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Vertrauen in Gott

73 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Glaube, Glauben, Vertrauen

Vertrauen in Gott

22.05.2019 um 11:12
Dr.Manhattan schrieb:du selbst bist es.
Okay, ich bin also Gott. Ich hatte mir schon sowas gedacht, bei aller mir eigenen Bescheidenheit.


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Vertrauen in Gott

22.05.2019 um 11:22
@Doors

vergiss diese scham

sie ist unnötig

entfalte dich. aber musst du nicht. du kannst dein leben lang aufm sofa sitzen - und bist genauso ein teil der vollkommenheit. das gilt es zu verstehen.

bescheidenheit ist unnötig.

es geht um die innere transformation. sich fühlen als göttliches wesen. und dazu ist ein tiefes vertrauen ein transformator.

natürlich sind wir nur biomaschinen - das ist eine wahrheit ... aber wir wachsen aus der erde. DARÜBER kann man ja mal nachdenken. oder besser wissen als nachdenken.


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Vertrauen in Gott

22.05.2019 um 12:00
@Dr.Manhattan
Vergöttlichung... Wozu?
Warum reicht einem das Mensch sein nicht aus?
Selbst wenn man glaubt von einem höheren Wesen abzustammen, ändert es nichts an dem eigenen menschlichen Wesen.
Selbst wenn man glaubt mit der höchsten Intelligenz in irgendeinem Aspekt verbunden zu sein, wird man dadurch nicht zur höchsten Intelligenz.


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22.05.2019 um 12:04
@Flitzschnitzel

das sind berechtigte einwände.

du hast absolut recht - es ist unnötig. es ändert nichts am "sein".

ich persönlich hab mich aber auf die suche nach mehr gemacht. aber im grunde egal. und zum teil auch ironischerwise kontraproduktiv zum erkennen des göttlichen.

je leerer nämlich der geist , desto einfach kann man es erkennen :D

da gibts dann suchende , die 10 jahre in indien diese dinge studieren ... und dann drauf kommen: moment mal ... eigentlich ist es gleich ... ich sollt eher ne frau finden und kinder machen :D

ich mag diese verwirrung :D


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Vertrauen in Gott

22.05.2019 um 15:58
Dr.Manhattan schrieb:aber lebt es sich nicht viel leichter wenn man Gott einfach vertraut?
ich hab die tage viel über die worte "dein wille geschehe" nachgedacht
Für manche Menschen mag das so sein und das ist dann auch ok zumindest solange sie nicht vergessen, dass das kein Weg ist der sich für jeden Menschen eignet.
Wenn jemand z.B. bei einer schweren Erkrankung, einem Unfall oder Ähnlichem lieber auf irgendeinen Gott vertrauen möchte statt medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, dann ist das in meinen Augen in Ordnung, solange derjenige mir auch die Höflichkeit erweist zu akzeptieren, dass ich mich in den meisten Fällen dafür entscheide der Medizin mehr zu vertrauen als einem Gott.

Und da ich nicht einmal weiß ob es überhaupt eine oder mehrere göttliche Entität(en) gibt müsste ich ohnehin raten, was genau sein "Wille" nu eigentlich ist und das kostet mich dann Zeit die ich auch sinnvoller nutzen kann.
Mir persönlich erscheint selbstbestimmtes Denken und Handeln einfach mal zielführender.
Dr.Manhattan schrieb:und im grunde ist das fast schon fernöstlich. da gehts immer darum seine gedanken zu beruhigen. und zur stille zu finden. nun genau das passiert bei den worten: "dein wille geschehe"
Zu der aus diesem Konzept entspringenden "Stille" kann man aber auch finden, wenn man sich selbst die Frage stellt und beantwortet welche Lebenslagen man aktiv beeinflussen kann und wann man sich einen größeren Gefallen tut zu akzeptieren, dass man auf das was geschieht eh keinen nennenswerten Einfluss hat.
Diese Form der "Ruhe" erreiche ich persönlich jedoch recht selten.
Dafür verantwortlich ist die Tatsache, dass ich der Typ Mensch bin, der nur in sehr seltenen Ausnahmesituationen akzeptiert, dass mein Handlungsspielraum so begrenzt und meine "Gewinnchancen" derart gering sind, dass mir eine stoische Hinnahme dessen was "halt geschieht" reizvoll erscheint.
Ich ziehe den Kampf auf scheinbar verlorenem Posten zumeist jeder Apathie vor.

