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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

645 Beiträge, Schlüsselwörter: Leiche, Ungeklärt, Aktenzeichen Xy + 8 weitere

Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

04.07.2020 um 06:18
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Die Informationen, die uns vorliegen sagen, sie ist in Hannover am Flughafen eingereist, dann liegt nahe, dass sie einen Pass und ein Visum hatte. Der Rest dieser Thematik ist dann irrelevant in Hinblick auf ihren traurigen Tod.
Wenn Zakia M. legal mit ihrem eigenen Pass und gültigem Visum eingereist ist, stellt sich die Frage, warum nach ihrer Ermordung ihre Identität nicht aufgeklärt werden konnte. Immerhin versuchte die Mordkommision Gifhorn mehrere Monate intensiv die Identität der Toten zu ermitteln u.a. indem in Botschaften und Ausländerämtern Fahndungsplakate aufgehängt wurden.
Zitat von Fuchur_Fuchur_ schrieb am 03.09.2015:Ein in mehreren Sprachen erstelltes Fahndungsplakat, das unter anderem in Botschaften und Ausländerämtern monatelang ausgehängt wurde, führte ebenfalls nicht zu entscheidenden Hinweisen.
Auf welcher Grundlage Zakia M. das Visum erteilt wurde, wenn es denn eins auf ihren Namen gab, ist relevant für den Fall, da häufig für ein Visum eine einheimische Bezugsperson nötig ist.
Bei einem Arbeitsvisum ein Arbeitgeber, bei einem Visum aufgrund einer bevorstehenden Ehe ein Ehepartner, bei einem Besuchsvisum ein Bürge usw.
Da stellt sich die Frage warum die einheimische Bezugsperson Zakia M. nicht als vermisst gemeldet hat.

Ich teile die Einschätzung, dass die Frage des Visums und die Frage ob ihre Einreise legal oder illegal erfolgt ist, irrelevant ist nicht.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

04.07.2020 um 06:28
Zitat von KreuzbergerinKreuzbergerin schrieb:Wenn Zakia M. legal mit ihrem eigenen Pass und gültigem Visum eingereist ist, stellt sich die Frage, warum nach ihrer Ermordung ihre Identität nicht aufgeklärt werden konnte. Immerhin versuchte die Mordkommision Gifhorn mehrere Monate intensiv die Identität der Toten zu ermitteln u.a. indem in Botschaften und Ausländerämtern Fahndungsplakate aufgehängt wurden.
Weil eben nicht ein Abgleich so einfach möglich ist: Ausländerin, die eingereist ist, aber nicht wieder ausgereist ist = unbekannte Tote. So einfach ist es nicht, da es eben ganz viele Möglichkeiten gibt, unkontrolliert wieder auszureisen oder einfach unterzutauchen.

Vor allem liegt es wohl daran, dass man zuerst nach einer Asiatin gesucht hat.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

04.07.2020 um 06:46
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Vor allem liegt es wohl daran, dass man zuerst nach einer Asiatin gesucht hat.
Das wird die Ursache sein, dass damals ihre Identität nicht geklärt wurde.
Was die Nationalität der Toten angeht, wurde in eine vollständig falsche Richtung ermittelt.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

04.07.2020 um 09:33
Ich frage mich, ob nicht auch andere Zwecke für die Ausstellung eines Visums in Frage kommen. Auch wenn Zakia neues Glück in Deutschland suchen wollte, könnte sie doch auch ein Visum für eine touristische Reise gehabt haben und ihre Anlaufstelle wäre dann beispielsweise ein Hotel gewesen. Oder auch als Geschäftsreisende (z. B. als Selbständige). Sie muss doch nicht zwangsläufig bitter arm gewesen sein, konnte etwas gespart haben für diese Reise nach Deutschland. Da musst du dann eben nachweisen, dass du deinen Lebensunterhalt finanzieren kannst (beispielsweise durch einen Kontoauszug). Im ersteren Fall hätte sie dann die Hoteladresse angeben müssen, im zweiten Falll Namen von Geschäftspartnern. Ein Hotel hätte sie aber vermutlich als vermisst gemeldet, als sie am 23. oder 24. Dezember nicht mehr in ihr Zimmer zurückkehrte.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

