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Der Energiewende-Thread

4.133 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

09.09.2026 um 15:18
Zitat von dr.whodr.who schrieb:Ich bezog mich auch auf keinen Artikel sondern auf deine Aussage und was sie impliziert.
Im Artikel ging es um die Energieerzeugung obwohl installierte Leistung gemeint ist.
Und das ist eben ein gravierender Unterschied. Keine PV Anlage kann 24/7 Strom erzeugen somit ist es rein aus natürlichen Gegebenheiten unmöglich 100% der installierten Leistung bereit zu stellen, es bleibt bei wenigen Stunden am Tag.


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09.09.2026 um 15:23
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Im Artikel ging es um die Energieerzeugung obwohl installierte Leistung gemeint sind.
Und das ist eben ein gravierender Unterschied. Keine PV Anlage kann 24/7 Strom erzeugen somit ist es rein aus natürlichen Gegebenheiten unmöglich 100% der installierten Leistung bereit zu stellen, es bleibt bei wenigen Stunden am Tag.
Ah ok. Wer kommt eigentlich auf die dumme Idee das Solar auch Nachts Strom liefern soll, ohne Batterien zu erwähnen? So was höre ich eigentlich nur von Diesel Dieters. Nachts weht allgemein mehr Wind, um fehlenden Solarstrom auszugleichen, ferner wird Nachts auch eher weniger Strom gebraucht, auch nen nicht zu vernachlässigender Effekt.


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09.09.2026 um 15:31
Zitat von dr.whodr.who schrieb:Wer kommt eigentlich auf die dumme Idee das Solar auch Nachts Strom liefern soll, ohne Batterien zu erwähnen? So was höre ich eigentlich nur von Diesel Dieters.
Ich hab keine Ahnung, ob den Artikel Diesel Dieter geschrieben hat, eines ist klar, dem Redakteur/ Journalist war einiges nicht bekannt.


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09.09.2026 um 15:32
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:dem Redakteur/ Journalist war einiges nicht bekannt.
Das sind halt keine Wissenschaftler.


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09.09.2026 um 15:41
Zitat von dr.whodr.who schrieb:Das sind halt keine Wissenschaftler.
Dazu muss man ja nun keine Forschungsarbeit leisten, um zu dieser Erkenntnis zu kommen, es reicht ein minimaler Anspruch an Bildung von dem was man schreibt.
Es gibt sicherlich komplexere Themen aus der Wissenschaft.


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09.09.2026 um 16:23
Ohje, 1 Minute Googeln widerlegt dir beides
Zitat von dr.whodr.who schrieb:Nachts weht allgemein mehr Wind, um fehlenden Solarstrom auszugleichen
in Bodennähe, also auch dort wo die Windräder stehen, schläft der Wind abends ein, nur in höheren Lagen wird er Nachts stärker, so hohe Windräder gibts aber nicht
Zitat von dr.whodr.who schrieb:ferner wird Nachts auch eher weniger Strom gebraucht, auch nen nicht zu vernachlässigender Effekt.
das trifft nur auf die meisten Haushalte zu, nicht auf den gesamten Strombedarf, Straßenlaternen brennen nur Nachts, in Betrieben die rund um die Uhr arbeiten kommt Nachts ebenfalls der Strom für Beleuchtung dazu, nicht umsonst teilt sich der gesamte Stromverbrauch auf 57% zu 43%, Tag/Nacht auf

und wo willst nun die 43% hernehmen, wenn Solar 0 und Wind wenig liefert?


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09.09.2026 um 16:42
Zitat von ufosichterufosichter schrieb:das trifft nur auf die meisten Haushalte zu, nicht auf den gesamten Strombedarf, Straßenlaternen brennen nur Nachts, in Betrieben die rund um die Uhr arbeiten kommt Nachts ebenfalls der Strom für Beleuchtung dazu, nicht umsonst teilt sich der gesamte Stromverbrauch auf 57% zu 43%, Tag/Nacht auf

und wo willst nun die 43% hernehmen, wenn Solar 0 und Wind wenig liefert?
wo hast du denn das her?

