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Eine Garantie aufs (Weiter)Leben gibt es nicht...

178 Beiträge, Schlüsselwörter: Weiterleben

Eine Garantie aufs (Weiter)Leben gibt es nicht...

19.11.2019 um 13:56
baackpapier schrieb:Die Antwort auf die Frage: Wie lässt sich das Leben leben, wo man doch weiss, das alles flüchtig ist und alles nichtig?
Warum überhaupt irgendwas tun, wo das Ergebnis doch immer gleich ist.

Wer in so einer Sinnkriese steckt, läuft gefahr von anderen beeinflusst zu werden, dann geht es um Gott und die Bibel und die Wiedergeburt und Satan und Ego und Erlösung und Erleuchtung und all die Dinge von denen man eigentlich nichts versteht.
Tja, das alles irgendwann mal endet, ist mir leider schon immer klar gewesen. Aber diese Ungewissheit der "Dauer", die wurmt einen.
Insbesondere dann auch noch im Speziellen auf den Krebs bezogen. Kommt er, kommt er nicht? Und falls ja, wann?
Fehler in den Zellen passieren alltäglich. Aber es wird ebenso alltäglich fleißig repariert. Doch plötzlich kann unser Reparaturmechanismus versagen. Wir können es nicht beeinflussen. Nur hoffen...
Das macht einen kirre, diese Ungewissheit. Das Glücksspiel.


Also was die Beeinflussung in Richtung irgendeines Glauben angeht, denke ich, dass das bei mir nichts bringen wird. Wie gesagt, ich würde gerne glauben, wäre da diese verdammte Wissenschaft nicht, die alles so verdammt rational erscheinen lässt.
Wie kann ich da zu irgendeinem Glauben finden, wenn die Rationalität so verdammt schwerer wiegt?


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19.11.2019 um 13:56
@sarevok
sarevok schrieb:Ein Mädchen führt ein normales Leben mit einem halben Gehirn. Ein Student erreicht mit fünf Prozent Hirnmasse einen IQ von 126: Liegt die heutige Neurowissenschaft komplett daneben?
Ja das ist schon spannend, solche Einzelfälle beeindrucken aber bestimmt keine Skeptiker.

Die werden mit Phineas Gage argumentieren, der Mann mit der Stange im Gehirn,wo sich die Persönlichkeit nachweislich veränderte. Solche Fälle sind auch gut dokumentiert und im Moment eher im Fokus. Man geht denn davon aus das dieser Bereich im Gehrin dafür zuständig ist - der andere Teil dafür usw.

Burkhard Heim hat sich da zentralere Frage gestellt und zwar: Wie kann das Unterbewusstsein dauerhaft mit dem Bewusstsein interagieren

Dieser Bereich was die Erforschung des Gehirns angeht ist aber noch soweit weg und so unklar für außenstehende.

Vieles vermutet man zu wissen und lässt sich auch beweisen aber vieles ist noch ungeklärt.

Das Gehirn ist das komplexeste Organ im Universum, das ist der Stand der Dinge.


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19.11.2019 um 13:59
baackpapier schrieb:Das Gehirn ist das komplexeste Organ im Universum, das ist der Stand der Dinge.
Wenn du behaupten würdest, es sei das kompexeate Organ auf der Erde, könnte man ggf. drüber reden. Aber was soll das mit dem Universum?!?

Und zu Burkhard Heim kopiere ich mal genüsslich einen Psiram-Link hier rein ;) :klugmaul:
https://www.psiram.com/de/index.php/Burkhard_Heim


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19.11.2019 um 14:04
@Nemon

Welches Organ ist denn komplexer? Also uns bekannt, daher Stand der Dinge.

Man muss ja nicht immer alles anfechten :)


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19.11.2019 um 14:05
baackpapier schrieb:Welches Organ ist denn komplexer?
Nach welchen Kriterien denn beurteilt?
Und bist du Physiologe, Organist oder ist was in der Art?


