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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

83 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Ökologie, Hunde und Katzen, Steuern hoch ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

09.09.2021 um 22:35
Die kleinen Hunde sind ja allesamt nicht-selbst-überlebensfähige Züchtungen des Menschen zur eigenen Belustigung und Nutzung. Von daher macht es schon Sinn sie in deren Lebensraum "die Stadt" als Seniorenbegleiter zu belassen.
Die grossen Hunde aber schleunigst raus. In dem Atemzug bestimmte Züchtungen, "Rassen" ganz verbieten.
Bei Katzen bin ich ganz für Leben und Leben lassen, die kommen von allein, wenn sie wollen. Da sollte nur die Masse reguliert werden, um keine griechischen Verhältnisse zu bekommen. Das Steuerproblem wäre dann wie gesagt obsolet.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

10.09.2021 um 00:15
Es gibt einige Argumente, die gegen eine allgemeine Katzensteuer sprechen, nicht zuletzt das der reinen Wohnungskatzen, denen man nicht vorwerfen kann, potentielle Vogeltöter zu sein. Und das, was sie im Katzenklo hinterlassen, hat deren Besitzer bereits mit seinen Abfallgebühren mitbezahlt. Natürlich gibt es aber u.a.noch die Frage der Katzenfutterproduktion, sofern die Katze nicht als Selbstversorger sich selbst überlassen wird, wie es nicht wenige Leute ja zumindest bei eigener Abwesenheit mit ihrer Freigängerkatze tun.
Warum es auch heute keine Katzensteuer gibt

Zunächst einmal wäre eine recht komplizierte Gesetzesänderung nötig, um Gemeinden die rechtliche Möglichkeit zu geben, eine Katzensteuer zu verordnen. Da Katzen in vielen Fällen immer noch gehalten werden, um Bauernhöfe und Co. frei von Ratten und Mäusen zu halten, ist ihnen ein gewisser Mehrwert für die Gemeinde nicht abzusprechen. Des Weiteren werden viele Katzen dauerhaft in der Wohnung oder mit gesichertem Freigang im eigenen Garten gehalten, sodass eine allgemeine Katzensteuer den Haltern von reinen Stubentigern gegenüber ungerechtfertigt wäre. Nur Freigänger-Katzen zu besteuern, noch dazu wenn sie unkastriert sind, wäre zwar analog zur Hundesteuer fair, ließe sich aber schwer kontrollieren.

Darüber hinaus soll die Hundesteuer auch die Haltung potenziell gefährlicher Hunderassen kontrollieren, denn für diese zahlen die Hundebesitzer eine ganze Menge mehr. Steuerliche Ausnahmen gibt es hingegen für Rettungs-, Assistenz- und Hütehunde sowie Vierbeiner, die die Begleithundeprüfung erfolgreich bestanden haben. Hunde, die im Rahmen einer Hobbyzucht gehalten werden, sind meist von der Steuer ausgenommen. Katzenrassen, die als gefährlicher als andere gelten, gibt es so nicht – zumindest keine, die draußen frei herumlaufen. Auch das ist ein Argument, das für viele Menschen gegen eine Katzensteuer spricht.
Quelle: https://einfachtierisch.de/hunde/hundehaltung/warum-es-eine-hundesteuer-aber-keine-katzensteuer-gibt-65928


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

10.09.2021 um 02:51
@Andante

Es gibt Pro- und Kontra-Argumente für die Katzensteuer. Da könnte man lang hin und her diskutieren. Oder Link-Tennis spielen, mit Argumenten dafür ...

So detailversessen bin ich aber nicht. Und hab daran auch kein Interesse.

Eine Mehrheit hat die Idee noch nicht. Aber wenn sich erst mal das Wort der Corona Katzenschwemme durchsetzt (google ist dein Freund), und das Thema liegt und läuft sozusagen auf der Straße, dann kann sich das auch schnell ändern. Nicht vor der Wahl, aber danach.

Paderborner Modell (Kastrations- und Meldepflicht für alle Katzen). Oder der Anfang mit pro Katze 20-30 Euro Katzensteuer, zur Unterstützung der Tierheime, oder gar neuer Arbeitsplätze, Katzenkontrolleure als Weg aus der Arbeitslosigkeit usw. usf. :)

Politisch musst du das das Thema nur richtig verpacken und verkaufen. Und es läuft :)

Tangiert das Thema, ja, aber deren praktischen Details nicht die These der Umfrage :)


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

10.09.2021 um 05:14
@Andante

Ok, für dein Interesse an Katzen, hier noch mal die Zahlen der ESU Services Studie von 2018, die in der Presse oft zitiert wurden.

