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JETZT-Zeit

486 Beiträge, Schlüsselwörter: Jetzt, Gegenwart, Tolle

JETZT-Zeit

20.08.2014 um 15:26
Hallo in die Runde,

Ich habe gerade die Seite überflogen und möchte dir @Lasker sagen,
daß mich deine Beiträge erneut und auf schöne Weise angesprochen haben.

Deine Schilderungen (deinen Sohnemann betreffend) machen Mut.
Großen Respekt und Danke fürs Teilen.

Ich bin seit heute Vormittag mit einer Frage unterwegs und habe dazu zwei Menschen befragt, die sich unterschiedlich zur Sache äußerten, das war sehr interessant. Ich betrachte meinen Überflug hier nicht als Zufall und würde meine Frage gerne mit euch teilen, um weitere Anregungen zu bekommen.

Es passt möglicherweise auch in den hiesigen Kontext. Als Überleitung stelle ich eine Passage von dir (Lasker) ein, eine Quintessenz deiner Erkenntnisse:
Lasker schrieb
Der integre Mensch hat das überwunden. Seine Belohnung besteht darin, dass ihm die geistigen Gesetze zuteilwerden, die er fortan für sein Wohlergehen nutzt. Die Bibel ist voll davon und Markus 11.24 – PD nur ein kleiner Ausschnitt.
Die meisten von euch wissen vermutlich, daß es in vielen Fällen gar nicht so einfach ist, einen Begriff zu erklären und dessen Bedeutung mit anderen Worten ursächlich und wesenhaft zu be-/ umschreiben. Ich habe heute über die Erkenntnis an sich nachgedacht und mich gefragt, was es eigentlich braucht, um einen Erkenntnisprozeß in Gang zu setzen und eine Erkenntnis zu gewinnen.

Meine ersten beiden Interview Partner sagten beide zu Anfang, daß eine grundsätzliche Bereitschaft vorhanden sein sollte, ein 'Wollen' ...

Solche Dinge sind natürlich klar!

Meine Frage zielt jedoch weniger in den charakerlichen Bereich, sondern möchte die ureigentliche Funktionsweise eines Erkenntnisprozesses besser verstehen lernen. Um euch ein anschauliches Beispiel zu geben.

Für eine visuelle Beobachtung brauche ich insbesondere ein entprechendes Sinnesorgan, wie z.B. unsere Augen, desweiteren benötige ich Licht, etc. ...

Was meint ihr, was sind die grundlegenden Voraussetzungen (Eigenschaften, Werkzeuge, ...), um Erkenntnisse zu erlangen?

Eine Erkenntnis läßt sich auf jeden Fall in zwei wesentliche Schritte unterteilen. Es gibt einen Prozess des Erkennens und schließlich ein Ergebnis, in Form des Erkannten. Was aber liegt dem zugrunde?

Freue mich über eure Einfälle,
Assoziationen ...

Grüße
@iao


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 08:16
Markus 11.24 - "Darum sage ich euch: Alles, um was irgend ihr betet und bittet, glaubet, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden."
WAs Jesus hier meint ist, dass alles, um was wir bitten, schon da ist, es ist unsere Wahre Natur, die wir nur ent-wickeln müssen. Aus der nondualen deterministischen Sicht - Jedes Haar auf deinem Haupte ist seit Ewigkeit gezählt" - des Igels-bin-schon-da wird tatsächlich nichts empfangen, noch "wird" da etwas. Nur aus der dualen Sicht gibt es Entwicklung und Werden, was aber nicht bedeutet, dass die dual-personale ZeitRaumEbene als Illusion abgestempelt als das "Zweite"ganz zu eliminieren wäre, was augenscheinlich im Neo-Advaita der Fall ist, wobei das Zweite abgespalten und ausgeschlossen, statt in der Einheit eingeschlossen gesehen wird.
iao schrieb:Eine Erkenntnis läßt sich auf jeden Fall in zwei wesentliche Schritte unterteilen. Es gibt einen Prozess des Erkennens und schließlich ein Ergebnis, in Form des Erkannten. Was aber liegt dem zugrunde?
Geistiges Erkennen ist Gewahrsein. GewahrSEIN - u.a. auch das Auge des Horus genannt - ist REINE neutrale Bewußtheit und läßt sich nicht beschreiben, es läßt sich nur SEIN. GeWAHRsein heißt WAHRnehmen und WAHRsagen. DerWeg geht von der Achtsamkeit zu Gewahrsein. Gewahrsein ist deine Wahre Natur.
Der "Prozess des Erkennen"s geht durchs Chaos. Quantenbewußtsein. Geistiger Erkenntnis zugrunde liegt Nichtwissen (des Verstandes) - die Leere.
@Lasker
@iao
@all


