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Erdzeit - durch Gravitation bestimmt?

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matraze106
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Erdzeit - durch Gravitation bestimmt?

11.05.2012 um 00:16
Man geht davon aus, dass die Naturkonstanten, die wir auf der Erde kennen, im ganzen All gelten. Trotzdem gibt es eine Reihe von Unklarheiten, was zum Beispiel dunkle Materie und schwarze Löcher angeht.
Es besteht also immer noch die Chance, dass es da draußen Dinge gibt, die wir erst verstehen lernen müssen.
Aus einer philosophischer Betrachtungsweise heraus kann man unsere Sicht auf die Welt mit der eines Hamsters in seinem Käfig vergleichen, oder besser noch mit der einer Labormaus, die aus der Installation heraus den Versuchsaufbau zu rekapitulieren versucht. Daher ist vielleicht der Rückschluss, dass die gegenwärtigen Gesetze auch ausserhalb des "Käfigs" gelten, und es da maßgeblich auch nichts anderes gibt, zwar naheliegend, da aus unserer Perspektive alles demnach richtig erscheint, aber mitunter vermessen.
Der maßgebliche Faktor, der uns unsere Sicht trüben könnte, ist laut meinen Überlegungen die Zeit.
Ich habe auf Anraten eines Bekannten mal die Software Celestia ausprobiert und die Umrundungsgeschwindigkeiten unserer planetaren Nachbarn miteinander verglichen. In Realzeit ist mit dem bloßem Auge kaum eine Bewegung wahrzunehmen. Wenig Beschleunigung des Zeitraffers macht die Bewegung der inneren Planeten sichtbar, während die äusseren weiterhin verharren. Stellt man den Regler weiter höher, damit diese das selbe Geschwindigkeitsniveau erreichen, ist von den Bewegungen der inneren Planeten widerum kaum noch etwas zu erkennen, denn sie rasen.
Diese Relationen erinnern an ein Uhrwerk. Zum Anderen liegt die Erwägung nahe, dass auch die Bewegungen der Elektronen um die Atomkerne mit diesen Planetenbewegungen verknüpft sind.
Wenn dem so wäre, könnte man daraus schliessen, dass die Zeit, wie wir sie auf der Erde erleben - festgemacht an der (natürlichen) Bewegung der Teilchen und der Planeten - von ebendiesen auch bestimmt wird und dass ausserhalb des Planetensystems Zeit nicht die selbe ist, weil sich Teilchen langsamer bewegen. Schliesslich wäre der Weltraum auch gerade dadurch begrenzt, also endlich. Denn dort, wo es noch keine Materie hinverschlagen hat, gibt es keine Gravitationsbeziehungen und keine sich bewegenden Teilchen.
Am besten veranschaulichen sich meine Gedanken hierzu in dem Gedankenexperiment, einen Wecker ins All zu schiessen. Würde, wenn ein Betrachter mit diesem Wecker zusammen reist, er Zeuge davon werden, dass die Uhr-Zeiger sich langsamer und immer langsamer bewegen, je mehr sich der Wecker von dem Gravitationsfeld und allen anderen mit der Sonne, Galaxie verbundenen Kräften entfernt? Würde der Zeiger irgendwann am Rand des Universums (dort wo sich noch keine Materie hin ausgebreitet hat) einfach stehen bleiben? Wird Materie und Raumzeit von Gravitation aufrecht erhalten?

Ich hab mich darüber schon mit einer Menge kluger Köpfe unterhalten, aber es besteht für mich nach wie vor Unklarheit. Vielleicht bin ich ja da sogar auf Fragen gestoßen, auf die man heute einfach noch keine Antwort hat.
Aber es wäre schön, wenn ich hier neue Ansätze finden würde.

Falls jemand das mit Celestia ausprobieren möchte: hier kann man sich alles, inklusive StarTrek/-Wars-Addons runterladen.
http://www.celestiamotherlode.net/

Wer noch mehr mit den Planeten rumspielen will, kann mit der Software Keplerstern ein paar lustige Muster aus den Konstellationen zaubern.
http://www.keplerstern.de/


