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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

352 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Vermisst, Leiche, Wiesbaden, Britta Beauvais, Schlangenbad-wambach

Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

27.07.2015 um 16:29
@Nummer33

Das ist nicht meine Vermutung, sondern die der Staatsanwalschaft und den ermittelnden Behörden in Portugal. Es spricht also vieles dafür, dass es so sein KANN. Unserìös wäre wenn ich was von Aliens geschrieben hätte....

Zum aktuellen Fall ist es natürlich nur ein Gedanke, da das nicht ausgeschlossen werden kann.


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

27.07.2015 um 16:33
@Suinx
Die aktuelle und offizielle Erkenntnis der Staatsanwaltschaft? Oder nur die, eines dubiosen Ermittlers? Bitte einen Link dazu!


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

28.07.2015 um 16:27
Spekulationen zum Thema Motiv finde ich momentan weder nötig noch zielführend. Motiv und Tat sind zwei Paar Schuhe.

Was das Werkzeug betrifft, sind einige Details interessant:

Das "Multifunktionswerkzeug" ist im Grunde genommen eine oszillierende Säge (eine Säge, dessen Arbeitselement nur in begrenztem Umfang hin und her bewegt. Sägen mit dem gleichen Arbeitsprinzip werden auch zum "legalen" schneiden von Knochen (z.B bei Operationen, Obduktionen oder anatomischer Präparation) und als Gipssägen in der Orthopädie und Unfallchirurgie verwendet. Die Vorteile gegenüber anderen Handmotorsägen (z.B. Band- oder Kreissägen, Winkelschleifern mit Trennscheibe, Kettensägen) liegen nicht nur in der leichteren Handhabung (kaum Abrutschgefahr, geringere Verletzungsgefahr beim Durchsacken nach vollständiger Durchsägung), sondern auch darin, dass durch den Charakter der Bewegung es so gut wie kein "Herumschleudern" von Sägespänen oder Blutspritzern gibt. Die laut Zeitungsmeldung dazu gekauften Sägeblätter sind durchaus zum sägen von Knochen geeignet.

Ob die Wahl der Säge bewusst gewesen ist oder nicht, sei dahingestellt. Sollte so eine Säge zur Zerlegung der Leiche benutzt worden sein, ist damit die Wahrscheinlichkeit von Blutspritzern gering. Bei einem sorgfältig vorberetetem "Arbeitsort" und nachfolgender Reinigung umso geringer.

Es stellt sich natürlich die Frage, wieso wurden dann Blutspuren an der Säge gefunden. Die Erklärung ist denkbar einfach — so ein Gerät hat am Gehäuse genug Spalte und Sicken, wo sich Schmutz reinigungsresistent festsetzen kann. Umso mehr gilt das auch für die Sägeblätter mit ihrer rauhen Oberfläche.

Last but Not least — man sollte den Ehemann als Verdächtigen nicht überschätzen und eine logische Erklärung für jede seiner Handlungen suchen. Selbst einem hochintelligenten Serienkiller wie Ted Bundy, der über detailiertes Forensikwissen verfügt und dieses auch effektiv eingesetzt hat, ist schlussendlich die eigene Schlampigkeit zum Verhängnis geworden. Vielleicht hat der Ehemann einfach das Werkzeug nicht oder nicht gründlich genug gereinigt.

Über die Gründe dafür zu diskutieren ist, finde ich, verlorene Liebesmüh. Die bisher zusammengetragene Indizienkette steht so oder so.


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

28.07.2015 um 17:13
@Tombow

Also ich empfinde ein Motiv schon als wichtig. Wenn man keins findet, erklärt man den Täter für unzurechnungsfähig und der ist in 5 Jahren wieder raus und wird von irgendwelchen Psychiater betreut...


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

28.07.2015 um 17:49
@Tombow
Danke sehr, für Deine Erklärung des Gerätes.
Ich hatte es mir so auch vorgestellt, nur wusste ich nicht, daß dadurch wirklich wenig Verschmutzung stattfindet. Das war mir neu, da ich dann doch handwerklich nicht so sehr up-to-date bin. Im Nachhinein aber logisch, durch den eingeschränkten Radius, in dem sich die Scheibe hin- und herbewegt.
Vielen Dank dafür :)


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

28.07.2015 um 18:28
@Suinx
Suinx schrieb:Also ich empfinde ein Motiv schon als wichtig. Wenn man keins findet, erklärt man den Täter für unzurechnungsfähig und der ist in 5 Jahren wieder raus und wird von irgendwelchen Psychiater betreut...
sorry, das ist absoluter Käse.

derzeit sprechen einige schwerwiegende Indizien dafür, dass der Mann den Tod und das spurlose Verschwinden seiner toten Frau zu verantworten hat.
Wenn man ihm keinen Mord (samt Motiv) nachweisen kann, bleibt es bei Totschlag - und deswegen ist er derzeit angeklagt.
Zu einer Verurteilung braucht das Gericht weder ein Tatmotiv noch muss es unbedingt die Leiche haben.
Die Indizienkette dürfte für mein Dafürhalten für eine Verurteilung wegen Totschlages völlig ausreichen und die Strafbemessung dürfte sich bei 10-12 Jahren bewegen (möglicher Strafrahmen 5-15 Jahre; selten wird lebenslänglich bei Totschlag verhängt)

Die Frage, ob der Täter schuldfähig (mit deinen Worten zurechnungsfähig) ist, wird in jedem Fall zu prüfen sein, das verlangt die Rechtsprechung.


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28.07.2015 um 19:10
Ich hatte es fast verdrängt, aber gerade ist es mir wieder eingefallen, zumal hier auch in der Diskussion die Überwindung angesprochen wurde, die ein mögliches Zerteilen des Leichnams mit sich bringt.
Mir ist, als ich den Artikel gelesen habe, eingefallen, daß Herr B. versucht hatte, sich umzubringen. Dies wurde in einem früheren Artikel geschrieben und während ich den letzten, aktuellen gelesen habe, dachte ich: genau dieses Zerstückeln könnte der Grund dafür gewesen sein.
Ich bin nämlich auch der Meinung, wie meine Vorschreiber, daß eine solche Handlung eine wahnsinnige Überwindung kostet und man diese Bilder nicht leicht aus dem Kopf bekommt.
Kommt ganz sicher immer auf den Täter an, es gibt ja etliche Beispiele, wo so etwas vollbracht wurde, aber trotzdem lies mich der Gedanke in diesem Fall nicht los, daß dieser Selbstmordversuch mit der Tat (Mord oder Totschlag?) und ihren Folgen (Zerstückeln, beseitigen) zusammenhing.


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

28.07.2015 um 20:54
@ARWEN1976
Dem stimme ich zu. Ich erinnere mich auch an den Selbstmordversuch. Ich denke, Herr B. wurde mit Dingen durch seine eigene Tat konfrontiert, die ihn mehr belastet haben, als er zuvor ahnte.


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

28.07.2015 um 21:10
@Feelee
Ja, das denke ich auch.
Irgendwie fügt sich ein Mosaikteilchen zum anderen für mich, wobei wir trotzdem die weiteren Prozeßtage abwarten müssen.


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

31.07.2015 um 00:55
@ARWEN1976
Die psychische Verfassung des Ehemannes ist sicherlich ein interessanter Punkt. Motiv hin oder her, eine Leiche zu zerlegen (ganz besonders die eigene Ehefrau) kostet einiges an Überwindung. Ich kann mich an einen ähnlichen Fall erinnern (kam irgendwann im Fernsehen), in dem der Mann seine schwangere Frau getötet, den Kopf in ein Fluß geworfen und die restliche Leiche buchstäblich durch den Fleischwolf gedreht und entsorgt hat. Als er ins Visier der Ermittler geraten ist, hat er einen Suizidversuch unternommen. Unbekannt für ihn hat er aber bereits zu dem Zeitpunkt unter Überwachung gestanden und durch die Polizei gerettet worden.

Andererseits gibt es auch den entgegengesetzten Weg, nämlich, daß eine vollendete Tat aus dem Täter erst recht einen Psychopathen macht. Prominentestes Beispiel wäre der Serienmörder John Wayne Gacy, der seinen ersten Mord mehr oder weniger ohne Absicht in einer Notwehrsituation begangen hat.

