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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

29.05.2014 um 13:22
@KiraB
KiraB schrieb:Vielleicht aber doch nur der Versuch der Destabilisierung der Familie von Ämterseite?
Damit verstehe ich jetzt zumindest deinen Denkansatz.

Allerdings halte ich es für nicht wahrscheinlich, dass das tatsächlich im Interesse der Ämter liegt. Gut, da kommen wir uns zwar keinen Schritt näher, aber wissen, worauf der andere abzielt.
Der angebotene Kontakt ab Juli 2013 war strengstens reglementiert. So etwa wie im Besuchszimmer einer JVA.
Es ist klar, dass weder Eltern noch Tochter das gutheißen konnten. Sie hatten sich, und das ist meine Überzeugung, nichts vorzuwerfen.
Auch wenn es knastähnliche Zustände waren, derartiges ist mir auch bekannt, sollte man doch sein Kind sehen wollen.
Vor allem sollte man dann nicht immer wieder behaupten, es hätte ein komplettes Kontaktverbot gegeben. Mein Verdacht hierzu ist, dass man das mit dem kompletten Kontaktverbot Antonya erzählt, weil ihr möglicherweise die Umstände egal gewesen wären, Hauptsache die Mama sehen.
.................................

Auch wenn wir nicht auf einen Nenner kommen, es ist sehr angenehm, sich mit jemandem von der sogenannten Unterstützerseite austauschen zu können, ohne polemisch zu werden.


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29.05.2014 um 13:39
@KiraB
Luky schrieb:Laut dem veröffentlichen Auszug aus einem Beschluss, sollte das Treffen am 20. oder 21. Juli stattfinden, das Kind ist aber erst Ende August geflüchtet!
Da hat Luky Recht.

Das ist auch mein hauptsächlicher Kritikpunkt an den Eltern.
Wenn ich mir vorstelle, wie dieses Kind sehnsüchtig auf die Eltern wartet, dem Termin entgegenfiebert, von dem es gewusst haben muss und dann wird nichts draus und die Eltern erzählen hinterher, sie hätten eine komplette Kontaktsperre gehabt ...


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29.05.2014 um 13:51
@KiraB

@emz
emz schrieb:Auch wenn wir nicht auf einen Nenner kommen, es ist sehr angenehm, sich mit jemandem von der sogenannten Unterstützerseite austauschen zu können, ohne polemisch zu werden.
Dieser Aussage möchte ich mich gerne anschließen.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

29.05.2014 um 15:30
Die Kontaktsperre bestand richterlich verfügt mindestens bis zu jenem angebotenen Umgangstermin.

Das geht aus den richterlichen Unterlagen hervor. Monatelang durfte das Mädchen weder die Eltern noch die anderen Verwandten sehen.

Ich finde nicht, dass es da wirklich darauf ankäme, ob jener Termin Ende Juli nun zustande kam oder nicht.

Entscheidend ist für mich, dass es jedenfalls in den Monaten zuvor eine absolute Kontaktsperre gab bis dahin, dass allen Schulkameraden verboten war, ein Handy an Ant. auszuleihen und Ant. ebenso in den Pausen besonders überwacht wurde.

Auch das steht in den Akten von Gericht und Jugendamt.

Ebenso spricht die im WK geäußerte Ansicht des Jugendamtes Bände:
Wenn das Kind jünger gewesen wäre, wäre es sicher anders gelaufen. Es wäre leichter gewesen, es aus dem System der Familie herauszulösen als in dem Alter, in dem sich Antonya befindet.
Was ist denn das für eine Einstellung? Was ist das für ein Argument?

Es ist doch normal und üblich, dass Kinder in ihrem Familiensystem leben, mag dieses nun perfekt oder weniger perfekt sein. Es gehört zum normalen Lebensrisiko von Menschen (wie bereits das BVerG feststellte) in einer bestimmten 'Kultur' groß zu werden. Kinder haben keinen Anspruch auf ein perfektes Zuhause, auf die perfekte Familie.

