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US-Teleskop "Kepler" bestätigt erdähnlichen Planeten

US-Teleskop "Kepler" bestätigt erdähnlichen Planeten

06.12.2011 um 11:28
Ist auf jeden Fall wieder eine interessante Entdeckung. Der Gedanke dass da vielleicht auch was lebendiges rumfleucht gefällt mir. :)

Schade dass wieder gleich gefragt wird wie man da hinkommt und wie man am besten diesen Planeten besiedelt. Ist ja auch kein Wunder dass manche so denken. Werden diese neu entdeckten Planeten in den Medien auch gerne Super-Erden oder 2. Erde genannt.

Die Motivation nach fremden bewohnbaren Planeten zu suchen, sollte nicht die sein sie sich irgendwann untertarn machen zu können. Unser Probleme mit er Überbevölkerung müssen wir hier auf unserem Planeten in den Griff bekommen und nicht nur (in ganz ferner Zukunft) auf einen anderen, vielleicht auch noch auf Kosten der dortigen Bewohner, verlagern.


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06.12.2011 um 12:56
2,4 fache Masse bedeute nicht 2,4 fache Schwerkraft... für die Schwerkraft ist der Abstand zum Gravitationszentrum maßgeblich, und das vergrößert sich mit sinkender Dichte. Der Jupiter hat 318 Erdmassen, aber eine Schwerebeschlunigung auf Nullniveau von gerade mal 2,nochwas G


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Luminarah
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06.12.2011 um 13:45
Ich kopiere mal aus dem Post im Astronomiebereich bei Allmystery :

Das Weltraumteleskop Kepler hat seinen ersten Planeten in der habitablen Zone um einen sonnenähnlichen Stern aufgespürt. Außerdem gab das Kepler-Team heute die Entdeckung von mehr als 1.000 neuen Planetenkandidaten bekannt. Darunter sind zehn potentielle Welten, deren Größe der Erde entsprechen sollte und die auch in der habitablen Zone um ihren Zentralstern kreisen.



So könnte Kepler-22b nach Ansicht der Astronomen aussehen. Bild: NASA / Ames / JPL-Caltech
Der heute der Öffentlichkeit präsentierte Planet Kepler-22b ist der kleinste Planet, der bislang im Orbit um einen sonnenähnlichen Stern und mitten in dessen habitabler Zone entdeckt wurde. Als habitable Zone bezeichnen Astronomen jenen Bereich um einen Stern, in dem Wasser in flüssiger Form vorkommen kann. Kepler-22b dürfte in etwa den 2,4-fachen Radius der Erde haben. Über die genaue Zusammensetzung des Planeten wissen die Astronomen nichts, können also auch nicht sagen, ob es sich tatsächlich um einen erdähnlichen Gesteinsplaneten handelt. Der Fund, so betont die NASA aber in einer Pressemitteilung, wäre ein weiterer Schritt auf den Weg zur Entdeckung eines erdähnlichen Planeten.

Bislang aufgespürte extrasolare Planeten dieser Größe befanden sich höchstens am Rand der habitablen Zone und glichen damit mehr Venus oder Mars. "Das ist ein wichtiger Meilenstein bei der Suche nach der zweiten Erde", unterstreicht daher auch Douglas Hudgins, Kepler-Programmwissenschaftler am Hauptquartier der NASA. Das 2009 gestartete Weltraumteleskop Kepler fahndet nach sogenannten Transitplaneten. Dazu beobachtet Kepler kontinuierlich über 150.000 Sterne und sucht bei ihnen nach leichten Helligkeitsschwankungen, zu denen es kommt, wenn ein Planet - von der Erde aus gesehen - direkt vor seiner Sonne vorüberzieht.

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"Das Glück war uns bei der Entdeckung dieses Planeten hold", freute sich William Borucki, der verantwortliche Wissenschaftler für Kepler am Ames Research Center der NASA, der auch Leiter des Teams war, das Kepler-22b entdeckte. "Den ersten Transit haben wir nur drei Tage nach dem offiziellen Beginn der Beobachtungen mit Kepler registriert, den letztlich entscheidenden dritten Transit schließlich in der Weihnachtszeit im vergangenen Jahr."

