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Bilder von Pluto

404 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Nasa, Pluto, New Horizons ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bilder von Pluto

03.06.2015 um 14:57
@Gim
Ich möchte nicht behaupten das ich da komplett richtig liege, aber du liegst da sicher auhc nicht ganz richtig was die Übertragung angeht.
Würden diese Daten nicht ankommen, müsste son Bild ja zig mal gesendet werden um irgendwann mal ein vollständiges zu erhalten. Einfach verloren gehen die Daten im normal Betrieb sicher nicht.
Eventuell muss die Sonde aber auch mit ihrer Energie haushalten. Entsprechend sorgfältig wird man planen was man tut und nicht zu viel Leistung auf ein mal abrufen.
Zitat von GimGim schrieb:Klingt natürlich erstmal plausibel, aber soviele Daten, dass es nicht für ~2 Minuten pro Tag reicht, um ein Foto zu übertragen?
So ein Foto muss auch gemacht werden.
Dann gesendet und empfangen.
Und nochmal: Die NASA wird keine popeligen 70kb Bilder empfangen. Wofür setzt man denn Millionen Dollar teure Optiken ein?
Um dann Bilder zu schießen wie Omas Familienfoto 1913?


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03.06.2015 um 16:41
Zitat von GimGim schrieb:Ich denke eher, dass es an der Geschwindigkeit liegt, welche nur ca. 1,1 Mio. km pro Tag beträgt.
Was hat die Geschwindigkeit damit zu tun?

Ich bin mir sicher in etwa 3 Wochen werden wir jeden Tag dutzende Bilder zu sehen kriegen. Bisher lohnt es sich einfach nicht täglich Bilder zu schiessen und zu übertragen. Man darf nicht vergessen, dass sich die Sonde jedesmal neu ausrichten muss um die Hauptantenne auf die Erde zu richten. Und das kostet Energie.


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03.06.2015 um 17:38
Hallo @alle !


Um mal meine Erklärung anzubieten, weshalb die Übertragung so lange dauert.

Es gibt im Weltraum genügend "Störsender", die eine Übertragung eines derart schwachen Signal überlagern und verrauschen. Um das zu verhindern, sendet man jedes Bild 1000 mal und "legt" die dann übereinander. Da eine "Störung" nun mal eine zufällige Verteilung hat, die "Nicht-Störung" aber System, verschwinden die Störungen nach und nach, weil sie von der "Nicht-Störung" überlagert wird.


Gruß, Gildonus


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03.06.2015 um 17:45
@Geisonik
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Ich möchte nicht behaupten das ich da komplett richtig liege, aber du liegst da sicher auhc nicht ganz richtig was die Übertragung angeht.
Dann rechne es doch selbst aus, wenn du mir nicht glaubst. Die Datenübertragungsrate bei Jupiter betrug noch 38kbit, bei Pluto beträgt sie ca 700 bit. Allein schon daran kann man erkennen, dass die Entfernung eine Rolle spielt. Jedenfalls bin ich nach einer Überschlagsrechnung zu dem Ergebnis gekommen, dass die Übertragungsrate bei ca. 1064 bit/s liegen müsste, was gut mit dem tatsächlichen Wert übereinstimmt. Die Differenz lässt sich mit der Abnahme der Generatorleistung erklären ( bei Jupiter ca. 98% der Originalleistung, bei Pluto ca. 79%).
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Würden diese Daten nicht ankommen, müsste son Bild ja zig mal gesendet werden um irgendwann mal ein vollständiges zu erhalten. Einfach verloren gehen die Daten im normal Betrieb sicher nicht.
Weißt du überhaupt wie digitale Daten übertragen werden? Es werden nicht ganze Bilder, sondern einzelne Bits übertragen. Hier auf der Erde wie da draußen im Weltraum. Der Unterschied besteht darin, dass hier auf der Erde aufgrund der kurzen Übertragungswege und praktisch keinem Verlust eine von einer Vergleichweise unbegrenzten Übertragungsrate sprechen kannst.

