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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

840 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bayern, Ungeklärt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

19.01.2014 um 10:17
@diegraefin

Mein "Internet" bezog sich auf den Internetauftritt der Gemeinde Altertheim und das es dort keine Friedhofsatzung gibt, nur eine Gebührenübersicht. Das von dir zitierte ist lediglich eine Kann-Bestimmung und kann überall anders gehandhabt werden. Auf dem Dorffriedhof meiner Oma baut auch bei Reihengräbern nach 20 Jahren niemand die Grabsteine ab.
Darüber hinaus glaube ich immer noch, dass die Familie ihn nicht in einem Reihengrab bestatten ließ - oder von der Ehefrau. Falls doch, lässt dies Raum für Spekulationen.


@egaht

Da stimme ich dir zu. Dorfgemeinschaften sind auch heute noch ein Phänomen. Und solange sich niemand aus dem engeren Umfeld hier anmeldet, werden wir wohl kaum zu möglicherweise Insider-Informationen kommen. Leider.


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

19.01.2014 um 21:50
Ich habe, da mir der Fall aus XY gut bekannt ist, hier aufmerksam durchgelesen und stelle fest, dass man eigentlich hier nicht mehr weiß, als was in der Sendung auch mitgeteilt worden ist. In diversen Fällen, bei denen nach der XY-Sendung nichts mehr gesagt wurde, habe ich recherchiert, in diesem nicht, obwohl mich dieser Fall längere Zeit beschäftigte.

Mein Rat an @agentx ist der, sofern er denn Zeit hat, sich in das Archiv der zuständigen Zeitung zu begeben. Dort erfährt man üblicherweise am meisten. Diese Zeit sollte man sich selbst nehmen. Man kann zwar jemanden damit beauftragen und anschließend für den Service bezahlen. Aufgrund des Namens des Opfers allerdings muss man damit rechnen, dass man diverse weitere Artikel erhält, die aber mit dem Verbrechen in keinem Zusammenhang stehen. Das ist dem Archivar egal, der sich nach Arbeitsmenge und Zeit gerne bezahlen lässt.

Die Zeit nach der Tat und nach der Sendung sind bei der Recherche meistens die ergiebigsten. Die restliche Zeit ist viel Muße und mitunter, was Resultate betrifft, wenig aufschlussreich. Vielleicht gibt es auch in der Zeitungsredaktion noch jemanden, der mehr zu dem Fall weiß. Von der Informationsgewinnung bei Bekannten und Verwandten des Opfers ist eher Abstand zu nehmen, da man Wunden reißen kann


Ansonsten habe ich mir hier auch einige Kommentare von Usern durchgelesen, bei denen ich mich dann schon frage, ob denn alles ernst gemeint ist. Das fängt z.B. damit an, dass einer Eheprobleme diagnostiziert, weil das spätere Opfer seiner Ehefrau nicht sagt, wohin er gehen möchte. Da sollte man von sich nicht auf andere schließen. Es gibt Beziehungen, bei denen sich die Partner eben nicht alles mitteilen und diese dennoch ein intaktes Verhältnis haben.

Auch was die vermutete Nichtmeldung des Autofahrers betrifft, so kann ich kaum glauben, was ich da an Bemerkungen lese.
Zitat von ComtesseComtesse schrieb am 13.01.2014:Spätestens als der Fall bei XY deutschlandweit ausgestrahlt wurde, muss der damalige Zeuge das früher oder später erfahren haben, dass man ihn als Zeugen sucht. Damals gab es nur 3 Programme, da war das TV-Geschehen vom Vortag in Schulen und Büros am nächsten Tag oft das Gesprächsthema Nr. 1.
Vielleicht war er im Ausland, vielleicht hat er gar nicht Fernsehen geguckt, vielleicht hat er einen anderen Sender eingeschaltet. Der Tag nach der Ausstrahlung war übrigens ein Samstag... Und falls er dennoch die Sendung gesehen hat, kann er sich vielleicht nicht mehr daran erinnern oder wollte sich einfach nicht melden.

Ich bin hier nicht so schlau wie andere und kann im Film gezeigte Begebenheiten als tatrelevant einordnen oder tatirrelevant ausschließen. Für jeden Vorfall kann es jedoch recht einfach Gründe geben. Z.B. der VW mit HH-Kennzeichen. Vielleicht hat er sich verfahren oder wollte einen Umweg oder Abkürzung nehmen oder war zu Besuch in einem der Nachbarorte und kam zufällig in diesen kleinen Ort. Ob er aber da war, um die Frau des Opfers vom Kulturschock zu erlösen....


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

19.01.2014 um 22:25
Hallo zusammen!

Wie @egaht richtigerweise anmerkte, bin ich die Begründung für meine Einschätzung der verschiedenen Beobachtungen schuldig geblieben. Dies will ich zunächst nachholen:
1. Der Wanderer: Sein Verhalten war für mich soweit erkennbar völlig unauffällig, außerdem hatte er kein Fahrzeug, mit dem er das Opfer zum späteren Fundort hätte bringen können.
2. Der VW Käfer: Es sind zwei Autobahnen in der Nähe, die einen Abstecher plausibel machen. Wäre die Tat ein Racheakt aus dem Hamburger "Milieu", so hätte man sich bestimmt keine zwei Jahre damit Zeit gelassen - und wäre außerdem "standesgemäß" angereist.
3. Die vermeintliche Autofalle: Wollte man damit Fritz Sch. erwischen, so war sie falsch positioniert und außerdem völlig unspezifisch in ihrer Wirkung. Das Opfer bewegte sich an diesem Samstag vorhersehbar nur von Oberaltertheim nach Steinbach und zurück.
4. Der helle VW Bus ohne Licht: ist noch am ehesten in Zusammenhang mit der Tat zu bringen. Dann allerdings wäre er geradewegs von der Ablage der Leiche des Opfers gekommen. Ob die Anzahl der Insassen feststeht, ist nicht bekannt. Es kann sich aber auch um eine Trugspur handeln, die dem wahren Täter nützt. Ich nehme an, die entsprechenden Fahrzeuge in der Umgebung sind überprüft worden.

