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Erneute Teilung Deutschlands in Ost & West?

194 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Deutschland, AFD ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Erneute Teilung Deutschlands in Ost & West?

13.05.2026 um 10:40
@Lepus
Zitat von LepusLepus schrieb:Der Rechtsruck geht um die ganze Welt, alle scheinen durchzudrehen.
ja, weil die Ungleichheit überall so gravierend ist. In Deutschland ist sie im Vermögensbereich sogar extrem. Der Gini-Koeffizient liegt hier bei 0,81 %. Bedeutet: bei 1 gehört in D einer Person/Familie so gut wie alles.

Meiner Wahrnehmung nach war diese "Brandmauer" schon ein Fehler. Aus der deutschen Geschichte heraus zwar iwie nachvollziehbar, aber mMn. nicht notwendig. In Finnland ist bspw. seit ein paar Jahren auch eine rechtspopulistische Partei in der Koalition. Die Bürger konnten inzwischen feststellen, dass deren Politik nix Gutes für sie bringt, wie unsozial sie eben ist. In Umfragen tendieren die meisten daher auch schon wieder zu den mehr linken Parteien.

Will sagen, das ist eine schwere Zeit für die Demokratie, aber sie wird vorbeigehen, weil die Wähler sich nicht dauerhaft verar*** lassen. Aber zunächst müßen wir da wohl durch. Ich nehme aber nicht an, dass wir in D im Autokratismus enden.

Die AfD-Wähler brauchen halt diese Erfahrung, um zu begreifen, um was es in Echt geht, und dass ihre Probleme nicht alternativ gelöst werden können.
Ungleichheit wird die AfD schon gar nicht lösen, diese wird sich vermutlich noch etwas verschlimmern, bevor es dann hoffentlich wieder besser werden kann!

Einen politischen Grund aus Deutschland wegzugehen sehe ich für mich derzeit nicht.


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Erneute Teilung Deutschlands in Ost & West?

13.05.2026 um 10:47
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Einen politischen Grund aus Deutschland wegzugehen sehe ich für mich derzeit nicht.
Wahrscheinlich wärst du von den "Segnungen" eines AfD-Regimes nicht unmittelbar betroffen (weil gesund, in einem stabilen Arbeitsverhältnis, keiner Randgruppe angehörend, kein Migrationshintergrund, ordnungsgemäß in einer traditionellen Familie lebend). Aber auf jeden, auf den nicht alle diese Kriterien zutreffen, dürften in Zukunft wahrscheinlich Schwierigkeiten zukommen.

Womöglich wird sogar das Äußern abweichender Meinungen in Zukunft schon riskant sein. Da kann ich die AfD noch nicht gut genug abschätzen, wie weit sie da gehen wird.


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Erneute Teilung Deutschlands in Ost & West?

13.05.2026 um 10:59
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Bürger konnten inzwischen feststellen, dass deren Politik nix Gutes für sie bringt, wie unsozial sie eben ist. In Umfragen tendieren die meisten daher auch schon wieder zu den mehr linken Parteien.
In Sonneberg in Thüringen gibt es einen AfD-Landrat, der bereits gezeigt hat, was für ein Versager die AfD ist.
Und die Leute dort sind immer noch radikal rechts, hab ich den Eindruck.
Das wird eher noch mehr Auftrieb für sie geben.

Es gibt auch ein Land (leider habe ich vergessen wo das war), da spielen rechte und rechtsextreme Parteien gar keine Rolle, weil sie im politischen Diskurs ausgeklammert werden.
So müsste man es hier auch machen und nicht wie der ÖRR die Rechtsextremen hofieren.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Will sagen, das ist eine schwere Zeit für die Demokratie, aber sie wird vorbeigehen, weil die Wähler sich nicht dauerhaft verar*** lassen. Aber zunächst müßen wir da wohl durch. Ich nehme aber nicht an, dass wir in D im Autokratismus enden.
Die Wähler lassen sich doch schon seit Jahren von der CDU/CSU und der SPD verarschen, das wird bei der AfD nicht anders sein, denke ich.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die AfD-Wähler brauchen halt diese Erfahrung, um zu begreifen, um was es in Echt geht, und dass ihre Probleme nicht alternativ gelöst werden können.
Ungleichheit wird die AfD schon gar nicht lösen, diese wird sich vermutlich noch etwas verschlimmern, bevor es dann hoffentlich wieder besser werden kann!
"Etwas schlimmer" wird es nicht, fürchte ich.
Das wird richtig übel.