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 08:41
@Lasker
Lasker schrieb:Ein in der Dualität verhafteter, nach SEIN und Werden gedankliche Unterschiede bildender Egomind, dazu in oppositionellen Kategorien wie WAHR und UNWAHR produziert indes auf diese für ihn typische Weise („entweder – oder – denken“ statt „sowohl als auch“) eine entzweiende Konstruktion, die aus integraler Sicht als UNWAHR bzw. UNECHT erkannt wird.
Ja, ich stimme @Laskers Ausführungen über Wahr vs. Unwahr zu.
Ich erkenne das WAHRE in der EINHEIT, dem EINEN, in dem die Dualität (das Zweite) aufgehoben und /verwoben ist. (Nichtzwei)
In meiner Erkenntnis ist das "Unwahre" jedoch nicht die Dualität als solche ,
sondern der Gut & Böse-D u a l i s m u s.


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 08:42
@Lasker
@all
Lasker schrieb:Nur der unbewusste Mensch ist wie Ramesh Balsekar es allen Menschen unterstellt, ein sensorimotorisches Wesen, gefangen in seinen Mustern, ein Roboter, der sein Erbgut und seine Konditionierungen schnurstracks vollzieht. Viele Menschen sind in negativen Mustern (Angst, Schuld, Trauer…), also solchen, die krank machen können, gefangen. Erbgut hin oder her, äußere Umstände und die eigenen Gefühle entscheiden darüber, ob ein Gen aktiviert wird oder nicht. Kennen wir aus der Onkologie, deswegen ja auch das Spezialgebiet Psychoonkologie. Andere Menschen (mit mehr Energie) sind in ihren Begierden, ihrer Wut und viele in ihrem Stolz gefangen. Stolz fühlt sich erstmal richtig gut an, besser als alles andere im Leben zuvor insbesondere auf den vorgenannten Ebenen, und da bleiben viele lange kleben. So lange, bis ihnen klar wird, dass ihrem Stolz eine Angst zugrunde liegt, die nicht mit äußeren Statusmerkmalen egalisiert werden kann. Meist kommt es irgendwann bei ihnen mangels Einsicht (Nichthören auf Ge-wissensbisse) zum Gau.
Ich bin zwar kein Ramesh fan, aber nein, das ist es nicht was er mit „unbewusst“ meinte, sondern dass die meisten Menschen ihre wahre Natur nicht kennen, und somit nicht wissen wer/was sie wirklich sind und demnach grundsätzlich „unbewusst“ sind. (es bedeutet also das Selbe wie wenn U.G. Sagt „sie sind blind...“)
Unbewusst darüber, dass sie Bewusstsein, unendliche Weite und grenzenloser Raum sind und nicht der Körper oder ihre Gedanken und Gefühle. Das sie all dies haben aber nicht identisch damit sind.
Der unbewusste Mensch ist also immer konditioniert und identifiziert mit allem was ihn -aus seiner Unbewusstheit heraus gesehen- ausmacht...und was er glaubt zu sein.

Das was du hier weiter beschreibst kenne ich auch aus meinem Leben.
Zeiten indenen man größte Anerkennung erhielt, in denen man für andere etwas Besonderes darstellte! Klassensprecher hier.... Klassensprecher da! haha ;)
Nichts schien mir unerreichbar und mein Selbsvertrauen und meine Kraft reichte so weit, dass ich wusste, ich kann alles erreichen was ich will! (solange das Ego entsprechend gut gepuddert und man auch sonst von keinen schweren Krisen eingeholt wird, ist und wird nämlich für jeden alles im grünen Bereich sein und bleiben und die Kellerleichen sind still!;)
Ich fing nach einem exzessiven Leben mit 26 mein Abi auf dem zweiten Bildungsweg an. Nach 2 Jahren bekam ich einen Sohn....der nach 9 Monaten am plötzlichen Kindstod verstarb....also wähernd des Abi`s.....ich musste notgedrungen die Schule abbrechen und begab mich zum ersten mal in therapeutische Behandlung, weil mir der Boden unter den Füssen wegbrach.
Es brauchte ein Jahr bis ich die Schule wieder aufnahm und mein Abitur trotzdem zuende brachte!
Meine Klassenkameraden dachten ich käme nie wieder.....zugegeben nichts war mehr so wie vorher...in mir ist tatsächlich etwas mit gestorben.....meine Lebensgeister.....
Nach 2 Jahren bekam ich dann einen Studienplatz, und studierte ein paar Jahre....
Nur ein Beispiel für viele Momente in meinem Leben, in denen ich trotz Hindernisse wie ein Stehaufmännchen (so nannten mich meine Freunde und Familie) aufgerichtet meinen Weg weiter ging.

