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Neuigkeiten zur globalen Situation

140 Beiträge, Schlüsselwörter: Umwelt, Hitzewelle, Auswirkung

Neuigkeiten zur globalen Situation

05.04.2005 um 00:06

Wie verändern Wetterextreme die Böden?
Neues Forschungsprojekt gestartet </h4)

Starke Regenfälle, Dürren, lange Hitze- oder Schneeperioden: extreme Wetterereignisse nehmen zu. Die Folgen sind auf der Erdoberfläche meist deutlich erkennbar, was sich jedoch im Boden abspielt, ist oft noch unerforscht. Dies soll sich nun ändern.



Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dafür die Forschergruppe "Dynamik von Bodenprozessen bei extremen meteorologischen Randbedingungen" an der Universität Bayreuth eingerichtet, die am 1. April 2005 ihre Arbeit aufgenommen hat.

Wald- und Moorgebiete als Untersuchungsobjekte
Ein Wald- und ein Moorgebiet im Fichtelgebirge dienen als Testareale, wo der Einfluss extremer Wetterbedingungen in den Böden untersucht wird. Die sprunghaften Änderungen des Wetters beeinflussen unter anderem die Fähigkeit von Böden, Spurengase wie Methan aufzunehmen oder zu bilden, sowie die Bewegungen der Inhaltsstoffe in den Böden, was die Boden- und Wasserqualität und dadurch wiederum das Klima verändert.

Vor allem mit dem neuen Thema der „Eisen-Reduktion in Mooren" beschäftigt sich in einem Teilprojekt der Forschergruppe Kirsten Küsel. Die Leiterin der Arbeitsgruppe Limnologie der Jenaer Universität erwartet, dass die Zunahme von extremen Trockenperioden und Starkregenereignissen den Abbau von organischer Substanz in Mooren fördert. Die Wissenschaftler vermuten aber auch, dass die Wechsel von trockenen und nassen Bedingungen die Aktivität der so genannten "Eisenatmer" begünstigt.

Diese Mikroorganismen "fressen" Eisen aus dem Boden, was unschädlich für das Ökosystem ist. Doch wenn häufigere Trockenphasen ihre Aktivität und Vermehrung fördern, können die Eisenatmer die Methan-bildenden Kohlendioxid-Reduzierer in dem Moor unterdrücken, indem sie ihnen die Nahrung wegfressen. Dies könnte dazu führen, dass die Moore höhere Mengen an Kohlendioxid, aber geringere Mengen des effektiveren Treibhausgases Methan ausstoßen. In der Folge verändert sich das Moor und wird - so eine These der Wissenschaftler - weniger Kohlenstoff speichern können, was langfristig wiederum Auswirkungen auf das Klima haben wird.

Natur „auf die Finger“ schauen
Soweit die wissenschaftlichen Vorhersagen zur Wechselwirkung dieser Mikroorganismen. Denn bislang fehlen Freilandexperimente zu diesem Thema. "Und was die Substanz in der Natur macht, das ist anders als im Röhrchen bei uns im Labor", ist sich Kirsten Küsel sicher und will nun "der Natur direkt auf die Finger schauen".

Zudem reagieren die Mikroorganismen, von denen einige neue Spezies identifiziert werden sollen, sehr sensibel auf den Säuregehalt des Bodens und verändern sich und ihre Fressgewohnheiten, weiß die Jenaer Moor-Expertin aus bereits abgeschlossenen Projekten. Sie wird gemeinsam mit der neuen Doktorandin, die durch die DFG-Mittel finanziert werden kann, nun ihre Untersuchungen zu den Eisenatmern im Freiland weiterführen, die durch Laborexperimente ergänzt werden.

Die Untersuchungen in diesem Projekt "sind Grundlagenforschung", betont Küsel. Doch Eisenatmer und ihre Verwandten können auch bei der Sanierung von Schwermetall belasteten Flächen eingesetzt werden - und für diesen Themenkomplex gibt es in der Praxis vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

(idw - Universität Jena, 04.04.2005 - DLO)



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Neuigkeiten zur globalen Situation

05.04.2005 um 00:23

Klimakiller Methan
Landwirtschaft als Treibhausgas-Schleuder?

Moorgebiete, tropische Regenwälder, Mülldeponien: Sie alle pumpen Tag für Tag große Mengen an Methan in die Atmosphäre - mit fatalen Folgen für das Klima. Denn „farblos, geruchlos = harmlos“ - dieses Motto gilt vielleicht für Sauerstoff oder Trinkwasser, aber nicht für Methan. Es absorbiert genau wie Kohlendioxid infrarotes Licht und verhindert so, dass die durch die Sonne eingestrahlte Wärme wieder in den Weltraum abgegeben werden kann.



Das Methan ist jedoch ein viel stärkeres Treibhausgas als das CO2, das in der öffentlichen Diskussion meist zum Sündenbock für den sich anbahnenden Klimawandel gemacht wird. Ein Molekül Methan trägt genauso stark zur globalen Erwärmung bei wie 21 CO2-Moleküle.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Methanpegel der Atmosphäre in den letzten 200 Jahren immer weiter angestiegen ist. 1751 ppb (parts per billion) sind es heute. Das ist rund zweieinhalb mal so viel wie noch vor der industriellen Revolution. Die Klimaexperten schätzen deshalb, dass Methan mittlerweile für rund ein Fünftel des vom Menschen verursachten Treibhauseffektes verantwortlich ist.

Nur etwa ein Drittel der Methanemissionen stammt nach Schätzungen der Forscher aus natürlichen Quellen wie Feuchtgebieten, Sümpfen oder dem tropischen Regenwald. Der verbleibende Rest von knapp 70 Prozent ist dagegen direkt oder indirekt auf menschliche Einflüsse zurückzuführen.

Fossile Brennstoffe, Mülldeponien, aber auch die Brandrodung im tropischen Regenwald – sie alle tragen ihren Teil dazu bei, dass der Methangehalt der Atmosphäre mittlerweile Rekordwerte erreicht hat.