In meinem Wohnumfeld lebt eine Großfamilie, alleinerziehend, acht Kinder (eigentlich elf, damals teils schon erwachsen). Beengter Wohnraum, folkloristische Verhältnisse.
Mutter ließ sich mit wechselnden Männern ein.
Einer ein verurteilter Mörder und Trinker, kam aus der Haft direkt in die Familie.
Offenbar schlug er mindestens die Frau (Veilchen sichtbar).
Das Verhalten der Kinder in der Schule ließ ahnen, dass auch sonst nicht alles koscher war.
Schließlich trennte sich Mutter, nach einer Vergewaltigung durch den Typen.
Wenige Monate später brachte der Ex die nächste Frau um und sitzt inzwischen lebenslang ein.
Das hiesige Jugendamt sah keinen Anlass für einen Eingriff in das Sorgerecht der Mutter, zu keinem Zeitpunkt.
In der Tat hätte es da sicher Anlass gegeben, etwas zu tun.


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29.05.2014 um 16:48
KiraB schrieb:Wenn das Kind jünger gewesen wäre, wäre es sicher anders gelaufen. Es wäre leichter gewesen, es aus dem System der Familie herauszulösen als in dem Alter, in dem sich Antonya befindet.
Nach dem ersten Lesen musste ich auch bei dieser Aussage „schlucken“, vielleicht, ist es aber nur etwas unglücklich ausgedrückt bzw. geschrieben worden.

Ist hier vielleicht gar nicht das System Familie im Allgemeinen erwähnt worden, sondern eher das spezielle System der Familie Sch., das System in welchem Ant. aufgewachsen ist.

Man könnte den Satz auch wie folgt interpretieren:
Hat die Familie erst seit einigen Monaten diese, offensichtlich negative Einstellung zu dem Staat in dem sie leben. Bewegt sich die Familie erst seit kurzen unter Menschen, die ebenfalls dem Staat negativ gegenüber stehen? Ist das Kind vielleicht groß geworden mit dieser Einstellung und wäre es vielleicht einfacher gewesen eine junge Ant. aus diesem für sie (Sicht des JA), negativen Umfeld zu lösen, und ihr die Möglichkeit zu einer eigenen Meinungsbildung zu ermöglichen.


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29.05.2014 um 17:00
@osiris13
osiris13 schrieb:Die Frage ist: was macht eigentlich dieser polnische Verein, worin besteht seine Aufgabe?
Die primäre Triebfeder des Vereinshandelns ist sicherlich im Schicksal von Herrn Pomorski zu suchen, welcher seit 10 Jahren u.a. darum kämpft, beim begleiteten Umgang mit seinen Kindern mit diesen polnisch sprechen zu dürfen:

http://www.problemamt.de/dokumenty/ZakazPolskiegoW.Pomorski.pdf

http://translate.googleusercontent.com/translate_c?depth=1&hl=de&rurl=translate.google.com&sl=pl&tl=de&u=http://wojciech...

Folgend ein Interview, welches Herr Pomorski anlässlich des Falls St. gegeben hat. Darin erläutert er auch seine Sichtweise über unselige Fehl- und Fortentwicklungen des deutschen Jugendamtwesens,vermeintliche finanzielle Motivation und Germanisierungstendenzen:

http://translate.googleusercontent.com/translate_c?depth=1&hl=de&rurl=translate.google.com&sl=pl&tl=de&u=http://wojciech...


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29.05.2014 um 17:38
@Luky heute um 16:48
Luky schrieb:Ist hier vielleicht gar nicht das System Familie im Allgemeinen erwähnt worden, sondern eher das spezielle System der Familie Sch., das System in welchem Ant. aufgewachsen ist.
Meiner Ansicht nach ist es vollkommen logisch, das nicht das Familiensystem im Allgemeinen gemeint ist, sondern das System Familie Schandorff im Speziellen. Siehe z.B. den Artikel im Weserkurier, s.u. Man beachte, dass zu der Zeit, als Antonya in die Grundschule ging, auch noch die Stieftochter zu Hause wohnte, und diese wird ja von der ganzen Famile als Sündenbock für alles, was in der Familie schief läuft, mißbraucht und auf die jeder nach Gusto einprügeln darf.