Wie der Ehemann von Britta B. einzuschätzen ist, bleibt abzuwarten...


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

14.08.2015 um 23:36
Heute war wieder ein Verhandlungstag:
Schlangenbad 14.08.2015
Prozess "Mord ohne Leiche" in Wiesbaden: Blut des Opfers an Werkzeug des Angeklagten gefunden

Von Wolfgang Degen

WIESBADEN/SCHLANGENBAD - Ratlos und offenbar auch verzweifelt, auf der Suche nach Nebenkriegsschauplätzen. Diesen Eindruck erweckt in dem Fall „Mord ohne Leiche“ über weite Strecken die Verteidigung des Angeklagten Emmanuel B. Rechtsanwalt Axel Küster gibt am Freitagnachmittag vor der Schwurgerichtskammer eine wortreiche Erklärung ab. Sie soll dem Angeklagten Emmanuel B. helfen, und das Bild eines fürsorglichen Mannes zeichnen, der seine Frau Britta geliebt habe. So sehr, dass er die 37-Jährige nie und nimmer getötet haben könne, wie Küster und sein Kollege Hans-Dieter Henkel betonen.

Das aber wirft die Anklage dem 39-jährigen Geschäftsführer vor. Am Abend des 16. Februar 2014 wurde die Frau zweifelsfrei ein letztes Mal lebend gesehen. Zu sehen ist sie auf Bildern der Überwachungskamera am Haus. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden. Emmanuel B. hat nachweislich viele Vertuschungsaktivitäten begangen, er wird durch eine Vielzahl von Indizien belastet.



Zwölf Minuten lang schildert Küster Eindrücke Dritter. Er bemüht zur Charakterisierung des Opfers sogar das Erbrochene einer Mitschülerin, davor hatte sich die damalige Grundschülerin Britta furchtbar geekelt. Sie war in der Folge längere Zeit dem Unterricht ferngeblieben. Psychische Auffälligkeiten beim Opfer schon in frühester Kindheit? Das ist die Linie, die dahinter steckt.

Die Welt der Eindrücke ist zerbröselt

Küster erachtet es zur Entlastung seines Mandanten auch für sehr wichtig, wer von den Partnern in Augenblicken der Innigkeit wem die Füße gestreichelt hat. Um das zur Last gelegte Verbrechen an der Ehefrau wegzuwischen, wird sogar dem Händchenhalten objektive Beweiskraft angedichtet. Liebe statt Verbrechen.

Die Welt der Eindrücke ist aber längst förmlich zerbröselt unter einer Beweislast, die gefühlte 100 Tonnen schwer ist. Platziert hat sie am Freitagvormittag der Molekularbiologie Harald Schneider vom Landeskriminalamt. Er macht das mit Hilfe einer in Aussagekraft und Nachvollziehbarkeit bestechenden Präsentation. Im Mittelpunkt steht ein handliches Gerät, das Heimwerker zu schätzen wissen. Ein Multifunktionsgerät der Firma Bosch mit der Typenbezeichnung MF 190 E. Laut Werbung ein „vielseitiger Alleskönner“. Sägen, schaben, schleifen, schneiden. Die jeweiligen Werkzeuge sind austauschbar, schnell montiert. Emmanuel B. hat dieses Gerät einen Tag nach dem letzten Lebenszeichen seiner Frau im Baumarkt in Wiesbaden gekauft, am 17. Februar.

Blut am Multifunktionsgerät


Und an diesem Gerät befinden sich mikroskopisch kleine Blutspritzer, in der Größe 0,3 bis fünf Millimeter. Blut der verschwunden Britta. Es finden sich zudem gewebeartige Partikel. Auch sie eindeutig von Britta. Die Spuren lassen die Schlussfolgerung zu, dass die Leiche mit diesem Werkzeug zerstückelt oder Teile abgetrennt wurden. Einzelne Spuren sind sogenannte Mischspuren, es findet sich auch DNA-Material des Angeklagten Emmanuel B. Einen der Blutspritzer, er ist nicht einmal zwei Millimeter groß, haben die Experten an der Unterseite der kleinen Schraube gefunden, mit der das jeweilige Werkzeug am Gerätekopf fixiert wird. Zur Schlussfolgerung zählt auch, dass höchstwahrscheinlich noch ein anderes Werkzeug benutzt wurde. Emmanuel B. hatte aus seiner Zeit in der Gastronomie ein Messer-Set. Hat er auch damit hantiert?