Zum sozialen Kontext des Opfers und seiner Frau ist aber sehr wenig bekannt geworden. Was in jedem Fall heraussticht ist der Umstand, dass die Frau des Opfers aus Hamburg stammt und nicht aus der unterfränkischen Provinz wie es zu jener Zeit in einem ländlich geprägten Umfeld zu erwarten gewesen wäre. Und da stellt sich die Frage, was im Leben der Carmen Sch. chronologisch zuerst eingetreten ist: der Umzug nach Oberaltertheim oder die Bekanntschaft mit Fritz Sch. Und sicher hat es im Ort auch Mutmaßungen darüber gegeben, ob ihre Biographie über jeden Zweifel erhaben ist. Wie stand die Familie des Opfers dieser Liaison gegenüber, und wo hat das junge Paar gewohnt? Aus der Antwort auf diese Fragen ergibt sich ein mögliches Konfliktpotential.
In die filmische Darstellung des ehelichen Umgangs miteinander würde ich nicht allzuviel hineininterpretieren, auch ist die Abschiedsszene im Dorf wohl eher dramaturgischen Gesichtspunkten geschuldet. Dennoch stellt sich auch hier die Frage: Ahnte Carmen Sch. wohl etwas? Wohl eher nicht, denn offensichtlich hat sich ihr Mann völlig arglos zum Treffen mit seinem Mörder begeben.
Handelte es sich dabei um eine geplante Verabredung oder entschloss sich Fritz Sch. spontan zu einem Besuch? In beiden Fällen ist davon auszugehen, dass er seinen Mörder gekannt hat. Wenn es sich um eine Verabredung handelte, muss man sich fragen, bei welcher Gelegenheit (Feuerwehrfest?) sie getroffen wurde. Intuitiv gehe ich davon aus, dass Fritz Sch. recht bald nach der Verabschiedung von seiner Ehefrau ermordet wurde, und dass der Mord auch in Oberaltertheim verübt und die Leiche kurz vor Steinbach verbracht wurde.
Letzten Endes bedeutet dies, dass der Täter im persönlichen und räumlichen Umfeld des Opfers zu suchen ist. Auch die vielen Messerstiche sind ein Indiz hierfür. Dennoch bleibt das Motiv im Unklaren.

Für die weitere Spurensuche empfiehlt sich wirklich nur das Archiv der regionalen Tageszeitung, evtl. das Gespräch mit dem jeweiligen Redakteur, sofern er noch lebt. Von Nachfragen im Ort würde ich aus Gründen der Diskretion absehen. Ferner kann ich mir vorstellen, dass derartige Recherchen gar nicht gerne gesehen werden.

Viele Grüße
Ludwig


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egaht ehemaliges Mitglied

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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

21.01.2014 um 01:09
an @Ludwig_01
hallo,du musst gar nicht intuitiv von einen tatzeitpunkt kurz nach seinen verschwinden
ausgehen.im filmbeitrag wird der ungefaire zeitpunkt angegeben.kurz nach 23 uhr
zu deinen punkt 1.ein fahrzeug hätte er auch gar nicht gebraucht,weil so wie ich xy
vertanden habe,lag das opfer nicht weit von oberaltertheim entfernt
zu 2. die carmen hat den fritz aber erst 2 monate vorm tatzeitpunkt geheiratet,
also stand für einen eventuellen zuhälter der carmen noch gar nicht so lange fest,
dass sein pferdchen endgültig "verloren" ist
zu 4. ich hab xy so verstanden: der vw-bus fährt von steinbach nach oberaltertheim,
die zeugen die ihn gesehen haben,sind vermutlich aus unteraltertheim,die ortschaft
genau zwischen oberaltertheim und steinbach.von steinbach nach unteraltertheim sind
es gerade mal 2 kilometer.das kann man schon mal zu fuss gehen,so wie die zeugen

wenn man berücksichtigt dass der fritz um kurz nach 23 uhr getötet wurde,macht die
fahrt des weissen vw-busses um 24uhr von steinbach richtung oberaltertheim etwas
kopfzerbrechen.
ludwig deine überlegungen zum kennenlernen der eheleute erst in oberaltertheim
oder doch schon vorher,sind sehr interessant


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

21.01.2014 um 12:00
Wie kommst Du darauf, dass das Opfer um kurz nach 23h ermordet wurde?

Er wurde zum letzten mal vom Nachbarn in Begleitung seiner Frau gegen 23 Uhr gesichtet. Zu dieser Zeit lebte er also noch. Danach trennten sich ihre Wege. Gefunden wurde das Opfer dann am nächsten morgen um 7:00 Uhr. Somit kann der weiße Bus durchaus etwas mit dem Verbrechen zu tun haben, zumal das Verhalten des Fahrers (Licht aus) durchaus verdächtig ist und den gleichen Feldweg befährt auf dem später die Leiche gefunden wird.

Wann der Mord genau geschah, kann ich dem Film nicht entnehmen. Nach meinem Kenntnisstand geschah der Mord also irgendwann zwischen 23:00 und 7:00 morgens. 24h kann also durchaus passen.


