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Wird Wikipedia gerade zur Waffe? Manipulation von Geschichte & KI
um 10:56Nicht jede Kolonie hat ein Mutterland, es reicht auch ein "letzter Wohnort". Kolonien mit Mutterland haben den Zweck, ausgebeutet zu werden, nicht, Siedlungsraum zu erschließen wie bei settler colonialism.Narrenschiffer schrieb am 06.02.2026:Was ist das Mutterland dieser "Kolonie"?
Putzig. Wer eröffnete denn diesen Thread mit unbelegten Behauptungen?GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:
Das behauptest du ohne irgendwelche Beweise?taren schrieb am 06.02.2026:Du meinst das mit falschen Tatsachen und Manipulation versehene Werk um dann seinerseits zu behaupten Wikipedia manipuliert?
Na also ich weiß ja nicht. Der Libanon, die Türkei, Ägypten, sie alle haben bzw. hatten ne funktionierende parlamentarische Demokratie und Rechtstaatlichkeit für alle Bürger. Ging leider in allen diesen Ländern partiell bis stark flöten. Aber wo ist da jetzt der Unterschied zu Israel?interrodings schrieb am 06.02.2026:
Welchen gibt es da den sonst so?parabol schrieb am 06.02.2026:Ausserdem wird Israel im deutschen Wikipediaartikel irreführend als Rechtsstaat und einzige Demokratie im Nahen Osten bezeichnet,
Solch ein Recht gibt es nicht. Der Zionismus behauptet es und lebt davon.GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:Zionismus, für diejenigen, die es nicht wissen, ist die nationale Bewegung des jüdischen Volkes, die das Recht auf Selbstbestimmung in ihrer historischen Heimat, dem Land Israel,
unterstützt.
In der Thora wird die vollständige Ausrottung der Vorbevölkerung des verheißenen Landes gefordert, im Buch Josua bis zum Anfang des Richterbuches wird die Ausführung mitgeteilt. Daß sie nicht ganz vollständig erfolgte, wird kritisiert.GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:So einfach ist es. Schau auf die Karte des Nahen Ostens. Sind die Juden eine winzige kleine Gruppe, die an demselben Ort lebt, an dem ihre Vorfahren vor tausenden von Jahren gelebt haben? Auf einem Prozent des Landes die Kolonisatoren oder sind sie die Kolonisatoren? Die Araber, die aus Arabien kamen, haben dutzende indigene Kulturen ausgelöscht und neunundneunzig Prozent des Nahen Ostens erobert.
Vorbevölkerung heißt auch schon mal: Israel kommt nicht aus dem Land. Die Thora berichtet, das Volk kam aus Ägypten. Vorher waren mal ein paar Hanseln, so umme siebzig, in Kanaan temporär ansässig. Aber Vater Abraham? Der kam aus Ur in Chaldäa.
Wo ist jetzt der Unterschied zu den Arabern, wie diese hier gezeichnet werden?
Das ist das Problem. Ich gönn den Juden - ebenso wie den Israeliten - ihr eigenes Land, wenn sie ein solches denn haben wollen. Sehr sogar! Und ja, wenn eines, dann am besten / liebsten das alte. Dumm nur, wenn der eine ein Land nur für sich haben will, dann muß er es dem anderen wegnehmen. Und das find ich nicht so prickelnd. Da lebten und leben nun mal Menschen, egal, obs viel sind oder wenig. Auch wenn ichs verstehe, daß die Juden gern ein Land hätten, in dem nur sie leben, zumindest in dem sie garantiert nie eine Minderheit sein können (reichlich schlechte Erfahrung), so kann ich es dennoch nicht gutheißen. Wer heute in der südlichen Levante lebt, der ist kein "haben das Land erobert und 99% Einheimische ausgerottet". Der ist ein "wohnt dort".GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:Im Judentum, das für die jüdische Geschichte zentral ist, streben Zionisten einen jüdischen Staat in Palästina mit möglichst viel Land, vielen Juden und wenigen palästinensischen Arabern an.
Wenn es einen Staat dort gibt, dann einen, der Staat für alle ist, und der auch nicht festlegt, wie viele es von einzelnen Gruppen nur geben dürfe. Denn sowas ist kein Rechtsstaat und keine Demokratie. Das ist Rassismus (wenn die Gruppen sich ethnisch definieren), Diktatur (und sei es Mehrheitsdiktatur), ...