06.07.2020 um 18:47
Zitat von KreuzbergerinKreuzbergerin schrieb am 02.07.2020:Kriminellen Gruppen stehen sicherlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung jemanden illegal ins Land zu holen.
Guter Ansatz.
Zitat von MisetraMisetra schrieb am 06.06.2020:könnte ich mir auch folgende Konstellation vorstellen: ZMs Gastgeber und GT kennen sich gut aus Rotlicht- oder Spielerkreisen. ZMs Gastgeber, der ja eine Art Bürgschaft für sie übernommen hat (wenn es denn eine private Einladung war), möchte sie schnellstmöglich loswerden und macht einen Deal mit GT, die Schwierigkeiten im Rotlichtmileu und außerdem Spielschulden hat: ihre fingierte Ermordung. Tatsächlich wird aber ZM ermordet und bis zur Unkenntlichkeit entstellt. ZMs Gastgeber gibt dafür im Gegenzug GT die Möglichkeit, zeitgleich unterzutauchen und ggfs. eine neue Identität anzunehmen. Vielleicht zahlt er auch noch ihre Spielschulden oder erlässt ihr diese, sofern er der Kreditgeber war.
Klingt plausibel.

Wenn aber der Täter nicht Ganyas Kreditgeber war? Warum wurde Zakias Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt?


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

06.07.2020 um 20:27
Zitat von MuePet353MuePet353 schrieb:Misetra schrieb am 06.06.2020:
könnte ich mir auch folgende Konstellation vorstellen: ZMs Gastgeber und GT kennen sich gut aus Rotlicht- oder Spielerkreisen. ZMs Gastgeber, der ja eine Art Bürgschaft für sie übernommen hat (wenn es denn eine private Einladung war), möchte sie schnellstmöglich loswerden und macht einen Deal mit GT, die Schwierigkeiten im Rotlichtmileu und außerdem Spielschulden hat: ihre fingierte Ermordung. Tatsächlich wird aber ZM ermordet und bis zur Unkenntlichkeit entstellt. ZMs Gastgeber gibt dafür im Gegenzug GT die Möglichkeit, zeitgleich unterzutauchen und ggfs. eine neue Identität anzunehmen. Vielleicht zahlt er auch noch ihre Spielschulden oder erlässt ihr diese, sofern er der Kreditgeber war.
Klingt plausibel.

Wenn aber der Täter nicht Ganyas Kreditgeber war? Warum wurde Zakias Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt?
Primär auch aus dem gleichen Grund wie beim Ganya-/Zakia-Szenario: das Erkennen der Person zu verhindern. Das hat ja wunderbar 25 Jahre geklappt und klappt noch weiter, denn der Täter wurde bisher nicht gefasst. Zakia hatte vermutlich irgendwelche Verbindungen nach/Kontakte in Wolfsburg bzw. Salzgitter(-Lebenstedt). Man hätte die Tote erkannt, wäre das Gesicht nicht zerstört gewesen. Auch gab es vielleicht Personen, die von dem Zusammentreffen bzw. der Verbindung zu dem Täter wussten. Auch Behörden oder die tunesische Botschaft hätten sie identifizieren können. vorausgesetzt, dass sie legal eingereist war. Ansonsten kann es noch eine Art Hinrichtung gewesen sein mit maximaler Schändung des Körpers, aber ich glaube eher an Ersteres, aber auch im zweiten Fall hätte ein Täter natürlich das Interesse gehabt, die Aufklärung zu verhindern.

Was Ganyas Verschwinden angeht, wenn sie denn untergetaucht sein sollte, so hätte es ihr selbst genutzt und auch dem Ehemann, der ja vermutlich nicht mehr allzu viel Freude an ihr hatte (Spielschulden und Ärger im Rotlichtmilieu, also bald keine Einnahmen mehr aus dieser Tätigkeit). Nach einigen Jahren kann man sich einfach scheiden lassen, wenn der Ehepartner verschwunden ist und ist dann frei für die nächste Ehe.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

15.07.2020 um 18:20
Zitat von MisetraMisetra schrieb am 06.07.2020:Zakia hatte vermutlich irgendwelche Verbindungen nach/Kontakte in Wolfsburg bzw. Salzgitter(-Lebenstedt).
Vermutlich...? Weil dort viele Tunesier leben? Oder aufgrund einer Zeugenaussage?


