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Der Fall Jens Söring

20.528 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, 1985 + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

05.11.2019 um 16:49
@Venice2009
Das du es nachlesen sollst. Aber ich frage dich wo die smoking gun bleibt. Ich wiederhole mich nur.
Söring will "bevor er den Kopf auf dIe Gilloutine legt den Anwalt fragen, ob ihn seine Immunität schützt" Am 08. bekommt er Panik und gesteht ohne Anwalt der nicht kommt und unterschreibt den Verzicht. Wenn er trotz Incommunicado die Botschaft anrufen durfte, gab es dort auch keine Rechtsberatung!

Also wo ist der Beweis dass Beever einen Anwalt zur Verfügung stellt den Söring wegschickt. Barker bestätigt das nicht, Beever bestätigt das nicht. Söring bestätigt dss nicht.

Kannst du das bestätigen? Nein. Also dann glaub an Wortlaute. Sie pulverisieren noch nicht mal Sörings Story. Schroeder brauch bessere Wortlaute.

Nicht zu vergessen die Tonmitschnitte wo Söring zwischendurch mehrfach nach einem Anwalt fragt.
Die lässt MS enfach weg. Passen halt nicht.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2019 um 17:24
JohnnyGWatson schrieb:Ich wiederhole mich nur.
Söring will "bevor er den Kopf auf dIe Gilloutine legt den Anwalt fragen, ob ihn seine Immunität schützt" Am 08. bekommt er Panik und gesteht ohne Anwalt der nicht kommt und unterschreibt den Verzicht
Du glaubst immer noch an das Märchen mit der diplomatischen Immunität, wo JS über ein Jahr nach den Morden angeblich noch nicht Bescheid wusste? Und dass die bösen Detectives schuld sind, dass er sich nicht informieren konnte, obwohl er Miranda unterschrieb? lol

Am 5. Juni 86 hatte Söring seinen Anwalt 2 Stunden zur Verfügung, bevor er am 5. Juni 86 zum ersten Mal die Tat gestand, wieso hat er den nicht gefragt? Auch nach dem 8. Juni 86 stand JS jederzeit sein Anwalt zur Verfügung, wo er sofort hätte widerrufen können.


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05.11.2019 um 17:27
@JohnnyGWatson
JohnnyGWatson schrieb:Nicht zu vergessen die Tonmitschnitte wo Söring zwischendurch mehrfach nach einem Anwalt fragt.
welche genau meinst du? Wo er nach einem amerikanischen Anwalt fragte? Ich habe eher den Eindruck, das diente dazu um herauszufinden, wo ihm der Prozess gemacht wird. Er hoffte ja, dass man ihn nicht an die USA ausliefern würde. Und erhoffte sich vielleicht diesbezüglich Auskunft von Gardner.
Mr.Stielz schrieb:Barker: “After the initial Magistrates’ Court hearing I recollect that I went to the cells where my clients were held before they were taken away and I said to both of them that they were to answer no questions without me being present.

I believe I also telephoned and spoke to the then Chief Superintendent and I asked to be present when [Jens Soering] was interviewed and I believe that I was told that Mr. Soering had signed the custody record as not wanting a Solicitor present.
was ist das denn? Wieso hat sich deiner Meinung nach JS nicht daran gehalten? Oder lügt der Anwalt jetzt auch schon wieder?


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05.11.2019 um 18:26
Sector7 schrieb:Du glaubst immer noch an das Märchen mit der diplomatischen Immunität, wo JS über ein Jahr nach den Morden angeblich noch nicht Bescheid wusste? Und dass die bösen Detectives schuld sind, dass er sich nicht informieren konnte, obwohl er Miranda unterschrieb? lol
Daran muss ich gar nicht glauben. Das schreibt er schwarz auf weiss der Haysom im Knast.
Ansonsten hätte er ja nicht nach Deutschland überstellt werden können.

Also musste den 19j Naivling wohl oder übel schlucken.

Am 5. bekommt er die Zeitung mit den Voodoomorden von Barker unter die Nase gerieben. Der vertrat ihn in Sachen Scheckbetrug.
Ich würde mal behaupten, dass das ein Prozess in Sörings Kopf war. Ab wann benötigt der Naivling einen juristischen Beistand

Also dann erkläre doch das spätere wiederholte Nachfragen während der Tonbandaufnahmen.
Verschwörungstheorie Hintertür?