Aufgrund dieser grundlegenden Charaktereigenschaft mag ich den Zustand der von Dir benannten "Stille" erheblich seltener erreichen als andere Menschen, allerdings bin ich dadurch auch schon in so manchem "Kampf" siegreich gewesen, den viele Andere vermieden hätten, weil die Aussicht auf Erfolg statistisch betrachtet eher gering war oder gar gegen Null ging.
Das ist ein Preis den ich bewusst und gerne zahle.
Dr.Manhattan schrieb:es geht gar nicht so sehr um dieses vertrauen in gott - das ist sicherlich ein wichtiger part - aber viel mehr gehts ums loslassen der kontrolle.
Ich halte es nicht für erstrebenswert mein Leben von etwas oder jemand Anderem kontrollieren zu lassen.
Die Kontrolle über mein Leben steht mir allein zu, nichts und niemandem sonst.
Dr.Manhattan schrieb:einfach darauf vertrauen, dass wir behütete kinder sind.
Auch Kinder profitieren davon dahingehend erzogen zu werden, dass sie nicht dauerhaft behütet werden, sondern sich zu unabhängigen, selbstbestimmten Menschen entwickeln müssen und dürfen.
Ihnen beizubringen die Kontrolle und Verantwortung über ihr Leben beizeiten selbst in die Hand nehmen halte ich für sinnvoller als ihnen zu erzählen, dass Gott sich schon kümmern wird.
Dr.Manhattan schrieb:kein grund grosse pläne zu schmieden und immer in stress zu leben.
Der Preis dafür ist mir persönlich zu hoch.
Ich plane mein Leben selbst und ziehe Stress und sogar Schmerz jederzeit vor, wenn Stagnation die Alternative ist.
Ich wurde in eine Gesellschaft, ein Zeitalter, ein Umfeld usw hineingeboren, dass mir erhebliche Freiheiten einräumt mein Leben selbst zu gestalten.
Diese Freiheit zu nutzen "schulde" ich nicht nur mir selbst, sondern auch meinem Umfeld das davon profitieren kann und jedem einzelnem Menschen der in einem Umfeld zur Welt kam das ihm diese zahlreichen Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lebens verwehrt.
Dr.Manhattan schrieb:das vertrauen in gott ist ein leben ohne sorgen.
In unserer Gesellschaft mag das für ein paar Glückliche im Bereich des Möglichen liegen.
Aber die Welt ist größer als unser Wohlstandsfleckchen in dem man es sich leisten kann so zu denken.
Rund um den Globus gibt es massenweise Menschen die noch geringere Chancen hätten, würden sie Gott mehr Vertrauen entgegenbringen als sich selbst.
Gott stellt kein Essen auf den Tisch und diese Erkenntnis ist in einigen Gegenden "teurer" als bei uns.
Dr.Manhattan schrieb:Habt ihr Vertrauen in Gott oder sonst eine Urkraft? Und wenn ja oder nein warum?
Nope.
1. glaube ich an keinen Gott, weil ich nicht weiß ob so etwas überhaupt existiert und es auch nie mit Sicherheit wissen werde
2. mein Vertrauen gibt es nicht geschenkt, aufgrund meiner eher positiven Grundeinstellung neige ich zwar dazu Mensch und Tier einen gewissen Vertrauensvorschuss zu gewähren, aber mein echtes Vertrauen, dass muss man sich verdienen und zwar durch Taten.
Dr.Manhattan schrieb:ist es nicht schlimmer wenn man sich selbst zu wichtig nimmt , und dann nur unsinn macht ?
Schlimmer als was?
"Schlimm" ist relativ und sich selbst zu unterschätzen und deswegen in Untätigkeit zu verharren ist mindestens genau so kritisch.
Dr.Manhattan schrieb:wenn man sich gott hingibt ... und vielleicht noch bischen in heiligen büchern liest , ich denke dann ist man ein friedlicher mensch.
Ich bin ein friedlicher Mensch, ganz ohne Gott und ohne heilige Bücher, sondern weil es großartige Menschen gab, die als ich klein war entschieden haben, dass ich die Zeit und Liebe wert bin um mich so zu erziehen, dass ich den Weg in ein friedliches, gutes Dasein nicht nur selbst finde sondern auch alleine gehen kann.
allmotley schrieb:Hast Du ihn jemals eingreifen sehen in das Unrecht auf der Erde?
Das tut ja laut vielen Gläubigen sowieso kein Gott und zwar aus Prinzip nicht.
Dr.Manhattan schrieb:ich kann nur sagen , es lebt sich ganz leicht mit gottesvertrauen und hingabe.
Das mag für Dich so sein und steht Dir auch zu, aber es gibt eben auch andere Wege durchs Leben zu gehen die nicht besser oder schlechter sind als Deiner.
Dr.Manhattan schrieb:stell dir vor es gäbe einen gott und er würde dich leiten und beschützen? wär das nicht schön?
Nicht wirklich... Ich wurde dazu erzogen meine Entscheidungen selbst zu treffen, mit den Konsequenzen umzugehen und mich wo immer nötig selbst zu schützen.
Diese Mündigkeit würde ich auf keinen Fall aufgeben.
off-peak schrieb:und es tief in Deinem Verstand auch weißt, dass es diesen Gott nicht gibt, weshalb man ihn sich ja mangels Existenz vorstellen muss.
Na das "Wissen, dass Gott nicht existiert" ist genauso fiktiv wie die Überzeugung das es solch eine übergeordnete Kraft gibt.
Es gibt keine Belege die Existenz oder Nichtexistenz eines Gottes belegen würden.
Deswegen ist der Glaube daran, dass es einen Gott gibt auch genauso valide wie der Glaube, dass kein Gott existiert.
Dr.Manhattan schrieb:wenn du glücklich so bist , bleib dabei
Das sollte doch aber für jeden Menschen gelten, der sein Glück gefunden hat.
Dr.Manhattan schrieb:natürlich sind wir nur biomaschinen - das ist eine wahrheit
Dem muss ich widersprechen.
Maschinen haben den Sinn und Zweck zu funktionieren und sind nutzlos, wenn sie das nicht tun.
Lebewesen sind keine Maschinen, sie nach ihrer Funktionalität zu beurteilen greift die Würde an, die alles Lebendige verdient hat.
Dr.Manhattan schrieb:aber wir wachsen aus der erde
Ähm... nein. Das ist biologisch ganz definitiv nicht wahr.
Aus der Erde wachsen viele Pflanzen und Pilze. Tiere hingegen nicht und das schließt den Menschen mit ein.
Flitzschnitzel schrieb:Selbst wenn man glaubt mit der höchsten Intelligenz in irgendeinem Aspekt verbunden zu sein, wird man dadurch nicht zur höchsten Intelligenz.
Intelligenz wird meiner Ansicht nach eh gnadenlos überbewertet.
Ich finde es viel wichtiger seinen Platz im Leben zu finden und seinen Weg zu finden, dazu bedarf es weit weniger Intelligenz als von Vielen angenommen wird.