Ja, ich kenne das gut stolz zu sein, auf Ansehen und Anerkennung die man erhält, für Optik, für Besitz und Leistung.....gekoppelt mit Intelligenz....oder für sein SoSein!
Das das nicht alles war, wurde mir persönlich relativ früh klar......
Heute weiß ich auch, dass der Tod meines Kindes vor 14 Jahren mich zur Umkehr bewog, und auf den Heilungsweg brachte.

ABER, jeder der durch Transformationsprozesse geht hat nicht mehr die selbe Menge Energie wie zuvor zur Verfügung! Ganz einfach deswegen, weil alle Energie für die Transformation benötigt wird. Logisch, da wird alles Hirn, Körper, Geist, Psyche und Seele aufgewühlt und „umgewälzt“ was glaubst du wie energieraubend das ist? Und genauso Energie zerrend sind natürlich auch die Schattenprozze selbst!
M.M.n. muss man von Haus aus ne Menge Kraft und Energie mitbringen um überhaupt diesen Wandlungsprozessen der Desidentifikation und Desillusionierung ect. standzuhalten.
Danach -irgendwann- hat man sicher wieder mehr Energie und Kraft als je zuvor!

Hinzu kommt aber noch etwas anderes Wesentliches, nämlich das das Ego immer weniger Ziele verfolgt die ihm nützen und schmeicheln – und es aufrecht erhalten.
Woher soll also die Zielstrebigkeit, das große „Engagement“ um den inneren Hunger/den Mangel zu stillen -was Menschen zu Höchstleistungen anspornt, nicht selten bis zum Burnout - und mit „viel Energie-haben“ gleichgesetzt wird- jetzt noch herkommen??
Diese Art des Strebens, um die inneren Lücken und Leeren zu füllen, verliert immer mehr oder auch komplett seinen Reiz, weil klar erkannt wurde, dass darin nicht die Erfüllung, sondern das Glück im Innern des Menschen liegt.
Lasker schrieb:Kürzlich traf ich so einen „edlen Geist“ der durch die Hölle gegangen war, und zwar eine Hölle, wogegen das was einige als "Die dunkle Nacht der Seele" beschreiben, Schmerzfaktor schwere Depression, vergnügungssteuerpflichtig ist. Wen die Sch…e einen Menschen jeden Augenblick zu ersäufen droht, der entwickelt eine Aufmerksamkeit und eine Wachsamkeit, die seinesgleichen sucht. Wem seine physikalische Existenz körperlich wie geistig schon mal völlig weggebrochen ist, und dabei oder daraus oder trotzdem ein superhoher Bewusstseinsgrad entstanden ist, und dieser Mensch dann auf der Zielgeraden wirkliche FREIHEIT "live" erlebt, dann ist das was ganz anderes wie die Verklärung in einer Wohlfühlmeditation.
Hm, du scheinst aber nicht zu wissen was es heißt durch „die dunkle Nacht“ zu gehen, oder?
Im Buch von R.Assagioli über die Psychosynthese gibt es ein ausführliches Kapitel darüber! Nix da mit schmerzvoller Depression lol :).... les mal nach....
Mir selber ist aber auch schon häufiger aufgefallen, dass einige diesen Ausdruck der dunklen Nacht -wie damals die E.M.- für irgendwelche Krisen die durch Schiksalsschläge erlitten werden, oder andere schwierige Phasen im Leben. Das ist damit aber nicht gemeint.
Sondern einzig das was der Namensgeber damit ausdrückte, und das ist und war nun mal J.v.K. ;)
Lasker schrieb:Das ECHTE "Ich bin Gefühl" hat nach dem Erleben von FREI-SEIN erhebliche energetische Auswirkungen auf den Mind und auch das Nervensystem. Eine unglaubliche Wachheit entsteht urplötzlich, alles (im Äußeren und Inneren) kann in seiner Wirklichkeit erfasst werden, der Verstand betritt nie gekannte intellektuelle Räume - und vieles mehr. Gleichzeitig treten Ängste auf, das Ego fightet was das Zeug hält, und diese Ängste fühlen sich wirklich lebensbedrohend an. Nicht zu vergleichen mit der Angst vorm Schwarzen Mann oder finanzielle Sorgen im täglichen Leben. Euphorie und Angst wechseln sich ab wie bei einer Achterbahnfahrt. Huuiiii wenn es nach unten geht und …oh weh oh weh wenn es mit dem Blick (sorgenvoll) nach unten wieder nach oben geht.