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Der Fall Jens Söring

05.11.2019 um 19:51
JohnnyGWatson schrieb:Daran muss ich gar nicht glauben. Das schreibt er schwarz auf weiss der Haysom im Knast.
ach so und das konnte er nirgends erfragen? so etwas Wichtiges? Deshalb hat er lieber gestanden und an zig Vernehmungen teilgenommen, weil er nicht danach fragen konnte ob er Immunität genießt? Das hört sich wirklich sehr clever und vor allem so glaubwürdig an ;)
JohnnyGWatson schrieb:Also musste den 19j Naivling wohl oder übel schlucken.
ja genau. So naiv wie er war, hat er dann aber lieber den Ratschlag eines Anwalts ausgeschlagen, der ihm dazu riet, einfach den Mund zu halten und nichts zu erzählen. Da schien er über allem zu stehen. Er hatte schließlich Cagney & Lacey geschaut und war somit natürlich viel besser informiert, als so ein doofer Anwalt.
JohnnyGWatson schrieb:Also dann erkläre doch das spätere wiederholte Nachfragen während der Tonbandaufnahmen.
Welche denn? Zitiere mal.


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Der Fall Jens Söring

06.11.2019 um 04:53
Mr.Stielz schrieb:Diese Aussage ist dokumentiert in Form einer eidesstattlichen Erklärung, die RA Barker 1995 zur Unterstützung Sörings abgegeben hat.
Jeder Jurastudent im ersten Semester, wenn es um die Frage des Rechts auf anwaltlichen Beistand und Aussageverweigerung geht, würde sofort bei einem Fall wie diesem hier dieses Thema aufbringen. Die Tatsache, dass in dieser Hinsicht bei den zahlreichen Revisionen nichts erreicht wurde lässt m.E. darauf schliessen, dass diese Darstellung glaubwürdig ist.


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06.11.2019 um 10:35
JS auffälliges, ohne auf Selbstschutz ausgerichtet Aussageverhalten ist mMn in einer Psychiatrisch relevanten Erkrankung begründet. Dass er freiwillig auf einen Anwalt verzichtet hat, ist mir glaubwürdig. Dass er mit jemanden sprechen wollte, aber nicht wusste mit wem, legt mir die Vermutung nahe, dass er wusste, dass er psychopathologisch auffällig war und er dies verbergen wollte und musste.

Möglicherweise fürchtete er nicht nur eine Hinrichtung, sondern bei einer Auslieferung nach Deutschland eine " Enttarnung" seiner Persönlichkeit. Er wurde in GB verhaftet und musste befürchten spätestens nach dem Absitzen seiner Haftstrafe nach Deutschland abgeschoben zu werden. Sein "Eiertanz" bei seiner Vernehmung ist mMn das Resultat um sowohl eine Hinrichtung in der USA als auch eine Unterbringung in die geschlossene Psychiatrie/Sicherheitsverwahrung in Deutschland abzuwenden.

Beides ist ihm mit seiner Strategie gelungen. Er hatte nur das "Pech" gehabt, dass sich die Auslegung von lebenslänglich in den USA verändert hat und er nicht nach 10 Jahren Haft ls freier Mann die USA averlassen konnte.


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06.11.2019 um 11:57
@Rosenmontag
In Sörings Aussageverhalten sehe ich überhaupt nichts Psychopathologisches, Söring sah sich überführt und hat sich überschätzt. Mit einem Geständnis glaubte er, Herr der Lage zu bleiben und ein Stück weit die Deutungshoheit über die Tat behalten zu können. Das wird m.E. besonders deutlich bei den nicht beantworteten Fragen nach der Herkunft des Messers und vorheriger Planung, wo Söring offenlassen will, ob Vorsatz (premeditation) im Spiel war, wie er selbst erklärt.

Aus dem Söring-Blog:
Beever: “… What we can discuss that we haven’t discussed before, and if you choose to answer, to answer the question .. were there any discussions between you and Elizabeth between December and that weekend in Washington, DC? That’s an entirely separate question.”

Soering: “Right, OK. I think it would be better for me not to answer that question at this time.”

Beever: “Quite. I understand.”