Corr ESU Services kobilanz von Haus- und


Auf Seite 17 dieser Studie:

http://esu-services.ch/fileadmin/download/annaheim-2018-%C3%96kobilanz-Haustiere.pdf

Natürlich sind das alles Beispielrechnungen, mit denen man viel Spaß haben kann, die Presse liebt sowas und vergleicht dann schon mal ein Pferd mit der Strecke von Kapstadt nach Wladiwostock :D

So in der Wirtschaftswoche.
Ajajaj, Naturfreunde sind nicht unbedingt Umweltschützer.

Katzenfreunde auch nicht. Eine Katze entspreche 1400 Autokilometern, sagen die Schweizer laut sueddeutsche.de.
Quelle: https://www.wiwo.de/lifestyle/werner-knallhart-haustiere-verderben-ihre-oekobilanz/23818088.html

Ok, sie kann scheinbar nicht richtig lesen, die Wirtschaftswoche. Es geht um die Äquivalenz zu den Auto CO2 Emissionen von 1119 km :)

Und letztlich auch Beispielrechnungen ohne Allgemeingültigkeit, weil sie immer auf konkreten Annahmen zur Haltung beruhen. (So auch in der Studie von ESU Services.) Letztlich gibt es keinen allgemeingültigen Wert für die CO2 Emissionen einer Katze.

Es geht aber nicht um die Genauigkeit der Zahlen.

Sondern um die Möglichkeit, die Zahlen zu einer politischen Vergleichs-Frage zu machen im Kontext der ökologischen Frage, z. B. wenn Du einen Klimanotstand ausrufst.

Hier ist die Studie der TU Berlin informativer, auch wenn sie nur mit verschiedenen Hunden rechnete.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

10.09.2021 um 14:11
Ja, sollte teurer werden. Statt Steuer (nicht zweckgebunden) sollte eine Gebühr erlassen werden, die dann wirklich nur für die Reinigung und für den Betrieb von z.B. Hundewiesen genutzt wird. Katzen sollten da nicht ausgelassen werden, auch wenn sie nicht so auffällig in Erscheinung treten.

Es muss auch besser für das Wohl der Tiere gesorgt werden. Wer ein Tier anschafft, der muss sich auch um den weiteren Verbleib kümmern, egal ob im Todesfall oder wenn die persönliche Situation eine Tierhaltung nicht mehr erlaubt. Damit sich auch finanzschwache Menschen ein Tier leisten können, könnte man eine Patenschaft anbieten.

Das müsste wie eine Versicherung kalkuliert werden: Wie hoch ist das allgemeine Risiko, dass das Tier abgegeben werden muss und wie lange lebt das Tier dann im Schnitt noch bzw. was kostet die Versorgung im Tierheim bis zur Weitervermittlung.

So wie die angeblichen Tierfreunde das heute handhaben, ist das ein Trauerspiel, wenn man sich die Tierheime mal ansieht.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

11.09.2021 um 07:26
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Katzen sollten da nicht ausgelassen werden, auch wenn sie nicht so auffällig in Erscheinung treten.
Bei Katzen sehe ich da nur wenig Sinn.
Die einen halten sie als reine Haustiere wo sie Haus oder Gründstück nicht verlassen. Niemand führt eine Katze an einer Leine aus um sie dann irgendwo hinscheißen zu lassen. Da wird stattdessen in der Wohnung eine Kiste mit Streu aufgestellt. Diese Katzen sind nicht viel anders wie Kanarienvögel, Kaninchen, Hamster oder Meerschweinchen, die man sich in der Wohnung oder vielleicht noch im Garten hält und die man ebenfalls nicht ausführt. Da müsste man dann fairerweise ja auch diese besteuern.

Auf dem Land sind es dann oft Freigänger die im Endeffekt Nutztiere sind um die Anzahl Ratten und Mäuse klein zu halten. Ratten und Mäuse fressen das Getreide und hinterlassen ihre Exkremente darin, mal abgesehen davon das Ratten auch noch diverse Krankheiten übertragen. Nach Corona wollen wir sicher nicht auch noch die Pest haben und da sind die Katzen die beste Lösung. Die Ratten zumindest bei uns sind leider nicht blöd genug um in normale Fallen reinzugehen, die lösen sie dir höchstens aus und holen sich den Köder oder gehen erst gar nicht rein. Und Giftfallen wo die Ratten dann irgendwo 100m weiter verendet und dann von einem Wildtier gefressen wird das dann ebenfalls unter qualen schreiend verendet ist auch keine gute Lösung.

