weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

212 Beiträge, Schlüsselwörter: Ethik

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 10:19
Und, coelus, mit dem "Trip", das zeigt mir, dass wir eben DOCH bloß auf unsererChemie
heraus fühlen.
Dies zeigt mir, dass wir - ganz einfach durch ein bisschenChemie -
unser Bewusstsein gänzlich verlieren können, und da kann man noch so vielphilosophieren,
was "Bewusstsein" sein könnte.

Ich bin auch der Meinung, dassman es so - oder
so - betrachten kann, man kann materialistisch oder auch idealistischdenken, beides ist
mir bekannt.

Doch denke ich, man sollte unbedingt dieErfahrung mit dem "Trip",
wie du es nennst, gemacht haben, weil man sich dann, denkeich, ein besseres Urteil
bilden kann, inwiefern das Ich mit dem Bewusstsein imZusammenhang steht.

LG

mm


melden
Anzeige
coelus
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 10:50
@mastermind

Wie man ganz anders denkt? Ich erinnere mich, dass ichvernommen hätte, man könne denken, denken, denken und noch mal denken und es würde allesnichts nützen? Aber ja ist gut, ich vergesse es einfach… ;)



Dochdenke ich, man sollte unbedingt die Erfahrung mit dem "Trip", wie du es nennst, gemachthaben, weil man sich dann, denke ich, ein besseres Urteil bilden kann, inwiefern das Ichmit dem Bewusstsein im Zusammenhang steht.

Da denkst Du einfach wunderbar,mein lieber mastermind und ich stimme hier auch voll und ganz mit Dir überein, denn dieeigene Erfahrung ist der beste Lehrmeister den es gibt, es gibt keinen besseren! :)

Schau ein schönes Zitat von Herman Hesse aus Siddhartha, welches sehr gut passt dazu:

Bei mir selbst will ich lernen, will ich Schüler sein, will ich michkennenlernen.


Lieben Gruss - coelus


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 12:39
@coelus
so,jetzt hatte ich endlich mal Zeit,dein ,mit Verlaub,pseudowissenschaftliches Copy&Paste-Geschwurbel von Seite 4 zu lesen, und ich mußsagen,auch wenn es sich semantisch auf einem höheren Niveau bewegt als die meistenBeiträge hier im Forum liegt es nichts desto trotz neben dem Thema des threads undwiderlegt mich außerdem in keinster Weise.oder ,um Dich zu zitieren:

=... diesgeht beim Besten Willen nicht von Deinem ersten Beitrag, worauf ich mich bezog, inkeinster Weise klar hervor!=. :D :D :D (doppelte Verneinungen sind doch was nettes,oder;) )

Was Du da gepostet hast ,ist eine auf Basis des historischen Materialismuszusammengeschusterte Theorie, aber eben nur eine Theorie (von vielen) und nicht mehr, deres dazu noch an sie untermauernden Fakten fehlt..Und damit widerlegt oder beweist sieerst mal überhaupt nichts. Überdies ist sie m.E. nicht geeignet zur Lösung der hieraufgeworfenen Frage "Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?" beizutragen.

Man kann an diese Frage m.E. nur dadurch herangehen, daß man diezivilisations-historischen und ethnologischen Basisdaten untersucht und vergleicht,diebei verschiedenen Kulturen zur Herausbildung ethischer Normen geführt hat , bzw. unterwelchen Voraussetzungen diese Normen außer Kraft gesetzt wurden und was die Folgen davonwaren.

@all

M.E.werden hier zwei Sachen vermengt,nämlich biologischeEvolution und soziale und politische Entwicklung.

Die biologische Evolution liefund läuft unabhängig von ethischen Normen ab und zielt darauf ab, die biologischenEigenschaften herauszufiltern,die einer Spezies das optimale Überleben in einerbestimmten ökologischen Nische ermöglicht.Das ist und war beim Menschen nicht anders alsbei der westtibetanischen Schnirkelschnecke.Und es überlebte nicht der Stärkste sondernder am besten an die ökologischen gegebenheiten Angepasste.

Das ethische Problem,was sich im Zusammenhang mit der biologischen Evolution stellt ist "lediglich" ob und inwie weit man evolutionäre Entwicklungen durch genetische Selektion und Manipulationsteuern soll.

