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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

62 Beiträge, Schlüsselwörter: Stubaital, Coldalongtime, Duncan Macpherson

Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

07.03.2018 um 23:13
@jada
Zum einen kostet die Ausrüstung ja Geld, sowohl in der Anschaffung als im Prinzip ja auch dann, wenn sie nicht vermietet werden kann. Dass Duncan mit der Ausrüstung abgehauen ist, ist eher nicht anzunehmen, wenn er doch ausgerechnet seinen Führerschein zurück lässt. Von daher glaube ich schon an eine bewusste Vertuschung und nicht an keinen Bock auf Stress.
Die Schnitte, die vermutlich von der Pistenraume stammen, finden sich an beiden Armen, einem Bein und dem Snowboard. Bemerkenswert finde ich, dass beide Arme Schnitte an nahezu den gleichen Stellen aufweisen. Es müssten also zum Zeitpunkt des Unfalls beide Arme, ein Bein und das Board in einer Positiin gewesen sein, wo sie von der Fräse erfasst werden, der Resd des Körpers aber nicht.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 00:31
@Ilvareth
Zu den Schnitten an den Armen…
Wie du schon geschrieben hast, könnten die von einer natürlichen Abwehrreaktion kommen…
Oder in der Stellung: Arme am linken Bein (eine Art Embryostellung)...

Duncan ist an einem Nachmittag — nebelig, Regenschauer — verunglückt.
Ich glaube, dass ein Pistenfahrer, die „ Beseitigung „ alleine schaffen könnte ...

Ich denke es war wie viele bekannte Fälle, Alkohol o sonstiges am Steuer. Person angefahren.. und schnell weiter

Auf einer Skipiste musste Duncan, durch Eingrenzung der Verantwortlichen, „ entsorgt“ werden — Gletscherspalte.

Handschuhe die bei dem „rausfummeln“ der Gliedmaßen aus der fräse blutig wurden, wurden in der Spalte mit entsorgt.

Frage— wie kann so ein verheerender Unfall passieren und auch eine geeignete Gletscherspalte zur „Entsorgung“ auf der Skipiste sein?


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 06:21
jada schrieb:Frage— wie kann so ein verheerender Unfall passieren und auch eine geeignete Gletscherspalte zur „Entsorgung“ auf der Skipiste sein?
Dass es da mehrere kleine flache Gletscherspalten gibt, war bekannt. Es gab sogar eine schriftliche Anfrage an das österreichische Parlament, in der unter anderem nach der Sicherheit in diesem Bereich gefragt wurde:,
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_02566/index.shtml

Es wird ja davon ausgegangen, dass eine dieser Spalten ganz erheblich zum Sturz beigetragen hat, und da wäre Duncan nicht der erste gewesen, dem die flachen Gletscherspalten zum Verhängnis wurden.
jada schrieb:Oder in der Stellung: Arme am linken Bein (eine Art Embryostellung
Wenn ich das richtig sehe, verlaufen die Schnitte alle quer zum Körper. In der Embyonalhaltung hält man Arme ja eher im rechten Winkel zum Bein, das kommt meines Erachtens nicht hin mit den Verletzungen.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 14:29
@Ilvareth
1. Dann hätte der Betreiber der Skipiste seine Verpflichtung zur Sicherheit der Piste nicht eingehalten, wenn Duncan auf der Piste durch eine Gletscherspalte sich verletzt hätte.

2. Die Piste war sehr flach, das Wetter neblig und diesig( leichter Regen) = schlechte Sicht. Der Pistenraupenfahrer hat Duncan unabsichtlich erwischt, Duncan versucht zur Abwehr noch seine Arme zu heben. Kein Tourist hat etwas von dem Vorfall mitbekommen, da durch das Wetter schlecht Bedingungen herrschten u Duncan alleine war. Nun hat der Fahrer ein Problem. Die Arme und das linke Bein stecken in der Schneeraupe. Er holt das besagte Drahtseil um die Raupenwalze zurück zudrehen und die Gliedmaßen heraus zubekommen. Er weiß von einer Gletscherspalte, die groß genug ist um den Körper zu verbergen. Seinen blutigen Arbeitshandschuh ( Handschuhfund bei Leichenbergung 2003) entsorgt er mit in der Spalte.