Die ansonsten wortreich agierenden Verteidiger sind auffallend wortkarg in Anbetracht des Beweises. Henkel flüchtet vor der objektiven Beweiskraft in das Feld der Spekulationen: „Vielleicht hat sich die Frau mit dem Gerät ja auch selbst verletzt.“ Objektiv belegbar und fundiert wiederum sind die Aussagen des rechtsmedizinischen Gutachtens. Drei Mal soll Emmanuel B. Suizid versucht haben. Für die Verteidigung Ausdruck „seiner tiefen Verzweiflung“ über das spurlose Verschwinden seiner Frau. Nicht einer der Versuche war tatsächlich lebensgefährdend.
Fortsetzung: Montag, 9 Uhr.
http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/untertaunus/schlangenbad/prozess-mord-ohne-leiche-in-wiesbaden-blut-des-opfers-...


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

14.08.2015 um 23:43
Maintower hat heute auch über den heutigen Prozesstag berichtet.

Hier der Link: http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=3142 einfach zum Video: "Ehefrau zerstückelt" scrollen. Unter der Themenübersicht.


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

22.08.2015 um 22:52
Prozess "Mord ohne Leiche" in Wiesbaden: Die vielen Geschichten des „lieben Manu“ über das spurlose Verschwinden seiner Frau
Von Wolfgang Degen
WIESBADEN / SCHLANGENBAD - Die Frau wartet sehnsüchtig am Flughafen. Man hat sich zum Sex-Abenteuer verabredet. Die Minuten des Wartens verstreichen. Sorge stellt sich ein, denn der „liebe Manu“, ihre Internet-Bekanntschaft, lässt sich am Nachmittag des 28. Februar 2014 nicht blicken. Die Frau schickt eine SMS: „Wo bist du?“ Keine Antwort. Was die Frau nicht ahnt – „Manu“ wurde am Vormittag in Wiesbaden vorläufig festgenommen.

Es dauert anderthalb Jahre, bis es zu einem persönlichen Treffen kommt, vor der Schwurgerichtskammer des Wiesbadener Landgerichts. Die Frau trifft am Freitag als Zeugin auf den Angeklagten Emmanuel B., kurz „Manu“. Die Anklage wirft dem 39-jährigen Geschäftsmann vor, seine Frau Britta im gemeinsamen Haus in Schlangenbad-Wambach getötet und ihre Leiche beseitigt zu haben. Das letzte zweifelsfreie Lebenszeichen von Britta stammt vom Abend des 16. Februar 2014. Blutspritzer der Frau an einer Heimwerker-Maschine belasten den Ehemann schwer, hinzu kommt ein Bündel von Indizien.
Nichts passt, und das spiegelt sich in der Verteidigung

Die Verteidigung zeichnet das Bild eines unschuldigen Mandanten, der seine Frau sehr geliebt habe und über das Verschwinden sehr unglücklich sei. Drei Suizidversuche seien Ausdruck seiner Verzweiflung. Sicher belegt ist nur, dass keiner der Versuche nach Angaben der Rechtsmedizin auch nur annähernd das Leben gefährdet hatte. Waren auch sie bloß Teil einer Inszenierung? Wie die Geschichten, die „Manu“ nach dem Verschwinden seiner Frau in Umlauf gebracht hat. Wie jene, dass seine Frau am späten Abend des 16. Februar 2014 vor seinen Augen in Eltville in den Rhein gesprungen sein soll. „Britta, was machst du da? Komm’ wieder raus“, will er noch gerufen haben. Nach einiger Zeit sei er – „total geschockt“ – heimgefahren.