Ich hab mal ganz kurz ähnlich gedacht.
Dass die AfD ruhig mal irgendwo auf Länderebene (nicht Bundesregierung, das wäre der Super-GAU) regieren könnte, damit die es da so richtig schön gegen die Wand fahren.
Aber so denke ich nicht mehr, das werden die nämlich so drehen, dass dann wieder die anderen Schuld sind, dass sie ja wollen würden, aber nicht können, weil die böse Regierung und die GrÜnEN!!! gegen sie sind und bla.
Die AfD erfindet da wieder ein Narrativ, das die Schuld des Versagens auf andere schiebt und die dämlichen Fans werden es glauben.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Wahrscheinlich wärst du von den "Segnungen" eines AfD-Regimes nicht unmittelbar betroffen (weil gesund, in einem stabilen Arbeitsverhältnis, keiner Randgruppe angehörend, kein Migrationshintergrund, ordnungsgemäß in einer traditionellen Familie lebend). Aber auf jeden, auf den nicht alle diese Kriterien zutreffen, dürften in Zukunft wahrscheinlich Schwierigkeiten zukommen.
Genau das denke ich auch und auf mich treffen einige der aufgezählten Kriterien nicht zu.
Ich bin also quasi auf der Abschussliste, jedenfalls habe ich da große Angst vor.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Womöglich wird sogar das Äußern abweichender Meinungen in Zukunft schon riskant sein. Da kann ich die AfD noch nicht gut genug abschätzen, wie weit sie da gehen wird.
Bestimmt, man hat ja schon öfter mal davon gelesen, was AfD-Anhänger sich so alles erträumen, wenn die AfD an der Macht wäre.
Diverse Politiker sollen hängen und/oder vor die Wand gestellt werden zum Beispiel.


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Erneute Teilung Deutschlands in Ost & West?

13.05.2026 um 11:06
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich bin also quasi auf der Abschussliste, jedenfalls habe ich da große Angst vor.
Ja, ich auch, und auch viele in meinem sozialen und beruflichen Umfeld. Wenn ich mir allein mein berufliches Umfeld anschaue, das momentan aus einer bunten Mischung aus Einheimischen (Bayern), Leuten aus anderen Ländern mit und ohne Flüchtlingshintergrund und LGBTs anschaue, da wären bestimmt 2/3 von uns auf irgendeine Weise betroffen.
Zitat von LepusLepus schrieb:Bestimmt, man hat ja schon öfter mal davon gelesen, was AfD-Anhänger sich so alles erträumen, wenn die AfD an der Macht wäre.
Ein Problem könnte sein, dass es zumindest einige AfD-Anhänger geben dürfte, die sich nach einem AfD-Wahlsieg völlig enthemmt fühlen und in Eigenregie zu irgendwelchen Hass- und Racheaktionen an (vermeintlichen) Gegnern tendieren könnten. So nach dem Motto "endlich dürfen wir loslegen!"
Zitat von LepusLepus schrieb:In Sonneberg in Thüringen gibt es einen AfD-Landrat, der bereits gezeigt hat, was für ein Versager die AfD ist.
Und die Leute dort sind immer noch radikal rechts, hab ich den Eindruck.
Das wird eher noch mehr Auftrieb für sie geben.
Ich habe auch ein Video über Sonneberg gesehen. Der AfD-Landrat hat seine Versprechen wohl nicht erfüllt und die Stimmung ist eher nicht so toll in der Stadt und im Landkreis. Trotzdem denken anscheinend die AfD-Anhänger nicht um, sondern schüren weiterhin ihren Hass gegen "Wessis" und Andersdenkende, die angeblich an allem schuld seien.


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Erneute Teilung Deutschlands in Ost & West?

13.05.2026 um 12:00
Zitat von LepusLepus schrieb:So müsste man es hier auch machen und nicht wie der ÖRR die Rechtsextremen hofieren.
Mein Demokratieverständnis ist so, dass ich respektieren muß, dass offenbar sehr viele Menschen diesen Rechtsruck haben wollen, weil sie mit dem Vorhandenen nicht klar kommen. Weil ihre Ängste vor bspw. zu viel Migration für ihr empfinden nicht ernst genug genommen werden oder what ever. Wir sind hier diesbezüglich nicht so weit, dass man in dieser Hinsicht bereits einen von den meisten akzeptierten Weg gehen würden.