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22.05.2019 um 16:19
@Fraukie
Fraukie schrieb:Na das "Wissen, dass Gott nicht existiert" ist genauso fiktiv wie die Überzeugung das es solch eine übergeordnete Kraft gibt.
Lass mich ausnahmsweise mal mit Gegenfragen antworten: Ist das Wissen, dass rosa Einhörner nicht existieren, nicht genau fiktiv wie die Annahme, dass sie es tun?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Fiktionen, die sich Leute nur ausdenken, in der Realität exakt genauso 1:1 existieren?
Wobei man noch bedenken muss, dass keine privaten Gottesvorstellungen einander gleichen. Wir daher also keinen einzigen Gott, sondern Millionen Versionen davon hätten.


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22.05.2019 um 16:36
@Dr.Manhattan
Deine Einstellung klingt für mich etwas benebelt und betrunken:
„Selbst denken? Anstrengend. Entscheidungen treffen? Boah, Nö! Verantwortung übernehmen? Bloß nicht! Sagt mir einfach was ich tun soll!“

Ist definitiv nichts für mich. Wie andere hier schon schrieben, ich ziehe mein klares Denken vor (welches mir keine Anstrengung, sondern Spaß macht) und gestalte mein Leben selbstbestimmt ohne Gott.

edit:
Ist Dir das Leben evtl. zu komplex?


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22.05.2019 um 16:50
Fraukie schrieb:Das tut ja laut vielen Gläubigen sowieso kein Gott und zwar aus Prinzip nicht.
Soso, er drückt sich also selbst vor der eigenen Verantwortung. Und so einem soll man sein Leben überlassen? Verstehe ich nicht. So eine Einstellung hat was Zynisches.