Soering: “Because I think we’re … we are talking about premeditation there and...“


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06.11.2019 um 12:33
Mr.Stielz schrieb:Das wird m.E. besonders deutlich bei den nicht beantworteten Fragen nach der Herkunft des Messers und vorheriger Planung, wo Söring offenlassen will, ob Vorsatz (premeditation) im Spiel war, wie er selbst erklärt.
@Mr.Stielz

Es gibt durchaus Psychopathologische Erkrankungen, die noch teilweise logisches Denken ermöglichen.
Er hat sich mMn. mit seiner Aussage eine Fluchttür in die USA ( ohne Hinrichtung) geöffnet. Hätte er nichts gesagt wäre er nach Deutschland abgeschoben worden.

Grade bei der von Dir zitierten Passage stellt sich doch die Frage "was wollte JS verstecken". Warum erzählte er überhaupt irgend etwas und ließ sich nicht einfach nach Deutschland abschieben, sondern schuf erst die Basis um überhaupt in die USA ausgeliefert werden zu können.

mMn hat JS verheimlichen wollen wie und warum er DH tötete. ( mögl. Sadismus, Wahnerkrankung viele Messerstiche etc.)


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Der Fall Jens Söring

06.11.2019 um 13:16
@Rosenmontag
Es fällt mir schwer, Deine Argumentation nachzuvollziehen, weil Du m.E. von falschen Voraussetzungen ausgehst
Rosenmontag schrieb:Sein "Eiertanz" bei seiner Vernehmung ist mMn das Resultat um sowohl eine Hinrichtung in der USA als auch eine Unterbringung in die geschlossene Psychiatrie/Sicherheitsverwahrung in Deutschland abzuwenden.
Söring zeigt ohne Zweifel ein paar psychische Auffälligkeiten. Insbesondere die sexuell motivierten Mord- und Folterphantasien (von EH behauptet und von ihm selbst in Briefen beschrieben) fallen in diese Kategorie. Aber als Kandidat für die Psychiatrie sehe ich Söring nicht. Und eine Sicherungsverwahrung gab es damals noch nicht, Vor einer Entlassung auf Bewährung sah das Gesetz bei Lebenslänglichen damals wie heute eine Beurteilung der Gefährlichkeit vor. Und im Fall einer Verurteilung nach Jugendstrafrecht in Deutschland wäre seine Strafe sowieso zeitlich beschränkt gewesen.
Rosenmontag schrieb:Er hat sich mMn. mit seiner Aussage eine Fluchttür in die USA ( ohne Hinrichtung) geöffnet
Ganz im Gegenteil. Söring war sich der drohenden Todesstrafe in den USA bewusst.
Beever:...
and don’t let’s beat about the bush, you fear trial in the United States because you fear the death sentence. You have said that to us.”

Soering: “Well, I said that because as far as I know in Virginia there still is a death penalty.”
Rosenmontag schrieb:Warum erzählte er überhaupt irgend etwas und ließ sich nicht einfach nach Deutschland abschieben, sondern schuf erst die Basis um überhaupt in die USA ausgeliefert werden zu können.
Wohin er abgeschoben wird, lag nicht in Sörings Macht. Entscheidend war einzig und allein, ob Amerika einen Antrag auf Auslieferung stellen würde, und davon war bei einem Doppelmord auszugehen,
Ah, I was told that if the United States does not ask for me to be extradited that I will be deported to Germany and upon request of the United States tried for this crime there
Weder Psychiatrie noch Sicherungsverwahrung noch das Zielland der Ausliefeung taugen also für mich als Erklärung für Sörings Aussageverhalten. Das ist alles viel zu kompliziert gedacht. Deshalb gehe ich davon aus, dass Söring in erster Linie den Mordvorwurf abschwächen wollte, wie er selbst den Ermittlern erklärte.


