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Naturalismus

132 Beiträge, Schlüsselwörter: Atheismus, Theismus, Rationalismus, Naturalismus
Plutarch
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16.08.2010 um 19:24
@kiki1962
Ja sicher, aber das heißt dann auch, dass Ideologien und Religionen aus Armen im Geiste keine Heiligen machen, sondern nur aus Psychopathen und Verbrecher die Richter und Henker ihrer Götter.


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16.08.2010 um 19:25
@Plutarch
das kann man durchaus auch so verstehen

die moral daraus: wirf stets ein kritisches bild auf dein gegenüber - und achte darauf, dass der damit anderen nicht schadet


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Plutarch
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16.08.2010 um 19:25
@jafrael
jafrael schrieb:Das gilt natürlich nicht für die "Nachfolger" des großen Darwin - die Verabschiedendlichten Auszüge aus seinem Schriften für das "Absolute" und richteten mehr Schaden an als üblich ...
Jetzt mal im Ernst.^^ Von welchem Schaden redest du?


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16.08.2010 um 19:26
@Plutarch

Danz so eng würde ich das nicht sehen. Aber gegenüber Darwin "Denklungsweise" sind im Laufe der letzten Jahhundert gleicherweise "unterstuztende" Denkanstöße gekommen das ich meine Meinung kaum wiederrufen müsste.


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Plutarch
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16.08.2010 um 19:28
@kiki1962
kiki1962 schrieb:die moral daraus: wirf stets ein kritisches bild auf dein gegenüber - und achte darauf, dass der damit anderen nicht schadet
Das tun wir ja.
Aber in einer Welt mit 3,5 Milliarden Gegenüber gelten noch andere Regeln als mit doppelt so vielen
und wir können nicht die ganze Zeit damit verbringen, darauf zu achten wer wem schadet.


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Plutarch
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16.08.2010 um 19:29
@jafrael
Du meinst also die Idee vom Sozialdarwinismus?


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16.08.2010 um 19:31
@Plutarch

Jep! DEN meinte ich -gg*


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16.08.2010 um 19:35
@Plutarch
man kann die "welt" nicht ändern, aber wir können in unserem unmittelbaren umfeld aufmerksam bleiben und einfluss nehmen

als mensch lebt man eben in einem "abgesteckten" bereich - :D


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Plutarch
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16.08.2010 um 20:25
@kiki1962
Wir müssen aufhören sie mit ideellen Werten zu bemessen. Gefühle und Empfindungen sind der eine Teil des Lebens und wenn wir alles darauf abstimmen wollen, dass wir immer nur gute Empfindungen und Gefühle haben wollen, wird uns das zum Verhängnis.
Zur Zeit leben in einer einzigen Folgegeneration über 200 Jahre Menschheit auf dem Planeten und für gewöhnlich dürften es nur 120 Jahre sein.
Für alle ist einfach nicht genug Futter da und die Ressourcen reichen auch nicht mehr lange.

Was dann, wenn es keinen Gott, gibt der die bösen bestraft und die guten belohnt?


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16.08.2010 um 20:34
@Plutarch
gott straft nciht - aber das ist ein anderes thema

zu deiner aussage nur soviel - jean ziegler - lohnt sich mal zu recherchieren

sagte in weimar: jeder der hier auf der erde aus hunger stirbt wird ermordet - weil es doppelt soviel nahrung gibt, um sie zu nähren


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Plutarch
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16.08.2010 um 20:35
@kiki1962
kiki1962 schrieb:sagte in weimar: jeder der hier auf der erde aus hunger stirbt wird ermordet - weil es doppelt soviel nahrung gibt, um sie zu nähren
Wann war das?


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16.08.2010 um 20:37
@Plutarch
http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Weimarer-Reden-Im-Gespraech-mit-Jean-Ziegler-857183289

hier das interview - es war im märz dieses jahres

empfehlenswert: we feet the world - ein film


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16.08.2010 um 20:38
Der Welternährungsbericht sagt, dass die Weltlandwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte das Doppelte der Weltbevölkerung. Es gibt keinen objektiven Mangel. Deshalb sage ich: Ein Kind, das jetzt, wo wir reden, an Hunger stirbt, wird ermordet. Ich stelle dem gegenüber das Weltbankenjahrbuch der Uno. Dort steht, dass die 500 größten transkontinentalen Privatkonzerne im vergangenen Jahr 52 Prozent des Weltbruttosozialproduktes kontrolliert haben. Diese Konzerne funktionieren ausschließlich nach dem Profitmaximalisierungsprinzip. Diese Konzerne haben eine Macht, wie sie sie in der Geschichte der Menschheit niemals ein Kaiser oder König oder ein Papst gehabt haben.
ein auszug aus dem interview


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Plutarch
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16.08.2010 um 20:56
@kiki1962
Die Weltdiktatur des globalisierten Finanzkapitals ist die schlimmste Weltordnung, die es je gegeben hat. Von den 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben 4,9 Milliarden in einem der 122 Entwicklungsländer des Südens. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind. 47 000 Menschen sterben pro Tag am Hunger. Eine Milliarde Menschen sind permanent unterernährt
Und warum ist das so?
Börsenhändler in Amerika sind großteils abgrundtief überzeugte Christen!
Warum setzen religiösorientierte Menschen am meisten Kinder in die Welt, die dann mit ihren Artgenossen im Wettbewerb ums Überleben und um die Ressourcen kämpfen müssen?
Waren es nicht die Missionare der Religionen, die als Vorreiter der Ausbeutung und Versklavung
dafür den Weg ebneten?

Sicher könnten wir eine Menge von unserm Überfluss abgeben, um 47.000 Menschen täglich das Leben zu retten und wir haben dort ja eine Menge Missionare der Liebe Gottes hingeschickt, um das abzuwenden.... warum tun die nichts?

Es ist sicher schön als Soziologe mit Vorträgen und Interviews Geld zu verdienen, aber solche großartigen Soziologen könnten doch auch gerne mal selber bei der Logistik mit anpacken, täglich
die Hälfte von dem was wir zu viel haben über die Welt zu verteilen, damit niemand verhungern muss.

Die Wirkliche Ursache ist einen andere... wir sind zu viele und täglich werden es immer mehr...


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16.08.2010 um 21:00
@Plutarch
yo - ich kenne solche aussagen - mehr zu genüge und es gibt ein breites spektrum die das vertreten : Die Wirkliche Ursache ist einen andere... wir sind zu viele und täglich werden es immer mehr...

täglich startet die aktion: paar weniger ..

der stärkere überlebt und der andere hat kein existenzrecht -

tolles weltbild


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Plutarch
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16.08.2010 um 21:10
@kiki1962
Nein ein fragwürdig tolles Weltbild haben die Religionen.
Wie ist das überhaupt möglich, dass es bei über 1,5 Milliarden mitleidigen Muslimen und drei mal so vielen niedlichen Christen der Nächstenliebe überhaupt dazu kommen kann, dass 1 Milliarde Menschen auf der Welt hungern und täglich 47000 davon verhungern müssen?
Liegt dass vielleicht daran dass Religionen Probleme und Polemiken schaffen wo gar keine sind
und sein müssten und aber die wirklichen Probleme dieser Welt so verlagern, dass sich niemand
selbstkritisch damit auseinandersetzen muss?

Wir sind noch nicht mal in der Lage den eigenen Leuten einen würdigen Gehalt zu zahlen, damit sie
sich ohne zusätzliche Sozialhilfen ein eigenes Dach und jeden Tag was warmes zum essen leisten
können.


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16.08.2010 um 21:25
@Plutarch
wir machen gerade einen politik - religions-thread

die fragen sind berechtigt - und die anklagen auch -

da steht man nun fassungslos - und hat den eindruck, dass diese von dir geäußerten gedanken schlimmer sind, als jede natürliche katastrophe, die über den globus zieht

der mensch der eigentliche zerstörer, der feind seiner eigenen art . . .


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kore
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16.08.2010 um 22:02
Eine beinahe judashafte Anschauung! :)
Am Hunger sind nicht die Religionen schuld, hier würdest Du @Plutarch sogar unterschlagen, daß religiöse Gruppierungen durchaus manchmal auch mit als zweifelhaft zu bewertenden Methoden ihn bekämpfen.

Erst ein Mensch der sich zum Menschsein auch durchgerungen hat ist wahrhaft religiös, er braucht auch keinerlei Institutionen.
Die Begegnung von Menschen untereinander hat aber keinen sakralen kommunikativen Grundton mehr. Meist wird viel geredet und wenig ausgesagt noch weniger wird zugehört.
Bestimmend sind durchaus unbewußte Bestrebungen die verschlafen werden, was nicht des Menschen Aufgabe sein kann, auch und schon gar nicht im Miteinander.
Dies ist es durchaus was man beobachten kann, besonders bei sehr intelligenten Menschen, denen man geneigt ist ihre Ungeduld manchmal zu verzeihen.
Intelligenz wird, insoweit sie geneigt ist den Menschen abzuschaffen als das was er ist, nämlich ein physisch und geistiges Wesen, dazu führen, daß mehr Entzweiung nicht Friedfertigkeit entsteht, dies ist ihr Lebensnerv. Im materialistischen Denken schaltet sie den Menschen aus, und das ist bereits zur unerkannten Gewohnheit geworden, im Geistigen führt sie zunächst zum überhöhten und astral- spirituellen Egoismus, welcher alles an sich reißen will. Dies gilt nuancenreich ausnahmslos für jeden.
Dazu benutzt sie als Tarnung die vollkommene Ignoranz gegenüber diesen Faktoren, welche sie stellvertretend als Urheber allen Übels darzustellen versteht. Hier tritt bereits eine dem Menschen feindliche Verselbständigung der Intelligenz auf, deren Inhalte nicht mehr voll händelbar sind, da das geistige Band fehlt und gerade hier die Überheblichkeit angesiedelt ist die man auch Gläubigen und auch Andersdenkenden anzudichten bereit ist.
Es ist ein haardünner Spalt der Denken mit dem was es ist, nämlich geistiger Vorgang der auf Erden dem Leiblichen abgerungen ist vereint und aus den Zwängen heraushebt in denen der Mensch als Einzelner unweigerlich steht. Findet er das Gleichgewicht hier nicht bewirkt die Intelligenz durchaus auch möglichen Untergang.
Es ist der Mensch selbst der sich finden und zu sich selbst durchringen kann und zwar durch diese Widerstände hindurch. Dies ist durchaus ein unerhörtes Risiko.


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Plutarch
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16.08.2010 um 22:07
@kiki1962
Es gibt auch noch viel weitreichendere Probleme, die eine idealistische Weltsicht mit sich bringen
und sicher einen wesentlichen Teil zum Hunger in der Welt neitragen. Diese sind ökologischer Natur. Zum Teil verursacht durch klimatische Veränderungen und zum anderen durch Raubbau.
Wobei letzterer von den bedrohten Menschen mit wenigen Ausnahmen zum größten Teil selbst
betrieben wird. Eine der größten Gefahren für die Verwüstung von Steppenlandschaften ist die überproportionale Kleinviehhaltung. Ziegen und Schafe, die alles kahl fressen.
Dazu kommt das bedenkenlose Abpumpen von Jahrtausende alten Grundwasser-Reservoire
Das Verschmutzen und Stauen von Flüssen. Das Auspumpen und leeren von Seen zum Zwecke
unverhältnismäßiger Landwirtschaft.
Die größte Sauerei diesbezüglich haben sozialistische Kolchosen mit dem Aralsee angerichtet und nicht die kapitalistischen Nimmersatt, wie man immer gerne behaupten möchte.
Wikipedia: Aralsee
Überhaupt haben Ideologische Weltanschauungen immer schon einen wesentlich rücksichtsloseren
Umgang mit unserer aller Lebensgrundlage betrieben.
Der Mensch ist halt nicht die Krone der Schöpfung und die die das um jeden Preis glauben wollen,
dürften diese Ehre wohl von allen am wenigsten verdienen.


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Plutarch
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16.08.2010 um 22:12
@kore
kore schrieb:Am Hunger sind nicht die Religionen schuld, hier würdest Du @Plutarch sogar unterschlagen, daß religiöse Gruppierungen durchaus manchmal auch mit als zweifelhaft zu bewertenden Methoden ihn bekämpfen.
Es sind aber auch nicht die Kapitalisten die Schuldigen, denn die schaffen eigentlich die Strukturen
und Möglichkeiten, mit denen Abermillionen Menschen ihre Existenz sichern und gewährleisten können. Wer sonst?
Und was das materialistische Denken angeht, lebst du bestimmt auch nicht von Luft und Spiritualität
und einen eigen materiellen Mindestluxus leistest du dir wohl auch, denn sonst wärst du sicher nicht hier im Internet unterwegs.


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