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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

246 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Gütersloh, Ostwestfalen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 11:45
Guten Morgen liebe Forengemeinde,

ich bin bereits seit einigen Monaten stille Mitleserin in diesem Bereich von Allmy und seinerzeit über die Berichterstattung zum Urteil im "Weihnachtsdoppelmord an Geschwisterpaar in Gütersloh" hier gelandet. Bei der Recherche hier im Forum bin ich natürlich auch auf einige (zum Teil noch ungeklärte) Mordfälle aus meiner Region gestossen (Frauke Liebs, Nelly Graf, Gabriele Obst), ich vermisse jedoch eine Diskussion in der gemeinschaftlichen "Schwarmintelligenz" zum bislang ungeklärten Mordfall "Ingrid Amtenbrink" aus Gütersloh.

Da sich dieser Mordfall in den kommenden Tagen bereits zum 6. Mal jährt und trotz umfangreicher Suche (u. a. ein "heiß" diskutierter Massengentest) nach einem möglichen Motiv und vor allem auch dem möglichen Täter bisher keine Erfolge zu verzeichnen sind, möchte ich diesen mittlerweile doch nahezu (zumindest in dieser Region) "vergessenen" ungeklärten Mordfall mit dieser Diskussion noch einmal ins Bewusstsein rücken.

Bitte verzeiht schon mal vorab, wenn ich nicht auf Anhieb alles richtig mache!

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Kurze Zusammenfassung des Falls aus der Quelle e110.de
http://www.e110.de/index.cfm?cid=21&event=page.detail&fkcid=7&id=50269 (Archiv-Version vom 23.11.2010) :

Leiche im Kornfeld - Wurde Witwe auf dem Heimweg ermordet?

Nur wenige Hundert Meter von ihrem Wohnhaus entfernt wird die Leiche von Ingrid Amtenbrink gefunden. Die Obduktion ergibt: Die 67-Jährige wurde ermordet. Für eine Beziehungstat gibt es keine Anzeichen. Über das Motiv für das grausame Verbrechen kann man nur spekulieren.

Donnerstag, 21. Mai 2009, Himmelfahrtstag. Ingrid Amtenbrink lebt seit dem Tod ihres Mannes allein am Stadtrand von Gütersloh. Sie nimmt sich an diesem Tag vor, das Grab ihres Mannes zu pflegen. Doch kurz bevor sie das Haus verlässt, ändert sie ihren Plan - eine verhängnisvolle Entscheidung.

Gegen 13.30 Uhr wird Ingrid Amtenbrink von Nachbarn gesehen, als sie zu einem Spaziergang aufbricht. Am nächsten Tag versuchen ihre Kinder, sie anzurufen. Niemand hebt ab. Als Ingrid Amtenbrink auch am Samstag nicht erreichbar ist, schaltet die Familie die Polizei ein. Gleichzeitig beginnt sie mit einer Suchaktion im näheren Umkreis. Nachbarn finden die Verschwundene schließlich am 24. Mai tot in einem Kornfeld am Rande eines nahe gelegenen Waldes.

Spur zum Musikfest
Der polizeiliche Ermittlungsapparat läuft sofort auf Hochtouren. Spuren werden gesichert. Dazu gehört die Handtasche des Opfers. Man findet eine Verzehrmarke, gültig für eine Veranstaltung am 21. Mai. An diesem Tag fand auf dem "Meierhof Rassfeld" in Gütersloh ein Musikfest statt. Das Gelände liegt nur 300 Meter vom Fundort der Leiche entfernt. Wie sich herausstellt, war unter den zahlreichen Besuchern auch Ingrid Amtenbrink. Ist sie hier auf ihren Mörder gestoßen?

Die Kripo findet Festbesucher, die mit dem Opfer gesprochen haben. Frau Amtenbrink habe von ihrem verstorbenen Mann erzählt und sei immer noch sehr traurig gewesen. Am späten Nachmittag sei sie dann nach Hause aufgebrochen - allein.

Tod auf dem Heimweg?
Vermutlich ist sie nicht den kürzesten Weg gegangen, sondern hat einen kleinen Umweg am Wald entlang gemacht. Niemand weiß, wo Ingrid Amtenbrink auf ihren Mörder stieß. Vielleicht in der Nähe des Kornfelds, in dem ihre Leiche später gefunden wurde, vielleicht woanders. Der Tod trat durch massive Gewaltanwendung ein. An der Leiche wurden DNA-Spuren des Mörders gesichert. Die Polizei führt eine Massenspeicheluntersuchung durch – ohne Erfolg.

Ermittlungsfragen:
Wer hat Frau Amtenbrink gekannt und bisher nicht mit der Polizei gesprochen?
Wer war am Himmelfahrtstag (Vatertag), Donnerstag, 21.05.2009, Besucher der Veranstaltung „Swinging Table“ auf dem Hof "Meier Rassfeld" und hat bisher nicht mit der Polizei gesprochen? Auch Besucher, die keinen Kontakt zu Frau Amtenbrink hatten, sollten sich melden.
Wer kann mit sonstigen Hinweisen helfen?

Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 1.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Bielefeld, Telefon: 0521 / 54 50

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Hintergründe zur Person Ingrid Amtenbrink:

Frau Amtenbrink lebte seit dem Tod Ihres Mannes alleine in der ehemals gemeinsamen Wohnung am Stadtrand von Gütersloh im Ortsteil Blankenhagen. Die gemeinsamen Kinder sind bereits erwachsen und aus dem Haus. Ingrid Amtenbrink wird von Freunden, Bekannten und Nachbarn als lebenslustige, zuverlässige Frau beschrieben, die jedoch auch knapp anderthalb Jahre nach dem Tod Ihres Mannes stark unter dem Verlust gelitten habe. Erst kurz vor ihrem Tod soll sie wieder vermehrt "unter Menschen gegangen sein" und lose Bekanntschaften geknüpft haben (vgl. auch die Darstellung hierzu in AZ yx).
Zu Ihren Kindern hatte sie einen guten regelmäßigen, - wenn auch nicht täglichen - Kontakt und wurde von diesen zwei Tage nach dem Besuch auf der Open-Air-Veranstaltung "Swinging Table" auf dem "Meierhof Rassfeld, die Ingrid Amtenbrink nachweislich gem. einer gefundenen Verzehrkarte sowie anschließender Zeugenaussagen am Donnerstag, den 21.05.2009 besucht hatte, als vermisst gemeldet.

Hintergründe zur Auffindung der Leiche und erste Ermittlungsansätze:

Die Leiche von Ingrid Amtenbrink wird am darauffolgenden Tag, am Sonntag, den 24.09.2009 in einem Kornfeld in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort und auf dem Rückweg zu ihrer Wohnung in einem Kornfeld von Spaziergänger (verschiedene Quellen geben auch Nachbarn/Bekannte an) aufgefunden. Sie ist vollständig bis auf die Schuhe bekleidet und Ihre Handtasche liegt "wie drapiert" auf Ihrem Oberkörper. Die Untersuchung dieser ergibt, dass keine Wertsachen gestohlen wurden, ein Raubmord wird ausgeschlossen. Die Schuhe werden bei der anschließenden umfangreichen Suche direkt um den Fundort gefunden, die kriminaltechnische Untersuchung der Leiche sowie der ihr gehörenden und mitgeführten Gegenstände ergibt eine DNA-Spur, welche die Ermittler als Täter-DNA einstufen. Um was für eine DNA es sich dabei handelt und wo sie gefunden wurde, ist meines Wissens nach nie mitgeteilt worden, da es sich u. U. um Täterwissen handelt.

Am 07.06.2009, also etwa knapp 3 Wochen später berichtet die Lokalzeitung "Westfalenblatt" unter Berufung auf Augenzeugenberichten, dass die Ermittler entgegen ihren ersten Aussagen davon ausgehen, dass Ingrid Amtenbrink nicht am Tag Ihres Besuches auf dem "Meierhof Rassfeld", sondern erst 3 Tage später, also am Tag ihres Auffindens, getötet wurde.
Eine umfangreiche Durchsuchung von Grundstücken, Gebäuden und Scheunen auf der Suche nach einem Versteck, in dem diese festgehalten und eventuell auch getötet wurde bleibt jedoch erfolglos.
Da trotz umfangreicher Rechereche keine weitere Zeitung zur Annahme der Ermittler etwas schreibt, ist nicht sicher, ob es sich bei der Durchsuchung nicht um eine unabhängige Maßnahme mit anderem Hintergrund handelt.
Quelle:
http://www.owl-am-sonntag.de/epaper/artikel.php?art=28077136&seite=07.06._1060_a02&dat=07.06.2009&PHPSESSID=baaab9f76a22b830bd4391b4ec874146

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Ich werde gleich noch weitere Zeitungsartikel zur besseren Übersicht einstellen und würde mich freuen, wenn wir diesen ungeklärten Mordfall wieder ins Bewusstsein rücken könnten.
Ich bin darüber hinaus auch sehr gespannt, eure Ansätze in dieser Diskussion zu verfolgen. Ich freue mich sehr auf eine zielführende und lebhafte Diskussion unter Berücksichtigung der allgemeinen Regeln und der Nettiquette.

