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Estonia Verschwörung

524 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Verschwörungen, Sprengung, Estonia ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Estonia Verschwörung

22.10.2021 um 20:16
@Chicinho
Also ich sehe keinen Beton auch wenn der Typ das Wort „Concrete“ noch so oft ins Mikro brabbelt und aus unerfindlichen Gründen noch „Ninty Degrees“ dazu. Ich sehe da Sedimentablagerungen, die sich halt in allen möglichen Ecken abgesetzt haben. Wäre Beton auf das Wrack gekippt worden, würde man den auch bzw. sogar primär zuallerletzt mal auf dem sehen was jetzt nach oben zeigt. Also die eigentliche Unter- sowie Backbordseite. Auch da ist Sediment, aber sicher kein Beton - Das Sediment hat dort die Form von Wellen, bzw. Minidünen, was halt durch die Strömung kommt (der ROV rammt sich in dem einen Video am Ende auch mehrfach da rein und spätestens da sieht man dass es lockeres Material ist).

Das ist ähnlich drollig, wie der andere Typ in diesem Sprenkabelvideo neulich, der irgendwas davon faselt es gäbe keine Spuren wie Kratzer am Bulbus, während der ROV die rechte Bulbusseite zeigt und dann fährt der ROV rüber und zeigt die linke Seite mit mehreren riesigen Kratzern (wegen „aufgeblühtem“ Rost nach aussen gewölbt) und man fragt sich wo da nun das Grosse „Ups“ bleibt…

PS: Habe zufällig doch noch ein zweites Foto der Estonia mit Olympiawerbung gefunden und das finde ich einigermassen seltsam. Dazu demnächst mehr. Muss mir das nochmal genauer ansehen und schauen, ob es das Foto noch in anderen Varianten / Auflösungen gibt.


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22.10.2021 um 21:54
Zitat von cycliccyclic schrieb:Auch da ist Sediment, aber sicher kein Beton - Das Sediment hat dort die Form von Wellen, bzw. Minidünen, was halt durch die Strömung kommt (der ROV rammt sich in dem einen Video am Ende auch mehrfach da rein und spätestens da sieht man dass es lockeres Material ist).
Ja das war eigentlich auch mein erster Eindruck. Dann sorry für den Spam.. ich werde es mir nochmal genauer ansehen.


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30.10.2021 um 17:11
Ich hatte neulich mal geschrieben, dass ich noch weitere Bilder der Estonia gefunden habe die ebenfalls die Olympia-Werbung für Lillehammer 1994 zeigen.

Erstmal das schon bekannte Bild in noch besserer Auflösung (nun kann man das "Lillehammer '94" wirklich astrein lesen):

merlin 177793242 6b0b6683-e924-4971-90eeOriginal anzeigen (0,5 MB)
Quelle: https://www.nytimes.com/2020/09/30/world/europe/estonia-ferry-disaster-documentary.html

Entsprechend sieht man auch den Zustand des Visiers nochmal besser. Auffällig finde ich wiederum die Bodenplatte. Diese ist hier überwiegend weiß mit etwas blau (was evtl. Abtragungen von der Gegenüberliegenden Seite sein könnten, oder auch die frühere blaue Farbe, die unter der weggeschrappten weißen wieder zum Vorschein kommt) und auch hier Rost.

Bei N-TV habe ich noch dieses Bild gefunden:

AP-9911050558Original anzeigen (0,4 MB)
Quelle: https://www.n-tv.de/der_tag/Raetsel-geloest-Tauchroboter-findet-Loch-im-Wrack-der-Estonia-article22064954.html

Da ist die Olympiawerbung auch (schon) drauf. Es ist offenbar Winter (Schnee). Der Rost ist erkennbar, hält sich aber (noch) in Grenzen. Und die Bodenplatte ist blau, wie auch auf allen anderen (älteren?) Bildern die ich bisher gesehen habe. Ich will daraus keine Theorie ableiten, mich wundert einfach dieser Zustand und dass das in rel. kurzer Zeit ziemlich bergab gegangen zu sein scheint. Was verursacht diesen Rostbefall gerade am Bug? Angelegt hat man offenbar, sowohl in Tallinn als auch Stockholm, üblicherweise mit der Steuerbordseite (s.a. Video unten), da sollte man vorne links wohl nirgends gegendengeln. Oder reichen da einige Fahrten mit Eisbildung? Aber nichts davon dürfte die Bodenplatte tangieren.

Hier noch ein weiteres Bild fast aus derselben Perspektive (nicht ganz genau derselben, dieses muss von etwas näher dran aufgenommen worden sein), leider in ziemlich schlechter Qualität:
2020092914113683218
Quelle: https://www.thenomadtoday.com/articulo/finland/did-submarine-cause-the-sinking-of-the-m-s-estonia/20200929142930008175.html
Dass man da gar keinen Rost sieht liegt womöglich an der Qualität. Trotz der leicht anderen Perspektive könnte das sogar früher am selben Tag aufgenommen worden sein - der Schnee wäre dann erst nach diesem Bild gefallen. Ich halte es allerdings eher für eine noch frühere Aufnahme, konnte genau dieses Bild aber leider bisher nicht in besserer Qualität auftrieben.

Auch noch ganz nett zum Vergleich dieses Video mit einigen Bildern und kurzen Videosequenzen u.a. vom Stapellauf und als die Estonia noch unter anderen Namen fuhr (nennenswerten Rostbefall am Visier sehe ich übrigens nirgends):
Youtube: Story of the M/S Estonia
Story of the M/S Estonia
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30.10.2021 um 18:53
Zitat von cycliccyclic schrieb:Entsprechend sieht man auch den Zustand des Visiers nochmal besser. Auffällig finde ich wiederum die Bodenplatte. Diese ist hier überwiegend weiß mit etwas blau (was evtl. Abtragungen von der Gegenüberliegenden Seite sein könnten, oder auch die frühere blaue Farbe, die unter der weggeschrappten weißen wieder zum Vorschein kommt) und auch hier Rost.
Sicher, dass das Rote am Visier da nur Rost ist? Schau mal bei der Ankerklüse - da sieht man den Rost bzw. die Rostnase. Das Rote kann auch die Rostschutzfarbe oder Farbe vom Verursacher (was auch immer) sein, was das Ganze auch nicht besser macht.
Denn da sind eindeutig Beschädigungen der Deckfarbe durch was auch immer. Wenn man genauer schaut, dann kann man diese Beschädigung teilweise auch beim Bild von NTV erkennen.
Zitat von cycliccyclic schrieb:mich wundert einfach dieser Zustand und dass das in rel. kurzer Zeit ziemlich bergab gegangen zu sein scheint.
Das Problem ist generell: Salzwasser ist extrem korrosiv. Und wenn Du Beschädigungen an der Schutzfarbe hast, hast Du ganz schnell Rost. Und ein Schiff sieht ganz schnell richtig versifft aus, wenn man die Salzkruste nicht schnell genug wegwäscht.

66CDE067-C024-4449-893B-822367F62F2EOriginal anzeigen (0,4 MB)
https://twitter.com/pilotharbour/status/1307591132348649473
Baujahr 2000, sollte im März 2020 in die Werft, wurde aber wegen COVID-19 pausiert und das Foto wurde Ende September 2020 geschossen. In den Monaten lag das Schiff einfach herum, ist aber inzwischen nach dem Werftaufenthalt inkl. Überholung wieder in Dienst gestellt worden.
Wikipedia: Carnival Radiance

Und im Fährdienst wird auf Effizienz geachtet - der Fahrplan ist extrem durchgetaktet. Es sind kaum Zeitpuffer für Wetter oder Problemen beim Be- und Entladen eingebaut, damit die Fahrzeiten auf dem Papier nicht zu lang werden. (Kunden könnten ja abwandern.) Und Wartungsarbeiten wie Salzkrusten abwaschen, Rost klopfen und neue Farbe auftragen geht leider nur im Hafen. Und im Winter sind die Fahrpläne immer etwas unter Druck, wodurch solche Arbeiten dann eher vernachlässigt werden. Ist im Normalfall zwar nicht Sicherheitsrelevant, aber sieht Scheiße aus.