Und dann gibt es noch eine ganze Menge Streuner und mehr oder wenig Wilde Katzen die man nicht besteuern kann, weil sie eben niemanden gehören.


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11.09.2021 um 07:58
@Jaime

Die Höhe der Gebühr kann ja niedriger sein. Ich bin ja auch großer Katzenfreund, aber Freigänger richten schon Schaden an, denn sie fangen nicht nur Mäuse und an Ratten trauen sich wohl die wenigsten Stubentiger überhaupt ran. Meine Katze hat einige Singvögel und Eidechsen zur Strecke gebracht und auch in Nachbars Sandkasten ihr Geschäft verrichtet (So eine große saubere Kiste nur für mich? Danke! hat sie sich wohl gedacht)

Mit einer Gebühr (zweckgebunden) könnte man vor allem Tierheime unterstützen, weil Katzen und Hunde trotz angeblicher Tierfreunde in Massen dort landen. Die Gefahr im Tierheim zu landen, betrifft ja auch reine Wohnungskatzen.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

11.09.2021 um 08:46
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Ich bin ja auch großer Katzenfreund, aber Freigänger richten schon Schaden an, denn sie fangen nicht nur Mäuse und an Ratten trauen sich wohl die wenigsten Stubentiger überhaupt ran.
Ich kann halt nur aus eigener Erfahrung sprechen und da haben unsere Katze früher öfters mal Mäuse vor der Haustür abgelegt und das Problem mit den Ratten im Stall haben wir erst seitdem wir keine Katzen mehr haben. Und wenn wir von Ratten sprechen, die kommen ja auch nicht vollausgewachsen auf die Welt. Bei einer ~300g schweren Wanderratte hast du vielleicht recht, das die Katze da nur selten drauf geht, dafür muss sie schon einen gut Jagdtrieb und Hunger haben. Aber sie packt die noch kleineren jüngeren Ratten und sorgt ggf. durch ihre Anwesenheit dafür das die Ratten sich fern halten und nicht aufm Hof im Schutz vor anderen Beutegreifern im Getreide vollfressen und in Massen vermehren.
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Meine Katze hat einige Singvögel und Eidechsen zur Strecke gebracht und auch in Nachbars Sandkasten ihr Geschäft verrichtet (So eine große saubere Kiste nur für mich? Danke! hat sie sich wohl gedacht)
Und in Frankreich werden jährlich Zehntausende teils vom Aussterben bedrohte Singvögel von den Franzosen eingefangen und als Delikatesse verspeist. Mal abgesehen von den Katzen, die sie erstmal erwischen müssen, leben die Vögelchen hier also relativ sicher.
Und den Sandkasten würde ich sowieso abdecken, denn selbst in den Städten tummeln sich heute Füchse, Marder, Tauben usw. Wenn die sich den Sandkasten aussuchen um ihr Häufchen zu machen ist es sicher auch nicht besser.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

11.09.2021 um 08:49
@Stan_Marsh

So eine Gebühr halte ich auch für gar nicht schlecht, bleibt lediglich die Frage wie man diese sinnvoll einsetzen kann. Müssten die Tierheim nicht auch staatlich sein, damit diese so (steuerähnliche Gebühren) unterstützt werden können?

Auch wenn unser Kater kein Freigänger ist würd ich mich nicht aufregen eine Katzensteuer zu zahlen, solange keine Unsummen verlangt werden.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

11.09.2021 um 08:51
Zitat von JaimeJaime schrieb:Und in Frankreich werden jährlich Zehntausende teils vom Aussterben bedrohte Singvögel von den Franzosen eingefangen und als Delikatesse verspeist.
Das ist ja kein wirkliches Argument, zumal die Anzahl der Katzen (und damit verbunden die Anzahl der gefangenen Vögel) ebenfalls durch Menschen verursacht ist.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

14.09.2021 um 18:30
@Stan_Marsh

Ich geh da jetzt nicht auf alles ein, aber ich bin da im großen und ganzen bei dir :)

Das Kölner Tierheim
wendet sich an die Öffentlichkeit, um auf die massenhafte Rücksendung von Haustieren nach dem Lockdown aufmerksam zu machen.
Quelle: https://www.stern.de/panorama/koeln--ebay-kaeufer-schiebt-junge-katze-nach-kurzer-zeit-ins-tierheim-ab-30740158.html
Katzenbesitzer haben keine Ahnung von ihren Tieren
Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article144732545/Katzenbesitzer-haben-keine-Ahnung-von-ihren-Tieren.html