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11.05.2012 um 09:34
matraze106 schrieb:Man geht davon aus, dass die Naturkonstanten, die wir auf der Erde kennen, im ganzen All gelten.
Das macht man, damit man das Universum überhaupt untersuchen kann. Wenn man nicht wissen kann, wie die Naturkonstanten weiter weg sind, dann kann man diese Bereiche nicht erforschen.
Es ist aber so, dass sich oft bestätigt, dass die Konstanten dort auch ähnlich sein müssen.
matraze106 schrieb:Zum Anderen liegt die Erwägung nahe, dass auch die Bewegungen der Elektronen um die Atomkerne mit diesen Planetenbewegungen verknüpft sind.
Warum?
matraze106 schrieb:Am besten veranschaulichen sich meine Gedanken hierzu in dem Gedankenexperiment, einen Wecker ins All zu schiessen. Würde, wenn ein Betrachter mit diesem Wecker zusammen reist, er Zeuge davon werden, dass die Uhr-Zeiger sich langsamer und immer langsamer bewegen, je mehr sich der Wecker von dem Gravitationsfeld und allen anderen mit der Sonne, Galaxie verbundenen Kräften entfernt?
Nein, nach der Allgemeinen Relativitätstheorie würde der Wecker sogar schneller gehen, da die Zeit in der Nähe von großen Massen langsamer vergeht.
matraze106 schrieb:Wird Materie und Raumzeit von Gravitation aufrecht erhalten?
Gravitation ist eine Krümmung der Raumzeit, die durch massereiche Materie erzeugt wird. Also ist es eher so, dass die Gravitation von der Materie aufrechterhalten wird (wenn man das so ausdrücken kann).


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11.05.2012 um 14:38
@matraze106

Die Annahme, dass die Naturkonstanten überall gleich sind (und waren) ist einfach die einfachste Hypothese. Bis jetzt gibt es keine bestätigten Messungen, dass es anders ist. Atome funktionieren z.B. in anderen Sternen gleich wie bei uns. Denn ihr Spektrum (bzw. das von Molekülen) ist gleich wie das was wir hier messen können.

Die Quantenelektrodynamik, die die Elektronen um einen Atomkern beschreibt, ist ziemlich anders als das Gravitationsgesetz. Elektronen und Planeten haben also kaum etwas gemeinsam. Elektronen kreisen nicht um den Atomkern, das ist nur ein einfaches und eig. falsches Modell davon.

Warum sollte sich an den Naturgesetzen überhaupt etwas ändern, wenn man die Zeit schneller oder langsamer ablaufen läßt? Das ändert doch höchstens etwas an unserer subjektiven Wahrnehmung.

Zum Wecker:
Du als Beobachter befindest Dich immer im Ruhesystem des Weckers. Deshalb unterliegst Du genau den gleichen Effekten wie der Wecker. Du wirst also niemals den Wecker schneller oder langsamer relativ zu Dir gehen sehen. Ihr beide könnt aber relativ zu anderen Objekten schneller oder langsamer gehen.

Urknall:
matraze106 schrieb:Würde der Zeiger irgendwann am Rand des Universums (dort wo sich noch keine Materie hin ausgebreitet hat)
Dieser Satz zeigt, dass Du die Raumexpansion noch nicht ganz verstanden hast: Der Urknall war keine Explosion!
Dort wo wir den Horizont des (unseres) beobachtbaren Universums sehen sind "jetzt" ganz normale Sterne und Galaxien. Wenn wir "jetzt" dort wären würden wir im wesentlichen genau dasselbe sehen wie von hier aus: Sterne und Galaxien im Umkreis von ca. 13Mrd Lj und wir wären dort ebenfalls im Zentrum des dortigen beobachtbaren Universums.

Gruß
DerRing


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11.05.2012 um 17:13
@matraze106

Ich empfehle dir das, macht vlt einiges klarer:

http://www.amazon.de/kurze-Geschichte-Universums-Stephen-Hawking/dp/3550075723

und

http://www.amazon.de/Eine-kurze-Geschichte-Stephen-Hawking/dp/3499605554

Gibt es glaube ich auch als Video... hab ich vlt noch irgendwo rumfliegen. Zumindest eins der beiden.


