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Neuigkeiten zur globalen Situation

140 Beiträge, Schlüsselwörter: Umwelt, Hitzewelle, Auswirkung
Amila
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Neuigkeiten zur globalen Situation

22.02.2005 um 19:03
Hi

Wen die neusesten News über die globale Situation der Umwelt interessiert kann sich das mal durchlesen. Erschreckende wie auch vorhergesagte Neuigkeiten!

>>
"Hitzewelle" im Eis

Bewohner der Polarinsel Grönland haben am Wochenende über eine ungewöhnliche "Hitzewelle" mitten im Winter gestaunt.
Wie der Sender TV2 in Kopenhagen am Sonntag meldete, wurden in Narsarsuaq an der Westküste der zu Dänemark gehörenden Insel 16 Grad plus und damit weit höhere Temperaturen als im Süden Europas gemessen.

Noch nie gemessen
Nie zuvor seit Beginn täglicher Temperaturmessungen im Jahr 1958 war es auf Grönland im Februar so warm gewesen. Wie es weiter hieß, war äußerst milde Luft aus dem Süden der Grund für die überraschend hohen Temperaturen.
Sie sollen bis Mitte der Woche anhalten. Auch im Hochsommer klettert das Thermometer höchst selten über die jetzt gemessenen 16 Grad.

Neue alarmierende Studie
Nur kurz nach In-Kraft-Treten des Kyoto-Protokolls schlugen Klimaexperten in Washington vergangene Woche Alarm. Eine neue Studie beweise, dass sich die Weltmeere genau so erwärmen, wie Computerberechnungen es vorausgesagt hatten: Das Polar- und das Grönlandeis werde schmelzen und auch dem Norden drohten dramatische Klimaveränderungen.
"Jetzt ist Schluss mit der Debatte, ob wir eine globale Erwärmung haben. Jetzt geht es nur noch darum, was wir tun", sagte Tim Barnett vom Scripps Institute für Meeresforschung im kalifornischen La Jolla letzte Woche.

Besondere Rolle für Grönland
Eine besondere Rolle spiele Grönland, erläutert Meeresforscherin Ruth Curry. "Grönlands Eisdecke enthält genügend Wasser, um den Meerespegel global um sieben Meter anzuheben."
Zwar habe Grönlands Eis erst kürzlich zu schmelzen begonnen. Aber auch dieser Anfang gebe schon Anlass zur Sorge, dass die Eisdecke an Stabilität einbüßen und mit der Zeit kollabieren könnte.

"Bewegen uns in Richtung Katastrophe"
Noch sei das System intakt, beruhigte die Forscherin. Es sei auch nicht gesagt, dass es zur Katastrophe kommen müsse. "Aber wir bewegen uns in die Richtung."
Ob das globale Muster der Meeresströmungen auch künftigem Schmelzwasser noch standhalten kann, hängt den Forschern zufolge ganz davon ab, wie schnell sich das Eis abbaut und wo genau das Schmelzwasser auf den Meereszyklus trifft.

Gesamtes Ökosystem steht auf dem Spiel
Dass außer dem Klima auch die Ökosysteme auf dem Spiel stehen, strich die Biologin Sharon Smith von der Universität von Miami heraus. Mit dem Verlust der Eisschollen würden Eisbären, Walrosse, Seelöwen und Seehunde ihrer Lebensgrundlage beraubt.
Selbst Vögel hätten zu leiden, wenn sich die Farbe des Meeres durch das Schmelzwasser verändert und sie ihre Beute unter der Wasseroberfläche nicht mehr erkennen können.

WWF: "Eisbären sterben aus"
Eisbären könnten nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF noch in diesem Jahrhundert aussterben, wenn die Klimaerwärmung nicht aufgehalten wird.
"Eisbären werden Geschichte sein, etwas, worüber unsere Enkel nur noch in Büchern nachlesen können", sagte Catarina Cardoso, die beim britischen WWF das Thema Klimawechsel behandelt.

Kritische Grenze vorhergesagt
Der WWF veröffentlichte Ende Jänner ebenfalls eine neue Klimastudie der Universität Oxford. Der Forscher Mark New geht darin wie andere Wissenschaftler von der These aus, dass bei einem Anstieg der durchschnittlichen Welttemperatur um zwei Grad im Vergleich zu der Zeit vor der Industriellen Revolution eine kritische Grenze überschritten würde.
Nach seinen Berechnungen wird dieser Anstieg zwischen 2026 und 2060 erfolgen, wenn nichts gegen den Klimawechsel getan wird.



Düstere Aussichten für Ostsee

Das Ökosystem der Ostsee ist wahrscheinlich bereits gekippt. Das ist das Ergebnis von Untersuchungen der Umweltexpertengruppe der schwedischen Regierung.
In einem Artikel der überregionalen Tageszeitung "Göteborgs-Posten" (Dienstag-Ausgabe) schlagen die Forscher Alarm.