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Der Fall Jens Söring

06.11.2019 um 20:28
Mr.Stielz schrieb:Und eine Sicherungsverwahrung gab es damals noch nicht, Vor einer Entlassung auf Bewährung sah das Gesetz bei Lebenslänglichen damals wie heute eine Beurteilung der Gefährlichkeit vor.
die Sicherungserwahrung wurde in Deutschland 1933 in der NS Zeit eingeführt.
Die heutige Sicherungsverwahrung wurde zu Beginn der NS-Zeit als Bestandteil der Maßregeln der Besserung und Sicherung durch das Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher vom 24. November 1933 (RGBl. I 995) eingeführt.
.......
Bis 2002 konnte die Sicherungsverwahrung nur im Strafurteil selbst angeordnet werden. Die Möglichkeit des Gerichts, die Sicherungsverwahrung im Strafurteil vorzubehalten, wurde in diesem Jahr eingeführt.
wikipedia
Mr.Stielz schrieb:Wohin er abgeschoben wird, lag nicht in Sörings Macht. Entscheidend war einzig und allein, ob Amerika einen Antrag auf Auslieferung stellen würde, und davon war bei einem Doppelmord auszugehen,
JS hätte auch schweigen können und sich nach Deutschland abschieben lassen, bzw. eine Haftüberstellung nach Deutschland beantragen können. JS hatte die Wahl.
Mr.Stielz schrieb:Söring zeigt ohne Zweifel ein paar psychische Auffälligkeiten. Insbesondere die sexuell motivierten Mord- und Folterphantasien (von EH behauptet und von ihm selbst in Briefen beschrieben) fallen in diese Kategorie. Aber als Kandidat für die Psychiatrie sehe ich Söring nicht.
JS hat im Wahn 2 Menschen getötet. Falls EH in der Mordnacht nicht am Tatort war, hat JS alle Fußspuren hinterlassen. Mit einem scharlachroten Mantel ( Blut und Laken) ist er durch Virginia gefahren. Obwohl er vorher geduscht hatte. Das finde ich ebenfalls auffällig.


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Der Fall Jens Söring

06.11.2019 um 21:42
Rosenmontag schrieb:die Sicherungserwahrung wurde in Deutschland 1933 in der NS Zeit eingeführt.
Pardon, @Rosenmontag, Du hast völlig Recht. Da hatte ich die Neuregelung der Sicherungsverwahrung 2002 falsch in Erinnerung.

Trotzdem denke ich, dass Söring keine Sicherungsverwahrung zu fürchten hatte. Insbesondere wenn er vor Gericht dieselbe Geschichte erzählt hätte wie später dem deutschen Staatsanwalt: von Alkohol und einem tätlichen Angriff Derek Haysoms, ob das jetzt stimmt oder nicht. Dazu jung, Ersttäter, aus gutem Haus und gebildet, mit überdurchschnittlich guter Sozialprognose (wenn wir einmal über seine Mordphantasien in den Weihnachtsbriefen hinweglesen).

Was Söring geritten hat, sich so reinzureiten, das weiß der Teufel. Rettende Liebe war es aber kaum.


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Der Fall Jens Söring

06.11.2019 um 22:32
Mich würde mal interessieren , ob der Vater von JS nach dem " Abflug " seines Sohnes Richtung Europa , Kontakt hatte zu ihm ? Wusste der Vater von Anfang an ,
dass sein Sohn mit der Schwiegertochter in spe , sozusagen flüchtig waren ?
Evtl wurde das hier schon mal erörtert? Dann sorry .
mir erschließt sich einfach nicht , wieso JS nicht seinen Vater als erstes fragte wg diplomatischen schutzstatus . Das wäre doch mit Sicherheit das allererste was er Papa gefragt hätte .
Kinder von Diplomaten ( Hatte zwei für. Kurze Zeit am Gymnasium als Mitschüler ) wissen eigentlich schon sehr früh, welche exklusivrechte sie haben. Und das fängt nicht erst mit dem ungestraften Falschparken an . Das war doch sicherlich in den frühen Achtzigern schon so oder ?
Und zwei clever Kinder wie Jens und Elisabeth werden mit Sicherheit gewusst haben , welche elitären Rechte sie hatten bzw nicht hatten . Ich schätze weder ihn noch sie als naiv ein .
Das JS sich so derartig reingeritten hat, ist mit Sicherheit nicht der Unkenntnis geschuldet , über diplomatischen Schutz. Das hat auch viel mit einem elitären Überlegenheitsgefühl , solcher hochintelligenten jungen Erwachsenen zu tun.
Sie wissen zwar eine Menge , aber die Weisheit fehlt noch . Er wird tatsächlich geglaubt haben , alle sind doof außer JS und EH.
Solche Kinder sprich Heranwachsende , werfen ja oftmals sogar ihren Eltern ihr geringes Bildungsniveau vor und blicken mit Verachtung auf sie.