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matraze106
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11.05.2012 um 19:38
@Schdaiff
jo, kenn ich schon. wie hätte ich sonst je gelernt, mich so weit aus dem fenster zu lehnen? ;)

diese doku beschäftigt sich auch mit dem themengebiet.
Youtube: Was Einstein noch nicht wusste - Part 1 - Einsteins Traum [1v3]


@Heizenberch
Heizenberch schrieb:Warum?
Weil die inneren Planeten in Celestia dann so ausschauen wie man das von den Elektronen-Animationen kennt.
Auch wenn auf den ersten Blick unser ekliptisches Planetenmodell ganz anders ausschaut als die atomaren Modelle, gibt es gewisse Ahnlichkeiten, wenn man weiter rauszoomt.
Die Ekliptik wird immer weiter geknickt/schräger, je weiter weg von Sonne und die Oortsche Wolke ist schon wieder sowas wie ne Kugel.
Und der Gedanke, dass die Planetenrotationen, die ja mit gewaltigen Kräften zu tun haben, direkten Einfluss auf die Elektronenrotation (fast wie Zahnräder) haben, ist glaube ich gar nicht so abwegig. Ich glaube auch, dass das im Wesentlichen die Spur war, die Einstein ergebnislos verfolgt hatte und es für seine Weltformel nicht in Verbindung bringen konnte. Daher müsste die Suche nach der Relation von Micro- und Macro-Kosmos doch eigentlich nach wie vor ein aktiv betriebenes Forschungsfeld sein?
Heizenberch schrieb:Nein, nach der Allgemeinen Relativitätstheorie würde der Wecker sogar schneller gehen, da die Zeit in der Nähe von großen Massen langsamer vergeht.
Hm. Interessant. Würde das nicht bedeuten, dass die Uhr-Zeiger dann am Rand des Universums so sehr rotieren, dass sie eigentlich gleichzeitig jeden Winkel einnehmen? Dann wäre es zwar umgekehrt, aber meinen Gedanken sehr ähnlich. Würde der Wecker vielleicht sogar zerfallen, wenn er sich zu weit von den großen Gravitationsfeldern entfernt?

@DerRing
DerRing schrieb:Dieser Satz zeigt, dass Du die Raumexpansion noch nicht ganz verstanden hast: Der Urknall war keine Explosion!
Dort wo wir den Horizont des (unseres) beobachtbaren Universums sehen sind "jetzt" ganz normale Sterne und Galaxien. Wenn wir "jetzt" dort wären würden wir im wesentlichen genau dasselbe sehen wie von hier aus: Sterne und Galaxien im Umkreis von ca. 13Mrd Lj und wir wären dort ebenfalls im Zentrum des dortigen beobachtbaren Universums.
Ja, das ist für mich ein großes Problem, wo ich immer wieder gedanklich bei 0 anfange. Wie kann das sein, dass der Urknall überall gleichzeitig war? Wieso spricht man dann von einer Expansion des Alls? Ich kenn auch die Millennium-Simulation und da ist das auch keine Blase, wie ich mir das in meinem weltlichen Gehirn vorstelle.


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Heizenberch
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11.05.2012 um 19:54
matraze106 schrieb:Auch wenn auf den ersten Blick unser ekliptisches Planetenmodell ganz anders ausschaut als die atomaren Modelle, gibt es gewisse Ahnlichkeiten, wenn man weiter rauszoomt.
Du gehst vom Bohr'schen Atommodell aus. Das ist aber längst überholt. Such mal nach dem "Orbitalmodell".
matraze106 schrieb:Und der Gedanke, dass die Planetenrotationen, die ja mit gewaltigen Kräften zu tun haben, direkten Einfluss auf die Elektronenrotation (fast wie Zahnräder) haben, ist glaube ich gar nicht so abwegig.
Doch. Ein Atom ist so klein, dass der Atomradius r << R (der Abstand zu anderen Gravitationsquellen) ist. Somit kann man das Atom als Ganzes im Schwerefeld betrachten. Die Elementarteilchen werden gleichermaßen beeinflusst.
matraze106 schrieb:Ich glaube auch, dass das im Wesentlichen die Spur war, die Einstein ergebnislos verfolgt hatte und es für seine Weltformel nicht in Verbindung bringen konnte.
Einsteins ART sagt aber was anderes voraus. Sie besagt, dass Uhren in der Nähe von Massen, dort wo die Umlaufgeschwindigkeit höher ist, langsamer gehen, was im Widerspruch zu deiner These steht.
matraze106 schrieb:Daher müsste die Suche nach der Relation von Micro- und Macro-Kosmos doch eigentlich nach wie vor ein aktiv betriebenes Forschungsfeld sein?
Hört sich Esoterisch an. Momentan kann man die Grenze von der Quantenwelt zur Klassischen Welt noch nicht genau definieren. Daher kann man diese nur getrennt voneinander beschreiben.
matraze106 schrieb:Hm. Interessant. Würde das nicht bedeuten, dass die Uhr-Zeiger dann am Rand des Universums so sehr rotieren, dass sie eigentlich gleichzeitig jeden Winkel einnehmen?
Nein. Sie gehen dort "normal". Sie werden nur geringfügig langsamer, wenn sie sich Massen nähern. Dies impliziert nicht, dass sie immer schneller gehen, wenn sie sich entfernen. Sobald das Gravitationsfeld gegen Null geht, beschleunigt sich die Zeit nicht mehr.
matraze106 schrieb:Würde der Wecker vielleicht sogar zerfallen, wenn er sich zu weit von den großen Gravitationsfeldern entfernt?
Nein, wieso sollte er das?