"Schwieriger als gedacht"
Neuesten Erkenntnissen zufolge ist das Meer offenbar nicht mehr in der Lage, den Sauerstoffmangel und die Überdüngung zu bewältigen. Schlussfolgerung: "Es dürfte schwerer sein, diesen Zustand zu beheben, als wir bisher geglaubt haben."
"Wir werden möglicherweise gezwungen sein, uns an Giftalgen, Badebuchten voll mit schleimigen Algen und eine anhaltende Krise der Fischerei zu gewöhnen.", schreibt die Expertengruppe in einem Beitrag für die Zeitung.

Auch tiefere Teile bereits betroffen
Trotz jahrzehntelanger politischer Initiativen und Umweltinvestitionen unter anderem in Kläranlagen sei es nicht gelungen, die schwere Überdüngung der Ostsee zu verringern. Diese erstaunliche Tatsache habe den Anlass für die neue Hypothese gegeben.
Demzufolge könnte der Zustand des Meeres - Überdüngung und Sauerstoffmangel - auch in den tiefen Meeresteilen bereits ein stabiler sein. Untermauert wird die Hypothese durch die Auswertung langfristiger Messdaten.

Forscher überrascht
"Die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschung wurden zusammengeführt und ein neues Bild beginnt zu Tage zu treten", schreiben die Forscher.

"Dramatisches" passierte
Bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts sei Sauerstoffmangel in den Tiefengewässern der Ostsee außergewöhnlich selten gewesen.
Danach sei offenbar etwas "Dramatisches" passiert und der Sauerstoffmangel habe sich in die Tiefen ausgebreitet und die dort lebenden Organismen erstickt. Seither seien nur vorübergehende Verbesserungen des Zustandes beobachtet worden.

Anrainerstaaten sollen mobilisiert werden
Das Problem müsse nun auf höchster politischer Ebene an erste Stelle gereiht und angegangen werden. Die Expertengruppe rief die schwedische Regierung dazu auf, unter Beteiligung aller Ostsee-Anrainerstaaten schnellstens dafür zu sorgen, endgültige Klarheit über den Zustand des Meeres und mögliche Sanierungsmaßnahmen herzustellen.


Temperaturen steigen konstant

2005 könnte zum wärmsten Jahr seit mehr als einem Jahrhundert werden. Zu diesem Schluss kommen Klimaexperten der US-Raumfahrtbehörde NASA in einer aktuellen Studie.
Verantwortlich dafür seien einerseits natürliche Ursachen wie das Klimaphänomen El Nino im Pazifik, das periodisch für einen Anstieg der Temperatur sorgt und Niederschläge ausbleiben lässt.

Treibhausgase als Hauptursache
In erster Linie aber, so die Forscher, kommen vom Menschen verursachte Ursachen des Klimawandels immer deutlicher zum Tragen.
"In den vergangenen 30 Jahren gab es eine beachtliche Erwärmung, die aus heutiger Sicht zu einem guten Teil auf das Ansteigen von Treibhausgasen in der Atmosphäre zurückzuführen ist", so James Hansen vom Goddard Institute für Weltraumstudien der NASA in New York.
Den größten Anteil an Treibhausgasen, die für die Erderwärmung verantwortlich gemacht werden, bildet Kohlendioxid (CO2) in Abgasen aus Verkehr und Industrie.

Wärmstes Jahr 1998
Bisher galt 1998 als das Jahr, in dem die wärmsten Temperaturen seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert gemessen wurden.

1,5 Grad plus in 50 Jahren
Es folgten 2002, 2003 und das Vorjahr. 2004 lag die globale Durchschnittstemperatur mit 14 Grad Celsius um 1,5 Grad über dem Durchschnitt der vergangenen 100 Jahre, so Drew Shindell von der NASA.

Zeitbombe Erderwärmung
Sollte sich der Trend fortsetzen, so zeichnen Klimatologen für die Zukunft ein durchwegs düsteres Szenario.
Im Jänner kam eine internationale Studie zu dem Schluss, dass schon in etwa zehn Jahren der Punkt erreicht sein könnte, an dem der durch Treibhausgase verursachte Klimawandel unumkehrbar sein wird.
Zu den Effekten der unumkehrbaren Situation gehören nach den Befürchtungen der Wissenschaftler schwerwiegende ökologische Folgen wie Dürre, Missernten, ein Anstieg des Meeresspiegels und ein weit verbreitetes Waldsterben.<<

Das Thema ist schon oft besprochen, doch ich finde, man kann nicht oft genug über die Umstände die einen umgeben reden.

Die Situation der Weltmeere und der Erwärmung werden nun immer deutlicher.

Was mich interessieren würde, würden euch Besserungsvorschläge einfallen? Also auch Ideen wie wir unsere momentante Situation und die unseer Umwelt abwenden können?

