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JETZT-Zeit

486 Beiträge, Schlüsselwörter: Jetzt, Gegenwart, Tolle

JETZT-Zeit

25.07.2014 um 10:44
@Anselm
Anselm schrieb:Kann mir mal einer sagen, in welcher Zeit wir ansonsten leben, wenn nicht in der Jetzt-Zeit? Es spielt sich doch alles immer nur im Jetzt ab, oder?
Natürlich, das w e i ß ja doch (fast) jeder. Aber die wenigsten leben b e w u ß t im Hier und Jetzt. Unsere Gedanken hindern uns daran, das Denken, welches sich immer rückwärts in die Vergangenheit oder vorwärts in die Zukunft verbummelt... Das Problem: Wir sind mit diesen Gedanken identifiziert!
Das läuft alles unbewußt ab, da hilft nur die Selbstbeobachtung bzw. die Beobachtung des Denkens. Und wenn du dadurch genügen Achtsamkeit entwickelt hast, erwischst du diese Vorstellungen resp. "Anhaftungen" in flagranti... Jede Auflösung von Identifikation bringt dich der Absoluten Präsenz - JETZT - näher.


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JETZT-Zeit

25.07.2014 um 11:03
@MickyM.
MickyM. schrieb:
dass ich in der Zukunft irgendwann das gefühl habe
"so wie es JETZT ist, ist es GUT"


MickyM. schrieb:
und natürlich ist DAS keine Vorstellung des verstandes
es ist vielmehr GEWISSHEIT
weil ich dieses gefühl im laufe meines lebens immer wieder mal hatte
so
wie jeder andere von uns auch
Dass wir die Gegenwart nie gut genug finden, liegt m. E. daran, dass wir ständig v e r g l e i c h e n !
Wir wollen immer woanders, aber nie dort sein, wo wir gerade sind. Das ist auch der Grund für die permanente Unzufriedenheit mit dem Hier und Jetzt. Immer wenns mir z.B. mal nicht so gut ging oder mir jemand im Job ans Schienbein trat, erinnerte ich mich an die Stadt X. oder trauerte dem Job bei der Fa.Y nach. Hätte ich doch... wäre ich doch...Dann bastelt man sich so unnütze Gefühle wie Reue usw... das Verlangen steigert sich, sein Glück woanders zu suchen, möglichst weit weg... Oder wieder zurückzugehen, dorthin wo es mir scheinbar besser ging...usw. usf.

Die Vergangenheit scheint fast immer in einem rosigeren Licht zu stehen als die Gegenwart. Dabei spielen natürlich auch wieder Glaubenssätze eine Rolle, der bekanntest ist: Früher war alles besser....lol...
Vergleichen tust du dich auch mit anderen: der kann das besser als ich... das könnte ich auch, oder das könnte ich niemals...usw. alles Dinge, die aus der Gegenwart treiben...

Wenn du dieses Vergleichen, was quasi ununterbrochen stattfindet, bemerkst, kannst du dich viel besser in der Gegenwart verankern.


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Anselm
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

25.07.2014 um 19:37
@TheLolosophian

Da ist schon was dran, was du sagst. Schlimm finde ich das allerdings an sich nicht, wenn man in Gedanken in der Vergangenheit hängt, oder sich Zukunftsträume schmiedet, schlimm finde ich es auch nicht, wenn man ständig vergleicht. Auch nicht zwischen damals und heute. Denn das Vergleichen an sich ist schon fast ein ganz unbewusster, automatisch ablaufender und meiner Ansicht nach sogar höchst notwendiger Vorgang um zwischen mir und dem was ich nicht bin und allem was sich untereinander unterscheidet eben auch unterscheiden zu können. Sonst wäre alles ein für mich undurchschaubarer Einheitsbrei mit dem wohl niemand etwas anfangen könnte.


