nairobi schrieb:Meine Nichte, 28, hat seit April ihre erste eigene Wohnung in einem MFH und leider ist dieses Haus (60er Jahre) auch hellhörig.
Sie sucht da das Gespräch mit den Nachbarn, da sie ein gutes Verhältnis haben möchte.
Ich finde, sie hat eine gute Einstellung. Obwohl sie bisher immer nur mit der Familie in 2 EFH gewohnt hat, ist sie so umsichtig.
Ihr Freund, der auch bald einziehen wird, macht gerne Gaming. Da hat er Kopfhörer auf und bei diesem Gaming kann es auch schon mal lauter werden. Sie haben daher das Zimmer mit Elementen, die Schall schlucken, ausgestattet. Auch hat sie in der Wohnung mehrere Teppiche ausgelegt.
Gestern Abend hat sie mir das alles erzählt.
Solche Nachbarn kann man sich nur wünschen...
Schade, dass es da so viele andere gibt, die nur an sich denken 😟
Ich denke aber dennoch, dass es manchmal schon helfen kann, höflich etwas zu sagen, weil es bei manchen vielleicht wirklich Unbedachtheit ist.
Mein Eindruck ist, dass Teppiche "out" sind, was wirklich ein Problem in vielen Mehrfamilienhäusern ist, da Teppiche viel Lärm schlucken.
Aber ok, ist halt so aber was ich echt nicht verstehe, ist dieses regelmäßige Gerumpel und Möbelrücken um 1.30 Uhr Nachts, das ich im Haus, wo ich wohne, mitbekomme.
Möbelrücken und Gepolter um solche Uhrzeiten oder seltsames nächtliches klopfen an der Heizung und wenn ich die Nachbarn drauf anspreche, wird gesagt, in so einem hellhörigen Haus können Geräusche von überall her übertragen werden.
Andere Nachbarn neben mir, die sich über diese Nachbarn beschwert haben, wurden indirekt, mit dem Verweis auf den angeblich guten Kontakt zur Hausverwaltung, von diesen Nachbarn bedroht und sind mittlerweile ausgezogen.
In Berlin umzuziehen, ist an sich nicht so einfach möglich, ansonsten hätte ich es schon getan, auch wenn ich meine Wohnung an sich mag und die meisten Nachbarn doch ganz in Ordnung sind aber ich persönlich kann Leuten nur davon abraten, in Häuser zu ziehen, die vor den 90ern gebaut worden sind, wenn sie die Wahl haben und ruhebedürftig sind.
Das kann gutgehen aber sehr oft sind die Häuser billig hochgezogen worden und das merkt man oftmals erst, nachdem man längst eingezogen ist.
Was die momentane Situation betrifft, scheinen die Nachbarn über der Wohnung meiner Eltern schwierig zu sein und letztendlich ist das auch die Entscheidung meiner Eltern, wie sie das handhaben wollen, da sie hier dauerhaft wohnen und nicht ich.
Nun denn, wir sind uns ja alle einig, dass wir uns wünschen würden, dass es solche hellhörigen Häuser, in denen man das gähnen der Nachbarn hört, überhaupt nicht mehr geben würde(und selbst die sind in Berlin mittlerweile begehrt).
Im ach so verrufenen Neukölln habe ich meine Nachbarn nur dann gehört, wenn sie geschrien haben und selbst das nur gedämpft...Gute alte Zeit...
Wie dem auch sei, deine Nichte und ihr Freund klingen toll, solche Nachbarn wünscht man sich wirklich.
Ich wünschte, es gäbe mehr solcher Menschen auf der Welt.
Ein schönes restliches Weihnachten noch!