Was haltet ihr von den oben angeführten Infos?
Welche Auswirkungen wird die Umweltsituation auf die Wirtschaft haben?

Bin schon gespannt auf eure Vorschläge!!

Lg Amila




LEBEN und LEBEN lassen, darin liegt die wahre Stärke!


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coelus
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Neuigkeiten zur globalen Situation

23.02.2005 um 14:57
Es gibt nur eins: wir müssen von unserem hohen Ross, vom "heilen Glaubens" an die "Fortschrittsgesellschaft", runter kommen.

Die Forschung muss da eingesetzt werden, wo es Sinn macht. Wir könnten schon lange Umweltschonend leben. Wir müssen umdenken und auf all den Schnick Schack, den es nicht wirklich zum Leben braucht -wir es aber immer noch andauernd 24h, eingehämmert bekommen, wie dieser Mist zum Leben gehören würde..- , verzichten und diesem den Rücken kehren.

Wir sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren, uns an die Substanz des Lebens schlechthin zuwenden, die nötige Achtung entgegenbringen, die die Antriebskraft für Verantwortungvolles Handeln für Umwelt und die Zukunft, erst ermöglichen.

Wir sollten uns wieder einmal die Relationen klar vor den Augen halten und diese Erkenntnis als Basis für unser Denken und Handeln zementieren:

Die Natur braucht uns Menschen nicht. Wir Menschen brauchen aber die Natur und zwar INTAKT...!

Jeder muss sich zuerst selbst ändern, erst dann ändert sich die Welt!

Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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yo
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Neuigkeiten zur globalen Situation

23.02.2005 um 15:34
andererseits hat es in kashmir (indien) soviel geschneit wie seit 40 jahren nicht mehr, schneehöhe: 21m!


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23.02.2005 um 16:01
21 meter ?????????????????????????????
in kahmir. das ist ja hart.
bist du dir da sicher?!
vllt. doch eher 2,1 m?

zitat shadow: "Kreis: 288 Beiträge (288 Spam)"
zitat schdaiff: "Du musst deine Sig ändern ... jetz sins ja en paar mehr Spams *g*"
zitat ThomasCock: "@kreis will auch in deine signatur ^^"
zitat stryke.: "@kreis, deine sig ist doof!"


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yo
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Neuigkeiten zur globalen Situation

23.02.2005 um 16:23
hier von yahoo india:

...
Nearly 300 people are missing after the heaviest snow in more than 40 years triggered avalanches that swept away hundreds of homes and blanketed the Himalayan region.

"A mountain of snow came down with a roar and swept everything which came in its way, including my wife and children. I don’t know why I'm alive," Ghulam Rasool, a resident of Waltango village, told Reuters.

Rescuers dug through the snow to find more than 100 bodies in Waltango, which was flattened by an avalanche on Sunday.

"My children were reading their school books when the avalanche hit at jet speed," said a weeping Bashir Ahmad.

The body of Bashir's 10-year-old son was found about 500 metres (yards) away from their home.

Residents of another village dug mass graves to bury dozens of dead. Some victims lay in a mosque while many more were lined up outside, shrouded in white sheets.

But in Kapran village the dead must wait.

"Piles of bodies are lying on the snow. We have no place to bury them because the whole area is covered under a thick layer of snow," said villager Mohammad Jabar Shah.

Military officials said they expected more poor weather and urged people living on high ground to move out before more snow falls.

TOLL MAY RISE

The army, which has a large presence in Jammu and Kashmir state because of a separatist revolt, said helicopters were dropping food and blankets to snowbound villages and to soldiers and civilians stranded on a mountain road that connects the Kashmir Valley with the rest of India..

Snow was 70 feet deep (21 metres) in some places.

Army chief General General J.J. Singh said the army would provide snowmobiles and officers from the High Altitude Warfare School to get help to remote villages.

"In certain areas, villages have been completely wiped out. We will establish temporary camps of snow tents so that people are shielded from the cold," he said.
...


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sniper
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Neuigkeiten zur globalen Situation

23.02.2005 um 17:01
die klimawandlung stoppen?wie soll das den bitte gehen?
fakt ist das wir den natur-launen restlos ausgeliefert sind......
dagegen kann keiner was machen!!!!
Iirgendwann wird es auf der erde eh kein leben mehr geben....
aber ist wiederum ein anders thema!!!!!


Ich bin grundsätzlich gegen Gewalt,wem das nicht passt soll bei mir vorbeikommen und ich hau ihm aufs maul


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Neuigkeiten zur globalen Situation

23.02.2005 um 17:03
Dazu muss ich sagen, dass bei uns in Hessen die Temperaturen fallen! Und zwar um ca. 0,3 Grad pro Jahr... Das trifft aber nur auf Februar und März zu. Dezember und Januar werden wärmer... bedeutet also, dass sich die Jahrreszeiten bei uns so ein bissl verschieben... da fällt mir ein, da muss ich jetz noch ma mit Scorpion reden... hm dem hab ich das net geglaubt... mal sehn ob das jetz von Dauer is bei uns...

"Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für HUMOR fehlt." (J.E. Coleridge)


"Es ist weder Zukunft noch Vergangenheit, und man kann nicht sagen, es gibt drei Zeiten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sondern... vielleicht muss man sagen es gibt drei Zeiten, die Gegenwart des Vergangenem, die Gegenwart vom Gegenwärtigen und die Gegenwart vom Zukünftigen... Die Gegenwart des Vergangenen ist Erinnerung, und die Gegenwart des Zukünftigen ist die Erwartung" (Aurelius Augustinus 354-430 v.Chr.)


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Amila
Diskussionsleiter
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Neuigkeiten zur globalen Situation

23.02.2005 um 17:06
@Schdaiff

Ja eine Art von Temperaturkurvenverschiebeung gab es bei uns in den letzten 5-10 Jahren auch.(Niederösterreich)
Habe jetzt aber leider keine genaueren Daten darüber, vielleicht finde ich noch welche.

LEBEN und LEBEN lassen, darin liegt die wahre Stärke!


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Neuigkeiten zur globalen Situation

23.02.2005 um 17:08
Bei uns ist es dieses mal besonders krass. An den Eisheiligen hatten wir das schönste Wetter... so 15° und jetz.... naja 0° is net so kalt, aber kälter als sonst

"Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für HUMOR fehlt." (J.E. Coleridge)


"Es ist weder Zukunft noch Vergangenheit, und man kann nicht sagen, es gibt drei Zeiten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sondern... vielleicht muss man sagen es gibt drei Zeiten, die Gegenwart des Vergangenem, die Gegenwart vom Gegenwärtigen und die Gegenwart vom Zukünftigen... Die Gegenwart des Vergangenen ist Erinnerung, und die Gegenwart des Zukünftigen ist die Erwartung" (Aurelius Augustinus 354-430 v.Chr.)


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jocelyn
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23.02.2005 um 17:34
Naja, was oft vergessen wird: Die Erde befindet sich so oder so in ner Erwärmungsphase (unabhängig vom Menschen)

Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null, und das nennen sie ihren Standpunkt


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psychokiller
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23.02.2005 um 19:09
@jocelyn

Stimmt. Das was der Mensch dazu beiträgt, ist nur ein geringer Anteil. Der Großteil der Klimaveränderung geschieht von alleine.

Man darf nicht vergessen das es erst seit ca. 300.000 Jahren Eiszeiten gibt auf unserem Planeten. Davor (also die weit längere Zeit) herrschten fast ausschließlich tropische Temperaturen (über mehrere 100 Millionen Jahre hindurch).

Die Eiszeiten waren ein Ausnahmephänomen das jetzt seinem Ende zugeht.

Die tropischen Temperaturen würden mich nicht stören, wenn da nicht der steigende Meeresspiegel wäre. Weniger Landmasse = ein verdammtes Platzproblem (für Mensch, Tier und Nahrung).


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mysup
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Neuigkeiten zur globalen Situation

24.02.2005 um 01:27
ehm zu diesem Thema, mit Temperaturwandel ist doch wohl logisch.
Wieviele Autos und so weiter werden genutzt?
Jedes Jahr verschieben sich die Kontinente um 1-2 oder paar Zentimeter (glaub ich, hab ich mal gelesen)
Tsunami Erdbeben hat auch die Kontinente wieder auseinander gebracht um paar Meter oder Zentimeter.
Gibt ja sogar nun neuen Berg, hab ich auf einer Seite gelesen.
Und so weiter.
Ich hab jedenfalls nun Angst, wenn ich mich an den Film "The Day after Tomorrow" erinnere.
mfg mysup


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24.02.2005 um 09:48
Nana, "The Day after Tomorrow" ist nicht gerade eine wissenschaftliche Dokumentation. ;)

Wir können die stetige Veränderung des Klimas nicht wirklich aufhalten. Auch ist nicht wirklich geklärt wie groß der Anteil des Menschen daran ist, obwohl wir die Sache mit unsere Schadstoffproduktion sicher beschleunigen.

Natürlich müssen wir umdenken und weniger Mist in Atmosphäre und Ozeane blasen, sonst ruinieren wir diesen Planeten irgendwann völlig.
Aber mach das mal den Staaten klar, die an Dingen wie dem Kyotoabkommen kein Interesse haben. Wir wissen sicher alle wer da in erster Linie gemeint ist. ;)




NICHTS lebt ewig !


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24.02.2005 um 10:42
Habe derletzt mal wieder die geniale Doku "The Future is Wild" angeschaut.
Und auch wenn es nur eine Möglichkeit unserer Zukunft zeigt, so mache ich
mir um den Planeten Erde keine Sorgen, auch nicht wegen dem Austerben der
Arten. Das hat es schon immer gegeben. Bei den Dinos wars ebenfalls so.
Bestimmte Arten kamen und gingen, je nach Klima. Ob der Mensch den
Klimawandel überlebt ist allerdings eine ganz andere Frage.