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

15.07.2020 um 21:39
Zitat von MuePet353MuePet353 schrieb:Vermutlich...? Weil dort viele Tunesier leben? Oder aufgrund einer Zeugenaussage?
Ich glaube dieser Link von RTL Nord wurde hier noch nicht geteilt.

https://www.rtlnord.de/nachrichten/mordopfer-nach-25-jahren-identifiziert-mutter-zakia-wollte-neues-leben-beginnen.html

In dem Video sind u. a. auch Aufnahmen vom ehemaligen Fundort der Leiche zu sehen. Interessant finde ich auch ab etwa Minute 02:00, dass der ehemalige Kriminalkommissar sagt, man sei damals von einem Szenario ausgegangen, dass mehrere Personen zusammen am 24. Weihnachten gefeiert hätten (evtl. schon mit dem späteren Mörder) und dass die Tat dann in der darauffolgenden Nacht passiert sei."

Ab etwa Minute 05:00 wird erzählt, dass Zakia Pläne hatte, in Deutschland zu heiraten. Das klingt doch schon ziemlich konkret. Wenn sie sich nicht schon vor ihrer Anreise nach Deutschland mit jemanden einig war, dann muss sie doch zumindest jemanden in Deutschland an der Hand gehabt haben, der sie mit interessierten Kandidaten zusammengeführt hat.

Vor dem Hintergrund, dass es darum ging, hier in Deutschland eine Bleibeperspektive zu haben und auch später den Sohn nachholen zu können und vor dem Hintergrund der Hypothese, dass man gemeinsam Weihnachten gefeiert haben könnte, erscheint mir ein Deutscher als potentieller Heiratskandidat hier wahrscheinlicher als ein Landsmann von Zakia.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 13:35
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Ab etwa Minute 05:00 wird erzählt, dass Zakia Pläne hatte, in Deutschland zu heiraten. Das klingt doch schon ziemlich konkret. Wenn sie sich nicht schon vor ihrer Anreise nach Deutschland mit jemanden einig war, dann muss sie doch zumindest jemanden in Deutschland an der Hand gehabt haben, der sie mit interessierten Kandidaten zusammengeführt hat.
Aber was bleiben dann hier für Möglichkeiten?

- hatte sie in Tunesien bereits jemanden kennengelernt, den/der sie heiraten wollte?
- reiste sie mit der Absicht nach Deutschland, um dort erst jemanden kennenzulernen und zu heiraten, möglicherweise mit Vermittlung vorort? (was sich ja zeitlich hätte hinziehen können, wie hätte sie den Aufenthalt "dauerhaft" finanziert?)
- war sie ggf. in irgendeiner Heiratsagentur gelistet und aufgrund einiger Interessenten nach Deutschland gereist, um diese kennenzulernen?
- sie hatte ja wohl Kontakte in Deutschland (Wolfsburg?), wie man in den Medien so lesen konnte, vielleicht hatten die für sie einen "Interessenten" oder eine Möglichkeit, passende Männer kennenzulernen (Vermittlungsagentur? Escort?)



Vielleicht habe ich es überlesen, aber wie hat sich Zakia Mansour in Deutschland verständigt? Arabisch, Französisch? Konnte sie Englisch oder sogar etwas Deutsch?


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 14:02
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Vielleicht habe ich es überlesen, aber wie hat sich Zakia Mansour in Deutschland verständigt? Arabisch, Französisch? Konnte sie Englisch oder sogar etwas Deutsch?
@Eossoe
Über ihre Sprachkenntniisse war nirgendwo etwas zu lesen. Als Tunesierin müsste sie Arabisch und Französisch gesprochen haben. Damit hätte sie sich gut mit Landsleuten verständigen können, mit Deutschen eher weniger. Da sie aus Sousse kam, wo viele Touristen sind, könnte sie auch englische Sprachkenntnisse und vielleicht sogar auch einige Deutschkenntnisse gehabt haben.