Die soziale, politische und zivilisatorische Entwicklung istdagegen fest mit ethischer Wertebildung verknüpft,sei es über die Gesetze und Tabus, diedas Zusammenleben regeln,sei es über die Religion.

Dies läßt sich sowohl beihistorischen Zivilisationen als auch durchgängig bei allen Ethnien feststellen und fandihren prägnantesten Ausdruck m.E. in den 10 Geboten.

So gilt z.B. das ethischeGebot "Du sollst nicht töten" prinzipiell in diversen Modifikationen in allen mirbekannten Ethnien und Kulturen, wobei man dann natürlich auf die jeweilige Kulturabgestimmte Ausnahmeregelungen (Ritual,Krieg,Opfer,Recht) geschaffen hat.

Was passiert,wenn man dieses ethische Gebot außer Kraft setzt zeigt sich inziviilisatorischen Ausnahmesituationen,wie sie z.B. in der Endphase des 30jährigen Kriegsin bestimmten Gebieten geherrscht haben.Man kann wohl nicht behaupten,daß da das Fehlenvon Ethik in diesen Phasen die zivilisatorische Entwicklung begünstigt habe.PositiveEntwicklungen traten vielmehr erst ein,wenn nach solche ethiklosen Phasen sich wiedereine Wertegesellschaft konstituiert und konsolidiert hatte.


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 14:40
Warum brauchst du die Geschichte, um dich zu spüren?

Brauchen wir denVergleich und Massstab der Vergangenheit um unsere innere Moral zu bewerten oder zuerfahren? Sind wir abgehoben
und denken, die Moral oder Unmoral sei da draussen undnicht in uns? Haben wir das Gefühl, wir seien in einem moralischen Prozess gefangen, derüber Jahrtausende währt und wir würden uns somit entmachten und entmündigen, selber aktivzu werden oder Moral neu zu schaffen, Neuland zu betreten, gerade so wie es die Evolutionimmer wieder macht?

Wir können die Sachlage durch Beobachtung von uns selberergründen. Gibt es eine natürliche, biologische Ethik, welche in uns wirken kann undsomit auch weltweit? Wenn wir uns selber nicht kennen, werden wir auch alle anderenMenschen nie begreifen können oder wissen, was möglich ist als Mensch in Sachen Moral undEthik. Wenn wir uns absondern und von langandauernden Prozessen reden, blockieren wir unsvöllig.

Glaubt jemand, wenn es dem Menschen nicht an Nahrung undEntfaltungsmöglichkeit mangelt, er irgendwelche Gesetze oder Moralkodexe braucht, umnicht zu töten oder nicht friedlich mit anderen Menschen zusammenleben zu können? Dass erüber seine persönliche Befriedigung hinaus noch einfach aus Spass Morden oderUnterdrücken will?

Wenn DU bereit bist, im Namen einer Flagge zu töten, wenn dubereit bist, für Nahrungsmittel andere zu töten, wenn du bereit bist, Aggressionen in direntstehen zu lassen durch Neid, Eifersucht, Ehrgeiz, Machtstreben und so weiter, dannwird das niemals irgendetwas von aussen ändern können. Keine Ethik, kein Gesetzt, keinirgendwas. Und vor allem auch kein Zwang, Tausend Jahre der Unterdrückung zeigen, dassjeglicher Zwang keine Wandlungskraft in sich trägt.

Der Mensch hat es vomOchsenkarren zum Düsenjet gebracht, aber innerlich ist er immer noch derselbe Rohling undRaufbold wie eh und je. Das haben Tausend Jahre von *du sollst nicht töten* nichtgeändert.

Was schliessen wir daraus? Du hast dieses gewaltige Potential vonGewalt und Mordlust in dir. Wenn ein Nicht-Egoist kommt und dir sagt, er würde lieberselber getötet werden, als auf Befehl jemand anderen töten zu müssen oder er würde lieberselber verhungern, als jemandem sein Essen zu stehlen, der dadurch verhungern würde oderer würde lieber das Land verlassen, welches nicht für zwei Personen gedacht ist, alseinen Streit oder Konflikt auszulösen, welcher in Gewalt enden würde, dann haben dieseWorte für den Nicht-Egoisten Realität.