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Meine (laienhafte) Einschätzung zu diesem Mordfall:

Ich halte Ingrid Amtenbrink für ein Zufallsopfer eines Einzeltäters, der weder vorher noch nachher durch ähnliche Taten aufgefallen ist. Ich stütze meine These dabei auf die Aussagen aus der Filmdarstellung in AZ yx, in der ausgesagt wird, dass Ingrid Amtenbrink zunächst vorhatte, an diesem Feiertag das Grab ihres Mannes zu pflegen, sich dann jedoch - scheinbar spontan - dazu entschieden hat, zum nahegelegenen "Meierhof Rassfeld" zu gehen, um die dort stattfindende Veranstaltung "Swinging Table" anzusehen.
Vor diesem Hintergrund schließe ich daher aus, dass es sich um eine geplante Tat - zumindest mit Ingrid Amtenbrink als Opfer - handelt. Auch die Darstellung, dass Ingrid Amtenbrink erst kurz vor ihrem Tod wieder am "öffentlichen Leben" teilnahm widerspricht einer These, wonach sie ihren Mörder - durch welche Art auch immer - gekannt haben muss.

Ich nehme weiterhin an, dass der oben zitierte Artikel aus dem Westfalenblatt zur Suche der Ermittler nach einem Versteck kein Gerücht ist, sondern unmittelbar mit dem Mordfall zu tun hat. Die Tatsache, dass die Kinder von Ingrid Amtenbrink bis heute kein Todesdatum auf ihrem Grabstein vermerkt haben, da sie dieses nicht kennen bzw. die Ermittler das vermutliche Todesdatum auch ihnen nicht mitgeteilt habe, wird in einem Interview mit der Tochter von Ingrid Amtenbrink selbst von dieser bestätigt:
Zitat:
Das Schlimmste, so Nolte, sei die Ungewissheit. "Das erschwert es, darüber hinwegzukommen." Einen anderen sehnlichen Wunsch verwehrt ihr die Polizei: "Wir würden auf dem Grabstein unserer Mutter gerne den Todestag eintragen, aber man nennt ihn uns nicht."
Quelle: http://www.nw.de/lokal/3589171_Polizei-gibt-auch-ein-Jahr-nach-dem-Mord-an-Ingrid-Amtenbrink-nicht-auf.html

In diesem Zusammenhang könnte man darüber hinaus durchaus auch eine Parallele zu den Mordfällen Frauke Liebs und eventuell auch Nelly Graf ziehen. Zumindest Frauke Liebs wurde nachweislich noch einige Tage vor ihrer Tötung festgehalten und hatte sich dabei nahezu täglich - wenn auch nur kurz - bei ihrem Exfreund bzw. bei Familienmitgliedern über Handy gemeldet. Bei Nelly Graf, die sowohl optisch als auch vom Alter her eher zu Ingrid Amtenbrink passt als Frauke Liebs ist jedoch nichts in dieser Richtung bekannt geworden. Ich persönlich sehe daher für mich keine unmittelbaren Hinweise darauf, dass es sich hierbei um einen Serientäter handeln könnte, ich schließe das nahezu zu 100% aus.

Zur Theorie des Einzeltäters:
Ich gehe aus oben genannten Gründen davon aus, dass Ingrid Amtenbrink ein Zufallsopfer war, schließe jedoch nicht aus, dass die Durchführung der Tat bereits vorher geplant war. Es ist sogar für mich durchaus denkbar, dass der Täter ebenfalls ein Besucher des "Swinging Tables" war und ihm Ingrid Amtenbrink bei der Veranstaltung aufgefallen ist.
Wenn man die Zeugenaussage aus der Filmdarstellung bei AZ xy zugrunde legt, würde ich sogar so weit gehen und behaupten, dass Ingrid Amtenbrink dem späteren Täter durch ihr Verhalten (häufige Erwähnung ihres toten Mannes, zurückhaltende Art etc.) aufgefallen ist und als "leichtes Opfer" identifiziert wurde.
Das sie offensichtlich alleine auf der Veranstaltung war und beabsichtigte die wenigen Hundert Meter zu ihrer Wohnung zu Fuß zu gehen, ist sicher durch ihre Erzählungen dem Paar gegenüber bekannt gewesen. Da der "Meierhof Rassfeld" charakteristisch umgeben von Feldern und einem kleinen Wäldchen liegt, dürfte es für den Täter nicht schwer gewesen sein, ihren Heimweg entsprechend "vorherzusehen". Es ist daher durchaus denkbar, dass der spätere Täter eventuell sogar in unmittelbarer Nähe zu Ingrid Amtenbrink und dem Paar gesessen hat (Nachbartisch) und so ganze Gesprächsinhalte ohne weiter aufzufallen mitbekommen hat.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 11:55
Weitere Links zum Mordfall Ingrid Amtenbrink

Darstellung bei Aktenzeichen xy ab ca. 55:00 Minuten:
https://www.youtube.com/watch?v=FxXuDvoQJqc

Kleine Zusammenfassung auf der Homepage des "Meierhof Rassfeld" mit regionalen Artikeln:
http://www.meierhof.de/000akt/00h_22Mord.html

Presseerklärung zur Falldarstellung bei Aktenzeichen vom 08.06.2010:
http://www.24pr.de/polizei/polizeimeldung-69374.html


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13.05.2015 um 12:05
Verschiedene Pressetexte zum erfolgten Massengentest:

Massengentest in 2009:
Quelle:
http://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/guetersloh/?em_cnt=3159743

Zitat des Leiters der MoKo:
"Von den rund 7.000 Männern, die zum Speicheltest aufgefordert sind, haben wir jetzt die Hälfte erfasst", sagt Gelhot. 4.800 Personen wurden persönlich aufgesucht und an der Haustüre aufgefordert, eine Speichelprobe für den DNA-Abgleich abzugeben.