Was ist mit den Blutspuren am Unfallort??

3. Der Verleih bekommt die Ausrüstung nicht zurück. aussagekräftige Bücher sind nicht vorhanden. Das Leihpfand (Führerschein) ist bis heute verschwunden.

Woher wussten die Leute das Duncan alleine gereist war und niemand sofort Alarm schlagen würde?

4. Der Snowboardlehrer könnte von der alleinigen Reise gewusst haben.

Gab es im Nachhinein Absprachen zwischen Snowboardlehrer, Pistenmitarbeiter und Mitarbeiter des Verleihshops?


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 14:38
jada schrieb:Woher wussten die Leute das Duncan alleine gereist war und niemand sofort Alarm schlagen würde?

4. Der Snowboardlehrer könnte von der alleinigen Reise gewusst haben.
Ich lese hier seit einigen Tagen still mit.
Deine Überlegungen sind klar.

Der Schwachpunkt scheint mir zu sein, dass du annimmst, es muss bekannt gewesen sein, dass er alleine reist- und , dass ihn niemand (so schnell) vermissen und suchen wird.

Kriminelle (und wenn sich das so ereignet hat, war es kriminell), setzen oft auf ihr Glück.

Gegenfrage: Wenn das Unfallopfer ein 12 jähriges Kind gewesen wäre, hätten die Vertuscher anders gehandelt?

Ich denke, sie hätten den Körper genau so in die Gletscherspalte geworfen und gehofft, er wird lange nicht gefunden.
(von mir aus noch besser versteckt)

Und von dem gut aussehenden jungen Mann, der gestorben ist, - hätte man annehmen können, dass er vor Ort Freunde -oder eine Freundin hat.
Alleine unterwegs sein, bedeutet nicht kontaktarm sein.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 15:32
@jada
Das Ziel der Vertuschung scheint doch zu sein, Schaden von der Tourismusbranche abzuwenden. Demnach wäre es den Leuten völlig egal, ob Duncan alleine reiste oder nicht, wenn sie vorgeben, dass er die Ausrüstung abgegeben hat, wird in der Folge davon ausgegangen, dass er nicht mehr am Gletscher ist. Das allein dürfte für die, die ich an der Vertuschung für beteiligt halte, ausreichend gewesen sein.
Es darf nur kein Verdacht auf den Gletscher fallen.
jada schrieb:Was ist mit den Blutspuren am Unfallort??
Da macht man „auf Sicht“ Schnee drüber, so dass sie verdeckt sind, oder fräst das mit der Pistenraupe einfach aus und schiebt es mit in die Gletscherspalte.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 15:35
Ilvareth schrieb:Das Ziel der Vertuschung scheint doch zu sein, Schaden von der Tourismusbranche abzuwenden. Demnach wäre es den Leuten völlig egal, ob Duncan alleine reiste oder nicht, wenn sie vorgeben, dass er die Ausrüstung abgegeben hat, wird in der Folge davon ausgegangen, dass er nicht mehr am Gletscher ist. Das allein dürfte für die, die ich an der Vertuschung für beteiligt halte, ausreichend gewesen sein.
ja genau.
und hoffen, dass er nicht gefunden wird....
wie tief war diese spalte damals?
weiss man das...?
wahrscheinlich sind solche fragen nicht erwünscht.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 16:24
Ich schaue später mal in das Buch zum Fall und suche ein paar Fotos


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 17:33
duncan
Duncan


auffindeort

1350324399702
unterer Pfeil - Auffinden der Leiche
(coldalongtime.de, J.Leake)


stubaier gletscher 1988 alpinforum
privates Foto Quelle. Alpinforum Stubaier Gletscher 1988 mit Pistenraupe


auto duncan
Parkplatz mit Auto von Duncan


Snowboard Damage Study with indicators l

cuts on board with measuring tape large
Snowboard von Duncan
(coldalongtime.de, J.Leake)


@frauzimt
[...Auf der Fundstelle liegt Duncans Leichnam in - wie von Inspektor Jungmann beschrieben- "einer sehr schmalen Spalte, eigentlich nur eine oberflächliche Spalte bzw. Riss"...]
- Eiskalter Tod , John Leake

ich denke, welche Ausmaße die Spalte 1989 hatte, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Sie war wohl nicht tief. Duncan ist im heißen Sommer 2003 einfach mitten auf der Piste aufgetaut.