Selbstmord von Britta am 16. Februar? Wie konnte dann aber ihr Blut an die Heimwerker-Maschine gelangen, die Emmanuel B. erst am 17. Februar gekauft hat? Eine Maschine, mit der man sägen und schneiden kann. Es gibt auch keinen Hinweis, dass am Abend des 16. Februar eines der beiden Autos das Grundstück verlassen hatte. Nichts passt, und das spiegelt sich in der Verteidigung. Mit großer Ausdauer stürzen sich Axel Küster und sein Kollege Hans-Dieter Henkel auf angeblich einseitige Ermittlungen der Polizei, beklagen „unterschlagene“ Entlastungszeugen und behaupten rechtswidrige Umstände der Festnahme. Küster zeichnet in Erklärungen das Bild eines Angeklagten, bei dem „die Liebe zu seiner Frau an erster Stelle“ gestanden habe.

Vertuschungs- und Verschleierungsaktivitäten

„Er tat alles, dass seine Frau glücklich war“. Niemand könne sich vorstellen, dass er sie getötet haben könnte. Beweise und Indizien drängen aber genau das auf, und da hinein passen auch die Vertuschungs- und Verschleierungsaktivitäten. Emmanuel B. hat sich am 18. Februar Nachrichten geschickt und so getan, als sei Britta der Absender. Er hatte dazu eigens ihren Laptop mit nach Paris genommen. Am 17. Februar hat er in Wiesbaden mit ihrer Bankkarte Geld abgehoben. Am 20. Februar hat er die Daten der Videoüberwachung manipuliert. Warum das alles?

Getäuscht hat er auch die Frau, mit der er sich zum Sexabenteuer verabredet hatte. Am 14. Februar 2014 hatte er sie im Internet kennengelernt. Er habe eine zehnjährige Beziehung hinter sich, suche einen Neuanfang, sei Single. Schnell tauscht man erotische Fantasien aus, das Kino in beider Köpfe läuft volles Programm. „Er war sexuell erregt“, schildert die Frau als Zeugin.

Der „liebe Manu“ sagt auch, womit sie ihm, abgesehen vom Sex, eine weitere Freude machen könnte – mit „Kirsch-Marmelade und Baguette“. Das schreibt er am Abend des 17. Februar 2014. Einen Tag zuvor soll er seine Frau getötet haben, glaubt die Staatsanwaltschaft.

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/prozess-mord-ohne-leiche-in-wiesbaden-die-vie...


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Mauro
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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

23.08.2015 um 09:11
@ARWEN1976
ARWEN1976 schrieb am 28.07.2015:Ich hatte es fast verdrängt, aber gerade ist es mir wieder eingefallen, zumal hier auch in der Diskussion die Überwindung angesprochen wurde, die ein mögliches Zerteilen des Leichnams mit sich bringt.
Mir ist, als ich den Artikel gelesen habe, eingefallen, daß Herr B. versucht hatte, sich umzubringen. Dies wurde in einem früheren Artikel geschrieben und während ich den letzten, aktuellen gelesen habe, dachte ich: genau dieses Zerstückeln könnte der Grund dafür gewesen sein.
Ich bin nämlich auch der Meinung, wie meine Vorschreiber, daß eine solche Handlung eine wahnsinnige Überwindung kostet und man diese Bilder nicht leicht aus dem Kopf bekommt.
Kommt ganz sicher immer auf den Täter an, es gibt ja etliche Beispiele, wo so etwas vollbracht wurde, aber trotzdem lies mich der Gedanke in diesem Fall nicht los, daß dieser Selbstmordversuch mit der Tat (Mord oder Totschlag?) und ihren Folgen (Zerstückeln, beseitigen) zusammenhing.
Das sehe ich ebenso…der Mann befand sich „danach“ in einer Ausnahmesituation, zumal er genug zu „erledigen“ hatte.

@Kerry

Dank für den Link Wiesbadener- Tagblatt!

Die Vertuschungs-und Verschleierungsaktivitäten, wobei aus meiner Sicht auch die Selbstmordversuche relevant waren, mussten gut durchdacht ausgeführt werden, ohne selbst zu Schaden zu kommen.

