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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 16:38
Zitat von synthiasynthia schrieb:wenn er mit dem FBI Profil hätte argumentieren können
das Profil sollte doch auf EH hinweisen, auf eine weibliche Person. Am Tatort ist die Blutgruppe eines Mannes mit der BG 0 gefunden worden. Da war es eigentlich klar, dass da etwas nicht ganz stimmig gewesen ist.

Andere Frage, wer sollte das FBI-Profil denn verschwinden lassen und weshalb? JS hat sich 4 Jahre lang zu den Morden bekannt. Warum also sollte die Staatsanwaltschaft oder wer auch immer dieses ominöse Profil verschwinden lassen haben? Sie hatten doch ihren Täter gehabt. Er zog sein Geständnis doch erst vor Gericht zurück.
Zitat von synthiasynthia schrieb:Vielleicht hätte Howard Haysom dann auch vor Gericht freier
argumentieren können, warum er nicht daran glaubt, dass seine Mutter in dem Aufzug Söring alleine Zutritt gewährt.
Die Eltern hatten 2 Promille Alkohol im Blut, da denkt man mit Sicherheit an alles andere, nicht aber daran, dass man unangemessen gekleidet ist. Außerdem können 10 Leute behaupten, jemand würde dieses oder jenes nicht tun .Und trotzdem tut diese Person das. Das hat wirklich nur eine sehr geringe bis gar keine Aussagekraft.
Zitat von synthiasynthia schrieb:Die Landstreicher-/Messer Thematik und dem angeblichen Treffen mit einer Frau in Ortsnähe hätte die Jury vielleicht auch noch mal zum Nachdenken anregen können.
die Landstreicher sind überprüft worden. Weshalb sollten diese nichts aus dem Haus mitgenommen haben ?Bargeld lag dort rum usw. Das macht doch keinen Sinn, dass sie das alles hätten liegen lassen und einfach nur die Haysoms töten wollen. Dann hätten sie es doch gleich wie einen Raubmord aussehen lassen können.
Außerdem finde ich es fraglich, warum die Haysoms die Landstreicher in ihr Haus lassen sollten JS aber nicht?
Zitat von synthiasynthia schrieb:s geht nicht um die Frage, ob und inwieweit sich das entlastend für Söring in seinem Prozess 1990 ausgewirkt hätte.
Aber die Verteidigung wurde dadurch doch offenkundig um ihre Patronen gebracht.
es passt schon alles so wie es ist. Man muss nicht versuchen unbeteiligte Personen auf Teufel komm raus da hineinzuziehen.


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 16:47
@Venice2009

ich glaube Du hast den Sachverhalt, den ich zum Ausdruck bringen wollte, nicht ganz verstanden. Mir ging es nicht darum die reflexiven Antworten mit Gegenargumenten abzufragen.
Meiner Meinung ist es nicht die Aufgabe einer Staatsanwaltschaft in den USA, vorab qualitativ zu selektieren, welche Patronen für die Verteidigung am besten geeignet sind oder nicht. Sicher hat man das dann in einem Appeal überprüft. Hinterher und ohne Jury.
Punkt.


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 16:50
@synthia
ich denke du hast nicht verstanden, dass es an Beweisen benötigt um seine Unschuld zu beweisen. Da bringt es nichts sich auf ein ominöses Täterprofil, welches lediglich als Hilfsmittel dient, zu berufen.
Es ist auch nicht zielführend, was jemand über jemand anderen denkt. Das sollte doch eigentlich klar sein?!?


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 17:08
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:ich denke du hast nicht verstanden, dass es an Beweisen benötigt um seine Unschuld zu beweisen. Da bringt es nichts sich auf ein ominöses Täterprofil, welches lediglich als Hilfsmittel dient, zu berufen.
Es ist auch nicht zielführend, was jemand über jemand anderen denkt. Das sollte doch eigentlich klar sein?!?
Ich habe verstanden, dass Du expost über Deutungshoheit argumentierst und dabei anscheinend die Pflichten der Staatsanwaltschaft in den USA ausblendest und nicht auf meine Feststellung eingehst.
In Deutschland zum Beispiel, landet eine Ermittlungsakte am Schluss aller Ermittlungen beim Beschuldigten. In den USA ist das nicht so. Trotzdem denke ich, kann die Staatsanwaltschaft nicht vorsätzlich und nach Gutdünken, die Aktenlage der Verteidigung beschneiden.