Wenn die Trägerwelle, mit der ein Bit übertragen wird, nicht empfangen wird, dann ist das Bit weg, so einfach ist das. Oder denkst du vielleicht, der Computer könnte ein Bit empfangen, dass von der angeschlossenen Antenne nicht empfangen wurde? Dann stellt sich die Frage nach dem Sinn von Antennen.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:So ein Foto muss auch gemacht werden.
Und die Herausforderung besteht worin?
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Dann gesendet und empfangen.
Das ist nur ein Vorgang. Sobald die Daten hier ankommen, werden sie empfangen (Jedenfalls, wenn sie auf die Antenne treffen). Die Übertragung erfolgt mit Lichtgeschwindigkeit, braucht also weniger als 5 Stunden. Ein täglicher Empfang eines Bildes ist also durchaus drin.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Und nochmal: Die NASA wird keine popeligen 70kb Bilder empfangen. Wofür setzt man denn Millionen Dollar teure Optiken ein?
Um dann Bilder zu schießen wie Omas Familienfoto 1913?
Verstehst du etwas vom Aufbau von Teleskopen? Falls nein, würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Die LORRI-Kamera ist ein ziemlich gewöhnliches RC-Teleskop mit einem 1024x1024 Pixel CCD-Chip. Wenn daran überhaupt irgendetwas Besonderes ist, dann dass dieses Teleskop weltraumtauglich ist. Ich bezweifle, dass es Millionen Dollar gekostet hat, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Falls es aber nur deine Vermutung war, will ich dir sagen, dass die Übertragung der Missionskosten auf die Kosten eines Gerätes keine guten Schlussfolgerungen liefern.

@Celladoor
Zitat von CelladoorCelladoor schrieb:Was hat die Geschwindigkeit damit zu tun?
Lies nochmal meinen Text. Ich schrieb, dass die Entfernung halbiert werden muss, um die Auflösung zu verdoppeln. Das letzte Foto, dass wir erhalten haben, ist laut Eintragung vom 12 Mai aus einer Entfernung von 46,6 Millionen km gemacht worden. Die Hälfte dieser Entfernung ist 23,3 Mio. km, für welche die Sonde ca 20,8 Tage, also knapp 3 Wochen braucht. Die Hälfte von 23,3 Mio km sind 11,65 Mio. km, dafür braucht die Sonde nur noch 10,4 Tage. Und so weiter, und so weiter. Für jede Halbierung der vorangegangenen Strecke gibts die doppelte Auflösung. Da die Geschwindigkeit der Sonde gleich bleibt, heißt das auch, dass sich die Auflösung in immer kürzeren Zeitabständen verdoppelt.


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03.06.2015 um 17:52
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Um mal meine Erklärung anzubieten, weshalb die Übertragung so lange dauert.
Es dauert nicht Wochen um Bilder zu übertragen, meine Güte!


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03.06.2015 um 17:55
Zitat von GimGim schrieb:Lies nochmal meinen Text.
Jo. Hab dich falsch verstanden, sorry.


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03.06.2015 um 18:03
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Um das zu verhindern, sendet man jedes Bild 1000 mal und "legt" die dann übereinander.
Ich denke eher so ein Bild wird in kleine Pakete aufgeteilt. Vor dem senden erhält jedes Paket einen Stempel mit der Grösse des Paketes. Stimmt die Grösse beim Empfang nicht mit der Grösse des Stempels überein wird das Paket bei der nächsten Übertragung nochmals gesendet.


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03.06.2015 um 20:23
@Gim

Deine Begründung finde ich zwar auch weiterhin nicht schlüssig, richtig könnte aber sein, dass der Signal-Rausch-Abstand bei sehr schwachen Sendern vermutlich abnimmt. Und damit wurde nach dem Shannon-Hartley Gesetz auch die Übertragungsrate abnehmen.

