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Der Fall Jens Söring

30.565 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

17.09.2021 um 17:09
JS wird offenbar morgen im gedruckten SPIEGEL auftauchen, reine Werbung für sein Buch...


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Der Fall Jens Söring

17.09.2021 um 18:35
Zitat von peterleepeterlee schrieb:JS wird offenbar morgen im gedruckten SPIEGEL auftauchen, reine Werbung für sein Buch...
Ich sag ja ... uns stehen Monate und Jahre bevor, in denen wir zwangsgedrungen von ihm hören und lesen, stets mit dem Subtext "... und beteuerte seine Unschuld". Was denkt da wohl der gemeine SPIEGEL-Leser? 'Der Ärmste ... US-Justizirrtum ... und das alles, weil er verliebt war ...'


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 11:17
Und wie ich vermutet habe: Nun bekommt "Döring" 3 Seiten im Spiegel eingeräumt. Und dort kann er seine Unschuldsbehauptung wiederholen, von den Redakteurinnen Julia Jüttner und Simone Salden unwidersprochen. Er habe zwar die Freiheit bekommen, nicht aber Gerechtigkeit: "Es ist schrecklich, dass ich meine Unschuld nicht beweisen kann." Aus Liebe habe er damals die Schuld für die Morde auf sich genommen. Er habe EH nur schützen wollen. Bei einer geplanten Doku-Serie würde er sich an den Rat von Amanda Knox halten: "Offensiv mit der Wahrheit umegehen". Natürlich bringen Jüttner und Salden mit keinem Wort die Fakten, die seine Unwahrheiten widerlegen, zur Sprache.
Soweit, so unspektakulär. Interessant sind Andeutungen, dass sein Vater und sein Bruder komplett den Kontakt abgebrochen haben, wobei er über den Grund hierfür nicht reden möchte; dass sich eine Existenz aufbauen will, um mindestens zwei Kinder ernähren zu können; dass er nur noch sehr schwer Vertrauen zu einer Frau aufbauen könnte. Hach, nach diesem Artikel wird es sicher Liebesbriefe für ihn hageln ...


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 11:37
Das interessante:

Man kann ihn über eine künstleragentur buchen sagt der SPIEGEL als motivationsredner.
Davon hatte er mal in einem frühen Newsletter geschrieben dass er so etwas vorhabe.


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 12:08
@blorgempire
Über wessen 2 Kinder wird hier geredet? Haben wir was verpasst?
Sollte er Vater werden wollen, wären wir doch bereit eine Go found me Kampagne zu organisieren. Da muss er doch keine Sorge haben, in Deutschland wegen Armut seine Kinder nicht groß zu bekommen.
Zum Vater ist der Kontakt abgebrochen, nachdem sein Vater nicht mehr bereit war ihm wieder etwas positives für das Parole Board zu schreiben. Und er war auch nicht mehr bereit das Vermögen der Großmutter unendlich für ihn bereit zu stellen. Es ging wie immer ums Geld und Erbschaft.
Die Großmutter selbst hat sich dazu einmal mehr als unschön geäußert. Für die Familie Söring war es eine sehr große Belastung, dass ihr Sohn Enkel Bruder im Knast war und ständig die Öffentlichkeit suchte.


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 13:35
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Über wessen 2 Kinder wird hier geredet? Haben wir was verpasst?
Sinngemäss sagt er, dass er im Gefängnis einen starken Kinderwunsch hatte, jetzt aber (in Freiheit) erstmal seine Existenz sichern und aufbauen will, damit er mindestens zwei (bislang theoretische) Kinder versorgen kann. An sich vernünftig. Für uns heisst das leider: JS und seine Geschichte in Dauerschleife über die nächsten Monate und Jahre hinweg.
Kann ihn nicht rasch eine junge Millionärin heiraten und ihm zwei Kinder schenken? Dann hätten wir Ruhe.