http://www.weser-kurier.de/region/zeitungen_artikel,-Streit-um-13-Jaehrige-spitzt-sich-weiter-zu-_arid,650013.html
Die Situation in der Familie beschäftigt seit Jahren verschiedene Jugendämter. Dort war man aufmerksam geworden, weil das Kind wegen häufiger Wohnortwechsel acht verschiedene Grundschulen besuchte und hohe Fehlzeiten von mehreren Wochen hatte. Die Behörden stellten auch fest, dass dem Kind jegliche soziale Kontakte außerhalb der Familie fehlen, es nicht an gemeinschaftlichen Unternehmungen der Schule teilnehmen durfte und es auch regelmäßig vom Sport- und Schwimmunterricht abgemeldet wurde. Auch gab es den Verdacht der innerfamiliären Gewalt, der nach Darstellung des Landkreises bisher auch nicht ausgeräumt ist.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

29.05.2014 um 17:47
@Lalaburg
Lalaburg schrieb:Die primäre Triebfeder des Vereinshandelns ist sicherlich im Schicksal von Herrn Pomorski zu suchen, welcher seit 10 Jahren u.a. darum kämpft, beim begleiteten Umgang mit seinen Kindern mit diesen polnisch sprechen zu dürfen:
Der offizielle Vereinszweck ist mir wohlbekannt. Dabei sollte man aber wissen, dass die Ex-Frau von Pomorski schon vor vielen Jahren nach Österreich geflüchtet ist, da sie fürchtete, dass die Kinder von ihm entführt werden könnten. Sie wohnen an einem Ort, den Pomorski nicht kennt. Außerdem ist die ältere Tochter jetzt bereits 17 Jahre und auch die jüngere kein Kind mehr. Wenn die "Kinder" es denn wollten, hätten sie leicht Kontakt zum Vater aufnehmen können, ob nun auf deutsch oder auf polnisch.


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29.05.2014 um 17:48
@KiraB
KiraB schrieb:… Dort wiederum wurde jene Richterin Z. zuständig.
Die lud sich die erwachsene Stiefschwester vor. Mehrfach. Und glaubte ihr offenbar. ..
Wurden denn zu keiner Zeit die Eltern und Ant. vorgeladen?
KiraB schrieb:Ich meine, dass sich in jenem ersten Interview im August 2013 die Familie schon selbst dazu geäußert hätte. Der Vater sollte separiert werden.
Es wurde im Interview so dargestellt, dass die geforderte Trennung abgelehnt wurde und wegen dieser Forderung keine weiteren Gespräche mehr stattfanden.


Was für mich u.a. im Verhalten der Eltern nicht nachvollziehbar ist, sind die häufigen Anwaltswechsel. Axel begründet das bei Okitalk damit, dass "man gemerkt habe, dass die nicht mehr für einen arbeiten". Irgendwelche Ideen?

Schön, dass Du keine der "Eintagsfliegen" hier bist!


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

29.05.2014 um 17:55
@KiraB
Erst einmal vielen Dank für das umfangreiche gepostete Material und die ausführlichen Darlegungen. Ich empfinde dies als sehr hilfreich.
KiraB schrieb:Wer sich fragt, warum nicht mehr Medien auf Ant. Fall ansprangen: Leider gibt es so etwas öfter.
KiraB schrieb:Nach meiner Ansicht ist es gerade nicht 'en vogue', über mögliche Fehlentscheidungen in (Jugend)ämtern zu sprechen. Allenfalls dann, wenn Kinder zu Schaden kommen, weil sie fehlerhaft bei den Eltern belassen wurden. Hamburg beispielsweise hat da einige Opfer zu beklagen.
Ja, es gibt selektive Berichterstattung, Einflussnahmen, Desinteresse. Allerdings gab es im Fall A. anfänglich eine Berichterstattung bei Bild, RTL und ZDF. Und u.a. in zahlreichen Blogs, die sich mit den Missständen deutscher Jungendämter beschäftigen. Dies alles ist nach und nach eingeschlafen. Die genannten Erkärungsmuster greifen meiner Ansicht nach hier nur bedingt.

Denn:
KiraB schrieb:Ich meine, die hiesigen Leser und Schreiber sollten sich von dem Gedanken verabschieden, dass ein möglicher Sorgerechtsentzug seitens der damit befassten Amtspersonen immer gesetzeskonform verläuft und tatsächlich begründet ist.
Ich stimme vollkommen zu, ein Sorgerechtsentzug verläuft wie viele andere Akte leider nicht immer gesetzeskonform. Voreingenommenheiten, sachliches und menschliches Versagen, ungesetzliches Handeln - kommt leider alles vor. Ich habe es bei einer guten Bekannten erleben könne, wie verherrend sich ein voreingenommen verfasstes Gutachten auswirken kann.