Die Möglichkeiten hast du schön aufgelistet. Vielleicht kam auch eine Scheinehe in Betracht. Die Polizei möchte auch die Frau aus dem Wolfsburger Raum als Zeugin sprechen, die Zakia im Flugzeug kennengelernt hat und die Zakia besucht hat. Diese hat sich aber bisher nicht gemeldet. Wollte sie einen Mann vermitteln oder sonst irgend etwas vermitteln?


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 14:16
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Über ihre Sprachkenntniisse war nirgendwo etwas zu lesen. Als Tunesierin müsste sie Arabisch und Französisch gesprochen haben. Damit hätte sie sich gut mit Landsleuten verständigen können, mit Deutschen eher weniger. Da sie aus Sousse kam, wo viele Touristen sind, könnte sie auch englische Sprachkenntnisse und vielleicht sogar auch einige Deutschkenntnisse gehabt haben.

Die Möglichkeiten hast du schön aufgelistet. Vielleicht kam auch eine Scheinehe in Betracht. Die Polizei möchte auch die Frau aus dem Wolfsburger Raum als Zeugin sprechen, die Zakia im Flugzeug kennengelernt hat und die Zakia besucht hat. Diese hat sich aber bisher nicht gemeldet. Wollte sie einen Mann vermitteln oder sonst irgend etwas vermitteln?
Ich war selbst nur einmal in Tunesien und mein Stiefvater hätte es gerne gesehen, wenn ich das Land nicht mehr verlassen hätte, nachdem mich der Zimmerservice des Hotels hätte heiraten wollen (ich war 14)...meine Erfahrungen sind daher doch eher begrenzt :)

Ist eigentlich irgendetwas darüber bekannt, was ZM in Tunesien gearbeitet hat? Wenn sie aus Sousse kam, was, wie Du sagst, wohl ein Touristenort ist, kann sie ja durchaus auch in dem Bereich gearbeitet haben. Und diejenigen, die mit Touris zu tun haben, lernen ziemlich schnell Sprachfetzen oder Worte anderer Sprachen. Das habe ich in Tunis damals gesehen...das waren zwar oft nicht sinnergebende Sachen, wie Sätze, aber immer Fetzen oder einzelne Worte, um jemanden wenigstens zu "ködern".
Wobei es auch dort einige gab, gerade am Strand, die nahezu perfekt Deutsch oder Englisch konnten...

Scheinehe wäre sicherlich auch im Rahmen der Vorstellung...ich hatte auch die Idee, dass vielleicht ein Escort-Service in Betracht kommen könnte, und dass hier ggf. ein Treffen schief gegangen ist, weil der Mann mehr wollte, als Zakia. Das könnte für mich auch die festliche Kleidung erklären. Man war vorher schön essen (oder vielleicht sogar bei einer Familie, wo Zakia als Freundin vorgestellt wurde und je weniger Deutsch sie konnte, desto weniger konnte man sie über eine mögliche Beziehung etc. ausfragen, also könnte einen Schein wahren) und ist danach eben in die Gegend gefahren, weil der Mann eben mehr wollte, Zakia nicht.
Aber das ist eben nur eins meiner Hirngespinste dazu.

Mich würde ja interessieren, woher die EB wissen, dass sie im Flugzeug eine Frau aus dem Wolfsburger Raum kennengelernt hat, die sie danach wohl auch öfters besucht hat. Zakias Identität wurde ja erst jetzt geklärt; wer hat sich hier also erinnert, da muss ja noch ein Zeuge sein, der sich dazu geäußert hat. Oder sind die Kontakte in Deutschland bekannt und die haben etwas dazu gesagt.

Naja, das sind Fragen, die hier nicht beantwortet werden können.

Ich hoffe sehr, dass sich die Fragen einmal klären werden und dass man den Mörder findet. Gerade in Anbetracht dessen, dass der Sohn viele Jahre geglaubt hat, seine Mutter hätte ihn schlicht "vergessen", was nicht so war...da gibt es einiges aufzuarbeiten. Gerade für den Sohn fände ich die Aufklärung unheimlich wichtig...und natürlich auch, weil Zakia Gerechtigkeit verdient.
Sowas trifft mich immer, wenn Leute aus einem anderen Land hierher kommen, unabhängig davon, was sie hier arbeiten (auch Rotlichtszene), hier ihr "Glück" suchen und stattdessen ermordet werden.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 14:32
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Scheinehe wäre sicherlich auch im Rahmen der Vorstellung...ich hatte auch die Idee, dass vielleicht ein Escort-Service in Betracht kommen könnte, und dass hier ggf. ein Treffen schief gegangen ist, weil der Mann mehr wollte, als Zakia. Das könnte für mich auch die festliche Kleidung erklären. Man war vorher schön essen (oder vielleicht sogar bei einer Familie, wo Zakia als Freundin vorgestellt wurde und je weniger Deutsch sie konnte, desto weniger konnte man sie über eine mögliche Beziehung etc. ausfragen, also könnte einen Schein wahren) und ist danach eben in die Gegend gefahren, weil der Mann eben mehr wollte, Zakia nicht.
Aber das ist eben nur eins meiner Hirngespinste dazu.
Und am Ende des Abends war sie tot und die anderen, die etwas wussten, haben sich all die Jahre totgestellt, vielleicht weil es für diese gute Gründe gab, nicht Kontakt zur Polizei aufzunehmen. Anhand der Kleidung und der Schuhe müssten diese Personen damals sofort gewusst haben, dass die Tote Zakia war.


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16.07.2020 um 15:56
@schluesselbund

Ganz genauso läuft das beim Visum ab. Das hast du sehr gut beschrieben. Zumal sie dann in Tunesien das Visum bei der deutschen Botschaft beantragen musste, und dort ist das auch alles im Computersystem registriert. Die hätten das auch gemerkt wenn Zakia nicht mehr ausgereist wäre, weil der Flughafen das im System dann einträgt und dort dann meldet bei der Botschaft.

Das ist alles miteinander verbunden. Und jeder Deutsche braucht für nicht eu Länder ein Visum. Für Europa nicht. Für jeden Ausländer gilt das selbe. Es gibt glaube ich nur ein oder zwei Länder, wo deutsche kein Visum für eine Drittstaat brauchen.

Also jeder Ausländer aus einem nicht EU Land braucht für jedes europäische Land ein Visum. Also auch für Deutschland. Wie das zum Beispiel ist ob Tunesier für Ihre Nachbarländer ein Visum brauchen und für andere Kontinente, dass weiß ich nicht.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 16:16
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Vielleicht habe ich es überlesen, aber wie hat sich Zakia Mansour in Deutschland verständigt? Arabisch, Französisch? Konnte sie Englisch oder sogar etwas Deutsch?
Dazu wurde an keiner Stelle etwas gesagt.
Arabisch und französisch kann man voraussetzen. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass sie Deutsch sprach und dass das der Grund war, warum sie versucht hat nach Deutschland zu kommen. Einige Tunesier, die im Tourismus arbeiten, haben gute Deutschkenntnisse.
Wenn sie als europäische Sprache ausschließlich französisch gesprochen haben sollte, hätte sie mMn eher versucht nach Frankreich auszuwandern.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 16:43
Zitat von IdrialIdrial schrieb:Ganz genauso läuft das beim Visum ab. Das hast du sehr gut beschrieben. Zumal sie dann in Tunesien das Visum bei der deutschen Botschaft beantragen musste, und dort ist das auch alles im Computersystem registriert. Die hätten das auch gemerkt wenn Zakia nicht mehr ausgereist wäre, weil der Flughafen das im System dann einträgt und dort dann meldet bei der Botschaft.
Sorry, wenn ich jetzt ganz blöd fragen muss.
Also Zakia hatte ein Visum, das ja irgendwann abgelaufen ist/wäre.
Wenn Zakia also nicht mehr aus Deutschland ausgereist ist, hätte sich der Flughafen bei der Botschaft gemeldet?

Was passiert, wenn jemand nicht mehr ausreist? Welche Suchmaßnahmen laufen dann an? Wird auch die Polizei verständigt? Sorry, ich kenn' mich damit überhaupt nicht aus, daher meine Fragen.
Es gibt ja viele, die einreisen und dann untertauchen...

Wäre man anhand der Suchmaßnahmen ggf. früher auf Zakia als Mordopfer aufmerksam geworden? Oder ist da irgendwann eben die Überzeugung "untergetaucht" und man wartet, bis derjenige irgendwann in eine Kontrolle gerät?