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 14:32
@blorgempire
Na Gottseidank sind gereifte Väter im Ü50 Alter heutzutage absolut nichts ungewöhnliches. Es braucht ja nicht viel dazu.
Und logischerweise oder dankenswerterweise ist Söring da recht vorsorglich, erst mal regelmäßiges Einkommen generieren und dann an den Nestbau denken.
Ich persönlich kenne einen wirklichen top motivationstrainer, der verdient echt spitzen Honorare. Allerdings ist der Mitte 30 und ein absoluter Fachmann für eine sehr spezielle Klientel.
In den USA können die zu top Verdienern werden aber hier? Da sind die Klienten oder Kursteilnehmer vielleicht nicht bereit hohe Tagessätze für Seminare in Luxushotels zu zahlen.
Aber wie dem auch sei, es sei ihm gegönnt, besser als irgendwo Transferleistung vom Amt zu erbetteln. Und da er nichts so richtig gelernt hat, bleibt ja nur das Thema „Überleben unter schweren Bedingungen über Jahrzehnte“


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 14:38
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Nun bekommt "Döring" 3 Seiten im Spiegel eingeräumt. Und dort kann er seine Unschuldsbehauptung wiederholen, von den Redakteurinnen Julia Jüttner und Simone Salden unwidersprochen.
Als regelmäßiger Spiegel-Leser/-Abonnent bin ich sowohl sauer als auch irritiert darüber, dass der Spiegel JS überhaupt solch eine Gelegenheit / einen Raum bietet und ihn bzw. seine Erzählung nicht einmal kritisch hinterfragt.
Jeder Politiker oder Wirtschaftsboss wird vom Spiegel "härter" angefasst / interviewt.

Aber letztendlich geht wohl mittlerweile leider auch beim Spiegel eine interessante Schlagzeile vor gutem Journalismus. Hauptsache die Klickzahlen / die Auflage stimmen.
Ersichtlich wird dies auch daran, dass es in der digitalen Ausgabe des Spiegels im betreffenden Artikel sogar einen Link bzw. mehrere Links gibt, mittels dem / denen man auf die Seiten diverser Versandhändler kommt, um dort sein Buch zu ordern.

In Summe veranlasst mich dieses Gebaren, über eine Verlängerung meines Abos nachzudenken.


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 15:48
Zitat von Sierrah77Sierrah77 schrieb:Aber letztendlich geht wohl mittlerweile leider auch beim Spiegel eine interessante Schlagzeile vor gutem Journalismus
Ich bin wegen der zunehmenden Fehler in der deutschen Sprache(Rechtschreibung, Grammatik) nicht mehr Abonnent des Spiegels.
Ist aber OT.


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 18:02
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:dass sich eine Existenz aufbauen will, um mindestens zwei Kinder ernähren zu können; dass er nur noch sehr schwer Vertrauen zu einer Frau aufbauen könnte. Hach, nach diesem Artikel wird es sicher Liebesbriefe für ihn hageln ...
Na ja, er dürfte nachholen wollen, was er in 33 Jahren Knast versäumt hat. Eine glückliche Partnerschaft mit gegenseitiger Wertschätzung und gesunder Sexualität kann ich mir bei seiner Lebensgeschichte nur schwer vorstellen.
Er ist jetzt ja auch schon 55, eine Frau, die ihm noch eigene Kinder gebärt, müsste dann doch erheblich jünger sein.
Aber bekanntlich gibt es nichts, was es nicht gibt. Sogar für den bestialischen Mörder Peter Madsen hat sich eine Frau gefunden, die ihn vor zwei Jahren im Gefängnis geheiratet hat.