Allerdings:
KiraB schrieb:Sehr gut dokumentiert und belegbar (zur Zeit auch in gerichtlicher Aufarbeitung hinsichtlich Schadenersatz an das Kind) ist dieser Fall:

http://www.emgs.de/forum-emgs/viewtopic.php?t=1318&postdays=0&postorder=asc&start=0
Bei aller Schaffenskraft der Unterstützer: Ich halte den Fall A. nur sehr bedingt für gut dokumentiert. Zumindest in der Art, wie die Öffentlichkeit gesucht wird.

Es mag sein, dass sich einem umfassenden Kenner der familiären Situation, welcher Zugriff auf alle behördlichen Akten und Schreiben sowie auf weitere Dokumente und Fakten hat, die hier und anderwo aufgeworfenen kritischen Fragestellung nicht ergeben. Nur hilft dieser Umstand mir, und damit übrigens auch den meisten Teilnehmern der gesuchten Öffentlichkeit, erst einmal nicht viel weiter. Was den Fall, unabhängig von der Sachlage, von einigen der vorgebrachten "denkunmöglichen" Beispielen wie zum Beispiel Mollath unterscheidet, ist das Fehlen einer chronologischen, möglichst nachvollziehbaren Aufarbeitung. Wo die Handlungsweise der Familie samt valider Rechtfertigungsgründe, die Vorwürfe der Ämter, das Fehlverhalten von Kinderhausmitarbeitern usw. zentral und möglichst durch Dokumente belegt erläutert werden.


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29.05.2014 um 18:08
@osiris13
Ich habe mich unpräzise ausgedrückt, vermutlich eine Folge des Vatertagsgrillens. Verzeihung.

Mir ging es darum, dass man seitens des Vereins die von Dir skiziierten Verfahrensweisen als eine Art praktizierte Notwehr ansehen könnte, eben aufgrund der Art und Weise, wie man das deutsche Jugendamtwesen aufgrund der gemachten Erfahrungen deutet (Kontinuitäten aus der Zeit des Dritten Reichs, Germanisierungstendenzen, finanzielle Interessen).


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29.05.2014 um 22:20
osiris13 schrieb:Die Situation in der Familie beschäftigt seit Jahren verschiedene Jugendämter.
Mit Verlaub: Auch wenn der WK das geschrieben haben mag (woher hatte der Redakteur so eine unwahre Info?), es stimmt nicht.

Richtig ist, dass die damals pubertierende Stiefschwester im Alter von etwa 14 Jahren die Schule schwänzte - und damals das Jugendamt am damaligen Wohn-/Arbeitsort der Familie in Flensburg wegen der Schulschwänzerei auf den Plan kam. Damals war Ant. noch ein KiGa-Kind. Jugendamt 1 also.

Gute 10 Jahre später =>

Jugendamt 2 war das in Bremervörde, welches auf den Plan kam durch die Anzeige der jetzt erwachsenen Stiefschwester gegen Ant. Eltern (August 2012).

Jugendamt 3 wurde in OHZ zuständig mit dem Umzug der drei Sch. nach Worpswede.

Im Sinne des Wortes also 'seit Jahren verschiedene Jugendämter' - allerdings wird hier falsch suggeriert, es handelte sich um eine seit Jahren von Jugendämtern aus nachvollziehbaren Gründen begleitete Familie.
Das ist ganz eindeutig nicht so.
amerasu schrieb:Wurden denn zu keiner Zeit die Eltern und Ant. vorgeladen?
Ant. wurde zu einem späten Zeitpunkt des Verfahrens allein vorgeladen.
Die Eltern wurden im Erörterungstermin im Gericht angehört.

Thema Anwaltswechsel:
Leider habe ich einen anderen Fall betreffend auch mehrere Anwaltswechsel zu verzeichnen gehabt. Nummer 1 unfähig und desinteressiert (merkt man leider erst, wenns zu spät ist).

Nummer 2: fähig, aber überlastet - trat daher den Fall an Nummer 3 ab.

Der war irgendwann zu teuer.

Derzeit Klage mithilfe von Nummer 4: überaus fähig und engagiert.

Wenn ich was nachvollziehen kann, dann A.S. 's Anwaltswechsel. Eigene Erfahrungen.

Ich persönlich meine, dass die Richterin Z. möglicherweise einer persönlichen 'Übertragung' unterlag, in psychologischer Hinsicht. Nur so erklärt sich aus meiner Sicht das merkwürdige persönliche Interesse am Kind Ant., erkennbar z.B. aus dem Akt der persönlichen Inobhutnahme im Gymnasium von Ant.

Verschiedene Fachpersonen auch aus dem Jugendamt haben mir mündlich mitgeteilt, dass sie so etwas, Inobhutnahme eines Kindes durch die Richterin selbst, noch niemals erlebt hätten.
Es muss und wird also sicher einen Grund für das Handeln dieser Richterin geben.

Zur Stieftochter:
Sie soll Mutter zweier Kinder (Baby und Kleinkind) sein. Keine Ausbildung nach meinem Wissen.
Wovon sie ihren Lebensunterhalt bestreitet?
Darf man vermuten.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

29.05.2014 um 22:33
Übrigens werde ich hier allenfalls sporadisch mitschreiben (abhängig ohnehin vom Diskussionston, ich erwarte ein sachliches Niveau ohne persönlich verletzende Angriffe ...)

Im Alltag bin ich tagsüber vollzeitberufstätig und an meinem Arbeitsplatz ohne PC-Zugang.
Darüberhinaus habe ich Familie - und das geht vor.

Vielleicht kann ich mich deshalb so gut in Familie Sch. hineinversetzen: Wir gehören, so mein Eindruck, so ungefähr der gleichen soziokulturellen Schicht an.

Wenn man denen die Tochter aus SOLCHEN Gründen wegnimmt, hätte das meinen Kindern auch passieren können. Eines unserer Kinder hat Sport gehasst. Glänzte häufig durch Abwesenheit. Um jedes Sportfest erfolgreich gedrückt.

Was hätte man ihm und uns da alles unterstellen können? Zumal er mehrfach die Schule wechselte.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

29.05.2014 um 22:44
@KiraB
Hast Du Kontakt mit der Familie S.?
Woher kanntest Du die Akten?


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29.05.2014 um 23:25
@KiraB
KiraB schrieb:Ich persönlich meine, dass die Richterin Z. möglicherweise einer persönlichen 'Übertragung' unterlag, in psychologischer Hinsicht. Nur so erklärt sich aus meiner Sicht das merkwürdige persönliche Interesse am Kind Ant., erkennbar z.B. aus dem Akt der persönlichen Inobhutnahme im Gymnasium von Ant.
KiraB schrieb:Vielleicht kann ich mich deshalb so gut in Familie Sch. hineinversetzen: Wir gehören, so mein Eindruck, so ungefähr der gleichen soziokulturellen Schicht an.

Wenn man denen die Tochter aus SOLCHEN Gründen wegnimmt, hätte das meinen Kindern auch passieren können. Eines unserer Kinder hat Sport gehasst. Glänzte häufig durch Abwesenheit. Um jedes Sportfest erfolgreich gedrückt.
Da die Richterin anführst: Eine "Übertragung" sehe ich eher bei Dir. Du vergleichst die Situation deines Kindes und deiner Familie mit der von Antonya und belegst das sogar noch. Wie willst du da etwas objektiv beurteilen können?


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

30.05.2014 um 17:12
@all

Bei der Beschäftigung mit den letzten Beiträgen von @KiraB und den Antworten darauf hat sich mir zum Vorgang der Inobhutnahme eine weitere Frage gestellt: Warum wurde das Kinderhaus Marbede ausgewählt?
Im wahrsten Sinne naheliegend, geographisch, aber auch von der Konzeption her, wäre doch das St-Theresienhaus gewesen ( http://www.st-theresienhaus.de/leistungen/stationaere-angebote/inobhutnahme-osterholz-scharmbeck.html ).

"Aufgenommen werden in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt oder dem Krisendienst Kinder und Jugendliche im Alter von 13  bis zur Vollendung des 18ten Lebensjahres, die sich in einer Notsituation befinden, in denen das Kindeswohl nicht gesichert erscheint."

Waren zu dem fraglichen Zeitpunkt dort keine Plätze frei? Oder gab es andere Gründe?

