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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

2.191 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Natur, WAL, Buckelwal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

um 07:54
Sehr sachliche analytische 20 Minuten vom Survival-Experten, Bestsellerautor und früheren SEK-Beamten Kuni zum Ablauf der ganzen Walrettungsaktion.

Sehr gutes Video, mMn genau auf den Punkt.

Youtube: Was beim Ostsee-Wal wirklich schief lief.. | KUNI
Was beim Ostsee-Wal wirklich schief lief.. | KUNI
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um 08:16
"Warum ein stummer Sender nicht bedeutet, dass der Wal tot ist" von stranded no :

https://www.facebook.com/strandednolonger/


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um 08:39
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Kleintierärztin? Die mit Hamstern, Sittichen, Katzen, aber noch nie in ihrem Leben etwas mit einem Wal zu tun gehabt hat? Sorry. Die Frau ist wegen des Tierschutzes an Bord geholt worden.
Der Leiter , der u.a. auch für das fehlerhafte Gutachten verantwortlich ist , und ein Experte für Meeresströmungen ist , ist in meinen Augen noch weniger kompetent als eine Tierärztin wie Frau Dr. Tönnies . Ebenso waren noch weitere Tierärztinnen und Expertinnen Vorort. Auch wenn es sich " nur " um einen Wal gehandelt hat , denke ich , das diese Menschen das Tier besser beurteilen konnten als Experten aus der Ferne.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:"Unterlassene Hilfeleistung" - auch so gefühlsduseliges Schlagwort der Walvernarrten. Zur Hilfe ist man strafrechtlich aber nur Menschen gegenüber verpflichtet.
Dies solltest du , zur Info , nicht einfach so abtuen und von " Walvernarrten " schreiben. Jedes Tier hat , das Hilfe benötigt , es verdient , das man ihm hilft aus einer lebensbedrohlichen Lage , es zu befreien.
Denn nach § 323c Absatz1 im Strafgesetzbuch und § 17 Nr.2 des Tierschutzgesetzes sowie $13 Strafgesetzbuch kann man u.U. mit einer Freiheitstrafe von bis zu 1 Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.
Deshalb schrieb ich ja u.U.

https://www.tierrechtsblog.de/deutschland/unterlassene-hilfeleistung-bei-tieren/


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um 09:08
Für mich die große Frage, warum wurde das Konzept von Herrn Babbel, den Wal vor Poel rückwärts auf einer Plane in die Barge hinein zu ziehen (mit Seilen nicht am Wal, sondern nur an der Plane) überhaupt verworfen? Warum wurde plötzlich auf das amerikanische Modell umgeschwenkt und der Wal dadurch vorwärts in die Barge verbracht?

Laut Herrn Babbel wussten doch ALLE, dass der Wal 12 m lang und die Barge innen 10 m breit ist, der Wal sich darin weder drehen noch rückwärts hinausschwimmen konnte.

Diese Umentscheidung vor Poel war mMn letztendlich die alleinige Ursache für den katastrophalen Verlauf der Freisetzung.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/wal-freilassung-noch-viele-fragen-ungeklaert,panoramadrei-366.html


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um 09:23
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Für mich die große Frage, warum wurde das Konzept von Herrn Babbel, den Wal vor Poel rückwärts auf einer Plane in die Barge hinein zu ziehen (mit Seilen nicht am Wal, sondern nur an der Plane) überhaupt verworfen? Warum wurde plötzlich auf das amerikanische Modell umgeschwenkt und der Wal dadurch vorwärts in die Barge verbracht?
Ich habe dunkel in Erinnerung, dass das von Frau Dr. Tönnies gekommen ist. Ich erinnere mich an ein Statement wo sie sinngemäß sagte, es ist wie bei einem Tier, was man erstmalig in einen Transporter bringt, kann 5 Minuten dauern, aber auch 5 Stunden und man bringt es vorwärts rein.