Hören wir in uns selbst, entdeckenwir, alle Ursprünge von Gewalt und Trennung und die daraus entstehenden Problemeentstehen in uns durch die Angst zu sterben oder etwas zu verlieren oder etwas loslassenzu müssen.

Erst der Mensch, der aus Einsicht nicht mehr kämpft und dieGewalt von sich weist in aller Konsequenz, hat Anteil am wirklichen Leben und tritt einin den gemeinsamen Raum der Kooperation und Zusammenarbeit. Er anerkennt, dass sein Lebennicht endlos ist und er irgendwann sterben muss und er anerkennt, dass ein friedlichesZusammenleben für ihn wichtiger ist als sein eigenes Leben, weil er ohne diesen Friedengar kein lebenswertes Leben führen könnte. Für ihn sind das klare und spürbareErkenntnisse, keine Floskeln.

Das Individuum ist das unbedeutende, eingeengte,elende, enttäuschte Wesen, zufrieden mit seinen kleinen Göttern und Ansichten, seinerengen Tradition während aber ein wahrer Mensch am Wohlergehen, dem Elend und derVerwirrung der ganzen Menschheit Anteil hat. Er stellt den eigenen Tod auf dieselbe Ebenewie der Tod aller und sein Leben hat für ihn nicht mehr oder weniger Wert als das Lebeneines anderen Menschen.

Wer glaubt, diese Lebensweise sei Utopie oder nichtmöglich oder unerreichbar, muss enttäuscht werden. Es gibt Menschen, welche in dieserFreiheit und in diesem Bewusstsein leben, sie sind es, welche die ganze Menschheit jetztgerade in diesem Augenblick tragen und den Wesenskern des Menschen bewahren bis die Zeitkommt, in der wieder alle Menschen darin sich entfalten können. Gäbe es nicht solcheMenschen, würde der Mensch augenblicklich die Laufbahn der Evolution schlichtwegverlassen, da er abgehängt wird von ihrer Anforderung der Kooperation.

Indem wirgewaltfrei sind, erschaffen wir in uns eine Kraft, die auch auf andere Menschen wirkt undsich zugleich in ihrer Dynamik und in ihrem Potential durch die Verbindung mit allenanderen gewaltlosen Menschen auf dieser Welt vervielfacht. Ein gewaltfreies Leben istnicht fad. Wir verwechseln das nicht mit körperlicher Vitalität und Kraft, wir leben einäusserst starkes und machtvolles Leben, aber ohne Gewalt. Wer gewaltfrei lebt, betrittdas Neuland, welches so sehnlich auf uns wartet, entdeckt zu werden.

Kannsich der Mensch nicht in sich selber verstehen? Muss er die Geschichte heranziehen umüber Ethik zu sprechen?


melden
taothustra1
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 14:49
@manjatu

Kann sich der Mensch nicht in sich selber verstehen?

Es scheint so, bisweilen setzt man dieses Nichtverstehen schon als natürlichmenschlich voraus.


Ansonsten ein schöner Post voller Wahrheiten ;)


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 16:40
"Quatsch.
Außerdem alt. Ich glaub, vor allem so aus der Zeit 1933-45..."


Eugenik gab es in den USA schon vor dem 3. Reich.


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 17:35
@manjatu



-=Kann sich der Mensch nicht in sich selber verstehen? Musser die Geschichte heranziehen um über Ethik zu sprechen? =-



Du bistdas Produkt Deiner Erziehung, Bildung,Deiner sozialen und politischen Umwelt und desWertessystems,in dem Du aufgewachsen bist. Das bedeutet,Du kannst für Dich und dieGesellschaft in der Du lebst ethische Werte aufstellen,die Frage ist jedoch,ob dieseallgemein gültig sind.

Die Frage des Threads war ja:" Richtet die Ethik dieMenschheit zugrunde?" bzw. im Umkehrschluß "Würde die Menschheit sich besserentwickel,wenn es die Ethik nicht gäbe.