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Der Fall Jens Söring

07.11.2019 um 05:34
Calligraphie schrieb:Das JS sich so derartig reingeritten hat, ist mit Sicherheit nicht der Unkenntnis geschuldet , über diplomatischen Schutz. Das hat auch viel mit einem elitären Überlegenheitsgefühl , solcher hochintelligenten jungen Erwachsenen zu tun.
Genau so sehe ich das auch. Es ist Mumpitz zu behaupten, er hätte sich auf diplomatische Immunität verlassen, denn spätestens nach der Tat hätte er sich da sicherlich informiert. Und wie Du schon sagst, unter Angehörigen des auswärtigen Dienstes kennt man sich da aus.

Sein ganzes Verhalten bis heute zeugt aber von diesem penentranten Überlegenheitsgefühl. Daher gehe ich auch davon aus, dass er dachte, er könne alle, auch die britischen und amerikanischen Ermittler, allein manipulieren, ohne einen Anwalt zu brauchen.


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Der Fall Jens Söring

07.11.2019 um 11:39
Mr.Stielz schrieb:Trotzdem denke ich, dass Söring keine Sicherungsverwahrung zu fürchten hatte. Insbesondere wenn er vor Gericht dieselbe Geschichte erzählt hätte wie später dem deutschen Staatsanwalt: von Alkohol und einem tätlichen Angriff Derek Haysoms, ob das jetzt stimmt oder nicht. Dazu jung, Ersttäter, aus gutem Haus und gebildet, mit überdurchschnittlich guter Sozialprognose (wenn wir einmal über seine Mordphantasien in den Weihnachtsbriefen hinweglesen).
Kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand JS mit einer überdurchschnittlich guten Sozialprognose eingeschätzt hätte. Er hat seine Mordphantasien realisiert und litt unter einer Psychose, (Hebephrenie), die häufig in wiederkehrenden Schüben auftritt. Mit seiner Flucht begann sein gesetzloses Leben. Seine Straftaten leugnet oder rechtfertigt er und das noch bis heute.

Die Geschichte, die JS beim deutschen Staatsanwalt erzählt hatte, wäre ihm in Deutschland bestimmt nicht geglaubt wurde. Der deutsche Staatsanwalt hatte die Ermittlungsakten aus Virginia erhalten und direkt nach den weiblichen Fußabdrücken, die am Tatort gefunden wurden gefragt.
Hmm, Söring sagt in dem Geständnis 30.12.86:

The matter with the two foot prints was in all newspapers from the beginning and I also think that druing the week we then were in Lynchburg and the police had always informed the brothers and the family whether they knew what they had learned in the meantime etc, also what I was told in the months after that again and again either they talked about it in my presence or I heard it from Elizabeth that one set of male and one set of female footprints was found there ...
woher kamen die weiblichen Fußabdrücke am Tatort? Wenn EH tatsächlich zur Tatzeit (möglw. auf Video des Hotels gefilmt) nicht am Tatort war. Dass JS mit einer anderen Person am Tatort war kann sich wohl niemand vorstellen.

Der Staatsanwalt hat JS ganz schön in Erklärungsnot gebracht.


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07.11.2019 um 11:46
Rosenmontag schrieb:Die Geschichte, die JS beim deutschen Staatsanwalt erzählt hatte, wäre ihm in Deutschland bestimmt nicht geglaubt wurde. Der deutsche Staatsanwalt hatte die Ermittlungsakten aus Virginia erhalten und direkt nach den weiblichen Fußabdrücken, die am Tatort gefunden wurden gefragt.
Du verwechselst da was. Er wollte (!) nach D ausgeliefert werden, um der Todesstrafe in USA zu entgehen.
Rosenmontag schrieb:woher kamen die weiblichen Fußabdrücke am Tatort? Wenn EH tatsächlich zur Tatzeit (möglw. auf Video des Hotels gefilmt) nicht am Tatort war. Dass JS mit einer anderen Person am Tatort war kann sich wohl niemand vorstellen.
Es gab keine weiblichen Fußabdrücke am Tatort. Das ist ein anderes von JS konstruiertes Märchen. Denn sowohl die Socken- als auch die Schuhabdrücke entsprechen der gleichen Schuhgröße (wurde hier vor paar hundert Seiten schon durchdiskutiert).