Mich erinnern die Ängste vor der AfD iwie an Filme und Bücher zum Thema Nazionalsozialismus. Als hätte man davor Angst, dass sich die Geschichte mit der AfD genau so wiederholen könnte. Ist das das Thema NS-Zeit vllt. doch noch nicht genug aufgearbeitet? Bitte versteh' mich nicht falsch an dieser Stelle (ich bin Demokratin und wähle Grün). Ich denke nur, dass große Ängste vor der AfD diese auch mächtiger erscheinen lässt, als sie schlussendlich ist.

Ihre Wähler sind nun mal da, ob nun mit einer AfD in der Regierung oder in der Opposition. Wir werden uns demnach in der Gesellschaft so oder so mit Ungleichheit und deren Facetten viel intensiver beschäftigen müßen! Sonst wird das Gegeneinander nur immer weiter verstärkt, währenddessen sich überreiche Privatiers oder Konzerne Sender, Verlage und sonstige Medien aufkaufen, um ihre Interessen durchzudrücken, zu manipulieren.
Zitat von LepusLepus schrieb:Das wird richtig übel.
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich bin also quasi auf der Abschussliste, jedenfalls habe ich da große Angst vor.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ja, ich auch, und auch viele in meinem sozialen und beruflichen Umfeld.
Ängste auf allen Seiten ... wer profitiert davon? Wer profitiert davon, wenn die Gesellschaft sich in immer tiefere Grabenkämpfe verwickelt, und dabei abgelenkt ist von der Tatsache, dass es um die extreme Vermögensungleichheit (die Chancenungleichheit etc. nach sich zieht) geht?


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13.05.2026 um 12:03
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Mein Demokratieverständnis ist so, dass ich respektieren muß, dass offenbar sehr viele Menschen diesen Rechtsruck haben wollen, weil sie mit dem Vorhandenen nicht klar kommen.
Mein Demokratieverständnis ist so, dass auch respektiert werden sollte, dass offenbar viele Menschen in einem rechtskonservativen Regime nach Art der AfD nicht leben wollen oder können, weil sie einfach dann nicht mehr ins enge Schema der erlaubten Lebensmodelle passen. Sie werden also mit einer zukünftigen Regierung und deren Auswirkungen nicht mehr klarkommen.

In folgedessen wäre also doch mindestens ein Kompromiss zwischen beiden Bestrebungen notwendig, damit wir möglichst alle in diesem Land leben können, ohne uns gefährdet zu fühlen, oder?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ängste auf allen Seiten ... wer profitiert davon?
Weiß nicht. Da kannst du ja mal bei der AfD nachfragen. Sie schürt meinem Eindruck nach recht gern und inzwischen erfolgreich Ängste in der Bevölkerung, vor Migranten, Flüchtlingen, "nichtkonservativen Familienverhältnissen" und Regenbögen, der EU etc.


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13.05.2026 um 12:14
Zitat von martenotmartenot schrieb:Mein Demokratieverständnis ist so, dass auch respektiert werden sollte, dass offenbar viele Menschen in einem rechtskonservativen Regime nach Art der AfD nicht leben wollen oder können, weil sie einfach dann nicht mehr ins enge Schema der erlaubten Lebensmodelle passen. Sie werden also mit einer zukünftigen Regierung und deren Auswirkungen nicht mehr klarkommen.
Was denkst Du denn konkret, welche Auswirkungen da kommen sollten?
Zitat von martenotmartenot schrieb:In folgedessen wäre also doch mindestens ein Kompromiss zwischen beiden Bestrebungen notwendig, damit wir möglichst alle in diesem Land leben können, ohne uns gefährdet zu fühlen, oder?
Da gebe ich Dir Recht. Frage mich nur gerade, wer überhaupt das Gespräch oder gar Kompromisse sucht?
Zitat von martenotmartenot schrieb:Sie schürt meinem Eindruck nach recht gern und inzwischen erfolgreich Ängste in der Bevölkerung, vor Migranten, Flüchtlingen, "nichtkonservativen Familienverhältnissen" und Regenbögen, der EU etc.
Ja, die spielen rum mit den Ängsten. Aber ist das auf "der anderen Seite" nicht in gewisser Hinsicht auch so? -> Brandmauer


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13.05.2026 um 12:17
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was denkst Du denn konkret, welche Auswirkungen da kommen sollten?
Ich denke, um diese Frage zu beantworten muss man sich mal einige Publikationen der AfD durchlesen, einige Reden anhören und sich auch Beiträge von AfD-Anhängern in sozialen Medien zu Gemüte führen. Da kriegt man schnell einen Überblick, welche Auswirkungen auf uns zukommen werden.