Andere Gesellschaften und Kulturenkönnen andere Wertemäßstäbe haben.
Also muß man,um eine halbwegs allgemein gültigeAussage treffen zu können,
die Ethik verschiedener Kulturen und Zivilisationenuntersuchen und bezogen auf das Thread-Thema auch die ziviilisatorischenAusnahmesituationen betrachten, in denen die jeweiligen ethischen Grundsätzezusammengebrochen sind .Und dazu reicht es halt , wie bei vielem nicht,nur vom eigenenheutigen Standpunkt auszugehen.



"


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 17:41
Vollkommen richtig.


melden
chili
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 19:35
Der Threadtitel ist Quatsch. Die Fortpflanzung hat mit sozialem Denken überhaupt nichtsgemein. Sie wird völlig egoistisch gesteurt. Wir alle suchen uns (unbewusst) den Partnerder die besten Merkmale hat. Kleinere Defekte können retuschiert/kompensiert werden.Grössere nehmen am Auswahlverfahren doch gar nicht mehr teil.
Insofern ist es mitSicherheit kein Nachteil, wenn man einem "Krüppel" durch's Leben hilft.


melden
coelus
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 19:41
@zabhodB.

Was Du da gepostet hast ,ist eine auf Basis des historischenMaterialismus zusammengeschusterte Theorie, aber eben nur eine Theorie (von vielen) undnicht mehr…

Tut mir leid, schon alleine aus diesem Statement ist für michersichtlich, dass Du zero verstanden hast und für mich erübrigt sich jeglicherKommentar, träum ruhig weiter und ich wünsche Dir viel Vergnügen dabei… ;)


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 20:29
danke,gleichfalls, und täusch dich nicht, ich habe schon verstanden (und Du weißt esauch) ;) :) :D


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 21:00
zaphodB schreibt:

Du bist das Produkt Deiner Erziehung...

....bla bla bla und dann würde man in einem langatmigen Prozess alle diese Kulturenuntersuchen und vergleichen und dann würde man merken, dass man kaum Informationen hatüber Kulturen ohne ethische Massstäbe und irgendwann käme man zu einem völlig sinnlosenResultat, was heissen würde: "Ja, die Ethik richtet den Menschen zugrunde" oder "Nein,die Ethik richtet den Menschen nicht zugrunde". Wir hätten eine Worthülse, welchekeinerlei Wert hat in Bezug auf unser tägliches Leben und jeder würde seine Wege gehen.NEIN.

Ich bin nicht das Produkt von dem, was du erwähnt hast. Die Evolution istein lebendiger und schöpferischer Prozess und bringt nur lebendige und wandelbareGeschöpfe hervor. Diese lassen sich ZUM GROSSEN GLÜCK nicht in deine Produkteskistewerfen. Es mag sein, dass gewisse Normen und Regeln über den Menschen gelegt wurden inForm starrer erzieherischer Doktrinen und Prägungen, aber diese haben ihn nicht zu einemProdukt derselben werden lassen, er ist wohl ihr freiwilliger Gefangener aber nichtselber das Gefängnis. Ansonsten wären wir kein Lebewesen, sondern ein inhaltslosesGefäss, welches mit beliebigen Inhalten gefüllt werden kann und dann diese Inhalte mitder Zeit selber zu produzieren beginnt und so schnell aussterben würde wie diealljährliche Baumrinde des wachsenden Stammes, welche nicht mehr verbunden ist mit demlebendigen des Baumes.

Selbstverständlich richtet jegliche Art von Ethik denMenschen zugrunde, wenn es sich um eine Idee oder ein Ideal handelt, womöglich noch inBuchform vorliegend. Nur (vor)gelebtes und unausgesprochenes friedliches Zusammenseinrichtet die Gesellschaft auf und diese Kraft kann dann noch in Worten ausgedrückt werden- im NACHHINEIN. Zuerst die Handlung - dann das Wortkleid.

Je mehrEthikregeln - je verkümmerter das friedliche Zusammensein. Je lauter das Schreien nachMoral - je grösser die Unmoral. Die Kirche mit gutem Beispiel voran mit ihrer Doppelmoralwo sie sich mit dem Staat und seiner Streitmacht stillschweigend arrangiert hat. Undschlussendlich, jeder der nach Ethik oder Moral ruft, ist zugleich Unmoralisch undhandelt verwerflich. Denn er sucht ausserhalb von sich das, was er einfach nichtinnerlich leben will, nämlich ein friedliches Leben.

