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Archäologie

88 Beiträge, Schlüsselwörter: Archäologie, Archäologe, Fundstätte, Ausgrabungsstätte

Archäologie

15.02.2008 um 17:51
@freiherr
Das Thema Varus-Schlacht deckt sich sehr gut mit dem Kommentar von Lexa in Bezug auf Schliemann. Man hatte sich einfach festgelegt und damit fertig.

Clunn und Schliemann gingen den sog. unorthodoxen Weg: Sie glaubten den alten Überlieferungen mehr als einer festgefahrenen Riege von knöcheren Wissenschaftsgesellschaften und...hatten Erfolg.

Sehr viel geändert hat sich bis heute leider nicht. Hat man erst mal ein Modell geschluckt, rückt man nur sehr widerwillig davon ab. Ist fast so wie mit den Steuern :-)


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freiherr
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Archäologie

15.02.2008 um 21:54
Ja das glaub ich gern. Immerhin ist das 19 Jahrhundert eh ein äußert "Historistisches" gewesen.Da bog man sich halt die Geschichte gern etwas zurecht. Macht man ja heuute noch so.

@doors.
Die Blindgänger sind in der Tat echt. Oberndrein verflucht kitzliges Zeug. Liegen aber auch noch genug Gefallene da vergraben.Habe da noch sehr zu tun.

Viribus Unitis!

Freiherr


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Archäologie

15.02.2008 um 23:57
Top: Der Diskos von Festos


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Archäologie

16.02.2008 um 00:14
an der archäologie sind die datierungen zu kritisieren.
man versucht sie oft in das gewünschte bild zu fügen.
viel zu vorsichtig werden die werte eingeschätzt, da man bestehende paradigmen nur ungern bricht, dem spott und verachtung der wissenschaftsdogmatik ausgesetzt.
wir müssen begreifen das der mensch samt seinem bewusstsein in früher zeit schon sehr weit war.


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Archäologie

16.02.2008 um 00:15
wir trauen unseren vorfahren recht wenig zu, auch wenn sie enorme leistungen erbrachten. selbst däniken, von dem hier die rede war, benutzt bewusst dieses bild, um seine thesen zu verbreiten. es kommt ihm nur gelegen.


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Archäologie

16.02.2008 um 00:23
@lesslow:
Was Du zu den Datierungen schreibst ist leider kompletter Unsinn. Gerade da haben in den letzten Jahrzehnten immer mehr exakte wissenschaftliche Methoden Fuß gefaßt, die die Datierung sogar aus den Händen der Archäologen gerissen haben. Die haben darauf heutepraktisch keinen Einfluß mehr,die bergen lediglich die Proben und übergeben sie dann Materialkundeexperten,die da völlig ohne Vorbehalt drangehen.

Recherchier mal zum Thema "Archäometrie" - ist inzwischen ein vollständigeigenständiges Gebiet.


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Warhead
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Archäologie

16.02.2008 um 02:06
Ähh...wer hat Schliemann nochmal einen autodidaktischen Grabräuber und Geschichtsvernichter genannt der mehr zerstörte als am Ende geborgen wurde...und das Geborgene ausser Landes schaffte


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Archäologie

16.02.2008 um 02:19
Ähm der Gleichen Meinung binn ich aber auch.


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Archäologie

16.02.2008 um 07:36
@FrankD
Danke! Werd mich mal damit beschäftigen :)


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freiherr
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Archäologie

18.02.2008 um 18:39
@Warhead
Eben. Obendrein ist der Goldschmuck 1945 von den Iwan´s geplündert worden.Den werden wir wohl nie wieder sehen. Ist schon ein Wunder das die Russen einen ganzen Güterwaggon voll Kriegsgefangenen Akten nach Deutschland überstellt haben.


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chlodwig
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Archäologie

01.11.2008 um 16:51
Tagchen!

Als Magister der Ur- und Frühgeschichte, also Archäologe, möchte ich den Spieß gerne
mal umdrehen und meine Sichtweise darlegen. Ich "toppe" und "floppe" also die bisher
gemachten Beiträge, ganz nach meinem subjektiven Gutdünken.