Und
Katzen töten in Deutschland jährlich ungefähr 30 Millionen Vögel. Niederländische Juristen fordern jetzt, dass Katzen nicht mehr frei umherstreunen dürfen. Sie sehen in den beliebten Vierbeinern eine Bedrohung für die europäische Artenvielfalt.
Wäre es rechtlich möglich? Hm ...
Juristisch möglich wäre das, so die Rechtswissenschaftler. Sie beziehen sich dabei auf zwei Richtlinien der Europäischen Union: die Vogelschutzrichtlinie und die sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.
Quelle: https://www.oekotest.de/geld-versicherungen/Millionen-toter-Voegel-Katzen-sollen-nicht-mehr-frei-umherlaufen-duerfen-_11044_1.html

Und wer übernimmt die Rechnungen für die Fundkatzen? Das Verwaltungsgericht Koblenz entschied: die Kommunen.
VG Koblenz: Gemeinde muss Behandlungskosten für "Fundkatzen" übernehmen
Quelle: https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/vg-koblenz-gemeinde-muss-behandlungskosten-fuer-fundkatzen-uebernehmen

Mit Link zum Urteil im Volltext :)


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

14.09.2021 um 18:37
Das sollten Städte/Gemeinden vielleicht selbst festlegen.

In einem 500-Kopf-Dörfchen in der Prärie stören weder Hunde noch Katzen (außer vielleicht die Singvögel). In der Stadt eher, je gepflegter desto mehr. In echten Metropolen könnte man sie sicher etwas begrenzen, aber sowas haben wir in DE ja eigentlich gar nicht. Vielleicht will sich irgendeine Stadt mal dahin entwickeln, dann sollte sie die Möglichkeit haben, Wohnraum und auch Parkflächen zumindest in ausgewählten Gebieten strenger zu reglementieren bzw. Gebühren zu erheben.

Aber nach heutigem Stand finde ich schon die Hundesteuer ziemlich schwer zu begründen.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

14.09.2021 um 18:58
Den Bestand an Katzen und Hunden regeln auf dem Lande die Grünberockten WaffenträgerInnen:

§ 21
Befugnisse der Jagdschutzberechtigten
zu §§ 23, 25 Bundesjagdgesetz)

(1) Die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen sind befugt,

1. (...)

2.
wildernde Hunde und Katzen zu töten. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung der sie führenden Person sichtbar Wild verfolgen oder reißen und Katzen, die im Jagdbezirk weiter als 200 m vom nächsten Hause angetroffen werden. Die Befugnis erstreckt sich nicht auf Hirten-, Jagd-, Blinden-, Behindertenbegleit-, Such-, Rettungs- und Diensthunde, soweit sie als solche kenntlich sind und solange sie von den Berechtigten bestimmungsgemäß eingesetzt werden, auch wenn sie sich dabei vorübergehend der Einwirkung der sie führenden Person entzogen haben.

Quelle: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=JagdG+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true

Erlegte Haustiere im Jagdjahr 2013/2014 in Schleswig-Holstein: 3971 Katzen, 5 Hunde
Quelle: https://www.lieblingskatze.net/jagd-auf-katzen-schiessen-schaufeln-schweigen/



Den Rest erledigen die drei klassischen Feinde der deutschen Hauskatze:
Dunlop, Fulda, Pirelli.

Geht doch, wenn man nur will!


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

14.09.2021 um 19:23
Für den deutschen Wildvogelbestand dürften eher das Insektensterben (danke, Glyphosat und Co.) und fehlende Nistmöglichkeiten gefährlich sein als wildernde Hauskatzen.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

14.09.2021 um 19:27
@Doors
Ein Jäger der eine Katze erwischt? Da muss ich mal rumfragen, ob das je einer a) geschafft hat und b) es auch gewagt hat.
Ich kann mir die Bild-Schlagzeile schon vorstellen...


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

14.09.2021 um 19:37
Die Staedtefreuen sich ueber den "Lockdown-Tierzuwachs"
Aktuell ist das Hundesteueraufkommen auf ueber 380 Millionen €uronen angewachsen!
Hab ich heut in einem Radiobericht ueber Haustiere gehoert.


:mlp:


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

14.09.2021 um 19:44
Zitat von AndanteAndante schrieb:Für den deutschen Wildvogelbestand dürften eher das Insektensterben (danke, Glyphosat und Co.) und fehlende Nistmöglichkeiten gefährlich sein als wildernde Hauskatzen.
Das eine, mehr Biotope in mehr Gemeinden (zur Kompensation der intensiven Landwirtschaft), muss ja das andere nicht ausschließen ...