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19.11.2019 um 14:11
Nemon schrieb:Nach welchen Kriterien denn beurteilt?
Und bist du Physiologe, Organist oder ist was in der Art?
Michio Kaku behauptet das in seinem Buch die Physik des Beuwsstseins.

Klar ist auch, Michi Kaku ist nicht Maß aller Dinge. Trotzdem ist er schon ein höheres Maß als wenn ich das behaupten würde.

Wir gehen hier ja auch vom jetzt Punkt aus.

Natürlich kann man sagen nach welchen kritieren beurteilt. Das kann man doch bei sovielen.


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19.11.2019 um 14:14
@baackpapier
Tja. Da stehen wir nun mit unserem Gehirn, dem Wunderwerk.


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19.11.2019 um 14:43
@rhapsody3004
rhapsody3004 schrieb:Also was die Beeinflussung in Richtung irgendeines Glauben angeht, denke ich, dass das bei mir nichts bringen wird. Wie gesagt, ich würde gerne glauben, wäre da diese verdammte Wissenschaft nicht, die alles so verdammt rational erscheinen lässt.
Wie kann ich da zu irgendeinem Glauben finden, wenn die Rationalität so verdammt schwerer wiegt?
Ich behaupte nicht du sollst "irgendwas" Glauben.

Die Wissenschaft ist rational, das stimmt. Das heisst aber noch lange nicht, dass es immer ein gültiges Ergebnis gibt, viele Dinge sind einfach noch zu wenig untersucht als das man die vollkommene Antwort geben kann.
rhapsody3004 schrieb:Insbesondere dann auch noch im Speziellen auf den Krebs bezogen. Kommt er, kommt er nicht? Und falls ja, wann?
Fehler in den Zellen passieren alltäglich. Aber es wird ebenso alltäglich fleißig repariert. Doch plötzlich kann unser Reparaturmechanismus versagen. Wir können es nicht beeinflussen. Nur hoffen...
Das macht einen kirre, diese Ungewissheit. Das Glücksspiel.
Du hast jetzt keinen Krebs du bist jetzt gesund und kannst das tun, was du möchtest, andere haben nicht die Möglichkeit.

Man darf sich darüber den Kopf zerbrechen, man darf auch an allem zweifeln aber dir muss auch wieder klar werden das du nicht krank bist.

Es gibt mit Sicherheit 100 Wege von jetzt auf gleich zu sterben. Die Ewige Ungewissheit.

Angeblich schöpfen Zen-Meister ihre kraft aus der Ungewissheit, sie lassen sich davon treiben, anstatt gegen an zu schwimmen. Trotzdem ist es Ihnen wichtig zu handeln, halt immer mit der Gewissheit der Ausgang was sie machen ist ungewiss, das gibt Ihnen ein befreiendes Gefühl.

Ich kann mir das nur so vorstellen, dass wenn ein Mensch mit voller Hingabe an etwas arbeitet, ohne ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten und in der Arbeit vollkommen aufgeht. Ein Mensch der ein Bild malt vielleicht, mit soviel Leidenschaft dass er sich selbst kurz in dem Gemälde verliert und dieser Mensch tut das nicht weil er erwartet dass es jemanden gefällt, sondern weil sein inneres es will. Das ist Kunst, das hat etwas außerordentlich "unwissenschaftliches".

Es gibt diesen Teil im Menschen der sich nicht oder (noch) nicht rational erklären lässt.

Leb dein leben doch einfach als wärest du ein Künstler, ein kreativer, der etwas schaffen will. Oder besser noch betrachte das Leben als Kunstwerk, du bist ein Teil davon. Man kann alles zerdenken und zerreden, das ist keine Kunst.

Ich meine nicht dich mit dem zerreden sondern einfach allgemein gesprochen.