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JETZT-Zeit

05.08.2014 um 12:34
@Anselm
ALLE Lebewesen besitzen die Fähigkeit zu unterscheiden
und damit auch die Fähigkeit zu vergleichen
auf dieser Basis werden nützliche und lebensnotwendige Entscheidungen getroffen

der mensch unterscheidet sich von den anderen Lebewesen dabei dadurch
dass er zusätzlich gedanklich bewerten kann
während Tiere und Pflanzen die Entscheidung instinktiv treffen

hinzu kommt
dass der mensch in der lage ist
mit diesen gedanklichen Bewertungen Emotionen zu erzeugen
und zwar angenehme bei positiver Bewertung
und unangenehme bei negativer Bewertung
d.h. diese EMOTIONEN sind insofern selbst erschaffen
da das zugrunde liegende bewertungsschema ein gedanklich angenommenes/angelerntes ist

und diesen SACHVERHALT sollte man sich immer wieder vor augen führen/ bewusst machen
wenn man begreifen will
dass man NICHT opfer der äusseren umstände ist

es geht also nicht darum
dass man nicht mehr vergleichen und bewerten soll
es geht einzig darum
sich bewusst zu werden
welche emotionalen folgen das hat


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JETZT-Zeit

17.08.2014 um 02:12
wenn man also erkannt hat
dass positiv gedankliche bewertungen ein "feel good" zur folge haben
dann Weiss man damit, dass die "schiene" "think positiv"
die von einigen (pseudo-)therapeuten als weg zum persoenlichen glueck
an empfohlen wird
tatsaechlich funktioniert

die frage die sich dabei aber jeder stellen sollte ist
"wie wahr kann eine emotion sein, die gedanklich erschaffen wird ?"
bzw.
"kann man solche emotionen ueberhaupt als ECHT bezeichnen ?"


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Lasker
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

17.08.2014 um 20:43
MickyM. schrieb:wenn man also erkannt hat
dass positiv gedankliche bewertungen ein "feel good" zur folge haben
dann Weiss man damit, dass die "schiene" "think positiv"
die von einigen (pseudo-)therapeuten als weg zum persoenlichen glueck
an empfohlen wird
tatsaechlich funktioniert

die frage die sich dabei aber jeder stellen sollte ist
"wie wahr kann eine emotion sein, die gedanklich erschaffen wird ?"
bzw.
"kann man solche emotionen ueberhaupt als ECHT bezeichnen ?"
@MickyM.

Versuch mal eine Emotion in ihrem reinsten Ausdruck zu fühlen und die mentale Botschaft, die oberhalb der Emotion schwingt, aufzunehmen, dann wirst du bemerken, dass die wenigsten Emotionen autosuggestiven Ursprungs sind. Da sind z. B. auf vielerlei Weise erworbene Notstandsgefühle (Scham, Schuld, Trauer, Gier ...) vorherrschender ... als autosuggestiv herangezüchtete Glücksgefühle.

Der Wert des Positiven Denkens ist aus eigener Erfahrung für mich ein anderer. Als unser Sohn das Licht der Welt erblickte, war er wie es aussah an Geist und Körper behindert. Er hatte vor allem motorische Störungen und ein Zurückbleiben in der altersgemäßen Entwicklung zeichnete sich klar ab, ein multiples Krankheitsbild an dem diverse Ärzte, Therapeuten und Psychiater sich lange die Zähne ausbissen, bis es am Ende hieß, er wird immer zurückbleiben.

An diesem Punkt wurde keiner dieser "Experten" mehr kontaktiert, ich nahm die Sache selber in die Hand. Ich bastelte eine für Kinderfinger geeignete Tesbihschnur und brachte ihm spielerisch bei mit Mantras, die ich sorgfälig zusammenstellte, die Zeit zu verbringen ...bis er einschlief. Und wenn er Nachts aufwachte, sollte er weitermachen. Und morgens nach dem Aufwachen noch mal. Ich wollte über das Unbewusste seine Ressourcen aktivieren. Das ging wohl drei oder vier Jahre so. Immer wieder drehte er Wiederholungsrunden in der Schule und ich hatte den Eindruck, er braucht für jedes Schuljahr die doppelte Zeit.

Und ...eines Tages platzte der Knoten und das "Wunder" geschah. Er wachte auf ...so könnte man es wohl am Besten beschreiben. Heute ist er erwachsen, hat Betriebswirtschaft studiert und ist Assistent der Geschäftsführung in einem namhaften Verband.