Konkrete Zahl der getesteten Männer in anderem Artikel aus 2012:
Quelle:
http://www.mt.de/lokales/minden/7146587_Gentests_bieten_keine_Erfolgsgarantie.html

Zitat:
Bei den Ermittlungen im Mordfall Ingrid Amtenbrink aus Gütersloh wurden fast 12 000 Männer getestet. Amtenbrink (67) wurde im Mai 2009 erwürgt aufgefunden.

Berichterstattung über die Verurteilung eines Mannes, der die Speichelprobe verweigerte, im Nachhinein jedoch als Täter ausgeschlossen wurde:
Quelle:
http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/guetersloh/Speichel-Verweigerer-59-verwarnt-aa43fdde-9527-408b-ab07-5c496cb1e03b-ds

Zitate:
Blick zurück: Schöpf gehörte zu jenen, die im Zuge der Massenspeichelung beim Mordfall Amtenbrink eine Speichelprobe verweigerten. Er sieht darin bis heute einen Eingriff in seine Grundrechte. Am Morgen des 8. Juli 2010 klingelten vier Beamte der Mordkommission „Korn“ zwischen 6 und 7 Uhr an der Tür des Reihenhauses, in dem Schöpf wohnt. In der Tasche hatten sie einen Beschluss des Bielefelder Amtsgerichts zur Entnahme der Speichelprobe und einen Durchsuchungsbeschluss. Beide wurden im Nachhinein vom Landgericht mangels konkreten Tatverdachts als rechtswidrig eingestuft.

Wegen Beleidigung der Beamten verhängte die Strafrichterin eine Verwarnung mit Strafvorbehalt. Das bedeutet, wenn Schöpf sich in den nächsten zwölf Monaten nichts zuschulden kommen lässt, gilt er als nicht verurteilt. Wenn doch, muss er 25 Tagessätze zu je 50 Euro zahlen. Die Staatsanwältin hatte 50 Tagessätze gefordert und einen Strafvorbehalt von zwei Jahren, Verteidiger Martin Rother hingegen einen Freispruch.


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13.05.2015 um 12:33
Danke erst einmal für das Erstellen eines eigenen threads in diesem Fall.
Leider gibt es keine weiteren neuen Spuren dazu. Keine neuen Presseberichte.....

Ich sehe auch keine Verbindung zu den anderen Fällen, die Du aufgeführt hast. Außer, dass wohl
keiner dieser Fälle aufgeklärt wurde. (Im Fall Gabriele Obst halte ich den verurteilten Ehemann nicht
für schuldig). An einen Serientäter glaube ich nicht. Zumal im Fall Nelli Graf DNA-Spuren gefunden
wurden. Diese stimmen wohl nicht mit denen überein, die bei Frau Amtenbrink nachweisbar waren.

Es wird daher mMn sehr schwer, in diesem Fall etwas Erhellendes herauszufinden, leider!


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 12:37
Umgebungskarte "Meierhof Rassfeld" aus Google Maps:

https://www.google.de/maps/@51.9243,8.36687,451m/data=!3m1!1e3

Der Fundort der Leiche liegt oberhalb des Hofes. Es handelt sich um das Feld, welches links neben dem Wald oberhalb der Markierungen "Holler Straße" liegt. Der genaue Fundort befindet sich etwa mittig links neben dem Wald auf der hier noch grünen Fläche.

Der Wohnort von Ingrid Amtenbrink liegt entgegen gesetzt in dem Wohngebiet oberhalb der Tarheide.
Fundort der Leiche liegt demnach fast direkt auf dem Nachhauseweg.

Sofern die Theorie des Westfalenblatts stimmt, dass Ingrid Amtenbrink noch gut 3 Tage gelebt haben könnte, schließe ich nicht aus, dass der Ort, an dem sie in der Zwischenzeit versteckt wurde, nicht in unmittelbarer Nähe zum Auffindeort liegt, Ingrid Amtenbrink erst kurz vor bzw. nach ihrem Tod dorthin gebracht wurde.
Das stützt die Theorie, dass Ingrid Amtenbrink zeitlich unmittelbar zur Veranstaltung auf dem "Meierhof Rassfeld" "abgegriffen" wurde und der Täter sie dorthin wieder verbracht hat um zu suggerieren, sie sei dort auch ums Leben gekommen.
Da die Ermittler weder zum Todeszeitpunkt noch zum Tatort bzw. Auffindeort nähere Details bekannt geben, ist dies jedoch nur Theorie.