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19.11.2019 um 15:05
@rhapsody3004

Ich sehe das so: mein Leben ist irgendwann vorbei, und das ist gut und richtig so. Wann? Keine Ahnung, vllt breche ich mir gleich auf dem Weg zur Waschmaschine auf der Kellertreppe den Hals, gerate nächste Woche unter einen LKW oder gebe erst im hohen Alter den Löffel ab. Da grübel ich nicht drüber nach.
Auch nicht über Krankheiten, die ich bekommen könnte. Die wenigsten von uns fallen einfach um und sind tot, häufig geht dem Sterben eine kürzere oder längere Zeit voraus, in der der Körper halt nicht mehr so gut funktioniert, es gesundheitliche Probleme gibt, leider manchmal auch Leiden.
Natürlich möchte auch ich nicht leiden - ich habe viele Menschen buchstäblich bis zu ihrem letzten Atemzug betreut und oft genug miterlebt, was das ganz konkret sein kann. Ich kann mich und mein Umfeld aber vorbereiten, kann Ihnen meine Wünsche mitteilen, erklären, wie weit ich eine Behandlung wünschen würde und wann Schluss sein müsste, kann eine Patientenverfügung anlegen und aktuell halten.
Ich sehe auch keinen irgendwie übergeordneten Sinn des Lebens, für mich ist Werden und Vergehen Zufall.
Binden an mein Leben tun mich die Menschen, die mir etwas bedeuten und für die ich, alleine dadurch dass mein Leben ihres beeinflusst, eine Verantwortung trage. Dass ist mein persönlicher Sinn des Lebens.

Ich quäle mich nicht mit Ängsten. Ja, vllt wird mein Leben irgendwann durch Krankheit ätzend, wer weiß. Das wird aber auf die eine oder andere Art vorbei gehen.


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19.11.2019 um 15:11
grätchen schrieb:Die wenigsten von uns fallen einfach um und sind tot, häufig geht dem Sterben eine kürzere oder längere Zeit voraus, in der der Körper halt nicht mehr so gut funktioniert, es gesundheitliche Probleme gibt, leider manchmal auch Leiden.
Ja, das stimmt wohl. Wie gesagt, bei mir ist seit einiger Zeit leider etwas dazugekommen, was diese ganzen Gedanken/Fragen, die ich mir gestellt habe, noch verstärkt hat.

Aber du hast absolut recht: Verrückt machen oder sich gar damit quälen - das sollte man nicht.
Ich versuche es.


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19.11.2019 um 15:18
baackpapier schrieb:Ja das ist schon spannend, solche Einzelfälle beeindrucken aber bestimmt keine Skeptiker.
mir ist es vollkommen egal ob ein 0815 skeptier das glaubt oder nicht

ich schreibe hier ja nicht um irgendwem etwas zu beweißen
Nemon schrieb:Der Artikel ist von 1980
Veröffentlicht am 09.06.2016

es wäre ratsam den link auch mal anzusehen bzw. etwas zu lesen
Nemon schrieb:Tja. Da stehen wir nun mit unserem Gehirn, dem Wunderwerk.
«Offensichtlich kann man mit vergleichsweise wenig Gehirn schon sehr viel leisten.»

Arno Villringer, Direktor der Abteilung Neurologie am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig


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19.11.2019 um 15:28
sarevok schrieb:Veröffentlicht am 09.06.2016

es wäre ratsam den link auch mal anzusehen bzw. etwas zu lesen
Der Artikel aus Beobachter.ch ist von 2016. Der Artikel über Lorber, auf den sich das bezieht, der ist von: *Trommelwirbel* 2000, wie von mir verlinkt.
Science 12 Dec 1980:
Vol. 210, Issue 4475, pp. 1232-1234
DOI: 10.1126/science.7434023
https://science.sciencemag.org/content/210/4475/1232

Es wäre ratsam gewesen, sich mal diese Originalquelle anzusehen :) :klugmaul:

Und auch in "deinem" Artikel steht es unmissverständlich:
https://www.beobachter.ch/gesellschaft/forschung-es-geht-auch-fast-ohne-hirn
Nachzulesen ist der Fall im Wissenschaftsmagazin «Science», Jahrgang 1980. Schon der Titel des Artikels dürfte damals die Leserschaft überrascht haben: «Ist Ihr Gehirn wirklich notwendig?»
...Was ja nicht heißt, dass das nicht noch aktuell ist. Aber Sorgfalt soll schon sein.