Wer ein wenig Google bemüht (Eingangspost) findet die Fotos zum Auffinden von Duncans Leiche. Ich möchte sie hier ungern Einstellen.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 17:40
@Ilvareth
Welche Personen hältst du für beteiligt?

Hätte Duncan Mitreisende gehabt, wäre sein Verschwinden viel schneller aufgefallen. Auch hätte es sofort vor Ort Nachfragen gegeben. Das Buch zu den verliehenden Ski und Boards, wäre noch nicht "abhanden" gekommen. Keine Zeit für evtl. Absprachen.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 17:55
@jada
Da aber bereits 1988, also ein Jahr vor Duncans Verschwinden, ein Skifahrer in eben jene Spalte gestürzt und daran verstorben ist, wird eine gewisse Tiefe schon vorhanden gewesen sein, entweder, weil die Fallhöhe tief genug ist, um schwere Verletzungen zu verursachen, oder tief genug, um nicht mehr selbst rauszukommen und zu erfrieren.

Konkrete Verdächtigungen in der Krimirubrik sind ja immer so ne Sache.

Ich vermute, dass es
- mindestens einen Mitwisser am Verleih gibt, das muss meines Erachtens jemand sein, der dort etwas zu sagen hat. Sonst gäbe es Ärger wegen des fehlenden Buches
- einen agierenden Helfer am Unfallort neben dem Pistenraupenführer, wobei das mehr ein Gefühl ist
- und komme somit auf Minimum drei Personen, vielleicht hat noch einer im Verleih die Nase drangekriegt, dann wären es vier. Mehr denke ich nicht.

Für unbeteiligt halte ich den Skilehrer.

Für unbeteiligt an der unmittelbaren Vertuschung halte ich ebenfalls Herrn Dr. Rabl, der wird nichts davon gewusst haben, bis er es sich durch Duncans Leiche hätte zusammenreimen können. Da ich auch andere Fälle kenne, bei denen Dr. Rabl obduziert und Gutachten geschrieben hat, finde ich seinen Bericht schon stimmig zu seiner sonstigen Arbeitsweise.
jada schrieb:Das Buch zu den verliehenden Ski und Boards, wäre noch nicht "abhanden" gekommen.
Das war ja zu der Zeit des Unfalls noch im Kern ein Dorf, man kannte sich. Der Pistenraupenfahrer erkennt, dass das ein geliehenes Board ist, man wendet sich an jemanden aus dem Verleih und schildert das Problem, der um Hilfe Gebetene lässt das Buch verschwinden und den Führerschein gleich mit.
Sonst hätte es doch am gleichen Abend noch eine Suchmeldung gegeben, wenn man den Verleih nicht frühzeitig mit einbezogen hätte.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 18:21
@Ilvareth
Die Ausleihgebühr des Snowboards war in den Kosten für den Unterricht (500 Schilling) enthalten. Der Snowboardlehrer musste also eine gewisse Beziehung zu dem Verleih haben.

Zu Dr. Rabl — im Vergleich zu den anderen bekannten Fällen ja. Ich halte ihn für einen „angenehmen“ Kollegen, der gerne mal einen Gefallen tut...

Im Buch sind ja alle Beteiligten mit Klarnamen benannt. J. Leake muss sich schon sehr sicher gewesen sein, dass seine Recherche in die richtige Richtung geht. Sonst hätte es wahrscheinlich Klagen gegen ihn gehagelt. Ich kann mir vorstellen, dass Beteiligte jetzt lieber darauf hoffen, das kaum jemand das Buch liest und sie nicht extra Staub aufwirbeln wollen.

Der damalige Pistenverantwortliche betreibt mittlerweile (stand 2012) eine Pension im Stubaital. Die Menschen in dem Tal sind abhängig von dem Tourismus. Vielleicht gibt es sogar jemanden, der sein Gewissen erleichtern will, kann aber nicht, weil er dadurch zum Aussetzigen wird.

