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Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

598 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Titan, Cassini, Huygens

Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

24.08.2016 um 21:18
@DonkeyKong

Deine Begründung ist nicht hinreichend. Die Sonne scheint z.B. auch auf den Mond, der von der Sonne etwa genauso weit entfernt ist wie die Erde. Trotzdem gibt es dort kein Leben. Es muss also noch weitere Gründe geben, warum es außerhalb der Erde kein Leben geben solle. Viel Spaß beim Gründe suchen und finden ... :)


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Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

28.02.2017 um 21:25
@wolf359
Eine interessante Arbeit von Rahm et al 2016 bezüglich möglichen methanbasierten Lebens auf Titan:
http://www.pnas.org/content/113/29/8121.full.pdf
Ist immerhin einmal ein beachtenswerter Ansatz

Eine weitere Arbeit von Clancy et al 2015 beschäftigte sich mit möglichen biomenbranartigen Strukturen.

http://advances.sciencemag.org/content/1/1/e1400067

http://news.cornell.edu/stories/2015/02/life-not-we-know-it-possible-saturns-moon-titan

Auch das ein interessanter Ansatz.


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Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

27.03.2017 um 00:24
In den Seen und Meeren des Titan treten immer wieder unerklärliche "Inseln" auf, die auf ebenso rätselhafte Weise wieder verschwinden; für dieses schon länger bekannte Phänomen haben Wissenschaftler nun vielleicht eine Erklärung gefunden. Demnach könnten die Inseln aus Stickstoff bestehen, das als Gas an die Oberfläche sprudelt, ähnlich wie Mineralwasser oder sie bestehen aus Eisschollen aus Kohlenwasserstoff die durch den Stickstoff an die Oberfläche gespült werden. Nach einer anderen Überlegung könnten Ethan- Eisschollen auch an die Oberfläche treiben und dort Stickstoff abgeben. Der Stickstoff könnte beispielsweise mit flüssigen Methan und Ethan in die Gewässer des Titan regnen und sich durch Veränderungen in der Temperatur und im Luftdruck wieder aus dem Gewässer lösen. Auch das Mischungsverhältnis von flüssigem Methan und Ethan bestimmt dabei wie leicht Stickstoff aufgenommen wird und sich wieder lösen kann.
Am 22. April wird die Raumsonde Cassini die Region wieder unter die Lupe die nehmen und kann dabei vielleicht entschlüsseln, ob die "Inseln" nun aus Wellen, Blasen, Eisschollen oder aus etwas anderem bestehen...


http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/laborexperimente-koennten-titans-magische-inseln-erklaeren20170320/

Ich finde das sehr interessant, existiert doch -wie erwähnt- auch ein vergleichbarer Kreislauf auf der Erde nur mit Kohlendioxid, anstatt mit Stickstoff. Ich denke, das die Eisschollen auch andere Verbindungen enthalten können, die bekanntlich in der Atmosphäre entstehen und ebenfalls auf die Oberfläche und in die Gewässer regnen, und es sollen ja auch Eisschollen entdeckt worden sein, die an der Oberfläche eines Gewässers treiben, weil sie infolge von Gaseinschlüssen schwimmen können. Die Stickstoff-Lösung könnte vieles erklären und auch richtig sein, aber wie sich der Stickstoff im Einzelfall verhält hängt vielleicht noch von anderen Faktoren ab...


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Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

27.03.2017 um 06:37
@wolf359
GreWi ist eine nicht so gute Quelle ;) (das sind keine Nachrichten aus der Anomalistik, Grenz- und Parawissenschaften).
http://www.space.com/32977-bubbles-on-titan-create-magic-islands.html
Für das Phänomen gibt es mindestens 3 Theorien.


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Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

24.08.2017 um 03:11
In der oberen Atmosphäre des Titan wurden negativ geladene Kohlenstoffketten entdeckt, wie sie auch in der Uratmosphäre der Erde existiert haben. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Vorläufermoleküle der Bausteine des Lebens; der Nachweis dieser sehr reaktiven Moleküle in so großer Höhe ist eine Überraschung, die zu einer Neubewertung des Aufbaus der Titan-Atmosphäre führen könnte. Mit zunehmender Bodennähe nimmt die Anzahl der Kohlenstoffketten ab, dafür nehmen die Aerosole zu, Gemische aus Gasen mit Partikeln und/oder Flüssigkeiten; es wird angenommen, das sich die Ketten hier in größeren organischen Molekülen anreichern, die dann zu Boden sinken...