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matraze106
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11.05.2012 um 22:21
Heizenberch schrieb:Du gehst vom Bohr'schen Atommodell aus. Das ist aber längst überholt. Such mal nach dem "Orbitalmodell".
ja, ich bin mit meiner denke irgendwo dazwischen. deswegen sprech ich ja auch die schräglage bzw. abweichung von der ekliptik an.
ich glaube, dass die abweichung proportional zum abstand zur sonne zunimmt.
bei anderen sternen könnte ich mir vorstellen, dass ihre gravitation auch so lustige non-ekliptische formen und schleifen annehmen kann ähnlich wie bei den orbitalen. gehen wir nur davon aus oder irre ich mich und sind alle sonnensysteme ekliptisch?
die unschärfe bei der messung von elektronenbahnen könnte doch schlichtweg auf deren irren geschwindigkeiten beruhen.
und die varianten der bahnen, sowohl bei den atomen als auch bei den sternen, könnte was mit den schwingungen zu tun haben (oder tönen, wie die in den dokus immer so schön sagen).
Heizenberch schrieb:Doch. Ein Atom ist so klein, dass der Atomradius r << R (der Abstand zu anderen Gravitationsquellen) ist. Somit kann man das Atom als Ganzes im Schwerefeld betrachten. Die Elementarteilchen werden gleichermaßen beeinflusst.
wenn ich das richtig verstehe, willst du damit sagen, dass gravitation übertragen wird (tachyonen?) und zwar in schritten, die viel größer sind als ein atomradius. und deshalb haben gravitationsquellen keine auswirkungen auf die geschehnisse in einem atom.
für mich, der noch nie messinstrumente für solch alltäglichkeiten aus der nähe gesehen hat, sind das alles erstmal bömische dörfer. wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass die verbindung zwischen den systemen sich derart gering äussert, dass die geräte es nicht checken, oder die brille, die man sucht, auf der nase sitzt.
Heizenberch schrieb:Einsteins ART sagt aber was anderes voraus. Sie besagt, dass Uhren in der Nähe von Massen, dort wo die Umlaufgeschwindigkeit höher ist, langsamer gehen, was im Widerspruch zu deiner These steht.
soweit ich die ART verstanden habe, gehen bewegte uhren langsamer. das hat doch eher was mit bewegung ansich zu tun und nicht mit gravitation, oder doch? und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass einstein für seine weltformel versucht hat, die gesetze des kleinen mit denen des großen (die er formulierte) zu verbinden. doch die quantenmechanik wollte dabei nicht so richtig mitspielen.
Heizenberch schrieb:Hört sich Esoterisch an. Momentan kann man die Grenze von der Quantenwelt zur Klassischen Welt noch nicht genau definieren. Daher kann man diese nur getrennt voneinander beschreiben.
ich finde eher, das was du geantwortet hast, klingt esoterisch. wieso kann man die quantenwelt zur klassischen welt nicht abgrenzen? "bleep"&co suggerieren doch, dass einstein's mond-dilemma zuträfe und das ist, denke ich, wissenschaftlich gesehen, nicht der fall, sondern eher traumtänzerisch. einstein hat das glaub ich auch sarkastisch gemeint, ob der mond nicht da sei, wenn keiner hinschaut.
Heizenberch schrieb:Sie werden nur geringfügig langsamer, wenn sie sich Massen nähern. Dies impliziert nicht, dass sie immer schneller gehen, wenn sie sich entfernen. Sobald das Gravitationsfeld gegen Null geht, beschleunigt sich die Zeit nicht mehr.
hier beschreibst du grad das prinzip, dass ich verstehen lernen will. wie verhält es sich beispielsweise bei einer quartz-uhr? das ist doch kein mechanischer prozess wie in einer zeigeruhr sondern ein atomarer. wird die quartz-sekunde genauso von der bewegung zum bzw. vom gravitationsfeld beeinflusst wie die der feder-uhr?
Heizenberch schrieb:Nein, wieso sollte er das?
das war nur der umkehrschluss zu deiner aussage:
Heizenberch schrieb:Gravitation ist eine Krümmung der Raumzeit, die durch massereiche Materie erzeugt wird. Also ist es eher so, dass die Gravitation von der Materie aufrechterhalten wir
demnach würde viel materie gravitation aufrecht erhalten und dort wo keine gravitation herrscht, materie schneller zerfallen, bevor sie überhaupt gravitation aufbauen kann. es braucht externe kräfte und bestehende gravitationskräfte in der nähe, damit sich atome überhaupt zu einem klumpen verdichten können, der gravitation ausübt. fernab von gravitation und i'welchen schwingungen reisst es die materie wieder auseinander. ich will mit diesem teil-gedanken eigentlich nur auf die grenzen des alls hinaus und wie und ob man sich diese vorstellen kann. ich mag die idee irgendwie nicht, dass ich, wenn ich schnurgrade aus ins all fliegen würde, irgendwann wieder am startpunkt ankäme.