Life is a bitch: it´s cheap, it´s fun and makes you fuckin´ crazy...


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psychokiller
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24.02.2005 um 13:39
Einige Menschen werden sicher überleben. Der Mensch ist eine ziemlich anpassungsfähige Spezies.


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22.03.2005 um 02:06

Hohes Tsunami-Risiko in der Nordkaribik

35 Millionen Menschen könnten betroffen sein



Ein hohes Tsunami-Risiko haben Wissenschaftler jetzt der nördlichen Karibik bescheinigt. Die Analyse von historischen Aufzeichnungen seit der Ankunft des Kolumbus belegt, dass hier gleich mehrere Naturereignisse als Auslöser für die zerstörerischen Fluten in Frage kommen. Die Auswirkungen bekämen vor allem die Ost- und Golfküste der USA und die Antillen zu spüren.

Nancy Grindlay und Meghan Hearne von der Universität von North Carolina in Wilmington und Paul Mann von der Universität von Texas in Austin haben einen der potenziellen Hauptauslöser für die historischen Tsunamis in der Karibikregion untersucht: Die Bewegung der tektonischen Platten entlang der Grenze zwischen der Nordamerikanischen und der Karibischen Platte.

Wie die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe von Eos, dem Magazin der Amerikanischen Geophysikalischen Union berichten, gibt es Zeugnisse für mindestens zehn starke Tsunamis in der nördlichen Karibik seit dem Jahr 1492, sechs davon forderten Menschenleben. Alle wurden durch die Bewegung der Erdkruste entlang der Plattengrenze ausgelöst, die entlang der Nordküste der Insel Hispaniola vorbeiführt und sich 3.200 Kilometer weit von Mittelamerika bis zu den kleinen Antillen erstreckt.

So zerstörten Tsunamis die Stadt Port Royal auf Jamaika im Jahr 1692, 1780 starben mindestens zehn Menschen an der Südküste der Insel und 1842 verwüstete eine Flut die Nordküsten von Hispaniola und den Jungferninseln. Der letzte Tsunami ereignete sich 1946 und forderte rund 1.800 Menschenleben. Sie war die Folge eines Erdbebens der Stärke 8,1 in der Dominikanischen Republik.

Die Wissenschaftler schätzen, dass heute, durch die dichtere Besiedlung besonders der Küstenregionen deutlich mehr Todesopfer zu befürchten wären. Wenn ein weiterer starker Tsunami die Küsten der Nordkaribik treffen würde, wären rund 35,5 Millionen Menschen potenziell betroffen.

Neben Erdbeben kommen auch andere Auslöser für einen solchen Tsunami in Frage, wie schon zuvor andere Wissenschaftler in eigenen Studien festgestellt hatten. Sie schätzen insbesondere das Risiko einer Flut durch unterseeische Erdrutsche als sehr groß ein. Grindlay und ihre Kollegen planen daher, noch in diesem Monat Grundwasserquellen an unterseeischen Erdrutschgebieten vor Puerto Rico zu untersuchen. Die an solchen Stellen entstehenden Strömungen könnten weitere Rutschungen nach sich ziehen.

„Die Tsunamikatastrophe im Indischen Ozean hat die öffentliche Aufmerksamkeit für das Tsunamirisiko und auch den Bedarf an Tsunami-Frühwarnsystemen in Hochrisikogebieten wie der Nordkaribik geweckt“, erklärt Grindlay. „Ein Vorschlag für ein Intra-amerikanisches Tsunami-Warn-Projekt ist bereits von der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission angenommen worden und die ersten Vorbereitungstreffen für die Umsetzung sind für diesen Frühling und Sommer geplant.“

(American Geophysical Union, 17.03.2005 - NPO)



Die Wahrheit ist seltsamer als die Fiktion, weil die Fiktion Sinn machen muss.


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22.03.2005 um 02:09
Eis im Himalaja zerrinnt

WWF: Schmelzende Gletscher bedrohen Wasserversorgung von Millionen Menschen

Nirgendwo auf der Welt bringt die globale Klimaerwärmung die Gletscher schneller zum Schmelzen als im Himalaja. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag von der Umweltschutzorganisation WWF in Gland, Schweiz, vorgestellte Studie. Demnach drohen weit reichende Folgen für mehrere hundert Millionen Menschen in China, Indien und Nepal.