Ich finde das auch gar nicht so schlimm. Ein Wal ist ja nicht steif, sie haben vermutlich gedacht, er kann sich drehen. Vielleicht war es eine Fehleinschätzung, vielleicht hätten sie ihn auch gedreht bekommen, wäre nicht diese komische Freilassung passiert. Es fehlt halt die Erfahrung...vielleicht wäre es dem Wal auch nicht gut bekommen, rückwärts gezogen zu werden. Ein Stück weit ist das eben ein Lernprozess in einer Situation, die es so noch nicht gab und mit begrenzten Möglichkeiten (standen ja nicht zig Bargen in zig Größen zu Auswahl).
Die Plane selbst wurde, glaube ich, nicht genehmigt vom Ministerium, kann das sein? Darum wurde ja kurzfristig noch mal geändert.


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um 09:23
Hier ist nochmal über die Planänderung zu lesen. Mir fehlt dafür die Begründung.
Planänderung: Gurt statt Plane und vorwärts statt rückwärts

Ursprünglich war geplant gewesen, den Wal rückwärts mit Hilfe einer Plane in den Lastkahn zu bewegen. Dieser Plan wurde nun verworfen. Tierärzte und Experten hätten sich dagegen ausgesprochen, sagte die beteiligte Kleintierärztin Kirsten Tönnies.
Stattdessen soll der Wal nun vorwärts mittels des breiten, flexiblen Gurtes in die Barge gelenkt werden. „Das wird so sein, dass der praktisch unter seiner Brust lang läuft, sich ja einmal hinten um die Flipper überschlägt, und darüber ziehen wir ihn.“ Flipper sind die Brustflossen bei Walen.
Ob der Gurt tatsächlich wie geplant eingesetzt werden kann, ist unterdessen noch offen. „Trotz mehrfacher Nachfragen sind zu dem Gurteinsatz bislang keine Unterlagen von der Initiative eingereicht worden bei unseren Veterinären“, sagte ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das Ministerium hatte in der Vergangenheit betont, dass es bei der Abstimmung entsprechender Maßnahmen nicht um Genehmigungen, sondern die Frage der Duldung gehe.
Quelle:
https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/buckelwal-vor-poel-gelingt-die-verladung-wal-transport-soll-dienstag-starten/100220174.html


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um 09:41
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich habe dunkel in Erinnerung, dass das von Frau Dr. Tönnies gekommen ist. Ich erinnere mich an ein Statement wo sie sinngemäß sagte, es ist wie bei einem Tier, was man erstmalig in einen Transporter bringt, kann 5 Minuten dauern, aber auch 5 Stunden und man bringt es vorwärts rein.
War da nicht der direkte Vergleich mit "Pferd in Pferdetransporter geht auch nur vorwärts" ?
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich finde das auch gar nicht so schlimm. Ein Wal ist ja nicht steif, sie haben vermutlich gedacht, er kann sich drehen. Vielleicht war es eine Fehleinschätzung
Nein. Die Abmessungen und damit die Unmöglichkeit des Drehens war doch laut Herrn Babbel allen bekannt und auch, dass ein Wal nicht rückwärtsschwimmen kann. Den Vergleich zu ziehen mit Pferd und Pferdetransporter mit dem Wissen , dass ein Pferd rückwärts gehen kann, ein Wal aber eben nicht, finde ich dann sogar noch umso schlimmer. Das war dann doch eine bewusst falsche Umentscheidung von "Tierärzten und Experten" bzgl. des ursprünglichen Konzepts "rückwärts auf Plane in die Barge".

Denn welche Lösung gab es denn dann für die "Freisetzung rückwärts auf hoher See? Wahrscheinlich keine, außer der dann passierten.

Und MV hat zur Duldung des Konzepts nur interessiert, wie die Verbringung IN die Barge vor Poel funktioniert und nicht, wie das Tier dort jemals wieder herauskommen soll, da die Freisetzung nicht in MV passieren sollte. SO wird für mich dann auch ein Schuh draus, was da im Grunde ablief.


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um 09:53
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Auch wenn es sich " nur " um einen Wal gehandelt hat , denke ich , das diese Menschen das Tier besser beurteilen konnten als Experten aus der Ferne.
Du würdest also auch zum Heilpraktiker gehen, wenn Du eine ernste Krankheit hast, anstatt zu den technokratischen Ärzten, die "nur" auf ihre Studien und Leitlinien vertrauen?