"Top" finde ich das offenkundige Interesse an der Archäologie. Dafür arbeiten wir.
Wozu die Menschheitsgeschichte erforschen, wenn keiner mehr von ihr hören will?
Dabei ist die Diskussion zum Austragungsort der Varuszschlacht ein spannendes
Thema.
Fundierte kritische Aussagen gehören ebenfalls zu meinen "Tops". Zum Beispiel die
Anmerkung dazu, dass Archäologie mehrfach dazu benutzt wurde, um politische
Interessen zu rechtfertigen.

Als "Flop" empfinde ich das Verbreiten von Halbwahrheiten, Lügen und das Gebärden
von der Gier anheim gefallenen Schatzsucher. Schatzsucher - ein zweischneidiges
Schwert. Zum einen ist man ihnen als Archäologe dankbar, denn durch sie erfährt man
mitunter überhaupt erst von Fundorten, insofern sie diese denn melden. Zum anderen
sind sie eine Plage.
Unser Ziel ist es, Menschheitsgeschichte zu erforschen. Die Ergebnisse präsentieren
wir der Öffentlichkeit. Wenn nun aber Schatzsucher Funde verschwinden lassen, um
sich an ihnen persönlich zu bereichern, oder schlichtweg ihn Hundertschaften über
eine Grabungssituation stolpern, verfälschen sie die Ergebnisse. Diese werden somit
unbrauchbar. Die Menschheit verliert einen Teil seiner kulturellen Vergangenheit - Herr
XY ist um einen gewissen materiellen Wert reicher, vielen Dank dafür.

Der Denkmalschutz ist nicht zur persönlichen Bereicherung der Archäologen gedacht,
sondern um kulturelle Vergangenheit zu erhalten. Wir verdienen nicht im geringsten
mit. Insofern betrachte ich die Titulierung "Plünderer" als vollkommen unqualifizierte
Aussage.

Datierung: In der relativen Datierung mag man in der Vergangenheit mittels
typologischer Methode zu falschen Ergebnissen gekommen sein, wenn auch selten. Die
Archäologie ist keine exakte Wissenschaft und ständig im Umbruch begriffen.
Doch lassen sich naturwissenschaftliche Analysen wie die C14 - Methode, die
Warvenchronologie, Dendrochronologie, oder auch die Datierung über die
archäologisch - historische Methode nicht fälschen, um seine persönlichen Erfolge auf
Grundlage falscher Ergebnisse zu mehren. Von diesen sind einige exakt und lassen
Jahr-genaue Bestimmungen zu, andere erlauben das einordnen in Zeitfenster. So und
nicht anders sind sie zu begreifen.

freundlichst,

Chlodwig


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Gladiator
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Archäologie

01.11.2008 um 17:07
Archäologie werde ich vorraussichtlich studieren. :)


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coglione
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Archäologie

01.11.2008 um 17:18
Das Problem mit den Schatzsuchern könnte man auch umgekehrt so sehen, leider ist ist aber das Recht immer auf der Seite der Beamtenesel.
Ich selbst hab vor Jahren einen römischen Münzschatz mit über 300 Münzen gefunden und bis auf die letzte Münze abgegeben.
Nachdem der Schatz in dem Museum ausgestellt wurde wo auch der Eismann liegt,
hat man mir nicht mal die Ehre als Finder zukommen lassen.

Wenn Wissenschaftler gleichzeitig auch Beamte sind, kann man sagen,
dass sich das Arschloch und Arroganz sich einig sind.


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chlodwig
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Archäologie

01.11.2008 um 17:34
Coglione:

Mir fehlt zwar das Verständnis um Aussagen wie "das Recht immer auf Seiten der
Beamtenesel", oder "Wenn Wissenschaftler gleichzeitig auch Beamte sind, kann man
sagen, dass sich das Arschloch und Arroganz einig sind" als Argumentationsgrundlage
anzuerkennen und empfehle dir dringend, dich über den Handlungsbereich eines
Archäologen zu informieren, jedoch kann ich deine Frustration über mangelnde
Anerkennung und die Tatsache, dass du nicht wenigstens eine Münze für deine
persönliche Befriedigung hast mitgehen lassen, nachvollziehen.


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coglione
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Archäologie

01.11.2008 um 18:07
so einfach @chlodwig
war die Geschichte nicht
Ich hab sehr viel mit Archäologen zu tun und kenne auch manche private Häuslebauer,
denen der Preis fürs Häusle ziemlich teuer zustehen kam, nach dem ein paar Amtsarchelöcher über mehrere Jahre die Arbeit einstellten und das für nichts weiter,
als einigen Keramikkrümmel

Bei uns in Südtirol war das leider lange Zeit so...und teilweise ist es leider noch immer...

Bleibt mir diesen arroganten und verlogenen Amtschimmeln vom Hals


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Archäologie

01.11.2008 um 19:45
Tja, man sollte lieber versuchen, diese Funde auf eigenem Grundstück an Museen zu verkaufen oder privat zu verhöckern.
Seit den neuen E-bay- Regeln leider nicht mehr so ohne weiteres möglich.

Schade. Habe noch eine Tonfigur, Göttin Tannit, Meeresfund aus Schiffswrack vor Tyros, Phönizien, 3.-4. Jahrt. v. Chr.


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coglione
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Archäologie

01.11.2008 um 20:45
Wenn Du den Neid von Amtswegen erregst kanste was erleben *gg*


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chlodwig
ehemaliges Mitglied

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Archäologie

01.11.2008 um 23:45
derDULoriginal:

Du wirst verstehen, dass ich mir ein schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen konnte.
Viel mehr als diese gehässige Bemerkung bleibt mir zu einer Person mit deiner
Einstellung nicht zu sagen.

Coglione:

Deine beleidigende Art empfinde ich als unnötig unhöflich. Und einmal mehr empfehle
ich dir, dich über die Befugnisse eines Landesdenkmalamts, denn augenscheinlich ist
es ein solches, das dich so sehr aufregt, zu informieren. Du darfst dir sicher sein, dass
kein Archäologe gerne die Arbeit liegen lässt, um deine "Häuslebauer" an der Erfüllung
ihres eigenen Heims zu hindern. Fehlende finanzielle Mittel spielen wohl eher eine
Rolle.
Im Übrigen ist der Frust solcher "Häuslebauer" einer, den ich definitiv nachvollziehen
kann. Ein "Flop" für die Archäologie, um beim Thema zu bleiben. Was schlägst du vor,
um dieses Problem zu beheben?

Mit freundlichen Grüßen,

Chlodwig


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buddel
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Archäologie

02.11.2008 um 06:01
moment.

ich las doch neulich von einem neuen erfassungsgebiet der archäologie,
nämlich der dokumentation sogenannter galgenhügel in deutschland.
scheinbar ist es keine seltenheit,
dass gebeine von durchaus historischem charakter
bei bauvorhaben entdeckt werden
ohne dass da irgendein beamter des denkmalschutzes o.ä.
eingreift.
sind alte grabstätten weniger bedeutsam als münz- und goldfunde ?

buddel


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chlodwig
ehemaliges Mitglied

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Archäologie

02.11.2008 um 11:24
Ich verspüre keine Lust, einen ganzen Berufszweig vor solch spekulativen
Behauptungen, die jedweder Grundlage entbehren und eine große Anzahl an
Menschen über einen Kamm scheren, zu verteidigen. Eine gewollte Provokation kann
sowas von peinlich wirken, findet bei uninformierten, leicht zu beeindruckenden Lesern
aber sicherlich Zuspruch.

Ich lasse dir dein aussagekräftiges "Ich las doch neulich...", gebe mich dieser
argumentativen Glanzleistung geschlagen und verweise nicht darauf, dass "sind alte
grabstätten weniger bedeutsam als münz- und goldfunde?" einer archäologischen
Auffassung entspricht, wie es sie bis vor 100 Jahren gab.

Auf dann,

Chlodwig


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