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 17:21
Gestern lief eine Doku 'Das Versprechen' zum Fall 'Jens Söring' im TV:

https://www.youtube.com/watch?v=YvF2akcr6VA (Video: Das Versprechen: Jens Söring saß 33 Jahre in den USA im Knast | Doku & Reportage | NDR Doku)

Ich hatte mich vorab nur am Rande mit diesem Fall beschäftigt/auseinandergesetzt und fand die Doku, in der viele Beteiligte, auch Herr Söring selbst, sowie auch Elizabeth Haysom, zu Wort kommen, recht interessant.


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 17:28
Zitat von synthiasynthia schrieb:In Deutschland zum Beispiel, landet eine Ermittlungsakte am Schluss aller Ermittlungen beim Beschuldigten.
Das stimmt nicht. Ermittlungsakten und Gerichtsakten in Strafverfahren verbleiben nach Abschluss der Sache bei der StA, werden dort gelagert und nach Ablauf bestimmter Fristen vernichtet. Das muss ja schon so sein, da in Ermittlungsverfahren meist diverse Zeugen vernommen werden und deren Daten natürlich geschützt werden müssen.

Auch in Zivilsachen bleiben die Akten beim Gericht. Dafür hat die Justiz riesige Aktenlager und Verträge mit spezialisierten Aktenvernichtungsfirmen. Bestimmte Alteninhalte sind allerdings von schneller Vernichtung ausgeschlossen, wie etwa Zwangsvollstreckungstitel und dergleichen.

Vielleicht meinst du das Rechts des Verteidigers und des Beschuldigten auf Einsicht in Ermittlungsakten nach § 147 StPO?


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 17:31
Zitat von synthiasynthia schrieb:Trotzdem denke ich, kann die Staatsanwaltschaft nicht vorsätzlich und nach Gutdünken, die Aktenlage der Verteidigung beschneiden.
wo ist das denn passiert? Du behauptest hier unbelegterweise es sei etwas aus der Ermittlungsakte verschwunden, obwohl nicht einmal die Existenz dieses FBI-Profil´s erwiesen wurde.

Die Frage, wer dieses ominöse FBI-Profil verschwinden lassen sollte und aus welchem Grund heraus, hast du nicht beantwortet. Immerhin gab es einen geständigen Täter. Hauptsache man führt etwas an um die Jury zu verunsichern damit ein Mörder nicht bestraft wird? Wäre das das Ziel was zu verfolgen gewesen wäre? Oder worum geht es dir? Er hat nicht einen Beweis für seine Unschuld präsentiert, also hätte er sich heraustricksen sollen?
Ich denke, das passiert mit Sicherheit auch. Aber das man das auch noch für richtig hält, dass jemand der ein solches Verbrechen verübt hat ungestraft davon kommen soll, macht sprachlos.


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 17:39
Zitat von AndanteAndante schrieb:Das stimmt nicht. Ermittlungsakten und Gerichtsakten in Strafverfahren verbleiben nach Abschluss der Sache bei der StA
Es geht nicht um Abschluß eines Verfahrens. Es geht darum, dass der Beschuldigte, vielmehr der mandatierte Anwalt in einem Strafverfahren hier in Deutschland sich die Akte kommen lässt. Diese kopiert. Damit hat der Beschuldigte vollkommenen Überblick über den Ermittlungsstatus der Staatsanwalt inkl. Zeugenaussagen.
D.h. wenn der Fall Söring nach Deutschland exportiert worden wäre, dann wären Haysoms Fußabdrücke plus Auswertung, die Ermittlungen zu den Landstreichern in puncto mögliche Mordwaffe/Täter sowie auch das Täterprofil in der Akte gewesen.

