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Ist das Christentum buddhistisch inspiriert worden?

296 Beiträge, Schlüsselwörter: Jesus, Buddha

Ist das Christentum buddhistisch inspiriert worden?

23.12.2012 um 22:41
perttivalkonen schrieb:Ich nenn das Unfähigkeit zu dialogischer Offenheit oder Unwille, sich einer Hinterfragung seiner Spekulation zu stellen.
Was aber nicht notwendig auch so sein muss. Die Wikiartikel zeigen Möglichkeiten auf welche Du kategorisch ausschliessen möchtest, ich vertraue jedoch lieber auf wiki. =)

perttivalkonen schrieb:Du weichst dem Kern meiner Entgegnung aus.
Weil es ein nichtssagendes Konstrukt ist. Es gibt gar keine Notwendigkeit anzunehmen das die von Dir angedachten Inhalte so deutlich zum tragen kommen, ich würde subtilere Spuren vermuten.

perttivalkonen schrieb:Eben nicht. Eine Statue, die nichts mit Eckart zu tun hat, und die sowohl die menschliche Körperlichkeit als auch die Passion Christi betont, ist keine "mögliche interessante Spur im Bezug auf den Topic"
Die erwähnte Nähe Eckharts zum Buddhismus findet sich hier im Verlauf ebenso wie in besagtem Link der ja die Informationen erhält welche ich ansonsten neben der Statur ansprach.
perttivalkonen schrieb:Und erst Jahrzehnte nach seinem Tod in Avignon wurde die sogenannte Schmedestedtsche Madonna angefertigt. Mit Eckart hat das nichts zu tun.
Wenn man annimmt das Eckhart mit Inhalten des Buddhismus vertraut war, auf welche Weise auch immer, dann musste sich dies im verborgenen abspielen.
Der Künstler hätte dies dennoch aufgreifen können, seien es Dinge aus Eckharts Nachlass, eine Zeichnung etwa, vielleicht noch vor Ort.
Ich finde die Statur interessant und nicht grade gewöhnlich.
Es muss aber natürlich nichts bedeuten. Das es aber auch zwingend nichts bedeuten darf, dafür sehe ich keine Grundlage.
perttivalkonen schrieb:Am liebsten würde ich ja darauf ne Wette abschließen (nur leider wett ich ja nich). Darauf, daß da nichts kommt.
Zerfleddere doch erstmal das was da im Kontext ist.
perttivalkonen schrieb:Moi? Hmmm, keinen Bock, nachzuschauen.
Nennst Du das Unwille? :D
perttivalkonen schrieb:Noczhmals: Ideentransfer und so, keine Frage, das gibt es zuhauf. Heißt aber noch lange nicht "inhaltliche Beeinflussung". Und um die geht es Dir doch.
Komische Ideen müssen das sein welche es wert sind transferiert zu werden, aber keinerlei Beinflussungen ausüben sollen.


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23.12.2012 um 23:56
@jimmybondy
jimmybondy schrieb:Was aber nicht notwendig auch so sein muss. Die Wikiartikel zeigen Möglichkeiten auf welche Du kategorisch ausschliessen möchtest, ich vertraue jedoch lieber auf wiki. =)
Welche Möglichkeiten bittschön? Die zeigen doch eben gar nichts auf. Da gibts in der Bibliothek von Alexandria indisches Schriftgut. Schön! Und hatte das irgendwelchen Einfluß auf z.B. das Christentum? Ashoka schickte Leutz in die hellenistische Welt. Toll! Und? Haben sich Menschen von denen buddhistisch beeinflussen lassen und diesen Einfluß in ihrer Lebensweise und Vorstellungswelt ausgelebt? Gibt es dafür nen Hinweis? Und dann gab es quasimönchische asketische Gemeinschaften wie die Therapeuten im Judentum. Klasse! Aber deren Erscheinungsbild und Auftreten und Ansichten, fällt das irgendwie aus der jüdischen Religion bzw. der hellenistischen Zeit? Dann gibts noch Philosophen in Hellas, die auf so Gedanken gekommen sind, wie wir sie grob ähnlich auch aus dem Buddhismus kennen. Supi! Aber fallen die auch wirklich aus der Rolle der voraufgegangenen philosophischen Gedankenwelt?