Auch nicht für Ornithologe Peter Berthold.
Erstaunlicherweise, so der Ornithologe, wird ein Hauptfeind der Vögel selbst von Vogelschützern schamhaft verschwiegen: Katzen. Rund zwei Millionen Hauskatzen töten vermutlich 30 Millionen Vögel pro Jahr. Ein herber Verlust, denn Vögel sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch wertvoll, so der Ornithologe: Drei Kohlmeisen Brutpaare etwa vertilgen bis zur Hälfte aller Schädlingsraupen auf einem Hektar Apfelplantage.
Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/peter-berthold-unsere-voegel-stilles-aus-sterben.950.de.html?dram:article_id=390449


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

14.09.2021 um 23:23
Zitat von MiloszMilosz schrieb am 11.09.2021:Das ist ja kein wirkliches Argument, zumal die Anzahl der Katzen (und damit verbunden die Anzahl der gefangenen Vögel) ebenfalls durch Menschen verursacht ist.
Durch Menschen werden auch Vogelhäuschen, Maisenknödel und Futterplätze verursacht. Recht viel mehr bekommen Katzen auch nicht. Übrigends die großen Fischschwärme, Wale usw. sterben nicht aus, weil es zuviele Haie gibt und würden es auch nicht, nur weil der Mensch sich Haie als Haustiere hält. Nein sie sterben aus, weil der Mensch sie selbst in Massen jagdt&fischt bis es keine mehr gibt.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

15.09.2021 um 00:04
@Fellatix

Der Ornithologe Peter Berthold vermutet laut deinem Link, dass rund zwei Millionen Freigänger- und Streunerkatzen rund 30 Millionen Singvögel jährlich töten. Ist das jetzt wirklich eine bloße Vermutung, oder gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen?

Dass ganz unabhängig von Singvögeln das Elend der Streunerkatzen und deren unkontrollierte Vermehrung unterbunden werden muss, befürworte ich natürlich. Nur gibt es leider bisher recht wenig finanzielle Unterstützung von öffentlicher Seite für private Initiativen, die sich die Kastration/Sterilisation von Streunerkatzen auf die Fahne geschrieben haben. Ich weiß, wovon ich rede.

Und wenn jetzt die Leute, die sich im Lockdown zum Zeitvertreib eine Katze angeschafft haben, welche nun lästig ist und vor die Tür gesetzt wird, das Streunerelend noch vermehren und damit die Population, wird es manchen Singvogel mehr erwischen, klar. Wie sonst sollen sich die armen Viecher ernähren, wenn sie nicht gefüttert werden?

Andererseits kann ich aufgrund langjähriger Haltung von gut genährten Freigängerkatzen, die immer gerne zu Hause ihre Beute ablieferten bzw. vorzeigten, sagen, dass keine Katze pro Saison mehr als max. 2 Vögel erwischt hat. Manchmal auch gar keinen.

Die Zahlen von Herrn Berthold, wonach jede Katze durchschnittlich 15 Vögel pro Jahr auf dem Gewissen haben müsste, kann ich nicht bestätigen, mir bekannte Katzenhalter auch nicht.


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Sollte das Halten von Hunden und Katzen erheblich teurer werden?

15.09.2021 um 00:23
Zitat von AndanteAndante schrieb:Ist das jetzt wirklich eine bloße Vermutung, oder gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen?
Peter Berthold vom Max Planck Institut liegt da auf einer Linie mit anderen Schätzungen. Das ist nicht nur seine persönliche Vermutung.

Und der Artikel ist von 2017. Seitdem kamen nochmal 2-3 Millionen Katzen dazu.
Zitat von AndanteAndante schrieb:recht wenig finanzielle Unterstützung von öffentlicher Seite
Recht wenig ist Ansichtssache. Dass es mehr sein könnte oder müsste, keine Frage.

Aus Niedersachsen 2019:
Die Niedersächsische Landesregierung hat erneut 150.000 € an Projektzuwendungen für die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von verwilderten Hauskatzen zur Verfügung gestellt ...
Insgesamt können so diesmal durch Gelder in Höhe von rund 278.000 € bis zu 2.300 Katzen kastriert, gekennzeichnet und registriert werden
Quelle: https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/tiergesundheit_tierschutz/landesbeauftragte_fur_den_tierschutz/fortsetzung-der-aktion-zur-kostenlosen-kastration-von-verwilderten-hauskatzen-170442.html
Zitat von AndanteAndante schrieb:manchen Singvogel
Ja klar, manchen Singvogel halt.

Wenn ich Zeit hab diese Woche, versuch ich noch mal den Bogen zurück zum Thema :)


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