Ist nicht so wichtig, aber die NASA hatte in der Tat eine interessante Pressekonferenz, schaut mal hier

http://www.nasa.gov/press-release/nasa-s-hubble-finds-pluto-s-moons-tumbling-in-absolute-chaos


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greenkeeper Diskussionsleiter
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03.06.2015 um 20:24
Zitat von GimGim schrieb:Nein, es kommt eben nicht an, da das Signal trotz Richtantenne nicht punktgenau ausgerichtet werden kann. Alles, was die Empfangsantenne hier auf der Erde nicht oder nicht genau trifft, wird auch nicht empfangen.
Die Sendeantenne streut allerdings ebenfalls und die gesamte der Antenne zugewandte Erdoberfläche liegt meines Wissen auch im Streubereich oder die Verbindung und damit die Datenübertragung kommt gar nich erst zustande.

Die Bitrate des Signals bleibt dieselbe, es sei denn sie wird vom Sender gesteuert verringert um Energie für die Übertragung zu sparen. Die Stärke des Empfangssignals wird eben geringer, so dass es im Empfänger einer größeren Verstärkung unterzogen werden muss, um es von Hintergrundrauschen zu trennen.

So seh ich es jedenfalls. :)

Gruß greenkeeper


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03.06.2015 um 20:46
Ok, Ergänzung, ich denke zumindest mathematisch wird mir jetzt klar, wie die Singnalleistung in die Ermittlung der bitrate eingeht. Bei wiki wird es beschrieben:

Wikipedia: Shannon-Hartley-Gesetz#.C3.9Cbertragungskanal mit Rauschen


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03.06.2015 um 21:33
@greenkeeper
Zitat von GimGim schrieb:Alles, was die Empfangsantenne hier auf der Erde nicht oder nicht genau trifft, wird auch nicht empfangen. Und der Streukreis nimmt mit zunehmender Entfernung ab, aufgrund des Abstandsgesetzes.
Zitat von greenkeepergreenkeeper schrieb:Die Sendeantenne streut allerdings ebenfalls und die gesamte der Antenne zugewandte Erdoberfläche liegt meines Wissen auch im Streubereich oder die Verbindung und damit die Datenübertragung kommt gar nich erst zustande.
Was ich da geschrieben war, war auch unverständlich bzw. enthielt einen Fehler. Natürlich streut die Richtantenne, das habe ich ja nun auch schon mehrfach geschrieben. Was ich eigentlich sagen wollte war, alles was die Antenne (hier auf der Erde) nicht oder nicht exakt trifft, wird Nicht empfagen. Das Wort "Erde" ist dort also fehl am Platz. Außerdem nimmt der Streukreis mit steigender Entfernung zu und nicht ab. Jedenfalls hast du Recht, die Energie des Sendesignals nimmt nicht ab, sondern das, was hier empfangen wird, eben weil nicht alles die Antenne trifft.

@Usul

Danke für den Link! Ist auf jeden Fall sehr interessant.
Zitat von UsulUsul schrieb:Deine Begründung finde ich zwar auch weiterhin nicht schlüssig, richtig könnte aber sein, dass der Signal-Rausch-Abstand bei sehr schwachen Sendern vermutlich abnimmt. Und damit wurde nach dem Shannon-Hartley Gesetz auch die Übertragungsrate abnehmen.
Okay, was genau ist denn daran nicht schlüssig? Nach dem Abstandsgesetz verringert sich die Signalstärke zum Quadrat des Abstandes. Ich will ja gar nicht ausschließen, dass da auch noch andere Faktoren mit reinspielen, aber es wäre schon ziemlich erstaunlich, dass Realität und meine Überschlagsrechnung zufällig so nahe bei einander liegen.

Laut Wikipedia war die Übertragungsrate der Sonde bei Jupiter ca. 38 000 bit und wird bei Pluto ca. 700 bit sein. Als die Sonde am Jupiter vorbei flog, war sie ca 5,395 AE entfernt, bei Pluto werden es 31,905 AE sein. Die Entfernung zu Pluto ist also 5,913x größer als sie zuJupiter war. 5,913 zum Quadrat ist 34,973.