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 18:14
Zitat von Sierrah77Sierrah77 schrieb:Als regelmäßiger Spiegel-Leser/-Abonnent bin ich sowohl sauer als auch irritiert darüber, dass der Spiegel JS überhaupt solch eine Gelegenheit / einen Raum bietet und ihn bzw. seine Erzählung nicht einmal kritisch hinterfragt.
Wohl wahr. Diese beiden Journalistinnen, die offenbar werder recherchieren konnten noch wollten, kriegen hoffentlich ein paar Leserbriefe. Beim SPIEGEL sollte man nach "Relotius" etwas vorsichtiger sein.


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Der Fall Jens Söring

18.09.2021 um 21:18
@Sierrah77
Nun sei mal nicht sauer auf den Spiegel, auch die Leben nicht mehr von Luft und Liebe. Und Söring passt denen doch gut ins Portfolio. Deutscher hat den US Knast überlebt und das gescholtene US Justizsystem bekommt gleich noch mal einen Seitenhieb gratis mit.
Das sich der Spiegel mit genau den Problemen rumplagt wie alle anderen Print Medien und ohne Werbung nichts mehr geht. sollte bekannt sein. Die fetten Jahre sind vorbei, man muss an Themen nehmen was immer sich bietet und zur Philosophie des Hauses passt. Immer nur Querdenker Schelte oder Corona, Taliban, Afghanistan , Merkel, und Laschet ist ja auch auf Dauer zum Gähnen. Spiegel Leser wissen mehr.. oder wie war das? Ob mehr allerdings immer auch geistigen Mehrwert bedeutet?


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Der Fall Jens Söring

19.09.2021 um 09:23
Die Spiegel Geschichte ist schon ein Ding. Vor allem sind anscheinend so einige Menschen nicht ausreichend im bilde und verteidigen den "armen" JS ganz fleißig und sind völlig faktenbefreit. Die Kommentarspalte ist wirklich gruselig.


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Der Fall Jens Söring

19.09.2021 um 09:45
@lovestar
Ach weißt du, der Jens Söring hat doch am Ende noch mal richtig Glück gehabt, a) dass er vorzeitig abgeschoben wurde und damit die Chance auf noch geschätzte 20/30 Jahre Leben an frischer Luft hat.
Und zusätzlicher Sonderbonus für Söring, die Gnade seiner Staatsbürgerschaft. Also großes Glück in einem Land gelandet zu sein, wo man für solche Storys immer offene Ohren, offene Medien sowie viele kleenex Boxen bereit hat. Die Menschen bekommen hier immer das wonach sie dürstet.
Und so wie es aussieht, scheint es viele Herzen zu geben die bereit sind, solchen abenteuerlichen und tränenreichen Storys von Recht und Gerechtigkeit, zu folgen. Man will sich doch gar nicht mehr mit der traurigen Wahrheit dahinter befassen. Ein Mythos, eine Legende, gerettet aus den Klauen des US Justizsystems. Er hat das System besiegt (glaubt er) und dafür kann er doch wohl hier eine Gegenleistung erwarten. Wo bitte, klappt so was besser als hierzulande? Man muss nur wissen welche Knöpfe man drücken muss und schon läufst.
Es wird auch hier Medien geben, die sich mit ihm als entfant terrible nicht schmücken würden.
Weil es einfach kein klare Botschaft vom ihm gibt und seine Story keinen gesellschaftlichen Mehrwert darstellt.


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19.09.2021 um 11:47
Zitat von lovestarlovestar schrieb:Die Kommentarspalte ist wirklich gruselig.
Welche Kommentarspalte? Ich sehe da keine.


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Der Fall Jens Söring

19.09.2021 um 12:15
Wenn man die letzten Seiten liest, seit der Veröffentlichung, dass er in der Talkshow auftritt geht es nur mehr um die Medienpräsenz von JS, wird wieder extrem viel mit Schaum vor dem Mund debattiert: Von Häme bis zu einer besorgniserregenden Feindseligkeit gegenüber dem deutschen Medien- und Rechtswesen ist wieder alles dabei. Das ist so schade, weil es die angemessene Kritik an JS und seiner treuen Anhängerschaft diskreditiert.