Als einer der Hauptübeltäter wurde jedoch in den letzten Jahren die Landwirtschaft entlarvt. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Reisfelder, aber auch Kühe und Schafe, so große Mengen an Methan in die Schutzhülle der Erde „pusten“, dass sie eine große Gefahr für das Weltklima darstellen...

Dieter Lohmann
(Quelle: http://www.g-o.de/index.php?cmd=focus_detail&f_id=163&rang=1 )


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Neuigkeiten zur globalen Situation

05.04.2005 um 00:26

Zwischen Alarm und Entwarnung
Klettert der Methanpegel weiter?



Rekord: Rund 535 Megatonnen Methan gelangen im Moment jährlich aus natürlichen und vom Menschen gemachten Quellen in die Atmosphäre. Trotzdem konnten Wissenschaftler vor kurzem einen Hoffnungsschimmer in Sachen Methan vermelden. Wie Messergebnisse der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) belegen, ist der Anteil des gefährlichen Treibhausgases in der Atmosphäre zwischen 1999 und 2002 erstmals seit rund 200 Jahren nicht mehr weiter angestiegen.

Die Forscher vermuten, dass dafür verschiedene Faktoren verantwortlich sind. So haben nach Meinung der Experten Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen vor allem in Europa und in Teilen Nordamerikas Wirkung gezeigt, aber auch der Kollaps der ehemaligen Sowjetunion und der damit verbundene Rückgang bei der Gas- und Ölförderung haben den Methanausstoß in die Atmosphäre gesenkt.

Mehr Methan aus Landwirtschaft und Industrie?
Zu einem Problem werden könnte auch der erwartete Anstieg des Reisanbaus um 70 Prozent in den nächsten 30 Jahren. Nur wenn es durch neue Bewirtschaftungsmethoden oder neue Pflanzensorten gelingt, die Gasausdünstungen aus Reisfeldern in Grenzen zu halten.

So hat die in China seit rund 20 Jahren betriebene kurzzeitige Trockenlegung der Reisfelder entscheidend dazu beigetragen, dass die Methanwerte nicht weiter angestiegen sind. „Das mithilfe von biogeochemischen Modellen errechnete Absinken der Methanemissionen in China passt gut mit der verlangsamten Steigerung des atmosphärischen Methans im selben Zeitraum zusammen,” sagt dazu Changsheng Li von der University of New Hampshire's Institute for the Study of Earth, Oceans, and Space.

Diesen positiven Entwicklungen steht ein Anstieg der Methanemissionen in anderen Bereichen gegenüber. So sorgen die mittlerweile rund zwei Milliarden oder mehr Köpfe zählenden Viehherden für eine ebenso große Treibhauswirkung wie alle Autos der Welt zusammen genommen.

Und auch aus anderen Gründen zeichnet sich für die Zukunft keine dauerhafte Entspannung beim Thema Methan ab. Der wirtschaftliche Boom in China und anderen Ländern, verbunden mit gigantischen Steigerungen bei der Nutzung von fossilen Brennstoffen werden für zusätzliches Methan in der Atmosphäre sorgen. Das drohende Scheitern des Kyoto-Protokolls und die Weigerung der USA, diesem beizutreten, tun ein Übriges hinzu.

Erwärmung beschleunigt Methanheizung
Wissenschaftler befürchten zudem, dass durch die globale Erwärmung sogar die in riesigen Mengen der am Meeresboden lagernden Gashydrate „auftauen“. Das darin enthaltene Methan könnte dann - wie vermutlich bereits in der Erdgeschichte mehrfach geschehen – spontan und in großen Mengen in die Atmosphäre abgegeben werden. Die Folgen für Mensch und Natur wären fatal. Vor rund 55 Millionen, im Eozän, dies haben norwegische Wissenschaftler vor kurzem herausgefunden, waren höchstwahrscheinlich Methanausbrüche aus dem Meer dafür verantwortlich, dass die Polkappen abschmolzen und am Nordpol sogar Palmen wuchsen.

Ein anderes Beispiel: Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass im Norden Schwedens als Folge der globalen Erwärmung immer mehr Dauerfrostböden auftauen und zu Feuchtgebieten „mutieren“. Dann aber beginnen methanogene Bakterien sofort mit der Zersetzung des organischen Materials und der Methanproduktion. In anderen Regionen der Erde, wie in der Russischen Tundra und Taiga, sind ähnliche Phänomene zu beobachten.

(Quelle: http://www.g-o.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=163&rang=4 )


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impressive
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05.04.2005 um 01:52
wichtig ist endlich eine energiesparende möglichkeit zu finden wasserstoff herzustellen für den vollkommen ungiftigen hybridantrieb :
2H² + O² ---> 2 H²O + E
sobald diese technik ausgereift ist, wird sie wohl die benzin- und dieselmotoren
komplett verdrängt haben.

zudem MÜSSEN diese idiotischen "menschen" *lach*
endlich aufhörn die regenwälder zu roden um papier und fasern zu gewinnen.
wacht endlich auf!! und entscheidet euch für die beste und gleichzeitig ökonomischste alternative der baumwolle :

HANF !!!



diesmal spreche ich natürlich von nutzhanf ... ;)
einzelheiten hierzu sind dem hanf-thread in "verschwörungen"
zu entnehmen.

ich denke sobald diese beiden visionen realität sind,
wird sich die verschlechterung des weltklimas auch drastisch verlangsamen!!!

stfu nub kthx?!

PEOPLE = SHIT


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05.04.2005 um 06:35
http://www.klimaforschung.net/Luftmolekuehle/index.htm


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norasitz
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05.04.2005 um 09:45
jawoll - Hanf ist die beste Lösung
denn aller Menschen Sonnenschein
ist kiffen und besoffen sein -

Nacktaffen ich sage euch:
ihr habts bald geschafft eure Lebensgrundlage zu zerstören,
denn wahrlich ich sage euch, die nächsten tausend Jahre überlebt ihr nicht ...