Um es kurz zu halten. Das Appeal endete doch damit, dass die Fehler eingeräumt wurden, allerdings ohne Bedeutung auf Sörings Schuld bzw. Urteil.

Aber Verfahrensfehler gibt es ja hier auch. Eingangspunkt war "Kritik am US Rechtssystem/Antiamerikanismus" von @monstra


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 17:49
@synthia
was du behauptest ist falsch. Die Staatwanwaltschaft in den USA muss der Verteidigung ebenfalls alles zur Verfügung stellen, z. B. die Ermittlungsergebnisse offen legen. Sie darf nicht einfach entlastende Beweise einbehalten. Oder was auch immer du denkst, was mit diesen passiert.


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 17:54
Zitat von synthiasynthia schrieb:Es geht nicht um Abschluß eines Verfahrens. Es geht darum, dass der Beschuldigte, vielmehr der mandatierte Anwalt in einem Strafverfahren hier in Deutschland sich die Akte kommen lässt. Diese kopiert. Damit hat der Beschuldigte vollkommenen Überblick über den Ermittlungsstatus der Staatsanwalt inkl. Zeugenaussagen.
Nein. Das Akteneinsichtsrecht des Verteidigers in Deutschland unterliegt gewissen Beschränkungen, die sich aus § 147 StPO ergeben, wo zwischen laufendenden und anklagereifen Ermittlungen unterschieden wird.

Außerdem bedeutet Akteneinsichtsrecht nicht Aktenübersendungsrecht. Gründsätzlich muss sich der Verteidiger zur aktenführenden Stelle begeben und dort die Akten einsehen. Er bekommt, wenn er möchte, dann Kopien aus der Akte ausgehändigt. Aber es ist nicht so, dass Gerichte oder StA ständig Originalakten durch die Gegend schicken.

Wann in Deutschland der Verteidiger im Ermittlungsverfahren in welchem Umfang Akteneinsichtrecht hat, siehe hier:
Strafprozeßordnung (StPO)
§ 147 Akteneinsichtsrecht, Besichtigungsrecht; Auskunftsrecht des Beschuldigten

(1) Der Verteidiger ist befugt, die Akten, die dem Gericht vorliegen oder diesem im Falle der Erhebung der Anklage vorzulegen wären, einzusehen sowie amtlich verwahrte Beweisstücke zu besichtigen.

(2) Ist der Abschluss der Ermittlungen noch nicht in den Akten vermerkt, kann dem Verteidiger die Einsicht in die Akten oder einzelne Aktenteile sowie die Besichtigung von amtlich verwahrten Beweisgegenständen versagt werden, soweit dies den Untersuchungszweck gefährden kann. Liegen die Voraussetzungen von Satz 1 vor und befindet sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft oder ist diese im Fall der vorläufigen Festnahme beantragt, sind dem Verteidiger die für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Freiheitsentziehung wesentlichen Informationen in geeigneter Weise zugänglich zu machen; in der Regel ist insoweit Akteneinsicht zu gewähren.

(3) Die Einsicht in die Protokolle über die Vernehmung des Beschuldigten und über solche richterlichen Untersuchungshandlungen, bei denen dem Verteidiger die Anwesenheit gestattet worden ist oder hätte gestattet werden müssen, sowie in die Gutachten von Sachverständigen darf dem Verteidiger in keiner Lage des Verfahrens versagt werden.

(4) Der Beschuldigte, der keinen Verteidiger hat, ist in entsprechender Anwendung der Absätze 1 bis 3 befugt, die Akten einzusehen und unter Aufsicht amtlich verwahrte Beweisstücke zu besichtigen, soweit der Untersuchungszweck auch in einem anderen Strafverfahren nicht gefährdet werden kann und überwiegende schutzwürdige Interessen Dritter nicht entgegenstehen. Werden die Akten nicht elektronisch geführt, können ihm an Stelle der Einsichtnahme in die Akten Kopien aus den Akten bereitgestellt werden.