Nachts liegt der Stromverbrauch durchaus 20GW niedriger als tagsüber, also ca. 1/3


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09.09.2026 um 17:44
Zitat von ufosichterufosichter schrieb:Bodennähe, also auch dort wo die Windräder stehen,
Bodennähe ist bis 50m überm Boden.... Die rotorblätter sind aber in ca 100-150m höhe und da weht nachts durchaus nen gutes lüftchen


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09.09.2026 um 17:50
Zitat von ufosichterufosichter schrieb:in Bodennähe, also auch dort wo die Windräder stehen, schläft der Wind abends ein, nur in höheren Lagen wird er Nachts stärker, so hohe Windräder gibts aber nicht
Schräg das die Windenergie dann trotzdem nachts mehr liefert als tagsüber. Obwohl die Windräder z.T. nachts wegen Lärmschutz gedrosselt werden müssen. Ob die vielleicht mit ihren 150 - 250 Metern doch so hoch sind?


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16.09.2026 um 02:36
Zitat von dr.whodr.who schrieb am 09.09.2026:Nachts weht allgemein mehr Wind, um fehlenden Solarstrom auszugleichen, ferner wird Nachts auch eher weniger Strom gebraucht, auch nen nicht zu vernachlässigender Effekt
Eher ein Nebeneffekt und nicht im Sinne der Idee, aber:
Im europ. Stromverbund laufen sicher AKWs und die laufen eher durch weil träge zu steuern und das führt Nachts zu niedrigen Preisen an der Strombörse.
Also Nachts die Akkus günstig aufladen und Tags nutzen.


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01.10.2026 um 18:56
Nun geht ein Jahr ums andere ins Land und es ändert sich an der Strategie nichts: Statt endlich einmal Geld in die Forschung von Langzeitstromspeichern zu investieren, werden weiterhin stumpf WKA zugebaut ohne erkennbaren Sinn. Dem tieferen Sinn, nämlich den CO₂ Ausstoß zu verringern, kommt man so natürlich nicht näher.

Oder ist die Speichertechnologie ohne Perspektive und steckt in einer Sackgasse?

Jedenfalls sieht die Bilanz seit Wochen wieder verheerend aus:

Screenshot 20261001 184242 Electricity MOriginal anzeigen (0,5 MB)

Quelle: electricity.maps


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01.10.2026 um 20:41
@Stine87

Wieso Langzeitspeicher?
Die letzten Tage waren sehr sonnig, dafür wären normale Batteriespeicher gut gewesen um die PV Energie zu Puffern.


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01.10.2026 um 22:47
Nun, selbst die Nächte können mit der vorhandenen Speicherkapazität nicht ausreichend abgedeckt werden. Insofern sind sogar nicht einmal genügend Kurzzeitspeicher vorhanden, also ist es sogar noch übler.


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02.10.2026 um 00:37
Sind Akkumulatoren denn keine Langzeitspeicher?


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02.10.2026 um 08:28
Zitat von Stine87Stine87 schrieb:Nun, selbst die Nächte können mit der vorhandenen Speicherkapazität nicht ausreichend abgedeckt werden. Insofern sind sogar nicht einmal genügend Kurzzeitspeicher vorhanden, also ist es sogar noch übler.
Die schiessen doch gerade wie Pilze aus dem Boden


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Der Energiewende-Thread

02.10.2026 um 10:58
Zitat von Stine87Stine87 schrieb:Statt endlich einmal Geld in die Forschung von Langzeitstromspeichern zu investieren, werden weiterhin stumpf WKA zugebaut ohne erkennbaren Sinn. Dem tieferen Sinn, nämlich den CO₂ Ausstoß zu verringern, kommt man so natürlich nicht näher.
Oder ist die Speichertechnologie ohne Perspektive und steckt in einer Sackgasse?
Was genau willst du da erforschen? Klar man könnte da manches sicher noch effektiver machen aber im Grunde gibt es die notwendigen Technologien schon.
Für langfristigen Speicher musst du den Strom umwandeln - in Gas, in Hitze, in Druck oder in "potentielle" Energie (Wasser nen Berg hochpumpen).
Ist alles noch relativ teuer und macht überhaupt erst Sinn wenn es einen ordentlichen Überschuss im Sommer gibt. An dem Punkt sind wir aber schlicht noch nicht. Soweit heute absehbar, scheint es in Richtung "Wasserstoff" als Energiespeicher zu gehen.
Im Moment sind erstmal Kurzzeitspeicher gefragt und genau die entstehen massenhaft. Aber ohne weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien macht es keinerlei Sinn in Langzeitspeicher zu investieren. Und groß geforscht werden muss da auch nicht, höchstens in Sachen Effizienz.
Zitat von Stine87Stine87 schrieb:Jedenfalls sieht die Bilanz seit Wochen wieder verheerend aus:
Öhm okay, wenn du das verherrend findest, ohne die WKAs sähe das noch viel übler aus.