Verflixt, es braucht nurden aufrichtigen Wunsch nach einer friedlichen Existenz und es würde augenblicklichklappen, aber die Menschen scheissen vor Angst in die Hosen und denken, sie würden dannausgenützt werden, sie würden dann Zweiter werden oder sie würden irgendwas verlieren.Durch diese Angst haben sie bereits alles verloren und befinden sich bereits auf demzweiten Platz.


melden
Sidhe
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 21:16
Schön manjatu!
Unser Leben ist in einen Rahmen gebettet, aber das Bild darin könnenwir frei bestimmen.


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

05.06.2006 um 23:38
@manjatu
natürlich bist Du das Produkt der Sozialisation und Wertevermittlung
.und natürlich bezeihst Du auch Dein ethisches Normengerüst daraus.Wärest Du z.B beiden Maya im 14. Jahrhundert in Yukatan aufgewachsen,würdest Du es als Ehre undVerpflichtung ansehen, Kriege zu führen,Gefangene zu machen und diese zu rhren der Götterzu foltern und zu töten.Und hättest Du hier nur 130 Jahre früher gelebt,hättest Du keineethischen Bedenken gehabt,für Kaiser und Vaterland ins Feld zu ziehen.

Und auchgelebtes und unausgesprochenes friedliches Zusammensein entspringt aus bestimmtenethischen Grundwerten,die dir durch die sozialisation vermittelt wurden.


melden
abgott
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

06.06.2006 um 00:37
Ich bin der Meinung Ja, zuviel Ethik macht die Menschen lahm und ängstig, weil zuvielAngst ensteht dem anderen weh zu tun. Zuviel war nie gut, denn bei der Ethik bsp.weisewird zu viel Angst auf Soziales bei empfindlichen Menschen hervorgerufen, so dass siesich nicht mehr trauen andere anzusprechen, weil sie Angst haben es könnte gleichverletzen. Diese Überrücksicht führt dazu dass Menschen immer merkwürdiger werden und einKlima der Angst so wie in vielen Großstädten in der U-Bahn bsp.weise herrscht. Da ist soeine Riesenkälte, dass einem einfriert sich wohl zu fühlen in so einer U-Bahn. Vollgespenstige Atmosphäre, unbehaglich!


melden
aniki
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

06.06.2006 um 01:27
@abgott
Hat das auch nur irgendetwas mit Ethik zu tun, ob du dich in deiner U-Bahnwohlfühlst? Vielleicht solltest du einfach mal einen Fahrschein lösen vorher?


melden

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

06.06.2006 um 08:02
zaphodB. schreibt:

natürlich bist Du das Produkt der Sozialisation undWertevermittlung

Jetzt zeige ich dir nochmals, wie weit gefehlt deineAnsicht ist:

Hätte man im 14. Jahrhundert ein Kind den Maya entführt und ineinem ganz anderen Klima der Liebe und Fürsorge aufgezogen ohne das Lernen von Gewalt undFolter, was denkst du? Dieses Kind hätte bestimmt nicht das alles wieder aus eineminneren Impuls gemacht, was es als äusserst gewaltvoller Rahmen von den Eltern und derGesellschaft der damaligen Zeit übergestülpt bekommen hätte. Es würde vollkommen anderswerden, als die Mayas es sich gewünscht oder erdacht hätten in ihrer engen Schablone.

Das zeigt doch haargenau und deutlich, dass der Mensch eben in KEINEM MOMENTdas Produkt seiner Kultur ist, weil, würde man ihn aus dieser nehmen, er SOFORT undAUGENBLICKLICH nach nur EINER KINDHEIT wieder ein ganz anderer wäre. Da bin ich mir jetztziemlich sicher.