In dieser Phase kommen einem das was man auf seinem Weg zuvor erworben/erreicht hat, z. B. das PD und sein Wirkfaktor, die imaginäre Selbstbeeinflussung, kurzum die Fähigkeiten des Magiers, wie Arznei vor – wie mentale Notfall-Medizin. Innere Bilder helfen den Spannungszustand zu regulieren und die Frequenzberge zu glätten. Und es dauert eine ganze Weile bis diese Ängste sich in Wohlgefallen auflösen und ein dauerndes Gewahrsein an die Stelle des alten Egominds tritt, der fortan nicht mehr herrschend-dominant ist sondern nur noch als Instrument dient, um in der Welt der Formen navigieren zu können.
Ich erlebe das anders. Mit den Ängsten die auftauchen hast du recht. Die Frage ist, habe ich schon „Kontakt“ zu meiner wahren Natur oder nicht?
Danach richten sich die Möglichkeiten und entsprechender Vorgehensweisen mit Ängsten umzugehen. Deine Schilderung ist m.E. eine Weise wie man auf weltlicher Ebene damit umgehen könnte. Andere würden evtl. in Panik ausbrechen...

Die Ängste die du hier schilderst sind mir allerdings nur aus den T-Prozessen bekannt. Vorher waren sie unter gutem Verschluss.;-) Und in diesen Phasen brauchst du keine Imagination (mehr) sondern bleibst einfach gegenwärtig und lässt die Angst dasein...gibst ihr Raum....ohne etwa damit zu machen. Du hälst quasi das Gefühl wie in einem Behälter der ja Du (b)ist.
Es geht also nicht darum die Ängste so schnell wie möglich „in den Griff“ zu bekommen, so dass sie schnellstmöglich verschwinden. Es ist eher eine innere Haltung der „Einladung“ dessen was durch den Körper hindurch und hinaus transportiert o. verwandelt werden will – das geschieht durch die (neutrale) Gegenwärtigkeit von alleine....

Ich denke der Magier wird auch nichts mehr visualisieren oder sich vorstellen müssen, sondern macht intuitiv mit den Energien das Richtige oder/und weiß dass sie ihm letzlich nichts anhaben kann. Bin kein Magier, also vermute ich das nur mal so :)

Diese Gegenwärtigkeit ist ja nichts anderes als in Verbindung mit der eigenen wahren Natur/der Essenz zu sein. Ein Magier nennt es vielleicht anders, aber letzlich vermute ich mal- „verbindet“ er sich auch mit dieser transformierenden Kraft. Es wäre also dann auch hier kein positiver GEDANKE, sondern ein Energie Feld oder eine Sphäre mit der man sich mit dem „eigenen“ SEIN "verbindet"...in Gänsefüsschen, weil wir ja imgrunde schon immer verbunden sind...
Wie gesagt ist das die Sicht eines Laien.:)


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 09:22
TheLolosophian schrieb:sondern der Gut & Böse-D u a l i s m u s.
Ja, das ist eben wieder die Frage,
woran bemerken wir, dass wir uns im dualistischen Gut-Böse Modus befinden und verhalten?

Wie bennen wir die Dinge.....wie nennen wir die Dinge bei Namen ohne dem Gut-Böse-Modus anzuhaften?

Wann bennen wir und wann bekämpfen und trennen wir?


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 09:48
--- Erkenntnisfragen ---
TheLolosophian schrieb
Geistiges Erkennen ist Gewahrsein. (...) heißt WAHRnehmen und WAHRsagen.
Hallo @TheLolosophian,
Danke fürs das erste Feedback.

Klar, Erkenntnisprozeße setzen Wahrnehmungen voraus und eine Form des Gewahrseins.

Hmm, vielleicht lassen sich die wesentlichen Voraussetzungen für Erkenntnisprozeße durch Ausschluß finden: Würdest du/ihr z.B. sagen, daß Erkenntnisse jenseits von Sprache möglich sind oder ist eine Erkenntnis immer an Sprache gebunden?