Das sind keine Möglichkeiten. Erst die kritische Beschäftigung damit kann zeigen, ob aus dem Vorhandensein indischer Schriften und Gesandter ein echter Einfluß möglich ist, oder ob hinter Epikur und Therapeuten ne echte Möglichkeit fremdkultureller Beeinflussung steht. Die Möglichkeit mußt Du erst mal suchen und zeigen. Diese Möglichkeiten stehen aber eben nicht in den Wikiartikeln, sie werden geflissentlich übergangen. Was dort steht, sind zusammengeschusterte Spekulationen. Eben "mein Nachbar hat ein Buch, also bin ich gebildet".
jimmybondy schrieb:Weil es ein nichtssagendes Konstrukt ist. Es gibt gar keine Notwendigkeit anzunehmen das die von Dir angedachten Inhalte so deutlich zum tragen kommen, ich würde subtilere Spuren vermuten.
Also es sollte schon was Erkennbares sein. Wie subtil, ist dabei egal (mein Beispiel sollte was veranschaulichen, daher war es so offensichtlich-plakativ), Hauptsache, man kann es erfassen. Weil sonst nämlich: kein Einfluß behauptbar.
Die erwähnte Nähe Eckharts findet sich hier im Verlauf ebenso wie in besagtem Link der ja die Informationen erhält welche ich ansonsten neben der Statur ansprach.
Also weder der Wiki-Artikel noch die Trinen-Sophie hat irgendwas gebracht, das eine Verbindung Eckharts mit der Madonna-mit-Kind-Statue (oder auch nur eine Verbindung Eckharts mit dem Buddhismus) ergibt.
jimmybondy schrieb:Wenn man annimmt das Eckhart mit Inhalten des Buddhismus vertraut war
Klar, und wenn man annimmt, daß die Welt ne Scheibe ist, dann ist das mit der Kugelgestalt falsch, und am Weltrand muß man aufpassen, nicht runterzufallen. Wenn...
jimmybondy schrieb:dann musste sich dies im verborgenen abspielen.
Und zack! Schon verabschiedest Du Dich von Erkennbarkeit und Nachvollziehbarkeit. Da ist zwar keine Verbindung aufzuspüren, aber weil ich an sie glauben will, muß sie eben was Unerkennbares sein, wider alle Vernunft. Und Tschüß Ratio und Empirie!
jimmybondy schrieb:Es muss aber natürlich nichts bedeuten. Das es aber auch zwingend nichts bedeuten darf, dafür sehe ich keine Grundlage.
Irrtum. Nicht "es darf zwingend nichts bedeuten", sondern "es verweist nichts darauf, also kann auch keine Verbindung behauptet werden". Ein "sieht aus wie" ist zwar in GreWi-Kreisen total beliebt, besagt aber nun mal nichts. Ein Auto hat von vorn betrachtet ein "Gesicht", und doch ist das kein Gesicht.
jimmybondy schrieb:Zerfleddere doch erstmal das was da im Kontext ist.
Also irgendwie fehlt mir gerade der Kontext dieses Satzes. Er steht nach meinem Wettwunsch, der sich auf Deine ("natürlich!") Bereitschaft bezieht, die buddhistischen Parallelen der Katharer rauszusuchen - aber das ist ja wohl schwerlich der Kontext Deines Ichmögedocherstmaldenkontextzerfleddern!
jimmybondy schrieb:Nennst Du das Unwille?
Nee, Unerheblichkeit. Wie ich schrieb: "Egal". Völlig egal, wer nun die Manichäer eingeworfen hat, ich konnt auch so was dazu sagen, was Du da vorgebracht hast. Unwille? Moi?? Also bis jetzt bring ich mich hier sachlich ein, das kannst Du ja wohl schlecht leugnen. Du mußt das inhaltlich nicht toll finden. Aber mir "Nachschau-Unwillen" nachzusagen, das kann nicht Dein Ernst sein.
jimmybondy schrieb:Komische Ideen müssen das sein welche es wert sind transferiert zu werden, aber keinerlei Beinflussungen ausüben sollen.
Tja, sowas nennt man dann Adaption. So hat z.B. Stefan Heym ne Geschichte aus dem Alten Testament genommen und daraus dann seinen Roman "Der König-David-Bericht" gestaltet. Obwohl er praktisch die biblische Geschichte (mit historischem Kolorit ausgeschmückt) nacherzählt, bringt er eigentlich ne heftige DDR-Gesellschaftskritik. Und transportiert keine jüdisch-christlichen Einflüsse damit. Fällt Dir vielleicht zu schwer, es zu begreifen. Nimms einfach hin. Und merke Dir, man muß nicht diffamieren (komische Ideen), was man nicht versteht.