Denn das schließlich ausgewählte Kinderhaus erscheint mir aus meiner laienhaften Perspektive heraus doch eher für dauerhafte Aufenthalte konzipiert zu sein.

http://www.kinderhaus-marbede.de/konzept.php


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

30.05.2014 um 18:20
Die Inobhutnahme ist eine kurzfristige Schutzmaßnahme mit einem sozialpädagogischen Klärungsauftrag nach § 42 SGB VIII. Aufgenommen werden in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis zur Vollendung des 18ten Lebensjahres, die sich in einer Notsituation befinden, in denen das Kindeswohl nicht gesichert erscheint. Gründe hierfür können u. a. Familienkonflikte oder Notlagen sein, in denen u. a. körperliche, seelische oder sexuelle Gewalt erfahren wurde oder erwartet wird.
entnommen der Website des o.g. Heimes.

Das ist die Notaufnahmestelle des Jugendamtes. Normalerweise wird zunächst ein Clearing durchgeführt, entweder ambulant (Kind noch in der Familie, aber in sonderpäd. Begleitung) oder stationär (Kind aus der Familie). Während dieses zeitlich begrenzten Prozesses - üblich sind 4 -12 Wochen - soll geklärt werden, ob das Kind für eine längere Zeit/auf Dauer aus der Familie muss oder ob ggf. mit einer ambulanten Hilfe passend reagiert werden kann.

Das ist in Ant. Fall nicht passiert.

Von Anfang an war die Herausnahme von Ant. - ohne eine irgendwie vorgeschaltete ambulante Maßnahme - auf Dauer angelegt. Das ist sehr, sehr ungewöhnlich.
Die Vorwürfe des Jugendamtes wurden im WK wie auch im TV (RTL + ARD) vom Jugendamt benannt.
Fragliche Gewalt in der Familie aufgrund Anzeige der Stieftochter im August 2012, die aber bereits Jahre nicht mehr zuhause wohnte.
Angebliche Schulfehlzeiten. Angebliche häufige Umzüge.
Alle Schulfehltage waren krankheitsbedingt und ärztlich attestiert, was auch das Jugendamt einräumte. Die angeblich häufigen Umzüge sind fraglich. Die Eltern sagen, sei seien in rund 10 Jahren 4x (? ich müsste nachschauen, aber ich denke, es kommt ungefähr hin) umgezogen, was normal ist.

Das Jugendamt OHZ, zu dem ein Helfer der Familie persönlichen Kontakt hatte samt vor-Ort-Gespräch mit der Amtsleitung Ahrens in OHZ, war auch auf wiederholte Nachfrage betr. der Umzüge nicht in der Lage, seine Angaben irgendwie zu belegen.

Hat jemand hier die Möglichkeit, in der Jugendhilfe oder im Jugendamt tätige Sozialarbeiter zu fragen, ob es üblich ist, auf bloßen Verdacht hin ohne Vorlage irgendeines Beweises eine 12jährige auf Dauer angelegt fremd unterzubringen???

Ich habe das gemacht, habe sowohl ein Jugendamt (nicht OHZ) als auch mit mir pers. bekannte Sozialpäd. dazu gefragt (klar - später unter Nennung des Falles im Nachhinein).

Alle fanden das Vorgehen ungewöhnlich und nicht üblich.

Das auf Dauer angelegte Fremdunterbringen einer 12jährigen auf einer nicht vorhandenen Beweislage bzw. reinen Vermutungslage in einer 'Endunterbringungsstelle' scheint mir so seltsam wie die belegte Tatsache, dass die fallführende Richterin persönlich in die Schule marschierte, sich das Mädchen aus dem Unterricht holen ließ und sie zum Auto trug, um sie in besagtes Heim zu bringen.

................................

Genauso ungewöhnlich der Mailverkehr, den das Kinderheim M. aus V. in der Sache schließlich mit Außenstehenden führte.
Sicherlich konnten wir nie ihr zu Hause ersetzen und dies war auch zu keinem Zeitpunkt unsere Absicht, aber was hätte sie in einer neuen Einrichtung erwartet? Hier war Antonya unter Gleichaltrigen in einer kleinen, überschaubaren Gruppengröße (...).(...). Aber ein Wechsel in eine andere Einrichtung, mit dem einzigen Beweggrund, dass uns die Geschichte zu heikel wird, wäre sicherlich keine Entscheidung zum Wohle des Kindes gewesen. Antonya wird nicht mehr in unsere Einrichtung zurückkehren – hoffen wir das Beste für die Zukunft des Kindes, es liegt nicht mehr in unserer Hand.