Eine andere Frage: wieviel Sinne müssen intakt sein, damit man zu einer Erkenntnis kommen kann. (Siehe z.B. das Phänomen: Hellen Keller)

Grüße

PS: Wer ist J.v.K. - wenn ich fragen darf? @Para-doxa


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 10:12
iao schrieb:Eine andere Frage: wieviel Sinne müssen intakt sein, damit man zu einer Erkenntnis kommen kann. (Siehe z.B. das Phänomen: Hellen Keller)
lol, gute -persönlich gemeinte?- Umleitung! sag mal kennen wir uns???

Genau, woran erkennen wir, dass Jemand von sich meint, er habe einen hellen Keller?

In einem spirituellen Forum gehe ich davon aus, dass so ziemlich jeder weiß, dass er sowohl Gut wie auch Böse insich trägt!

Hat jetzt nun jemand mit einem sog. "hellen Keller" -was immer das auch wirklich sein mag- oder einem dunklen Keller,
nicht die Freiheit trotz diesem Wissen/dieser Erkenntnis sich dafür zu entscheiden für sich und andere GUTES zu "wollen" und wünschen? Ganz ohne Anspruch auf Unfehlbarkeit!!....?

Oder wäre das gleichzusetzen mit einem "hellen Keller" den man erkenntnishalber ausmissten sollte?

(Johannes vom Kreuz kannst du googlen)


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 10:36
-- Heller Keller ---

Ich meinte Helen Keller
Wikipedia: Helen_Keller

@Para-doxa :troll:


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 10:46
loooooooool

ok....dann bin ich eben mal meine Meinung über "helle Keller" losgeworden....laaach hahaha


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 11:38
@Para-doxa
Para-doxa schrieb:Ja, das ist eben wieder die Frage,
woran bemerken wir, dass wir uns im dualistischen Gut-Böse Modus befinden und verhalten?
ich benenne aeusserst selten im gut-boese-modus

vorrangig benutze ich gut und schlecht
Weil mein ausgangspunkt der betrachtung i.d.r. immer ich selber bin
d.h. ich bewerte die versch. lebenssituationen danach
ob sie gut oder schlecht fuer mich SELBER sind
dabei
kann das ICH durchaus einen groesseren rahmen annehmen
d.h. ein mensch kann durchaus sein ICH auf die groesse einer FAMILIE ausweiten


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 11:52
iao schrieb:
Klar, Erkenntnisprozeße setzen Wahrnehmungen voraus und eine Form des Gewahrseins.

Hmm, vielleicht lassen sich die wesentlichen Voraussetzungen für Erkenntnisprozeße durch Ausschluß finden: Würdest du/ihr z.B. sagen, daß Erkenntnisse jenseits von Sprache möglich sind oder ist eine Erkenntnis immer an Sprache gebunden?

Eine andere Frage: wieviel Sinne müssen intakt sein, damit man zu einer Erkenntnis kommen kann. (Siehe z.B. das Phänomen: Hellen Keller)
@iao

Der Erkenntnisprozess des gemeinen Egominds setzt sinnliche Wahrnehmungen voraus. Der geistige Erkenntnisprozess hingegen ist ein völlig anderer: Im Gegensatz zum Erkennen des Egominds - dem diskursiv-linearen Denkprozessen, ist das geistige Erkennen/Gewahrsein eine vertikale Angebundenheit an den Ursprung, die Quelle. Die vertikale geistige Erkenntnis tritt in Kraft, wenn das diskursiv-lineare Denken transzendiert ist - d.h., wenn die Identifikation mit unserem Denken aufgehoben ist.
Geistige Erkenntnis ist immer jenseits von Sprache.Zur intellektuellen Integration der Erkenrntnis (die eher als "Struktur" wahrnehmbar ist) ist es notwendig, dass der Verstand die Erfahrung in Worte fassen kann, anders wäre sie ja nicht mitteilbar... Allerdings wird mit dadurch ein Konzept, eine Überzeugung gebildet, mit dem der Verstand sich wiederum identifiziert und das Konzept für die Erfahrung selbst hält - eine Identifizierung, die wiederum nur durch Gewahrsein/Bewußtheit aufgelöst werden kann.