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22.05.2019 um 17:03
@allmotley
allmotley schrieb:Verstehe ich nicht. So eine Einstellung hat was Zynisches.
Wenn Du es nicht verstehst, dann kannst und solltest Du es auch nicht beurteilen, sondern erst mal die Antwort abwarten.


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22.05.2019 um 17:09
@off-peak

Ich verstehe nicht, wieso man einem solchen Wesen sein Leben überantworten will. Natürlich verstehe ich auch Gottes Einstellung nicht. „Ich liebe alle Menschen, verreckt doch.“

Wessen Antwort? Die des untätigen Gottes? Leitet sich das Wort „Gott „ von „Godot“ her?
Na dann lass uns mal warten...


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22.05.2019 um 17:45
@Fraukie

also im grunde sagst du in vielen sätzen: ich brauch keinen gott - es geht auch ohne

sicher gehts auch ohne.

why not?

in der spiritualität gehts ja nicht darum "aufzugeben"

im gegenteil - man macht sich auf die suche :)

man ahnt da ist noch mehr - das will man kennenlernen.


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22.05.2019 um 19:38
Dr.Manhattan schrieb:aber wir wachsen aus der erde
In meinem Alter: Eher in die Erde.


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22.05.2019 um 19:41
@Doors

asche zu asche ... staub zu staub

aus der erde - in die erde :D

ist ja nicht so wild

vielleicht ises nice da unten.

das ist ja auch ne art hingabe.


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22.05.2019 um 22:03
es ist keine "art hingabe" sondern aufgabe...
es ist faulheit und feigheit...

es ist der "unterschied" zwischen tier und mensch.

der der glaubt weiss nichts, und der der weiss muss nichts glauben.
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein.[]
https://gutenberg.spiegel.de/buch/beantwortung-der-frage-was-ist-aufklarung-3505/1

und bequem ist es natuerlich auch..


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23.05.2019 um 07:23
Jesus hat auch ganz fest auf Gott vertraut - und ist trotzdem am Kreuz gelandet.
Auf Gott vertrauen ist also überhaupt keine Garantie, vor allem irdischen Leid verschont zu werden! Im Gegenteil, Gott straft gerade die, die er am meisten liebt!
Aber es kommt ja auf das ewige Heil im Paradies an.


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23.05.2019 um 08:42
@Ludenlöther

jesus ja ... geile story :D

gottvertrauen ist etwas was ich mir erlaube :) es legt sich wie ein warmer mantel um mich. was diese welt ist - das bleibt unbekannt.

macht die welt irgendeinen sinn für dich ? :D naja für dich wohl schon :D

ich hab jedenfalls keine lust mehr ein snickers zu sein :D

fresst euch satt ihr gremlins :)

gott ist darüber - dahinter - aberseits.
er dringt in den letzten ort durch.

er behütet mich.

ich vertraue ihm - meinem vater.


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23.05.2019 um 09:02
@Fraukie
Für manche Menschen mag das so sein und das ist dann auch ok zumindest solange sie nicht vergessen, dass das kein Weg ist der sich für jeden Menschen eignet.
Wenn jemand z.B. bei einer schweren Erkrankung, einem Unfall oder Ähnlichem lieber auf irgendeinen Gott vertrauen möchte statt medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, dann ist das in meinen Augen in Ordnung, solange derjenige mir auch die Höflichkeit erweist zu akzeptieren, dass ich mich in den meisten Fällen dafür entscheide der Medizin mehr zu vertrauen als einem Gott.
Schau mal, was im Jesus Sirach steht (eine Apogryphe aus dem AT):
Sir 38,1
Schätze den Arzt, weil man ihn braucht; / denn auch ihn hat Gott erschaffen.

Sir 38,2
Von Gott hat der Arzt die Weisheit, / vom König empfängt er Geschenke.

Sir 38,3
Das Wissen des Arztes erhöht sein Haupt, / bei Fürsten hat er Zutritt.

Sir 38,4
Gott bringt aus der Erde Heilmittel hervor, / der Einsichtige verschmähe sie nicht.

Sir 38,5
Wurde nicht durch ein Holz das Wasser süß, / sodass Gottes Macht sich zeigte?