Pertti


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24.12.2012 um 00:48
perttivalkonen schrieb:Was dort steht, sind zusammengeschusterte Spekulationen.
Es ist für mich alles sehr viel überzeugender als Deine Argumentationen.
perttivalkonen schrieb:Also weder der Wiki-Artikel noch die Trinen-Sophie hat irgendwas gebracht, das eine Verbindung Eckharts mit der Madonna-mit-Kind-Statue (oder auch nur eine Verbindung Eckharts mit dem Buddhismus) ergibt.
Nunja inhaltlich gibt es diese Parallelen von Eckhart zum Buddhismus ja schon sehr deutlich.
Das muss Dir nicht gefallen, Du redest auch nicht darüber, beisst Dich am Bild fest. Toll. ^^


perttivalkonen schrieb:Und zack! Schon verabschiedest Du Dich von Erkennbarkeit und Nachvollziehbarkeit. Da ist zwar keine Verbindung aufzuspüren, aber weil ich an sie glauben will, muß sie eben was Unerkennbares sein, wider alle Vernunft. Und Tschüß Ratio und Empirie!
Nunja das ist bekannt und die Faktenlage, das solcherlei Inhalte wenn schon, dann im Verborgenen transportiert werden mussten. Nennt sich Inquisition. Soviel zur Ratio.^^
perttivalkonen schrieb:Also bis jetzt bring ich mich hier sachlich ein, das kannst Du ja wohl schlecht leugnen.
Aber sicher.^^
perttivalkonen schrieb:Tja, sowas nennt man dann Adaption. So hat z.B. Stefan Heym ne Geschichte aus dem Alten Testament genommen und daraus dann seinen Roman "Der König-David-Bericht" gestaltet. Obwohl er praktisch die biblische Geschichte (mit historischem Kolorit ausgeschmückt) nacherzählt, bringt er eigentlich ne heftige DDR-Gesellschaftskritik. Und transportiert keine jüdisch-christlichen Einflüsse damit. Fällt Dir vielleicht zu schwer, es zu begreifen. Nimms einfach hin. Und merke Dir, man muß nicht diffamieren (komische Ideen), was man nicht versteht.
Ist toll, wird sicher die selbe Vorgehensweise wie die DDR Gesellschaftskritik in der Spätantike sein, nichts anderes ist denkbar und darf auch nicht gedacht werden. Lächerlich! :D


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24.12.2012 um 00:58
Wikipedia: Greco-Buddhism

According to the Edicts of Ashoka, set in stone, some of them written in Greek and some in Achemenid script, he sent Buddhist emissaries to the Greek lands in Asia and as far as the Mediterranean. The edicts name each of the rulers of the Hellenic world at the time:

"The conquest by Dharma has been won here, on the borders, and even six hundred yojanas (4,000 miles) away, where the Greek king Antiochos (Antiyoga) rules, and beyond there where the four kings named Ptolemy (Turamaya), Antigonos (Antikini), Magas (Maka) and Alexander (Alikasu[n]dara) rule, likewise in the south among the Cholas, the Pandyas, and as far as Tamraparni." (Rock Edict Nb.13[5]).