Doch damit war der vermutete Planet noch nicht bestätigt: Mit erdgebundenen Teleskopen und dem Weltraumteleskop Spitzer müssen potentielle Planeten weiter beobachtet werden. Dabei lässt sich das Sternenfeld, in dem Kepler nach Planeten sucht, von der Erde aus nur von Frühjahr bis zum frühen Herbst beobachten. Diese Untersuchungen erlauben es den Forschern dann zu entscheiden, welche Kandidaten auch tatsächlich Planeten sind.

Kepler-22b liegt rund 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Planet ist zwar etwas größer als unsere Heimatwelt, umkreist seinen sonnenähnlichen Stern jedoch in 290 Tagen. Der Zentralstern von Kepler-22b gehört zum selben Spektraltyp wie unsere Sonne, ist allerdings ein wenig kleiner und kühler. Im Februar 2011 wurden insgesamt 54 Kandidaten für extrasolare Planeten in der habitablen Zone vorgestellt, Kepler-22b ist der erste darunter, der bestätigt werden konnte.

Das Kepler-Team hat auf einer Konferenz am Ames Research Center der NASA außerdem den Fund von 1.094 weiteren Planetenkandidaten bekannt gegeben. Damit hat Kepler inzwischen 2.326 Planetenkandidaten aufgespürt. Davon haben 207 etwa die Größe der Erde, bei 680 handelt es sich um Super-Erden, 1.181 haben die Größe von Neptun und 203 die Größe von Jupiter. 55 sind noch größer als Jupiter. Die jetzt vorgestellten Ergebnisse basieren auf Beobachtungen von Mai 2009 bis September 2010.

Besonders interessant ist nach Ansicht des Kepler-Teams auch die Entwicklung der Anzahl der Kandidaten für erdgroße Planeten und Super-Erden. Seit Februar hat sich deren Zahl um mehr als 200 beziehungsweise 140 Prozent vergrößert. Durch die längere Beobachtungszeit konnten nun nämlich auch Planeten mit längeren Umlaufdauern erfasst werden. Die neuen Daten deuten darauf hin, dass Planeten mit der ein- bis vierfachen Größe der Erde relativ häufig in unserer Galaxis sind. Von daher, so hofft das Kepler-Team, sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis tatsächlich der erste erdgroße Planet in einer habitablen Zone gefunden wird.


Interessante Entdeckung oder:
Es ist ein Stern der Spektralklasse G5, damit ein gelber Zwerg mit 0,98 Sonnenmassen. Der Planet befindet sich in der habitablen Zone, allerdings ist derzeit nicht klar,ob es auch ein Gesteinsplanet ist.

Somit der erste Planet,der sicher in einer habitablen Zone entdeckt ist. Bei Gliese d gibt's ja gravierende Unstimmigkeiten.

Das alles heißt natürlich nicht,dass sich dort auch Leben entwickelt oder zwingend gute Bedingungen vorhanden sind. Aber wichtig ist,dass Kepler beginnt,etwa erdgrosse Planeten zu entdecken,auch in potentiell habitablen Zonen. Wir dürfen auf die zukünftigen Entdeckungen sehr gespannt sein. Leider dauert es immer solange,bin zu ungeduldig.


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06.12.2011 um 13:56
FrankD schrieb:2,4 fache Masse bedeute nicht 2,4 fache Schwerkraft...
Genaugenommen ist diese DIskussion noch völlig müssig, denn die Masse ist nicht bekannt, nur der Durchmesser - der ist etwa 2,4 mal so gross wie der der Erde. Man schätzt, dass es bei diesem Durchmesser ein Gesteinsplanet mit leichteren Gestein ein Planet mit 2,4-facher Erdmasse sein könnte... oder eben irgendetwas anderes, für das es in unserem Sonnensystem kein Equivalent gibt

hier entlarvt es sich, dass alle unbekannten Parameter auf "möglichst erdähnlich" gedeutet werden, wie leider schon zu oft geschehen. Und diese häufungen der 2,4 klingt nach zu kleiner Messreihe und zu viel überm-Daumen-schätzen damit das gewünschte Ergebnis herauskommt.