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19.11.2019 um 15:34
Nemon schrieb:Der Artikel aus Beobachter.ch ist von 2016. Der Artikel über Lorber, auf den sich das bezieht, der ist von: *Trommelwirbel* 2000, wie von mir verlinkt.
in dem von mir verlinken artikel gibt es noch einige weiter beispiele

der von Lorber war als beispiel gedacht auch der rest des links ist recht interessant was das thema angeht

finde ich


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19.11.2019 um 15:39
rhapsody3004 schrieb:Wie gesagt, bei mir ist seit einiger Zeit leider etwas dazugekommen, was diese ganzen Gedanken/Fragen, die ich mir gestellt habe, noch verstärkt hat.
Ja, das habe ich mir schon gedacht, ich kenne Deinen anderen Thread und hatte beim mitlesen den Eindruck, dass es eher um dieses hier geht.
rhapsody3004 schrieb:Aber du hast absolut recht: Verrückt machen oder sich gar damit quälen - das sollte man nicht.
Ich versuche es.
Naja, das sagt sich so leicht, aber es ist ein Lernprozess, niemand schüttelt seine Ängste einfach so ab.
Da Du ja sowieso grübelst: vllt kannst Du Deine Gedanken etwas umformulieren. Nicht: schlimmste denkbare Diagnose- qualvolles Leid- Tod.
Eher in kleinere Häppchen zerlegt, so wenn/dann - mäßig. Wie ein inneres Organigramm. Immer in dem Bewusstsein dass es selbst im allerschlimmsten Fall Menschen geben wird, die Dir auf die eine oder andere Weise helfen können. Und dass Du nicht machtlos bist. Hey, es gibt Erkrankungen, bei denen würde ich persönlich sofort den Stecker ziehen - bei vielen anderen Dingen, die passieren können vertraue ich mich denen an, die Ahnung haben und gehe die Optionen durch.


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19.11.2019 um 15:40
Hmpf. Der Tod.
Manche Mönche malen riesige prächtig bunte Mandalas aus Sand. Sie spenden dem ganzen viel Zeit und Aufmerksamkeit. Doch am Ende... blasen sie einfach alles wieder weg. Wodurch sie aber nicht traurig oder niedergeschlagen werden. Da die Formen kommen und gehen, aber die Essenz, dass wodurch ein Mandala entsteht, bleibt, und kann weitere neue Formen erstellen und erblicken.
Ähnlich ist es mit den ganzen Selbstbildern, welche die Menschen von sich haben. Manch einer hat ein riesiges ausgeschmücktes Bild von sich, ein anderer ein winzig kleines, doch am Ende wird es wahrscheinlich einfach weg gepustet. Denn man ist nicht das Bild was man von sich erstellt hat, nicht die Vorstellung welche man von sich "erarbeitet" hat.
Substrahiert man all diese Vorstellungen, bleibt nurnoch etwas, was in den anderen gleichermaßen vorhanden ist. Genauso wie im Außen alles scheinbar von einem Punkt (Urknall) ausging, deutet auch im Innern vieles auf einen gemeinsamen Punkt hin. Zu dem wir eben wieder zurückkehren.


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19.11.2019 um 15:56
@rhapsody3004
rhapsody3004 schrieb:Wie geht ihr mit dieser Nichtgarantie um?
Ignorieren, eiskalt ignorieren.
rhapsody3004 schrieb: und fragen ihn, ob er überhaupt kommen und falls ja, wann er zuschlagen wird? Wir werden keine Antwort erhalten.
Doch. In dem Moment, in dem er da ist, haben wir unsere Antwort.
rhapsody3004 schrieb: Fange ich morgen wieder aktiv mit Joggen an? Warum nicht
Würde ich nur machen, wenn es mir Spaß macht. Rein aus Vorbeugen gegen Gesundheitsprobleme, von denen ich mich nicht bedroht fühle, mache ich nichts, was mir nicht gefällt.
Es wäre/ist etwas anders, wenn die Gefahr konkret wäre. Wie zB Grippe, dagegen lasse ich impfen. Zumal mich das auch nicht annähernd so nervt wie Joggen. ;)