Wenn ich zurückblicke, kommt es mir vor, als hätte ich ihn jahrelang mit einer Kinderzwille auf ein Burgtor schießen lassen, und Kratzer für Kratzer, tausende von kleinsten Kratzern haben irgendwann zu einem Durchlass geführt.

Heute sind schärfere Waffen parat ... ;)

Positives Denken findet nur Anklang im Unterbewusstsein wenn es mit Gefühl verbunden wird, will sagen, dass nur gefühlsbetonte Gedanken dort ankommen und w i r k e n.

Nisargadatta erhielt - wie mein Sohn - von seinem Guru eine Mantra-Initiation und entsprechende Unterweisungen zur Meditation
"Mein eigener Guru sagte, ich soll mich auf mein "Ich bin" konzentrieren, auf meine Gedanken, auf mich selbst und nichts anderes. Ich brauchte kein spezielles Atemtraining, keine Meditation, ich habe keine heiligen Schriften studiert. Und: Es hat geklappt".
Mit der Ich bin ... Nummer zur Erleuchtung? Auch eine Form des positiven Denkens!

Gibt es dafür eine Erklärung?

Meine Erklärung ist, dass Positives Denken bei BW 499 kalibriert und ab BW 500 sukzessive ein Paradigmenwechsel stattfindet, die Lineare Dualität überschritten wird.

Wenn ich nun positiv denke, auch das Ich bin ...ist das zunächst nur ein frommer Wunsch des Egominds, ein schlichter Gedanke wie jede andere Wunschvorstellung auch.
Nach einer Weile, ist da kein Gedanke mehr, sondern ein Gefühl des "Ich bin", dass sich dann auch irgendwann in Wohlgefallen auflöst - und am Ende bleibt eine Erfahrung des SEINS, in der die Empfindung der Individualität vorübergehend ausgelöscht. Das passiert dann immer öfter und immer leichter ...

Ob das angesprochene Gefühl des Ich bin ECHT war oder erzeugt wurde, lässt sich das wirklich mit Gewissheit sagen und wenn ja, was spielt das für eine Rolle?

Ausgerichtetes Positives Denken ist nachweislich ein wirksames Therapeutikum, auch in der spirituellen Entwicklung, wie das vorstehende Beispiel zeigt (Nisagadatta brauchte eigenen Angaben zufolge 3 Jahre), weil es an den kraftvollen Feldern der Bewusstseinsebenen von 500 und darüber angrenzt. Eine Masse gleichartiger Suggestionen gleicht einer Konzentration von Neurotransmittern im synaptischen Spalt ... mit verstärkter Reiz(über)leitung. Dabei kann schon mal ein Paradigmenwechsel in Sachen Selbstverwirklichung herauskommen ...

Genau das Gegenteil bewirkt Negatives Denken - "was ich gedacht habe, ist über mich gekommen", wusste schon der alte Hiob zu berichten.

So hat alles seine Berechtigung, seinen Wert - manchmal auch ein Erfahrungswert.


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JETZT-Zeit

18.08.2014 um 12:36
@Lasker
Sehr eindrucksvolle Schilderung...
Das Konzept des positiven Denkens hat auf der relativen Welt-Ebene durchaus seinen Wert, aber auch nur wenn man es richtig anwendet, und die Glaubenssätze unter die Lupe nimmt, die mir das Leben versauern.
Wie Epiktet schon wußte, sind es nicht die Dinge, Umstände, Menschen usw., die uns beunruhigen, sondern unser Denken darüber.
Das heißt in der Praxis beispielsweise, dass unser positives oder negatives Denken darüber entscheidet, ob mir etwas schadet oder guttut; wenn ich nur fest genug daran glaube, dass mir Fleisch oder was auch immer schadet, dann wird es das auch. Wie sehr die Gedanken auf den Körper wirken, ist uns Menschen solange nicht bewußt, als wir keine Achtsamkeit auf unser Inneres und unseren Körper ausüben.

Man kann Gedanken nicht "sehen", man kann aber, wenn man feinfühlig und achtsam ist, die direkte Auswirkung unserer Gedanken auf den Körper bemerken.
Es ist immer der Glaube, die Überzeugung...


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JETZT-Zeit

18.08.2014 um 15:12
in der "jetzt-zeit"
ist wohl das gestern und morgen überflüssig...
und hier hat wohl der gedanke wenig chancen...


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JETZT-Zeit

18.08.2014 um 22:59
@Lasker
Lasker schrieb:Ob das angesprochene Gefühl des Ich bin ECHT war oder erzeugt wurde, lässt sich das wirklich mit Gewissheit sagen und wenn ja, was spielt das für eine Rolle?
das "ich bin"-gefuehl ist das Absolut wahrste und echteste gefuehl, welches es gibt
es ist Absolut neutral, also wertfrei und unbegrenzt

und
es gibt kein "ich bin nicht"-gefuehl
d.h. es hat keinen gegen-pol

sobald du an das "ich bin" etwas anhaengst
wird das gesagte wahr und unwahr
je nach standpunkt bzw. betrachtungsweise
z.b. "ich bin ein maler"
das ist wahr waehrend ich male und unwahr wenn ich nicht male
oder wahr, wenn andere feststellen bzw festlegen, dass ich maler bin
oder unwahr, wenn ich oder andere wegen meiner unfaehigkeit zu malen
das maler-sein aberkennen

wenn du dein "ich bin" mit substantiven ergaenzt
(maler, moerder, luegner, ehebrecher, freund, hallodri, jaeger usw)
so werden diese evtl ein gutes oder schlechtes gefuehl in dir erzeugen
je nachdem wie du wertest
und dieses gefuehl kann nicht wahr sein, Weil es von deiner bewertung abhaengt
beispiel:
normalerweise wird sich jemand der sich fuer einen moerder haelt damit nicht gut fuehlen
wenn du aber gerne mordest und spass dabei hast, wirst du dich vielleicht gut und maechtig fuehlen

dann gibts da noch attribute die das substantiv VERSTAERKEN und damit auch das zugehoerige gefuehl verstaerken
z.b. super, toll, geil, stark, gut, fleisssig, faul, dumm, schwach, bloed usw
diese attribute sind noch unwahrer wie die substantive
Weil sie sich an willkuerlich festgelegten bezugspunkten orientieren

"ich bin ein guter maler" wird dir ein gutes gefuehl geben
"ich bin ein schlechter maler" eher ein schlechtes gefuehl

"think positiv" wird hier so aussehen
dass es fuer mich nur ein "ich bin ein guter maler" gibt

WAS soll daran bitte ECHT und WAHR sein ?


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Lasker
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

19.08.2014 um 17:15
@MickyM.

"Ich bin" …verweist auf den Seinszustand des göttlichen Selbstes, denn Gott ist nicht außerhalb, er ist IN uns ... wir sind dieser Auffassung zufolge lebendiger Ausdruck göttlichen Seins.

Dazu habe ich öfter mal geschrieben, u. a. …
…dass die Aussage "ICH" der einzige vollständige Begriff ist, durch den absolute Wahrheit exakter ausgedrückt werden kann. "Bin" hinzuzufügen, ist deshalb nicht ganz korrekt, weil "bin" Seinsheit beinhaltet und die absolute Realität jenseits von Seinsheit besteht.
„ICH“ ist das Absolute (BW 1000); „Ich bin“ steht für Absolutheit (BW 650).

(Sogar) Karl Renz hat den Unterschied erkannt, nur, dass er „BIN“ für das Absolute hält.

Wie auch immer …


Zu WAHR und UNWAHR:

Arbeitshypothese - Affirmation: Ich bin eine Vase.

„Ich bin“ wäre aus deiner Sicht @MickyM. das ECHTE …und die Vase das UNECHTE. Korrekt?

„Ich bin“, das ECHTE, wäre insofern der Grundstoff aus dem die Vase besteht, der Ton.

Die Vase, das UNECHTE wäre die (momentane) Form (aus dem Ton).

Frage: Kann eine Form UNECHT sein, wenn sie aus der Essenz besteht?

Scheinbare Bejahung: Die „unechte“ Vase erscheint in „unechten“ Formen wie Menschen. Ergo wäre die Vase eine „unechte“ Form, die durch „unechte“ Gefühle und Kategorien eines unwirklichen Verstandes bildhaft geschaffen wird.