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Monod
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06.12.2011 um 13:57
Bei einem Radius von 2,4 Erdradien und einer Dichte von 5,5 wie die Erde, hat der Planet die (2,4)^3 fache Masse, also 13,82 Erdmassen. Berücksichtigt man, dass mit zunehmender Masse eine stärkere Verdichtung in Richtung Zentrum stattfindet, bleibt es nicht bei Dichte 5,5 sondern wird irgendwo bei 7 liegen. Das wären dann ungefähr 20 Erdmassen.

Ein Planet dieser Masse wäre kein Felsplanet, sondern ein Neptun-ähnlicher Eisriese mit dicker Wasserdampfatmosphäre. Da diese einen Treibhauseffekt hervorruft, bleibt es nicht bei den 22 Grad Celsius Strahlungstemperatur, sondern schaukelt sich wie bei der Venus auf mehrere Hundert Grad Celsius hoch. Aufgrund der höheren Gravitation kann der Wasserdampf aber nicht entweichen, sondern verbleibt als dominierendes Gas in der Atmosphäre, welches zur Planetenoberfläche zu infolge der Überschreitung des kritischen Druckes allmählich flüssig wird.

Für Leben ist es dort auf jeden Fall zu heiß und zu dicht. Moleküle wie Aminosäuren hätten keine lange Verweildauer. Sie würden sich in einfachere Kohlenstoffverbindungen wie CO und CO2 sowie Wasserdampf und Ammoniak zersetzen. Folglich könnten keine Polymere entstehen und sich irgendwo anreichern, was als Grundvoraussetzung für die Entstehung von Lebewesen gilt.


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06.12.2011 um 13:59
@smokingun

Witzig, das letzte Bild da, von dem puma-ähnlichem Vieh auf dem Baum mit den Tentaklen, die aus dem Rücken ragen...

Dieses "Tier" gibt es auch als Fantasy-Monster bei D&D (Dungeons & Dragons, Fantasy Rollenspiel) und nennt sich "Displacer Beast"...

Hier zu sehen:
http://dungeonsdragons.wikia.com/wiki/Displacer_Beast

Ich frage mich nun, wer da von wem abgeschrieben hat, denn das Monster wurde zum ersten Mal im Jahre 1975 in die D&D Welt eingeführt.

Lol... schon lustig.

The displacer beast was introduced to the game in its first supplement, Greyhawk (1975). It is described as a puma-like creature with six legs and two tentacles growing from its shoulders.

Quelle: Wikipedia: Displacer_beast

Noch witziger ist allerdings, dass das Bild auch von einer solchen Quelle rausgenommen wurde.
Nämlich hier:
http://thundercake.deviantart.com/art/Displacer-Beast-186299784

Das ist exakt das Bild, dass du da auch gepostet hast.
Voila.. ein Displacer Beast.

Fazit: Wenn die "Künstler" sich ihre Inspiration, Leben auf fremden Planeten darzustellen, sich dabei öfters bei Fantasy-Rollenspielen bedienen, dann Mahlzeit, lol!


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06.12.2011 um 14:17
@FZG

"Die Wissenschaftler der NASA wissen allerdings nicht, ob Kepler 22b gasförmig, flüssig oder aus Gestein ist."


Welche Werte sind das denn die auf einen Gasplaneten deuten ? Hab mir nicht alles durchgelesen.


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Monod
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06.12.2011 um 14:43
@Buddah

Ein Planet mit 20facher Erdmasse hat eine so große Gravitation, dass er auch Wasserstoff und Helium an sich binden kann - folglich entspricht er in seiner Zusammensetzung einem Gasriesen, auch wenn er nicht so riesig wird wie Jupiter oder Saturn. Und 2,4facher Radius bedeutet eben 6371 km mal 2,4 gleich 15.290 km, was den Radien von Uranus und Neptun (etwa 25.000 km) näher ist als der von Felsplaneten.


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Luminarah
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06.12.2011 um 15:06
Hier noch mal ein allgemeinverständlicher Artikel aus SPON mit schönen Bildern:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,801977,00.html

Weitere wegweisende Untersuchungen zu diesem Planeten wird es dann laut Artikel im Sommer geben.
Die Zusammensetzung von Kepler 22b ist uns bislang unbekannt", sagte William Borucki, Chefwissenschaftler der Mission. Vermutlich habe der Himmelskörper einen Kern aus Gestein und eine mit Wasser bedeckte Oberfläche. Eine Massebestimmung von Kepler 22b würde die Forscher weiter bringen. Sie könnten dann die Dichte berechnen und davon die Zusammensetzung des Planeten ableiten. "Im Sommer, wenn der Stern hoch am Himmel steht, haben wir die Chance, ihn mit Teleskopen wie Keck von der Erde aus zu beobachten", sagte Borucki. Dann können man vielleicht auch seine Masse berechnen. Das Keck-Observatorium steht in 4200 Metern Höhe auf dem Gipfel des Vulkans Mauna Kea auf Hawaii. Es gehört zu den größten optischen Teleskopen der Welt.


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06.12.2011 um 15:57
also ein erdähnlicher Planet heisst noch lange nicht, dass da auch leben existiert, selbst wenn er in der habitablen zone ist, bedeutet das nicht das halbwegs intelligentes leben dort existieren könnte, evtl ist der Planet nichtmal stabil und lava übersät. Btw Avatar war das unrealistischte was ich je gesehen habe, allein schon den Vergleich mit diesem Film zu versuchen zeigt die lachhaftigkeit der frage.


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Luminarah
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06.12.2011 um 22:20
Unbekannter90 schrieb: Btw Avatar war das unrealistischte was ich je gesehen habe, allein schon den
Die Idee eines Habitablen Exomondes wird durchaus ernsthaft von Forschern diskutiert,wie Caleb Scharf und soll in den nächsten Jahren auch erforscht werden. Diese Idee des Skriptschreibers war somit keine Spinnerei. Die ersten die diese Ideen hatten,waren übrigens die Jungs von Star War's mit dem Mond Endor.

Ein Beispiel,das sich Wissenschaft durchaus auch einmal von Science Fiction inspirieren lassen kann^*.


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Luminarah
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06.12.2011 um 22:28
Hier mal ein Auszug aus dem Artikel:

However if we want to look for moons capable of bearing life there are some new rules. Stellar gravitational tides can be very bad for moons. The same forces that operate to eventually bring a planet into spin-orbit-synchronicity, or tidal lock, also perturb satellite orbits and can pump their orbital ellipticity to a point where the moon just sails off. Additionally, once a planet becomes tidally-locked to its star – with a permanent day and night side – then there are in fact no stable moon orbits, and over time any satellites will spiral inwards due to moon-planet tides. The upshot of all this is that within about 0.6 astronomical units of a solar-mass star in all but the youngest systems you might not expect to find any moons – assuming of course that they formed in the first place. So the recent Kepler data release of planets within about 0.5 AU of their stars may not be the ideal place to look. Kepler releases 3.0 and up may be another story when we begin to confirm planets on longer orbits.

My own interest in exomoons was in part stimulated by what is arguably the modern classic paper on the subject, by Williams, Kasting and Wade in 1997. By Jim Kasting’s own admission, the inspiration for this article titled ‘Habitable moons around extrasolar giant planets‘ came from a viewing of a certain episode of a certain sci-fi franchise depicting a place called Endor. It’s a lovely paper. A key point in it is that gravitational tides in moon systems due to moon-moon interactions could be pivotal in dissipating enough energy to make up for a moon being well outside the classical habitable zone of a star. Instead of stellar heating you’d have more geophysical heating. In 2005 I attempted a bit of a followup of my own and with some funding from NASA made a small study of the potential for ‘habitable’ moons around the then known exoplanets. The idea was simple, we knew the stellar input for these planets and any moons they might have, so what kind of tidal forces would be needed to push them to temperatures that could sustain liquid surface water? I was surprised to find that it could all work out pretty well. Although there are several caveats, tidal heating in a plausible range could effectively double the size of the habitable zone in these systems if we were willing to consider moons as well as planets. The nice thing about it all was that the energy for this geophysical warmth came from the spin and (ultimately) orbital energy of the giant planet. Life powered by angular momentum? Perhaps so.


