@abbacbbc Guter Beitrag und sehr gute Punkte die du da vollkommen zu recht ansprichst.
Das Thema ist in der Tat sehr komplex und sehr vielschichtig.
Ich bin zwar persönlich der Meinung, dass es die am wenigsten clevere Lösung ist, alles jedesmal auf die nächste Generation zu vertagen und selbst nicht die Sache in angemessenem Umfang anzugehen, auch wenn der Weg teilweise unangenehm ist und wie du richtig angedeutet hast auch mit Verzicht teilweise verbunden ist.
Warum: Weil ich mir denke, dass es ja unterm Strich auch so was wie Moral und vielleicht auch eine Verpflichtung gibt, seinen Nachfahren nicht so eine kaputte Welt zu hinterlassen.
Aber dein Punkt mit der Demokratie ist natürlich klar.
Wenn die Mehrheit lieber darauf steht, dass alles nur gaaanz behutsam auf dem Papier in 2050 oder 2060 angegangen wird, damit "wir" bloß konkret jetzt nichts machen müssen, wird das politisch zwangsweise auch so gemacht werden müssen.
Im Endeffekt bestimmt die Wählerinnen und der Wähler was gemacht wird.
Und wenn's ne hauchdünne Mehrheit für "weiter so" gibt dann ist es halt so.
Nur als traditionelle Export Nation müssen wir natürlich immer auch das liefern was die anderen haben möchten. Da kann man natürlich auch schauen wie viele Länder verstärkt auf CO2 neutrale Produkte achten und wie vielen Ländern das egal ist oder aber auch zurück gerudert wird.
In meinem Umfeld habe ich so den Eindruck, dass es wie bei den Wahlen auch eine hauchdünne Mehrheit für das weiter so gibt. Also 49 Prozent ganz grob +- wollen weg von der massiven Umweltschädigung und hin zu CO2 neutralen Systemen und 51 % +- nehmen das Thema nicht so ernst und sind irgendwie dafür, dass es so bleibt wie es ist oder sagen, dass es sowieso nichts mehr bringt, oder sind beleidigt weil angeblich jemand ihnen die Ölheizung, den Verbrennungsmotor und die Urlaubsreisen "verbieten" will.
Sogar mit der Rente hast du einen guten Punkt.
Wir zahlen Unsummen um das System am laufen zu halten obwohl es so eigentlich nicht mehr funktionsfähig ist und begeben uns damit immer tiefer in eine Scheinwelt in der alles wie früher ist, genauso wie im Ahrtal.
Wir bauen einfach alles wieder mehr oder weniger so wie es war.
Fehler korrigieren? Hochwasser gefährdete Gebiete meiden? Rentenreform oder Steuerreform?
=alles Fehlanzeige.
Der Bericht den ich oben gepostet hatte ist übrigens auch schon wieder fast 6 Jahre alt. Was miteder Regierung geworden ist, die versucht hat ein paar Punkte konkret anzugehen, wissen wir alle.
Von daher denke ich persönlich, dass sich nur etwas tun wird, also auch die nächsten Jahrzehnte wenn der Druck auf alle von außen deutlich größer wird.