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07.11.2019 um 12:16
Marpelina schrieb:Du verwechselst da was. Er wollte (!) nach D ausgeliefert werden, um der Todesstrafe in USA zu entgehen.
nein, dass weiß ich doch, aber mMn erst im Dezember und nicht schon im Juni, als er den bei englischen und amerikanischen Ermittler die Morde gestand. Die Frage beibt doch warum am 05. und am 06.06. 1986 überhaupt die Tat gestand.
Marpelina schrieb:Es gab keine weiblichen Fußabdrücke am Tatort. Das ist ein anderes von JS konstruiertes Märchen. Denn sowohl die Socken- als auch die Schuhabdrücke entsprechen der gleichen Schuhgröße (wurde hier vor paar hundert Seiten schon durchdiskutiert).
Es ist kein von JS konstruiertes Märchen. Die amerikanischen Ermittler haben dies festgestellt.
Für mich stellt sich die Frage in welchem Geisteszustand JS die Tat verübt hat. Hatte er am Tatort die Tennisschuhe von EH angezogen? Den Pullover von DH und das blutige Bettlaken trug er ja auch.

Habe den Eindruck, das der Geisteszustand von JS noch nicht ganz ausgelotet wurde und merkwürdigerweise alle eine sehr naive Sicht zu seiner Persönlichkeit haben.


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07.11.2019 um 12:29
Rosenmontag schrieb:Es ist kein von JS konstruiertes Märchen. Die amerikanischen Ermittler haben dies festgestellt.
Nein. Bitte nicht schon wieder.. die Fussabdrücke entsprechen in der Größe exakt seiner Schuhgröße, sowohl die Socken- als auch die Schuhabdrücke. Die "kleineren" Sockenabdrücke wurden einfach nicht in Schuhgröße umgerechnet sondern die absolute Länge wurde so übernommen. Das war ein Fehler.

Denn Sockenabdrücke ein und derselben Person sind immer kleiner als die entsprechenden Schuhabdrücke, allein wegen des für die Schuhherstellung benötigten Materials. Vor paar hundert Seiten wurde das ergiebig ausdiskutiert und sogar durch Selbstversuche empirisch belegt.

Und dass er irgendwie gestört ist, stellt ja niemand in Frage. Seine "Gestörtheit" überschreitet dabei aber in keiner Weise das Maß, das ihm eine etwaige Unzurechnungsfähigkeit - auch nicht temporär - zubilligen würde -> Falls du darauf hinauswillst. Der Mann weiss ganz genau, was richtig und falsch ist und wusste das zu jedem Zeitpunkt!


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Der Fall Jens Söring

07.11.2019 um 12:45
Marpelina schrieb:Denn Sockenabdrücke ein und derselben Person sind immer kleiner als die entsprechenden Schuhabdrücke, allein wegen des für die Schuhherstellung benötigten Materials. Vor paar hundert Seiten wurde das ergiebig ausdiskutiert und sogar durch Selbstversuche empirisch belegt.
so sieht es aus. Burton hatte sich zum Vorteil des JS vertan. Er hat den Sockenabdruck einfach ausgemessen ohne zu berücksichten, dass man 1-2 cm dazu addiert. Das ist jedoch verkehrt. Kannst du gerne selber einmal austesten @Rosenmontag .
Die angebliche Schuhgröße 39 1/2 (wurde glaube ich festgestellt) war dann in Wirklichkeit eine Gr. 41. Passend zu JS Schuhgröße.


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07.11.2019 um 12:49
Venice2009 schrieb:so sieht es aus. Burton hatte sich zum Vorteil des JS vertan. Er hat den Sockenabdruck einfach ausgemessen und so auf die Schuhgröße geschlossen. Das ist jedoch verkehrt. Kannst du gerne selber einmal austesten.
Die angebliche Schuhgröße 39 1/2 (wurde glaube ich festgestellt) war dann in Wirklichkeit eine 41. Passend zu JS Schuhgröße.
ganz genau. Das Schuhgrößenumrechnungssystem ist kompliziert (amerikanisch-deutsch-cm-inch-weiblich-männlich) aber JS hat lt seiner eigenen Aussage Größe 41 oder 42 wenn ich mich richtig erinnere.

Neben dem Material kommt noch hinzu, dass man sich Sportschuhe der Bequemlichkeit halber ja meistens noch eine halbe bis eine Nummer größer kauft. Also kann der Schuhabdruck so mal locker 2 cm länger sein als der Sockenabdruck.


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