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02.10.2026 um 11:01
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Sind Akkumulatoren denn keine Langzeitspeicher?
Simple Frage, simple Antwort: Nein. Akkumulatoren eignen sich dafür nicht. Die verlieren langfristig zuviel Strom.


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02.10.2026 um 11:16
Zitat von paxitopaxito schrieb:Öhm okay, wenn du das verherrend findest, ohne die WKAs sähe das noch viel übler aus.
Öhm, schau' mal den CO₂ -Ausstoß unserer Nachbarn an. Wo stehen die und wo wir?
Wenn das das Ergebnis von über 20 Jahren Energiewende ist, läuft doch bei uns einiges gewaltig schief.
Wenn sich die einzige Anstrengung darin erschöpft, weiterhin wie irre WKAs ohne Sinn und Verstand in die Landschaft zu pflanzen, werden die selbstgesteckten ambitionierten Ziele niemals erreicht.


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02.10.2026 um 11:24
Zitat von Stine87Stine87 schrieb:Öhm, schau' mal den CO₂ -Ausstoß unserer Nachbarn an. Wo stehen die und wo wir?
Naja, wo ist da dein Problem? Skandinavien und die Schweiz haben schlicht nen ordentlichen Standortvorteil und erzeugen viel mehr Strom aus Wasserkraft als wir. Frankreich setzt auf Atomstrom, der schneidet bei CO2 Emissionen wenig überraschend besser ab - hat aber seine eigenen Probleme.
Das war es dann auch mit großen Differenzen zu unseren Nachbarn.
Zitat von Stine87Stine87 schrieb:Wenn das das Ergebnis von über 20 Jahren Energiewende ist, läuft doch bei uns einiges gewaltig schief.
Nö. Würde man den Umbau noch schneller vorantreiben, wären die Verwerfungen noch gravierender. Man hätte viel früher anfangen müssen, aber das ist ein anderes Thema. Das Projekt unsere ganze Volkswirtschaft von fossilen auf erneuerbare Energien umzustellen ist ein Projekt für Jahrzehnte, für eine ganze Generation. Das sollte eigentlich nicht überraschen.
Zitat von Stine87Stine87 schrieb:Wenn sich die einzige Anstrengung darin erschöpft, weiterhin wie irre WKAs ohne Sinn und Verstand in die Landschaft zu pflanzen
Das ist wohl kaum die "einzige" Anstrengung. Ich weiß auch ehrlich nicht wo nun dein Problem mit WKAs ist. Egal wie man es dreht und wendet, wir werden noch viel mehr von den Dingern brauchen, da kommen wir nicht drumherum. Sonst machen auch Langzeit- oder Kurzzeitspeicher keinerlei Sinn.


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02.10.2026 um 11:39
Zitat von paxitopaxito schrieb:Naja, wo ist da dein Problem? Ska
Ich habe kein Problem, aber dafür die Verteidiger der Strategie der letzten 20 Jahre.
Wenn man die Entwicklung nüchtern und ohne Ideologiezwang verfolgt, sieht man trotz gegenteiligen Beteuerungen in den letzten Jahren keinerlei Verbesserung der Werte, die es doch zu verbessern gilt. Sie stagnieren geradezu auf denselben Größenordnungen.
Nun einfach die Maßnahmen zu forcieren, die bislang schon nicht meht zu einer Verbesserung beigetragen haben, erscheint nicht besonders intelligent.


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