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13.05.2015 um 12:53
@fortylicks
Zitat von fortylicksfortylicks schrieb:Es wird daher mMn sehr schwer, in diesem Fall etwas Erhellendes herauszufinden, leider!
Das ist einer der Hauptgründe - neben der regionalen Nähe - die mich zur Erstellung dieser Diskussion bewogen habe.

Ich sehe es - leider - ähnlich und finde es schade, dass es anscheinend auch weiterhin und sofern "Kommissar Zufall" nicht zur Hilfe kommt einen weiteren ungeklärten Mordfall gibt.
In Anbetracht der Tatsache, dass die von dir erwähnten Mordfälle Obst und Graf (bei ersterem bin ich mir bei dem Verurteilten auch nicht zu 100% sicher) und den ebenfalls derzeit ohne aktuellere Berichterstattung ungeklärte Mord an Frauke Liebs in Vergessenheit gerät, dass es anscheinend trotz signifikanter Spurenlage (DNA) nicht möglich ist, diese Fälle aufzuklären. Im Umkehrschluss bedeutet dies unter Umständen, dass weitere Fälle natürlich nicht ausgeschlossen sind.

Mich persönlich machen die Worte der Tochter in dem NW-Interview sehr betroffen. Man trauert nicht nur um einen geliebten Menschen, in diesem Fall die Mutter (!!!), sondern lebt auch schon seit Jahren mit der Ungewissheit wann und vor allem wie bzw. warum dies passiert ist. Auch wenn man Ingrid Amtenbrink gefunden hat und damit die Möglichkeit hat, sie zu beerdigen und dies als scheinbaren "Abschluss" zu definieren, werden diese Fragen immer präsent sein.
Ich mag mir dieses Gefühl gar nicht so recht vorstellen. :-/


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13.05.2015 um 13:05
Die Frage, die mir in diesem Fall besonders auf den Nägeln brennt ist, warum Ingrid Amtenbrink
ermordet wurde und evtl. sogar noch 3 Tage irgendwo festgehalten wurde?
Ich meine, dass die Ermittler damals keinerlei Auskünfte darüber gaben, ob Frau Amtenbrink
ein Sexualopfer war. Verstehe ich, ehrlich gesagt, nicht so ganz. Man liest ja in vielen Fällen,
in denen es um Frauenmorde geht, dass es sich um ein sexuell motiviertes Motiv handelt, das
Opfer vergewaltigt wurde. Nur im Fall Amtenbrink schwieg man sich darüber aus.

Generell ist es in den Fällen hier aus der Gegend eher so, dass sich die Ermittler mit öffentlichen
Verlautbarungen recht bedeckt halten.

Ich denke auch, dass Ingrid Amtenbrink ein Zufallsopfer war. Und dann wird es wohl auf ein
Sexualdelikt hinauslaufen, oder??


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13.05.2015 um 13:20
@Zitronella

Wenn man ein Opfer drei Tage festhält, es dann umbringt und dort wieder hin verbringt, wo es das letzte Mal in etwa gesehen wurde, dann frage ich mich, wie und warum es der Täter fertigbrachte, eine Täter-DNA zu hinterlassen. Der Fall ist wirklich schrecklich. Ich gehe auch von einem Zufallstäter aus. Parallelen zu Frauke Liebs sehe ich nicht, eher zu Nelli Graf, für deren Tod es bis heute ja auch kein wirklich denkbares Motiv gibt.


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13.05.2015 um 13:26
Zitat von nettefrau41nettefrau41 schrieb:Parallelen zu Frauke Liebs sehe ich nicht, eher zu Nelli Graf, für deren Tod es bis heute ja auch kein wirklich denkbares Motiv gibt.
Da auch im Fall Nelli Graf DNA gefunden wurde, kann man das sicher ausschließen. Es sei denn, es
handele sich um mehrere Täter, die Frauen irgendwo abfangen, wo es einsam ist? Da möchte ich
allerdings nicht wirklich dran glauben....


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13.05.2015 um 13:26
@nettefrau41
Zitat von nettefrau41nettefrau41 schrieb:Wenn man ein Opfer drei Tage festhält, es dann umbringt und dort wieder hin verbringt, wo es das letzte Mal in etwa gesehen wurde, dann frage ich mich, wie und warum es der Täter fertigbrachte, eine Täter-DNA zu hinterlassen.
Naja, je länger ein Täter mit seinem Opfer Kontakt hat, desto größer ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass er DNA-tragende Spuren auf das Opfer überträgt.