Ich hab ihn im Exomond Thread ganz verlinkt ,wer Lust hat,es ganz zu lesen.


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07.12.2011 um 00:31
Moin moin ;) so nach dem ich hier alles gelesen habe wüsste ich einige Sachen nicht ZB das der Atmosphäre dort aus gasen besteht,ihr habt recht da werden wir wohl nie hin kommen 600 Lichtjahre entfernt, bis wir da sind,sind wir schon langst Asche ;) schade eigentlich! diese Bilder sind echt toll, bei solche Sachen spielt meine Fantasie ziemlich hoch, aber das ist fast bei jeden von uns so wen es heißt ALIENS oder erdähnliche Planeten oder Ufos!


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07.12.2011 um 02:25
@Monod

Monod schrieb:
Monod schrieb:Bei einem Radius von 2,4 Erdradien und einer Dichte von 5,5 wie die Erde, hat der Planet die (2,4)^3 fache Masse, also 13,82 Erdmassen. Berücksichtigt man, dass mit zunehmender Masse eine stärkere Verdichtung in Richtung Zentrum stattfindet, bleibt es nicht bei Dichte 5,5 sondern wird irgendwo bei 7 liegen. Das wären dann ungefähr 20 Erdmassen.

Ein Planet dieser Masse wäre kein Felsplanet, sondern ein Neptun-ähnlicher Eisriese mit dicker Wasserdampfatmosphäre. Da diese einen Treibhauseffekt hervorruft, bleibt es nicht bei den 22 Grad Celsius Strahlungstemperatur, sondern schaukelt sich wie bei der Venus auf mehrere Hundert Grad Celsius hoch. Aufgrund der höheren Gravitation kann der Wasserdampf aber nicht entweichen, sondern verbleibt als dominierendes Gas in der Atmosphäre, welches zur Planetenoberfläche zu infolge der Überschreitung des kritischen Druckes allmählich flüssig wird.
Als Gegenbeispiel sei hier die Supererde "GJ1214b" gennannt:
Zum zweiten Mal ist es Astronomen gelungen, eine sogenannte Super-Erde zu entdecken, die von der Erde aus betrachtet, vor ihrer Sonne vorüberzieht. Ein solcher Transit verrät den Wissenschaftlern einiges über die Struktur der fernen Welt. Der jetzt entdeckte Planet um den massearmen Stern GJ1214 hat etwa die sechsfache Masse der Erde und den 2,7-fachen Radius. Er liegt von der Größe her damit zwischen Erde und den Gasplaneten Uranus und Neptun. Die Wissenschaftler berichten in der morgen erscheinenden Ausgabe der Fachzeitschrift Nature über ihren Fund.
(
Als die Astronomen den ermittelten Radius mit theoretischen Modellen von Planeten verglichen, bemerkten sie zudem, dass der Radius nicht recht mit den theoretisch vorhergesagten Werten übereinstimmte. Es war also nicht der massive Körper des Planeten allein, der das Licht der fernen Sonne verdunkelte, sondern zusätzlich noch eine 200 Kilometer dicke Atmosphäre. "Diese Atmosphäre ist deutlich dicker als die auf der Erde.."
...
"Der Planet ist einfach zu heiß, um die Atmosphäre schon längere Zeit besitzen zu können", ergänzt Xavier Bonfils von der Université Joseph Fourier in Grenoble. "GJ1214b ist damit die erste Gelegenheit eine neu entstandene Atmosphäre auf einem Planeten zu studieren, der einen anderen Stern umkreist. Da uns der Planet so nahe ist, können wir das sogar mit heute vorhandenen Instrumenten bewerkstelligen."
)

Die Masse für eine Supererde mit einem Radius von 2,7 Erdradien beträgt in diesem Beispiel "nur" 6 Erdmassen. Es wäre also möglich, das es sich bei dem Planeten um eine Supererde handelt, wobei noch berücksichtigt werden muß, das er über eine dichte und ausgedehnte Atmosphäre verfügen könnte und womöglich über einen tiefen Ozean. Ob er lebensfreundlich ist, ist eine andere Frage. Man muß halt abwarten, was die Untersuchungen ergeben...