Kennt ihr übrigens den:

sagt ein Planet zum anderen - "Du, ich glaub ich hab Homo Sapiens" - antwortet der andere: "Das hatte ich auch schon, ist aber nicht schlimm, das vergeht von alleine." huahahahaha


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impressive
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05.04.2005 um 15:46
>>jawoll - Hanf ist die beste Lösung
denn aller Menschen Sonnenschein
ist kiffen und besoffen sein - <<
das ist natürlich der angenehme nebeneffekt
weiblicher pflänzchen *gg*


>>Nacktaffen ich sage euch:
ihr habts bald geschafft eure Lebensgrundlage zu zerstören,
denn wahrlich ich sage euch, die nächsten tausend Jahre überlebt ihr nicht ... <<
da sagst du was... gut dass ich nur noch knappe 100 vor mir hab ;D
mal sehn vllt lass ich mich auch bionisieren ^^


btw.. endlich mal ein witz hier im forum deer mich zuum lachen bringt
sauber !

stfu nub kthx?!

PEOPLE = SHIT


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05.04.2005 um 18:11

Meeresspiegelanstieg: Nasse Füße auch für Mitteleuropa?
Ein Meter mehr bei Zusammenbruch der Atlantikzirkulation

Wenn es in Zukunft zum Zusammenbruch der atlantischen Ozeanzirkulation käme, hätte dies fatale Folgen für den Meeresspiegel. Dies haben Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in einer neuen Studie nachgewiesen.




Meeresströmungen im Nordatlantik
© NASA/GSFC

Wie die Forscher in der Fachzeitschrift "Climate Dynamics" berichten, würde in diesem Szenario der Wasserspiegel an den Küsten des Nordatlantiks um einen Meter steigen, während er im Südatlantik sänke. Dies würde nahezu gleichzeitig mit der Veränderung der Meeresströmung erfolgen und somit viel schneller als bei den beiden anderen Effekten, die den Meeresspiegel sinken oder steigen lassen - der Erwärmung der Ozeane und dem Schmelzen von Festlandeis.

Der Anstieg des Meeresspiegels und die dadurch entstehende Bedrohung für viele Küstenregionen stehen stark in der öffentlichen Diskussion. Wenn die globale Erwärmung weiter fortschreitet, wird Festlandeis wie auf Grönland schmelzen und als Süßwasser in die Weltmeere fließen. Weiterhin führt der Klimawandel zu einer Erwärmung der Ozeane, wodurch sich das Wasser ausdehnt. Beide Effekte führen zu einem Anstieg des globalen Meeresspiegels um einige Dezimeter pro Jahrhundert. Satellitenmessungen zeigen derzeit einen Anstieg um etwa drei Millimeter pro Jahr.


Schnelle Meeresspiegeländerungen möglich
Jetzt haben Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) herausgefunden, dass es einen weiteren, deutlich schnelleren Mechanismus gibt, der zu Meeresspiegeländerungen von bis zu einem Meter in einigen Regionen führen könnte, mit Anstiegsraten bis zu 25 Millimeter pro Jahr.

Die Meeresoberfläche ist nicht flach; vielmehr entstehen durch den Einfluss der Ozeanzirkulationen Hügel und Täler, die mit der Corioliskraft in Gleichgewicht stehen. Das Absinken von kaltem Wasser im Nordatlantik - dies ist ein Teil der Atlantikzirkulation, die zum milden Klima in Europa beiträgt - führt zu einem besonders niedrigen Meeresspiegel in dieser Region. Eine Abschwächung dieser Zirkulation infolge der globalen Erwärmung wird von vielen Wissenschaftlern erwartet. Ein völliger Zusammenbruch ist nach Meinung der Forscher ein zwar unwahrscheinliches, aber nicht unmögliches Risiko.

Gefahr für die Küstenregionen
Die neue Studie zeigt, dass der Meeresspiegel in manchen Küstengebieten um den Nordatlantik nach einem Zusammenbruch dieser Zirkulation um bis zu einem Meter ansteigen würde - dies erfolgt zusätzlich zum Meeresspiegelanstieg durch die beiden anderen Effekte.

Im Südatlantik dagegen würde der Meeresspiegel sinken. Obwohl sich diese Art von dynamischen Meeresspiegeländerungen global gesehen ausgleichen, wäre der regionale Effekt eine Gefährdung für die Küstenregionen in Nordamerika und Europa. Dies wurde bislang als Folgeerscheinung eines Abreißens der Altantikzirkulation weitgehend übersehen - wie zuletzt im US-amerikanischen Pentagon-Bericht, der ein solches Szenario untersucht hat.

(idw - Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, 05.04.2005 - DLO)

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norasitz
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06.04.2005 um 10:26
der Golfstrom von dem du hier schreibst ist ein sensibles Gebilde - er hält Europa "warm" indem er warmes Wasser aus dem Süd-Atlantik (Südamerika) nach Norden pumpt. Sollte der abreissen (die Möglichkeit ist gegeben, dieser Strom wird sich in ergeschichtlicher Zeit immer wieder verändern) wirds uns hier in Europa ganz schön kalt - trotz Klimaerwärmung - wir bekommen dann die nächste Eiszeit bzw. ein Klima wie in Alaska - wir leben ja auch auf der geographischen Höhe von Alaska. Die Folge wären wohl neue Völkerwanderungen - also ich fahr dann nach Afrika und besuch unsere Vorfahren .. also ich mein diese stark pikmentierten Ortskundigen .. dort wären wir nämlich dann die schwach pigmentierten Ortsunkundigen.