Das ist die irrationale Krankheit unserer Zeit: Persönliche Emotion und Intuition vor wissenschaftlicher Erkenntnis. Eine Ärztin, die Haustiere behandelt und keinerlei Diagnosemöglichkeiten hat, kann den gesundheitlichen Zustand eines Wildtier besser beurteilen, als jene Experten, die typische Verläufe von Strandungen untersucht haben?

Gesammelte menschliche Erkenntnis ist schlicht ein hohes Gut, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen. Das lehren uns 2500 Jahre Menschheitsgeschichte. Und der Leiter hat am 7. April auch kein "fehlerhaftes" Gutachten abgegeben, sondern eine Prognose. Es liegt in der Natur der Sache, dass Prognosen nicht zutreffen können. Deshalb sind sie noch nicht "falsch".
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Denn nach § 323c Absatz1 im Strafgesetzbuch und § 17 Nr.2 des Tierschutzgesetzes sowie $13 Strafgesetzbuch kann man u.U. mit einer Freiheitstrafe von bis zu 1 Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.
Das ist Deine Rechtsauffassung. Kann man mit der Begründung sicher vertreten, wobei ich die Wortlautgrenze von "Unglück" und "Not" als eindeutig überschritten ansehe. Und es gibt dazu auch keine Rechtsprechung, wie ich es Deinen Belegen entnehme. M.a.W.: Deswegen ist noch niemand von einem Strafgericht belangt worden.

Also kannst Du auch nicht ernsthaft meinen, man könnte "u.U." bestraft werden. Aber das ist ein Nebenkriegsschauplatz.


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um 10:01
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Und der Leiter hat am 7. April auch kein "fehlerhaftes" Gutachten abgegeben, sondern eine Prognose. Es liegt in der Natur der Sache, dass Prognosen nicht zutreffen können. Deshalb sind sie noch nicht "falsch".
Mag sein.
Es wurde aber aufgrund einer Prognose, die nicht zutreffen muß, von vornherein entschieden, einfach GAR NICHTS zu tun. Obwohl dort ein hilfloses lebendes Tier lag.
Und eben nicht mit Sicherheit "sterbend".
Das ist halt der Punkt.


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um 10:04
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Und MV hat zur Duldung des Konzepts nur interessiert, wie die Verbringung IN die Barge vor Poel funktioniert und nicht, wie das Tier dort jemals wieder herauskommen soll, da die Freisetzung nicht in MV passieren sollte.
Es wuerde mich wundern, wenn die Ausbringung aus der Barge gar nicht Bestandteil des vorgelegten Planes gewesen wäre - aber letztendlich haben wir keine Informationen dazu, was hier tatsächlich ablief, und können nur mutmassen.

Aber es ist eine interessante Frage an Backhaus.


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um 10:08
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Nein. Die Abmessungen und damit die Unmöglichkeit des Drehens war doch laut Herrn Babbel allen bekannt
Okay, das war mir nicht bekannt.

Ich kann dir nicht widersprechen, war nicht ideal. Aber ich bleibe trotzdem dabei, redet sich leicht, wenn man es nicht selbst macht. Es gab keine Erfahrungen und man musste ein Stück weit durch "versuch macht klug" aggierten. Und wie gesagt, ich glaube die Plane wurde Ministerium abgelehnt - man möge mich gerne korrigieren.

Und reine Spekulation: Wäre ich ihm Team gewesen wäre eins meiner wichtigsten Ziele gewesen Hope gut ins Taxi zu bringen und weg vom Ministerium. Der Wal hatte keine Zeit mehr noch zig Verzögerungen abzuwarten und ich hätte auch nicht drauf gewettet, dass der Backhaus nicht doch nochmal ne komplette Wende hinlegt. Ich bin z.b auch relativ sicher, dass die Bage besser vorbereitet geworden wäre, hätte Zeit und "Duldung" nicht so einen massiven Druck erzeugt.
Ich finde die Freilassung halt mit ge'schmäkle, schon weil man so wenig erfährt. Alles andere, auch die "Fehler " der Helfer und in weiten Teilen auch die von Herr Backhaus, finde ich "verzeihbar".
Und ich glaube das sollten wir halt auch über unsere Fehlerkultur nachdenken.