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13.05.2026 um 12:28
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich denke, um diese Frage zu beantworten
Iwelches Gehetze darfst Du als bekannt voraussetzen. Ich hatte Dich um eine Antwort gebeten, welche Auswirkungen DU siehst.


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Erneute Teilung Deutschlands in Ost & West?

13.05.2026 um 12:37
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich hatte Dich um eine Antwort gebeten, welche Auswirkungen DU siehst.
Diejenigen, die sich aus den genannten Quellen herleiten lassen, z.B. Remigration/Aschiebung von unliebsamen Personenkreisen, Verbot der Ehe für alle, Einschränkung der Meinungsfreiheit bei Meinungen, die den AfD-Richtlinien widersprechen, Einführung einer Geheimpolizei nach Art der ICE (in USA), Auflösung der EU-Freizügigkeit / Anstreben eines DEXIT, Behinderung bzw. Verbote von "nichttraditioneller" und "nichtdeutscher" Kultur, Behindern bzw. Erschweren nichttraditioneller Familien- und Lebensformen, Abschaffung bzw. starke Kürzung von sozialen Sicherungssystemen, Abschaffung/Aufweichen von Menschenrechten und des freiheitlich-demokratischen Systems.


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13.05.2026 um 13:25
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ja, ich auch, und auch viele in meinem sozialen und beruflichen Umfeld. Wenn ich mir allein mein berufliches Umfeld anschaue, das momentan aus einer bunten Mischung aus Einheimischen (Bayern), Leuten aus anderen Ländern mit und ohne Flüchtlingshintergrund und LGBTs anschaue, da wären bestimmt 2/3 von uns auf irgendeine Weise betroffen.
Mein kompletter Arbeitsplatz ist gefährdet, sogar jetzt schon "dank" Merz und Dobrindt.
Und nicht nur mein Arbeitplatz, sogar die ganze Organisation für die ich arbeite.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ein Problem könnte sein, dass es zumindest einige AfD-Anhänger geben dürfte, die sich nach einem AfD-Wahlsieg völlig enthemmt fühlen und in Eigenregie zu irgendwelchen Hass- und Racheaktionen an (vermeintlichen) Gegnern tendieren könnten. So nach dem Motto "endlich dürfen wir loslegen!"
Einige freuen sich ja darauf.
Aber anfangs schützt noch der Rechtsstaat, der wird ja nicht plötzlich verpuffen, höchstens mit der Zeit ausgehöhlt.
So könnte ich es mir vorstellen.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich habe auch ein Video über Sonneberg gesehen. Der AfD-Landrat hat seine Versprechen wohl nicht erfüllt und die Stimmung ist eher nicht so toll in der Stadt und im Landkreis. Trotzdem denken anscheinend die AfD-Anhänger nicht um, sondern schüren weiterhin ihren Hass gegen "Wessis" und Andersdenkende, die angeblich an allem schuld seien.
Ich auch und ich hatte den Eindruck, dass sie ihn behalten wollen und die Ursache für das Versagen bei anderen suchen, weil ihnen das so suggeriert wird.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Mein Demokratieverständnis ist so, dass ich respektieren muß, dass offenbar sehr viele Menschen diesen Rechtsruck haben wollen, weil sie mit dem Vorhandenen nicht klar kommen. Weil ihre Ängste vor bspw. zu viel Migration für ihr empfinden nicht ernst genug genommen werden oder what ever. Wir sind hier diesbezüglich nicht so weit, dass man in dieser Hinsicht bereits einen von den meisten akzeptierten Weg gehen würden.
Ich denke immer noch, dass es mehr Menschen gibt, die das nicht wollen.
Wann werden deren Ängste wahrgenommen?

Gar nicht, weil die Parteien lieber von der AfD abgucken, weil sie meinen auf diese Weise einfacher Wähler zu generieren.
Das geht aber nach hinten los und stärkt nur die AfD, das Original.
Die eingesessenen Parteien müssten nämlich ansonsten sehr viel ändern und das wollen sie halt nicht.
Müsste man ja an seine eigenen Lohn ran, zum Beispiel.
Ich nehme Politiker so wahr, dass sie sich hauptsächlich selbst bereichern wollen.

Von den vielen Niederlagen der AfD wird aber nicht berichtet, was dann dazu führt, dass man es anders wahrnimmt, schätze ich.
Man hört halt nur die Schreier, nicht die schweigende Mehrheit.