Die schmelzenden Gletscher könnten die Wasserversorgung in weiten Teilen der Länder gefährden. Laut der Studie gehen die Gletscher der Region durchschnittlich um zehn bis 15 Meter im Jahr zurück. „Zunächst wird das Schmelzwasser die Gletscherflüsse ansteigen lassen“, erläutert Regine Günther, Leiterin des WWF-Klimareferats „doch schon in wenigen Jahrzehnten werden Eis und Schnee soweit reduziert sein, dass sich die Situation umkehrt und die Wasserstände sinken.“

Sieben der größten Flüsse Asiens (Ganges, Indus, Brahmaputra, Mekong, Jangtse, Huang He und Salween) werden von den Gletschern des Himalajas gespeist. Millionen Menschen in der Region leben an und von den Flüssen. Sollten die Gletscherwasser versiegen, könnten sie ihre Felder nicht mehr bewässern, Wasserkraftwerke könnten nicht mehr effizient betrieben werden.

In Nepal steigt die Durchschnittstemperatur zurzeit jährlich um 0,06 Grad. Die WWF-Studie zeigt, dass bei dreien der Gletscherflüsse Nepals bereits ein Rückgang der Wassermenge zu verzeichnen ist. Auch in den Nachbarländern werden bereits jetzt Auswirkungen des Klimawandels deutlich: In China trocknen die Feuchtgebiete der Qinhai-Ebene aus, in Indien schrumpft der Gangotri Gletscher um 23 Meter jährlich.

Die Studie erscheint im Vorfeld einer Ministerrunde der 20 größten Energie verbrauchenden Nationen der Welt, darunter China und Indien und des sich anschließenden G8-Treffens, mit dem Schwerpunktthema Klimawandel. Beide Treffen finden vom 15. bis 18. März in London statt. In einem offenen Brief an die deutschen Teilnehmer fordert der WWF die Minister Trittin, Clement und Wieczorek-Zeul auf, sich für eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf unter zwei Grad verglichen mit vorindustriellen Werten einzusetzen.

Regine Günther: „Das Handlungsfenster einen gefährlichen Klimawandel noch abzuwenden ist klein. Die klimaschädlichen Treibhausgase müssen jetzt drastisch reduziert werden. Statt wolkiger Versprechen muss es endlich ein Bekenntnis zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft hin zu erneuerbaren Energien und höherer Energieeffizienz geben.“

(WWF, 15.03.2005 - NPO)


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22.03.2005 um 13:29
Link: www.wetter-klimawandel.de (extern)

Hallo

Ich denke das Problem ist in allen Regierungen schon längst bekannt, (siehe Link)
und die versuchen zur Zeit (Chemtrails etc.) verzweifelt was dagegen zu tun, was aus meiner Sicht alles nur noch schlimmer macht. Vieleicht wäre es an der Zeit die Bevölkerungen darüber zu Informieren.


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22.03.2005 um 20:02

Immer mehr Gift in Gewässern



Statistisches Bundesamt meldet Anstieg des Umweltrisikos durch wassergefährdende Stoffe

Die Belastung der Gewässer durch Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen hat zwischen 2001 und 2003 dramatisch zugenommen. Dies teilte das Statistische Bundesamt zum Tag des Wassers am 22. März 2005 mit.

Danach stieg die bei Unfällen ausgetretene Menge an giftigen Substanzen von rund 2.600 Kubikmeter in 2001 über 3.300 im Jahr 2002 auf rund 4.300 Kubikmeter im Jahr 2003. Dies entspricht einer durchschnittlichen Zunahme von knapp 30 Prozent pro Jahr.

Die Statistiker registrierten in den Jahren 2001 bis 2003 insgesamt knapp 7.000 Unfälle, bei den wassergefährdende Stoffe wie zum Beispiel Mineralölprodukte freigesetzt wurden. Rund ein Zehntel davon ereignete sich in Wasserschutzgebieten, die im Interesse der öffentlichen Wasserversorgung besonders geschützt sind.

Wie das Statistische Bundesamt betonte, passierte die Mehrzahl der Unfälle bei der Beförderung wassergefährdender Stoffe vor allem im Straßenverkehr. Zur Schadensbekämpfung musste eine Reihe von Sofort- und Folgemaßnahmen durchgeführt werden, die teilweise sehr hohe Kosten verursachten. Die zuständigen Behörden veranschlagten diese auf insgesamt rund 34 Millionen Euro.

(Statistisches Bundesamt, 22.03.2005 - DLO)
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Die Menschheit versaut sich ihre eigene Lebensgrundlage!
Zu Bedenken gilt, dass der Mensch selbst zu circa 70% aus Wasser besteht.
Ohne reines Wasser ist auf diesem Planeten kein natürliches Leben möglich.


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22.03.2005 um 20:10

Umweltgifte



Neue Gefahr für die Gesundheit des Menschen?

Abgase in der Luft, Schadstoffe in Nahrung und Trinkwasser, Amalgam im Mund, Elektrosmog am Ohr - Experten machen Umweltgifte für den rasanten Anstieg vieler Krankheiten verantwortlich. Unter Symptomen wie das "Chronische Müdigkeitssyndrom", das "Sick-Building-Syndrom" oder das "Multiple Chemikaliensyndrom" leiden nach ihren Schätzungen bereits bis zu 15 Prozent der Bevölkerung.