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um 10:09
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Es wurde aber aufgrund einer Prognose, die nicht zutreffen muß, von vornherein entschieden, einfach GAR NICHTS zu tun. Obwohl dort ein hilfloses lebendes Tier lag.
Es gibt noch andere relevante Kriterien, neben 'er lebt noch'.
Dazu gehören eben auch vorhandene Ressourcen und ist ein Transport umsetzbar (unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte fuer Mensch und Tier), ohne dass das Tier unnötig weiteres Leiden erfahren muss.

Und diese Frage ist derzeit - ohne Tracker-Daten - unbeantwortet.
Auch liegt keine (Video-)-Dokumentation vor und es ist nicht bekannt, wie sich der gesundheitliche Zustand des Wales sich waehrend des Transports (und nach Ausbringung) verhielt bzw. ob dieser überhaupt dokumentiert wurde.
Diese Datenerhebung war mit dem Ministerium vereinbart, und auch diese Daten wurden dem Ministerium nicht übermittelt.

Und ohne diese Daten kann man auch nicht schlussfolgern, dass der Rettungsversuch die beste Loesung hinsichtlich Tierwohl/Tierleid war.


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um 10:16
Zitat von OriginesOrigines schrieb:gesundheitlichen Zustand eines Wildtier besser beurteilen, als jene Experten, die typische Verläufe von Strandungen untersucht haben?
Siehst du , da machst du den gleichen Fehler wie die Experten. Nämlich :
- es handelte sich nicht um eine typische Strandung , wie sie in der Vergangenheit schon tausendfach vorkam .Und da müssen Experten ihren Erfahrungsschatz um ein Stück erweitern, denn diese Strandung passierte mehrmals , mind. 3x bei Hope und er lebt immer noch und dies nach knapp 8 Wochen.
Ein Herr Ritter , seines Zeichens Meeresbiologe hat ja mittlerweile selbst bestätigt , das die Wissenschaft diesbezüglich noch hinzulernen sollte , was ich im Übrigen schon seit Beginn dieses Dramas schon , schrieb.
Der Wissenschaft ging es immer nur darum , Hope der Wissenschaft zuzuführen , um Untersuchungen anstellen zu können , welche Ursache sein Tod , wohl haben könnte. Um daraus abzuleiten , das man andere Meeressäuger davor bewahren kann.

Normalerweise sollte die Wissenschaft mittlerweile doch wissen , welche unnatürlichen Ursachen , dafür verantwortlich sind , das Cetaceas , stranden.
Hope war ja schon reserviert für:
- als Biodiesel verarbeitet zu werden
- der Wissenschaft zugeführt werden
Will heißen : der Wissenschaft ging es nie darum , Hope zu retten , was eigentlich internationaler Standard darstellen sollte. Ein Standardprotokoll zur Rettung existiert bisher leider nicht in D und daran hakte es.


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um 10:25
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Du würdest also auch zum Heilpraktiker gehen, wenn Du eine ernste Krankheit hast, anstatt zu den technokratischen Ärzten, die "nur" auf ihre Studien und Leitlinien vertrauen?
Es wird immer so getan, als wären nur Laien im Team der Initiative gewesen. Warum eigentlich? Das ist doch gar nicht der Fall, da waren auch Experten für Wale und Meeresbiologie dabei - u.a. Sebastian Strand und Pedro Baranda. Die waren aber, anders als die Experten, die Ferndiagnosen gestellt hatten, direkt vor Ort und kamen wohl zu anderen Schlüssen als jene, die sich nie näher mit dem Wal beschäftigt hatten.

Der Fall dieses Wales war und ist weltweit einzigartig. Da hätte es auch den auf Studien und Leitlinien beharrenden Experten ganz gut zu Gesicht gestanden, sich nicht nur allein auf diese Studien und Leitlinien zu beziehen, sondern ggf. mal genauer hinzuschauen und eben auch mal andere Ansätze zumindest zu bedenken. Da sind mMn zum Teil falsche Aussagen getroffen worden - kann bei so einer bislang einmaligen Situation passieren. Aber auch rückwirkend nicht mal die Cojones zu haben und die ersten eigenen Einschätzungen zu hinterfragen, finde ich schon sehr traurig. Man hätte so ggf. weitere und neue Erkenntnisse sammeln können...