Manchmal brauchte es Jahre, bis der Verstand die rechten Worte fand und findet für geistige Prozesse...aber hier an dieser Stelle kann ich nicht mehr weiterschreiben, weil sich die Katze in den Schwanz beißt: Ich habe z.B. erst vor 3 Jahren voller Erstaunen festgestellt, dass ich schon seit Jahrzehnten Achtsamkeit übe. Ich hatte mir ein Buch über Achtsamkeit gekauft, weil ich der Meinung war, es wäre an der Zeit, endlich mal anzufangen Achtsamkeit zu üben. Nach einigen Seiten fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Hey, das mache ich doch ständig, seit Jahrzehnten... Selbstbeobachtung nannte ich das für mich.
Was war nun jetzt? War die Achtsamkeit schon immer da? War sie also auch da, als ich mir ihrer nicht bewußt war? Oder machte es mir erst die Sprache möglich, meine wahre Natur (wieder-)zu erkennen... ein unlösbares Dilemma, welches mich an den Koan: Hörst du das Klatschen der einen Hand" erinnert! Da tiltet der Verstand...! Aus. An solchen Dingen versucht der Verstand ständig herumzulaborieren, aber weiter als bis zum Paradox kann der Erkenntnisprozess nicht gehen.


PS: Im Grunde läßt sich das Erkennen des Verstandes und die SELBSTerkenntnis aus dem Ursprung nicht von einander trennen!


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 14:09
-- Tuttle statt Buttle --
Para-doxa schrieb:loooooooool
ok....dann bin ich eben mal meine Meinung über "helle Keller" losgeworden....laaach hahaha
Ja, ich mußte auch lachen @Para-doxa, wobei ich im ersten Moment auch betroffen war ...

Denn auf der Meta Ebene gibt es manchmal sonderbare Entsprechungen (Hinweise), z.B. wenn das Unterbewußtsein einem Streiche spielt, zumal ich 'Helen Keller' eingangs falsch geschrieben habe, mit Doppel "l"

Mir ist dadurch erneut vor Augen geführt worden, wie schnell es zu Mißverständnissen kommen kann, die sich, wenn es dumm läuft, verselbstständigen und dann möglicherweise für längere Zeit in die falsche Richtung laufen.

-

Betreff: Erkenntnisfragen
@TheLolosophian, du meinst also, daß geistige Erkenntnis ohne 'Denken' möglich ist?


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 14:28
iao schrieb:Denn auf der Meta Ebene gibt es manchmal sonderbare Entsprechungen (Hinweise), z.B. wenn das Unterbewußtsein einem Streiche spielt, zumal ich 'Helen Keller' eingangs falsch geschrieben habe, mit Doppel "l"

Mir ist dadurch erneut vor Augen geführt worden, wie schnell es zu Mißverständnissen kommen kann, die sich, wenn es dumm läuft, verselbstständigen und dann möglicherweise für längere Zeit in die falsche Richtung laufen.
na ja @iao das sehe ich nicht so.

Denn da es einen "dunklen Keller" gibt liegt ein "heller Keller" wohl sprachlich auch nicht fern!
Und hat daher nichts mit Entsprechungen, sondern ganz simplen falschen Begrifflichkeiten zu tun...

Und, es gibt nämlich zuhauf und durchaus Anspielungen, unterschwellige Bemerkungen und subtile Spitzen die in Foren durch diverse (wenige) Leute gerne verwendet werden....von daher...muss man eben schauen....

aber na ja.... das hat sich ja jedenfalls geklärt ...


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 14:33
@MickyM
MickyM. schrieb:ich benenne aeusserst selten im gut-boese-modus

vorrangig benutze ich gut und schlecht
Weil mein ausgangspunkt der betrachtung i.d.r. immer ich selber bin
d.h. ich bewerte die versch. lebenssituationen danach
ob sie gut oder schlecht fuer mich SELBER sind
dabei
kann das ICH durchaus einen groesseren rahmen annehmen
d.h. ein mensch kann durchaus sein ICH auf die groesse einer FAMILIE ausweiten
So kann man es auch ausdrücken, jepp!
gut-schlecht sagt mir im Übrigen auch mehr zu. :)


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 14:37
Hey @Para-doxa,

mein letzter Beitrag war kein Kritikpunkt an dich, sondern ich wollte dir nur verdeutlichen, daß trotz des Mißverständnisses (durch mein Verschulden) deine Antwort dennoch Entsprechungen in mir gefunden haben. Also, alles gut.

Grüße


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 14:40
hatte ihn nicht als Kritikpunkt an mich verstanden, und wollte trotzdem nicht auf die beschriebene Unterscheidung verzichten.....
aber, prima....das freut mich...