Vier von zehn Deutschen geben mittlerweile Umweltgiften die Schuld an ihren gesundheitlichen Problemen. Alles "Ökochonder", behauptet der "Spiegel" - jedes Jahrhundert habe seine Hypochonder, im 21. Jahrhundert seien es die Umweltkranken.

Doch bilden die Betroffenen sich wirklich alles nur ein? Einen kausalen Zusammenhang zwischen den Symptomen und Umweltgiften herzustellen, fällt oft schwer. So durchlaufen viele Umweltkranke die gesamte Diagnostik der Schulmedizin, weisen jedoch selten organische Befunde auf. Die Diagnose vieler Schulmediziner erfolgt dabei oft allzu schnell: Die Psyche ist Schuld. Doch die Leiden vieler als Psychose zu bagatellisieren wäre zu einfach...


Alles "Ökochonder"?

Immer mehr Umweltkranke

Die fatale Wirkung von Chemikalien tritt nach Unfällen oder Kriegen besonders drastisch zu Tage - wie beim folgenschwere Chemieunfall von Sevoso, bei dem zur Kriegsführung im Vietnam verwendeten Pestizid "Agent Orange" oder den im Golkrieg zum Einsatz gebrachten chemischen Waffen, die im Verdacht stehen, unter den amerikanischen Veteranen zu schweren gesundheitlichen Schäden geführt zu haben.

Doch auch über die krankmachende Wirkung von wohldosierten "zivilen" Umweltgiften ist einiges bekannt: Asbest fördert Lungenkrebs, Lösemittel wie Terpentine können Organschäden hervorrufen und dem seit 1989 verbotenen Holzschutzmittel Pentachlorphenol wird eine nervenschädigende Wirkung nachgesagt. Doch nicht nur solche Wohnraumgifte setzen dem Menschen zu. Mit Pestiziden in Obst und Gemüse, Dioxinen in Milchprodukten und Fleisch, Schwermetallen im Trinkwasser nimmt er einen täglichen Giftcocktail zu sich.

"Ganz normale" Chemie?
Mal ganz abgesehen von diesen Umweltgiften, das alltägliche Lebensumfeld strotzt vor "ganz normaler" Chemie: Künstliche Farb-, Geschmacks-, und Konservierungsstoffe in der Nahrung, synthetische Duftstoffe in Kleidung, Kosmetika oder Waschmitteln. So kommt der Mensch in seinem normalen Alltag mit Tausenden von Chemikalien in Kontakt. Von den wenigsten der heute weltweit über 80.000 Chemikalien ist jedoch bekannt, wie sie auf den menschlichen Organismus wirken - und jedes Jahr kommen etwa 1.500 Neue hinzu.

Die Chemikalisierung aller Lebensbereiche bleibt nicht ohne Wirkung. Höchst alarmiert machen Umweltmediziner auf den rasanten Anstieg und das Ausmaß umweltbedingter Erkrankungen aufmerksam. In Deutschland leidet bereits jeder Dritte an Allergien, chemische Substanzen gelten als wichtige Ursache. Sorgen bereitet auch die miserable Spermienqualität deutscher Männer - auch hierfür werden Umweltgifte verantwortlich gemacht.

Chronisches Müdigkeitssyndrom
Immer mehr Menschen leiden heute unter diffusen Krankheitsanzeichen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Konzentrationsschwäche, häufig auch als "Chronisches Müdigkeitssyndrom" bezeichnet. Neben Umweltgiften und dem Zahnfüllstoff Amalgam machen Umweltmediziner die fortschreitende Chemikalisierung aller Lebensbereiche dafür verantwortlich. Dabei wurden gerade die Gefahren, die von den "alltäglichen" Chemikalien ausgehen, lange Zeit völlig unterschätzt.

Multiples Chemikaliensyndrom
Wie schwerwiegend solche Störungen sein können, zeigt sich auch an einer wachsenden Zahl von Menschen, die plötzliche Überempfindlichkeiten gegenüber chemischen Substanzen ausbilden. Sie leiden unter dem so genannten "Multiplen Chemikaliensyndrom" (MCS). Die Symptome reichen hier von Kopfschmerzen und Übelkeit bis hin zu lebensbedrohlichen Schockzuständen, die mit Atemstillstand und Nierenversagen einhergehen können. Eine von der EU in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass die Krankheit in einer besorgniserregenden Geschwindigkeit wächst. So sind MCS-Betroffene keine Seltenheit mehr, in Deutschland gibt es schätzungsweise bereits Zehntausende.

Chemieopfer oder Hypochonder?
Die gesamte Thematik besitzt eine weitreichende gesundheitspolitische Dimension, die die Ärzteschaft zunehmend in zwei Lager spaltet. Schulmediziner streiten häufig eine Erkrankung ab. Denn die Krankheitssymptome der Betroffenen lassen sich in der Regel durch die üblichen Diagnoseverfahren nicht erfassen, Blut und Urin der Patienten ergeben nur selten bedenkliche Werte.