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

um 10:26
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Es wurde aber aufgrund einer Prognose, die nicht zutreffen muß, von vornherein entschieden, einfach GAR NICHTS zu tun. Obwohl dort ein hilfloses lebendes Tier lag.
Prognosen müssen nie zutreffen müssen. Aber für eine Entscheidung sind sie ex ante die einzig mögliche Grundlage, weil niemand den Röntgenblick hat. Auch nicht Walflüsterer oder Kleintierexperten. Ex post weiß man immer mehr, aber dann ist die Sache gelaufen.

Deshalb war es möglich, dem Tier nicht zu helfen, wenn man damit einen Sterbeprozess in die Länge gezogen oder das Tier unnötig gequält hätte.

Ich kann aber auch gut verstehen, dass der zuständige Minister dem öffentlichen Druck nachgegeben und einen Rettungsversuch geduldet hat. Eine Rettung, die dem Tier verdammt viel abverlangt hat, die eine Tortour war. Denn ein Wal kann nicht wissen, dass die Bagger um ihn herum ihn freischaufeln wollen und auch nicht, dass die Barge, in der er steckt, ihn in die "Freiheit" bringen will. Und wenn er im freien Wasser ist, erlebt er das auch nicht als "Freiheit".

Bei aller großen Intelligenz der Meeressäuger fehlt ihnen doch menschliches Bewusstsein, die Erkenntnis. "Timmy" wurde aber vermenschlicht, als würde er spüren und wissen, dass es diese Menschen um ihn herum "gut" mit ihm meinten. Und das meinten natürlich besonders die Menschen, die um ihn herum waren.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es gibt noch andere relevante Kriterien, neben 'er lebt noch'.
Dazu gehören eben auch vorhandene Ressourcen und ist ein Transport umsetzbar (unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte fuer Mensch und Tier), ohne dass das Tier unnötig weiteres Leiden erfahren muss.

Und natürlich:

Und diese Frage ist derzeit - ohne Tracker-Daten - unbeantwortet.
Auch liegt keine (Video-)-Dokumentation vor und es ist nicht bekannt, wie sich der gesundheitliche Zustand des Wales sich waehrend des Transports (und nach Ausbringung) verhielt bzw. ob dieser überhaupt dokumentiert wurde.
Diese Datenerhebung war mit dem Ministerium vereinbart, und auch diese Daten wurden dem Ministerium nicht übermittelt.

Und ohne diese Daten kann man auch nicht schlussfolgern, dass der Rettungsversuch die beste Loesung hinsichtlich Tierwohl/Tierleid war.
Niemand kann wissen, ob die Aktion für das Tier am Ende mehr oder weniger Leid verursacht hat. Wer es behauptet, bewegt sich eher im Bereich Esoterik denn im Bereich des Wissens.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Hope war ja schon reserviert für:
- als Biodiesel verarbeitet zu werden
- der Wissenschaft zugeführt werden
Schon der von Dir verwendete Name "Hope" zeigt, wie sehr ein Tier hier mit Metaphysik aufgeladen wurde, die es nie (er-)tragen konnte. "Timmy" (nach Timmendorfer Strand) finde ich noch nachvollziehbar. "Hope" ist unerträgliches Pathos.


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um 10:30
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:und die ersten eigenen Einschätzungen zu hinterfragen, finde ich schon sehr traurig. Man hätte so ggf. weitere und neue Erkenntnisse sammeln können...
Dafür braucht man Daten, die die Rettungsinitiative bislang nicht geliefert hat und wohl auch nicht bereit ist, mit der wissenschaftl. Gemeinschaft zu teilen.

Auf welchen Grundlagen sollten Wissenschaftler künftig einen Wahltransport befürworten, wenn sie eben ueber diesen vermeintliche erfolgreichen Transport keine Daten bekommen?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das ist die irrationale Krankheit unserer Zeit: Persönliche Emotion und Intuition vor wissenschaftlicher Erkenntnis.
Das sehe ich auch so und ich finde das beängstigend.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Normalerweise sollte die Wissenschaft mittlerweile doch wissen , welche unnatürlichen Ursachen , dafür verantwortlich sind , das Cetaceas , stranden.
Und Backhaus könnte hier Massnahmen ableiten und umsetzen.