Erinnert sich noch jemand an die großen Proteste gegen Rechts, als die Abschiebepläne ("Remigration") der AfD bekannt wurden?
Da sind viele Menschen auf die Straße gegangen gegen die AfD.
Hat da einer gesagt deren Ängste müsse man ernst nehmen?

Nö, das passiert in meiner Wahrnehmung nur bei rechtsextremen Demos, da rennen die Politiker hinterher.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ängste auf allen Seiten ... wer profitiert davon? Wer profitiert davon, wenn die Gesellschaft sich in immer tiefere Grabenkämpfe verwickelt, und dabei abgelenkt ist von der Tatsache, dass es um die extreme Vermögensungleichheit (die Chancenungleichheit etc. nach sich zieht) geht?
Die AfD treibt das voran, weil sie davon profitiert.
Deswegen müssen wir laut sein und auch unsere Sorgen und Ängste artikulieren, damit man uns auch wahrnimmt.
Alles andere führt nur dazu, dass die AfD weiter normalisiert wird.


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13.05.2026 um 13:28
Zitat von LepusLepus schrieb:Deswegen müssen wir laut sein und auch unsere Sorgen und Ängste artikulieren, damit man uns auch wahrnimmt.
Alles andere führt nur dazu, dass die AfD weiter normalisiert wird.
Ich denke auch, dass wir Andersdenkenden, und wir, die wir uns Sorgen machen, genauso laut werden, und uns vielleicht das Marktschreierische der AfD aneignen. Mit freundlich-höflicher Kritik kommt man leider nicht weit und wir werden uns auf diese Weise nicht Gehör verschaffen. Bzw. die Politiker denken wahrscheinlich, dass es den AfD-Gegnern gar nicht so wichtig wäre und dass unsere Meinung nicht berücksichtigt werden muss.


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13.05.2026 um 13:31
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich denke auch, dass wir Andersdenkenden, und wir, die wir uns Sorgen machen, genauso laut werden, und uns vielleicht das Marktschreierische der AfD aneignen. Mit freundlich-höflicher Kritik kommt man leider nicht weit und wir werden uns auf diese Weise nicht Gehör verschaffen. Bzw. die Politiker denken wahrscheinlich, dass es den AfD-Gegnern gar nicht so wichtig wäre und dass unsere Meinung nicht berücksichtigt werden muss.
Ja, das war auch mein Gedanke, deswegen schweige ich nicht länger und bin aktiver geworden, was den Widerstand gegen AfD und Faschismus im Allgemeinen angeht.
Jedenfalls online. Denn ich habe das Gefühl, dass Demos nichts bringen.


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13.05.2026 um 13:33
Zitat von LepusLepus schrieb:Jedenfalls online. Denn ich habe das Gefühl, dass Demos nichts bringen.
Auch in persönlichen Gesprächen thematisiere ich es. Damit erreiche ich manchmal auch Leute im weiteren Bekanntenkreis, die nicht so sicher sind bzw. die unüberlegt AfD-Parolen nachplappern.

Klar, echte Hardcore-AfD-Anhänger würde ich nicht umstimmen können, aber denen gehe ich sicherheitshalber im privaten Umgang aus dem Weg, bzw. es wäre mir auf die Dauer zu stressig, mich mit denen immer wieder streiten oder gar anfeinden lassen zu müssen.

Was Demos betrifft, glaube ich, dass sie erst dann was bringen würden, wenn sie regelmäßig immer wieder und mit bedeutenden Teilnehmerzahlen stattfinden würden. Leider waren die meisten Demos bisher nur Eintagsfliegen, und dann denken die Verantwortlichen, dass es den Leuten nicht so wichtig wäre.


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Erneute Teilung Deutschlands in Ost & West?

13.05.2026 um 13:37
Zitat von martenotmartenot schrieb:Auch in persönlichen Gesprächen thematisiere ich es. Damit erreiche ich manchmal auch Leute im weiteren Bekanntenkreis, die nicht so sicher sind bzw. die unüberlegt AfD-Parolen nachplappern.

Klar, echte Hardcore-AfD-Anhänger würde ich nicht umstimmen können, aber denen gehe ich sicherheitshalber im privaten Umgang aus dem Weg, bzw. es wäre mir auf die Dauer zu stressig, mich mit denen immer wieder streiten oder gar anfeinden lassen zu müssen.
Das ist sehr gut!

Ich versuche das auch, bei einem Kollegen hat es geholfen, aber der war nicht tief drin.