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norasitz
ehemaliges Mitglied

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06.04.2005 um 10:37
... und das mit den Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan usw. ist ja auch ne Nummer die geklärt werden könnte. Vor allem Methan könnte sinnvoll genutzt werden, anstatt ungenutzt in die Umwelt "geblasen" zu werden.
Man könnte mit ner Methan-Heizung z. B. im Winter das Zimmer heizen, in dem man sich gerade befindet. Also Muttis - jeden Tag Bohneneintopf (Linsen und Erbsen geht auch) mit Speck, dann dem Vatti ein Röhrchen in Schließmuskel und an den Gasbrenner angeschlossen - und schon hat "mann" das Heizöl gespart. Und wennz nicht reicht (bei ner 5-Zimmer-Altbauwohnung z. B.) stellt man zusätzlich eine Kuh oder ein Pferd in Flur, die sorgen dann für zusätzlichen "Auftrieb" und im Frühjahr hat man den Kompost für den Garten gleich gratis dazu ....


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geronimo
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06.04.2005 um 10:59
Link: www.genesis-scientific.org (extern)

hier ist die energiesparende möglichkeit wasserstoff zu erzeugen.und das ist kein witz.diese firma ist am lizenzen verkaufen.aber schaut selber im link

eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch grssere ILLUSION ist als die Welt des Traums.
Salvador Dali


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08.04.2005 um 20:40

Meere im Innern der Erde?

Minerale des Erdmantels als mögliche Wasserspeicher

Wasser aus Steinen zu holen, ist eine Vorstellung, die etwas Märchenhaftes an sich hat: vom Zauberstab berührt, öffnet sich der Fels und gibt das kühle Nass frei. Ganz so wundersam sieht die Welt in den Augen von Geologen nicht aus; dennoch liefern ihre Entdeckungen Grund genug zur Verwunderung. Scheinbar "trockene" Gesteine könnten demnach große Wasservorräte bergen, und zwar am meisten dort, wo Fachleute bis vor kurzem am wenigsten vermuteten: in den Tiefen des Erdmantels.

Am Institut für Geologie und Mineralogie der Universität Erlangen-Nürnberg untersucht Professor Esther Schmädicke die Wasserspeicherkapazität von Mineralen, die lange als extrem wasserarm galten. Bisher ist man davon ausgegangen, dass im Erdmantel unterhalb von 100 bis 150 Kilometer Tiefe kein Wasser mehr vorhanden sein dürfte. Diese Annahme liegt nahe, weil Minerale, die als Wasserspeicher bekannt sind, dem mit dem Abstand von der Erdoberfläche wachsenden Druck nur begrenzt standhalten können. Selbst die wasserführenden Minerale mit der größten Druckstabilität, wie Amphibol und Phlogopit, zerfallen, sobald der Druck einen Wert von 30 bis 40 Kilobar übersteigt, wie es in der genannten Tiefe der Fall ist.

Die gewaltige Kraft dieser „Presse“ wandelt Amphibol zum wasserfreien Pyroxen. Dabei wird Wasser abgegeben, was dazu führen kann, dass Gestein im Erdmantel schmilzt, also Magma entsteht. Der größte Teil des Erdmantels, der bis an die Grenze zum Erdkern in 2.900 Kilometer Tiefe reicht, sollte demnach nahezu wasserfrei sein, da er nur aus Gesteinen mit „trockenen“ Mineralen wie Olivin und Pyroxen sowie deren Hochdruckäquivalenten besteht.


Hoher Druck schafft mehr Defekte
Nach neueren Erkenntnissen ist es allerdings möglich, dass die Gitter dieser Minerale als Fremdkörper Bausteine von Wasser enthalten, so genannte Hydroxyldefekte, Gruppen aus je einem Sauerstoff- und Wasserstoff-Atom. Der Anteil der OH-Defekte bewegt sich zwischen zehn Parts per million (ppm) und mehreren 100 ppm. Welche Faktoren den Einbau solcher Fehlstellen in ein Mineralgitter begünstigen, kann mit Hilfe von Experimenten geklärt werden.

Für solche „geheimen“ Wasservorräte gilt nicht, dass sie durch steigenden Druck aus dem Gestein vertrieben werden. Im Gegenteil deuten erste Ergebnisse der experimentellen Petrologie darauf hin, dass die OH-Aufnahmekapazität von Mineralen zunimmt, wenn der Druck wächst.


Mehr Wasser als in allen Ozeanen zusammen?
Das würde bedeuten, dass auch tiefere Bereiche des Erdmantels als Wasserspeicher fungieren können. Die Konzentrationen könnten dort um eine Größenordnung höher liegen, als sie bisher bei den Versuchen zu messen waren. Trotz der auch dann noch relativ geringen Anteile von Wasser im Gestein hätte der Erdmantel aufgrund seines Volumens die Kapazität, eine Wassermenge zu beherbergen, die die aller Ozeane bei weitem übersteigt.

Die Frage, ob die experimentell ermittelte Speicherkapazität auch den tatsächlichen Wassergehalten im Erdmantel entspricht, kann heute noch niemand beantworten. Zu einer Tiefe von mehr als 150 Kilometer vorzudringen, ist nicht möglich; der größte Teil des Erdmantels entzieht sich einer direkten Untersuchung.


Gesteine vom Mittelatlantischen Rücken werden untersucht
Immerhin können aus vergleichsweise geringen Tiefen Fragmente des Erdmantels durch Laven an die Erdoberfläche transportiert werden. Darüber hinaus wurden an den mittelozeanischen Rücken Bereiche entdeckt, in denen die ozeanische Kruste stellenweise fehlt und die Gesteine des Erdmantels an der Oberfläche liegen. Analysiert man die Wassergehalte in solchen Proben, kann zumindest das Wasserreservoir des obersten Erdmantels abgeschätzt werden.

Die Dichte der Hydroxyldefekte in Mantelmineralen dürfte die physikalischen Eigenschaften des Erdmantels, wie elektrische Leitfähigkeit oder Fließverhalten, erheblich beeinflussen und auch für Plattentektonik, Konvektion im Erdinnern, Wärmetransport und Magmatismus eine große Rolle spielen.