Frage: Wird die Vasen-Form damit UNECHT?

Nein! Formen, egal wie oder wodurch sie vom Göttlichen erzeugt werden und unabhängig davon, wie lange sie an welchem Ort Bestand haben, sind dies „Fraktale“, aus dem Ganzen entstanden, im Ganzen zuhause und dem Ganzen dienend! Wolken in der Atmosphäre.

Übertragen auf Positives Denken.

Erste Quelle ist eine Stelle in der Bibel: Markus 11.24
„Darum sage ich euch: Alles, um was irgend ihr betet und bittet, glaubet, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch zuteilwerden.“
PD ist also keine Erfindung von einigen (Pseudo)Therapeuten, die Systematik und der Wirkfaktor im Guten wie im Schlechten ist seit Urzeiten bekannt.

Was „Ich bin“ im sicheren Glauben (Hypnotische Sprachregelung: Schau weit voraus auf den Punkt von dem aus du zurückschaust) hinzugefügt wird … kommt als Form (oder modifizierte Form) hinten (auf der Zeitachse) heraus.

In diesem und jedem anderen Prozess und in jeder Form - immer und ausnahmslos - ist göttliche Energie/Essenz a n w e s e n d - und diese ESSENZ/KRAFT ist ECHT und WAHR.

Ein in der Dualität verhafteter, nach SEIN und Werden gedankliche Unterschiede bildender Egomind, dazu in oppositionellen Kategorien wie WAHR und UNWAHR produziert indes auf diese für ihn typische Weise („entweder – oder – denken“ statt „sowohl als auch“) eine entzweiende Konstruktion, die aus integraler Sicht als UNWAHR bzw. UNECHT erkannt wird.


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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 01:28
@Lasker
Zu WAHR und UNWAHR:

Arbeitshypothese - Affirmation: Ich bin eine Vase.

„Ich bin“ wäre aus deiner Sicht @MickyM. das ECHTE …und die Vase das UNECHTE. Korrekt?

„Ich bin“, das ECHTE, wäre insofern der Grundstoff aus dem die Vase besteht, der Ton.

Die Vase, das UNECHTE wäre die (momentane) Form (aus dem Ton).

Frage: Kann eine Form UNECHT sein, wenn sie aus der Essenz besteht?

Scheinbare Bejahung: Die „unechte“ Vase erscheint in „unechten“ Formen wie Menschen. Ergo wäre die Vase eine „unechte“ Form, die durch „unechte“ Gefühle und Kategorien eines unwirklichen Verstandes bildhaft geschaffen wird.

Frage: Wird die Vasen-Form damit UNECHT?

Nein! Formen, egal wie oder wodurch sie vom Göttlichen erzeugt werden und unabhängig davon, wie lange sie an welchem Ort Bestand haben, sind dies „Fraktale“, aus dem Ganzen entstanden, im Ganzen zuhause und dem Ganzen dienend! Wolken in der Atmosphäre.
nein , laasker, das wollte ich nicht aufzeigen bzw es so verstanden wissen
ich wollte auch nichts ueber seins-zustaende oder gott/selbst erzaehlen

mir ging es um das reine "ich bin"-gefuehl
das JEDER mensch empfinden kann
egal welche BW-stufe er zuerkannt bekommt

"ich bin" als ausdruck des DA-seins, des reinen existierens

dieses gefuehl ist rein und wahr und echt
Weil es unbegrenzt und bedingungslos ist

sobald du etwas anhaengst wie
aus ton, eine vase, ein mensch, aus fleisch und blut, ein maler, ein autofahrer, ein lehrer usw
erschaffst du begrenzungen
Weil du NUR innerhalb dieser begrenzungen genau das bist
und nur innerhalb dieser begrenzung ist es wahr
verlaesst du die begrenzung wird es unwahr
(wenn du aus dem auto aussteigst, bist du kein autofahrer mehr)
man kann das auch rollen nennen die wir permanent wechseln
und nur innerhalb der rolle
wenn du sie gerade spielst bist du wahr und echt

jede dieser rollen erzeugt eigene spezifische gefuehle
und diese gefuehle verstaerken wir mit attributen wie gut, schlecht, toll, dumm, faul usw

wenn du diese rollen-bezeichnungen und die verstaerkenden attribute weglaesst
verbleibt das reine "ich bin"-gefuehl, welches sich in TUN ausdrueckt

unsere menschliche welt braucht diese rollen und attribute insofern
dass damit ablaeufe festgelegt und moeglich gemacht werden
und damit menschliche ordnung entsteht

das problem dabei ist
dass unser verstand diese rollen und attribute fuer wahr und echt erklaert
da jeder einzelne verstand aber eine eigene sichtweise hat
einen eigenen betrachtungswinkel
entstehen dadurch viele unterschiedliche "wahrheiten"
ueber die vortrefflich gestritten werden kann
und die dann schlussendlich zu mord und totschlag, unterdrueckung, ausbeutung
und all diesen scheiss fuehren

POSITIVES DENKEN erfordert dabei ebenfalls ein fuer-wahr-halten
von ROLLE und positiv verstaerkendem attribut
PD fuehrt zweifellos INNERHALB der gewaehlten rolle zu entsprechendem erfolg
aber spirituell gesehen ist es ein IRRWEG


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georgerus
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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 01:45
@MickyM.

aus meiner erfahrung führt das loslassen aller abhängigkeiten, das loslassen dieser welt zu dem größten erfolg...denn man ist dann nur noch im jetzt..und nirgends anders mehr..

aus diesem zustand heraus dann kann man alles sein...und auf alles einwirken..


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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 01:51
@georgerus
aus meiner erfahrung führt das loslassen aller abhänigkeiten, das loslassen dieser welt zu dem größten erfolg...
auch das "ich bin erfolgreich"
ist ein verstaerkendes, begrenzendes attribut
und somit letztendlich unwahr und unecht


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georgerus
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 01:54
@MickyM.

habe doch davon garnichts geschrieben....

sagte man solle die welt loslassen..und wirklich alles was hier ist...sich mit inbegriffen...keine abhängigkeiten mehr...

dann ist man frei..dann gibt es keine vergangenheit mehr, keine zukunft, keine ängste, kein leiden..

dann ist man im jetztsein..im seinszustand...

dann ist man ja auch auf nichts mehr festgelegt..man ist ja nichts...sondern ist einfach...ohne beschränkung..und kann somit alles sein..


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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 02:03
@georgerus
du sagtest das loslassen fuehrt zu groesstem erfolg

solange du ERFOLG im auge hast als ziel
willst du die rolle des erfolgreichen spielen
d.h. du willst zu deinem "ich bin" noch etwas zusaetzliches sein


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georgerus
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 02:06
@MickyM.

dann willst du also garnichst sein?

es gibt nunmal - und +...mehr ist da nicht...

außer die betrachtung...aber alles geht letztendlich hin zum +..und erfolg ist ein +..

warum sollte das wort erfolg eine beschränkung sein..das ist es doch nach was du immer wieder suchst...begriffe, defenitionen die beschränkungen erzeugen in deinen augen....


wie ich sagte..das loslassen ist die größte tugend...dann ist man wahrhaftig frei...und dann kann man - oder + frei und bewußt wählen...


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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 02:13
@georgerus
georgerus schrieb:dann willst du also garnichst sein?
mein SEIN ist das "ich bin"

natuerlich spiele ich 1000 rollen in meinem realen leben
ich vergesse dabei aber nicht, dass keine davon WAHR ist
und natuerlich spiele ich diese auch echt, d.h. ich habe dabei "passende" gefuehle
aber mir ist bewusst
dass ICH diese gefuehle selber erschaffe/beeinflusse


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georgerus
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 02:19
@MickyM.

in diesen 1000rollen bist du aber wahrlich der der du bist in dem moment...auch wenn du eigentlich jemand anderes bist...warum mal nicht du selbst sein, so wie du wahrhaftig bist?

das ist es was den meisten so schwer fällt...weil sie unter abhängigkeiten leiden...sie sind in rollen aktiv, weil sie denken so oder so sein zu müssen...

warum mal nicht gleichbleibened der immer sein der man ist..

wer das nicht sein kann..hat eindeutig große ängste...und spielt deshalb diese rollen und ist nicht herr über sein SEIN

deshalb sagte ich ja die lösung ist alles loszulassen...dann kann man sein der man ist..was das wahraftige ICH sein will..und sonst niemand anderes außer man selbst..


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indigodave
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 12:22
Es ist immer dienlich sich anzupassen an andere.


Nicht jeder ist gleich Reif wie man selbst und man solle nicht immer mit der ganzen (eigener) Wahrheit auf jemanden einpreschen.

Das kann wortwörtlich nach hinten los gehen, denn nicht jeder hat erfahren/erlebt, dass das jetzige/eigene Leben erfahren werden kann im JETZT-Zustand (sprich=sich nicht Sorgen/Zweiefeln an sich Selbst), viele hocken vor/nutzen was um nach erkentniss/nach erfahrung zu suchen, wie den PC/TV/Drogen eben, anstatt einfach zu sein wie es @georgerus
sagte.

Doch um einfach zu Sein ohne zu suchen, braucht es eben das Ur-Vertrauen, dass alles Liebe ist, dass alles sein "muss" wie es gerade ist.

Bedingungslose Liebe, pure Akzeptanz, keine Erwartungen, vollstes verstädniss, ohne wiederstand sich Schützen und seinen Weg gehen ohne andere bewusst Weh zu tun auf ihrem Wege.


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Lasker
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

20.08.2014 um 12:31
MickyM. schrieb:POSITIVES DENKEN erfordert dabei ebenfalls ein fuer-wahr-halten
von ROLLE und positiv verstaerkendem attribut
PD fuehrt zweifellos INNERHALB der gewaehlten rolle zu entsprechendem erfolg
aber spirituell gesehen ist es ein IRRWEG
@all
@MickyM.


Für die Zielgerade trifft das, was du oben schreibst, ja im Wesentlichen zu. Nicht aber für den Weg dorthin.
Nur der unbewusste Mensch ist wie Ramesh Balsekar es allen Menschen unterstellt, ein sensorimotorisches Wesen, gefangen in seinen Mustern, ein Roboter, der sein Erbgut und seine Konditionierungen schnurstracks vollzieht. Viele Menschen sind in negativen Mustern (Angst, Schuld, Trauer…), also solchen, die krank machen können, gefangen. Erbgut hin oder her, äußere Umstände und die eigenen Gefühle entscheiden darüber, ob ein Gen aktiviert wird oder nicht. Kennen wir aus der Onkologie, deswegen ja auch das Spezialgebiet Psychoonkologie. Andere Menschen (mit mehr Energie) sind in ihren Begierden, ihrer Wut und viele in ihrem Stolz gefangen. Stolz fühlt sich erstmal richtig gut an, besser als alles andere im Leben zuvor insbesondere auf den vorgenannten Ebenen, und da bleiben viele lange kleben. So lange, bis ihnen klar wird, dass ihrem Stolz eine Angst zugrunde liegt, die nicht mit äußeren Statusmerkmalen egalisiert werden kann. Meist kommt es irgendwann bei ihnen mangels Einsicht (Nichthören auf Ge-wissensbisse) zum Gau.

Der integre Mensch hat das überwunden. Seine Belohnung besteht darin, dass ihm die geistigen Gesetze zuteilwerden, die er fortan für sein Wohlergehen nutzt. Die Bibel ist voll davon und Markus 11.24 – PD nur ein kleiner Ausschnitt.

Die Beherrschung der Geistigen Gesetze, die Schulung des Willens, der Imaginationsfähigkeit auf allen Kanälen (VAKOG-Schema) und vieles mehr ist das was einen Magier ausmacht, s. auch die erste Tarotkarte. Kann man nun alles für Blödsinn halten und gleich mal - ohnedem - in die "Ich bin" Meditations -Nummer einsteigen. Das sieht dann schon mal so aus, dass sich einer nach dem Nachmittagskaffee in völligem Wohlergehen noch mal 20 Minuten auf sein Kissen hockt und mit dem (vorgestellten) "Ich bin - Gefühl" an die weiße Wand stiert - und sich so auf der Zielgeraden fühlt oder gar im Erleben des „reinen Existierens“.