Ashoka also claims he converted to Buddhism Greek populations within his realm:

"Here in the king's domain among the Greeks, the Kambojas, the Nabhakas, the Nabhapamkits, the Bhojas, the Pitinikas, the Andhras and the Palidas, everywhere people are following Beloved-of-the-Gods' instructions in Dharma." Rock Edict Nb13 (S. Dhammika).

Finally, some of the emissaries of Ashoka, such as the famous Dharmaraksita, are described in Pali sources as leading Greek ("Yona") Buddhist monks, active in Buddhist proselytism (the Mahavamsa, XII[6]).

[...]

Buddhism and Christianity

Although the philosophical systems of Buddhism and Christianity have evolved in rather different ways, the moral precepts advocated by Buddhism from the time of Ashoka through his edicts do have some similarities with the Christian moral precepts developed more than two centuries later: respect for life, respect for the weak, rejection of violence, pardon to sinners, tolerance.
Queen Māyā's white elephant dream, and the conception of the Buddha. Gandhara, 2-3rd century CE.

One theory is that these similarities may indicate the propagation of Buddhist ideals into the Western World, with the Greeks acting as intermediaries and religious syncretists.[34]

"Scholars have often considered the possibility that Buddhism influenced the early development of Christianity. They have drawn attention to many parallels concerning the births, lives, doctrines, and deaths of the Buddha and Jesus" (Bentley, "Old World Encounters").

The story of the birth of the Buddha was well known in the West, and possibly influenced the story of the birth of Jesus: Saint Jerome (4th century CE) mentions the birth of the Buddha, who he says "was born from the side of a virgin".[35]


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24.12.2012 um 01:09
Wikipedia: Buddhismus_im_Westen

Eine intensive Beschäftigung mit dem Buddhismus findet in der westlichen Welt erst seit rund 100 Jahren statt. Erste Kenntnisse des Buddhismus gelangten allerdings schon im Altertum in den Westen, und zwar auf Initiative des indischen Kaisers Ashoka (regierte etwa 268-232 v. Chr.), der erstmals religiöse Gesandtschaften nach Syrien, Ägypten, Griechenland und Makedonien aussandte (siehe auch Edikte des Ashoka). Auch über die Handelswege entlang der Seidenstraße und mit den Eroberungszügen Alexander des Großen (356-323 v. Chr.) gelangten Nachrichten über den Buddhismus in den Westen. Im ägyptischen Alexandria soll sich längere Zeit eine buddhistische Schule gehalten haben, von der man annimmt, dass sie die griechische Philosophie beeinflusst haben könnte. Östliche Einflüsse sind vor allem bei Pythagoras und Empedokles, sodann in der Gnosis – in Basilides hat man gar einen Kryptobuddhisten erkannt – und im Neuplatonismus (Plotin und Porphyrius), bei Apollonius von Tyana und bei Origenes erkennbar. Gnosis und Neuplatonismus könnten ihrerseits (Rück-)Wirkungen auf die Ausbildung des Mahayana-Buddhismus gehabt haben.
Mittelalter

Einen etwas kuriosen Eingang in die christliche Welt hielt Buddha vermittels der im Mittelalter weitverbreiteten Heiligenlegende von Baarlam und Joasaph (auch Josaphat) (ursprünglich 'Bodhisattva') aus dem frühen 6. Jahrhundert, die nichts anderes als eine christliche Umarbeitung der Buddha-Legende ist, was freilich erst Jahrhunderte später zutage gefördert wurde. Mit der Heiligsprechung der beiden legendären Gestalten im Jahr 1583 (Namenstag: 27. November) fand so auch Buddha als vermeintlich christlicher Heros Aufnahme in die Heiligengalerie der katholischen Kirche.

Mit dem Aufkommen des Islam und dem Abbruch des geistigen Transfers zwischen Ost und West (ab dem 8. Jh.) gerieten bestehende Kenntnisse über den Buddhismus wieder in Vergessenheit. Erst durch die Berichte des Marco Polo (1251-1324), der viele Jahre am Hof des buddhistischen Mongolenkaisers Kublai Khan zubrachte, gelangten erstmals wieder Nachrichten über den Buddhismus in die westliche Welt. Sie wurden aber als Phantasterei, Ketzerei und Heidentum abgetan und so kaum zur Kenntnis genommen. Geprägt wurde das westliche Bild vom Buddhismus in der Folge auch durch die Berichte christlicher Missionare.

....


Das scheint nunmal der Stand zu sein.


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24.12.2012 um 01:18
http://lexikonn.de/Edikte_des_Ashoka

Weiter nordwestlich (siehe auch Gandhara) wurden auch Edikte in Kharoshthi-Schrift auf Griechisch und Aramäisch gefunden.

[...]Ebenfalls in Alexandria wurden buddhistische Grabsteine aus der Zeit der Ptolemäer gefunden, die mit Darstellungen des „Rad des Dharma“ (Dharmachakra) dekoriert wurden.[...]


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24.12.2012 um 01:37
@jimmybondy
jimmybondy schrieb:Es ist für mich alles sehr viel überzeugender als Deine Argumentationen.
Überzeugender? Eher: der Überzeugung entsprechender.
jimmybondy schrieb:Nunja inhaltlich gibt es diese Parallelen von Eckhart zum Buddhismus ja schon sehr deutlich.
Das muss Dir nicht gefallen, Du redest auch nicht darüber, beisst Dich am Bild fest. Toll. ^^
Na könnten wir dann wenigstens das Bild erst mal abschließen? Ist Körperlichkeit buddhistisch? Oder nicht gerade dazu widersprechend? Und ist der Bezug zur christlichen Passion nun christlich oder buddhistisch? Und schließlich: gibt es einen Bezug zwischen Meister Eckhart und der Anfertigung der Statue?

Und dann können wir gerne zu Meister Eckhart kommen, Dann erzähl mal, was denn nun so buddhismus-ähnlich ist an ihm, daß es nicht aus seinem christlich-mystischen Hintergrund erklärlich sein kann, sodaß wir gezwungen wären, einen anderen denn seinen natürlichen Kontext anzunehmen.
jimmybondy schrieb:Nunja das ist bekannt und die Faktenlage, das solcherlei Inhalte wenn schon, dann im Verborgenen transportiert werden mussten. Nennt sich Inquisition. Soviel zur Ratio.^^
Und welche Inquisition hat Epikur, Jesus und die Therapeuten ihre Herkunft verheimlichen lassen?

Jedenfalls bleibt es dabei, daß Du keinen erkennbaren Bezug benennen kannst. Damit ist es Dein Handicap.
jimmybondy schrieb:Aber sicher.^^
und
jimmybondy schrieb:Ist toll, wird sicher die selbe Vorgehensweise wie die DDR Gesellschaftskritik in der Spätantike sein, nichts anderes ist denkbar und darf auch nicht gedacht werden. Lächerlich!
OK, Du Armleuchter, das wars.


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24.12.2012 um 01:50
perttivalkonen schrieb:Überzeugender? Eher: der Überzeugung entsprechender.
Ja das sind interessante Links.
perttivalkonen schrieb:Und welche Inquisition hat Epikur, Jesus und die Therapeuten ihre Herkunft verheimlichen lassen?
Ist ja nicht so das Eckhart nicht eh der Häresie angeklagt wurde, nur gekreuzigt hat man ihn natürlich nicht. ^^
Jedenfalls bleibt es dabei, daß Du keinen erkennbaren Bezug benennen kannst. Damit ist es Dein Handicap.
Ich rede klar von Eckharts Glaubensinhalten, wie im betreffenden Artikel auch steht und wie ich es ansonsten bereits im Eingang zitierte:


http://www.trinosophie.info/zeitgeschehen/auf-den-spuren-von-bodhisattvas-meister-eckehart