Interessant ist auch die Richtung der Roststriche am Visier. Das sieht so aus, als ob man mit geöffnetem Visier irgendwo lang geschrammt ist, denn dann sind die Linien horizontal.
Gleichzeitig sind die roten Flecke, die eher wie Schutzfarbe aussehen, wohl mit geschlossenem Visier entstanden. Und ein roter Strich (der am Übergang von Blau zu Weiß) zieht sich unten am Rumpf weiter bis unter das „A“ vom Namen.

Kann natürlich sein, dass durch diese Kollisionen das Visier schon vor dem Untergang einen Schlag weg hatte. Und solche Reparatur bedingen einen längeren Stopp, evtl. sogar eine Werft. Es wäre interessant zu wissen, wann die Estonia den nächsten geplanten Werftaufenthalt gehabt hätte. Normalerweise wird aller 5 Jahre die Klassifikation (sozusagen der Schiffs-TÜV) erneuert, beim Baujahr 1980 wäre das also 1995 eh notwendig geworden.


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16.01.2022 um 11:15
Erst mal gutem Morgen.

Weis jemand was bei der neuen Untersuchung bezüglich Untergang der Estonia läuft ?
Habe mich längere Zeit nicht mehr mit dem Thema befassen können.


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16.01.2022 um 14:46
Zitat von EC145EC145 schrieb:... Weis jemand was bei der neuen Untersuchung bezüglich Untergang der Estonia läuft ?
Viel Neues gibt es nicht. Für die entdeckten Risse und Spalten sind wahrscheinlich Felsen verantwortlich. Abschliessend geklärt ist das noch nicht, ab Frühjahr soll es mit den Untersuchungen weitergehen. Zudem ist die Bugrampe ab und man kann cirka 40 Meter weit aufs Cardeck.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/estonia-untersuchungsbericht-schweden-101.html


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18.01.2022 um 03:50
Guten Morgen liebe allmy Gemeinde.
Ich denke seit über Jahren darüber nach,wie es sich zugetragen können hat.Und seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der u-boot Thematik.

Könnte es vielleicht sein dass es doch so war(laut untersee Kenner) das ein u Boot auf konntrolfahrt
Auf Grund der waffentransporte,die es zu diesem Zeitpunkt gab!,das es ein u-boot gab, deren Auftrag es war,die estonia zu beobachten und dann aufgrund der Tatsache des schweren Seegang zu einem ungemein unglücklichen Ausfall des Sonar kams?Auf seerohrtiefe
Dann beide kollidiert sind und ......
Und was im Anschluss passiert ist, zur Wirklich wichtig war aber der Geheimhaltung unterliegt (vs/Wellengang)
Und dann auch der Übung der sas und seestreitkräfte unterliegt?


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18.01.2022 um 21:10
Verschiedenen Artikeln habe ich entnommen, dass es wohl mehrere neue Untersuchungen geben soll. Einserseits soll nach Trümmern gesucht werden (inkl. dem einen Bolzen vom Visier, den man achtlos zurück ins Meer geworfen hat). Diese Trümmerspur, soweit auffindbar könnte genaueren Aufschluss geben über die genaue Route zwischen Abreißen des Bugvisiers (sollte das deutlich vor dem Sinken stattgefunden haben :-)) und dem endgültigen Sinken.

Dann soll das Cardeck genauer untersucht und ein exaktes 3D-Modell des aktuellen Zustands (also inkl. Ladung) erstellt werden.

Zudem sollen die beiden Löcher genauer untersucht werden und Proben genommen werden. Es sei unklar, ob diese vor dem Sinken oder erst beim Aufschlag auf dem Grund entstanden sind.

Alles recht spannend. Da ist gerade einiges im Gang.