(5) Über die Gewährung der Akteneinsicht entscheidet im vorbereitenden Verfahren und nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens die Staatsanwaltschaft, im Übrigen der Vorsitzende des mit der Sache befassten Gerichts. Versagt die Staatsanwaltschaft die Akteneinsicht, nachdem sie den Abschluss der Ermittlungen in den Akten vermerkt hat, versagt sie die Einsicht nach Absatz 3 oder befindet sich der Beschuldigte nicht auf freiem Fuß, so kann gerichtliche Entscheidung durch das nach § 162 zuständige Gericht beantragt werden. Die §§ 297 bis 300, 302, 306 bis 309, 311a und 473a gelten entsprechend. Diese Entscheidungen werden nicht mit Gründen versehen, soweit durch deren Offenlegung der Untersuchungszweck gefährdet werden könnte.

(6) Ist der Grund für die Versagung der Akteneinsicht nicht vorher entfallen, so hebt die Staatsanwaltschaft die Anordnung spätestens mit dem Abschluß der Ermittlungen auf. Dem Verteidiger oder dem Beschuldigten, der keinen Verteidiger hat, ist Mitteilung zu machen, sobald das Recht zur Akteneinsicht wieder uneingeschränkt besteht.



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15.01.2020 um 17:55
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Sie darf nicht einfach entlastende Beweise einbehalten. Oder was auch immer du denkst, was mit diesen passiert.
Das ist doch genau mein Verständnis. D.h. Neaton hat weder von dem FBI Profil noch von der Querermittlung zu den Landstreichern erfahren. Die beiden Patronen fehlten für Neatons Case und vor der Jury. Die Fehlereinräumung im Appeal war korrekt.

Kannst Du das jetzt so unterschreiben ohne wertend von Beweiskraft um Unschuld zu argumentieren?


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 17:58
Zitat von AndanteAndante schrieb:Außerdem bedeutet Akteneinsichtsrecht nicht Aktenübersendungsrecht. Gründsätzlich muss sich der Verteidiger zur aktenführenden Stelle begeben und dort die Akten einsehen. Er bekommt, wenn er möchte, dann Kopien aus der Akte ausgehändigt. Aber es ist nicht so, dass Gerichte oder StA ständig Originalakten durch die Gegend schicken.
Das hängt garantiert mit dem Umfang der Akten zusammen. Das FBI Profil und auch die Ermittlungen zu den Landstreichern liefen parallel zum Ermittlungsverfahren von April bis zum Ausruf der Anklagen bzw. deren Zulassung bei Gericht (Hauptverfahren).
Wäre demnach also in einer Ermittlungsakte.


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15.01.2020 um 18:02
Zitat von synthiasynthia schrieb:Das hängt garantiert mit dem Umfang der Akten zusammen. Das FBI Profil und auch die Ermittlungen zu den Landstreichern liefen parallel zum Ermittlungsverfahren von April bis zum Ausruf der Anklagen bzw. deren Zulassung bei Gericht (Hauptverfahren).
Ach so, du warst beim amerikanischen Akteneinsichtsverfahren, ich beim deutschen. Dann war das ein Missverständnis.


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15.01.2020 um 18:03
Zitat von synthiasynthia schrieb:D.h. Neaton hat weder von dem FBI Profil
naja das FBI-Profil soll ja angeblich entwendet worden sein, trotz geständigem Täter.
Zitat von synthiasynthia schrieb:och von der Querermittlung zu den Landstreichern erfahren.
woher weißt du das?

Gegen die Landstreicher wurde doch zuvor ermittelt, bevor JS überhaupt ins Visier der Ermittler rückte. Die Ermittlungen verliefen jedoch im Sande. Man konnte keinen Bezug zu der Tat herstellen. Ich hatte dir auch schon bereits ausgeführt weshalb das so war. Was meinst du denn wie die Staatwanwaltschaft auf die Landstreicher reagiert hätte, wenn Neaton sie als Täter aufgeführt hätte. Genauso.
Das alles muss ja einen Sinn ergeben. Warum EH diese Landstreicher für die Tötung ihrer Eltern beauftragt haben soll, die Tat aber JS in die Schuhe schieben wollte. Woher hatte sie das Geld usw. Meinst du alle anderen sind so leichtgläubig und glauben jede alternative Geschichte, Hauptsache sie ist nur weit genug davon entfernt, dass JS der Täter ist?