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

21.01.2014 um 16:09
@Forseti70

Wurde im Film nicht vom Sprecher gesagt, dass Fritz Schmitt kurz nach der Verabschiedung von seiner Frau ermordet wurde? Ich habe das im Film jedenfalls so verstanden, dass er ziemlich schnell danach zu Tode gekommen sein soll (ca. gegen Mitternacht). Aber vielleicht habe ich auch nur was reininterpretiert, was so gar nicht gesagt wurde, das weiß ich nicht mehr.


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

22.01.2014 um 16:19
Zitat von egahtegaht schrieb:zu 2. die carmen hat den fritz aber erst 2 monate vorm tatzeitpunkt geheiratet,
also stand für einen eventuellen zuhälter der carmen noch gar nicht so lange fest,
dass sein pferdchen endgültig "verloren" ist
Leute, bei allem Enthusiasmus für die Verbrechensaufklärung. Nun spinnt bitte kein Netz für irgendwelche Infos, die bislang nicht im entferntesten bekannt sind. Bisher ist mir hier noch niemand aufgefallen, der auch nur eine einzige Einzelheit mehr zu dem Fall wusste als das, was wir alle im XY-Filmfall gesehen haben.

Wenn hier einer die Information beibringen kann, dass Verbindungen ins Rotlichtmilieu in Hamburg bestanden haben sollen, dann ziehe ich gerne meinen Einwand zurück. Bisher ist dieser Wagen lediglich ein Auto, das ein Hamburger Kennzeichen hatte, das in der Gegend herumgefahren ist - so etwas ist nicht verboten. Vielleicht war das jemand, der sich dort verfahren hatte...

Auch dass der von der @diegraefin vermuteten Kulturschock der Gattin ist nicht belegt Es soll auch andere Menschen aus Hamburg gegeben haben, die sich in die einsamsten Gegenden verheiratet haben - ohne bleibende Schäden.

Mancher entwickelt hier eine lebhafte Fantasie, die nicht unbedingt zielführend ist.


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

22.01.2014 um 19:47
Was mir noch auffällt ist die späte Uhrzeit.
Im Juli kann man sagen wird es etwa um 21.30 Uhr dunkel. Der Sendung zu Folge aß des Ehepaar Schmitt um 17 Uhr zu Abend. Erst sechs Stunden später um 23 Uhr ging man spazieren.
Fritz Schmitt hatte offenbar eine Verabredung. Und diese war für eine Zeit geplant, in der es auch im Sommer dunkel ist. Man hätte sich ja auch um 19 oder um 20 Uhr treffen können. Da wäre es Anfang Juli aber noch hell gewesen. Es muss also etwas gewesen sein, wo meine keine Zeugen benötigt. In der Dunkelheit ist es schwieriger aufzufallen als am hellichten Tag.
Unter Umständen kann der Täter aus dem näheren Umkreis oder zumindest aus dem Bekanntenkreis des Opfers stammen. Es muss nicht unbedingt etwas mit der Ehefrau zu tun haben.
Der Todeszeitpunkt gegen Mitternacht wurde bestimmt durch die Gerichtsmedizin festgestellt. Da er gleich am nächsten Morgen gefunden wurde, war es vermutlich noch einfach dies festzustellen.
Der Täter hat sich beim Ablageort keine Mühe gegeben. Die Leiche wurde in der Nähe des Tatortes zurückgelassen. Das lässt auf einen Ersttäter schließen. Ein Profi hätte die Leiche wahrscheinlich vergraben, so dass sie nicht oder erst wesentlich später gefunden wird. Beziehungstaten können auch Kurzschlusshandlungen sein. Mit der entsprechenden Gegenwehr des Opfers können dann schon zahlreiche Messerstiche erfolgen. Vielleicht war die Tötung nicht beabsichtigt, hat sich im Streit dann allerdings ergeben. Es kann natürlich sein, dass Fritz Schmitt selbst ein Geheimnis über jemanden wusste, das er preisgeben wollte. Geld/Erpressung könnte ebenfalls ein Tatmotiv gewesen sein.

@diegraefin
@egaht
@SnowCrash


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

22.01.2014 um 22:53
Hallo zusammen!

Zunächst @modafzs:
Eine eventuelle nicht ganz präsentable Vergangenheit der Ehefrau steht nur als theoretische Möglichkeit im Raum; sicher ist dies abgeklärt worden.
Unabhängig davon gehe ich davon aus, dass Carmen Sch. tatsächlich ahnungslos war und ihre Person keinen Anlass für den Mord bot. Im Gegenteil dürfte es so sein, dass es einigen Einheimischen ganz recht war, dass es diese Hamburger Spur gab, konnte man sich doch so einreden, dass es "keiner von uns" war. Wie es in Zimmermanns Einleitung und in den ersten Sätzen des Filmfalles anklingt, handelt es sich bei Oberaltertheim um ein recht geschlossenes soziales Milieu, und da war diese Hochzeit sicherlich Gesprächsthema.