Sir 38,6
Er gab dem Menschen Einsicht, / um sich durch seine Wunderkräfte zu verherrlichen.

Sir 38,7
Durch Mittel beruhigt der Arzt den Schmerz, / ebenso bereitet der Salbenmischer die Arznei,

Sir 38,8
damit Gottes Werke nicht aufhören / und die Hilfe nicht von der Erde verschwindet.

Sir 38,9
Mein Sohn, bei Krankheit säume nicht, / bete zu Gott; denn er macht gesund.

Sir 38,10
Lass ab vom Bösen, mach deine Hände rechtschaffen, / reinige dein Herz von allen Sünden!

Sir 38,11
Bring den beruhigenden Duft eines Gedenkopfers dar, / mach die Gabe fett, wenn dein Vermögen es erlaubt.

Sir 38,12
Doch auch dem Arzt gewähre Zutritt! / Er soll nicht fernbleiben; denn auch er ist notwendig.

Sir 38,13
Zu gegebener Zeit liegt in seiner Hand der Erfolg; / denn auch er betet zu Gott,

Sir 38,14
er möge ihm die Untersuchung gelingen lassen / und die Heilung zur Erhaltung des Lebens.

Sir 38,15
Wer gegen seinen Schöpfer sündigt, / muss die Hilfe des Arztes in Anspruch nehmen.

Sir 38,16
Mein Sohn, um den Toten lass Tränen fließen, / trauere und stimm das Klagelied an! Bestatte seinen Leib, wie es ihm zusteht, / verbirg dich nicht bei seinem Hinscheiden!

Sir 38,17
Sei betrübt, mein Sohn, und überlass dich heftiger Klage, / halte die Trauer ein, wie es ihm gebührt, einen Tag oder zwei, der Nachrede wegen; / dann tröste dich über den Kummer hinweg!

Sir 38,18
Aus Kummer entsteht Unheil; / denn ein trauriges Herz bricht die Kraft.

Sir 38,19
Schlimmer als der Tod ist dauernder Kummer, / ein leidvolles Leben ist ein Fluch für das Herz.

Sir 38,20
Lenke deinen Sinn nicht mehr auf den Toten, / lass von der Erinnerung an ihn ab / und denk an die Zukunft!

Sir 38,21
Denk nicht mehr an ihn; / denn es gibt für ihn keine Hoffnung. / Was kannst du ihm nützen? Dir aber schadest du.

Sir 38,22
Denk daran, dass seine Bestimmung auch deine Bestimmung ist: / Gestern er und heute du.

Sir 38,23
Wie der Tote ruht, ruhe auch die Erinnerung an ihn, / tröste dich, wenn sein Leben erloschen ist.


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23.05.2019 um 09:06
gott ist darüber - dahinter - aberseits.
er dringt in den letzten ort durch.

er behütet mich.

ich vertraue ihm - meinem vater.
Gesegnet seist du, lieber @Dr.Manhattan
Youtube: EFF - Stimme (Official Video)


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23.05.2019 um 09:30
@Dr.Manhattan

Respekt, Demut und Vertrauen gegenüber unserer Schöpfung/Gott ist für mich ein wichtiger Bestandteil meines Daseins.

Denn es kann durchaus zufrieden machen. Es gibt aber immer Menschen, die dir deine Zufriedenheit nicht gönnen oder nicht die Fähigkeit besitzen, an Gott zu glauben. Sie vergessen in ihrem Hochmut auch oft, dass das Leben endlich ist und sie es nicht beeinflussen können.

Wenn Menschen Gott glauben und vertrauen glücklich macht, freue ich mich mit ihnen, so einfach ist das.


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23.05.2019 um 09:54
Naja, im kleinen Rahmen (und auf dem Höhepunkt seiner Lebenskräfte vor allem) kann man schon so einiges aus seinem Leben machen und Dinge beeinflussen; manche tun das ja sogar ganz exzessiv und hochbewusst, sie inszenieren wie Nietzsche ihr Leben in aller Pracht und Herrlichkeit und errichten sich ein irdisches Paradies. Jesus nennt diese Leiten "Narren". Denn sterben müssen diese Leute ja auch irgendwann oder sich unter eine Krankheit oder andere Schicksalsschläge beugen. Manchmal ist es so schlimm, dass sie da zum ersten Mal nach Gott fragen oder sogar zu ihm schreien, weil sie sonst gar nichts machen können!


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