MfG

Dew


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13.05.2015 um 13:27
@fortylicks

Ja, zum Thema Sexualdelikt gehe ich mit dir konform, gehe sogar soweit, davon (ohne Fakten natürlich erstmal spekulativ) auszugehen, dass es sich tatsächlich um eines handelt. Auch wenn die Ermittler das bisher weder bestätigen noch abstreiten.
Allerdings sehe ich dies vor dem Hintergrund des erfolgten Massengentests fast schon als Tatsache an. Die Ermittler haben unmittelbar im Anschluss an die Untersuchungen von einer Täter-DNA gesprochen. Heißt für mich erstmal, dass dieses einwandfrei zuzuordnen war. Und da komme ich immer wieder auf das Thema "Sperma", welches dann ja an einem Ort gefunden wurde, der ausschließt, dass es auch anderweitig da hingekommen sein könnte wie etwa ein Haar oder ähnliches. Das Thema Hautschuppen ist sicherlich ebenfalls nicht geeignet, sofort auf Täter-DNA zu schließen. Es gab gleich zu Beginn der Ermittlungen Kritik am Verhalten von Polizei und Rettungsdienst am Fundort. Es wären soviele Personen dort "wallfahrtsähnlich" aufgelaufen, dass sämtliche Täterspuren überhaupt nicht zuzuorden gewesen wären.
Die Ermittler wiesen diese Kritik natürlich zurück.

Im Kern will ich damit sagen, dass es für mich (nahezu) Fakt ist, dass hier ein Sexualdelikt im Vordergrund steht.


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13.05.2015 um 13:36
@Dew

Parallelen heißt nicht, dass es der gleiche Täter war.

@Zitronella

Ich gehe auch von einem Sexualdelikt aus. Mein Beitrag bezog sich nur auf die Zeit des Fetshaltens und auf den Artikel des Westfalenblatts. Daran habe ich Zweifel.


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13.05.2015 um 13:36
@nettefrau41

Tja, wenn wir den Grund kennen würden ...

Es ist ja leider in der Tat so, dass sich die Ermittler (auch) in diesem Fall sehr bedeckt gehalten haben, was Aussagen zu Todesart und -umständen betrifft.
Ob das typisch für unsere Region ist, wie @fortylicks sagte, weiß ich nicht. Es ist aber sehr auffällig, dass weder etwas zum möglichen Tatort noch etwas zur konkreten Todesart bekannt gegeben wurde.

Die Berichte hierzu sind widersprüchlich von "massiver Gewalt gegen den Hals" bis "erwürgen" habe ich was gefunden. Nichts davon wurde von den Ermittlern bestätigt, es heißt lediglich in einem Pressetext der Neuen Westfälischen
Zitat:
Es ist nicht die einzige Angabe, die die Polizei für sich behält. Todesursache? "Kein Kommentar", sagt Gelhot, auch nicht dazu, dass eine Notärztin beim Auffinden der Leiche von einer "unbedeutenden Wunde" am Kopf gesprochen oder ein Zeuge Würgemale am Hals gesehen haben soll. Tatort? "Kein Kommentar", sagt Gelhot, und lässt die Öffentlichkeit weiter darüber spekulieren, ob Ingrid Amtenbrink gefangen gehalten wurde, bevor der Mörder sie im Kornfeld ablegte. Motiv? "Kein Kommentar", sagt Gelhot, und lässt damit offen, ob es sich bei der vorgefundenen Täter-DNA um Sperma oder anderes handelt.

Quelle: http://www.nw.de/lokal/3589171_Polizei-gibt-auch-ein-Jahr-nach-dem-Mord-an-Ingrid-Amtenbrink-nicht-auf.html

Warum gerade Ingrid Amtenbrink ermordet wurde?
Ich gehe von reinem Zufall aus. Der Täter hat sie - eventuell bereits auf dem Fest auf dem "Meierhof Rassfeld" beobachtet und ist ihr dann gefolgt. Das er ihr zufällig auf dem Nachhauseweg begegnet ist, schließe ich fast aus.
Interessant wäre zu wissen, ob und vor allem wie viele Besucher der Veranstaltung die Ermittler ausfindig machen konnten und ob zumindest die männlichen Besucher ebenfalls der Speichelprobe unterzogen wurden. Hierzu finde ich allerdings nichts.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 13:41
@Zitronella

Hässlicher Fall, aber von Dir ein gut gestarteter thread und bestimmt ein Thema, über das sich zu diskutieren lohnt und das wachgehalten werden sollte. Denn der Täter ist noch unterwegs und könnte jederzeit wieder zuschlagen.

Mit dem Zufallstäter gehe ich mit Dir insofern konform, als dass ich es für sehr wahrscheinlich halte, dass der Täter und das spätere Opfer sich zufällig begegneten und sich vorher nicht kannten.

Ort der Begegnung wird der Meierhof gewesen sein, Anlass die Veranstaltung, soweit sehe ich das auch so.

Danach wird´s aber schwieriger.