Nicht schlecht fand ich mehrere Podcasts auf "Radio Sweden" - z.B.:
https://sverigesradio.se/artikel/m-s-estonias-car-deck-to-be-investigated-in-march

Zuletzt habe ich immer nur von einem neuentdeckten Loch gelesen, obwohl auf den hier auch breit Diskutierten ROV-Aufnahmen ja eindeutig zwei Löcher in einigen Metern Abstand zu sehen sind. Das wird dann hier auch endlich so beschrieben (wobei ich in der Zwischenzeit nicht ständig danach gesucht hatte). Sie sind aber beidseitig eines großen Felsens, so dass beide evtl. durch das Eindrücken der Bordwand an diesem Felsen entstanden sind (d.h. beim Sinken).

Noch ein kleiner Nachtrag:
Zuletzt hatte ich mich ja über das etwas abgeranzte Aussehen der Estonia im Winter davor (erkennbar an der Lillehammer-Olympia-Werbung) gewundert und mich gefragt, wie die Estonia dann wohl kurz vor dem Untergang ausgesehen haben mag. Inzwischen hatte ich die Antwort gefunden: eindeutig wieder besser. Leider finde ich die Bilder gerade nicht wieder. Ich glaube sie waren auf einem FB-Account mit dem Namen Estline. Einige Bilder hatten Zeitangaben und waren von kurz vor dem Untergang (wenige Wochen). Dort waren keine großen Rostspuren am Bug/Rumpf erkennbar.


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19.01.2022 um 21:03
@Ahmose

Also. Ich hege den Verdacht das die neue Untersuchung mit Schwedischer Federführung wieder eine Vertuschung der Wahrheit sein könnte. Ich halte mich beim Thema ESTONIA an die Fakten die Jutta Rabe zu Tage gefördert hat.


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19.01.2022 um 22:13
Zitat von EC145EC145 schrieb:Also. Ich hege den Verdacht das die neue Untersuchung mit Schwedischer Federführung wieder eine Vertuschung der Wahrheit sein könnte. Ich halte mich beim Thema ESTONIA an die Fakten die Jutta Rabe zu Tage gefördert hat.
Das macht ja keinen Sinn. Wenn Schweden etwas vertuschen wollte, dann hätten sie das Wrack mit Beton zugeschüttet und fertig. Zudem kann jetzt ja sowieso jeder an das Wrack heran. Wenn man Zweifel an der Untersuchung hat, dann kann man jetzt ja eine eigene starten.


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20.01.2022 um 16:58
@Ahmose
Sag mal. Da wurde doch eine Bannmeile errichtet


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20.01.2022 um 21:47
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Das macht ja keinen Sinn. Wenn Schweden etwas vertuschen wollte, dann hätten sie das Wrack mit Beton zugeschüttet und fertig. Zudem kann jetzt ja sowieso jeder an das Wrack heran. Wenn man Zweifel an der Untersuchung hat, dann kann man jetzt ja eine eigene starten.
Das sehe ich ähnlich.

Wenn dann hätte man in den 1.Monaten/1.Jahren danach etwas unternommen.

Ich könnte mir verschiedene Szenarien vorstellen...

( Wikipedia: Azorian-Projekt )

..dies ist natürlich nur Fiktion.


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20.01.2022 um 21:50
Zitat von EC145EC145 schrieb:Sag mal. Da wurde doch eine Bannmeile errichtet
Es gab ein internationales Abkommen über Grabesruhe. Dieses wurde im ersten Halbjahr 2021 soweit geändert, das nun Untersuchungen möglich sind.

Auch vorher wären Untersuchungen möglich gewesen, da das Schiff in internationalen Gewässern liegt und nicht jedes Land dieses Abkommen unterzeichnet hat. So wurden die beiden schwedischen Dokumentarfilmer, die diese neue Untersuchung erst ins Rollen brachten, von einem schwedischen Gericht freigesprochen. Eben weil sie von einem deutschen Schiff aus operierten (und Deutschland das Abkommen nicht unterzeichnet hatte).

Inzwischen ist nun das Abkommen geändert und auch Leute und Schiffe aus Staaten, die es unterzeichnet haben, könnten sich an einer Untersuchung beteiligen.

https://www.spiegel.de/panorama/schweden-will-untersuchung-des-estonia-wracks-ermoeglichen-a-303b2ecd-e8ad-4ff9-84ee-33e108870c90
Zitat von ChicinhoChicinho schrieb:Das sehe ich ähnlich.