aber erstmal raucht mir für heute der kopf. danke für deine ausführlichen antworten.


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Heizenberch
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12.05.2012 um 09:13
matraze106 schrieb:ja, ich bin mit meiner denke irgendwo dazwischen. deswegen sprech ich ja auch die schräglage bzw. abweichung von der ekliptik an.
Bewegte Ladungen erzeugen Magnetfelder. Dieses Magnetfeld wäre am stärksten, wenn das Elektron/Die Elektronen ebene Bahnen hätten. Die Dipole der Atome sind jedoch sehr gering, weshalb man ebene Bahnen ausschließen kann.
Man kann nicht zwei Atommodelle vermischen. Das ist, als würde ich versuchen, etwas zwischen einer Landkarte und einem Globus zu finden und dabei einen Würfelförmigen Globus erzeugen. Das geht einfach nicht.
matraze106 schrieb:und die varianten der bahnen, sowohl bei den atomen als auch bei den sternen, könnte was mit den schwingungen zu tun haben
Bei den Atomen könnte man das so sagen, aber bei den Planeten nicht. Planeten können beliebige Abstände zur Sonne haben, Elektronen aber nicht zum Kern. Dort gibt es keiner Parallelen.
matraze106 schrieb:die unschärfe bei der messung von elektronenbahnen könnte doch schlichtweg auf deren irren geschwindigkeiten beruhen.
Die Unschärfe besagt nicht, dass man unscharf misst, sondern, dass je genauer ich die eine Größe messe wie Ort oder Zeit, dann wird die Geschwindigkeit oder Energie immer schlechter zu bestimmen. Dies gilt auch für ruhende Teilchen.
matraze106 schrieb:wenn ich das richtig verstehe, willst du damit sagen, dass gravitation übertragen wird (tachyonen?) und zwar in schritten, die viel größer sind als ein atomradius.
Nein, da verstehst du mich falsch. Die Gravitation skaliert mit 1/r². Dann ist der Unterschied der Gravitationswirkung auf zwei Teilchen mit dem Abstand d:
ΔF = < 1/(r+d)² - 1/r²
Für r >> d wird dieses d so klein, dass es keine Rolle mehr spielt, daher geht ΔF -> 0.
Tachyonen sind übrigens ganz was anderes und existieren zu dem noch nichtmal.
matraze106 schrieb:soweit ich die ART verstanden habe, gehen bewegte uhren langsamer.
Nein, das ist die SRT.
matraze106 schrieb:und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass einstein für seine weltformel versucht hat, die gesetze des kleinen mit denen des großen (die er formulierte) zu verbinden. doch die quantenmechanik wollte dabei nicht so richtig mitspielen.
Die Quantenmechanik will auch heute noch nicht mitspielen ;) Da wird man noch viel forschen können.
matraze106 schrieb:wieso kann man die quantenwelt zur klassischen welt nicht abgrenzen?
Es gibt beispielsweise ultrakalte Quantengase, welche sich Quantenmechanik verhalten. Werden diese erwärmt, verhalten die sich plötzlich klassisch. Keiner weiß wie und warum dieser Übergang zustande kommt.
matraze106 schrieb:"bleep"&co suggerieren doch, dass einstein's mond-dilemma zuträfe
Einstein war kein Freund der Quantenmechanik. Doch das Mond-Dilemma ist keins, denn selbst wenn niemand hinschaut, wechselwirkt der Mond mit der Sonnenstrahlung und auf unzählbare andere Weisen mit seiner Umgebung. Man kann also Quantenmechanisch erklären, warum der Mond auch so da ist. Dieser Spruch von Einstein war zudem provokativ gemeint, da er nicht glauben konnte, dass etwas von der reinen Beobachtung abhängt. Da hat sich der liebe Albert leider mal geirrt. Nobody is perfect.
matraze106 schrieb:einstein hat das glaub ich auch sarkastisch gemeint, ob der mond nicht da sei, wenn keiner hinschaut.
Genau ;)
matraze106 schrieb:wird die quartz-sekunde genauso von der bewegung zum bzw. vom gravitationsfeld beeinflusst wie die der feder-uhr?
Ja. Warum das so ist, ist ein sehr schwieriges Thema und es zu verstehen verlangt denke ich einiges an Vorkenntnissen in der Theoretischen Physik. Einfach erklären könnte ich es dir nicht, daher versuche ich es garnicht erst.
matraze106 schrieb:demnach würde viel materie gravitation aufrecht erhalten und dort wo keine gravitation herrscht, materie schneller zerfallen, bevor sie überhaupt gravitation aufbauen kann.
Nein, Gravitation hat nichts mit der Starken oder Schwachen Kraft zu tun.
matraze106 schrieb:es braucht externe kräfte und bestehende gravitationskräfte in der nähe, damit sich atome überhaupt zu einem klumpen verdichten können, der gravitation ausübt.
Die Gravitation der Atome an sich würde früher oder später zu einer Verklumpung führen. Auch ganz ohne große Gravitationsquelle in der nähe. So entstanden die ersten Sterne (vermutlich).
matraze106 schrieb:fernab von gravitation und i'welchen schwingungen reisst es die materie wieder auseinander.
Was reißt sie auseinander?
matraze106 schrieb:ich will mit diesem teil-gedanken eigentlich nur auf die grenzen des alls hinaus und wie und ob man sich diese vorstellen kann.
Du kannst dir die Grenze als Licht vorstellen, welches sich immer weiter ausbreitet. Außerhalb dieser "Lichtgrenze" gibt es nichts, da nichts schneller ist als Licht. Diese Grenze kann man niemals einholen, da man Licht ja nicht einholen kann. Vielleicht hilft dir das etwas ;)
matraze106 schrieb:aber erstmal raucht mir für heute der kopf. danke für deine ausführlichen antworten.
Gerne ^^ wenn du weitere Fragen hast, frag einfach.


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13.05.2012 um 13:13
@matraze106
matraze106 schrieb:Ja, das ist für mich ein großes Problem, wo ich immer wieder gedanklich bei 0 anfange. Wie kann das sein, dass der Urknall überall gleichzeitig war? Wieso spricht man dann von einer Expansion des Alls? Ich kenn auch die Millennium-Simulation und da ist das auch keine Blase, wie ich mir das in meinem weltlichen Gehirn vorstelle.
Man nehme ein Koordinatensystem, z.B. x, y & z das ist dann undendlich groß oder z. B. Länge und Breite auf einer Kugel (= endlich groß).
Dann definiere man: Der "wirkliche" Abstand (in Metern) in unserem Modell ist gleich dem Koordinatenabstand mal einem "Skalenfaktor".
Wird der Skalenfaktor größer, dann werden auch alle Abstände größer. Ohne dass etwas seine Position im Koordinatensystem verändert.
Das Universum geht also überall gleichmäßig auf, wie ein Kuchenteig mit Rosinen drin. Ob es undendlich groß ist oder nicht spielt dabei auch keine Rolle.
Übrigens kann man sich in diesem Modell auf jeden Punkt setzen und "sieht" absolut dasgleiche. Es gibt also keinen absoluten Mittelpunkt. Jeder Beobachter sieht sich immer im Mittelpunkt.

Details dazu:
Wikipedia: Skalenfaktor
und Friedmann-Gleichungen
Das wird dort aber schnell sehr technisch...

Gruß
DerRing


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