"Ich bin" als Mantrainitation wirkt auch nur dann dauerhaft, wenn man seine anderen Schularbeiten gemacht hat, die Schatten bearbeitet sind, und es im Leben nichts mehr gibt, was einen noch ablenken könnte. Wenn man „Leberwurst satt“ gegessen hat, wie mein spiritueller Freund Demetrius Degen zu Recht so schön zu sagen pflegte.

"Ich bin" als Matrainitation ...oder sonstwie ... ist übrigens auch nur so ein tröpfchenweises Aushöhlen des Ego-Felsen ;). Es dauert in der Regel viele Jahre, wenn überhaupt, bis anstelle des vorgestellten Gefühls von Ich bin das ECHTE Gefühl, das "Ich bin SEIN" hervortritt.

Wie kann das vorgestellte Gefühl vom ECHTEN unterschieden werden, das ist hier doch wohl die Kardinalsfrage.

Ich bin …realisiert als FREI-SEIN, wie ich es zuweilen "einsetze", löst was ganz anderes aus wie das Gefühl von Heiliger Weite in meditativer Verklärung.

Nur sehr selten begegnete ich bisher einem Menschen, in dem ich den „schlafenden Riesen“ gepaart mit einer riesigen Bereitwilligkeit in Sachen gesundheitliche Heilung und geistigen Aufstieg gewahrte. Noch nie war das jemand, der in Watte gewickelt, verhätschelt und behütet seinen Lebensweg schnurstracks erlebt hat. Kürzlich traf ich so einen „edlen Geist“ der durch die Hölle gegangen war, und zwar eine Hölle, wogegen das was einige als "Die dunkle Nacht der Seele" beschreiben, Schmerzfaktor schwere Depression, vergnügungssteuerpflichtig ist. Wen die Sch…e einen Menschen jeden Augenblick zu ersäufen droht, der entwickelt eine Aufmerksamkeit und eine Wachsamkeit, die seinesgleichen sucht. Wem seine physikalische Existenz körperlich wie geistig schon mal völlig weggebrochen ist, und dabei oder daraus oder trotzdem ein superhoher Bewusstseinsgrad entstanden ist, und dieser Mensch dann auf der Zielgeraden wirkliche FREIHEIT "live" erlebt, dann ist das was ganz anderes wie die Verklärung in einer Wohlfühlmeditation.

Das ECHTE "Ich bin Gefühl" hat nach dem Erleben von FREI-SEIN erhebliche energetische Auswirkungen auf den Mind und auch das Nervensystem. Eine unglaubliche Wachheit entsteht urplötzlich, alles (im Äußeren und Inneren) kann in seiner Wirklichkeit erfasst werden, der Verstand betritt nie gekannte intellektuelle Räume - und vieles mehr. Gleichzeitig treten Ängste auf, das Ego fightet was das Zeug hält, und diese Ängste fühlen sich wirklich lebensbedrohend an. Nicht zu vergleichen mit der Angst vorm Schwarzen Mann oder finanzielle Sorgen im täglichen Leben. Euphorie und Angst wechseln sich ab wie bei einer Achterbahnfahrt. Huuiiii wenn es nach unten geht und …oh weh oh weh wenn es mit dem Blick (sorgenvoll) nach unten wieder nach oben geht.

In dieser Phase kommen einem das was man auf seinem Weg zuvor erworben/erreicht hat, z. B. das PD und sein Wirkfaktor, die imaginäre Selbstbeeinflussung, kurzum die Fähigkeiten des Magiers, wie Arznei vor – wie mentale Notfall-Medizin. Innere Bilder helfen den Spannungszustand zu regulieren und die Frequenzberge zu glätten. Und es dauert eine ganze Weile bis diese Ängste sich in Wohlgefallen auflösen und ein dauerndes Gewahrsein an die Stelle des alten Egominds tritt, der fortan nicht mehr herrschend-dominant ist sondern nur noch als Instrument dient, um in der Welt der Formen navigieren zu können.

Nichts auf dem Weg ist umsonst, verkehrt oder unwahr. Alles erfüllt zur rechten Zeit und am richtigen Ort seinen Zweck.

…unredigiert, nicht geglättet und in Windeseile in die Tastatur gedroschen. Wer was damit anfangen kann, ….schön.


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