38000/34,913 = 1086 (Hatte vorhin nur mit 2 Stellen hinter dem Komma gerechnet).

1086 bit/s also. Ist nicht besonders weit von den realen 700 bit entfernt, wobei Wikipedia ja leider keine genauen Angaben macht und man daher nicht weiß, ob es ziemlich exakt 38 000 und 700 bit pro Sekunde sind oder ob das in Wirklichkeit größere Spannen sind. Wie ich auch schon schrieb, war mir klar, dass es eine offensichtliche Differenz gibt, wobei ich mir das mit der abnehmenden Leistung des Energiegenerators erklärt habe. Das es auch am Rauschen liegen kann oder einer Kombination verschiedener Gründe ist natürlich ebenso möglich.


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03.06.2015 um 22:53
@Usul

Eigentlich mag ich ja keine Doppelposts, aber das ist mir erst jetzt aufgefallen:
Das Shannon-Hartley-Gesetz beschreibt in der Nachrichtentechnik die theoretische Obergrenze der Bitrate eines Übertragungskanals in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis, über den mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine fehlerfreie Datenübertragung möglich ist.
In der Praxis wird die erzielbare Bitrate von Eigenschaften wie der Kanalkapazität und von Verfahren wie der Kanalkodierung beeinflusst. Das Shannon-Hartley-Gesetz liefert das theoretische Maximum, das mit einer hypothetischen optimalen Kanalkodierung erreichbar ist, ohne darüber Auskunft zu geben mit welchem Verfahren dieses Optimum zu erreichen ist.
Die Kanalkapazität ist wiederum begrenzt

1. durch Störungen, welche am Übertragungskanal auf die Symbole einwirken und diese verfälschen

2. durch den Umstand, dass eine gesendete Information am Übertragungskanal verloren gehen kann.

Quelle: Wikipedia

Wikipedia: Shannon-Hartley-Gesetz

Wikipedia: Kanalkapazität

Das heißt, deine Aussage beschreibt nur die maximale Datenübertragungsrate im Verhältnis zum Rauschen. Da das Rauschen allerdings nicht beliebig zunehmen kann (das Rauschen auf dieser Frequenz ist zwangsläufig der Radiohintergrund unserer Galaxie), kann eine Veränderung dieses Verhältnisses sich nur durch die Abnahme der Signalstärke ereignen. Oder mit anderen Worten, damit deine Aussage richtig ist, ist die Richtigkeit meiner Aussage zwingend erforderlich.

Wenn ich den Wikipediaartikel richtig interpretiere, handelt es sich bei dem Übertragungskanal um einen binären Auslöschungskanal. Dieser gibt eine Information oder einen Fehlercode aus, genauso wie das bei der Sonde der Fall ist. Was auch logisch ist, da ein Bit, welches nicht auf die Antenne trifft, nicht empfangen werden kann.

Wikipedia: Binärer Auslöschungskanal

Um Übertragungsfehler zu verhindern werden zusätzliche Bits als Redundanz hinzugefügt womit deine Annahme, @Celladoor weniger plausibel erscheint. Offenbar ist es so, dass ein Paket "Redudanzbits" enthält, mit denen dann fehlerhafte Bits wiederhergestellt werden. Offenbar werden also Pakete mit größerem Volumen als nötig gesendet und kommen dann entweder komplett, wiederherstellbar beschädigt oder irreparabel beschädigt an. Im Fall eines nicht zu reparierendem Bits entsteht dann offenbar ein Bildfehler.

Wikipedia: Fehlerkorrekturverfahren#Fehlererkennung

Insgesamt ist Informatik offenbar spannender als ich dachte.


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04.06.2015 um 06:51
@Gim
Zitat von GimGim schrieb:Weißt du überhaupt wie digitale Daten übertragen werden? Es werden nicht ganze Bilder, sondern einzelne Bits übertragen. Hier auf der Erde wie da draußen im Weltraum. Der Unterschied besteht darin, dass hier auf der Erde aufgrund der kurzen Übertragungswege und praktisch keinem Verlust eine von einer Vergleichweise unbegrenzten Übertragungsrate sprechen kannst.