Ansonsten versuche ich möglichst oft Faschismus scheiße zu finden. :D
Ist ja auch die normale Haltung, die man haben sollte, denke ich.


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13.05.2026 um 13:40
Zitat von LepusLepus schrieb:Ist ja auch die normale Haltung, die man haben sollte, denke ich.
In meinem unmittelbaren Umfeld ist das auch nach wie vor normal. Allerdings habe ich über ein paar Ecken auch Bezug zu Leuten in Südbrandenburg, und dort ist die Stimmung eher am Schwanken, auch wenn ich die Leute nicht zu den Hardcore-AfDlern rechnen würde. Jedenfalls kann man mit ihnen noch reden, und wir werden weder als "Wessis" noch als "linksgrünversifft" oder so abgestempelt.


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13.05.2026 um 13:50
@martenot

Meine Familie kommt ursprünglich aus dem Ostdeutschland (Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen), habe auch noch Verwandte dort, aber keinen Kontakt mehr.
Im Reallife habe ich es nur selten mit Rechtsextremen zu tun, kommt "nur" beruflich mal vor.
Lebe aber auch sehr zurückgezogen.

Meine Eindrücke über diese Spaltung bekomme ich hauptsächlich online.
Da sind die Faschisten halt am lautesten, weil sie dort mehr Wähler fangen können und im Grunde sagen können, was sie wollen (auf eX-Twitter zum Beispiel oder Telegram, Tiktok vielleicht auch, aber da kenne ich mich nicht aus, ich weiß nur, dass die Community dort sehr groß ist).
Einige soziale Medien sind ja überschwemmt mit solchen Bubbles.

Ich gucke auch gerne Streams von Demos, das ist sehr interessant.


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13.05.2026 um 13:53
@martenot

wir leben in einem Rechtsstaat.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Remigration/Aschiebung von unliebsamen Personenkreisen
Das stünde vor erheblichen juristischen & verfassungsrechtlichen Hürden. Eine einfache Änderung der Rechtslage ist in einem Rechtsstaat wie Deutschland nicht ohne Weiteres möglich, da das Grundgesetz (GG) hohe Schutzstandards setzt.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Verbot der Ehe für alle,
Um die Ehe für alle abzuschaffen, müsste die AfD eine parlamentarische Mehrheit finden, was derzeit als sehr unwahrscheinlich gilt.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Einschränkung der Meinungsfreiheit bei Meinungen
Die Meinungsfreiheit ist durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt und bildet einen Grundpfeiler der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, der durch die Ewigkeitsklausel (Art. 79 Abs. 3 GG) besonders geschützt ist.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Einführung einer Geheimpolizei nach Art der ICE
Die Umsetzung einer solchen Behörde ist mit den Grundsätzen des deutschen Rechtsstaates so gut wie nicht vereinbar.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Auflösung der EU-Freizügigkeit / Anstreben eines DEXIT,
Die juristische Durchsetzbarkeit stößt auf erhebliche verfassungsrechtliche sowie europarechtliche Hürden.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Abschaffung bzw. starke Kürzung von sozialen Sicherungssystemen
Das Grundgesetz ein "Menschenwürdiges Existenzminimum" garantiert.


Ich respektiere Deine Besorgnis über die angesprochenen möglichen Auswirkungen. Gehe selbst aufgrund der o.g. Aspekte nicht davon aus, dass die AfD - so sie denn in die Regierung käme - die genannten Punkte umsetzen könnte. Ich glaube an den Rechtsstaat :Y:


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13.05.2026 um 14:01
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich nehme Politiker so wahr, dass sie sich hauptsächlich selbst bereichern wollen.
Das ist schade. Ich gehe davon aus, dass die allermeisten einen guten Job machen wollen. Jedoch lassen sich mit den ganzen Koalitionen halt nur schwerlich Reformen umsetzen, die das Land bräuchte.

Eine breitere öffentliche Diskussion wäre sehr von Nöten: welche Werte wollen wir in unserer Gesellschaft leben (Solidarität, Gleichberechtigung, keine Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur). Wie gelangen wir dorthin? UNGLEICHHEIT bekämpfen!


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13.05.2026 um 14:04
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich glaube an den Rechtsstaat :Y:
Das würde ich auch gern weiterhin, aber so heftig, wie die AfD daran rüttelt, zeigt sie zumindest einen starken Willen, ihn zu schwächen oder zu schleifen. Und viele AfD-Anhänger scheinen das auch zu wollen (womöglich sogar noch vehementer als die Partei selbst).


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