Wenn dann hätte man in den 1.Monaten/1.Jahren danach etwas unternommen.
Vor allem würde man ja nicht zig Taucher da runterschicken die man danach alle für ihr Stillschweigen teuer bezahlen oder um die Ecke bringen muss.


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28.01.2022 um 18:17
Guten Abend,

ich habe mich gerade durch die 25 Seiten durchgekämpft, da ich mich schon länger mit der Thematik befasse.

Ich bin kein großer Fan von Verschwörungstheorien, aber in diesem Fall liegt tatsächlich so einiges im Argen, das mich stutzig mach. Zumal die Handlungen der Schwedischen Regierung diese Überlegungen noch befeuern.

Jedoch glaube ich nicht an ein absichtlich herbeigeführtes Versenken durch eine Bombe oder gar ein U-Boot. Der kalte Krieg war zwar schon vorbei, aber trotzdem wurde die Ostsee noch gut überwacht und daher bin ich der Meinung, dass U-Boote o. Ä. aufgefallen wären.

Die Estonia war bekanntermaßen in einem nicht besonders guten Zustand. Das geht aus diversen Berichten hervor. Es gab immer wieder Probleme mit diversen Apparaturen, sodass sich die Besatzung des Öfteren mit Hämmern behalf.
Es wird auch berichtet, dass die Schränke, in denen die Rettungswesten waren, sich nicht öffnen ließen, da jemand zu großzügig mit Farbe gearbeitet hat und die Türen somit verklebt waren.

M. W. gab es kurz vor dem Untergang sogar eine Sicherheitsüberprüfung durch schwedische und estnische Prüfer, bei der gragierende Mängel festgestellt wurden.
Soweit ich mich erinnere, war das Kontrollblatt offenbar sogar mit einem Vermerk versehen, dass das Schiff nicht mehr seetüchtig wäre bis die Mängel behoben sind. Nach dem Untergang wurde dieser Vermerk allerdings"nur noch" als Mangel aufgeführt.
Ob das nun wahr ist, oder eine weitere Verschwörungstheorie lässt sich nachträglich wohl nicht mehr abschließend prüfen, Fakt ist jedoch, dass der Zustand des Schiffes laut Überlebender nicht der beste war.

Daher glaube ich, wenn es etwas zu vertuschen gab, es eher auf den Zustand des Schiffes hinaus läuft. Ich denke es wäre ein riesen Skandal gewesen, hätte man herausgefunden, dass das Schiff gar nicht mehr seetüchtig war und die schwedischen Behörden davon Kenntnis hatten und ihre Bürger dadurch mutwillig in Gefahr brachten, weil sie die Lizens nicht bis zur Fehlerbehebung entzogen haben.
Ebenso war die Estonia ja nur für den Verkehr in den geschützten Bereichen der Schären gebaut worden. M. W. vergaben die Finnen aber das Patent, dass sie auch auf der Ostsee verkehren durfte.

Das würde auch erklären, warum die Anrainerstaaten kein Interesse an Tauchgängen oder der Bergung haben und hatten.
Ich finde es gleichzeitig unbegreiflich und traurig, dass die Opfer, obwohl die Mehrheit der Angehörigen das wollte, nicht geborgen wurden.
Einerseits erklärte die schwedische Regierung dies durch die Wahrung der Totenruhe, andererseits durch die hohen Kosten, die damit verbunden wären. Dazu kam noch die Ausrede man wolle keinem Taucher den Anblick der Leichen zu mutuen.
Der geplante Betonsarkofarg wäre aber um ein Vieles teurer gewesen.
Einige der Angehörigen wollten die Bergung ihrer Liebsten ja auch aus eigener Tasche oder von der Entschädigung zahlen und diverse Bergungsunternehmen waren gewillt den Angehörigen finanziell entgegen zu kommen bzw gab es sogar Angebote zum Selbstkostenpreis.
Eine Bergung aus 60 m ist auch nicht so schwierig wie aus über 100 m.
Ich bin selbst ausgebildete Taucherin und klar braucht man für eine Tauchtiefe von 60 m bzw Wracktauchgänge Zusatzausbildungen und man muss spezielle Gasgemische verwenden, aber gerade bei erfahrenen Bergungstauchern ist das alles im Bereich des Machbaren.
Vor Allem hätte man schon zu damaliger Zeit die Leichen anhand ROV Aufnahmen lokalisieren können um die Tauchgänge später kürzer halten zu können.
Und auch wenn von Deutscher Seite aus Tauchgänge möglich waren, wurden diese Unternehmungen immer wieder durch die Schwedische Küstenwache gestört.

Im Bezug auf die Totenruhe muss man auch sagen, dass man Schweden nicht mit Ägypten vergleichen kann, aber bspw die Salem Express ist ebenfalls ein Seegrab und trotzdem auch ein begehrtes Ziel für viele Tauchveranstalter in Ägypten. Und ja, das stößt mir selbst sauer auf und ich weigere mich auch an solchen Ausflügen teilzunehmen.
Aber bei der Estonia geht es ja nicht um Massentourismus, sondern darum, dass die Angehörigen in erster Linie ihre Angehörigen heimbringen und begraben können und zum anderen Antworten erhalten. Dazu wird man auch keine Spaßtaucher, sondern erfahrene Bergungstaucher heranziehen.


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30.01.2022 um 12:54
@DarkKiwi

Weitestgehende Zustimmung von mir. Was dafür spricht, dass einfach der schlechte (Wartungs-)zustand (neben der vielleicht für den Einsatzbereich zu schwachen Auslegung) des Visiers einen großen Einfluss auf das Unglück hatte ist aus meiner Sicht, dass man ja gerade diesen Aspekt weitgehend unter den Teppich gekehrt hat und der Werft die Hauptschuld anlasten wollte. Das spricht schon dafür, dass man hier eine evtl. Mitverantwortung der (mind. schwedischen) Kontrollbehörden verschleiern wollte.

Viele von den Alternativszenarien (VTs) mangelt es an Substanz. Fr. Rabe z.B. finde ich wenig überzeugend. Auch was die German Group of Experts zusammengetragen hat, ist eher ein Sammelsurium diverser Unstimmigkeiten, aber zu einer klare Aussage kommen die nicht (und dort wo sie Erklärungsansätze liefern widersprechen sich diese teilw., bzw. sind nicht wirklich schlüssig).

Was mich aber an "deiner" einfachen Erklärung stört ist folgendes: Wenn der schlechte Zustand wesentlich zur Katastrophe beigetragen hat - insbesondere auch der schlechte Zustand von Visier inkl. Bugrampe - dann macht das für den Ablauf doch keinen Unterschied. Das Visier fällt ab (egal, ob nur zu schwach, oder schon vorher halbkaputt), Wasser dringt ein, das Schiff kentert und alles wie gehabt. Warum steht die offizielle Story dann so deutlich im Widerspruch zu so vielen Zeugenaussagen? Da liefert man doch nur völlig unnötig Angriffsfläche und Raum für Spekulationen. Nur der Wunsch die "Angelegenheit" so schnell wie möglich vom Tisch zu kriegen? Scheint mir bei der Größenordnung der Katastrophe für so unrealistisch, dass man das kaum gehofft haben kann.

Ich bin daher sehr gespannt was die neuen Untersuchungen ergeben. Bei den Löchern erwarte ich mir ehrlich gesagt nicht viel, die passen für mich einfach zu gut zur Beschaffenheit des Meeresbodens an der Stelle und dürften daher Folge des Sinkens und nicht Ursache gewesen sein. Auch in einem 3D-Modell des Cardecks sehe ich jetzt erstmal keinen großen Nutzen (wenn man daraus ableiten kann, ob alle Fahrzeuge die mal an Bord waren immer noch samt Ladung da unten sind, hat es vielleicht seine Berechtigung). Interessant finde ich aber die Trümmerspur rückzuverfolgen und auch diesen weggeworfenen Verriegelungsbolzen zu finden, das könnte mE etwas Licht ins Dunkel bringen.


