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Religion eine Krankheit?

110 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Religion, Seele, Psyche ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Religion eine Krankheit?

06.08.2026 um 15:10
Zitat von kaktusskaktuss schrieb am 30.07.2026:Was sagt ihr dazu ?
Zitat von paxitopaxito schrieb am 30.07.2026:Religionen sind so wenige oder so sehr eine Krankheit wie der Kommunismus oder die Überzeugung das der Trickle Down Effekt funktioniert.
Ich glaube es handelt sich schlicht weg um Überzeugungen, die einen bestimmten Zweck erfüllen.


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Religion eine Krankheit?

06.08.2026 um 19:42
wozu über das erkennbare hinaus gehen und absolute wahrheiten festlegen die einander widersprechen ?
--> das spaltet doch eindeutig


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Religion eine Krankheit?

06.08.2026 um 22:57
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb:Wie kannst du das so felsenfest behaupten?
Weil das die drei abrahamitischen Religionen einfach nicht hergeben. Du kannst für dich den christlichen Gott mit einer göttlichen Natur gleichsetzen. Deine Sache. M.E. verlässt du damit den Raum dieser Religion.
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb:Wenn viele Götter im Spiel sind, dann sind das zwar Kräfte, aber ist das nicht unbedingt Dieser Eine Schöpfergeist, der die Möglichkeiten vorgibt.
Eben. Der Witz bei der Sache bleibt das ein derartig abstrahierter omnipotenter Gott seltsam ohnmächtig ist.
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:Ich glaube es handelt sich schlicht weg um Überzeugungen, die einen bestimmten Zweck erfüllen.
Zwecklose Überzeugungen wären auch sehr seltsam.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:wozu über das erkennbare hinaus gehen
Nicht über das Erkennbare, sondern über das Sagbare. Zumindest für mich der da mystisch tickt. Ich hab genug erlebt, was ich nicht (mehr) bezweifeln kann, aber genauso wenig einem Gegenüber vermitteln, dem diese Erfahrung fehlt. Spaltet das? Ja, sicher.
Entweder du hast Erfahrungen gemacht oder nicht. Im Kern ist das aber wertfrei.


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Religion eine Krankheit?

07.08.2026 um 07:21
Zitat von paxitopaxito schrieb:
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb:Wenn viele Götter im Spiel sind, dann sind das zwar Kräfte, aber ist das nicht unbedingt Dieser Eine Schöpfergeist, der die Möglichkeiten vorgibt.
Eben. Der Witz bei der Sache bleibt das ein derartig abstrahierter omnipotenter Gott seltsam ohnmächtig ist.
Möglicherweise hat Er Sein Ruhen noch nicht beendet - oder weißt du etwas von einem 8 Schöpfungstag? @paxito


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08.08.2026 um 10:28
Zitat von kaktusskaktuss schrieb am 30.07.2026:aufgrund
Da das Zitat, wenn ich den bisherigen Thread richtig überflogen habe, noch nicht aufgetaucht ist: Beantwortet das bekannte Karl-Marx-Zitat "Religion ist Opium fürs Volk" Deine Frage?

Sozusagen als Gegengewicht fällt mir ein Zitat aus "Alarm in Weltall" ein, als der von Leslie Nielsen gespielte Commander Adams sagt: "Jeder hat ein Id im Unterbewusstsein. Deshalb haben wir Gesetze und Religionen!"


Gruß,

darev


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08.08.2026 um 11:18
@darev
Das Zitat wird immer wieder falsch zitiert und in eine Bedeutung gezwungen die es nicht hat. Es heißt nicht „für das“ sondern „des“.
Aus dem Original:
„Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.“
Quelle: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

Religion ist nach Marx kein Instrument der Unterdrückung um das Volk zu betäuben (für das), sondern Trost in einer von Klassenkampf beherrschten Welt (des) - was mit der Überwindung desselben seine Bedeutung verliert.


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09.08.2026 um 14:29
Zitat von paxitopaxito schrieb:Religion ist nach Marx kein Instrument der Unterdrückung um das Volk zu betäuben (für das), sondern Trost in einer von Klassenkampf beherrschten Welt (des) - was mit der Überwindung desselben seine Bedeutung verliert.
Das passt meiner Meinung nach zu dem im Thread bereits beschriebenen Vergleich mit der Krücke: eine Stütze für Kranke, aber eher störend für Gesunde.