Aus einer mail des KH vom 01.09.13 als Antwort auf die sachliche und fundierte mail einer außenstehenden Person.

Der Antwort ist ansatzweise zu entnehmen, warum dieses Heim dem Amt und der Richterin wohl passend erschien. Ant. ist ein Kind aus der bürgerlichen Mitte, Gymnasiastin, wohlerzogen.
Sie brauchten also ein Heim, welches 'familienanalog' betrieben wird, überschaubar ist, Gleichaltrige. Dazu noch am besten in der Pampas, so dass eine Flucht eher schwierig würde.

Nach meiner persönlichen Einschätzung hatte mindestens die Richterin (weniger das Jugendamt OHZ, das hatte den Fall nur geerbt...) die Unterbringung auf Dauer von Anfang an so geplant.
Die Zeit von der Anhörung im Dez. 12 bis Inobhutnahme wenige Wochen später war nur nötig, um so einen passenden Heimplatz zu finden.

So ein Vorgehen vor dem Hintergrund sehr dürftiger Vermutungen ist aus meiner Sicht nicht rechtskonform, läuft der ständigen Rechtssprechung des BVerG zuwider, ebenso den einschlägigen §§ im Grundgesetz.

Immerhin erkannte das dann auch das OLG Celle.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

30.05.2014 um 19:14
@Lalaburg
@KiraB

Vielleicht ist ja das eine mögliche Erklärung.

Es muss ja schon was mit dem vorherigen Jugendamt gelaufen sein. Vielleicht erübrigte sich damit Verschiedenes, was man nun dem Jugendamt OHZ als Versäumnis vorwirft?

Als Mutter und Tochter Ende 2012 nach Worpswede zogen, hatte der Vater offensichtlich eine Kontaktsperre. Grund unbekannt.

Wo wohnte der Vater Ende Januar 2013, als es zur Inobhutnahme von Antonya kam? War er trotz Kontaktsperre zu Frau und Kind nach Worpswede gezogen? Das nämlich vermute ich, ist der Grund für die Inobhutnahme.

Das würde möglicherweise erklären, warum man das Kind eben nicht in der Nähe unterbrachte, wo der Vater jederzeit problemlos vorbeischaun konnte, sondern eine räumliche Distanz schaffte.


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Werden Kinder wirklich vom Jugendamt entführt?

30.05.2014 um 19:19
@KiraB

Danke für die Antwort. Dann wäre also das St-Theresienhaus die "normale" Anlaufstelle gewesen, wenn es um ein stationäres Clearing gegangen wäre.

Kurze Verständnisfrage zu:
KiraB schrieb: "Das auf Dauer angelegte Fremdunterbringen einer 12jährigen auf einer nicht vorhandenen Beweislage bzw. reinen Vermutungslage in einer 'Endunterbringungsstelle' scheint mir so seltsam wie die belegte Tatsache, dass die fallführende Richterin persönlich in die Schule marschierte, sich das Mädchen aus dem Unterricht holen ließ und sie zum Auto trug, um sie in besagtes Heim zu bringen."
War zum fraglichen Zeitpunkt A. nicht schon 13? Ich frage deshalb, da in der zitierten Selbstdarstellung des St-Theresienhaus von "Alter von 13 bis zur Vollendung des 18ten Lebensjahres" geschrieben wird. Und sich mir die Frage stellen würde, ob sie gegebenenfalls ein jüngeres Kind aufnehmen würden.
KiraB schrieb:Genauso ungewöhnlich der Mailverkehr, den das Kinderheim M. aus V. in der Sache schließlich mit Außenstehenden führte.
Ich vermag mich im Wortlaut an die Mail zu erinnern, ich vermute einmal, sie in Auszügen oder komplett auf einer der von der DDH betreuten Seite gelesen zu haben, welche dem großen Löschkreisel zum Opfer gefallen ist.

Ich muss einmal nachsehen, schreibe gebenenfalls später noch einmal etwas dazu.


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