Was ganz schlecht in diese makabre „Mordgeschichte“ passt, ist der Hang zu einer erotischen Begegnung, mitten im Geschehen seiner Inszenierung. Die Krönung: >>>Kirschmarmelade und Baguette<<<…

Wenn er sich einer psychisch labilen Ehefrau, mit gesundheitlichen Problemen, „entledigen“ wollte, hätte es für ihn jede Menge Optionen gegeben, um fair aus dieser Ehe aussteigen zu können.

Evtl. wollte der Ehemann unnötige Kosten vermeiden….den „Neuanfang“ hatte er bereits eingeleitet und schriftlich belegt.

Auf das Urteil bin ich mehr als gespannt!


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

14.09.2015 um 20:57
Der Vollständigkeit halber noch dieser Artikel vom 18.08. mit aussagekräftigem Foto vom Ortstermin:

img L2ZtLzgxOS90aHVtYm5haWxzLzE0Mzk5MTc5

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/prozess-mord-ohne-leiche-in-wiesbaden-die-sch...


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

15.09.2015 um 07:46
Und hier der Inhalt vom gestrigen Link von 20:57 Uhr von X-Aequitas:

" Nachrichten Wiesbaden 18.08.2015
Prozess "Mord ohne Leiche" in Wiesbaden: Die Schwurgerichtskammer begutachtet den vermuteten Tatort in Schwalbach
Von Wolfgang Degen

WIESBADEN/SCHLANGENBAD - Kurz vor Mitternacht schickt ein Mann per SMS-Nachricht einen lieben Gruß, schöne Träume wünscht er. Er hat wohl darauf gebaut, dass er in diesen Träumen vorkommt. Der Gruß gilt nicht der eigenen Frau, die er seit zwölf Jahren kennt und mit der er seit sechs Jahren verheiratet ist. Der Gruß gilt einer Bekanntschaft von einem Flirtportal im Internet.

Man will sich schon bald persönlich treffen. Als Emmanuel B. aus Schlangenbad-Wambach am 16. Februar 2014 einer anderen Frau schöne Träume wünscht, könnte seine eigene Frau Britta bereits als Leiche im gemeinsamen Haus gelegen haben. Getötet von ihm. So sieht es die Anklage der Staatsanwaltschaft.

Am Dienstag kehrt Emmanuel B., inzwischen Angeklagter vor der Wiesbadener Schwurgerichtskammer, noch einmal in das Haus zurück. Seit November 2014 ist es verkauft. Seine Frau Britta galt noch als Vermisstenfall, da hatte er sich schon um den Verkauf der sehr hochpreisigen Immobilie bemüht. Es ist am Dienstag eine Heimkehr in Handschellen, die Schwurgerichtskammer verschafft sich ein Bild vor Ort. Am Abend jenes 16. Februar, es war ein Sonntag, wurde die 37-Jährige das letzte Mal zweifelsfrei gesehen, aufgenommen von der Überwachungskamera am Eingang des Hauses. 20.13 Uhr raus, 20.14 Uhr wieder rein. Dass Britta B. das Haus zu einem späteren Zeitpunkt erneut verlassen haben könnte, ist nicht dokumentiert. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 39-jährige Geschäftsmann die Leiche mit seinem Audi A8 weggeschafft hat. Das könnte auch Blutspritzer an der Kofferraumverkleidung erklären, es ist Blut von Britta B..

DNA-Material am Multitool

Das Haus als Tatort ist für die Staatsanwaltschaft umso naheliegender, weil im laufenden Prozess ein Beweisstück aufgetaucht ist, dessen Spuren „reden“ können. Das Beweisstück steckt in einem grünen Werkzeugkoffer, es ist ein Multitool der Firma Bosch. Ein kleines handliches Mehrzweckgerät für Handwerker zum Sägen, Schneiden, Schaben, Schleifen. Mit Stromkabelanschluss, und das ist mehr als nur ein ergänzender Hinweis. Nur so kann das Werkzeug betrieben werden. An diesem Werkzeug wurden Blutspritzer und Partikel gefunden, die zweifelsfrei von der verschwundenen Frau stammen. Es gibt auch Mischspuren, mit DNA-Material zweier Menschen, identifiziert als Britta und Emmanuel B.. Die Maschine hatte der 39-Jährige am 17. Februar 2014 gekauft und beim späteren Hausverkauf überlassen.