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 18:10
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Was meinst du denn wie die Staatwanwaltschaft auf die Landstreicher reagiert hätte, wenn Neaton sie als Täter aufgeführt hätte. Genauso.
Da ist es schon wieder. Es bleibt doch Neaton überlassen, ob er die Ergebnisse der parallelen Ermittlungen (Messermord ein Paar Tage später in der Nähe) oder das FBI Profil mit zur Entlastung seines Mandanten nutzen kann.
Der Verteidiger redet nur mit der Jury oder mit dem Richter. Nicht mit dem Staatsanwalt.


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 18:14
Zitat von synthiasynthia schrieb:Da ist es schon wieder. Es bleibt doch Neaton überlassen, ob er die Ergebnisse der parallelen Ermittlungen (Messermorde ein Paar Tage später in der Nähe) oder das FBI Profil mit zur Entlastung seines Mandanten nutzen kann.
Der Verteidiger redet nur mit der Jury oder mit dem Richter. Nicht mit dem Staatsanwalt.
ja gut, das hätte er können. Aber was hätte es bewiesen?

Oder geht es dir lediglich um die fehlende Trickserei? Das was man der Staatsanwaltschaft vorgeworfen hat, warum auch immer?

Es wäre also ok, wenn er frei gekommen wäre, wenn man nur genügend getrickst hätte. Verstehe ich dich da richtig?


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15.01.2020 um 18:17
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:naja das FBI-Profil soll ja angeblich entwendet worden sein, trotz geständigem Täter.
Wieso entwendet? Davon war doch gar nicht die Rede, oder? Jedenfalls stand es Herrn Neaton nicht zur Verfügung und bis heute ist es weg. Die Existenz dieses Profils wurde aber doch nachgewiesen
a) durch Sulzbach selber, der das in einem Interview sagt
b) durch einen Brief von Brief von Updike an den Anwalt von Mary, die zunächst verdächtigt wurde
c) durch Chuck Reid, der anfangs stark in die Ermittlungen eingebunden war.
Nochmal: Das Profil ist vor allem deswegen interessant, weil es verschwunden ist, nicht nur wegen des Inhalts.
Und: Verlinken muss ich das hier nicht, denn es wurde mehr als ein Mal hier diskutiert, wie du ja weißt.


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Der Fall Jens Söring

15.01.2020 um 18:18
Zitat von ligalaligala schrieb:Nochmal: Das Profil ist vor allem deswegen interessant, weil es verschwunden ist, nicht nur wegen des Inhalts.
aber warum sollte es denn überhaupt verschwunden sein? Es gab doch einen geständigen Täter. Er hat doch erst im Prozess sein Geständnis zurückgenommen.


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15.01.2020 um 18:24
Es ist doch völlig egal ob Du @Venice2009 es wichtig findest ob der Anwalt das Profil in der Hand gehalten hätte oder nicht.
Auch völlig egal- erst einmal - ob das Auswirkungen gehabt hätte oder nicht.
Gleichzeitig auch schnuppe ob ein Profiling eines FBI Mannes ernst genommen wird oder nicht.
Eine Jury ist eine Jury ist eine Jury.
Denke bei dieser Gruppe wäre das - genauso wie Updike das mit der Blutgruppe gefühlte 100 Mal in deren Richtung eindringlich erwähnt hat - vielleicht zu einer weiteren Skepsis gekommen.

Darum geht es doch. Es müssen alle erdenklichen eventuellen Unterlagen vorhanden sein, um einen Beschuldigten zu vertreten.
Da kann man sich nicht hinstellen und sagen, das lassen wir mal weg, bringt eh nix.

Fakt ist egal wann - der Beschuldigte hat das Geständnis zurück genommen.


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