Hier sehen wir deutlich, dass wir jederzeit dieMöglichkeit hätten, das Grundwesen des Menschen zu entdecken und zu entfalten, wenn wireinem Kind einfach die Atmosphäre der Liebe und des Friedens vermitteln. Leider werden 99Prozent aller Kinder sofort auf die Gesellschaft abgerichtet und so in ihrer Entfaltungschwerwiegend gestört und zerstört, man lässt alle Anlagen des wahren Menschenverkümmern. Man hat Angst vor seinen Trieben obwohl diese, würde man sie eben korrektentfalten lassen in der Kindheit, nie zu einem Problem würden usw. usf.

Wiewillst du behaupten, man sei das Produkt von etwas Jahrtausend währenden, wenn nur eineKindheit dies alles sofort und komplett über den Haufen werfen kann?

Natürlich bin ich nicht das Produkt von dem du sagst! Ich bin nicht der Rahmen, denman über mich stülpt, ob er einen Tag oder Tausend Jahre währt, ich bin das ganz und garnicht und in keiner Weise.


melden
coelus
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

06.06.2006 um 08:08
@zabhodB.

danke,gleichfalls, und täusch dich nicht, ich habe schonverstanden (und Du weißt es auch)

Bitte begeh nicht den Fehler und schliessevon Deiner restriktiven Handlungsfähigkeit auf andere, insbesondere nicht auf mich!


Wärest Du z.B bei den Maya im 14. Jahrhundert in Yukatan aufgewachsen,würdestDu es als Ehre und Verpflichtung ansehen, Kriege zu führen,Gefangene zu machen und diesezu rhren der Götter zu foltern und zu töten.Und hättest Du hier nur 130 Jahre frühergelebt,hättest Du keine ethischen Bedenken gehabt,für Kaiser und Vaterland ins Feld zuziehen.

Genau mit solchen einfältigen, relativistischen und völlig irrenGlaubensbekenntnisse, welche Du denn auch noch als gegeben und als unumstösslichbetrachten möchtest, zeigt Deine offensichtliche restriktive Handlungsfähigkeit auf undDeinen ziemlich begrenzten Horizont.

Als nächstes willst Du uns noch erzählen,das „Kriegsgen“ oder das „Böse“ sei im Menschen von Grund auf vorhanden und sei etwa nochaus der biologischen Evolution hervorgegangen, was natürlich noch zusätzlicherSchwachsinn wäre, zu dem, was Du sonst schon vom Stapel gelassen hast und die Ethik insFelde führen möchtest, als Notwendigkeit, diesen Gendefekt umgehen zu können, um dasFortbestehen der Menschheit sichern zu können…!

Und auch Dein völlig aus demZusammenhang gerissenenes und komplett fehl gedeutetes HOMO HOMINI LUPUS, welchesDu als lateinisches Sprichwort Missinterpretieren willst und gerade mal übersiehst, dasses sich hier lediglich um eine Zitat des römischen Komödiendichters Plautushandelt und bis heute um eine aus dem Zusammenhang genommene Bedeutung handelt.

Warum exzessive Gewalt eine Krankheit moderner Herrschafts- Gesellschaften istund nicht eine angeborenes Übels des Menschen ist, kannst Du als Hausaufgabe ausfolgendem sehr aufschlussreichen Text herauslesen und verstehen lernen und ebenso warumDein HOMO HOMINI LUPUS eine aus dem Zusammenhang genommene Bedeutung darstellt, welche DuDir mit Deiner ängstlichen Phantasie selbst zurecht geschustert hast.


http://www.uboeschenstein.ch/texte/boetexte/hhl5_6.html


Und noch malzabhodB., die Menschheit konnte nur aus der Evolution entstehen und sich überhauptentwickeln, da die Urmenschen sich sozial und kooperativ sich verhalten haben und diesdermassen lange bevor Dein „Du sollst nicht töten“ geboren wurde! Wäre dies nicht sogeschehen, so wäre der Mensch erst gar nicht entstanden und wäre ganz einfach, wie vieleandere Missgeburten auch, von der Evolution her ausgestorben und fertig.

Ebensokannst Du Dir auch mal Gedanken darüber machen, wie viel dieses "Du sollst nicht töten"der Menschheit seit Bestehen dieses Slogans, tatsächlich gebracht hat und wie vieleMenschenleben, durch diese heuchlerische Doppelzüngigkeit, ihr unschuldiges Lebenher geben mussten!