aus:
http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-024.shtml


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07.12.2011 um 07:32
@Luminarah

Nicht ganz. Larry Niven war zwei Jahre schneller ;)

Wikipedia: Jinx_%28Known_Space%29


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07.12.2011 um 11:16
@Luminarah

Der erste Waldmond in star wars war aber Yavin IV, nicht Endor. ;)


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07.12.2011 um 13:39
So'n Waldmond, das wär doch mal ne coole Sache... schade dass Sci-Fi da immer Sci-Fi bleibt.

Allerdings... wünsche würde ich das dem Waldmond nicht, dass wir ihn finden... lol... 20 Jahre und da steht kein Baum mehr...

40 Jahre und es wäre wahrscheinlich ein Wüstenmond.


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Monod
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07.12.2011 um 14:02
@wolf359

Ein Exoplanet mit dem 2,7fachen Erdradius und der 6fachen Erdmasse hat eine Dichte von 1,65 und entspricht dann in seinem Aufbau einem Eisriesen wie Uranus oder Neptun - wäre also kein Felsplanet und damit keine Supererde, sondern ein Minineptun.

Meine Rechnung bezog sich darauf, dass es sich bei Kepler-22b um einen Felsplaneten handelt. Dann ergibt sich grob eine Masse zwischen 15 und 20 Erdmassen und damit die Überschreitung der Schwelle, wo Wasserstoff und Helium an den Planeten gebunden bleiben.

Unterstellt man, dass infolge der Akkretion durch die Impaktenergie die Temperatur so hoch wird, dass der Großteil von Wasserstoff und Helium doch entweicht, dann würde die zweite Atmosphäre, die über radioaktiven Zerfall und Vulkanismus freigesetzt wird, reich an Wasserdampf und CO2 sein. Die Spaltung der Wassermoleküle durch UV-Strahlung würde allerdings nicht dazu führen, dass der Wasserstoff entweicht, sondern er würde als Atmosphärengas verbleiben, während Sauerstoff mit der Gesteinsoberfläche reagiert.

Wasserstoff reagiert dann mit CO2 zu Methan und H2O, wobei aber auch die Rückreaktion stattfindet. Langfristig entsteht ein chemisches Gleichgewicht zwischen diesen drei Gasen, die alle drei jedes für sich Treibhausgase sind. Zu erwarten ist demnach, dass die einfallende Sonnenstrahlung einen ausufernden Treibhauseffekt nach sich zieht wie auf der Venus. Die größere Masse des Planeten bewirkt eine größere Menge an Atmosphärengasen, so dass die Atmosphäre dort noch dicker und dichter als auf der Venus ist.

Mit der Überschreitung der kritischen Dichte verflüssigt sich Wasser und CO2 in den unteren Atmosphärenschichten, aber es entsteht keine Ozeanfläche, sondern der Übergang von der Gasphase in den überkritischen Bereich ist fließend, so dass hier keine Grenzflächen entstehen - vergleichbar mit der Verflüssigung des Wasserstoffs in den tieferen Bereichen der Jupiteratmosphäre. Kepler-22b ist also entweder wie Dein Beispiel zeigt, ein Mini-Neptun geringer Dichte oder eine Supererde mit atmosphärischen Bedingungen, gegen die ein Urlaub auf der Venus wie eine Sommerfrische wirkt.


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07.12.2011 um 19:29
Hmm soweit ich weiß muss der mond dann aber ne gewaltige masse haben, um eine atmosphäre halten zu können, der planet, den der mond umkreist müsste dann also noch riesiger sein, eher schon ein gasplanet. Gasplaneten strahlen aber extrem viel und würden glaube ich kein leben zulassen.


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07.12.2011 um 20:31
Mal ne ganz dumme Frage:
Wenn der Planet 600 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, dann sehen wir doch durch nur wie der Planet vor 600 Jahren ausgesehen hat. Oder liege ich jetzt falsch?


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