Wenn die Trägerwelle, mit der ein Bit übertragen wird, nicht empfangen wird, dann ist das Bit weg, so einfach ist das. Oder denkst du vielleicht, der Computer könnte ein Bit empfangen, dass von der angeschlossenen Antenne nicht empfangen wurde? Dann stellt sich die Frage nach dem Sinn von Antennen.
Dann lies was ich geschrieben habe:
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Würden diese Daten nicht ankommen, müsste son Bild ja zig mal gesendet werden um irgendwann mal ein vollständiges zu erhalten.
Das ist nichts anderes.
Wenn ich je Sendevorgang 1 / 50stel Bild empfange muss ich mindestens 50 mal senden um irgendwann ein vollständiges zu haben. Und dann werden aus ein paar Minuten mal schnell ein paar Stunden Sendevorgang.
Zitat von GimGim schrieb:Ich bezweifle, dass es Millionen Dollar gekostet hat, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Eine Kamera besteht nicht nur aus dem Chip, auch aus Optik, aber das ist ein anderes Thema.

LORRIs Informationen werden mit 12 bits / Pixel wiedergegeben.
Das ergibt bei 1024 x 1024 Pixel deutlich mehr als 70kb.

Und dann haben die Jungs von der NASA auch noch andere Dinge mit der Sonde vor als nur den neugierigen jeden Tag ein neues Foto vorzulegen.
Die Wissenschaftlichen Daten und die Bilder und Auswertungen die nur zur Navigation dienen und keinen Menschen außer den Mitarbeitern interessieren werden wir auch nicht zu Gesicht bekommen.
Zitat von GimGim schrieb:Und die Herausforderung besteht worin?
Nicht wahllos in der Gegend rum zu knipsen.
Zitat von GimGim schrieb:Ein täglicher Empfang eines Bildes ist also durchaus drin.
Hier schreibst du das, während du gleichzeitig erklärst
Zitat von GimGim schrieb:Weißt du überhaupt wie digitale Daten übertragen werden? Es werden nicht ganze Bilder, sondern einzelne Bits übertragen. Hier auf der Erde wie da draußen im Weltraum. Der Unterschied besteht darin, dass hier auf der Erde aufgrund der kurzen Übertragungswege und praktisch keinem Verlust eine von einer Vergleichweise unbegrenzten Übertragungsrate sprechen kannst.

Wenn die Trägerwelle, mit der ein Bit übertragen wird, nicht empfangen wird, dann ist das Bit weg, so einfach ist das. Oder denkst du vielleicht, der Computer könnte ein Bit empfangen, dass von der angeschlossenen Antenne nicht empfangen wurde? Dann stellt sich die Frage nach dem Sinn von Antennen.
Aha :note:
Erst mal also aufschreien...
und sich dann widersprechen.
Zitat von GimGim schrieb:Die Differenz lässt sich mit der Abnahme der Generatorleistung erklären ( bei Jupiter ca. 98% der Originalleistung, bei Pluto ca. 79%).
So ein Generator kann nicht unendlich viel Energie erzeugen, irgendwann ist Schluss. Und bis dahin ist es besser die vorhandene Energie sinnvoll zu nutzen anstatt zur Besänftigung von neugierigen jeden Tag ein Foto zu knipsen auf dem man nichts erkennt und umherzusenden.