Whow. Hier wird mal eben zwischen kollektiver Heimat und individuellem Privatbesitz unterschieden und nur letzteres für relevant erklärt. Nimmt ein Bauer dem Nomaden Land weg, isses ok, weil der da kein Haus drauf zu stehen hat. Aber latscht der Nomade dem Bauern übers Feld, gibts ne Verdienstsausfallsklage. Daß der Nomade hier einmal im Jahr beim Durchzug Kräuter sammelte, Vogelfallen aufstellte und ein paar Nächte schlief, is egal, kanner ja auch woanders machen. Daß der Bauer ebenfals umziehen kann, ist dagegen kein Argument...GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:Keiner von ihnen kann einen einzigen Fall nennen, in dem Juden Land von Arabern gestohlen haben, bevor die Araber einen Krieg gegen die Juden begonnen haben.
Das ist übler Kulturrassismus. Selbstverständlich bedeutet Zionismus "wir gehen in ein Land, wo andere Menschen leben, und machen daraus ein Land, das uns gehört. Kann man "Land von Arabern gestohlen" nennen. Außer, man einigt sich mit ihnen über ein "gemeinschaftlich besitzen". Aber genau das wollen Netanjahu & co. nicht. Daß das Hamas & co. genauso wenig wollen, ist Ebenfalls Scheiße, hindert aber nicht, es bei den Zionisten genauso Scheiße zu nennen.
Nur, weil es da noch keinen Nationalismus gab im ehemals osmanischen Arabien, haben die dort Heimischen kein Recht? Wie nationalistisch ist das denn gedacht! Es lebten dort Menschen, schei* egal, wie die sich nannten oder von anderen genannt wurden!GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:Niemand kann ein Zitat eines arabischen Führers von 1948 vorlegen, das Palästinenser als Volk erwähnt, da sie damals nicht existierten.
Wohl wahr. Da gehts der Wikipedia wie in vielen anderen Bereichen. Gerade weil die Wikipedia "demokratisch" ist, ist sie eben auch ein Ort der Auseinandersetzung vieler Meinungen. Und ja, es gibt immer wieder mal Mehrheiten für dies oder jenes. Und nicht immer gefällt einem, was gerade Mehrheit ist. Klingt irgendwie nach Demokratie. So ist in unserem Land hier Kirchenkritik trés chic, und jahrzehntelang war klar, daß Kirchens die Flache Erde propagiert hat, Kugelerdler verfolgte, Millionen Hexen grillte, unzählige Ketzer, daß sie auf Kreuzzügen hunderttausende Muslime und sonsterwen abschlachten ließ, daß Missionierung im Mittelalter mit dem Schwert erfolgte usw. usf. Da brauchte es keine Wikipedia für, daß diese und zahlreiche weitere Aufklärungslügen wie Tatsachen gehandelt wurden. Mittlerweile verschwindet immer mehr davon aus den Köpfen, aber der Weg ist noch weit. Ist halt der demokratische Weg. Nicht der diktatorische Weg, bei dem einer entscheidet, welche Wahrheit die vielen Mitmacher auf der Wikipedia reinschreiben dürfen.GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:Heute ist die englische Wikipedia ein ideologisches Schlachtfeld, auf dem die Wahrheit zu erst leidet.
So, das reicht mir bis hier hin. Den Rest des klorollenlangen Beitrags klemm ich mir. Bis hier hin hat sich ja schon gezeigt, daß der Verfasser Ideologie und Unwahrheit verbreitet und das nichts ist, auf das man sich stützen kann, bloß weil ers sagt. Dann brauchenwa den auch nicht.
Du weißt ja selbst, daß Jesus auch schon zum Arier gemacht wurde (ebenso zum Stoiker, Guru, Alien, Buddha usw.). So what! Palästinenser war er ja immerhin wirklich - nur nicht in einem nationalistischen Sinn. Wird letzteres dort überall behauptet?GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:Im Podcast wird sehr eindringlich über dieses Phänomen berichtet, dass heute insbesondere in den sozialen Medien und in politisch aufgeladenen kirchlichen Kreisen das Narrativ verbreitet wird, Jesus sei ein Palästinenser gewesen.