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um 10:31
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es gibt noch andere relevante Kriterien, neben 'er lebt noch'.
Dazu gehören eben auch vorhandene Ressourcen und ist ein Transport umsetzbar (unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte fuer Mensch und Tier), ohne dass das Tier unnötig weiteres Leiden erfahren muss.
Dazu sollte aber auch unbedingt die Frage gehören, ob dem Tier nicht auch unnötiges Leid zugefügt wurde, indem man es "auf Verdacht" über Wochen zum Verenden im Brackwasser der Ostsee verharren ließ und plante, das Problem auszusitzem, ohne das Tier auch nur ein einziges Mal genauer zu untersuchen (zumindest mal Proben vom Blas).

Und es sollte auch die Frage dazugehören, ob der Wal bei einem früheren Eingreifen nicht auch wesentlich bessere Überlebenschancen gehabt hätte.


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um 10:33
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es gibt noch andere relevante Kriterien, neben 'er lebt noch'.
Dazu gehören eben auch vorhandene Ressourcen und ist ein Transport umsetzbar (unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte fuer Mensch und Tier), ohne dass das Tier unnötig weiteres Leiden erfahren muss.
Eben. Das Gutachten beinhaltet aber gerade nicht, dass relevante Kriterien wie vorhandene Ressourcen und ein umsetzbarer Transport überhaupt geprüft wurden. Ebenso wenig konnte sicher von einem sterbenden Tier ausgegangen werden.

Trotzdem wurden über 14 Tage lang sämtliche Rettungsvorschläge von vornherein abgelehnt. Bis Privatleuten und Bundesministerium die rechtliche Möglichkeit mit der "vorübergehenden Inobhutnahme eines Wildtieres" bewusst wurde. Und somit die Verantwortlichkeit verlagert werden konnte. Es ging doch anscheinend die ganze Zeit nur um die Verantwortlichkeit und deren Folgen (Kosten) für MV.

Die Argumentation, es bedarf nun erst der Trackerdaten, ob eine Rettungsaktion überhaupt von Anfang an Sinn gemacht hätte, geht daher für mich fehl.


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um 10:39
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Dafür braucht man Daten, die die Rettungsinitiative bislang nicht geliefert hat und wohl auch nicht bereit ist, mit der wissenschaftl. Gemeinschaft zu teilen.
Man hätte so manche Daten auch selbst organisieren können, indem man den Wal selbst mal genauer untersucht hätte. Proben vom Blas wären möglich gewesen. Kontrolle der Atmung. Frühzeitige Unterwasseraufnahmen mittels Drohne, um sich ein genaueres Bild von der "Strandungssituation" zu machen, usw. usf.

Lange bevor die Initiative aktiv wurde, hätten all die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die sich jetzt um irgendwelche Daten betrogen fühlen, satt und reichlich Zeit gehabt, eigene Daten zu erheben, statt dem Tier beim Sterben zuzuschauen und es von den Möwen anfressen zu lassen. Es hätte ihnen auch frei gestanden, weitere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit ins Boot zu holen und sich weitere Meinungen anzuhören, ggf. auch welche, die von der eigenen Meinung abweichen. Das alles ist nicht passiert, warum auch immer. Ich persönlich denke nicht, dass dabei das erhoffte Exponat für das Museum im Vordergrund stand, sondern eher Arroganz und der Unwille, sich damit auseinanderzusetzen, dass dies ein Fall ist, der nicht der üblichen Lehrmeinung entsprach.


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um 10:40
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Schon der von Dir verwendete Name "Hope" zeigt, wie sehr ein Tier hier mit Metaphysik aufgeladen wurde, die es nie (er-)tragen konnte. "Timmy" (nach Timmendorfer Strand) finde ich noch nachvollziehbar. "Hope" ist unerträgliches Pathos.
Das kannst du halten , wie du willst , tausende andere und ich in D und weltweit bezeichnen ihn halt so , ob es dir oder anderen passt oder nicht , ist nicht relevant.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Und Backhaus könnte hier Massnahmen ableiten und umsetzen.
Richtig , man kann nur hoffen , das daraus die richtigen Schlüsse und Konsequenzen gezogen werden , damit das gleiche Possenspiel sich nie mehr wiederholen möge. Von daher ist der Name "Hope" nicht nur als Symbol der Hoffnung auf eine Rettung zu sehen.


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