In Erlangen sollen Gesteine vom Mittelatlantischen Rücken analysiert werden, die im Rahmen des „Integrated Ocean Drilling Program“ (IODP) im Bereich 14 bis 16º nördlicher Breite erbohrt wurden. Dieses Tiefseebohrprogramm, an dem Wissenschaftler aus über 20 Ländern beteiligt sind, dient der Erforschung von bislang unzugänglichen Bereichen des Meeresbodens.

(idw - Universität Erlangen-Nürnberg, 08.04.2005 - DLO)


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11.04.2005 um 21:46

Grashüpfer-Effekt vergiftet Arktis
Neue Untersuchung zur weltweiten Verteilung von Dauergiften



Die meisten langlebigen Umweltgifte werden in der Atmosphäre transportiert - und zwar in mehreren "Sprüngen". Dies haben jetzt Forscher vom Max-Planck-Institut für Meteorologie bewiesen. Mithilfe von Modellsimulationen konnten sie zeigen, dass dieser so genannte Grashüpfer-Effekt für eine Anreicherung der Problemstoffe in den Polargebieten sorgt.

Bestimmte Substanzen, so die Ergebnisse der Modellexperimente, können sich vermutlich sogar ohne den Grashüpfer-Effekt weltweit verbreiten. Dies unterstreicht nach Meinung der Wissenschaftler die Notwendigkeit der Anwendung hochentwickelter Transportmodelle für diese Fragestellungen. Die Ergebnisse sind bedeutsam für das junge Fachgebiet Multikompartiment-Umweltchemie und für die Stoffrisikobewertung.

POPs im Visier der Forscher
Langlebige, mittelflüchtige Substanzen können reemittieren, nachdem sie aus der Atmosphäre in den Ozean oder auf Landoberflächen abgelagert wurden. Ihr Ferntransport ist dann das Ergebnis mehrerer Emissions-Transport-Depositions-Zyklen (so genannter Grashüpfer-Effekt). Die globale Verteilung und damit das Gefährdungspotenzial von Chemikalien kann mit einem Multikompartiment-Modell, das die geographische Verteilung und die Verteilung über die verschiedenen Umweltmedien beschreibt, untersucht werden. So besagt eine wichtige Hypothese der Umweltchemie, dass die beobachtete Anreicherung von vielen persistenten und bioakkumulativen Schadstoffen ('persistent organic pollutants', POPs) in den Polargebieten, fernab der Anwendungsgebiete eine Konsequenz des Grashüpfer-Effekts sei.

Verbreitung von DDT und Lindan untersucht
In ihrer Studie untersuchten die Max-Planck-Forscher nun durch Separation der beiden Transportmodi erstmals im Modellexperiment die Bedeutung des Grashüpfer-Effekts auf das Ferntransport-Potenzial von zwei physikalisch-chemisch recht unterschiedlichen POPs - DDT und Lindan. Dies sind historisch gesehen die bislang weltweit bedeutendsten Insektizide. Während DDT wegen seiner chronischen „Nebenwirkungen“ für Nichtzielorganismen nur noch in tropischen Ländern und fast ausschließlich in Gesundheitsprogrammen eingesetzt wird, ist Lindan ein in sehr vielen Landwirtschaften, auch von Industriestaaten bedeutsames Pestizid. Lindan ist von Landoberflächen flüchtiger, wird aber durch Niederschlag auch rascher aus der Atmosphäre entfernt als DDT.

Entsprechend der geografischen Verteilung der in der Landwirtschaft verbrauchten Mengen der beiden Insektizide ergeben sich unterschiedliche „Ausbringungsverteilungen“. Wie die Forscher entdeckten, ist sowohl der Grashüpfer-Effekt als auch die Verteilung nach Erstemission für den Ferntransport bedeutsam. Der Grashüpfer-Effekt bewirkt dabei eine Anreicherung in den Polargebieten.

Transport aus ohne Grashüpfer-Effekt möglich
Darüber hinaus sagt das Modellexperiment eine Ansammlung von Lindan, nicht aber von DDT, in der Arktis und Antarktis sogar ohne den Grashüpfer-Effekt voraus, allein aufgrund des Transports in der Atmosphäre, die einer Erstemission folgen. Innerhalb der atmosphärischen Grenzschicht und nahe der Ausbringungsregionen überwiegt der Grashüpfer-Transportmodus. Die Wahrscheinlichkeit in der freien Troposphäre und in noch höheren Luftschichten bereits revolatilisierte Lindan-Moleküle anzutreffen ist höher als für DDT-Moleküle, was mit rascherer Auswaschung und Reemission von Lindan an den Oberflächen zusammenhängt. Der Grashüpfer-Effekt verändert die Verteilung über die verschiedenen Umweltmedien und erhöht die Persistenz.

Nach Angaben der Forscher gibt es noch erhebliche Unsicherheiten in der Beschreibung einiger Prozesse, denen diese Stoffe in der Umwelt unterliegen, und sogar bezüglich der Stoffeigenschaften. Auch wurden in der Modellstudie noch Ferntransporte im Ozean ausgespart und ein künstliches, also nicht historisches Emissionsszenarium angenommen.

Dennoch gewähren diese Untersuchungen wesentliche Einblicke in die Zyklen wichtiger Spurenstoffe und damit Fortschritte in der noch jungen Disziplin Umweltchemie auf der globalen Skala.

(Max-Planck-Institut für Meteorologie, 11.04.2005 - DLO)


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12.04.2005 um 19:26
GEFAHR IM MITTELMEER

Italien installiert Tsunami-Warnsystem

Die Tsunami-Katastrophe in Asien hat in Europa das Sicherheitsbewusstsein geschärft - denn auch im Mittelmeer können jederzeit verheerende Monsterwellen entstehen. Italien installiert nun als erstes europäisches Land ein Tsunami-Frühwarnsystem.


