KI, AI also künstliche Intelligenz und wie nutzt ihr sie?
07.07.2026 um 17:13Ja... Stell dir Automechaniker vor, die Maschinenbauer werden und Maschinen bauen, die Autos bauen ;)alhambra schrieb:Verrückt aber wahr
Ja... Stell dir Automechaniker vor, die Maschinenbauer werden und Maschinen bauen, die Autos bauen ;)alhambra schrieb:Verrückt aber wahr
Das WAS und WIE man etwas sagt, hat ChatGPT nicht von seinen Entwicklern gelernt.ockham schrieb:In ki kommt es drauf an, zum beispiel beim korrigieren von texten, was man sagt, wie man es sagt und in welchen zusammenhang man es sagt., beim korrigieren. Und dazu braucht man, auch wenn du es dir nicht eingestehen möchtest, menschliche kompetenzen, was immer das auch ist. Das merkt man allerspätestens dann, wenn man sich ein bild wünscht und ki sich um ein Bild bemüht.
glaubst du ernsthaft, die Formeln die man anwendet, kommen nicht von jemand, der nicht begreifen und verstehen kann?CharlyPewPew schrieb:Das WAS und WIE man etwas sagt, hat ChatGPT nicht von seinen Entwicklern gelernt.
Das glaubt er nicht nur, das ist so. Die KI Entwickler haben keine Formal angegeben die aus "Mal mir einen Hund" einen Hund aufs Bild malt. Sie haben eine lernfähige Architektur aufgebaut, die sich in endlosen Trial & Error Abläufen die Regeln selbst setzt.ockham schrieb:glaubst du ernsthaft, die Formeln die man anwendet, kommen nicht von jemand, der nicht begreifen und verstehen kann?
Die Formeln, die die Entwickler schreiben ist das allgemeine Verhalten der KI. Welche Daten gehen rein, welche kommen raus, wie lernt die KI. Und dann trainiert man das.ockham schrieb:glaubst du ernsthaft, die Formeln die man anwendet, kommen nicht von jemand, der nicht begreifen und verstehen kann?
Im Prinzip kann man den Erfindern der KI Modelle (Transformer, Embeddings, stable diffusion etc.) natürlich einige Lorbeeren zusprechen. Ich habe dir auch bereits versucht zu erklären, dass das aber nicht auf „die KI-Entwickler“ zurückzuführen ist, sondern 80 Jahre Wissenschaft, Forschung, Mathematik und Basteleien beinhaltet. Natürlich waren das alles schlaue Köpfe die Respekt verdient haben.ockham schrieb:glaubst du ernsthaft, die Formeln die man anwendet, kommen nicht von jemand, der nicht begreifen und verstehen kann?
dann tust du mir leid
Ich muss das noch mal genauer erklären. Es gibt keine "KI-Formel". Es gibt nicht mal eine "Embedding-" oder "Transformer-Formel" noch gibt es eine "LLM-Formel".ockham schrieb:die Formeln die man anwendet
1. Lineare Algebra (Klassische Geometrie und Physik)Quelle: gemini.google.com
• Vektorräume: Ein mathematisches Konzept aus dem 19. Jahrhundert, um Räume mit mehreren Dimensionen zu beschreiben (genutzt von der Statik im Brückenbau bis zur Quantenmechanik). Der KI-Bezug: Jedes Wort und jeder Text wird heute als ein Punkt in einem solchen hochdimensionalen Raum (oft 768 bis 1536 Dimensionen) dargestellt, um Bedeutung geometrisch messbar zu machen.
• Matrizenmultiplikation: Ein Standardverfahren der linearen Algebra, um lineare Gleichungssysteme zu lösen (z. B. bei 3D-Grafiken). Der KI-Bezug: Es ist das absolute Rechen-Herzstück. Um von einem eingegebenen Wort zu seinem finalen Vektor zu kommen, wird der Input mit gigantischen Tabellen voller Zahlen (den gelernten Gewichten) multipliziert.
• Skalarprodukt & Kosinus-Ähnlichkeit: Reine Geometrie und Trigonometrie, um seit Jahrhunderten Winkel zwischen Linien in einem Koordinatensystem zu berechnen. Der KI-Bezug: Damit misst die KI am Ende, wie nah zwei Wort-Vektoren mathematisch beieinanderliegen. Haben zwei Wörter einen ähnlichen Winkel, weiß das System, dass sie die gleiche inhaltliche Bedeutung haben.