Nu bin ich raus :vodka:


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04.06.2015 um 13:09
Hier noch mal die Neuigkeiten zu Pluto und seinen Monden:

"Bahnresonanzen, chaotische Rotation, dunkle Oberfläche – Hubble-Aufnahmen liefern überraschendes Bild des Zwergplaneten und seiner Begleiter."

http://www.pro-physik.de/details/news/8004291/Pluto_und_seine_Monde.html


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04.06.2015 um 16:39
@Geisonik
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Dann lies was ich geschrieben habe:
Oh, das habe ich.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Das ist nichts anderes.
Wenn ich je Sendevorgang 1 / 50stel Bild empfange muss ich mindestens 50 mal senden um irgendwann ein vollständiges zu haben. Und dann werden aus ein paar Minuten mal schnell ein paar Stunden Sendevorgang.
Deine ursprüngliche Aussage lautete:
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Würden diese Daten nicht ankommen, müsste son Bild ja zig mal gesendet werden um irgendwann mal ein vollständiges zu erhalten. Einfach verloren gehen die Daten im normal Betrieb sicher nicht.
Wobei du den zweiten Satz
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb: Einfach verloren gehen die Daten im normal Betrieb sicher nicht.
geflissentlich ignoriert hast, in der Hoffnung, ich würde das nicht bemerken. Erst gehen die Daten nicht verloren und nun können sie es laut diesem Satz
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb: Und dann werden aus ein paar Minuten mal schnell ein paar Stunden Sendevorgang.
also doch tun? Wir wollen nicht vergessen, ursprünglich hast du meiner Aussage keinen Glauben geschenkt, dass die Bitrate abnimmt, mit folgender Begründung:
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Warum die Bitrate abnimmt verstehe ich dabei dennoch nicht.
Es kommt ja trotzdem an, nur eben sehr schwach.
Anschließend habe ich meine Erklärung abgeliefert, dass nicht alle Informationen ankommen können, weil nicht alle Wellen die Antenne treffen, später dann noch die wie man verlorene Daten wiederherstellen kann. Und dann sagst du:
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:´Das ist nichts anderes.
Wenn ich je Sendevorgang 1 / 50stel Bild empfange muss ich mindestens 50 mal senden um irgendwann ein vollständiges zu haben. Und dann werden aus ein paar Minuten mal schnell ein paar Stunden Sendevorgang.
Das ist doch genau dasselbe was ich die ganze Zeit sage. Deine Argumentation ergibt doch gar keinen Sinn, wenn du mir erst widersprichst und dann dasselbe schreibst wie ich, aber so tust, als würdest du mir immer noch widersprechen.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Eine Kamera besteht nicht nur aus dem Chip, auch aus Optik, aber das ist ein anderes Thema.
Allein dieser Fauxpas disqualifiziert dich schon völlig als ernstzunehmenden Diskussionspartner. Ich schreibe, LORRI ist ein RC-Teleskop und du schreibst mir, eine Kamera besteht auch aus Optik. Du hättest wenigstens nach RC-Teleskop googeln können, um den Anschein einer schlagkräftigen Argumentation zu wahren. RC-Teleskope in LORRIs Größe gibt es schon für 20 000 € zu haben, nicht irgendwelche Amateurware, sondern professionelles Gerät. Selbst wenn man von Zusatzkosten aufgrund von Einzelfertigung und Weltraumtauglichkeit ausgeht, ist es unwahrscheinlich, dass deine "Millionen Dollar teure Optik" mehr als 100 000 $ kostet. Und selbst wenn sie es doch täte, hätten wir gerade Mal ein Zehntel von einer Million erreicht.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:LORRIs Informationen werden mit 12 bits / Pixel wiedergegeben.
Das ergibt bei 1024 x 1024 Pixel deutlich mehr als 70kb
Zugegeben, hier liegt der Fehler ganz bei mir. Ein derartiges Foto hätte mehr als 12 MB und die Übertragung bei 700 bit/s würde annähernd 5 Stunden dauern. Dennoch ist auch hier eine Übertragung innerhalb eines Tages möglich.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Und dann haben die Jungs von der NASA auch noch andere Dinge mit der Sonde vor als nur den neugierigen jeden Tag ein neues Foto vorzulegen.
Die Wissenschaftlichen Daten und die Bilder und Auswertungen die nur zur Navigation dienen und keinen Menschen außer den Mitarbeitern interessieren werden wir auch nicht zu Gesicht bekommen.
Da du dich ja so außerordentlich gut mit der Mission auseinandergesetzt hast, kannst du uns ja gerne verraten, wieviele der anderen Geräte derzeit benutzt werden.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Aha :note:
Erst mal also aufschreien...
und sich dann widersprechen.
Du redest nur Käse. Selbst wenn ich die 12 MB als Referenz nehmen würde, wäre eine tägliche Übertragung möglich. Die danach von dir zitierten Sätze stehen schlicht in gar keinem Kontext zur Aussage, dass eine tägliche Übertragung möglich ist. Sie bezogen sich vielmehr auf deine vorherige Aussage, dass du es dir nicht vorstellen kannst, dass die Bitrate mit zunehmender Entfernung abnimmt.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:So ein Generator kann nicht unendlich viel Energie erzeugen, irgendwann ist Schluss.
Hohles Geblubber. Die Atome der Nuklidbatterie zerfallen, ob du ihre Energie nun nutzt oder nicht.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb: Und bis dahin ist es besser die vorhandene Energie sinnvoll zu nutzen anstatt zur Besänftigung von neugierigen jeden Tag ein Foto zu knipsen auf dem man nichts erkennt und umherzusenden
Ahja und wie? Ich hoffe dir ist klar, dass die meisten von New Horizons Geräten Nähe zu Pluto erfordern und sie derzeit nicht viel Nutzen. Davon mal abgesehen ist das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen, auf die dahinterliegende Argumentation gehst du gar nicht ein. Du schreibst auch gar worin das Problem meiner Argumentation liegt, sondern tust so, als hättest du die Meinung, die du in diesem Post vertrittst schon die ganze Zeit gehabt, obwohl dies, wenn man deine vorherigen Posts liest, offensichtlich nicht der Fall ist.
Zitat von GeisonikGeisonik schrieb:Nu bin ich raus
Was zu erwarten war, nachdem du keine Argumente lieferst und mit diesem sinnlosen Kommentar auch noch versuchst, die Diskussion einseitig zu beenden.