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JETZT-Zeit

21.08.2014 um 17:17
@iao
iao schrieb:@TheLolosophian, du meinst also, daß geistige Erkenntnis ohne 'Denken' möglich ist?
Ja klar, wie gesagt....
Geistige Erkenntnis ist Denken auf höherer Ebene, ist ganzheitliches Erkennen, wenn es beschreibbar wäre, würde ich es beschreiben... garantiert, LOL :D
Das Kreuz ist Symbol dafür: Zeit und Ewigkeit, Vertikale und Horizontale. Eigentlich ist der Begriff des geistigen Erkennens schon zu einseitig, weil das horizontale Denken dabei nicht ausgeschaltet oder ausgeschlossen ist, sondern eingeschlossen... Was geistig/vertikal erkannt wird, wird in die horizontal-diskursive Denke/Sprache umgesetzt. Ein permanentes Switchen...
Wie gesagt, die Sprache kann das nicht beschreiben, sondern sich mit Worten diesem Vorgang nur annähern, weil es auch hier wieder paradox ist: es ist so und ist nicht so bzw. sowohl-als auch... oder: weder - noch... :D


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Lasker
ehemaliges Mitglied

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JETZT-Zeit

22.08.2014 um 07:58
@Para-doxa
@all

Schöner Beitrag!

Zwei kleine Anmerkungen gestatte ich mir allerdings:
Para-doxa schrieb:Hm, du scheinst aber nicht zu wissen was es heißt durch „die dunkle Nacht“ zu gehen, oder?
Jeder erlebt das anders. Im Weltinnenraum hatte ich mein Erleben dazu einmal detailiert geschildert - und wir haben uns auch schon persönlich darüber ziemlich einvernehmlich ausgetauscht. Du kennst - mit Gewissheit - nicht den Vergleich, den ich anstellte. Ich kann nicht näher auf Details eingehen, ohne die Diskretion zu verletzen. Dafür bitte ich um Verständnis.
Para-doxa schrieb:Vorher waren sie unter gutem Verschluss.;-) Und in diesen Phasen brauchst du keine Imagination (mehr) sondern bleibst einfach gegenwärtig und lässt die Angst dasein...gibst ihr Raum....ohne etwa damit zu machen. Du hälst quasi das Gefühl wie in einem Behälter der ja Du (b)ist.
Das ist grundsätzlich richtig und dennoch können die Höhe- und Tiefpunke (Euphorie - Angst) gemildert werden. Der eine trinkt Bier, der andere bemüht Jacobsen, manche gehen einfach im Wald spazieren, einige powern sich aus oder gehen auf Körperfühlung - und der Imaginantionskünstler schaut sich (s)einen Film an.

B. t. w. Film anschauen. Wenn ich mit Gemahlin Helloise telefoniere, kommt es mir häufig so vor als wenn da zwei Freigeister nebeneinander im Kino sitzen ... und sich über die laufende Eigenproduktion mit Lachtränen in den Augen über die "Kreationen" ...amüsieren.

In Kreisen, in denen ich mich derzeit lernend bewege, wird die Geschichte erzählt, dass zu einem Kongress ein nepalesischer Schamane angereist war und der "Maitre" hierzulande einen Patienten vorführte mit einem Krankheitsbild, wo er i. d. R. in zwei Stunden Gespräch & Trance die Selbstorganisation anstoßen könnte.
Der Schamane wandte sich dem Probanden freundlich zu, im Wesentlichen nonverbal, nach 10 Minuten war der Brei gekocht - und der Maitre soll vor lauter Anerkennung und mit Tränen in den Augen vor dem Schamanen auf die Knie gegangen sein. Wäre mein Ding nicht gewesen ...OK, die Anerkennung schon. :)

Meine Erklärung: Der Schamane arbeitet mit der Kraft seiner Inneren Bilder, die er auf nonverbale Weise im Klienten mit allen Sinnen aufleben lassen kann, während der Maitre die Kraft der Sprache als bevorzugtes Mittel der Wahl betrachtet und über den Umweg der Sprache, unter Einsatz von Symbolen usw... die Heilbilder im Klienten entstehen lässt.

Zum Schluss noch eine gewonnene Erkenntnis in diesem Kontext zum Geheimnis wirksamer Tranceführungen. Ich habe erlebt, wie einer ohne abzulesen oder was auswendiges runterzuleiern 90 Minuten aus sich selbst heraus sprach und bildlich und gefühlt - in Echtzeit - alles (vor)erlebte und die Teilnehmer in bis dato unbekannter Weise in seine/ihre Welt entführte, dort Suchprozesse anstieß und alles Mögliche wirksam auslöste. Vielleicht auch um den Unterschied mal zu verdeutlichen, las er am Tag eine Meditaton - textlich auch sehr schön - von Rüdiger Dahlke ab. Kalter Kaffee.