Da mittlerweile sämtliche Strafrechtlichen Aspekte verjährt sein dürften ??? ( oder)
Sehe ich die Chance das irgendwann nochmal die Wahrheit ans Licht kommt, jemand sein Gewissen erleichtern will.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 18:32
frauzimt schrieb:ja genau.
und hoffen, dass er nicht gefunden wird....
jada schrieb:[...Auf der Fundstelle liegt Duncans Leichnam in - wie von Inspektor Jungmann beschrieben- "einer sehr schmalen Spalte, eigentlich nur eine oberflächliche Spalte bzw. Riss"...]
- Eiskalter Tod , John Leake

ich denke, welche Ausmaße die Spalte 1989 hatte, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Sie war wohl nicht tief. Duncan ist im heißen Sommer 2003 einfach mitten auf der Piste aufgetaut.
@jada
Danke dir für deine Antwort, auch für die eingestellte Fotos
Ich frage das, weil ich von Schnee und Bergen Null Ahnung habe

Ich habe gelesen, dass gesagt wurde, die Knochenbrüche könnten auch von Quetschungen durch die Gletscherbewegungen verursacht worden sein.
Das heisst, es ist Bewegung tief im Schnee.

Ich hab mich immer wieder gefragt, wieso auf den Feldern- die von den Bauern beackert werden- immer wieder diese großen Steine auftauchen. Wenn die im frühjahr die felder bestellen, müssen immer zuerst die steine abgeräumt werden.
Ich dachte immer, die steine müssen doch mal alle weg sein.
Aber es kommen tatsächlich immer wieder neue von unten nach.
wie geht das ? Der Frost schiebt die Steine langsam nach oben.

Ich weiss nicht, ob dieser Frostprozess hier auch eine Rolle gespielt hat.

Da die Leiche ja ziemlich lange verdeckt blieb, denke ich schon, dass die spalte, in die sie ihn warfen, ein paar meter tief war.
Aber wie gesagt- das sind laienvorstellungen-


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 18:54
@frauzimt
anbei die Röntgenaufnahme von Duncan. Und eine Skizze mit den Brüchen/ Amputationen. Quelle: J.Leake

Overview Radiograph corrected large

Skeleton with Location of Injuries large


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 19:10
@frauzimt

Die Experten im Buch, waren sich einig, dass Duncan in eine Pistenraupe/ Maschine geraten ist. Die Sehnen bei Duncan sind im nicht gefrorenen Zustand abgerissen. Auch sind seine Körperteile in der "richtigen" Anordnung gefunden worden. Dr. Rabl. und der Arzt, der den Totenschein ausfüllte, mit der Falschaussage, es habe eine Obduktion gegeben, können gar keine Aussagen treffen. Der Arzt der die Todesursache feststellte, hatte Duncan im bekleideten, tiefgefrorenen Zustand gesehen. Zudem wurden einige Knochenreste auf der Piste vergessen.

Ich bin auch kein Gletscherexperte, aber Alpinfan=) habe mir aber erläutern lassen, dass Gletscherleichen, wenn sie Brüche aufweisen, die meist an den Gelenken und an den Rippen (aufgrund des Druckes), zu finden sind. Gletscherspalten verschieben sich, teilweise täglich, enorm. Der Körper in einer Gletscherspalte kann zusammengequetscht oder verteilt werde, je nachdem wie sich die Spalte bewegt.


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08.03.2018 um 19:18
Ich glaube der Fall, wäre in der Stern Crime gut aufgehoben. Zum Erinnern und „Nerven“.

Wie wählen die Redakteure Ihre Themen aus?


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 19:25
jada schrieb:Die Experten im Buch, waren sich einig, dass Duncan in eine Pistenraupe/ Maschine geraten ist. Die Sehnen bei Duncan sind im nicht gefrorenen Zustand abgerissen. Auch sind seine Körperteile in der "richtigen" Anordnung gefunden worden. Dr. Rabl. und der Arzt, der den Totenschein ausfüllte, mit der Falschaussage, es habe eine Obduktion gegeben, können gar keine Aussagen treffen. Der Arzt der die Todesursache feststellte, hatte Duncan im bekleideten, tiefgefrorenen Zustand gesehen. Zudem wurden einige Knochenreste auf der Piste vergessen.
nicht, dass hier ein missverständnis aufkommt:
Ich glaube an den raupenunfall.
die gesmtumstände- verschwudener pass, stahlseil am bein, usw. deuten ja eindeutig auf eine vertuschung hin.