Geht schon mit der Todesart los. Du sagst erwürgen, die Polizei sagt "massive Gewalt" und in dem einen Link sagt die Polizei "erschlagen".

Das sollten wie vielleicht mal sortieren. Ich meine nämlich auch, erst erwürgen gelesen zu haben, dann finde ich es aber nicht wieder.

@nettefrau41

Auf Parallelen bin ich doch garnicht eingegangen. Mir ging´s um Deine Frage, wie der Täter DNA-Spuren hinterlassen haben konnte. Und das ist sehr leicht, wenn man mit jemandem länger zu tun hat. Es ist viel schwerer, keine zu hinterlassen.

MfG

Dew


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 13:49
@nettefrau41

Jetzt habe ich es verstanden, sorry. :-)

Ich bin mir bei der "Entführungstheorie" - vielleicht auch vor dem Hintergrund eines Sexualdeliktes - unschlüssig.
Grundsätzlich würde ich das, zumindest bei dem, was die Ermittler NICHT sagen für möglich halten. Dazu müsste man aber dann weiter in Richtung eines möglichen Täters denken.

Man muss ja bei dieser Möglichkeit davon ausgehen, dass der Täter verschiedene Eigenschaften aufweisen muss:

- er muss "unabhängig" sein, das heißt, er verfügt entweder über Tagesfreizeit, hatte Urlaub oder muss auch bei längerem Wegbleiben keine Rechenschaft ablegen. (Single?)
- er muss über einen geeigneten Ort verfügen, an dem es nicht auffällt, dass dort jemand gegen seinen Willen festgehalten wird.
- er muss - zumindest eingeschränkt - mobil sein und als Transportmittel mindestens einen Kombi haben, da ich davon ausgehe, dass er Ingrid Amtenbrink nicht einfach auf dem Beifahrersitz platziert.

Was mich allerdings wieder von dieser Möglichkeit abbringt ist der letzte Punkt.
Angenommen, meine Theorie des Einzeltäters, der Ingrid Amtenbrink auf der Veranstaltung "ausgesucht" hat, stimmt. Wie muss man sich das dann vorstellen?
Ich meine, es war Vatertag, zudem gutes Wetter. Ich schätze, dass nahezu 90 % der Besucher mit dem Fahrrad zur Veranstaltung gefahren sind. Ein Autofahrer wäre vermutlich schon ein bisschen aus dem Rahmen gefallen und u. U. sogar aufgefallen.
Wie ist bei meiner Theorie der Täter zur Veranstaltung gekommen?
Wenn er ebenfalls per Fahrrad dort war, hätte er keine Transportmöglichkeit gehabt. Bedeutet, er hätte Ingrid Amtenbrink nicht mitnehmen können. Zumindest wäre DAS doch wohl aufgefallen.
Ist der Täter jedoch mit dem Auto zur Veranstaltung gefahren, konnte er ihr mit dem Fahrzeug nicht bis in den Waldweg folgen, zumindest nicht bis zur Stelle, wo Ingrid Amtenbrink gefunden wurde. Und ich gehe einfach davon aus, dass ein Täter bei einer gutbesuchten Veranstaltung in unmittelbarer Nähe nicht das Risiko eingeht und eine Leiche noch Hunderte Meter "durch die Gegend" trägt, um sie dann an geeigneter Stelle - in diesem Fall im Kornfeld - abzulegen.
Ich kenne mich dort einigermaßen aus, irgendwie bin ich mir auch ziemlich sicher, dass zumindest der Waldweg mit so "Pöllern" abgesperrt ist, an dem man mit dem Auto nicht vorbeikommt. Aber sicher bin ich mir nicht.


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13.05.2015 um 14:10
Ich habe zum erfolgten (und vielfach kritisierten) Massengentest noch einen Bericht im Gen-ethischen-Netzwerk gefunden.
Mir war bisher nicht bekannt, wie viele Männer und vor allem nach welchen Kriterien ihnen die Speichelproben abgenommen wurden.
Quelle:
http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/212/winfried-wessolleck/dna-sammelwut-g%C3%BCtersloh (Archiv-Version vom 03.10.2015)

Bemerkenswerte Zitate hieraus:

Der größte polizeiliche Massengentest in Nordrhein-Westfalen und der zweitgrößte überhaupt in der Bundesrepublik - durchgeführt im ostwestfälischen Gütersloh zwischen 2009 und 2011

Obwohl einige Indizien darauf hindeuteten, dass der Fundort der Leiche nicht der Tatort war, beantragte die für die Ermittlungen zuständige Staatsanwaltschaft Bielefeld beim Amtsgericht die Erlaubnis für einen Massengentest in der gesamten Stadt - obwohl solche lokal begrenzten Tests nur dann Sinn in einer Ermittlung machen, wenn ausreichend Anhaltspunkte dafür sprechen, dass Täter beziehungsweise Täterin aus der ausgewählten Region stammen.