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05.06.2015 um 07:00
@Gim
Ich schaue hier nur interessehalber der Fotos wegen vorbei, daher gehe ich da jetzt nicht weiter drauf ein. Wir können uns hier noch ewig den Kopf einhauen mit Meinungen und Vermutungen, wir sind beide nicht bei der NASA oder deren Partnern (jedenfalls ich nicht, so wie es klingt du wohl auch nicht), daher macht es keinen Sinn.

Nur eines noch ums klar zu stellen:
Zitat von GimGim schrieb:als hättest du die Meinung, die du in diesem Post vertrittst schon die ganze Zeit gehabt, obwohl dies, wenn man deine vorherigen Posts liest, offensichtlich nicht der Fall ist.
Wenn du damit meinst das ich gern mehr Bilder hätte: Klar hätte ich das gerne. Aber nach mir geht es nun mal nicht. Das entscheiden andere Leute, die deutlich mehr Ahnung von dem ganzen Kram haben als wir beide zusammen.
Daher finde ich es zwar schade, aber muss man so akzeptieren.

Auf Korrekturen meiner Aussage und auch Korrekturen bzgl der Fehler in deiner verzichte ich jetzt, weil es uns nicht weiter bringt. Damit will ich nicht sagen das ich alles weiß :D
Aber ein paar Dinge sind so nicht korrekt, auch an meiner Aussage vorher wie du ja hier und da richtig gestellt hast.


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05.06.2015 um 07:59
Sehr spannende Mission.

Mal eine Frage:

auf der vorletzte Seite gibt es eine kurze Animation / Bildersequenz von Pluto und Charon.

Da sieht es für mich so aus, als ob auch Pluto in seiner Eigenrotation ganz schön "taumelt"
Und dass seine Kugelgestalt offenbar wirklich eine ziemlich große Delle hat.


Verbunden mit den neuen Erkenntnisse über die Form der Monde und deren "Bahntanz" - wäre es denkbar, dass das ganze Plutosystem der Überrest eines größeren, durch Kollision zerbrochenen Felsplaneten ist? (Ergänzung: Oh Mann, steht ja auch im deutschen Link schon da, wer lesen kann ist klar...)

Das macht die ganze Sache natürlich noch spannender, das wir da quasi so ne Erde Live "Erde-Mond-Kollisons-Experimentallabor" sehen.


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05.06.2015 um 08:02
@john-erik

Genau das ist die Vermutung.

"Pluto's moons are believed to have been formed by a collision between the dwarf planet and a similar-sized body early in the history of our solar system. The smashup flung material that consolidated into the family of moons observed around Pluto today."

http://www.nasa.gov/press-release/nasa-s-hubble-finds-pluto-s-moons-tumbling-in-absolute-chaos


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05.06.2015 um 13:04
Zitat von john-erikjohn-erik schrieb:Da sieht es für mich so aus, als ob auch Pluto in seiner Eigenrotation ganz schön "taumelt"
Selbst die Erde taumelt, während der Mond sie umkreist. Und der hat nur wenig mehr als ein Achtzigstel der Erdmasse.

mond um erde 2

Charon hat schon ein Achtel der Plutomasse, sodaß das Baryzentrum, also der gemeinsame Mittelpunkt, um den beide Körper kreisen, bereits deutlich außerhalb von Pluto liegt.

Pluto-Charon System
Zitat von john-erikjohn-erik schrieb:Und dass seine Kugelgestalt offenbar wirklich eine ziemlich große Delle hat.
Könnt auch ne schlecht reflektierende Oberflächenregion sein. Denn ab einer gewissen Größe zwingt die Eigengravitation Himmelskörper in eine annähernde Kugelgestalt (bzw. zu einem Rotationsellipsoid). Die Grenze liegt in der Nähe eines Durchmessers von 1000km, Abweichungen davon hängen von der Dichte des Himmelskörper-Materials ab. Pluto jedenfalls liegt deutlich über dieser Grenze; daher ist seine Kugelgestalt ziemlich sicher. Dellen der Planetenoberfläche sind natürlich möglich, wie etwa der Unterschied auf der Erde zwischen Himalaya und Marianengraben. Aber knapp 20km Höhenunterschied sind bei zwölfkommaschlagmichtot tausend Kilometern weniger Abweichung als bei einem mit der Hand gezeichneten Kreis.
Zitat von john-erikjohn-erik schrieb:wäre es denkbar, dass das ganze Plutosystem der Überrest eines größeren, durch Kollision zerbrochenen Felsplaneten ist?
Monde mit einer Masse, die in die Nähe der Prozentmarke des umkreisten Planeten kommen oder drübergehen, stabilisieren die Rotationsachse dieses Planeten. Was nicht für das Entstehen, wohl aber für das Gedeihen von Leben wichtig ist, wahrscheinlich unabdingbar für höheres, gar intelligentes Leben ist. Unter sämtlichen Planeten unseres Sonnensystems ist die Erde der einzige mit solch einem Mond. Und der scheint eben aus solch einer Kollision hervorgegangen zu sein. Unter den Zwergplaneten, selbst unter den noch kleineren Objekten gibt es sie aber mehrfach, Monde mit einer Masse im Prozentbereich gemessen am umkreisten Zentralobjekt. Tatsächlich können die uns womöglich Details verraten, welche Mechanismen (Kollision, Einfangen eines vorbeifliegenden Objektes) solch einen Mond bewirken und wie häufig so etwas vorkommen kann. Wir hätten auch für die Drake-Gleichung einen Teilaspekt eines Terms der Rechnung in der Hand und könnten wieder mal mit der Formel rumspielen und abschätzen, wie viele "Geschwister" es "da draußen" geben mag.


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greenkeeper Diskussionsleiter
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09.06.2015 um 19:49
So langsam kommt man der Sache näher. :)

150606 Pluto

Gruß greenkeeper


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