@TheLolosophian


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JETZT-Zeit

22.08.2014 um 13:23
@Lasker
Lasker schrieb:jeder erlebt das anders. Im Weltinnenraum hatte ich mein Erleben dazu einmal detailiert geschildert - und wir haben uns auch schon persönlich darüber ziemlich einvernehmlich ausgetauscht. Du kennst - mit Gewissheit - nicht den Vergleich, den ich anstellte. Ich kann nicht näher auf Details eingehen, ohne die Diskretion zu verletzen. Dafür bitte ich um Verständnis.
Ich kann mich nicht erinnern, dass du im WIR je etwas darüber geschrieben hattest, an unser Gespräche zum Thema sehr wohl, ja.
Du erzähltest davon, dass du ein paar Tage deprimiert warst. Keine Schmerzen oder Qualen.... sondern eine Trauer verspürtest, die 3-5 Tage anhielt, und das wars! Ja, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern, weil ich selber gerade mittindrin steckte und mich noch so sehr darüber wunderte....und mich fragte wie das möglich sei.......für mich war jedenfalls definitiv klar, dass wir zwei nicht vom Selben sprechen. Denn was ich über die dunkle Nacht nicht nur bei Teresa von Avila, J.v.K. und bei Assagioli fand entsprach viel eher und exakt meinem Erleben....deshalb......

Du glaubst also nur, dass ich den Vergleich den du gestern anstelltest nicht kenne.
Das liegt daran, weil du unter „dunkle Nacht“ etwas völlig anderes verstehst,....etwas das absolut keine Übereinstummung zu den erwähnten Büchern hat. Und daher weißt du eben nicht, dass dein „Freund“ scheinbar auch durch die gleichen Tiefen ging. So jedenfalls würde ich deine Beischreibungen über das Erleben deines „Freundes“ deuten.
Und man steigt auch nicht sogleich wie Phönix aus der Asche auf, sondern es brauch Jahre und einige sagen Jahrzehnte bis ein (rel.) befreiter Mensch daraus hervorgeht.
Para-doxa schrieb:
Vorher waren sie unter gutem Verschluss.;-) Und in diesen Phasen brauchst du keine Imagination (mehr) sondern bleibst einfach gegenwärtig und lässt die Angst dasein...gibst ihr Raum....ohne etwa damit zu machen. Du hälst quasi das Gefühl wie in einem Behälter der ja Du (b)ist.

Lasker:
Das ist grundsätzlich richtig und dennoch können die Höhe- und Tiefpunke (Euphorie - Angst) gemildert werden. Der eine trinkt Bier, der andere bemüht Jacobsen, manche gehen einfach im Wald spazieren, einige powern sich aus oder gehen auf Körperfühlung - und der Imaginantionskünstler schaut sich (s)einen Film an.
Ein Imaginationskünstler? :) Das Beobachten oder Wahrnehmen hat m.E. doch nichts mit Imagination zu tun ;)

Aber auch hier frage ich mich, wieso sollte etwas gemildert werden?
Es geht nicht um Verdrängen und mildern ....das beschrieb ich auch schon im Anschluss des hier von dir kopierten Absatzes.
Das einzig hilfreiche aus meiner Sicht ist die Köperfühlung -die du anführst- und alles was diese unterstützt!
Alles was einem hilft präsent zu sein und zu bleiben ist hilfreich, das kann vielleicht auch ein Spaziergang sein.
Und zum Alkohol ist meine Erfahrung, dass er vom Körper abgestoßen wird, insbesondere in Phasen wo die Energien besonders stark fließen (Schmerz/Angst etc.). Um bei deinem Beispiel der Angst zu bleiben...es ist auch nicht mehr möglich Hemmungen oder Ängste mit Hilfe von Alkohol „abzubauen“ , denn es verliert seine Wirkung die es vor den Prozessen mal auf das System hatte!
Und auch das Auspauern ist ja nicht unbedingt gerade hilfreich dabei die momnetanen Gefühle zu fühlen.
Dein gestriges Video war doch bereits eine geniale Anleitung dazu wie es gut funktionieren kann!


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Lasker
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JETZT-Zeit

22.08.2014 um 14:25
@Para-doxa

3-5 Monate.

Sonst schreiben wir auch aneinander vorbei.

Ich erwähnte eine Person, deren SOS mich erreichte, gegen deren - lebensbedrohliche - multiple Problematik in diesem zugegeben speziell-individuellen Er-Leben die DN ein Spaziergang ist.


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