JS ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genau der Doppelmörder, als der er vor über 30 (!) Jahren in den USA verurteilt wurde. Für diese Tat im Alter eines Heranwachsenden hat er dann 30 Jahre in einem US-Knast zugebracht. Man muss keine anti-amerikanischen Ressentiments teilen, um zu vermuten, dass dies sehr harte Haftbedingungen bedeutete. Damit saß er ca. dreimal so lang, wie ein Täter vergleichbaren Alters in Deutschland (und im größten Teil der EU) gesessen haben würde. 30 Jahre ist aus Perspektive des deutschen Rechtssystems für einen Heranwachsenden eine enorme, ja sogar exzessive Strafe.

Sich heute über ihn lustig zu machen, ihn zu beleidigen, seine vermeintliche Dauerpräsenz in den Medien zu beklagen (in Wirklichkeit muss man schon danach suchen, um sich dann aufregen zu können), das alles zeugt meines Erachtens von einem medieninduzierten überaus unproduktiven Prozess. Ich wünschte mir etwas mehr Sachlichkeit, die Debatte wieder zu relaxen, sich auf das zu besinnen, was man tun könnte, um den sozial-medialen Diskurs fair und anständig zu gestalten. Sich einem verurteilten Doppelmörder gegenüber als moralisch überlegen zu empfinden, kann dafür meines Erachtens nicht der Maßstab sein.

Ich denke, einer Person wie JS muss man nicht im Bewusstsein eines ‚falschen Mitleids‘ begegnen. Aber was soll es bringen, medial tonnenweise Hass über einem Menschen auszuschütten, der, als viele von uns noch kleine Kinder waren, so sehr scheiterte, wie ein Mensch überhaupt nur scheitern kann, und der seither gerade mal seit ein paar Monaten (plötzlich Mitte 50-jährig) wieder ein bisschen mit machen darf, im gesellschaftlichen Alltag. Sein eigentliches Leben hat er längst verloren. Das war seine Strafe. Eine aus unserer Perspektive objektiv betrachtet exzessive Strafe. Verdient - aber exzessiv. Nachtreten ist angesichts der Schuld und des Preises, den er entrichtet hat, geradezu lächerlich.


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Der Fall Jens Söring

19.09.2021 um 13:30
Zitat von DocWatsonDocWatson schrieb:Nachtreten ist angesichts der Schuld und des Preises, den er entrichtet hat, geradezu lächerlich.
Aber was heißt denn "nachtreten"? Es geht darum, dass er immer noch seine Unschuldserzählung loswerden möchte. (Offenbar auch in seinem neuen Buch, wie man gerade im Blog vom Ham. lesen kann.) Solange er das tut, wird man sehr wohl darauf hinweisen dürfen, dass er Sachen falsch darstellt, verkürzt oder schlichtweg lügt. Würde er das nicht tun, also sich darauf beschränken, seine Erfahrungen als Häflting und nun Freigelassener zu erzählen und von mir aus zu vermarkten, gäbe es daran nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. Wobei man selbst dann hämisch fragen darf, worum einem Doppelmörder so viel mediale Aufmerkamkeit zuteil wird und ob dies angemessen ist. Aber das ist dann eine normale Form der Meinungsäußerung: Er darf im Fernsehen sagen, was er will, und wir dürfen das entweder gut finden oder ganz und gar schrecklich.
Der Punkt ist aber: Er will weiter der Unschuldige sein - dann wäre jemand anderes der Mörder, und er gibt damit haltlosen Theorien Nahrung, die er selbst wohlwissend nicht mehr äußert (denn das würde ihm üble Verleumdungsklagen bescheren). Und so wird der Zirkus weitergehen.


