiert und daher auf permanentes Wachstum ausgerichtet ist. Die Kapitallogik besagt, dass man Wege finden muss, damit aus viel Geld noch mehr Geld wird, was dann wieder auf analoge Weise zwecks Geldvermehrung erneut investiert werden kann. Es ist ein Kreislauf im Rahmen einer Wachstumsspirale, die im Kontext mit einer entwickelten Industriekultur zu zunehmendem Raubbau an der ökologischen Basis führt, auf die wir alle - herrschende und beherrschte Klassen - gemeinsam angewiesen sind, um dauerhaft auf der Erde in einem zivilisierten Zustand leben zu können.

Es geht auch nicht darum, dass der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern falsch wäre - das ist er nicht, denn auf Dauer gehen irgendwann die fossilen Ressourcen zur Neige, so dass aus rein kapitallogischen Gründen der "Point Oil" per Transformation umgangen werden muss - es geht darum, dass aus klimapolitischer Sicht und insbesondere aus ökologischer Sicht die Art und Weise der Transformation keine Entlastung, sondern eine zusätzliche Belastung nach sich zieht.

Den Klassenkampf können wir dabei mal ganz außen vor lassen. Der trainiert nämlich nur die Widdrstandskräfte auf beiden Seiten, was aus ökologischer Sicht ebenfalls kontraproduktiv ist ...


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 14:40
Zitat von paxitopaxito schrieb:Im Grunde hätten wir schon seit mindestens einem Jahrzehnt soweit sein können wie jetzt, wenn wir konsequent gehandelt hätten. Haben wir nicht.
Das ist wahr.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Der Grund, warum das nicht stimmt, ist, dass Vermögen und Effizienz Gegensätze sind. Denn wenn weltweit das allermeiste Vermögen in Fossile investiert ist - auf unterschiedlichste Art und Weise - dann ist es egal, dass erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge in allen Aspekten günstiger, effizienter und besser sind. Das ist scheißegal. Es spielt einfach keine Rolle.
Das Hauptproblem eigentlich ist, das fossile Energien stark subventioniert und damit billig zu haben sind. Und jetzt versuchen wir die neue elektrische Welt noch stärker zu subventionieren, damit sie sich gegen die subventionierten fossilen durchsetzen können. Das kann so alles nicht funktionieren.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 16:01
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:es geht darum, dass aus klimapolitischer Sicht und insbesondere aus ökologischer Sicht die Art und Weise der Transformation keine Entlastung, sondern eine zusätzliche Belastung nach sich zieht.
Das versteh ich nicht. Es werden doch auch so weiterhin Autos gebaut. Die Infrastruktur für die Öl-Welt mußte auch erstmal gebaut werden. Wenn E-Autos und Infrastruktur gebaut wird bringt das in der Zukunft zumindest Erfolge in der Umwelt, d.h. die zusätzliche Belastung - welche ich nicht sehe - wäre zeitlich begrenzt und endlich, danach überwiegen die ökologische und ökonomische Vorteile. Wobei ich auch die Zeit einer Transformation als bereits wachsende Entlastung sehe.
Der Unterschied ist, das die Industrie kein Interesse hat, in eine neue Technik zu investieren, da dies nicht sofort die gleichen oder mehr Gewinne und Mehrwert bringt. Der einzige, der daran Interesse hat ist vielleicht eine grüne Regierung und die wird in der Öl-Lobby nicht anerkannt und bekämpft. Zudem hat sie kein Geld um dies anzustoßen, nur Gesetze, die aber von der herrschenden Lobby als Einschränkung (Verbote) ausgelegt und bekämpft werden.
Am Anfang der Autoindustrie war das einfacher, da gings nur gegen Kutschen, die ersetzt werden mußten. Ein Widwerstand war nicht vorhanden, außer Straßenbahnen, die in den USA von der Öl-Lobby alle sehr schnell plattgemacht wurden.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 16:49
Zitat von hiddenhidden schrieb:Wenn E-Autos und Infrastruktur gebaut wird bringt das in der Zukunft zumindest Erfolge in der Umwelt, d.h. die zusätzliche Belastung - welche ich nicht sehe - wäre zeitlich begrenzt und endlich, danach überwiegen die ökologische und ökonomische Vorteile.
E-Autos und die für einen flächendeckenden Betrieb nötige Infrastruktur ist rohstoffintensiv und erfordert einen weiteren industriellen Zubau für Rohstoffgewinn, Rohstoffveredlung und Altstoffrecycling sowie Reststoffentsorgung. Dieser Zubau zeigt sich in den verlinkten aktuellen Trends bei Stromerzeugung, CO2-Ausstoß, Kohleförderung, Erdölförderung und Erdgasförderung. Die Transformation ergibt sich derzeit über eine Intensivierung der Nutzung von fossilen Energieträgern, was den Druck auf die Biosphäre verschärft.

Die Logik dahinter ist die, dass man den kompletten industriellen Komplex in seinem quantitativen Output transformieren möchte, da dies der Kapitallogik entspricht. Wirtschaft ohne Wachstum ist irgendwann nicht mehr rentabel, so dass mehr investiert werden muss, um Rendite zu erwirtschaften. Das geht dann eben nur mit noch mehr Ressourcenerschließung und noch mehr Wertschöpfung, was dann natürlich noch mehr auf die Ökosysteme rückkoppelt.

Langfristig muss eine klimagerechte und ökologisch nachhaltige Transformation auf einen geordneten Rückbau der industriellen Infrastruktur hinauslaufen, was u.a. bedeutet, die Globalisierung zugunsten einer Regionalisierung zurückzufahren mit mehr lokaler Produktion und mehr regionalen Handels- und Energieversorgungsstrukturen und mehr Binnenmärkten, um den Raubbau an den Ressourcen einzudämmen, einzugrenzen und zurückzufahren, so dass der Druck auf die Ökosysteme reduziert wird und der CO2-Ausstoß mangels benötigter überregionaler Transportkapazitäten (Flugzeuge, Schiffe) effektiv sinkt, statt immer nur noch weiter anzusteigen.

Wie schon geschrieben: ich habe hier keine Lösung in petto, wie man das hinbekommen kann, aber wenn man es nicht hinbekommt, übernimmt die Natur selber das Ruder und bewirkt eine disruptive Korrektur der industriellen Infrastruktur nach unten auf ein ökologisch nachhaltiges Maß.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 17:39
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:E-Autos und die für einen flächendeckenden Betrieb nötige Infrastruktur ist rohstoffintensiv und erfordert einen weiteren industriellen Zubau für Rohstoffgewinn, Rohstoffveredlung und Altstoffrecycling sowie Reststoffentsorgung.
Das ist immer noch Unsinn.

Wir verbrauchen in Deutschland 2-3 Mio km Kabel pro Jahr. Deutschland, Frankreich, England zusammen 5,6 Mio km [1]. Für die Energiewende werden wir in den nächsten 20 Jahren aber nur 500.000km Kabel brauchen[2]. Also die Produktion eines Quartals verteilt auf 20 Jahre.

Und wenn man noch bedenkt, das Kabel locker 100 Jahre genutzt werden können, dann frage ich mich wo das Problem sein soll.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Dieser Zubau zeigt sich in den verlinkten aktuellen Trends bei Stromerzeugung, CO2-Ausstoß, Kohleförderung, Erdölförderung und Erdgasförderung.
Die genannten Trends kommen doch nicht daher, weil wir die Energiewende durchziehen. Die kommen daher, dass die Schwellen und Entwicklungsländer nicht länger in Lehmhütten hausen wollen, sondern aufschliessen zu uns Industrieländern. Was eben mit wachsendem Energiebedarf einhergeht.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Wie schon geschrieben: ich habe hier keine Lösung in petto, wie man das hinbekommen kann
Das wir ab sofort alle wie im Mittelalter leben, oder sogar kollektiv Selbstmord begehen und damit den Planeten von menschlicher Präsenz befreien dürfte Gesellschaftlich kaum zu vermitteln sein.

Also bleibt nur das, was wir jetzt bereits machen. Weg von fossilen, hin zu erneuerbaren. Mehr Kreislaufwirtschaft. Wir müssten schneller sein. Aber eine Beschleunigung der Energiewende ist ja auch nicht vermittelbar. Da muss man sich ja nur mal das Geschrei wegen dem "Heizungshammer" anschauen. So lange eine Mehrheit keine Lösung will, wird es auch keine geben können.


[1] https://www.marketgrowthreports.com/de/market-reports/wire-cable-market-109360
[2] https://www.erneuerbareenergien.de/transformation/netze/mehr-als-500000-km-kabel-der-technikbedarf-fuer-den-netzaubau-2045-ist-enorm


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20.12.2025 um 17:45
Solange der Regenwald abgeholzt wird als ob es kein Morgen gäbe statt massenhaft Bäume zu pflanzen und das Thema Überbevölkerung nicht ernsthaft angegangen wird, braucht mir niemand was von Klimawandel zu erzählen.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 17:58
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Die genannten Trends kommen doch nicht daher, weil wir die Energiewende durchziehen.
Doch, auch, denn Seltene Erden werden vermehrt benötigt, was dann Kapazitäten erfordert für Bergbau, Veredelungsindustrie und diverse weitere Industrien für Produktion von u.a. Windkraftanlagen oder Solaranlagen, die dann wieder Entsorgungs- und Recycling-Industrien nach sich ziehen, was wiederum mit Flächenverbrauch und Abgasen und Abwässern einhergeht.

Aber Du hast insofern recht, dass diese Trends auch andere Ursachen haben. Ich denke da z.B. an den KI-Hype sowie die Energiebedarfe für Rechenzentren, die uns den globalen Datenverkehr ermöglichen - Kühlkapazitäten inklusive, die ja ebenfalls nicht zum Nulltarif zu haben sind.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 18:02
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Das wir ab sofort alle wie im Mittelalter leben, oder sogar kollektiv Selbstmord begehen und damit den Planeten von menschlicher Präsenz befreien dürfte Gesellschaftlich kaum zu vermitteln sein.
Na ja, das ist unsachlich. Rückbau der industriellen Infrastruktur bedeutet nicht Mittelalter und kollektiver Selbstmord, sondern ein Gesundschrumpfen auf ein Maß, in dem es sich immer noch komfortabel genug leben lässt, ohne z.B. auf Privatjets oder Privatyachten zurückgreifen zu müssen, um von einem Ort zum anderen zu kommen.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 18:11
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Doch, auch, denn Seltene Erden werden vermehrt benötigt, was dann Kapazitäten erfordert für Bergbau, Veredelungsindustrie und diverse weitere Industrien für Produktion von u.a. Windkraftanlagen oder Solaranlagen, die dann wieder Entsorgungs- und Recycling-Industrien nach sich ziehen, was wiederum mit Flächenverbrauch und Abgasen und Abwässern einhergeht.
Ja, aber Windenergieanlagen und PV Module werden eben einmal hergestellt und dann ein paar Jahrzehnte genutzt. wenn man das Vergleicht mit 100 Mio t Rohöl, die jedes Jahr hierhergebracht werden um es zu vernichten (verbrennen) sollte doch klar sein, was Ressourcenschonender ist. Gas und Kohle käme da noch obendrauf.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Ich denke da z.B. an den KI-Hype sowie die Energiebedarfe für Rechenzentren, die uns den globalen Datenverkehr ermöglichen - Kühlkapazitäten inklusive, die ja ebenfalls nicht zum Nulltarif zu haben sind.
Separates Thema. Aber auch da wird sich der Markt irgendwann konsolidieren, wodurch der Strombedarf sich dann auch irgendwann einpegelt. Strombedarf an sich ist auch erst mal nix schlimmes. Muss man eben erneuerbar herstellen.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Na ja, das ist unsachlich.
Muss auch mal sein.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Rückbau der industriellen Infrastruktur bedeutet nicht Mittelalter und kollektiver Selbstmord, sondern ein Gesundschrumpfen auf ein Maß, in dem es sich immer noch komfortabel genug leben lässt, ohne z.B. auf Privatjets oder Privatyachten zurückgreifen zu müssen, um von einem Ort zum anderen zu kommen.
Schon alleine das ist leider nicht vermittelbar. Du hast doch das Drama um das Heizungsgesetz mitbekommen. Und da musste noch nicht mal wer auf was verzichten, nur ne andere Art Heizung einbauen. Oder das Geschrei, wenn es um eine Vermögenssteuer geht, damit die Reichen nicht immer noch reicher werden.

Wenn du die industrielle Infrastruktur Zurückbauen willst, und wenn es nur auf ein Grundmaß ist, dann wird das Mio. gut bezahlter Jobs kosten. Das bekommst du nie durch. Traurig, aber so realistisch muss man sein.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

20.12.2025 um 18:22
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Wenn du die industrielle Infrastruktur Zurückbauen willst, und wenn es nur auf ein Grundmaß ist, dann wird das Mio. gut bezahlter Jobs kosten. Das bekommst du nie durch. Traurig, aber so realistisch muss man sein.
Dann wird es realistischerweise im Ganzen scheitern, denn ohne entsprechenden Rückbau wird eine ökologisch nachhaltige Existenz auf einem gewissen zivilisatorischen Niveau längerfristig nicht zu haben sein. Na gut, dann ist das eben so ...


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20.12.2025 um 18:23
Zitat von -VOLLSTRECKER--VOLLSTRECKER- schrieb:Solange der Regenwald abgeholzt wird als ob es kein Morgen gäbe statt massenhaft Bäume zu pflanzen und das Thema Überbevölkerung nicht ernsthaft angegangen wird, braucht mir niemand was von Klimawandel zu erzählen.
Ein weltweiter Thermonuklearer Krieg wäre eine Option: der nukleare Winter dämmt den Klimawandel ein und die Überbevölkerung ist auch gelöst.


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20.12.2025 um 18:39
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Wirtschaft ohne Wachstum ist irgendwann nicht mehr rentabel,
Das mag sein, nur kommt das Wachstum in einem Bereich in eine Sättigung (Anzahl der Autos pro Einwohner) und zum anderen wird eine Technologie durch eine andere ersetzt ( z. Bsp. Walkman durch IPod) und dann geht das wieder von vorne los.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:ndustrien für Produktion von u.a. Windkraftanlagen oder Solaranlagen, die dann wieder Entsorgungs- und Recycling-Industrien nach sich ziehen, was wiederum mit Flächenverbrauch und Abgasen und Abwässern einhergeht.
Ist doch gut, wenn wir das produzieren. Eine funktionierende Recycling-Industrie, z. Bsp. für Lithium, würde Bergbau reduzieren. Es gibt doch bestimmt auch Recycling von Autos, ich sehe heute weniger Ludolfs als früher und wenn sich damit Arbeitsplätze und Geld generieren läßt ists noch besser.
Ich sehe eher den ganzen Plastikmüll als Problem an, weil der sich nicht lohnt zu recyceln und ins Meer gekippt oder verbrannt wird.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Ich denke da z.B. an den KI-Hype sowie die Energiebedarfe für Rechenzentren, die uns den globalen Datenverkehr ermöglichen - Kühlkapazitäten inklusive, die ja ebenfalls nicht zum Nulltarif zu haben sind.
Ich denke, diese Keeling-Kurven oder wie die sich nennen sähen viel schlimmer aus ohne die bereits vorhandenen EE´s.
Zudem schießen in Frankfurt/M und Umland riesige RZ-Hallen wie Pilze aus dem Boden, das wäre guter Boden für Wohnen. Im Main-Taunus-Kreis wird bester Ackerboden mit riesigen Hallen zugepflastert.
Zitat von -VOLLSTRECKER--VOLLSTRECKER- schrieb:Solange der Regenwald abgeholzt wird als ob es kein Morgen gäbe statt massenhaft Bäume zu pflanzen und das Thema Überbevölkerung nicht ernsthaft angegangen wird, braucht mir niemand was von Klimawandel zu erzählen.
Sehe ich auch so. Wer zuläßt, das Regenwald und Karpaten abgeholzt werden und fossile verbrannt werden, der braucht sich nicht scheinheilig damit rausreden das bestimmt irgendwann CO2 abgeschieden und verpresst wird.


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20.12.2025 um 18:42
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Ein weltweiter Thermonuklearer Krieg wäre eine Option: der nukleare Winter dämmt den Klimawandel ein und die Überbevölkerung ist auch gelöst.
Das wird bestimmt von irgendwelchen skrupellosen Leuten durchgerechnet. Ein Krieg war immer gut für die Wirtschaft und Siedlungsraum im Osten hat bestimmt jeder schonmal irgendwo gehört.


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