Gruß,

darev


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09.08.2026 um 19:02
Zitat von darevdarev schrieb:Das passt meiner Meinung nach zu dem im Thread bereits beschriebenen Vergleich mit der Krücke: eine Stütze für Kranke, aber eher störend für Gesunde.
Eine Stütze ist es sicherlich @darev und @paxito , denke ich, aber halt nicht nur für Kranke, sondern stellt es eher einen Hirtenstab dar oder eben als Unterstützung wie ein Wanderstab. Ähm.. Bspw. ein alter weiser Mensch mag zwar körperlich geschwächt sein, aber nicht wirklich unbedingt als Krank anzusehen, sondern halt eben einfach nur des Alters wegen etwas geschwächt. Oder eben ist der Mensch besonnen genug, zu erkennen, dass er gleich von vornherein einen Stab benutzt, eben um länger und weiter durchzuhalten. - Das kann man mit einem Holzfäller vergleichen, der seine Axt zum Schärfen schleift, bevor er mit mehr Mühe und mehr Kraft auf das Holz einschlagen muss.


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10.08.2026 um 11:02
Zitat von darevdarev schrieb:Das passt meiner Meinung nach zu dem im Thread bereits beschriebenen Vergleich mit der Krücke: eine Stütze für Kranke, aber eher störend für Gesunde.
Nur macht das wenig Sinn, zumindest in diesen Begrifflichkeiten. Es suggeriert jeder religiöse Mensch würde unter einem pathologischen Mangel leiden, nur was soll das Bitte sein?
Religion kann wie jede Form der Sinngebung durch ein Ideengebäude hilfreich sein für den Einzelnen. So etwas zu besitzen - egal in welcher konkreten Form - ist aber nichts pathologisches, sondern im Gegenteil eine Form der geistigen Resilienz.
Weiter suggerierst du eine Trennschärfe die so nicht existiert. Es gibt nicht auf der einen Seite die religiösen Überzeugungen (unvernünftig und krankhaft) und die "richtigen" Überzeugungen (vernünftig und gesund). Dabei ist der Übergang von religiösen zu nichtreligiösen Überzeugungen fließend (etwa die vielen Pantheistischen oder Panpsychischen Vorstellungen die es so gibt) genau wie beide Seiten durchaus zu krankhaften Überzeugungen werden können.


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Religion eine Krankheit?

10.08.2026 um 13:54
Zitat von paxitopaxito schrieb:sondern im Gegenteil eine Form der geistigen Resilienz.
Zweischneidiges Schwert.
Religion kann dem Menschen Trost, Halt und Hoffnung geben, doch dies hat auch seinen Preis. Man übernimmt bestimmte Antworten als Wahrheit, anstatt sie weiterhin offen zu hinterfragen. Dort wo Glaube Gewissheit schafft, kann Neugier durch Dogma ersetzt werden und der Geist sich gegenüber anderen Möglichkeiten verschließen. So kann das, was ursprünglich Halt gibt, zugleich die Bereitschaft begrenzen, wirklich offen zu sehen, was ist.
Es beruhigt einen fragenden Verstand, welcher manchmal vielleicht zermürbend nach Antworten sucht. Schließt aber auch Türen die eventuell neue Erkenntnisse bringen könnten.

Religion zu pathologisieren ist klar übertrieben, und spricht wahrscheinlich mehr aus dem Überdruss durch schlechte Erfahrungen, als aus einem neutralen sachlichen Standpunkt heraus.

Der stärkste Punkt den ich in Religionen sehe, ist das Wiederholen und Hochhalten menschlicher Werte. Etwas, was scheinbar heutzutage am meisten verloren und weniger durch Medien in Film, Bücher, Spielen udgl. gepflegt wird als früher.


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Religion eine Krankheit?

10.08.2026 um 13:58
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:ist das Wiederholen und Hochhalten menschlicher Werte.
Wobei ich finde, dass die von Religionen hochgehaltenen Werte den Menschen auch nicht immer gut tun. Je nach Religion und Ausprägung können diese auch eher destruktiv sein, wenn sie mit Ausgrenzung und Abwertung von Andersdenkenden oder Andersgläubigen einher gehen. Insbesondere die Abwertung von Frauen ist in nicht wenigen religiösen Ausprägungen weit verbreitet und wird ggf. auch als Wert verbreitet.


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Religion eine Krankheit?

10.08.2026 um 14:09
@martenot
Mit Werten meine ich Demut, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Geduld, Güte, Bescheidenheit, Respekt, Dankbarkeit, usw.
Ohne auf die Details einzugehen, welche manche Religionen damit verbinden, oder durch Dogmen einschränken. Wie zB. deinen mMn richtigen Einwand gegen zB. anders Gläubigen, Frauen, usw.

Teilweise scheinen alle Religionen "zu" alte verstaubte Bilder der Vergangenheit mit sich zu tragen. Aber auch zeitlose Gesetzmäßigkeiten für ein besseres Miteinander, durch die angesprochenen Werte. Religion als ganzes zu verteufeln oder zu glorifizieren, wird den Religionen nicht gerecht.


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10.08.2026 um 14:11
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Religion kann dem Menschen Trost, Halt und Hoffnung geben, doch dies hat auch seinen Preis. Man übernimmt bestimmte Antworten als Wahrheit, anstatt sie weiterhin offen zu hinterfragen.
Das "offene Hinterfragen" ist kein Wert an sich, auch wenn der Zeitgeist uns was anderes erzählt. Es gibt grundsätzliche metaphysische Fragen auf die es bis heute keine letzten Antworten gibt (Warum sind wir, was sollen wir tun, kommt etwas nach dem Tod usw.). Dort für sich eine Gewissheit zu finden ist nichts schlechtes.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Wobei ich finde, dass die von Religionen hochgehaltenen Werte den Menschen auch nicht immer gut tun. Je nach Religion und Ausprägung können diese auch eher destruktiv sein, wenn sie mit Ausgrenzung und Abwertung von Andersdenkenden oder Andersgläubigen einher gehen.
Halte Kirche und Religion auseinander. Okay, es geht am Ende immer auch um Auslegung von Texten bei den Buchreligionen. Aber um es beispielhaft am Islam zu zeigen, der sagt eigentlich das es keinen Zwang geben darf etwas zu glauben, das die religiöse Vielfalt von Gott gewollt ist und spricht von friedlicher Koexistenz.
Was dann real daraus gemacht wird ist eher Kirche, Institution als Religion.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Insbesondere die Abwertung von Frauen ist in nicht wenigen religiösen Ausprägungen weit verbreitet und wird ggf. auch als Wert verbreitet.
Ich bin weder Christ, noch Moslem - aber ich denke die würden dir widersprechen das die Stellung der Frau in ihrer Religion eine Abwertung darstellt. Es ist eine andere Stellung als in unseren modernen westlichen Gesellschaften - mit der ich selbst auch so meine Probleme habe.
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Teilweise scheinen alle Religionen "zu" alte verstaubte Bilder der Vergangenheit mit sich zu tragen.
Kann ich so nicht sehen. Die Menschen sind immer noch so wie vor tausenden Jahren und die Probleme sind immer noch die selben. Nur die Bühne und ein paar Regeln haben sich geändert.


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10.08.2026 um 14:30
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das "offene Hinterfragen" ist kein Wert an sich, auch wenn der Zeitgeist uns was anderes erzählt.
Das wurde auch nicht gesagt.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Dort für sich eine Gewissheit zu finden ist nichts schlechtes.
Was aber klar auf den Zusammenhang ankommt, der bei genauerer Betrachtung sich eröffnet. Wie im vorherigen Post dargelegt. Eine Frage beantwortet zu bekommen, obwohl es dazu keine tatsächliche Sicherheit gibt, kann beruhigen. Ruhe ist nicht immer etwas Gutes, aber auch nicht immer etwas Schlechtes.
Für den Kopf scheint es der schwierigste Weg zu sein, keine Antworten anzunehmen, für die es in Wirklichkeit (noch?) keine Antworten gibt, aber dafür der ehrlichste.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Nur die Bühne und ein paar Regeln haben sich geändert.
Ja der Mensch im wesentlichen hat sich kaum verändert. Aber Erkenntnisse, die Systeme und Regeln die der Mensch sich geschaffen hat, sind teilweise neu. Denk zB. an Sklaverei welche früher normal war. Aber auch das Frauenbild was vielleicht nicht als Abwertung galt, aber durch ihre Stellung zwangsläufig in Abwertung mündete. Alte Weltansichten, die heute so nicht mehr haltbar sind.


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Religion eine Krankheit?

10.08.2026 um 14:52
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Für den Kopf scheint es der schwierigste Weg zu sein, keine Antworten anzunehmen, für die es in Wirklichkeit (noch?) keine Antworten gibt, aber dafür der ehrlichste.
Ich schrieb ja von Gewissheiten. Auch die sich gewiss zu sein das es einfach keine Antworten auf eine bestimmte Frage gibt ist genau das - eine Gewissheit. Daran ist nichts ehrlicher als an einer anderen Gewissheit. Du kannst gerne glauben was du willst, Gewissheiten haben wie dir beliebt. Aber es klingt für mich danach als willst du durch die Hintertüre deine eigenen Überzeugungen eben doch als irgendwie überlegen retten. Hier nun mit dem Kniff der Ehrlichkeit.
Solche Spiele hab ich aufgegeben, überzeugen eh niemanden. Von meinen Überzeugungen bin zuerst einmal ich überzeugt und weiß sie auch zu verteidigen und zu begründen. Aber für alle anderen ist das erstmal ohne Belang.
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Ja der Mensch im wesentlichen hat sich kaum verändert. Aber Erkenntnisse, die Systeme und Regeln die der Mensch sich geschaffen hat, sind teilweise neu. Denk zB. an Sklaverei welche früher normal war. Aber auch das Frauenbild was vielleicht nicht als Abwertung galt, aber durch ihre Stellung zwangsläufig in Abwertung mündete. Alte Weltansichten, die heute so nicht mehr haltbar sind.
Entscheiden wir doch täglich neu, was haltbar ist und was nicht. Gerade eigentlich anachronistische Anschauung sind wieder stark in Mode.


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10.08.2026 um 16:26
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich schrieb ja von Gewissheiten. Auch die sich gewiss zu sein das es einfach keine Antworten auf eine bestimmte Frage gibt ist genau das - eine Gewissheit. Daran ist nichts ehrlicher als an einer anderen Gewissheit. Du kannst gerne glauben was du willst, Gewissheiten haben wie dir beliebt. Aber es klingt für mich danach als willst du durch die Hintertüre deine eigenen Überzeugungen eben doch als irgendwie überlegen retten. Hier nun mit dem Kniff der Ehrlichkeit.
Solche Spiele hab ich aufgegeben, überzeugen eh niemanden. Von meinen Überzeugungen bin zuerst einmal ich überzeugt und weiß sie auch zu verteidigen und zu begründen. Aber für alle anderen ist das erstmal ohne Belang.
Das ist kein Spiel eines Gedanken, keine Überzeugung, sondern schlicht Tatsache dass es der ehrlichste Weg ist, keine endgültige Antwort auf eine Frage zu nehmen, für die es in Wirklichkeit keine Antwort gibt. Vielleicht wird es klarer wenn du anstatt den Tod die Lottozahlen nimmst: Einer deklariert seine Zahlenfolge als gewiss, der andere gesteht es sich schlicht ein, es im Moment nicht wissen zu können. Welche Aussage findest du nun ehrlicher? Natürlich das Zweite. Weil es das Tatsächliche aussagt.
Ob du deine Zahlenfolge nun als Gewissheit, Überzeugung, Wissen, oder Wahrheit deklarierst, macht in dem Zusammenhang keinen großen Unterschied. Es bleibt ein Fürwahrhalten von etwas, um daraus zu schöpfen und nicht um etwas zu beschreiben, was tatsächlich ist.

Diese Haltung Unter- oder Überlegen zu sehen, kategorisieren zu wollen, entspringt deinem Denken. Nicht mir. Ein Vorurteil entsprungen aus einem Gedanken der festgehalten werden will und dabei etwas sucht, es durch Unterstellung scheinbar findet, nur um dieses Festhalten zu legitimieren.


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10.08.2026 um 22:19
@kaktuss
Zitat von kaktusskaktuss schrieb am 30.07.2026:Wozu sollte man sich nach Büchern richten
nehmen wir mal die "Bibel", das ist ein "Medium", eine "Zeitschrift" "Zeitung" aus einer anderen Zeit ! darin sind "Überlieferungen" "Geschichten" enthalten etc.

also das ist ein geschichtsträchtiges historisches Buch ! eben eine Überlieferung aus einer anderen Zeit, mit Texten etc. Personen etc. Orte. "Gleichnissen" etc. - es wird auch das "Wort Gottes" genannt

eine Religion ist eine Art "geschlossenes System" ein "geschlossenes Weltbild" - Menschen die Sicherheit bevorzugen, bevorzugen auch "geschlossene Systeme" (und entsprechende Denksysteme) - die Suchen in so etwas "Halt" und "Orientierung" aus einem "Sicherheitsbedürfnis" heraus - und das ist schon auch etwas menschliches, dieses "Sicherheitsbedürfnis" und solch ein "geschlossenes System" wie eine "Religion" vermittelt denen "Halt", eine Art "Orientierung", sage ich mal - eventuell "Richtlinien" oder am Ende "Antworten auf Fragen" - die Suchen darin auch etwas !

das hat etwas mit den Menschen selbst zu tun, ob er ein "offenes Denksystem" "offenes Weltbild" oder ein "geschlossenes Denksystem" - "geschlossenes Weltbild" bevorzugt, das ist eine Typ Frage, wieviel "Ungewissheiten" jemand erträgt und aushält, oder ob er in solch ein "geschlossenes Weltbild" Denksystem "abtaucht" ! um darin "Sicherheit" zu finden

so will ich das mal kurz und einfach, und hoffentlich verständlich, erklären


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11.08.2026 um 12:17
@Parcours

gerade diese Geschlossenheit des Weltbildes ist ja was ich an der Religion kritisiere...
aufgrund der Zeit wandelt sich vieles und deshalb krankt ein seit Jahrhunderten geschlossenes Weltbild an neuen Einsichten...
es behindert vielmehr die Weiterentwicklung möchte ich meinen...

und dann noch dieser anspruch auf gottes wort und absolute wahrheit obwohl alles offensichtlich erfunden ist...
sowas verdirbt die menschen mehr als es ihnen wirklich und aufrichtig ehrlich helfen kann...


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11.08.2026 um 13:29
@kaktuss
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:gerade diese Geschlossenheit des Weltbildes ist ja was ich an der Religion kritisiere...
es gibt außer "Religion" noch mehrere Arten von "geschlossenen Weltbildern" - und die funktionieren im Grunde alle nach ein und demselben Prinzip in den Argumentationsweisen

mit solchen Menschen kann man auch in der Regel keine vernünftigen Gesprächen oder Diskussionen führen - das ist nahezu zwecklos

versuch doch mal mit einem religiösen Fanatiker ein ordentliches Gespräch, oder eine Diskussion zu führen, du wirst scheitern !

überhaupt wirst du in einem Gespräch mit Fanatikern etc. nie weit kommen, und diese "Mauern" durchbrechen ! vergiss das !

ich will das hier auch nicht unbedingt bewerten, diese zwei Formen, aber, Religion ist ein "geschlossenes Weltbild" - ganz einfach, so betrachte ich das

wir können im Leben nicht alle Erfahrungen machen, also, wir machen eine bestimmte Anzahl an Erfahrungen, kennen aber nicht die Zukunft !
also, wir wissen nur über unsere eigenen Erfahrungen im Leben Bescheid, aber wir wissen nicht was kommt ! und das ängstigt Menschen, und sie versuchen sich da irgendwie abzusichern - so will ich das mal sagen - und das ist aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus, auch verständlich

und solche "geschlossenen Weltbilder" helfen diesen Menschen dann, sie glauben dadurch hätten sie eine Art "Kontrolle" "Richtlinien" im Denken, eine "Absicherung" - so will ich das mal sagen - nur, dafür gibst du deine Offenheit auf ! - man kann sich ja auch für das "offene Weltbild" entscheiden

das hat etwas mit der jeweiligen Person zu tun, wie die so gestrickt ist - das steht ja jedem selbst frei, wie er mit Ungewissheiten umgeht

also ich kann deine Kritik da sehr gut verstehen ! die ist berechtigt ! nur du wirst dagegen kaum ankommen, vergiss es !


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11.08.2026 um 16:16
Zitat von kaktusskaktuss schrieb am 30.07.2026:Ich sehe immer wieder wie religiöse Menschen einfach nur verblendet und krank wirken, weil sie einerseits vom Glauben angesteckt worden sind
aber dennoch irgendwo tief in sich drin wissen, dass dieser Glaube falsch ist.
Vielleicht bist du es, der krank, irregeleitet und blind bist, nicht alle Religionen lehren die Hölle.


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