Kann ein Riesenkalmar (Architeuthis dux) oder gar ein Kolosskalmar (Mesonychoteuthis hamiltoni) tatsächlich gegen einen Pottwal gewinnen und ihn in die Tiefe der Meere ziehen?

Es ist die Begegnung zweier Giganten. Ein Pottwal schnappt sich ein Riesen - oder Kolosskalmar und der Kampf oder der Überlebungskampf in der Tiefsee beginnt.
Doch wie stehen die Chancen, dass der Kalmar als Sieger hervor steht und den Pottwal frisst?
Die Antwort: (Wahrscheinlich) Ziemlich schlecht.
Weder ein Riesenkalmar noch ein Kolosskalmar könnte einen Pottwal in die Tiefe ziehen. Im Gegenteil: Der Pottwal ist der Jäger, während die Kalmare die Beute sind. Pottwale und Riesentintenfische treffen in den Tiefen der Meere regelmäßig aufeinander, allerdings verläuft dieser Kampf ganz bestimmt anders, als es in alten Seemannsgeschichten oft dargestellt wird.
Ein ausgewachsener Pottwal wiegt zwischen 35 und 50 Tonnen und ist extrem kraftvoll. Ein Riesenkalmar bringt maximal 200 bis 300 Kilogramm auf die Waage, ein Kolosskalmar bis zu 500 Kilogramm. Der Wal ist daher rund 100 mal schwerer als die Kalmare. Pottwale tauchen gezielt in Tiefen von über 1.000 Metern ab, um Tintenfische zu jagen. Kalmare greifen Wale nicht von sich aus an, da sie nicht zu ihrem Nahrungsspektrum gehören,
sondern kämpfen lediglich um ihr Leben, wenn sie attackiert werden. Der Wal besitzt eine extrem meterdicke Speckschicht (Blubber), die wie eine Panzerung wirkt. Die scharfen Krallen und gezähnten Saugnäpfe der Kalmare hinterlassen zwar tiefe, bleibende Narben auf der Haut des Wals, dringen aber niemals bis zu den lebenswichtigen Organen vor.
Außerdem hat der Pottwal eine ungeheuerliche, mächtige Waffe. Mit ihrem
Spermaceti-Organ,das ist eine große, ovale Höhle im Kopf des Pottwals, die mit einer wachs- und ölartigen Substanz namens Walrat gefüllt ist, können diese Wale bis zu 250 Dezibel laute Klicklaute losfeuern, die die Kalmare kurzerhand vorübergehend betäuben oder desorientieren können, so dass der Wal ihn einfach einsaugen und verschlucken kann. Selbst wenn der Kalmar trotz allem das überstehen und gewinnen würde, hätte er nicht die Kraft die 50 Tonnen "runter" zu ziehen.
Im Internet findet man mitunter zwei sehr interessante Berichte über dieses Thema.
So steht es zum Beispiel in den Forum: Tonmo (steht für
The
Octopus
News
Magazine
Online,wo ich auch Mitglied bin und ist eine der weltweit ältesten und führenden Online Forum sowie Nachrichtenplattformen rund um Kopffüßern).
Vor einigen Jahren erhielten wir die Meldung, dass ein toter Riesenkalmar in der Oterangi-Bucht (dort, wo das Stromkabel an Land kommt) angespült worden war. Während wir das Exemplar maßen (es war einer dieser langen, heißen Sommertage, und wir hatten wenig Lust, ins Büro zurückzukehren), kam der Hausmeister vorbei und fragte nach den Kalmaren und wie groß sie werden. Nach einer kurzen Unterhaltung erzählte er uns, dass er eines Abends Lärm am Ufer gehört und 20 bis 30 Minuten lang beobachtet hatte, wie ein Pottwal am Strand entlangrollte und versuchte, einen Kalmar loszuwerden, der sich um seinen Kopf gewickelt hatte. Anscheinend gelang es dem Wal schließlich, genug Arme des Kalmars zu durchbeißen und sich zu befreien. Dann ruhte er sich zehn Minuten im flachen Wasser aus, bevor er davonschwamm. Er erzählte es niemandem, weil er dachte, man würde ihm nicht glauben.
Kann man das glauben? Besonders,dass ein Pottwal sich am Strand im Kampf entlang rollte und sich 10 Minuten im flachen Wasser ausgeruht hätte, bevor er wieder zurück geschwommen ist.... Ein Tier mit 30 bis 50 Tonnen hätte immensen Schwierigkeiten, sich im flachen Wasser oder am Strand aufzuhalten,er würde selbst im Lebensgefahr befinden. Timmy,der Buckelwald, wog ca. 12 Tonnen.
Ein anderer Bericht aus diesem Forum ist auch mehr als fraglich:
Ich habe den Bericht eines Mannes gelesen, der auf einem über 50 Meter langen Militärschiff unterwegs war. Er berichtete, dass ein Tintenfisch nahe der Seite des Schiffes auftauchte. Er ging das gesamte Schiff entlang und sah, dass der Tintenfisch länger war! Wohlgemerkt, das ist nur ein Augenzeugenbericht, aber ein Tintenfisch dieser Größe könnte einen Pottwal erwürgen. Ich habe einen weiteren, nahezu bestätigten Bericht gelesen, ähnlich dem bereits in diesem Forum erwähnten, in dem ein sowjetischer Walfänger einen epischen Kampf nahe der Wasseroberfläche zwischen einem 40 Tonnen schweren Pottwal und einem Riesenkalmar beobachtete. Der Wal wurde später vom Schiff tot aufgefunden, erdrosselt, im Meer treibend, die Tentakel des toten Kalmars noch um seine Kehle gewickelt und sein Kopf im Kiefer des Pottwals zerquetscht. Riesenkalmare sind dafür bekannt, Nordkaperwale aus reinem Vergnügen anzugreifen und zu töten (was durch Augenzeugenberichte belegt wird). Die „Brunswick“, ein 15.000 Tonnen schwerer Hilfstanker der Königlich Norwegischen Marine, wurde nachweislich mindestens dreimal in ihrer Dienstzeit von Riesenkalmaren angegriffen. Dies stützt die Annahme, dass ein Riesenkalmar, der sein Revier verteidigt, nicht zögern würde, ein noch größeres Ziel als einen Wal anzugreifen, und in manchen Kämpfen zwischen Wal und Kalmar könnte er durchaus der Angreifer sein. In den 1930er Jahren…
Quelle:
https://tonmo.com/threads/could-a-large-squid-kill-a-sperm-whale.3224/Schön und gut, aber das sind alles nur Erzählungen, für die es keine Belege gibt,dass all das der Wahrheit entspricht.
Ich glaube, dass große Kalmare nur eine wahre Chance gegen einen Pottwal haben,wenn der Wal krank oder stark geschwächt ist, oder sich um ein kleines, junges und unerfahrenes Tier handeln würde, aber sie würden ganz bestimmt nicht so tief und lange runter tauchen,um Riesenkalmare zu begegnen. Kalmare sind jedoch intelligente Tiere und sie haben im Laufe der Evolution bestimmt gelernt, dass sie das Atemloch des Wals zudrücken müssen,um diesen unter Wasser zu ertrinken.