Ich möchte nun den Gedanken im obigen Beitrag von @agentx mit meiner Charakterisierung von Fritz Sch. als Schlawiner verknüpfen: Warum trifft man sich im Dunkeln? Eben, weil man nicht gesehen werden will. Die eine mögliche Erklärung, ein Schäferstündchen, schließe ich persönlich aus, denn das Opfer wollte ja "gleich" nachkommen. Was ist, wenn die Ankündigung, noch etwas holen zu wollen, tatsächlich stimmt? Vielleicht etwas, um den Genuss der steuerfreien Lord Extra noch etwas zu intensivieren?
Wahrscheinlicher ist für mich aber, dass Fritz Sch. etwas holen wollte, was er als "seinen Anteil" verstand, und es darüber zum Streit kam. Vermutlich war die Tötung gar nicht geplant, und der Täter hat die Leiche des Opfers schnellstmöglich vom unmittelbaren Tatort mit wenig Aufwand an den späteren Fundort verbracht. Und danach dürfte er ein weitgehend unauffälliges Leben geführt haben (und es noch tun, da ich davon ausgehe, dass er etwa in Fritz' Alter gewesen sein muss).

Viele Grüße
Ludwig


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egaht ehemaliges Mitglied

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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

23.01.2014 um 00:41
@Ludwig_01
ich teile deine einschätzung des fritz schmitt als "schlawiner" nicht ganz,
bei genauerer betrachtung des xy beitrages fallen mir eher eigenschaftswörter in der
charakterisierung des opfer ein, wie: labil und suchtgefährtet
fritz schmitt war maurer, in den 70er jahren, damals war faktisch jeder maurer ,
nach heutigen massstäben,ein alkoholiker
die anmerkungen in der kneipe von seiner frau und vom wirt gehen eindeutig in
diese richtung.die carmen nach übergabe des 50markscheines:musst ihn ja nicht gleich
verjubeln.der wirt: schau nicht zu tief ins glas nei,sonst findest du nicht mehr heim.
ferner ein junger verheirateter mann aus einer alteingesessenen dorffamilie, der eine
zugereiste ehelicht und im wirtshaus öffentlich seine frau nach geld fragen muss!!!!!!!!
ja,ich glaube der fritz hat öfter zu tief ins glas geschaut,und die carmen tat ihm gut,
weil die eben jetzt die zügel in der hand hielt,das fanden wahrscheinlich auch die
eltern vom fritz ganz gut

@Forseti70
bei xy zeigen sie ja das paar im auto, dass gegen 21 uhr zum feuerwehrfest fährt und
da den wanderer sieht,wie er richtung oberalbertheim läuft.daraufhin erwähnt der xy-
sprecher, dass circa 2 stunden später genau dort ein verbrechen passieren wird.

das lässt den schluss zu,dass fritz schmitt ziemlich unmittelbar nach der verabschiedung
von seiner frau getötet wurde


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egaht ehemaliges Mitglied

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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

23.01.2014 um 01:44
hallo,hier wurde angemerkt,dass das ehepaar am tattag um 17 uhr zu abend gegessen hat.
das ist definitiv falsch,sie aßen gegen 21 uhr zu abend,nämlich zeitgleich zum
fussballspiel polen-UdSSR, das am 4.7.1982 um 21 uhr angepfiffen wurde.
von daher passt der nächtliche spaziergang gegen 23 uhr ganz gut


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egaht ehemaliges Mitglied

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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

23.01.2014 um 02:02
interessant ist vielleicht noch das wetter vom 4.7.1982
hatte es am vortag noch eine gemessene höchsttemparatur von fast 30 grad in würzburg,
fiel es am tattag auf 20,1 grad. da sich oberalbertheim circa 15 kilometer von würzburg
entfernt findet,dürfen wir von ähnlichen temperaturen ausgehen.derartig krasse temperatur-
schwankungen kann ich mir fast nur mit einen heftigen gewitter erklären.
also nix mit einer lauen sommernacht


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

25.01.2014 um 00:51
Aufgrund der bisher hier getroffenen Aussagen bin ich mir eigentlich sicher, dass Fritz Schmitt seinen Mörder gekannt hat. Wenn man von einer Beziehungstat ausgeht (über 30 Messerstiche) müsste es so sein. Und mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ist der Täter in der Folgezeit nicht mehr straffällig geworden. Derjenige, der ihm unangenehm hätte werden können, war zum Schweigen gebracht worden. Und da er sich nachts mit der Person getroffen hat, gehe ich davon aus, dass er mit dieser Person öfter Kontakt hatte. Wer würde sich mitten in der Nacht mit jemandem verabreden, den er nicht kennt und zu dem er nicht wenigstens ein gewisses Vertrauen hat.
Also ich bin davon überzeugt, Fritz Schmitt wusste etwas, was ihm zum Verhängnis wurde. Und der Mörder hat in der damaligen Zeit in der Umgebung gewohnt.

@Ludwig_01
@egaht


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

25.01.2014 um 22:42
Hallo zusammen!

@egaht: Zunächst zu Deiner Charakterisierung der Maurer zu jener Zeit:
Richtig ist, dass kaum einer abstinent gelebt hat in jenen Jahren: Ein paar Halbe Bier während der Arbeit waren üblich, und die "hardcore-Fraktion" ist unmittelbar hinterher noch ins Wirtshaus. Der Genuss tagsüber war allerdings kostenneutral; für Verpflegung und Getränke hatte traditionsgemäß der Bauherr zu sorgen. Bei vielen aber war die Sauferei am Abend und am Wochenende der größte Kostenfaktor im Budget. Fritz Sch. wird sicherlich aus eigener Erfahrung gewusst haben, was ein anständiger Rausch ist. Zu ergänzen ist aber noch, dass fast alle Maurer auch gleichzeitig starke Raucher waren. Die Baufirmen auf dem Land waren in der Regel kleine Firmen mit einem Meister (dem Inhaber), einigen Gesellen und Lehrlingen sowie einem übersichtlichen Fahrzeugpark. Die unternehmerischen Aktivitäten waren regional eng begrenzt. Vereinsmässige Aktivitäten jener Berufsgruppe bezogen sich auf die Feuerwehr, die Reservistenkameradschaft oder den Schützenverein; eher nicht auf den Sportverein und schon gar nicht auf den Kirchenchor. Das sind ein bisschen viele Klischees auf einmal, aber dennoch denke ich, dass unser guter Fritz damit gar nicht so falsch charakterisiert ist - und hierzu noch eine Anmerkung: wenn er aus einer alteingesessenen Bauernfamilie kommt, dann ist er eher nicht für die Hofnachfolge in Frage gekommen, aber warum wohl: war er von Haus aus in der Erbfolge nachrangig oder gab es dafür andere Gründe, solche, die in seinen persönlichen Eigenschaften zu suchen sind?
Insofern halte ich an meiner Charakterisierung als "Schlawiner" (oder auch Hallodri) fest; labil muss er deswegen nicht unbedingt gewesen sein; ich traue ihm schon zu, seine Pflichten so bewältigt zu haben wie er es für richtig hielt. Und dass die Budgethoheit bei seiner Frau lag, war sicherlich eine sinnvolle eheliche Übereinkunft.

Wie von mir vermutet und von @agentx zustimmend unterstützt, dürfte das Motiv für diesen Mord nur mit der Person Fritz Sch., seinen persönlichen Charakteristika und Eigenschaften und vielleicht auch mit einer in der Praxis nicht ganz gesetzestreuen Rechtsauffassung zusammenhängen.
Bei mir setzt sich auch zunehmend der Eindruck durch, die Idee, "etwas holen" zu wollen, sei einer spontanen Eingebung des Opfers geschuldet, weil man beim Spaziergang ohnehin in der Nähe war und sich die Frau verabschiedet hat (und Fritz wollte ohne Zweifel alleine zum Treffpunkt). Ohne ihm zu nahe treten zu wollen, möchte ich doch annehmen, dass er nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte und sich daher der möglichen Gefahr nicht bewusst war.
Fritz Sch. hat sich in einem überschaubaren sozialen Umfeld bewegt: Frau, Familie, wenige Arbeitskollegen, Feuerwehrkameraden, Bekannte aus den Stammlokalen sowie Schulkameraden aus der Hauptschule; viel mehr dürfte da nicht sein. Und in diesem Kreis (Frau und Familie mal ausgenommen) dürfte auch sein Mörder zu finden sein. Der Anlass ist vermutlich eher banal: eine kleinkriminelle Aktivität vielleicht (Unterschlagung von Baumaterial etc.) oder auch nur Mitwisserschaft davon. Gekannt hat Fritz Sch. seinen Mörder in jedem Fall.

Nachwort:
1. Heutzutage wäre ein solches Verbrechen vermutlich aufzuklären. Meiner Schätzung zufolge ist die Zahl notwendiger DNA-Proben noch nicht einmal dreistellig.
2. Weiter nehme ich an, dass dieser Mord nach mehr als dreißig Jahren in Oberaltertheim kein Thema mehr ist. Mutmaßungen "unter der Hand" hat es sicher gegeben, aber es gibt (von der Familie einmal abgesehen) auch so etwas wie ein "kollektives Vergessen".

Viele Grüße
Ludwig


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egaht ehemaliges Mitglied

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26.01.2014 um 00:39
@agentx
da sind wohl die meisten ziemlich sicher,dass das opfer zum täter einen regionalen
bezug hatte.er kannte also seinen mörder
@Ludwig_01
erstklassiger und schlüssiger artikel, ludwig!
was allerdings nicht so recht zu deiner sehr treffenden charaktersierung des fritz schmitt
passt, ist, dass dieser jetzt nicht mehr lebt. mich überzeugt die theorie eines schlitzohrigen
maurersgesellen,der vielleicht nebenbei ein kleinkriminelles schattenleben führt,und durch
letzteres derart in bedrängnis gerät,um irgendwann tot auf dem waldboden
zu liegen, nicht. es muss um mehr gegangen sein,um heftigere,sehr emotionale gefühle wie
hass,eifersucht,abhängigkeit,aufgestauter druck.
da reichen ein paar baustellendiebstähle nicht. ähnliche kleinkriminellenkarrieren gabs
und gibts massenweise in ganz deutschland.das als basis für mord oder totschlag ist einfach
schwer nachvollziebar.
mich würde noch interessieren,wie weit entfernt vom ortsrand von oberaltertheim,
was ich ab jetzt mit oa bezeichnen werde, lag die leiche??


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

26.01.2014 um 10:01
@egaht

die Leiche lag an einem Feldweg zwischen Oberaltertheim und Steinbach. Ich kenne diesen Feldweg nicht, aber er soll ca. 4 km lang sein. Er ist aber kürzer als wie wenn man die Landstraße fährt. Aber das haben Feldwege in der Regel so an sich. Und Feldwege sind nachts sicherer, wenn man nicht gesehen oder erkannt werden will.
Verdächtig war ja der weiße VW-Transporter, der diesen Feldweg benutzte. Was allerdings anzumerken ist, dass dieser von Steinbach nach Oberaltertheim fuhr und nicht umgekehrt. Fritz Schmitt selbst hat sich in Oberaltertheim von seiner Frau verabschiedet.
Die Theorie, dass der Täter aus der Umgebung stammt, ist daher nicht abwegig. Denn solche Feldwege muss man erstmal kennen. Der VW-Transporter muss mit der Sache nicht unbedingt etwas zu tun haben, aber der Täter muss diesen Weg zumindest teilweise zurückgelegt haben. Fremde finden diesen Weg sicherlich nicht sofort. Es sei denn, sie haben die Gegend zuvor hinreichend ausgekundschaftet.


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26.01.2014 um 10:39
Es ist nur merkwürdig, dass niemand weiß, wem der Transporter gehört/e, der kann dann ja eigentlich nicht aus der Umgebung stammen, dürfte dann also auch nicht dem Täter gehören, wenn dein Verdacht stimmt, dass selbiger ein Ortsansässiger war, der die Gegend gut kannte. In so einer kleinen Ortschaft könnte ich mir vorstellen, dass sonst jeder sofort gesagt hätte: "Der XY hat doch so einen Wagen, der war das bestimmt!"


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egaht ehemaliges Mitglied

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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

26.01.2014 um 21:14
@agentx
hallo, auf den weg von oberaltertheim nach steinbach liegt aber unteraltertheim dazwischen.
ich hab da so eine alte ausflugskarte aus der betreffenden gegend.mir scheint dass die
kürzeste verbindung zwischen sämtlichen 3 orten immer die landstrasse ist.
irgendwie passt alles nicht zusammen,der weisse transporter fährt gegen 24 uhr von
steinbach nach oa.zu diesen zeitpunkt ist fritz wahrscheinlich schon eine dreiviertelstunde tot.
lag er im weissen transporter. der fahrer des weissen transporters musste davon
ausgehen dass fussgänger von steinbach nach unteraltertheim vom feuerwehrfest
nach hause laufen, das waren nur 2 kilometer. hätte er die landstrasse gewählt,hätte
ihn die polizei aufhalten können,also wa r dieses risiko noch grösser,als der feldweg.
hat der weisse transporter die leiche des fritz transportiert,hätte er ihn ja auch irgendwo
anders ablegen können, mit weit weniger entdeckungsrisiko. wäre der weisse transporter
tatrelevant, warum geht er dieses risiko ein, des weiteren heisst das im umkehrschluss
der transporter muss fritz in oa eingeladen haben,wollten beide nochmal zum feuerwehrfest
zurück?, und irgendwo unterwegs ist die situation eskaliert???
fragen über fragen!


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26.01.2014 um 23:06
Hallo zusammen!

Dein Einwand, liebe @diegraefin, ist sehr berechtigt. So richtig auf den ersten Blick schlüssig wird unsere These erst dann, wenn der helle VW-Bus tatsächlich mit dem Fall nichts zu tun hat. Ansonsten wird es schwierig, ihn ohne allzu viele Hilfsannahmen ins Theoriegebäude zu integrieren.
Es wäre wichtig zu wissen, an welcher Stelle er genau von den Fußgängern gesehen worden ist. Wenn wir einmal annehmen, dass mit diesem Bus die Leiche von Fritz Sch. von Oberaltertheim Richtung Steinbach transportiert worden ist und dies incl. Rückweg nur höchstens wenige Minuten dauert, so hätte das Ehepaar, sofern mitten auf der Strecke unterwegs, den Bus eigentlich zweimal sehen müssen, wenn man unterstellt, dass die Insassen die Landstraße bewusst vermieden haben.
Naheliegender ist für mich die Annahme, der Fahrer hat diesen Schleichweg aus anderen Gründen gewählt.
Im Zusammenhang mit diesem VW-Bus stellen sich für mich zwei Hauptfragen:
1. Wie umfassend sind die Halter solcher Fahrzeuge ermittelt und überprüft worden, wobei immer auch die Möglichkeit eines falschen Alibis besteht?
2. Normalerweise ist es bei derartigen Festen so, dass in der Nähe des Festzeltes eine ausreichend große Wiese gemäht und als Parkplatz genutzt wird. Einige ehrenamtliche Helfer fungieren als Einweiser zumindest solange bis sich der Platz wieder leert. Wie wurde dies seinerzeit in Steinbach gehandhabt, und wie sorgfältig wurde hier nach der Anwesenheit eines hellen VW-Busses bzw. dessen Abfahrt recherchiert? Eine Antwort hierauf könnte helfen, diese Spur abzuklären.

@egaht: Danke für die Blumen, aber ich stamme aus einer kleinen Gemeinde im Bayerischen Wald mit einer vergleichbaren Siedlungs- und Erwerbsstruktur, und in den achtziger Jahren haben meine Eltern gebaut. Insofern musste ich für die Schilderung der Gepflogenheiten keine großartige Transferleistung erbringen.
Dennoch kann es sein, dass der Anlass für den Mord ein eher nichtiger war. Eines darf schließlich nicht vergessen werden: das spätere Opfer hatte gewiss noch Restalkohol vom Feuerwehrfest im Blut, auch wenn dies die Filmfalldarstellung unterschlägt, vielleicht auch sein späterer Mörder. Und da eskaliert ein Streit nun einmal schneller.
Eifersucht als Motiv vermag ich mir nur schlecht vorzustellen aufgrund der Chronologie des Abends. Ob Fritz brav die Kartoffeln fürs Abendessen aufgesetzt hat halte ich für zweifelhaft, aber seine Carmen wird er nach so kurzer Ehe noch nicht betrogen haben - und umgekehrt.
Die kleinkriminellen Aktivitäten bei Eigentumsdelikten junger Männer auf dem Land beschränkten sich in jener Zeit auf das Stehlen von Autoradios oder das Aufbrechen von Zigarettenautomaten (Letzteres gibt es heute kaum noch), womit ich aber nicht behaupten will, das Kleingeld des Opfers in für das Feuerwehrfest ausreichender Menge stamme daher.
Maurer, zumindest diejenigen der etwas fleißigeren Sorte, haben auf dem Land am Freitag nachmittag oder am Samstag gerne auch mal schwarz gearbeitet. Theoretisch wäre es also auch denkbar, dass es über die Entlohnung hierfür zum tödlichen Streit kam. Diesbezügliche Verbindungen wären aber recht leicht aufzudecken gewesen, so dass diese Möglichkeit wohl ausscheidet.

@agentx: Du hast ja den Vorteil, die Örtlichkeiten zu kennen. Auf google earth ist dank fleißiger uploader eine große Zahl von Fotos der betreffenden Ortschaften ansehbar. Hieraus schließe ich, dass der heutige Radweg von Oberaltertheim nach Steinbach der hergerichtete damalige Feldweg ist, der übrigens weitgehend parallel zur Landstraße verläuft. Im Übrigen möchte ich anmerken, dass sich die Ortschaften ihren pittoresken Charme weitgehend erhalten haben.

Viele Grüße
Ludwig


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Ungeklärt: Der Mord an Fritz Schmidt in Oberaltertheim

27.01.2014 um 16:15
Habe gerade den XY-Beitrag nochmal angeschaut.
Was es so schwierig macht, irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen, ist dass die Informationen im XY-Beitrag sich nicht alle in einen logischen Zusammenhang bringen lassen. Der weiße VW-Bus erscheint mir wegen des Ausschaltens der Scheinwerfer auf den ersten Blick ziemlich verdächtig. Andererseits verstehe ich nicht, in welchem Zusammenhang er mit der Autofalle bzw. dem Wanderer oder dem VW Käfer stehen soll. Einen halbwegs sinnvollen Zusammenhang könnte man nur herstellen, wenn an der (angeblichen) Autofalle ein weißer VW-Bus beteiligt gewesen wäre. Aber das lässt sich ja wohl nicht mehr klären, weil der einzige Zeuge sich nicht mehr gemeldet hat. Im Filmfall wird einfach ein weißer Stufenheck (Audi?) verwendet (vielleicht ein Anspielung, dass man es tatsächlich für möglich hält, dass ein weißes Fahrzeug dort stand). Was das Finden von Zusammenhängen wohl auch für die Ermittler noch erschwert, ist die Gegebenheit, dass die Autofalle in BW stand (und damit die Pol. In BW zuständig ist) und der Rest des Geschehns sich in BY abspielt (und damit die Pol. In BY zuständig ist). Ich bezweifle mal schwer, dass da wirklich alle möglicherweise relevanten Informationen ausgetauscht wurden. Damals waren die Polizeibehörden Länderübergreifend noch bei Weitem nicht so vernetzt wie heute. Vielleicht gibt es auf BW-Seite noch irgendwelche Auffälligkeiten (Alk-Fahrten oder dergleichen), die der Polizei in Bayern nicht mitgeteilt wurden, weil man sie für irrelevant bzgl. des Mordes hielt.

Ich versuche mir gerade mittels Google ein Bild von den Örtlichkeiten zu machen. Dabei bin ich aber wohl auf die Hilfe ortskundiger Forumsmitglieder angewiesen. Vielleicht bringt es etwas, wenn man die relevanten Örtlichkeiten man in eine Google Map überträgt. Bin gerade dabei dies zu versuchen. Dabei stellen sich mir aber einige Fragen:

1. Wo genau verläuft der Feldweg von Steinbach nach Oberaltertheim?
Könnte es sich dabei um folgenden Straßenverlauf handeln? https://maps.google.de/maps?saddr=Unbekannte+Stra%C3%9Fe&daddr=49.7114848,9.7267014+to:49.7208038,9.7357271+to:49.7213329,9.7374662+to:49.7223671,9.742342+to:49.7228908,9.7545001+to:Unbekannte+Stra%C3%9Fe&hl=de&ie=UTF8&ll=49.717016,9.745388&spn=0.022919,0.066047&sll=49.710828,9.730046&sspn=0.005731,0.016512&geocode=FcuE9gIdxGCUAA%3BFXyJ9gId7WqUACnZM94NvpiiRzG0tVSVmkF4hg%3BFeOt9gIdL46UACkBE1jPkpiiRzE0z_RMSIBlgA%3BFfSv9gId-pSUAClTNhhF7ZiiRzHmv8oGCG9mKw%3BFf-z9gIdBqiUAClr6gcN8piiRzGOVn5L_sbQ0A%3BFQq29gIdhNeUACmhVUkD-5iiRzFi4x_5BYUAlA%3BFeu89gIdRe2UAA&t=h&gl=de&dirflg=w&mra=dpe&mrsp=1&sz=17&via=1,2,3,4,5&z=15

2. Der Standort der Autofalle ist kaum zu ermitteln. Tatsache ist, dass Gerchsheim von der B27 nicht tangiert wird. Aufgrund dieser zugegebenermaßen seltsamen Abzweigung in Tauberbischofsheim (https://maps.google.de/maps?q=49.619907,9.670231&ll=49.617383,9.674492&spn=0.022966,0.066047&num=1&gl=de&t=h&z=15) gehe ich davon aus, dass die B27 früher dort verlief, wo jetzt die L578 von Tauberbischofsheim Richtung Kist verläuft, d.h. in etwa so: https://maps.google.de/maps?saddr=49.619907,9.670231&daddr=St578&hl=de&ll=49.673849,9.796371&spn=0.183518,0.528374&sll=49.739236,9.802208&sspn=0.091636,0.264187&geocode=FcMj9QIdV46TAA%3BFV3z9gId1SWWAA&t=h&gl=de&mra=mift&mrsp=1&sz=13&z=12