Wisse, wenn immer du irgendwie das Deine suchst, so findest du Gott nimmer, weil du nicht Gott ausschließlich suchst. Du suchst etwas mit Gott und tust gerade so, wie wenn du aus Gott eine Kerze machtest, auf dass man etwas damit suche; und wenn man die Dinge findet, die man sucht, so wirft man die Kerze hinweg. Ganz so tust du: Was immer du mit Gott suchst, das ist nichts, was es auch sei, sei’s Nutzen oder Lohn oder Innerlichkeit oder was es auch sei; du suchst ein Nichts, darum findest du auch Nichts. Dass du ein Nichts findest, ist nur dadurch verursacht, dass du ein Nichts suchst. Alle Kreaturen sind reines Nichts … Kehrte sich Gott nur einen Augenblick von allen Kreaturen ab, so würden sie zunichte.
perttivalkonen schrieb:OK, Du Armleuchter, das wars.
- Tschüss

"""Scholars have often considered the possibility that Buddhism influenced the early development of Christianity. They have drawn attention to many parallels concerning the births, lives, doctrines, and deaths of the Buddha and Jesus" (Bentley, "Old World Encounters").""


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24.12.2012 um 01:56
Wikipedia: Parallels_between_Gautama_Buddha_and_Jesus

P. Carus, in his comparison of Buddhism and Christianity, observes that both Jesus and the Buddha are said to have walked on water only because of their faith in their teacher.[citation needed] Furthermore, both a disciple of Buddha and a disciple of Jesus are reported to have walked on water.

R. Stehly gives six examples of parallel themes between the story of Peter's walking on the water and the Buddhist Jataka 190.

R. von Garbe also thinks that the number of parallels in the stories can only have resulted from Christian borrowing of the Indian legend.[20]

In addition to the Jataka story, R.C. Amore recounts a miracle from the first chapter of Mahavagga, the Book of the Discipline, IV, where Buddha himself displayed his power over nature. Amore thinks that Jesus himself was influenced by Buddhist teachings and that Buddhist material continued to influence Christianity as it developed.[21]

The Sinologist Martin Palmer has commented on the similarity between the Blessed Virgin Mary and Guan Yin. Guanyin is the Chinese name for a male bodhisattva in India and Tibet, Avalokitesvara, who underwent a gradual feminization process in China late in the first millennium CE, after a period of proselytization by Turkic Nestorian Christians.[22] The Tzu-Chi Foundation, a Taiwanese Buddhist organization, also noticing the similarity, commissioned a portrait of Guan Yin and a baby that resembles the typical Madonna and Child painting.


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24.12.2012 um 02:01
@jimmybondy
Die christliche Passion bedeutet wohl, genauso wie im Buddhismus: Leben ist Leid.

Solange muss der Mensch leiden, bis er seine Welt aufgibt und seinen Körper aufgibt und seine Vorstellung.
Das ist in der Kreuzigung dargestellt, was sinngemäß das Aufgeben ("opfern") der Materie bedeutet.
Das "Opfern" des Ego's. In der Kreuzigungsszene wird die "Auflösung" des Ego's beschrieben.

Mit der "Auferstehung" wird der erleuchtete Mensch beschrieben, der sich selbst erkennt, und die materielle Welt als seine Vorstellung aus seinem "Ich", aus seinem unsterblichen Geist erfasst und begreift.

Im Buddhismus ist auch durch 'Auflösen des Ego's' "Erleuchtung" zu erlangen.

Ich denke, das ist die grundlegende Parallele, und der Sinn hinter diesen Glaubenskonstrukten. Selbsterkenntnis. Die Wege und Methoden sind verschieden, der Effekt ist der Gleiche.


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24.12.2012 um 02:04
@snafu

Ja vielen Dank, das macht durchaus Sinn, interessante Sichtweise.


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libertarian
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24.12.2012 um 06:58
@perttivalkonen
Gut, dass es vielleicht etwas zu selbstsicher ist, zu sagen, dass wir es wissen können im Sinne dass es bewiesen wäre, ist sicher nicht richtig. Was ich meinte: Wir haben diese Stützpfeiler für unsere weiteren Argumentationen, Theorien, Spekulationen. Besser? Woraus man schließen kann, dass es zu jener Zeit rum dort buddhistische Gemeinden gab, wurde jedoch wirklich durch mehrere Links und Zitate dargelegt. Das sind zwar keine Beweise, aber man kann schon ziemlich wahrscheinlich davon ausgehen. Was Clemens anbelangt, so haben ich dich missverstanden, sofern du nie sagen wolltest, dass er überhaupt nicht von Buddhistischem sprach.

Was mir an deinen Beiträgen aneckt, ist die harsche Art, mit der du alle Beiträge schroff abweist und nicht mal die Möglichkeit lassen willst bzw. jede alternative Meinung ausschließen möchtest, ohne dich ihr zu öffnen. Das war auch, was ich mit Reflexion meiner Beiträge meinte, als ich die Grundsteine für die Verbindungen und Transfers legte wie auch die Indizien, was die genannten Parallelen anfälliger für gegenseitige Beeinflussung machen würde. Du legtest mir das wieder implizit als Beweis für die These dieses TH aus und wiest alles schroff ab. Hier sprach ich aber nie von Beweisen in dem Sinne, dass entsprechenden Beeinflussungen im Sinne der These gegeben wären, jedoch aber das Grundgerüst, dass diese möglich und keineswegs unwahrscheinlich wären. Denn die Verbindungen sind vorhanden und durchaus bewiesen, wie die Parallelen auch. Gerade in Hinblick der Ecke Griechenland/Persien/Indien. Und von dort aus zum später indirekt zum Christentum (Neti Neti -> Neuplatonisches Eine -> Negative Theologie) und direkt gerade zur Gnosis. (Es gibt starke Indizien, dass Plotin entsprechend beeinflusst wurde und das -mystisch transzendente Eine bleibt nun mal der vorangegangen griechischen Philosophie fremd, bis eben, ja sicher, Plotin (auf jeden Fall) oder vielleicht aber schon Platon das änderte. Als gesichert aber dürfte gelten, dass so einige Kirchenväter und frühen Intellektuellen des Christentums neuplatonisch durchsetzt waren.)

Aber hier werden wir auf keinen grünen Zweig kommen und aneinander vorbeireden. Somit beenden wir das an dieser Stelle gerne unsere Diskussion. In diesem Sinne ein schönes Weihnachtsfest.


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Ikkyu
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24.12.2012 um 09:48
@jimmybondy

Mit interesse die Diskussion verfolgt. Meiner Meinung nach sind aber die Thesen, das der Buddhismus das Christentum beeinflusst hätte sehr schwach. Gehen wir doch mal ans Eingemachte.
Meine Frage an die Befürworter dieser These; Was IST das Christentum jetzt, was wäre es OHNE Buddhistischen Einfluss, und welche konkreten Elemente des Buddhsimus wurden in das Christentum übernommen, welche Elemente des Buddhsimus beeinflussten ansatzweise das Christentum ?
Ich denke, das man diese Fragen sicher ohne irgend welche "Gesandte" von Ashoka oder kleinen Buddhistischen Gemeinden in Ägypten beantworten könnte/sollte.

@libertarian
@snafu
@perttivalkonen
@Cricetus
@polos


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24.12.2012 um 13:59
Es können Tausende Bücher geschrieben werden wie "Honig" schmeckt, Aber wenn man es nicht gekostet hat, mit den eigenen Sinnen berührt, wird man
Selbst nie erfahren wie "Honig" schmeckt


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Ikkyu
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24.12.2012 um 14:19
@AQ
AQ schrieb:Es können Tausende Bücher geschrieben werden wie "Honig" schmeckt, Aber wenn man es nicht gekostet hat, mit den eigenen Sinnen berührt, wird man Selbst nie erfahren wie "Honig" schmeckt

Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber du bist hier im falschen Tread. Es geht nicht um Bienen, Honig und den Geschmack des Honig

:-)))


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24.12.2012 um 18:12
@Ikkyu
Nun es ist eine Metapher: Plastisch ausgedrückt heisst es: "Nur die eigene Erfahrung kann Verständnis schaffen." Im Bezug auf auf das Wesentliche. Das Wort selbst ist eine Deklaration. Doch wie sieht die Praxis aus? Die Wirkung und das Wirken der Religion. Viele Sitten und Bräuche der Christen und Bhuddisten sind fast identisch. Kerzen zu Wasser lassen, sich mit Wasser bepritzen, gefaltete Hände Rezitieren von Gebete, Mantras usw. Woher haben diese Bräuche ihren wahren Ursprung? Haben sie sich gegenseitig inspiriert?


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25.12.2012 um 15:13
Ich weiss nicht, inwiefern (das heisst: wie stark) sich die Religionen gegenseitig beeinflusst haben. Das spielt für mich auch keine Rolle, da ich sowieso alle Religionen ablehne.

Aber eine Behauptung, die anscheinend hier im Verlauf des Threads getätigt wurde, kann ich so nicht stehen lassen. Es ist die Behauptung, Epikur wäre buddhistisch beeinflusst gewesen. Das kann ich, der ich seine Philosophie doch recht gut kenne, nicht nachvollziehen. Das Hauptelement seiner Philosophie - seine Metaphysik, ist der Atomismus gewesen. Für ihn gab es nur die Atome und die Leere. Diese Idee hat er weder selber erfunden, noch vom Buddhismus übernommen. Es war vielmehr einer seiner Lehrer (ein Demokriteer), durch den er an diese Lehre kam. Epikur glaubte weder an ein Schicksal (ein zentraler Glaubenssatz des Buddhismus, die Karma-Lehre, entfällt also), noch an ein Leben nach dem Tod (ein weiterer zentraler Glaubenssatz des Buddhismus, die Lehre der Wiedergeburt, entfällt ebenso), noch an ein Absolutes (der Glaube an einen göttlichen Urgrund, wie etwa Brahman aus den Upanishaden, entfällt auch). Ich sehe nicht, inwiefern Epikur von einer der indischen Religionen, speziell vom Buddhismus, hätte beeinflusst gewesen sein sollen. Man kann seine Philosophie mit den altindischen Materialisten (Charvaka) vergleichen, aber nicht mit dem Buddhismus. Ansonsten möge mir jemand die vermeintlichen Parallelen aufzeigen.


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Ikkyu
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25.12.2012 um 15:34
@AQ
AQ schrieb:Viele Sitten und Bräuche der Christen und Bhuddisten sind fast identisch. Kerzen zu Wasser lassen, sich mit Wasser bepritzen, gefaltete Hände Rezitieren von Gebete, Mantras usw. Woher haben diese Bräuche ihren wahren Ursprung? Haben sie sich gegenseitig inspiriert?
Es gibt sicher äusserlich ähnliche Rituale, inhaltlich trennen sich da aber Welten !


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Ikkyu
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25.12.2012 um 15:37
@Arikado
Arikado schrieb: Epikur glaubte weder an ein Schicksal (ein zentraler Glaubenssatz des Buddhismus, die Karma-Lehre, entfällt also), noch an ein Leben nach dem Tod (ein weiterer zentraler Glaubenssatz des Buddhismus, die Lehre der Wiedergeburt, entfällt ebenso), noch an ein Absolutes (der Glaube an einen göttlichen Urgrund, wie etwa Brahman aus den Upanishaden, entfällt auch).
Verehrter Arikado; Diesen "zentralen Glaubenssatz" über das Karma ist ein im Westen weit verbreitetes Missverständniss. Karma hat nun nichts mit einem äusseren "Schicksal" zu tun sondern ist das konditionierte Reagieren auf die äusseren Umstände und Erfahrungen. Ein Leben nach dem Tod hat der Buddha ebenfalls abgelehnt, weil es kein ICH gibt, dass da sich Reinkarnieren könnte. Auch so ein Missverständniss im Westen ...


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Ist das Christentum buddhistisch inspiriert worden?

25.12.2012 um 15:52
@Ikkyu

Kannst ja mal ein Buch schreiben: Das richtige Verständnis von Buddha's Lehre (für West und Ost).

Siehst du nennenswerte Parallelen zwischen jener und der Lehre Epikurs? Ich sehe keine. Ausser vielleicht, dass bei beiden die "Gemütsruhe" von Bedeutung ist.


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