Was aber war nun Jesus? War er "rein jüdischen Blutes", gar aus dem Hause Davids? Wissenwa nicht, könnwa auch nicht belegen oder widerlegen. Historisch könnte Jesus in Galiläa geboren worden sein statt in Betlehem, auf jedenfall war er das Kind von in Galiläa Beheimateten. Galiläa kommt übrigens von galil haggojjim, vom "Umkreis der Völker". Alte Mischbevölkerung, das, immer schon und immer wieder. Auch zu Jesu Zeiten. Insofern seh ich eh keinen Grund dafür, auf ne bestimmte Nationalität zu pochen oder ne bestimmte andere vehement zu bestreiten. Selbst Herodes der Große, egal ob Schurke oder Heiliger, selbst der ist für mich schlicht ein Jude, obwohl der einen edomitischen Vater und eine nabatäische Mutter hatte. Dennoch lebte er im jüdischen Glauben, in jüdischer Kultur, Lebensart usw. (freilich war er auch im Hellenismus und im Römischen unterwegs, auch das wie viele andere Juden seiner Zeit). Und so ist Jesus ebenfalls klar ein Jude. Nationalistisches Rumdefinieren ist von keiner Seite sinnig, auch nicht im Sinne "wer den zum Palli macht, nimmt mir den wech". Wenn jemand Jesus für nen griechisch geprägten Philosophen machen will, soll er doch damit glücklich werden, wenn er ihn so für sich erschließen kann!
Oh mann, jetzt hab ich mich durch den Rest dieses Beitrags gequält. GEQUÄLT! Was für ne inhaltsleere Fahnehoch-Predigt, Floskel an Floskel. Und natürlich das Werk von Dämonen, der Angriff aufs Abendland und dessen Untergang quasi. Da möcht man doch glatt ne PEGIDA gründen.
Nein. Nach dem zweiten Krieg wurde die römische Provinz Iudaea umbenannt in Syria palaestina, also in "palästinisches Syrien". Die Vokabel "palaestina" ist älter, und sie taugte schon zuvor zur Beschreibung der betreffenden Region.RayWonders schrieb am 06.02.2026:google meint aber der Name Palästina wurde erst über 100 n Chr vergeben?
Vor allem geht es hier (und das ist nicht mehr auf Dich bezogen, Ray) nicht mal wirklich darum, in welcher Zeit das Land mal Palästina genannt wurde und in welcher Zeit nicht. Palästina war schon vor dem Zionismus eine übliche Bezeichnung für die Region in der Neuzeit, und es wird bis heute in diesem ganz wertneutralen Sinne benutzt. Auch und gerade im theologischen Bereich. Das hatte keine antijüdische Bedeutung. Ein Klassiker unter Historikern, Theologen und Archäologen ist die sogenannte "Syrisch-palästinische Landbrücke", welche in antiken Zeiten die politischen Großräume Anatolien, Mesopotamien, Ägypten und Arabien verband und immens wichtig für wirtschaftlichen sowie kulturellen Austausch war, ebenso für militärische Aktionen.
Oder die Palästina-Archäologie. Lange Zeit sprach man auch von Bibel-Archäologie, aber das hat durchaus nicht gänzlich unberechtigt den negativen Ruch, es gehe da um ein Bibelbeweisen. Andere sprachen von Israel-Archäologie, aber das ist ebenso fragwürdig. Denn in der Region gab es auch Vorisraelitisches, Nebenisraelitisches und Nachisraelitisches. Bronzezeitlich-Kanaanäisches, Phönizisches, Philistäisches, Aramäisches, Hellenistisches, Römisches, Byzantinisches, Arabisches. Und tatsächlich hat die Archäologie Israels im Ernstfall an Ausgrabungsstätten die oberen arabischen und byzantinischen Fundhorizonte erst mal mit nem Bulldozer weggekarrt, um an "ihre eigene" Geschichte ranzukommen. Israel-Archäologie paßt weder, noch ist die Bezeichnung korrekt. Deswegen nahm man Palästina-Archäologie - weil das wertneutral gemeint war. Mittlerweile haben die Ideologen beider Seiten die Bezeichnung Palästina ideologisch aufgeheizt und behaupten nun von allen anderen, diese müßten, wenn sie von "Palästina" reden, unbedingt ihre ideologische Begriffsfüllung damit meinen. Die einen fordern, nur noch Palästina zu sagen, die andern, es zu unterlassen. Armleuchter allesamt. Es gibt andere Begriffsfüllungen, und die sind gottseidank neutral.
Und wenn irgendwer von diesen dummen Ideologen denkt, daß ich, wenn ich "Palästina" sage, a) ihr Verbündeter sei oder b) ihr nützliches Opfer, dann ist das deren Dummheit und nicht Realität.
taren schrieb am 06.02.2026:nur haben heute die Palästinenser die Rolle die damals die Juden hatten...
Die heutigen Palästinenser haben mitnichten die Rolle der damaligen Römer. Sie leben wie die damaligen Juden in einem Land, in das andere kommen und nun meinen bestimmen zu können, welches Recht hier zu gelten hat, und daß die Alteingesessenen zu verschwinden haben. Putzigerweise leben abgesehen vom Gazastreifen die meisten palästinensischen Araber im Westjordanland auf den beiden Höhenzügen nördlich (größer) und südlich (kleiner) Jerusalems. Das ist das alte, ursprüngliche Siedlungsgebiet der Israeliten. Das Umland damals war nichtisraelitisch-kanaanäisch besiedelt. Selbst der sogenannte südliche kanaanäische Querriegel, also der "Einschnitt", der bis Jerusalem reicht, war auch damals so vorhanden wie heute auf der politischen Landkarte. Auch danach sind die heutigen Palästinenser das Pendant zu den damaligen Israeliten - und die heutigen Israeli "sind" die damaligen Kanaanäer.interrodings schrieb am 06.02.2026:Nicht wirklich. Sie haben die Rolle der römer. Diesmal können sich die juden aber wehren.
Naja, nicht wirklich. 63 v.Chr. wurde das Königreich Judäa erobert und dem Römischen Reich angegliedert, doch blieb es ein Klientelkönigtum. 43 v.Chr., nach dem Tod des Antipatros wurde aus dem Reich die Römische Provinz Iudaea. Doch der Nachfolger Herodes der Große erhielt wieder die Klientelkönigschaft. Und nach seinem Tod wurde sein Reich unter seine vier (Herodes' Intrigen überlebt habende) Söhne aufgeteilt. Nach und nach verschwnden aber diese Klientelkönigreiche dann auch wieder, und stets nach dem Ende wurde dieses Königreich dann einem der anderen Herodesnachfolger zugeschlagen oder an die Provinz Syria gegeben. Erst nach dem Ende des letzten Klientelkönigreichs wurden alle Gebiete wieder zur Provinz Iudaea wie 41 v.Chr. zusammengefaßt. Bis dahin war Iudaea vor allem die Bezeichnung eines kleinen Querstreifens von Jerusalem bis Hebron, je nach dem auch ein größeres Klientelkönigreich, jedoch weniger als die Provinz Iudaea ab 70.parabol schrieb am 06.02.2026:Genau, vor dem jüdischen aufstand hieß die Provinz Judäa
Ja und? Das Geburtshaus meiner Urgroßmutter mütterlicherseits steht ja ebenfalls in Szczecin, Polen. Ist doch nicht falsch und auch nicht geschichtsverdrehend. Klar ist meine Uroma in Stettin, Deutschland geboren. Aber ihr Geburtshaus steht in Polen. Da muß man schon in böser Absicht nen Revisionismus reinlesen! Wie gesagt, mehr und mehr bestätigst Du meinen Verdacht, wie Du hier unterwegs bist...GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:…wie ihr hier auf dem Screenshot und im Link zur Geburtskirche sehen könnt: Da wird Bethlehem heute geografisch ganz selbstverständlich der Region „Palestine“ zugeordnet… und direkt daneben steht, dass dies der „birthplace of Jesus“ ist.
Nein. Methode ist, wie bestimmte Leute sich aus solch unverfänglichen, korrekten, wertneutralen Aussagen ne Verschwörung, nen Angriff und dergleichen basteln.GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:Der Anachronismus mit Jesus ist kein Einzelfall bei Wikipedia. Es ist eine Methode
Und tatsächlich, Du bringst den Schei* tatsächlich! Nein, der Wikiartikel sagt, daß der Geburtsort heute daundda (West Bank, Palestine) liegt, nicht daß jemand Damaliger daundda (West Bank, Palestine) geboren sei. Niemand sagt, Kant sei in Kaliningrad Ruß´land geboren. Dort steht nur sein Geburtshaus.GirlsBestPlay schrieb am 06.02.2026:Wenn ich einen Artikel über Immanuel Kant schreibe und im ersten Satz steht: „ Kant wurde in Kaliningrad, Russland, geboren“, dann
Echt perfide. Aber flachbrüstig, durchsichtig, wirklungslos. Doch die Absicht: perfide!
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Oh Mann, und ich bin erst auf S.3!