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Der Fall Jens Söring

19.09.2021 um 19:43
N
Zitat von DocWatsonDocWatson schrieb:Wenn man die letzten Seiten liest, seit der Veröffentlichung, dass er in der Talkshow auftritt geht es nur mehr um die Medienpräsenz von JS, wird wieder extrem viel mit Schaum vor dem Mund debattiert: Von Häme bis zu einer besorgniserregenden Feindseligkeit gegenüber dem deutschen Medien- und Rechtswesen ist wieder alles dabei. Das ist so schade, weil es die angemessene Kritik an JS und seiner treuen Anhängerschaft diskreditiert.

JS ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genau der Doppelmörder, als der er vor über 30 (!) Jahren in den USA verurteilt wurde. Für diese Tat im Alter eines Heranwachsenden hat er dann 30 Jahre in einem US-Knast zugebracht. Man muss keine anti-amerikanischen Ressentiments teilen, um zu vermuten, dass dies sehr harte Haftbedingungen bedeutete. Damit saß er ca. dreimal so lang, wie ein Täter vergleichbaren Alters in Deutschland (und im größten Teil der EU) gesessen haben würde. 30 Jahre ist aus Perspektive des deutschen Rechtssystems für einen Heranwachsenden eine enorme, ja sogar exzessive Strafe.

Sich heute über ihn lustig zu machen, ihn zu beleidigen, seine vermeintliche Dauerpräsenz in den Medien zu beklagen (in Wirklichkeit muss man schon danach suchen, um sich dann aufregen zu können), das alles zeugt meines Erachtens von einem medieninduzierten überaus unproduktiven Prozess. Ich wünschte mir etwas mehr Sachlichkeit, die Debatte wieder zu relaxen, sich auf das zu besinnen, was man tun könnte, um den sozial-medialen Diskurs fair und anständig zu gestalten. Sich einem verurteilten Doppelmörder gegenüber als moralisch überlegen zu empfinden, kann dafür meines Erachtens nicht der Maßstab sein.

Ich denke, einer Person wie JS muss man nicht im Bewusstsein eines ‚falschen Mitleids‘ begegnen. Aber was soll es bringen, medial tonnenweise Hass über einem Menschen auszuschütten, der, als viele von uns noch kleine Kinder waren, so sehr scheiterte, wie ein Mensch überhaupt nur scheitern kann, und der seither gerade mal seit ein paar Monaten (plötzlich Mitte 50-jährig) wieder ein bisschen mit machen darf, im gesellschaftlichen Alltag. Sein eigentliches Leben hat er längst verloren. Das war seine Strafe. Eine aus unserer Perspektive objektiv betrachtet exzessive Strafe. Verdient - aber exzessiv. Nachtreten ist angesichts der Schuld und des Preises, den er entrichtet hat, geradezu lächerlich.
Sehr guter Beitrag!!! Absolute Zustimmung!


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Der Fall Jens Söring

20.09.2021 um 00:03
Hier ein aktuelles Interview mit t-online. Die Fragen sind eigentlich im Kern Kritik am US-Justizsystem

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_90789100/ex-us-haeftling-jens-soering-junge-weisse-haeftlinge-werden-fast-ausnahmslos-vergewaltigt-.html


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Der Fall Jens Söring

20.09.2021 um 00:15
@abberline

Aus deinem link
Das erste große Erlebnis war Salat. Frisches Gemüse und Obst. Ein ganz tolles Erlebnis. Ich wurde so besessen davon, dass ich an einem Stück Gurke fast erstickt wäre. Das zweite große Erlebnis war die Natur. Ich war einmal in einem Naturschutzgebiet. Ich wurde da zum ersten Mal seit Jahrzehnten nass vom Regen. Und durfte auch ein Pferd streicheln. Das war unglaublich: Im Gefängnis gibt es keine Natur. Nur Beton.
Er hatte mal in seinem Newsletter geschrieben er wäre im Schnee auf dem gefängnishof geloggt. Darf man nicht annehmen dass es auch in Virginia während der freistunde geregnet hat?


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