Wie kommen Blut und gewebeartige Partikel der verschwundenen Frau auf die Maschine? Ein Blutspuren-Gutachten soll das Beweisstück noch mehr zum „Reden“ bringen, Form und Verlauf der Tropfen oder Wischspuren lassen wissenschaftlich gesicherte Aussagen zu. Bei welchem Geschehen könnten die Blutspuren entstanden sein? Beim Zerstückeln oder beim Abtrennen von Gliedmaßen? Die Verteidiger Axel Küster und Hans-Dieter Henkel haben sich zur Erklärung der schwer belastenden Spuren auf den Satz beschränkt, dass sich die Frau selbst verletzt haben könnte.

Ausgiebiger befassen sich Küster und Henkel mit ihrer Vermutung, dass Britta B. unbemerkt von der Kameraüberwachung doch aus dem Haus gelangt sein könnte. Die von einem Gutachten bestätigte technisch bedingte Fehlertoleranz des Systems schließe diese Möglichkeit zumindest nicht aus, argumentieren die Anwälte. Warum aber hat ihr Mandant mit großem Aufwand alle Spuren zu beseitigen versucht, die ihn schwer belasten?

Fortsetzung des Prozesses ist am Mittwoch, 9 Uhr."


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

15.09.2015 um 07:58
Unter der Voraussetzung, dass der Ehemann der Täter ist und mit ein Grund, sein Dating im Dating-Portal war: wie ist es möglich, dass man 12 Jahre mit einer Frau zusammen lebt und sich dann auf einem Flirt-Portal verirrt. Klar, dass alleine kommt mit Sicherheit öfters vor. Dann "findet" man dort eine Frau, die einem symphatisch ist und möchte diese Frau treffen. Kann wohl auch vorkommen. Aber ist dies ein Grund, seine Frau zu töten? Hat seine Frau heraus gefunden, was ihr Mann so nebenbei treibt und hat ihn zur Rede gestellt? Flippte er aus, weil er eigentlich seinen Standard mit seiner Ehefrau nicht verlieren wollte, aber doch den Reiz der Affäre nutzen wollte?

Oder wollte er sich trennen und seine Ehefrau stellte sich ihm in den Weg und drohte, sein Leben zu zerstören?

Alles keine Gründe, für einen erwachsenen Menschen, jemanden zu töten.

Ich bin immer wieder erschrocken, wie es soweit kommen kann, dass man seine Partner tötet.

Hier natürlich vorausgesetzt, er war es wirklich.


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

15.09.2015 um 09:06
Wurde denn schon mal etwas über die Vermögensverhältnisse geschrieben? Die Villa, war ja "sehr hochpreisig" und ein Audi A8 kostet auch viel Geld. Die Frage ist, war das gemeinsames Vermögen, oder eher von Frau B. mitgebracht?
Dann könnte es ja durchaus sein, dass sie den werten Gatten bei seinen amourösen Flirts im Internet ertappt hat und ihn schnurstracks vor die Tür setzen wollte...
Das war wiederrum ja nun aber gar nicht in seinem Sinne - wer weiß, ob da ein Streit eskaliert ist?
Jedenfalls klingt sein ganzer Aktionismus nach dem Verschwinden schon sehr verdächtig...


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22.10.2015 um 20:14
Nachrichten Wiesbaden 21.10.2015

Angeklagter im Prozess "Mord ohne Leiche" in Wiesbaden weiter schwer belastet: Verräterische Suche im Internet nach „Knochen+sägen“

Von Wolfgang Degen

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/angeklagter-im-prozess-mord-ohne-leiche-in-wies...


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Vermisst: Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach - Mord ohne Leiche?

22.10.2015 um 20:20
Der Vollständigkeit halber auch noch dieser Artikel hier:

Nachrichten Wiesbaden 15.10.2015
Prozess "Mord ohne Leiche" in Wiesbaden: Ehemann soll sich rechtswidrig am Vermögen der Getöteten bereichert haben
Von Wolfgang Degen

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/prozess-mord-ohne-leiche-in-wiesbaden-ehemann-s...


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