Ferner kannst Du Dir auch mal Gedanken anstellen, warum nochjegliche so genannte „Hochkultur“ welche hegemonialen und imperialistischen Grössenwahnan den Tag legte und unbedingt Krieg führen wollte, untergegangen sind und so von derBildfläche verschwunden sind. Mit uns wird es nicht anders kommen, sofern wir nicht ausder Geschichte fähig wären zu lernen.

Also zabhodB., bring Dein Denkapparat einbisschen in Schwung und dann überleg Dir noch einmal gut und reichlich, wer hier sich wotäuscht.


melden
Sidhe
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

06.06.2006 um 20:24
@zaphodB.: natürlich bist Du das Produkt der Sozialisation und Wertevermittlung

Ich muß mich hier coelus' und manjatus Aussagen anschließen und dir ebenfallsdarin widersprechen. Unbestritten ist es zwar, daß die Eltern sowie das nähere Umfeld unddie sozialen Strukturen eine Einfluß auf die Entwicklung eines Kindes haben, doch müssenwir diesen Gedanken auch differenziert weiterdenken und nicht von einer Kindesprägungautomatisch auf einen "produzierten" Erwachsenen schließen. Gerade mit Einsetzen derPubertät geht es doch meist schon los, die Jugendlichen kommen in ein Alter derbeginnenden Reife in dem sie immer mehr den Drang verspüren, die Welt auch für sich zuentdecken, nichts anzunehmen nur weil es ihnen von kleinauf so beigebracht wurde, vielescheitern leider in ihrem freien Entwicklungsdrange an der Gesellschaft, die eineinheitliches Gebahren und Denken ihren Doktrinen nach fordert, diese Jugendlichen könnenverhaltensauffällig werden was dann immer nur ihnen alleine zugeschrieben wird, anstattsich auch einmal für die Hintergründe dessen zu interessieren. Warum rebellieren geradeheute immer mehr junge Leute gegen das Wertesystem, in dem sie aufwuchsen? Und warum wirddennoch völlig unzureichend auf sie eingegangen? Für mich ist das ein untrüglichesZeichen eines Systems, in dem die freien Entfaltungsmöglichkeiten jedes Einzelnen unterden Tisch gekehrt werden um ihn der breiten Masse anzupassen. Vielleicht entstehen geradeaus dieser Unterdrückung soviele Egoprojekte, weil die Menschen an der Gesellschafterkranken und somit ihrerseits auf ihre Art ebenfalls eine Krankheit leben undweitergeben.

Gut, lange Vorrede, worauf ich ja eigentlich hinaus will ist, daßes uns anerzogene Verhaltens- und Denkweisen wohl recht schwer machen, unsindividualistisch unserer eigenen Vorstellung gemäß zu entwickeln, aber eben keinesfallsunmöglich. Der Mensch ist doch so viel mehr als nur ein Produkt seiner Prägungen, wirsind voller Ideen, Wünschen und Entscheidungsmöglichkeiten, wir haben jederzeit, wirklichjederzeit die freie Wahl, unsere Richtung zu wechseln, uns einmal oder dauerhaftso ganz anders zu verhalten, als wir es denn eigentlich unserer Prägung angleichendmüßten. Wozu haben wir denn den freien Willen, wenn nicht dazu, um eigenmächtigeEntscheidungen zu treffen?! Viele, wenn nicht fast alle, mögen sicherlich sehr tief inihrem Morast der beigebrachten Werte festsitzen, so daß es manchen wie dir unmöglicherscheinen mag, sich daraus zu befreien -aber zaphodB., es ist möglich. Wie ichgestern schon schrieb ist das Leben, in welches wir hineingeboren werden wie ein großerRahmen, der aus den Naturgesetzen besteht, wie wir ihn aber füllen und gestalten,anwenden und verändern, das liegt alleine in unserem Wollen, das sich sehr wohl über einePrägung erheben kann.

Was die Ethik betrifft finde ich, daß manjatu dies schonganz wunderbar treffend formuliert hat, darum möchte ich den für mich so wichtigerscheinenden Teil noch mal zitieren:

Kann sich der Mensch nicht in sichselber verstehen? Muss er die Geschichte heranziehen um über Ethik zu sprechen?