Gilt auch für Diäten. Erinnert mich jetzt an den Witz:

Arzt: "Also, Herr Meyr, wenn Sie ab jetzt streng diäten, auf Alkohol und Schnitzel verzichten, täglich joggen und weniger Sex haben, dann können Sie 100 Jahre alt werden."
Meyr: "Herr Doktor, wozu dann noch?"
rhapsody3004 schrieb:Warum sollte ich lächeln, mich über irgendetwas freuen, irgendetwas planen, obwohl man (noch) Grund dazu hätte?
Wenn ich keine Grund sehe, dann mach ich auch nichts. Aber wenn mir etwas gefällt, dann tu ich es natürlich. Warum sollte ich mich dann nicht über etwas freuen?
Vorauseilender Trübsinn ergibt wirklich keinen Sinn.

Ah, altes chinesisches Sprichwort sagen: "Egal, ob Du lächelst oder traurig bist, die Lebenspanne ist dieselbe." Ist aber garantiert angenehmer, wenn sie mir gefällt.


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19.11.2019 um 19:07
@AmazingBlaze
AmazingBlaze schrieb:Der Gottlose verachtet Gott u sein Gefolge, er versucht krankhaft einen Sinn ohne Gott zu finden u scheitert bei jedem Versuch.
Seltsam, ich bin Atheist und daher Gottlos. Ich verachte weder Gott noch den Big Foot. Sie sind beide für mein Leben absolut irrelevant.
Wie du über deinem Beitrag lesen kannst, schrieb ich ja das der Tod dazugehört. Auch ohne Gott habe ich keine Angst du sterben, ich kann es akzeptieren.
Dies weil ich am eigenen Leib erfuhr wie fragil das Leben ist. Es kann sich plötzlich alles ändern, alles kann vorbei sein.
AmazingBlaze schrieb:Krankheit überkommt auch den Gläubigen, doch er fürchtet die Krankheit nicht, er gibt sein Wohl in die Hände Gottes u bittet ihn an ihm zu wirken.
Das heisst also du gehst nie zum Arzt und gibst alles in Gottes Hände.
Ob du ein Bein gebrochen hast oder dich schneidest und nähen müsstest, Gott wird’s schon richten.

Oder nimmst du ein Aspirin, betest und dankst Gott das er dir die Kopfschmerzen nahm?
AmazingBlaze schrieb:Egal was er sich erarbeitet o raubt, es stellt ihn nicht zufrieden, er will immer mehr, doch das „mehr“ macht ihn dann auch nicht zufrieden.
Ich finds gut das du mich so gut kennst und mir als Gottlosen unterstellst Leute auszurauben, das ich immer mehr will.

Vielleicht solltest du dich mit solchen Urteilen etwas zurückhalten, so mein Tipp. Dann würde das gabashe vielleicht aufhören.


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19.11.2019 um 22:44
off-peak schrieb:Ah, altes chinesisches Sprichwort sagen: "Egal, ob Du lächelst oder traurig bist, die Lebenspanne ist dieselbe." Ist aber garantiert angenehmer, wenn sie mir gefällt.
Den Spruch merke ich mir. Zwar schon irgendwann mal gehört, aber der Spruch wird jetzt fest abgespeichert!
Snowman_one schrieb:Wie du über deinem Beitrag lesen kannst, schrieb ich ja das der Tod dazugehört. Auch ohne Gott habe ich keine Angst du sterben, ich kann es akzeptieren.
Das ist ja das komische. Genau das kann ich komischerweise auch akzeptieren. Nichts wahrt ewig. Irgendwann kommt der Zustand wie vor der eigenen Geburt. Nur dann leider für immer...
Aber die Frage nach der Dauer der eigenen Existenz, die drängt sich immer mehr in den Vordergrund.
grätchen schrieb:Naja, das sagt sich so leicht, aber es ist ein Lernprozess, niemand schüttelt seine Ängste einfach so ab.
Da Du ja sowieso grübelst: vllt kannst Du Deine Gedanken etwas umformulieren. Nicht: schlimmste denkbare Diagnose- qualvolles Leid- Tod.
Endlich mal überhaupt eine genaue Diagnose, die eigentlich Ursache, würde mich schon weniger kirre machen. Nichts ist schlimmer als die Ungewissheit. Aber darum soll es hier nicht gehen.

Hier soll es darum gehen, wie andere Menschen mit dem Wissen umgehen, wenn sie wissen, dass das ganze Weiterleben nur ein reines Glücksspiel ist und das Glück jeden Tag enden kann und es so viele Vorgänge in unserem Körper gibt, die wir einfach nicht beeinflussen können, egal was wir tun.
Im Grunde sind wir jeden Tag der Laune der Natur ausgesetzt. Einem Glücksspiel. Wie lange spielen wir noch mit und gewinnen das Spiel und das nur aus purem Glück?


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Eine Garantie aufs (Weiter)Leben gibt es nicht...

20.11.2019 um 02:52
rhapsody3004 schrieb:Ich möchte hier nicht über den Sinn des Lebens diskutieren, darüber gibt es schon genug Threads, sondern darüber, wie ihr damit "persönlich" umgeht, dass es keine Garantie aufs (Weiter)Leben gibt.
Damit hab ich mich schon in relativ jungen Jahren befasst, also kurz nach der Schulzeit, als der Schulstress endlich vorbei war und ich viel Zeit zum Nachdenken hatte. :D

Mir gingen ziemlich ähnliche Gedanken durch'n Kopp: Wer garantiert mir, dass ich bspw. morgen früh wieder aufwache? Ein kurzer Blick in die Todesursachenstatistik zeigt, dass es auch in den unteren Altersgruppen (0-20 Jahre) mehr als genug Sterbefälle gibt (ca. 5000 bis 6000 pro Jahr). Ist zwar jetzt nicht unbedingt ein Grund zur Panik, aber ein gewisses Sterberisiko besteht eben, auch in jüngeren Jahren. Das ist eine Erkenntnis, die mich - ehrlich gesagt - in jungen Jahren ziemlich schockiert hat: Prinzipiell könnte ich jeden Tag sterben. Was mich noch viel mehr schockiert hat: Es gibt keine Garantie dafür, dass die Geschichten der Religionen über Seele, Jenseits oder Wiedergeburt überhaupt stimmen, ganz im Gegenteil!

Wie bin ich damit umgegangen? Naja, ich hab halt versucht, herauszufinden, ob und was über das Reden von Seele, Jenseits oder Wiedergeburt dran sein könnte. Ergebnis: Es gibt für diese Dinge null Belege. Wir müssen also erst einmal davon ausgehen, dass wir nur dieses eine Leben haben, welches im Prinzip jederzeit enden könnte. Natürlich konnte und kann ich mich damit - aus diversen Gründen - nicht zufrieden geben, was dann u.a. zu einer tiefgehenderen Analyse führt, wie sicher wir uns denn überhaupt dabei sein können, solche Dinge wie Seele, Jenseits oder Wiedergeburt auszuschließen. Ergebnis: Vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Wissensstandes der Menschheit bspw. über unser Gehirn, unser Bewusstsein oder die Natur der Realität können wir nicht mit Sicherheit sagen, dass unser bewusstes Erleben mit dem Tod endgültig endet, auch wenn bis dato alles darauf hindeutet. Was bleibt, ist leider nicht mehr als Hoffnung. Hoffnung, dass dieses gottverfluchte Leben, welches wir uns nicht ausgesucht haben und außerdem jederzeit endgültig enden könnte, nicht alles gewesen sein wird.
rhapsody3004 schrieb:Beeinflusst euch das Wissen um diese Nichtgarantie in euren Taten/Handlungen, Wünschen und Träumen, ja sogar in euren konkreten Zielen irgendwie?
Nein, eigentlich nicht. Ich gehe grundsätzlich erst einmal davon aus, dass ich nur dieses eine Leben habe, weshalb ich natürlich auch versuche, das Beste daraus zu machen.

Auf der anderen Seite sehe ich es aber auch nicht so verbissen. Über viele Dinge bzw. Lebenspläne denke ich: "Ach ja, vielleicht im nächsten Leben..." Bspw. kann du nicht in einem Leben Mathematik, Physik, Biologie, Politik, Philosophie usw. gleichzeitig studieren und nebenbei auch noch Gitarre, Klavier und Geige lernen. Dafür ist ein Leben viel zu kurz, damit muss man sich halt abfinden. Ganz pragmatisch denke ich mir: "Wer weiß schon, was nach dem Tod kommt... wer weiß schon, ob wir wirklich nur dieses eine Leben haben..." Ich zweifle irgendwie daran. Und mag zwar sein, dass ich mich irre, allerdings - sollte ich mich irren - würde ich das dann sowieso nie feststellen. :)
rhapsody3004 schrieb:Ich meine, dass das Weiterleben, so wie die eigentliche Entstehung von Leben das war, im Grunde doch nur ein reines Glücksspiel ist. Ein Spiel, bei dem man entweder Glück oder Pech haben kann und das dann bestimmend für die weitere Existenz, das Weiterlebens ist.
Exakt!!

Das Leben ist eine reine Schicksalslotterie. Glückwunsch, du bist bereits im 20./21. Jhd. geboren - da gibt es fließend Wasser, Heizung, Elektrizität, Gesundheitsversorgung, Internet... und vieles, vieles mehr. Vor 10000 bis 100000 Jahren war das Leben sicherlich nicht ganz so lustig... Und Glückwunsch, du wurdest als Mensch geboren, nicht als Blattlaus, Stubenfliege oder Straßenköter. Und du wurdest in einem relativ fortschrittlichen Teil der Welt geboren, nicht irgendwo in den Slums irgendeines Entwicklungslandes. Und mit ein wenig Glück krepierst du nicht schon in jungen Jahren an einer tödlichen Krankheit oder irgendeinem Unfall, sondern erreichst in etwa die mittlere Lebenserwartung. Mit ein wenig Pech hättest du rein theoretisch aber auch schon mit 3 Jahren an Leukämie oder so krepieren können. Ist es nicht wunderbar, dass wir nur dieses eine Leben haben? :)
rhapsody3004 schrieb:Nehmen wir nur mal einen unserer größten Feinde, den Krebs, und fragen ihn, ob er überhaupt kommen und falls ja, wann er zuschlagen wird? Wir werden keine Antwort erhalten.
Von 'nem Kumpel die Freundin - nicht einmal 30 Jahre alt - fuhr eines Tages mit dem Bus... Hirnaneurysma... tot. Kann ganz schnell gehen...
rhapsody3004 schrieb:Fange ich morgen wieder aktiv mit Joggen an? Warum nicht... Ach Hey, da war ja was. Eine Garantie gibt es trotzdem nicht.
Fange ich wieder an mich gesund zu ernähren? Warum nicht... Ist nie verkehrt. Aber Hey, da war ja was. Eine Garantie gibt es trotzdem nicht.
Kommt er oder kommt er nicht? Und falls ja, wann kommt er? Kann man ihn dann besiegen oder nicht, diesen Feind?

Warum sollte ich lächeln, mich über irgendetwas freuen, irgendetwas planen, obwohl man (noch) Grund dazu hätte? Eine Garantie, dass es so bleibt oder noch etwas tun zu können, die gibt es nicht.
Und vor allem: Warum solltest man überhaupt nachhaltig handeln? Klimawandel, Überfischung, Artensterben, Plastikmüll, Atommüll... Warum sollte ich hier ethisch mit Blick auf das Wohlergehen zukünftiger Generationen handeln? Ich hab doch eh nur dieses eine Leben, wtf, nach mir die Sintflut! :trollking:


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20.11.2019 um 12:39
Noumenon schrieb:Mir gingen ziemlich ähnliche Gedanken durch'n Kopp: Wer garantiert mir, dass ich bspw. morgen früh wieder aufwache? Ein kurzer Blick in die Todesursachenstatistik zeigt, dass es auch in den unteren Altersgruppen (0-20 Jahre) mehr als genug Sterbefälle gibt (ca. 5000 bis 6000 pro Jahr). Ist zwar jetzt nicht unbedingt ein Grund zur Panik, aber ein gewisses Sterberisiko besteht eben, auch in jüngeren Jahren. Das ist eine Erkenntnis, die mich - ehrlich gesagt - in jungen Jahren ziemlich schockiert hat: Prinzipiell könnte ich jeden Tag sterben. Was mich noch viel mehr schockiert hat: Es gibt keine Garantie dafür, dass die Geschichten der Religionen über Seele, Jenseits oder Wiedergeburt überhaupt stimmen, ganz im Gegenteil!

Wie bin ich damit umgegangen? Naja, ich hab halt versucht, herauszufinden, ob und was über das Reden von Seele, Jenseits oder Wiedergeburt dran sein könnte. Ergebnis: Es gibt für diese Dinge null Belege. Wir müssen also erst einmal davon ausgehen, dass wir nur dieses eine Leben haben, welches im Prinzip jederzeit enden könnte. Natürlich konnte und kann ich mich damit - aus diversen Gründen - nicht zufrieden geben, was dann u.a. zu einer tiefgehenderen Analyse führt, wie sicher wir uns denn überhaupt dabei sein können, solche Dinge wie Seele, Jenseits oder Wiedergeburt auszuschließen. Ergebnis: Vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Wissensstandes der Menschheit bspw. über unser Gehirn, unser Bewusstsein oder die Natur der Realität können wir nicht mit Sicherheit sagen, dass unser bewusstes Erleben mit dem Tod endgültig endet, auch wenn bis dato alles darauf hindeutet. Was bleibt, ist leider nicht mehr als Hoffnung. Hoffnung, dass dieses gottverfluchte Leben, welches wir uns nicht ausgesucht haben und außerdem jederzeit endgültig enden könnte, nicht alles gewesen sein wird.
Damit habe ich mich auch schon in jungen Jahren beschäftigt. Eigentlich exakt so wie du. Ich wusste, dass alles einmal enden wird.
Dann habe ich mich nach und nach mit beiden Seiten (Glauben vs. Wissenschaft) beschäftigt und sozusagen gegeneinander abgewogen. Mit dem Ergebnis, dass sich das meiste rational/wissenschaftlich erklären und teilweise sogar auch belegen lässt, was dann auch zur Folge hatte, dass ich viele religiöse "Annahmen und Hoffnungen" für mich schon ausschließen konnte. Auch die, die man weder belegen noch widerlegen kann und bis jetzt so geblieben ist.
Und nur ganz kurz zum Thema Bewusstsein darüberhinaus:
Warum sollte der Mensch über das Leben hinaus noch irgendetwas wahrnehmen, wenn das Bewusstsein des Menschen nicht mal während der Tiefschlafphase oder einer Narkose innerhalb seines Lebens funktioniert und der Mensch nichts bewusst wahrnehmen kann?
Noumenon schrieb:Und vor allem: Warum solltest man überhaupt nachhaltig handeln? Klimawandel, Überfischung, Artensterben, Plastikmüll, Atommüll... Warum sollte ich hier ethisch mit Blick auf das Wohlergehen zukünftiger Generationen handeln? Ich hab doch eh nur dieses eine Leben, wtf, nach mir die Sintflut!
Der Vergleich passt nicht so recht.
Ist ja etwas anderes, ob ich rein für mich die Prävention und Nachhaltigkeit anzweifel, weil ja eigentlich eh sinnlos und keine Garantie für Nichts - oder ob die Menschen präventiv/nachhaltig für andere Menschen, für den Fortbestand der gesamten Menschheit tätig werden.
Neues Leben kommt, das ist Gewiss. Wie lange meines dauert, nicht. Neues Leben ist aber nur gewiss, wenn die Menschheit jetzt präventiv für kommende Generationen handelt, aber nicht für sich.


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