Damit kam der Richterbeschluss einer weit interpretier- und anwendbaren Blankovollmacht gleich. Der Beschluss erlaubte einen flächendeckenden Massengentest in ganz Gütersloh; konkret ermächtigte das Gericht die Polizei dazu, maximal 50.000 Männer im Alter zwischen 14 und 80 Jahren zur sogenannten freiwilligen Abgabe einer Speichelprobe aufzufordern. Die zuständigen Ermittlungsbehörden - die eingerichtete Mordkommission „Korn“ und das Landeskriminalamt Düsseldorf (LKA) - konnten das fragile Ermittlungsinstrument Massengentest also nach eigenem Ermessen im gesamten Stadtgebiet von Gütersloh zum Einsatz bringen, das heißt die Größe des Untersuchungsraumes und den Umfang der DNA-Untersuchungspopulation selbst bestimmen.

@Dew
Hier heißt es übrigens auch "erwürgt":
Das Mordopfer, eine 67-jährige Frau, war im Mai 2009 in einem Kornfeld im Gütersloher Stadtteil Blankenhagen erwürgt aufgefunden worden.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 14:14
@Dew
Zitat von DewDew schrieb:Auf Parallelen bin ich doch garnicht eingegangen. Mir ging´s um Deine Frage, wie der Täter DNA-Spuren hinterlassen haben konnte. Und das ist sehr leicht, wenn man mit jemandem länger zu tun hat. Es ist viel schwerer, keine zu hinterlassen.
Es war etwas unglücklich formuliert. Ich meinte, dass ein Täter, der sein Opfer drei Tage festhält, sich auch mehr Gedanken um seine DNA-Spuren machen kann und die Leiche dann nicht einfach so wieder da entsorgt, wo er sie vielleicht aufgelesen hat.

@Zitronella

Sehr gute Gedanken, von denen mir auch einige durch den Kopf schossen. Es ist eine sehr ländliche Gegend, wenn ich das richt auf GoogleMaps gesehen habe. Es war Vatertag. Die meisten sind da mit Fahhrad unterwegs. Das Wetter war entgegen der Prognosen damals gut.

Erwürgen spricht eher für eine Affekthandlung. Fundort war nicht gleich Tatort. Aber vielleicht war der Tatort in Nähe des Fundortes? Wenn du dich da auskennst...gibt es da alte Scheunen, alte nicht genutzte Gebäude vielleicht?


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 14:20
@Zitronella:

Danke, aber woher stammt das mit dem "erwürgt"?

In dem Link steht:
http://www.meierhof.de/000akt/00h_22Mord.html
Die 67-jährige Rentnerin wurde erschlagen.
Das passt für mich zu der Redewendung "massive Gewalt" und damit auch zu der Suchaktion.

Wenn jemand unter Anwendung massiver Gewalt irgendwo erschlagen wird, hinterlässt das Spuren. Und wenn die nicht am Fundort der Leiche gefunden werden, liegt der Tatort woanders.

Eventuelle Würgespuren könnte ich mir im Zusammenhang mit der Überwältigung des Opfers vorstellen. Hierbei könnte sich das Opfer auch gewehrt haben und so z. B. unter den Fingernägeln Hautzellen des Täters behalten haben.

@nettefrau41

Danke, kapiert. Kommen wir sicher noch drauf zurück, auf die DNA.

MfG

Dew


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 14:24
@Dew
massive Gewalt gegen den Hals, spricht für mich auch für erwürgen.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

13.05.2015 um 14:43
@Dew

Ja, die Todesart wird widersprüchlich angegeben.

Bei E110.de, den ich im Eröffnungsbeitrag angegeben habe, heißt es:

Der Tod trat durch massive Gewaltanwendung ein.

Massive Gewalteinwirkung ist für mich nicht konform mit "erwürgen", tendiere da auch eher zum "erschlagen".

Das passt auch zu dem was auf den Seiten des "Meierhofes Rassfeld" zu lesen ist

Die 67-jährige Rentnerin wurde erschlagen.

Die Neue Westfälische berichtet am 27.05.2009 gleichlautend:

Die Polizei wollte sich lange nicht festlegen, ob es sich im Fall der toten Witwe ohne Schuhe womöglich doch um einen Unfall handelt. Das hatte sich aber erledigt, als am Dienstag Gerichtsmediziner feststellten, dass sie erschlagen worden ist.

Quelle: http://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/guetersloh/2960625_Witwen-Mord-bleibt-raetselhaft.html


Ich bin mir jedoch ziemlich sicher in einem Bericht - glaube sogar auch in der NW - gelesen zu haben, dass eine Zeugin bestätigt hat, dass Ingrid Amtenbrink beim Auffinden Würgemale am Hals hatte. Die eingetroffene Notärztin sprach jedoch auch von einer "Wunde am Kopf".

Also tendenziell geht es wohl doch eher in Richtung "erschlagen" oder?


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