Das ist für mich ein springender Punkt, wir sind anscheinend soweit von unseremnatürlichen Seinsweg abgekommen, daß wir äußerer moralischer Verpflichtungen bedürfen, wodiese doch normalerweise ganz natürlich und wie selbstverständlich in uns selbst wachsensollten. Wir tun dieses oder jenes, weil es eben "so vorgeschrieben" ist, aber tun wirdies dann auch wirklich aus freien, selbstlosen Stücken? In vielen Fällen bestimmt nicht,sonst wäre eine gesetzlich vorgeschriebene Ethik doch gar nicht wichtig, lebten wir ausuns selber und unserem natürlichen Drange heraus, Frieden, Harmonie und Kraft im Aufbauzu schaffen, jedes Herz wäre einfach völlig erfüllt mit seinem innersten Sein und fändeautomatisch Freude daran, für andere Sorge zu tragen und sich um seine Mitmenschen zukümmern. Stattdessen brauchen wir dafür Gesetze, die uns daran erinnern und debattierenfragwürdige Ansichten wie sie hier anfangs aufgestellt wurden.

Ebensohervorhebenswert finde ich coelus' Aussage:
Ferner kannst Du Dir auch malGedanken anstellen, warum noch jegliche so genannte „Hochkultur“ welche hegemonialen undimperialistischen Grössenwahn an den Tag legte und unbedingt Krieg führen wollte,untergegangen sind und so von der Bildfläche verschwunden sind. Mit uns wird es nichtanders kommen, sofern wir nicht aus der Geschichte fähig wären zu lernen.
Mandenke wohl und genau über dieses nach, denn es ist niemals zu spät, einen Sinneswandelherbei zu führen.


Wirkliche Ethik kommt von innen und wird nichtaufgeschrieben, sondern gelebt, sie geht einher mit der Moral der Liebe und wirktnur fördernd, der freien Entfaltung des Menschen dienend, anstatt ihn in ein enges Gerüststecken zu wollen, wie es heut ein großen Teilen der Welt traurigerweise ist.

Wer seine Freiheit wirklich liebt, wird sie auch anderen gerne gönnen, und Freiheithier im Bezug auf eine eigenständige Entwicklung aus alten Mustern heraus, wie als ob maneinen zu engen Kokon abwerfe.
Wir sind mehr als unsere anerzogenen Normen, weil wirlebende, im Rhythmus stehende Wesen sind und ein Rhythmus Veränderung bedingt wie einständig dahin fließender Fluß.


Wer nur Stroh im Kopf hat, solltesich vor dem Funken der Wahrheit in acht nehmen.


melden
Anzeige

Richtet die Ethik die Menschheit zugrunde?

06.06.2006 um 21:04
natürlich bist Du das Produkt der Sozialisation und Wertevermittlung

Dass dies nicht so ist, lässt sich sehen, indem man einen "kriegerisch" aufgezogenenMenschen in eine Gesellschaft mit "humaner" Erziehung schickt.
Ich denke, er wirdsicherlich letztere annehmen.

Wenn wir es nun umgekehrt machen, würde er dannwirklich irgendwann töten, weil es die anderen als Ritul sehen?
Ich glaube nicht.

Der Mensch ist unbestritten ein Produkt der Gesellschaft, indem er aufwächst.
Allerdings ist dies nicht sein Kern, sondern nur die Hülle wird entsprechend geformt.
Diese Hülle geht umso tiefer, je früher er so erzogen wird.
Am schlimmsten wärees, einem Baby einer Gehirnwäsche zu unterziehen...aber auch in diesem Extremfall würdeer sich in einer friedvollen Gesellschaft ändern.

Ich denke:
Der Mensch wirdscheinbar von seinem Umfeld geformt, strebt aber im allgemeinen immer zur friedlicherenGesellschaft, und wird das friedliche Verhalten mit einer höheren Wahrscheinlichkeitannehmen, als umgekehrt.
Denn es ist für ihn und alle anderen so viel angenehmer.


melden
303 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden