weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturHelpdeskAstronomieGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

32 Beiträge, Schlüsselwörter: Supernova, Alpha Centauri, Nachbarsten
OpenEyes
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 13:24
@darcane
darcane schrieb:Was glaubst du wie lange eine Druckwelle braucht wenn sie 4 Lichtjahre zurücklegen muss? Wenn in China eine Atombombe hochgehen würde, meinst du wir würde die Druckwelle hier spüren? Da kommt nicht ein mal ein Lüftchen^^
Schlechter Vergleich:
Auswirkungen auf die Erde [Bearbeiten]

Der Ausbruch einer Supernova in der Nähe unseres Sonnensystems wird als erdnahe Supernova bezeichnet. Man geht davon aus, dass bei Entfernungen zur Supernova deutlich unter 100 Lichtjahren merkliche Auswirkungen auf die Biosphäre unseres Planeten festzustellen wären. Gammastrahlen der Supernova können chemische Reaktionen in den oberen Atmosphärenschichten auslösen, bei denen Stickstoff in Stickoxide umgewandelt wird. Dadurch kann die Ozonschicht komplett zerstört werden und die Erde wäre dann gefährlicher Strahlung ausgesetzt.
Das Massenaussterben im oberen Ordovizium, bei dem etwa 50 % der ozeanischen Arten ausstarben, wird von einigen Autoren mit einer solchen erdnahen Supernova in Verbindung gebracht.[10] Einige Forscher vermuten, dass Spuren einer vergangenen erdnahen Supernova noch durch Spuren bestimmter Metall-Isotope in Gesteinslagen nachweisbar sind. Anreicherungen des Isotops 60Fe wurden beispielsweise in Tiefseegestein des Pazifischen Ozeans festgestellt.[11][12][13]
Potenziell am gefährlichsten sind vermutlich Supernovae vom Typ Ia. Da sie aus unauffällig erscheinenden, dunklen Weißen Zwergen hervorgehen, ist es denkbar, dass der Vorläufer einer solchen Supernova auch in relativer Erdnähe unentdeckt bleibt oder unzureichend studiert wird. Einige Vorhersagen deuten darauf hin, dass eine solche Supernova noch in Entfernungen bis zu 3000 Lichtjahren die Erde beeinflussen könnte.[14] Als erdnächster bekannter Kandidat für eine künftige Supernova dieses Typs gilt IK Pegasi in etwa 150 Lichtjahren Entfernung.[15]
Supernovae vom Typ II gelten hingegen als weniger gefährlich. Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass eine solche Supernova in einer Entfernung von weniger als 26 Lichtjahren aufleuchten muss, um die biologisch wirksame UV-Strahlung auf der Erde zu verdoppeln.[16]
Wikipedia: Supernova

(Unbedingt ganzen Artikel lesen)

Kurz, bei einer Supernova in einer Entfernung von nur 4 Lichtjahren ginge es uns verdammt schlecht :)


melden
Anzeige

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 13:29
@OpenEyes

Ich meinte nicht die Strahlung, sondern die reine Druckwelle.


melden
OpenEyes
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 13:39
@darcane

Scho klar, aber wir sind ja in einem hypothetischen Szenario. Und wie wäre es damit:
Eine Variante des Kernkollapsszenarios besteht in der Paarinstabilitätssupernova[7] (pair instability supernova, PISN), bei der der Stern nicht zu einem kompakten Objekt kollabiert, sondern vollständig zerrissen wird. Die Vorläufersterne sind besonders arm an Elementen, die schwerer sind als Helium. Der Druck im Kern ist nicht hoch genug um schwere Elemente wie Eisen bilden zu können, was die Voraussetzung für einen Kern-Kollaps ist. In dieser Phase gelangt der Stern nach dem Ende des Heliumbrennens in Temperatur- und Dichtebereiche, in denen die Photonenenergien zur Erzeugung von Elektron-Positron-Paaren führen. Dies führt zu einer Verringerung des Strahlungsdrucks und damit zu einer weiteren schnellen Erhöhung der Dichte – und damit der Temperatur – des Kerns, bis es zu einem explosionsartigen Einsetzen des Sauerstoff- und Siliciumbrennens kommt, das einen erneuten Gegendruck gegen den Gravitationsdruck aufbaut. Abhängig von der Größe des Gravitationsdrucks – und damit der Masse des Kerns – kann diese Kernexplosion den weiteren Kollaps verhindern oder nur verlangsamen. Bei einer PISN entsteht kein kompakter Überrest, sondern der Stern wird vollständig zerrissen. Die dabei freiwerdenden Energien liegen mit bis zu 10^53 erg um etwa einen Faktor 100 über denen einer „gewöhnlichen“ Kernkollapssupernova.
Modellrechnungen[7] für verschwindende Metallizität und ohne Berücksichtigung einer möglichen Rotation oder von Magnetfeldern liefern für das Einsetzen der Paarinstabilität eine kritische Masse des Heliumkerns von 64 Sonnenmassen. Wird die Masse des Heliumkerns größer als 133 Sonnenmassen, so kann die Kernexplosion den weiteren Kollaps nicht verhindern, der somit weiter zu einem Schwarzen Loch kollabiert. Rechnet man diese Helium-Kernmassen auf die notwendige Gesamtmasse eines Hauptreihensterns (unter Vernachlässigung von Massenverlusten) hoch, so ergibt sich für die PISN ein Massenbereich von etwa 140 bis 260 Sonnenmassen. Aus diesem Grund wird dieses Szenario im heutigen Universum als unrealistisch angesehen und vorwiegend bei der ersten Sterngeneration in Betracht gezogen – dort könnte dieser Mechanismus jedoch eine bedeutende Rolle bei der Anreicherung des intergalaktischen Mediums mit schwereren Elementen gespielt haben.


Lichtkurve von SN 2006gy (obere Kurve) verglichen mit den Lichtkurven anderer Supernovae
Einen Sonderfall stellt die Supernova SN 2006gy in der Galaxie NGC 1260 dar, die am 18. September 2006 im Rahmen des Texas Supernova Search entdeckt wurde: die absolute Helligkeit von SN 2006gy lag um mehr als eine Magnitude über der anderer Supernovae. Die Entdecker interpretieren diese etwa 240 Millionen Lichtjahre entfernte Supernova deshalb als ersten Kandidaten, für den der Paarinstabilitätsmechanismus als Erklärung möglich sein könnte – allerdings sind weder das bisherige Datenmaterial noch die theoretischen Modelle ausreichend, um hier eine eindeutige Entscheidung treffen zu können.
Der erste wohl sichere Vertreter einer PISN ist die Supernova SN 2007bi, die sich am 6. April 2007 in einer Zwerggalaxie im Sternbild Jungfrau ereignete. Eine Gruppe von Astronomen vom Weizmann-Institut für Wissenschaften nutzte unter anderem die beiden Keck-Teleskope, um die Spektren und den Helligkeitsverlauf über mehr als ein Jahr lang zu beobachten. Die Untersuchungen ergaben, dass der Vorläuferstern des 1,7 Milliarden Lichtjahre entfernten Sternenrestes als Hyperriese mit vermutlich 200 Sonnenmassen ungewöhnlich massereich und metallarm war. Bei einem ungewöhnlich langsamen Verlauf wurden außerdem große Mengen an Silicium und radioaktivem Nickel freigesetzt[8].
In einer Entfernung von nur 4 LJ? Der Durchmesser der sich ausbreitenden Gaswolke erreicht 10 LJ und mehr und die Geschwindigkeit ist sehr hoch (einige 10000 Km/sec). Wenn wir schon spekulieren,dann dürfen wir auch vermuten, dass eine solche Supernova in 4 LJ Entfernung nach 40 - 100 Jahren mit der expandierenden Gaswolke auch die Erde erreicht und beispielsweise die Atmosphäre mit hinwegfegt.

Wie gesagt - Spekulation. Aber der ganze Thread ist ja spekulativ :)


melden
Luminarah
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 13:44
Bisschen reißerisch dieser Artikel,aber spannend geschrieben:

http://mobil.stern.de/op/stern/de/ct/detail/wissen/supernova-vorboten-der-apokalypse/224096/?mobil=1


melden
Luminarah
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 13:55
Hier noch ein Artikel der Uni Bonn als Power Point Präsentation über das Thema mit schönen Bildern aber auch mit viel Mathe (so wie esgeliebt wird^^),die Berechnungen zeigen,dass die Sicherheitszone für die Supernova etwa 220 LJ beträgt.

Aber was klar ist : Supernova in 4LJ = tschüss Erde,so wie wir sie kennen.

http://www.astro.uni-bonn.de/~uklein/teaching/PPT/SNe_pop.ppt


melden

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 14:08
@Luminarah
@OpenEyes

Wenn man es jetzt genau nimmt, würden wir gar nichts sehen, weil wir bevor diese Wolke ankommt schon tot wären.^^


melden

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 15:32
also da wäre ich mir nicht ganz sicher an deiner stelle, und ausserdem kannst du nicht eine atombombe mit einer supernova vergleichen^^

bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber bilde mir ein mal irgendwo etwas davon gehört zu haben das sollte ein stern der soweit wie unser nachbarstern in einer supernova explodieren, wäre es eine ganz heikle angelegenheit für die erde !


melden

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 15:56
gogsss schrieb:wäre es eine ganz heikle angelegenheit für die erde !
Das wäre wohl das Ende jeglichen höheren Lebens, vllt. sogar allen Lebens. Eine Supernova in nur vier Lichtjahren Entfernung (nächst-gelegenes Sternensystem) hätte definitiv katastrophale Auswirkungen auf die Erde, da hätten wir ganz schlechte Karten. Selbst eine Supernova in noch 25 Lichtjahren Entfernung würde vermutlich die halbe Ozonschicht der Erde zerstören.
Wikipedia: Near-Earth_supernova


melden
OpenEyes
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 15:58
@gogsss
gogsss schrieb:sollte ein stern der soweit wie unser nachbarstern in einer supernova explodieren, wäre es eine ganz heikle angelegenheit für die erde !
Sag ich doch. Der gamma - Blitz käme allerdings lang vor der Wolke (Den Eingeweiden" der zerfetzten Sonne) bei uns an und würde ziemlich sicher ziemlich alles Leben elend an Stahlen - Verbrennungen sterben machen.


melden

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 18:52
darcane schrieb:Hinzu kommt noch, dass wir heute ganz gut vorhersagen können ob und wann ein Stern droht zu explodieren.
eher weniger ^^

eta carinae könnte morgen explodieren oder erst in 10.000 jahren

- - -

ich kann mir die gammastrahlenausbrüche von supernovae gar nicht so recht vorstellen, bei neutronensternen schon eher, wenn dann mal auf grund der enormen rotationsgeschwindigkeit für den bruchteil einer sekunde der sternmantel aufreißt
tic schrieb:Das was wir dann im TV/Netz als Video Vorgeführt bekämen.........die meisten würden es Live nich mit bekommen....
der krebsnebel ist der überrest eienr supernova von vor 1.000 jahren udn die konnte man tagsüber sehen, der krebsnebel ist rudn 6.300 lichtjahre entfernt

eine supernova - bzw der helligkeitsanstieg - dauert auch nicht nur ein paar sekunden, da vergehen ein paar tage, das man sie sehen kann


melden
tic
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

09.01.2012 um 18:54
@canpornpoppy

Hab ja nur spekuliert


melden
Anzeige

Nachbarstern explodiert - Was würden wir sehen?

10.01.2012 um 00:09
Manche meinen, dies gab es schonmal - ausgeloest durch eine Supernova/Gammablitz.

Wikipedia: Ordovizium
Als Geowissenschaftler kann dich dir sagen: War die Vereisung und keine Gamaray. Dafür gibt es nämlich keine Hinweise. Das nutzt man nur als billige Lösung für jedes Massensterben ;)


melden

Neuen Beitrag verfassen
Dies ist eine Vorschau, benutze die Buttons am Ende der Seite um deinen Beitrag abzusenden.
Bereits Mitglied?  
Schriftgröße:
Größe:
Dateien Hochladen
Vorschau
Bild oder Datei hochladen

Bleib auf dem Laufenden und erhalte neue Beiträge in dieser Diskussion per E-Mail.


Oder lad dir die Allmystery App um in Echtzeit zu neuen Beiträgen benachrichtigt zu werden:

Ähnliche Diskussionen

248 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden