hidden schrieb:Wenn E-Autos und Infrastruktur gebaut wird bringt das in der Zukunft zumindest Erfolge in der Umwelt, d.h. die zusätzliche Belastung - welche ich nicht sehe - wäre zeitlich begrenzt und endlich, danach überwiegen die ökologische und ökonomische Vorteile.
E-Autos und die für einen flächendeckenden Betrieb nötige Infrastruktur ist rohstoffintensiv und erfordert einen weiteren industriellen Zubau für Rohstoffgewinn, Rohstoffveredlung und Altstoffrecycling sowie Reststoffentsorgung. Dieser Zubau zeigt sich in den verlinkten aktuellen Trends bei Stromerzeugung, CO2-Ausstoß, Kohleförderung, Erdölförderung und Erdgasförderung. Die Transformation ergibt sich derzeit über eine Intensivierung der Nutzung von fossilen Energieträgern, was den Druck auf die Biosphäre verschärft.
Die Logik dahinter ist die, dass man den kompletten industriellen Komplex in seinem quantitativen Output transformieren möchte, da dies der Kapitallogik entspricht. Wirtschaft ohne Wachstum ist irgendwann nicht mehr rentabel, so dass mehr investiert werden muss, um Rendite zu erwirtschaften. Das geht dann eben nur mit noch mehr Ressourcenerschließung und noch mehr Wertschöpfung, was dann natürlich noch mehr auf die Ökosysteme rückkoppelt.
Langfristig muss eine klimagerechte und ökologisch nachhaltige Transformation auf einen geordneten Rückbau der industriellen Infrastruktur hinauslaufen, was u.a. bedeutet, die Globalisierung zugunsten einer Regionalisierung zurückzufahren mit mehr lokaler Produktion und mehr regionalen Handels- und Energieversorgungsstrukturen und mehr Binnenmärkten, um den Raubbau an den Ressourcen einzudämmen, einzugrenzen und zurückzufahren, so dass der Druck auf die Ökosysteme reduziert wird und der CO2-Ausstoß mangels benötigter überregionaler Transportkapazitäten (Flugzeuge, Schiffe) effektiv sinkt, statt immer nur noch weiter anzusteigen.
Wie schon geschrieben: ich habe hier keine Lösung in petto, wie man das hinbekommen kann, aber wenn man es nicht hinbekommt, übernimmt die Natur selber das Ruder und bewirkt eine disruptive Korrektur der industriellen Infrastruktur nach unten auf ein ökologisch nachhaltiges Maß.