2. Analysis & Optimierung (Das Erbe von Newton und Leibniz)
• Kettenregel & Partielle Ableitungen: Reine Infinitesimalrechnung aus dem 17. und 18. Jahrhundert (von Isaac Newton und Gottfried Wilhelm Leibniz), um Planetenbahnen oder physikalische Kräfte zu berechnen. Der KI-Bezug: Ohne diese alten Regeln der Differentialrechnung würde die gesamte Fehler-Rückführung (Backpropagation) beim Training nicht funktionieren. Sie berechnen, an welchen Stellschrauben das Modell drehen muss, um besser zu werden.
• Gradientenverfahren: Ein klassischer Optimierungsalgorithmus, der bereits 1847 vom Mathematiker Augustin-Louis Cauchy vorgestellt wurde, um ganz allgemein Kosten in der Industrie zu minimieren. Der KI-Bezug: Die KI nutzt genau dieses Verfahren, um sich während des Trainings Schritt für Schritt dem Zustand anzunähern, in dem sie die wenigsten Fehler beim Verstehen von Sprache macht.
3. Stochastik & Informationstheorie (Statistik und Telekommunikation)
• Normalverteilung (Gauß-Verteilung): Die berühmte "Gaußsche Glockenkurve" aus dem frühen 19. Jahrhundert, um Messfehler in der Astronomie oder natürliche Verteilungen zu beschreiben. Der KI-Bezug: Wird genutzt, um die Milliarden von Parametern eines KI-Modells vor dem allerersten Trainingsschritt überhaupt erst einmal mit mathematisch sinnvollen Zufallswerten zu füllen.
• Kreuzentropie: Basiert auf der Entropie von Claude Shannon (1948), der sie erfand, um die maximale Datenkompression in Telefon- und Funkleitungen zu berechnen. Der KI-Bezug: Die KI nutzt diese mathematische Metrik als "Fehlerfunktion", um exakt zu messen, wie weit ihre Wortvorhersage noch von der echten menschlichen Sprache abweicht.
• Softmax-Funktion: Eine Methode aus der statistischen Mechanik des 19. Jahrhunderts (Ludwig Boltzmann), um die Wahrscheinlichkeiten von Energiezuständen von Atomen zu berechnen. Der KI-Bezug: Die KI nutzt sie, um ihre abstrakten, internen Zahlenwerte am Ende in eine für uns lesbare Wahrscheinlichkeitsverteilung (z. B. "Dieses Wort passt zu 95% in den Kontext") umzurechnen.
4. Signalverarbeitung & Numerik (Klassische Ingenieurswissenschaften)
• Sinus- und Kosinus-Funktionen: Trigonometrische Wellenfunktionen, um Schwingungen, Schallwellen oder Wechselstrom zu beschreiben. Der KI-Bezug: Moderne KI-Modelle (Transformer) lesen Texte nicht Wort für Wort, sondern alles auf einmal. Man nutzt diese Wellenfunktionen aus der Funktechnik, um die Position eines Wortes im Satz als mathematisches Muster direkt in den Vektor einzustempeln (Positional Encoding), damit die KI weiß, welches Wort wo stand.
• Dimensionenreduktion: Standardverfahren der Numerik und Statistik (wie die Hauptkomponentenanalyse von 1901), um große Datentabellen in der Meteorologie oder Biologie zu komprimieren. Der KI-Bezug: Damit werden die gigantischen Datenmengen der menschlichen Sprache so stark komprimiert, dass sie für Computer überhaupt erst berechenbar bleiben, ohne dass die semantische Bedeutung verloren geht.
Dein Glaube in allen Ehren, aber du hast auch geglaubt dass die KI irgendwie die "Erfahrungen" der Entwickler widerspiegeln würde. Und im Grunde hältst du einfach weiter sturr daran fest.ockham schrieb:Ich glaube eher dass da mit Gleichungen in fast jeder Variante gerechnet wird, die wir nicht mal im Ansatz (und dass ist noch untertrieben) begreifen können. Trotzdem entspringen die Gleichungen in fast jeder Variante der Ideenwelt der Entwickler und allen die daran mitwirken und das muss akzeptiert werde.
Also bei mir ist mit den 24GB die finanzielle Schmerzgrenze erreicht. Kleinere Modelle laufen da super. Auch mal mit SDXL ein Bild generieren geht fix. Bei Flux1.dev wird's dann schon zäh und an größere Modelle ist nicht zu denken.Trailblazer schrieb:Ich habe zum ersten Mal ernsthaft mit der Anschaffung eines Macs geliebäugelt, wegen Unified Memory, was ja für größere Modelle geradezu ideal ist, aber die unterschiedlichen Stimmen, die man über die Inferenz-Leistung der Macs hört, haben mich verunsichert und Geräte wie der GX10 liegen außerhalb meines Budgets.
