Gestern entdeckte ich an dem für die Kunstaktion "48 Stunden Neukölln" bunt bemalten toten Hainbuchenstamm eine Wespe, die halb in einem Loch im Holz steckte und sich tierisch abmühte, wohl damit, einen Fruchtstand-Halm eines Grases in dieses Loch hineinzuverfrachten. Auffällig war der voluminöse kurze Hinterleib, der lang gestielt war, ebenso die dunklen Flügel.
Dateianhang: 1205.mp4 (34974 KB)Auf Einzelbildern des Films konnt ich dazu noch erkennen, daß die "Waden" der Hinterbeine an deren Rückseite anders als der gesamte restliche Körper nicht schwarz waren.

Heute sah das Loch dann so aus:

Darüber konnte ich die Art dann identifizieren.
Der Körper, einschließlich der Beine, ist einfarbig schwarz gefärbt, nur die hinteren Tibien können selten rötlich aufgehellt sein. Die Flügel sind rauchig getrübt schwärzlich, [...] Die Tiere besitzen einen lang gestielten Hinterleib, das Stielglied (Petiolus) ist deutlich nach unten gekrümmt [...] Von den in Mitteleuropa einheimischen Sphecinae mit langgestieltem Hinterleib unterscheidet sich die Art durch [...] das Fehlen rot oder gelb gefärbter Körperabschnitte.
So beschrieben in
Wikipedia: Stahlblauer Grillenjäger#MerkmaleUnd im Abschnitt "Lebensweise" kurz darauf steht dann
Das Nest wird in oberirdischen Hohlräumen angelegt. Angenommen werden natürliche und künstliche Hohlräume aller Art, z. B. Schilfhalme (v. a. Riesenschilf Arundo donax). [...] Die Art legt meist ein bis sechs hintereinanderliegende Brutzellen an. Die einzelnen Brutzellen werden mit Abschnitten von (welken) Grasblättern abgetrennt. Dieses Verhalten ist hoch charakteristisch für die Gattung Isodontia und tritt bei anderen Grabwespen nicht auf. Am Ende ragt meist ein mehr oder weniger langes Büschel einzeln eingetragener, meist welker Grasblätter als Verschlusspfropfen aus der Röhre heraus.
Dann hab ich heute noch diese Pyramiden-Eule entdeckt
Original anzeigen (1,2 MB)sowie diesen Zweibindigen Schmalbock.

Und dann gab sich ein alter Bekannter die Ehre, ein Rothalsbock.