I ch denke nur, dass der körper damals mehrere meter tief verborgen wurde. bei einem oder zwei metern schnee über dem körper wäre er doch schon früher aufgetaucht. oder?

Und wenn er vier oder 5 Meter tief unter Schnee begraben war- in eine Spalte gerutscht - , wüsste ich gerne, welche Verletzungen durch den Schneedruck- und die Bewegung im Gletscher verursacht worden sind.

Oder vielleicht keine?

Erste Frage: Wie tief wird er ursprünglich gelegen haben, um so lange NICHT gefunden zu werden?

Und welche Verletzungen entstanden durch den Druck in angenommener Tiefe?


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 19:58
Duncans Leiche verschwand und tauchte mitten auf einer Skipiste wieder auf. Damals gab es noch eine Sommersaison auf dem Stubaier Gletscher. Ich kann mir schwer vorstellen, dass es tiefe Spalten auf der Piste gab. Allerdings dürften die Pistenmitarbeiter wissen, wo sich die Gletscherspalten befinden.

Ich zitiere aus dem Buch, J.Leake.:

[... Wie Professor Evans betonte, lässt die Tatsache, dass Duncans Leiche weit oben am Gletscher (...) ausaperte, darauf schließen, das er nicht in eine tiefe Gletscherspalte gefallen, sondern nur so tief begraben worden war, das man ihn nicht entdeckte. (...) auf den Bildern der Fundstelle liegt Duncan klar erkennbar im Rest einer flachen, v-förmigen transversalen Spalte, deren Struktur noch intakt ist.(...) Es gibt noch einen weiteren Hinweis darauf, dass Duncans Leiche nicht durch Scherbeanspruchung versehrt wurde. Der Glaziologe D.E. (Klarname im Buch) verwies auf folgenden Punkt: Er wurde hoch oben im Gletscher und relativ nah unter der Oberfläche gefunden, selbst wenn man einrechnet, dass sich die Oberfläche seit der Verschüttung ein wenig gesenkt hat. (...) Alles was man in einer Gletscherspalte nahe der Oberfläche deponiert, bewegt sich einfach passiv mit dem Gletscher,, der über sein Bett gleitet und sich innerlich verformt. ...]

Duncan war wohl die ganze Zeit gar nicht so weit entfernt. Es gibt Bilder von der Suche der Eltern, auf denen die Mutter von Duncan fast auf seinem "eisernen Grab" steht. Erst 14 Jahre später kam er zutage.


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Der ungeklärte Tod des Duncan MacPherson

08.03.2018 um 21:27
jada schrieb:Da mittlerweile sämtliche Strafrechtlichen Aspekte verjährt sein dürften ???
Also, die fahrlässige Tötung war bereits verjährt, als Duncan gefunden wurde. Wobei ich nicht weiß, wann nach österreichischem Recht die Verjährung beginnt, die Frist könnte auch erst ab Entdeckung der Tat laufen. Dann hätte die Verjährungsfrist mit seinem Auffinden erst begonnen. Mal angenommen, Duncan starb erst in der Gletscherspalte und nicht durch den Unfall, hätten wir hier einen Mord.
Der verjährt in Deutschland nicht, für Österreich müsste ich erst nachlesen.
Sollte Duncan durch den Unfall gestoben sein, wäre alles, was danach kommt, strafrechtlich höchstens am unteren Ende der Skala relevant.


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08.03.2018 um 22:00
@Ilvareth
Interessanter Aspekt...
In Österreich sind die Mordmerkmal anscheinend anders als in Deutschland— es gibt sie nicht... mord ist jede vorsätzliche Tötung... auch durch bedingte Unterlassung oder durch sein Handeln den Tod bewusst in Kauf nehmen...
das wäre ja ein großer Unterschied zur deutschen Rechtssprechung??

Ich möchte nichts falsch wiedergeben. gibt es hier „Experten“, die den Sachverhalt klären könnten?

Die Verjährungsfrist weiß ich auch nicht, aber wie du beschrieben hast— sollte Duncan noch gelebt haben zum Zeitpunkt des Verschiebens in die Gletscherspalte, hätte der Täter seinen Tod billigend in Kauf genommen...


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