Erdbeben der Stärke 7 und höher seit dem Jahr 984: Wellengefahr an den Küsten

Mindestens 300 Tsunamis rollten in den vergangenen 4000 Jahren an die Küsten des Mittelmeers, viele weitere wurden vermutlich nicht überliefert. Die meisten waren zwar weniger gewaltig als die Monsterwellen an Weihnachten in Südasien. Aufgrund der großen Wellenlängen von mehreren hundert Kilometern spülen aber selbst zwei Meter hohe Tsunamis große Wassermengen mit starken Strömungen an die Küste und richten bisweilen schwere Verwüstungen an.

Besonders gefährdet sind die Küsten Italiens und Griechenlands, wo es immer wieder zu schweren Seebeben kommt, die Flutwellen auslösen können. Das beweist eine Karte, die Forscher um Gottfried Grünthal vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) jetzt erstellt haben, auf der die schwersten bekannten Erdbeben in Europa der vergangenen rund 1000 Jahre eingetragen sind. Daraus ergeben sich die von Tsunamis bedrohten Küsten.

Bei Warnungen zählt jede Sekunde

Italien reagiert nun als erstes europäisches Land auf die Gefahr und richtet ein Tsunami-Warnsystem ein. In drei Jahren soll das acht Millionen Euro teure System an den Küsten des Landes jederzeit vor den Flutwellen warnen können, erklärt Alessio Piatanesi vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie in Rom (INGV). Nach den Plänen des INGV sollen 30 neue Erdbebenmessgeräte, sogenannte Seismometer, an den Küsten des Mittelmeers installiert werden.

Für ein Tsunami-Warnsystem sind Seismometer erforderlich, weil die meisten Tsunamis von starken Seebeben ausgelöst werden. Je mehr Seismometer in einer Region platziert sind, desto schneller und genauer kann ein Beben lokalisiert werden - und bei der Tsunami-Warnung zählt jede Sekunde. Denn das Mittelmeer ist schmal: Egal, wo ein Seebeben einen Tsunami auslöst, die Monsterwelle trifft innerhalb weniger Minuten auf eine Küste.

Italien betreibt bereits ein Seismometer-Netzwerk. Doch besonders die afrikanische Küste ist bisher viel zu grobmaschig mit den Messgeräten bestückt, als dass rechtzeitige Tsunami-Warnungen möglich wären. Deshalb sollen die meisten neuen Seismometer entlang der Küste von Marokko bis zur Türkei installiert werden.

Seismometer-Netzwerk wird ausgebaut

Ergänzt wird das Warnsystem mit 200 Gezeiten-Messgeräten. Sie sollen küstennah postiert werden und ungewöhnliche Wasserschwankungen melden. Zudem verankern die INGV-Forscher im tiefen Wasser 16 sogenannte Tsunameter, die per Satellit Informationen über die Wellenhöhe liefern. Die Drucksensoren am Meeresboden, die mit Funkbojen an der Wasseroberfläche verbunden sind, registrieren zentimeterkleine Änderungen des Meeresspiegels. Denn auf offener See machen sich die Monsterwellen kaum bemerkbar. Erst in flachen Küstengewässern türmen sie sich zu ihrer Furcht erregenden Größe auf.

Grafik: Elektronischer Wächter: Funktionsweise eines Tsunami-Warnsystems

Noch würde eine Tsunami-Warnung viele Küstenbewohner allerdings gar nicht erreichen: Es fehlen die Ansprechpartner etwa beim Küstenschutz. In vielen italienischen Orten sollen deshalb nach den Plänen des INGV lokale Warnzentren eingerichtet werden, die Evakuierungen organisieren können. "Wir brauchen Katastrophenpläne", sagt der INGV-Geophysiker Massimo Cocco. Die Bevölkerung müsse das Risiko kennen und wissen, was im Notfall zu tun sei. "Evakuierungen müssen regelmäßig geübt werden", fordert Cocco.

Im Sommer soll das italienische Parlament das Tsunami-Warnsystem für das Mittelmeer beschließen. Vermutlich werden sich weitere Länder an dem Projekt beteiligen. Denn auch Frankreich, Griechenland und Spanien planen Warnsysteme. Die INGV-Forscher haben ihre Pläne vor einigen Tagen der EU in Brüssel vorgestellt.

Frühwarnsystem auch im Atlantik?

Bei dem Treffen wurde auch eine Ausweitung des Warnsystems auf den Atlantik diskutiert. Denn dort besteht ebenfalls die Gefahr von Seebeben, die Tsunamis auslösen. "Wir brauchen ein Frühwarnsystem für den Atlantik", sagt der angesehene Umweltforscher Hartmut Graßl vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg.
Im Atlantik gibt es zwar weniger Tsunamis als im Mittelmeer. Ein Beben in der Straße von Gibraltar am 1. November 1755 aber schickte verheerende Flutwellen an die Küsten, denen allein in Lissabon Zehntausende zum Opfer fielen. Auch das Abrutschen einer als instabil identifizierten Vulkanflanke auf der Kanareninsel La Palma wäre verheerend. Noch in Frankreich und England würden sieben Meter hohe Brecher an die Küsten donnern, haben Geologen ermittelt.

Die INGV-Forscher schlagen vor, 8 zusätzliche Seismometer, 35 Gezeiten-Messgeräte und 16 Tsunamometer an den Atlantikküsten Europas zu installieren. Zwei Millionen Euro würde das System dem INGV zufolge kosten.

Auch die Nordseeküste sollte mit einem Warnsystem ausgestattet werden, fordert Graßl. Dort sind Tsunamis dem norwegischen Geologen Tore Kvalstad zufolge zwar "ähnlich unwahrscheinlich wie ein Meteoriteneinschlag". Andererseits könnten mit vergleichsweise wenig Geld für ein Warnsystem Tausende mögliche Todesopfer und Milliardenschäden verhindert werden, meint Graßl.

Die letzten vernichtenden Monsterwellen gab es vor 8150 Jahren in der Nordsee. Im Flachmeer vor Norwegen löste sich eine riesige Gesteinslawine, stürzte in die Tiefsee und löste Tsunamis an sämtlichen Küsten Nordeuropas aus. Forscher um Tore Kvalstad vom Norwegischen Technischen Institut in Oslo haben jüngst die Gefahr neuerlicher Rutschungen untersucht. Sie kommen zu dem Schluss: Die Hänge sind stabil. Dass Tsunamis in der Nordsee dennoch nicht ausgeschlossen werden können, zeigt die Karte der GFZ-Forscher: Schwere Seebeben im Nordatlantik sind selten, aber möglich.


Erdbeben in Lissabon von 1755 (zeitgenössische Darstellung): Zehntausende Tote durch Wellen und einstürzende Häuser

(Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,350796,00.html)


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15.04.2005 um 16:23
15. April 2005, Neue Zürcher Zeitung

WHO fordert Massnahmen gegen Feinstaub



Gesundheitsschäden wissenschaftlich erwiesen

Die Weltgesundheitsorganisation hat in Berlin vor den schweren gesundheitlichen und finanziellen Folgen der Belastung durch Feinstaub gewarnt. Durch die Luftverschmutzung verkürze sich die durchschnittliche Lebenserwartung in der EU um 8,6 Monate.


Am Donnerstag haben Vertreter der Weltgesundheitsorganisation WHO an einer Pressekonferenz in Berlin erneut auf die gesundheitlichen Schäden von Feinstaub hingewiesen sowie unbedingt nötige Massnahmen zu dessen Verminderung gefordert. Damit wurde das zwar seit Jahren existierende, aber erst seit Wochen in Europa heftig diskutierte Thema erneut aufgegriffen. Es sei durch eine Vielzahl von Studien aus Europa und den USA bewiesen, dass Feinstaub die Risiken für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie Lungenkrebs erhöhe sowie schon bestehende derartige Erkrankungen deutlich verschlimmere, betonte Michal Krzyzanowski, Regionalbeauftragter der WHO Europa für Luftgüte und Gesundheit.


Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub

Besonders gefährdet sind laut Krzyzanowski Kinder, da der Feinstaub nicht nur das Risiko eines frühkindlichen Atemtods erhöhe, sondern auch die Entwicklung der Lunge beeinträchtige. Nach Berechnungen der WHO werde in der EU durch die Feinstaubbelastung die Lebenserwartung um durchschnittlich 8,6 Monate, in Deutschland sogar um 10,2 Monate, gesenkt. Wenn die seit Jahresbeginn gültigen Richtlinien der EU bezüglich Feinstaubkonzentration der Luft eingehalten würden, könnten in der EU 80 000 frühzeitige Todesfälle verhindert und insgesamt bis zu 200 Milliarden Euro gespart werden. (Die neuen EU-Richtlinien schreiben vor, dass im Verlaufe eines Tages im Durchschnitt nicht mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft vorhanden sein dürfen und dass dieser Grenzwert nur an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. Zudem darf im Jahresmittel nicht mehr als 40 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft vorhanden sein.)

Feinstaub stammt aus unterschiedlichen Quellen wie Motoren, Verfeuerung von Kohle, aus industriellen Prozessen, dem Bergbau, aber auch aus der Abnutzung des Strassenbelags oder dem Bremsabrieb. Ebenso unterschiedlich wie die Verursacher ist auch die Zusammensetzung des Feinstaubs, die zudem je nach Quelle variiert. Hauptbestandteile sind Sulfat, Nitrat, Ammoniak, Natriumchlorid, Kohlenstoff, Mineralstaub und Wasser. Und auch die Grösse der Feinstaubpartikel variiert. So gelten die genannten EU-Grenzwerte nur für Partikel bis 10 Mikrometer Durchmesser, sogenannte PM10. Diese können in die oberen Atemwege und in die Lunge gelangen.

Es greife jedoch bei weitem zu kurz, sich nur auf solche Partikel zu konzentrieren, warnte in Berlin Erich Wichmann, Professor für Epidemiologie in München und Leiter einiger WHO-Studien. Denn mindestens so gefährlich seien laut heutigem Stand des Wissens sogenannte ultrafeine Partikel mit einem maximalen Durchmesser von 2,5 Mikrometer (PM2,5). Diese werden von der Wissenschaft erst seit einigen Jahren beachtet, weil sie erst seit dieser Zeit auch quantitativ messbar sind. Wegen ihrer Kleinheit können die PM2,5 in die Lungenbläschen und von dort sogar ins Blut gelangen. Mit dem Blut werden sie dann im ganzen Körper verteilt; dies erklärt auch, warum Feinstaub nicht nur die Atemorgane beeinträchtigt. Was genau die ultrafeinen Bösewichte im jeweiligen Organ oder Gewebe alles anstellen, wie sie also Entzündungen oder Herzinfarkte auslösen, ist noch weitgehend ungeklärt. Es habe sich in allen bisherigen Studien gezeigt, so Krzyzanowski, dass es keinen Schwellenwert für Feinstaubpartikel jeglicher Grösse gebe, unterhalb dessen keine Gesundheitsschäden aufträten. Je mehr und je länger Feinstaubpartikel also auf einen Organismus einwirken, desto höher ist auch die Gefahr für denselben.