Nachdem die A81 noch ziemlich neu aussieht, nehme ich mal an, dass die B27 früher direkt an Gerchsheim vorbei verlief und Nach Bau der A81 zur Staatsstraße runtergestuft wurde.
Laut XY stand die Autofalle auf der (alten) B27 ca. 3km von Gerchsheim entfernt jenseits der Landesgrenze von Bayern. Also käme ungefähr dieser Abschnitt infrage: https://maps.google.de/maps?saddr=L578&daddr=L578&hl=de&sll=49.699171,9.780407&sspn=0.091711,0.264187&geocode=Fc359QIdbLqUAA%3BFWSh9gIdf4SVAA&t=h&gl=de&mra=dme&mrsp=1&sz=13&z=13
Das Fahrzeug stand dort laut dem XY-Zeugen nicht in Richtung Würzburg. D.h. es stand Richtung Gerchsheim/Großrinderfeld.

Der Zeuge führ jenseits der Landesgrenze Richtung Würzburg, die nächste Ortschaft war Gerchsheim. Daher lässt sich der Mögliche Standort der Autofalle auf folgenden Abschnitt eingrenzen: https://maps.google.de/maps?saddr=L578&daddr=L578&hl=de&ll=49.691953,9.795599&spn=0.045862,0.132093&sll=49.694951,9.821949&sspn=0.091719,0.264187&geocode=FZMa9gIdFdqUAA%3BFYF49gIdoDSVAA&t=h&gl=de&mra=dme&mrsp=0&sz=13&z=14

Da im XY-Beitrag etwas Wald neben dem abgestellten Fahrzeug zu sehen war, denke ich mal, dass sich der Standort auf folgendes kleines Waldgebiet ca. 3 km vor Gerchsheim eingrenzen lässt: https://maps.google.de/maps?saddr=L578&daddr=L578&hl=de&ll=49.69051,9.768691&spn=0.022932,0.066047&sll=49.691953,9.795599&sspn=0.045862,0.132093&geocode=FQcg9gId7N-UAA%3BFZhI9gIdQ_qUAA&t=h&gl=de&mra=dme&mrsp=1&sz=14&z=15

3. Der Wanderer bewegte sich voraussichtlich auf dieser Straße: https://maps.google.de/maps?saddr=Hauptstra%C3%9Fe&daddr=Wenkheimer+Stra%C3%9Fe&hl=de&ie=UTF8&ll=49.718514,9.749293&spn=0.022919,0.066047&sll=49.712909,9.732835&sspn=0.011461,0.033023&geocode=FRLI9gIdNfyUAA%3BFceE9gIdhFaUAA&t=h&gl=de&mra=mift&mrsp=1&sz=16&z=15

4. Der weiße Bus dürfte sich wohl hier irgendwo bewegt haben: https://maps.google.de/maps?saddr=Gromb%C3%BChlstra%C3%9Fe&daddr=49.7149879,9.7314196+to:Weberhecke&hl=de&ie=UTF8&ll=49.714837,9.735131&spn=0.01146,0.033023&sll=49.715594,9.731913&sspn=0.002865,0.008256&geocode=FZ-o9gId3oWUAA%3BFSuX9gIdW32UACnr2IWYlZiiRzGVDDVSvE8y8A%3BFXCE9gIdKWCUAA&t=h&gl=de&mra=dpe&mrsp=1&sz=18&via=1&z=16


Nun zum Hamburger VW-Käfer:
Nicht alle Frauen aus Hamburg haben eine – wie es @Ludwig_01 so schön umschreibt – nicht ganz präsentable Vergangenheit. Andererseits muss man sich schon die Frage stellen, warum eine Großstadtfrau aus dem Norden ausgerechnet so weit weg in ein bayerisches Nest zieht.

Man muss aber auch berücksichtigen, welche aus heutiger Sicht seltsamen Sitten und Gebräuche damals gerade in sehr ländlich geprägten Gebieten herrschten. Die Jugend aus Nachbardörfern war nicht selten „verfeindet“ in dem Sinne, dass es zwischen gleichaltrigen Einwohnern von benachbarten Dörfern öfters mal einen zünftigen Schlagabtausch gab, erst recht, wenn genug Alkohol im Spiel war. Anlass für solche „Duelle“ waren meist irgendwelche Dorffeierlichkeiten (wie ein Feuerwehrfest) oder Weibergeschichten. Möglich, dass das Opfer auf dem Fest mit jemandem aneinandergeraten ist und abends versucht hat, den Kollegen auf dem Rückweg vom Fest abzupassen und ihm im Schutze der Dunkelheit an einem Ort ohne Zeugen ein blaues Auge zu verpassen. Im Gegensatz zu heutigen U-Bahn Schlägern und dergleichen soll so eine zünftige Prügelei damals im Regelfall noch „stilvoll“ abgelaufen sein und man wusste, wann man aufzuhören hatte.
Allerdings kann eine solche Grenze schnell verwaschen, wenn Alkohol im Spiel ist. Die zu verprügelnde Person packt auf einmal alkoholbedingt das Jagdfieber und sie zückt auf einmal ein Messer und die Situation eskaliert. Bleibt nur die Frage, ob man in alkoholisiertem Zustand noch in der Lage ist, ca. 30 mal oder noch öfter zuzustechen.

Wenn es so oder ähnlich war, dann würde allerdings weder die Autofalle nocht der Wanderer noch der weiße Bus eine Rolle spielen.


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