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30.01.2022 um 14:55
Zitat von cycliccyclic schrieb:Was mich aber an "deiner" einfachen Erklärung stört ist folgendes: Wenn der schlechte Zustand wesentlich zur Katastrophe beigetragen hat - insbesondere auch der schlechte Zustand von Visier inkl. Bugrampe - dann macht das für den Ablauf doch keinen Unterschied. Das Visier fällt ab (egal, ob nur zu schwach, oder schon vorher halbkaputt), Wasser dringt ein, das Schiff kentert und alles wie gehabt. Warum steht die offizielle Story dann so deutlich im Widerspruch zu so vielen Zeugenaussagen? Da liefert man doch nur völlig unnötig Angriffsfläche und Raum für Spekulationen. Nur der Wunsch die "Angelegenheit" so schnell wie möglich vom Tisch zu kriegen? Scheint mir bei der Größenordnung der Katastrophe für so unrealistisch, dass man das kaum gehofft haben kann.
Ja, da gebe ich dir recht.
Anschließend wird sich wohl nie klären lassen, was die Menschen an Bord in dieser Nacht wahrgenommen und erlebt haben.
Zwar könnte ich mir durchaus vorstellen, dass auch der Abriss des Bugvisiers bei voller Fahrt ordentlich rumst und vielleicht ist es anschließend durch eine Welle nochmals gegen den Rumpf geschlagen worden, aber das ist auch nur eine Spekulation und auf diesem Gebiet bin ich keine Expertin.
Ein solches Szenario würde aber am ehesten die Aussagen der Augenzeugen und die Löcher im Rumpf erklären.

Denn soweit ich mich erinnere soll der Meeresgrund dort nicht besonders felsig, sondern eher sandig sein.


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Estonia Verschwörung

11.02.2022 um 05:22
Ich bin gestern auf einen interessantes Video gestoßen, in dem es um die Bergung des Diesels und des Öls der Estonia geht. Mir war dieser Fakt gar nicht so bewusst beziehungsweise bekannt.
Das ganze ist knapp 2 Jahre nach dem Unglück passiert.


Youtube: M/V Estonia - oil removal
M/V Estonia - oil removal
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Estonia Verschwörung

18.02.2022 um 18:01
Wie ich hier schonmal schrieb sind die fehlenden Video Aufnahmen ein Haupt Kritikpunkte für die Meinung einer Verschwörung.

Klar die Öffentlichkeit geht einiges sicher nichts an, aber die Schiffswerft, dir als schuldig dargestellt wird schon eher.
Aber insbesondere die Schiffswerft bemängelte das geschnittene Videomaterial in schlechter Qualität - die fehlenden Stücke stammten immer aus dem für die Werft interessanten Bereich wo ggf laut Ziegenaussage ein Loch in Frage käme.

Jetzt sind wohl ein Teil der Aufnahmen aufgetaucht:
Youtube: Hålet i Estonia filmat redan 1994 - Avsnitt 13
Hålet i Estonia filmat redan 1994 - Avsnitt 13
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Und man sieht anscheinend ein Loch / schaden welcher nicht im Report gewesen ist - ob das glaubhaft ist, keine Ahnung ich spreche die Sprache nicht aber wenn das stimmt mein liber Schwan dann ist das mit der Verschwörungstheorie sicher wie das Amen in der Kirche


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Estonia Verschwörung

18.02.2022 um 18:13
Wenn das Team dann auch noch das Video nachreicht wo das von Evertssons entdeckte Loch 1994 gefilmt wurde ist die Vertuschung bewiesen.....

Und dass die Rampe gerade nach Evertssons Besuch plötzlich abfällt und dann entgegen der Schwerkraft fällt ist ja auch Mal wider ein Hinweis auf Menschliches handeln....


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19.02.2022 um 12:22
Man muss abwarten was bei den Erkenntnissen der letzten Untersuchungen nun rauskommt.
Es bleibt definitiv interessant...


Ich habe mitte letzter Woche eine Meldung gelesen, dass der Fall um den schwedischen Journalisten neu aufgerollt wird.

https://www.google.com/amp/s/www.euronews.com/amp/2022/02/15/ms-estonia-swedish-documentary-makers-face-new-trial-for-exploring-1994-wreck


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