Doch deswegen ließen sich die Beschwerden noch lange nicht als irrelevant abtun, entgegnen Umweltmediziner. Falsche oder fehlende Diagnosemethoden und der Umstand, dass es sich bei Umwelterkrankungen zumeist nicht um akute sondern um eine chronische Belastung des Organismus handle, seien der Grund für den oft mangelnden organischen Befund.

Von den Schulmedizinern oft als gewöhnliches Formtief oder vorübergehende Befindlichkeitsstörung eingeordnet, werden eine Vielzahl von Krankheitssymptomen nicht als umweltbedingte Erkrankung, sondern als psychosomatische Störung diagnostiziert.

Wer hat Recht? Machen die Umweltgifte oder nur die Angst vor ihnen krank?




Die Wahrheit ist seltsamer als die Fiktion, weil die Fiktion Sinn machen muss.


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Neuigkeiten zur globalen Situation

22.03.2005 um 20:23

"Die Geister die ich rief"

Der Giftkreislauf



n jedem noch so unbewohnten Winkel der Erde, in den Eismassen der Pole oder im Fettgewebe von Tieren lassen sie sich nachweisen: Umweltgifte. Sie stammen aus Abwässern und Abgasen von Industrie und Verkehr, aus landwirtschaftlichen Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern, aus der Verklappung von Giftmüll. Durch Windzirkulation und Wasserkreislauf über große Entfernungen transportiert, reichern sie sich - zum Teil schwer wieder abbaubar - in Natur und Nahrungskette an.

Als Endglied der Nahrungskette nimmt der Mensch Umweltgifte in hohem Maße auf. Wie dieser Giftkreislauf funktioniert, zeigt sich eindrucksvoll am Beispiel des Schadstoffs Dioxin, das bei der Herstellung von Chemieprodukten, der Metallverarbeitung und bei Verbrennungsvorgängen entsteht und über belastete Abwässer, Autoabgase, der Abluft von Chemiefabriken und Müllverbrennungsanlagen in die Umwelt freigesetzt wird.

In Gewässern, Böden und Weidegras angereichert, gelangt es in den Organismus von Fischen, Geflügel, Rindern und Schweinen. So kommt der Mensch nicht umhin, beim Verzehr von Milchprodukten, Fisch und Fleisch seine tägliche Dosis Dioxin - rund 20 Pikogramm pro Kilogramm Körpergewicht - aufzunehmen. Und das Gift setzt sich auch im menschlichen Fettgewebe hartnäckig fest: So werden in der Muttermilch häufig die höchsten Dioxinwerte überhaupt gemessen. Ein gestillter Säugling kann an einem Tag zu einer Dosis von bis zu 346 Piktogramm pro Kilogramm Körpergewicht kommen.

Aber auch Chemikalien, die nicht wie Dioxine flächenhaft in die Umwelt entweichen oder wie Dünger und Pestizide großzügig verteilt werden, verbreiten sich großräumig. Dies zeigte sich in der Verwendung der zum Schutz von Teppichböden, Schuhen, Papier in einem US-amerikanischen Bundesstaat eingesetzten polyflourierten Sulfonate. Trotz des nur lokalen Einsatzes der Chemikalie konnte diese im Fettgewebe von Eisbären, von Schildkröten am Mississippi und von Delphinen im Ganges nachgewiesen werden.

Umweltgifte stören Ökosysteme nachhaltig. Die meisten Agrar- und Industriechemikalien ahmen die Wirkung von Sexualhormonen nach, so dass es bei Säugetieren, Reptilien, Vögeln und Fischen zu Vermännlichungs- bzw. Verweiblichungserscheinungen kommt. Durch die "Zwittrigkeit" ist die Fortpflanzungsfähigkeit herabgesetzt, ganzen Populationen droht der Exitus.

Doch die Gifte können noch unmittelbarere Folgen haben. Die in der Fettschicht der Tiere gespeicherten Verbindungen wie Dioxine, Furane, DDT oder PCB schwächen das Immunsystem derart, dass selbst harmlose Infektionen zum Tode führen können. So wird das massenhafte Robbensterben am Baikalsee - 1987 raffte ein Virus rund 10.000 Robben dahin - auf die ursächliche Wirkung von Umweltgiften zurückgeführt.

Stoffe wie Zinnverbindungen aus Schiffsanstrichen, Pilz- oder Insektengifte wie PCP, Lindan oder DDT sind in vielen Ländern mittlerweile verboten worden. Doch mit einem Verbot ist das Problem nicht unbedingt gelöst, denn die Gifte wird man so schnell nicht mehr los. Die Belastung der Umwelt wird noch über lange Zeiträume andauern.



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