Es ist der erste eindeutige Nachweis dieser Moleküle in einer planetenähnlichen Atmosphäre. Aus der Zusammensetzung der Titanatmosphäre, die der Atmosphäre anderer Welten ähnlich sein könnte, lässt sich die Anreicherung komplexer organischer Moleküle, Vorformen des Lebens also, als ein universeller Prozess annehmen. Dementsprechend häufig könnte sich an diesen Orten unter günstigen Umständen Leben entwickeln. Eine weitere Entdeckung der Raumsonde Cassini...

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/cassini-sonde-findet-lebensmolekuel-auf-saturnmond-titan20170728/

Haben zuvor Wissenschaftler noch über die Chemikalie Akrylnitril spekuliert, die stabile Zellmembranen unter den Umweltbedingungen auf dem Titan ermöglichen könnte, so gelang nun mit dem ALMA-Teleskop deren Entdeckung in der Atmosphäre. Von hier aus sinken große Mengen des Moleküls auf die Oberfläche und damit auch in die Seen, die aus flüssigem Methan und Ethan bestehen. Im Laufe sehr langer Zeiträume, deren Beginn bis in die Entstehungszeit des Titan reichen, könnten sich bis heute sehr viele Moleküle gebildet haben, und als ein möglicher Baustein potentiellen Titanlebens dienen...
Die Entdeckung dieser seltenen, dafür aber astrobiologisch so bedeutenden Chemikalie ist gerade für jene Wissenschaftler von besonderer Bedeutung, die hoffen, schon bald bestimmen zu können, ob es auch auf eisigen Welten wie Titan Leben geben könnte“, so der Mitautor der Studie Martin Cordiner, ebenfalls vom GCA. „Diese Entdeckung erweitert ein weiteres Mal unsere bisherige Vorstellung von der chemischen Komplexität unseres Sonnensystems.
http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/auf-saturnmond-titan-koennten-zellmembranen-entstehen20170729/

Zwei potentiell “lebensrelevante” Moleküle, die theoretisch vorhergesagt wurden, konnten also tatsächlich in der Titan-Atmosphäre nachgewiesen werden, wo sie wahrscheinlich schon seit Jahrhunderten von Millionen Jahren entstehen und sich nach und nach auf der Oberfläche absetzen; andere Moleküle wie Acetylen und Wasserstoff verschwinden hier auf rätselhafte Weise und gerade sie sind es, die eine wichtige Rolle für mögliches Leben auf dem Titan spielen könnten. Sind sie alle “nur” in komplexen chemischen Prozessen eingebunden, oder schon Teil einer exotischen Titan-Biologie ? Der eingefrorene Beginn einer Lebensenstehung oder deren Vollendung ?

Die Antwort liegt noch verborgen, “in den Nebeln” des Titan...


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Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

12.05.2018 um 18:11
Auswertungen von Daten aus der kürzlich beendeten Cassini-Mission ergeben, das auf dem Titan auch so etwas wie "Grundwasser" existiert, nur das hier anstelle des Wassers flüssige Kohlenwasserstoffe wie Methan und Ethan fließen; es existiert anscheinend eine Art poröse Schicht, die einige Seen miteinander verbindet, und über die dann durch einen Austausch von Flüssigkeit ein gemeinsamer "Meerespiegel" entsteht...

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/saturnmond-titan-noch-erdaehnlicher-als-bislang-gedacht20180119/

Eine weitere Gemeinsamkeit, die den kühlen und unwirklichen Saturnmond, der doch äußerlich so vertraut auf uns wirkt, mit der Erde verbindet. Es fehlt eigentlich nur noch irgendeine Form von Leben...


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Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

14.05.2018 um 12:13
tamarillo schrieb:@wolf359
GreWi ist eine nicht so gute Quelle ;) (das sind keine Nachrichten aus der Anomalistik, Grenz- und Parawissenschaften).


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Rätselhafte orange Welt - Was ist auf Titan?

08.07.2018 um 11:22
Wissenschaftler haben einige Ideen über mögliche Lebensmoleküle auf dem Titan ersonnen und setzen dabei auf das uns vertraute Leben im Wasser, anstatt auf alternative Lebensformen, die in einer flüssigen Methanumgebung exixtieren. Die eine Idee ist nicht so neu, sondern stammt ursprünglich von dem bekannten Astronomen Carl Sagan. Demnach könnte sich in Einschlagkratern auf dem Titan über lange Zeiträume flüssiges Wasser halten, im Falle des etwa 400 km großen Menvra-Kraters vielleicht über eine Million Jahre, Zeit genug also, als das sich elementare biologische Verbindungen hätten bilden können. Eine andere Alternative (ersonnen 2005...) sind mögliche Wasser-Ammoniak-Quellen, die auf dem Grund der tieferen Titan-Meere existieren könnten. Eine beständige Wärmequelle könnte in Verbindung mit den vorhanden organischen Molekülen interessante biologische Verbindungen hervorbringen. Kryovulkane sind ebenfalls eine Quelle zumindestens zähflüssigen eisigen Materials, aber hier sind die Zeiträume bis zur Erkaltung der "Lavamassen" wahrscheinlich zu kurz für komplexere Verbindungen...

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/wo-sollte-man-auf-titan-nach-leben-suchen20180623/

Ich bin ein wenig im Zweifel über die Existenz möglicher Wasser-Ammoniak-Quellen auf dem Grund von Titan-Seen, aber vielleicht könnten sich hier über lange Zeiträume lebensrelevante Moleküle bilden.

Diese hypothetischen warmen Quellen in den Seen eröffnen aber eine weitere Möglichkeit. In der Frühzeit könnte sich in dem heute unter einer dicken Eisschicht verborgenen Wasser-Ammoniak-Ozean des Saturnmondes eine Form von Leben entwickelt haben. Damals existierten auf dem Grund des Ozeans vielleicht noch "Smoker" (heiße Quellen...), die auch auf der Erde als mögliche Orte einer Lebensentstehung gehandelt werden...

Über warme Quellen auf dem Grund der Methanseen (also auch eine Art "Smoker" im Kleinformat...) könnten dann später einige dieser Lebensformen in die Methan-Seen eingetreten sein. Natürlich konnten sie in den Seen nicht überleben, oder wären zumindestens eingefroren, aber im Umfeld einer warmen Quelle konnten sie sich vielleicht lange genug halten, um sich zumindestens ansatzweise anzupassen. Das macht aus wasserbasieren Lebensformen natürlich noch keine "Methanogenen"...

Interessant wird es erst, wenn Moleküle aus den Methan-Seen für den Anpassungsprozess der im Wasser entstandenen Lebensformen genutzt werden. Die Moleküle könnten beispielsweise eine Schutzschicht bilden oder ein Organ, also irgendetwas, was dem hier fremden Leben weiterhilft, im Grenzbereich zwischen der "Wasser-Ammoniak-Umgebung" der Quelle und der "Kohlenwasserstoff-Welt" des Sees zu existieren. So entstehen vielleicht eine Art "Hybride Lebensformen" mit Ansätze aus beiden Welten...

Wenn die Quelle dann irgendwann versiegt, dann sterben auch die "Hybriden Lebensformen", weil sie ohne Wärme und Wasser kaum überleben dürften. Aber ihre Schutzschichten und Organe, die auf der "Methan-Welt" basieren, könnten vielleicht weiterexisitieren; es wären geordnete komplexe Molekülverbindungen, die vielleicht das "Leben aus der Wasserwelt" nicht mehr brauchen, um sich weiterzuentwickeln...

Das Leben aus dem Wasser erzeugt hier im "Grenzbereich der Welten" Moleküle und Verbindungen, die von alleine vielleicht nie entstanden wären. Das Leben auf einer Methanwelt wäre dann eine Art "Cold Copy" wasserbasierten Lebens...

Eine schöne Idee...

Aber ich habe Zweifel...


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