Keine kurzfristig wirksamen Massnahmen

Die Studien über die gesundheitlichen Schäden durch Feinstaub zwängen zu sofortigem Handeln, betonten die WHO-Vertreter mehrmals und einstimmig. Doch ebenso einig war man sich darüber, dass es keine sofort wirksamen Massnahmen gegen die unsichtbare Gefahr gibt. Klar sei, dass unbedingt sämtliche Dieselfahrzeuge sobald als möglich mit einem Partikelfilter ausgerüstet werden müssten, denn immerhin stamme ein Drittel der Feinstaubemissionen von Dieselautos und -Lastwagen. Mindestens ebenso wichtig sei eine generelle Verminderung des Individualverkehrs und eine Verlagerung desselben auf Busse, Schiene - aber auch aufs Velo oder die eigenen Füsse, wie Roberto Bertollini betonte, der Direktor des Sonderprogramms Umwelt und Gesundheit beim WHO-Regionalbüro für Europa. Fahrverbote für einzelne Strassen brächten hingegen wenig, da dies nur den Verkehr verlagere, statt ihn zu vermindern, und so mehr Personen unter dem Feinstaub zu leiden hätten. Sinnvoll seien jedoch ohne Zweifel generelle Fahrverbote für besonders dreckige Dieselfahrzeuge in Innenstädten sowie die Verlagerung jeglichen Lieferverkehrs ausserhalb der Städte. Auch eine bessere Energieausnutzung sowie reinere Kraft- und Brennstoffe könnten die Feinstaubbelastung mindern.

Bertollini wies auch darauf hin, dass es keine Patentrezepte für ganz Europa gebe, denn in jeder Stadt existierten andere Bedingungen, sprich andere Feinstaubquellen. Dass jedoch alle Länder Europas gemeinsame Anstrengungen unternehmen müssten, zeige sich auch daran, dass der Feinstaub keineswegs an den Stadt- oder Landesgrenzen Halt mache. So sind nur 41 Prozent des über Deutschland schwebenden Feinstaubs tatsächlich hausgemacht, dafür sind rund ein Fünftel der dänische oder französische Lungen plagenden Partikel deutschen Ursprungs.



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hessdalen
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15.04.2005 um 20:28
Ich kan euch einiges erzæhlen....es ist viel værmer geworden in skandinavien und jetzt ist es schon 20 grad bei uns.....
Die TV2 versteh und schaue ich mich auch an...ich wohne im gelichen gebit, frag mich ruhig wenn ihr fragen habt uber skandinavien

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hessdalen
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15.04.2005 um 20:30
nei ich wohen nicht im gelichen gebit....

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20.04.2005 um 03:26
Geologie
„Außerirdisches” Leben unter dem ewigen Eis?

19. April 2005 Der riesige Vostok-See unter dem antarktischen Eis hat Gezeiten wie die Ozeane. Das haben Messungen deutscher, russischer und japanischer Forscher per Satellit und vor Ort erstmals belegt. Die Oberfläche des unterirdischen Sees hebt und senkt sich demnach abhängig von der Stellung der Erde zu Sonne und Mond um ein bis zwei Zentimeter. „Diese Effekte sind im Vergleich zu denen in Ozeanen zwar klein, aber dennoch über der Eisoberfläche gut meßbar”, sagte der Koordinator der Polarforschung der deutschen Hochschulen, Reinhard Dietrich von der Universität Dresden.

„Wir gehen davon aus, daß die Schwankungen des Wasserpegels einen Pumpen-Effekt und damit eine Zirkulation innerhalb des Sees in Gang halten”, berichtete Dietrich. Dies gelte als wichtige Bedingung für das Überleben von Mikroorganismen. Möglicherweise existiere der See unter dem ewigen Eis seit mehreren Millionen Jahren isoliert von der Erdatmosphäre. Wissenschaftler schließen das Vorkommen urzeitlicher Mikroorganismen nicht aus. „Bei einer früheren Bohrung bis in 3600 Meter Tiefe wurden Mikroben im Eis dicht über dem See nachgewiesen”, sagte Dietrich. Deren genaue Herkunft sei jedoch umstritten.


Wasserproben fehlen bisher

Der mehr als 1000 Meter tiefe Vostok-See liegt unter 4000 Meter dickem Eis und 1000 Kilometer von der Küste entfernt. Mit einer Länge von etwa 250 Kilometern und einer Breite von rund 50 Kilometern ähnelt er in der Ausdehnung dem amerikanischen Ontario-See, seine Oberfläche ist rund fünfundzwanzigmal größer als die des Bodensees. Bereits in den sechziger Jahren berichteten Forscher sowjetischer Expeditionen über Senken, die gefrorenen Seen ähnelten. Von 1968 an gaben Radarmessungen weitere Hinweise. Satellitendaten aus den neunziger Jahren zeigten schließlich den See.

Die Entnahme von Wasser- und Sedimentproben aus dem Vostok-See werde vorbereitet, sagte Dietrich. Bislang sei darauf verzichtet worden. Experten hatten die Verschmutzung des Wassers und das Einschleppen von Mikroben von der Erdoberfläche befürchtet.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa


Unter dem Eis zu erahnen: der Vostok-See (Envisat-Aufnahme)


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20.04.2005 um 03:45
ode an die erde

mutter ich wünsche dir genesung
deine kinder sind noch jung
sie wissen nicht wie du leidest
aber sie werden horschen
und die tracht prügel ist verdient
die tage werden wieder kommen
an der die sonne warm und glücklich schien


Die Staaten blühen nur, wenn entweder Philosophen herrschen oder die Herrscher philosophieren.
Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.
- Platon -


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20.04.2005 um 05:41
Hi@All ! ; ))


Fürchtet Euch nicht !

"Der nächste Tag, oder das nächste Leben,
ihr könnt nie wissen, was Euch zuerst begegnet..."

Lebt HIER & JETZT, so gut ihr könnt !
-Nur so gut, wie IHR könnt, nicht besser... -

Mehr kann NIEMAND von Euch verlangen !

Möge DIE MACHT mit UNS sein !

LICHT & LIEBE

MIKESCH
-THE Duke-

In liebevoller Hingabe an den EINEN gebiert sich der EINE wiederum liebevoll in uns.

Wo ICH BIN - IST GOTT ! Und wo GOTT IST ist Oben !!


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