Man hat ja, wenn ich mich nicht täusche, bisher nichts dazu veröffentlicht, dass Zakias Visum abgelaufen ist und sie nicht mehr aus Deutschland ausgereist ist. Kann natürlich sein, dass das als Info zurückgehalten wird.

Aber bestünde da nicht auch die Möglichkeit, dass jemand anderes mit ihren Dokumenten zum passenden Zeitpunkt aus Deutschland ausgereist ist? Sofern eben nichts an die Botschaft gemeldet wurde.

Falls es vollkommener Blödsinn ist, was ich hier schreibe, sagt es mir.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 17:29
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Ich glaube dieser Link von RTL Nord wurde hier noch nicht geteilt.

https://www.rtlnord.de/nachrichten/mordopfer-nach-25-jahren-identifiziert-mutter-zakia-wollte-neues-leben-beginnen.html
Danke für den Link.

Die Bilder vom Tatort sind sehr interessant.

Eine wichtige Information ist die Aussage, dass das Bild, dass nach ihrer Identifikation veröffentlicht wurde, aus einer Serie stammt, die für ihren neuen Pass benötigt wurde. Das Bild war überzählig und ZM hat es vor ihrer Abreise ihrer Schwester geschenkt, die es jetzt zur Verfügung gestellt hat.

Damit dürfte feststehen, dass ZM offiziell mit Visum und ihrem eigenen Pass eingereist ist.

Wenn die Ermittler nicht so sehr auf eine asiatische Herkunft des Opfers fixiert gewesen wären, wäre eine Klärung der Identität vielleicht damals schon möglich gewesen.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 18:17
@Kreuzbergerin

Also dieses Bild sieht aber nicht aus wie die Tote. Wie die Polizei auch auf eine Asiatin kommt ist mir schleierhaft. Zumindest sieht sie überhaupt nicht aus wie eine Japanerin oder Chinesin was aber auf der Gesichtsrekunstruktion so aussah. Höchstens hätte sie noch Inderin oder Pakistanerin sein können was ja auch in Asien liegt.

Jedenfalls sieht das Foto was ihre Schwester zur Verfügung gestellt hat der Leiche null ähnlich finde ich. Und die Gesichtsrekunstruktion sieht auch ganz anders aus. Kein Wunder das sie niemand erkannt hat. Das sah für mich aus wie drei verschiedene Frauen.

Wenn Zakia M. mit Visum eingereist ist, hätte es aber erstens auffallen müssen das sie nicht die Ausreise angetreten hat, da das gespeichert ist im System des Flughafens und der Botschaft. Und zweitens muss man um ein Visum zu bekommen die Adresse der Unterkunft in Deutschland angeben sowie den Namen der Person wenn man irgendwo privat unterkommt.

Dann wüsste doch aber die Polizei mit welcher Person sie Kontakt hatte und wo sie gewohnt hat warum ist das der Polizei also nicht bekannt.

Vielleicht war die Adresse der Unterkunft sowie der Personenname falsch aber warum sollte Sie das fälschen. Das hätte dann auch die Polizei denke ich gesagt wir haben die Adresse und Person geprüft aber das waren falsche Angaben oder Person existiert nicht.

Dem Täter hätte ja auch klar sein müssen das sie nicht mehr ausreisen kann wenn sie Tot ist. Eventuell ist dann eine andere Frau mit Zakias pass und Visum ausgereist.

Wenn sie ein Visum mit einmaliger Einreise hatte dann wäre das selbe Problem mit der Adresse der Unterkunft sowie der Personenname das sie hätte bei der Botschaft angeben müssen. So ein Visum mit einmaliger Einreise bekommt man nicht so einfach ohne Grund nur fürs Einwanderern da muss aber auch ein Mietvertrag und Unterkunft und alles bei der Botschaft registriert werden sonst bekommt man ja kein Visum.


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16.07.2020 um 18:35
Zitat von IdrialIdrial schrieb:Wenn Zakia M. mit Visum eingereist ist, hätte es aber erstens auffallen müssen das sie nicht die Ausreise angetreten hat, da das gespeichert ist im System des Flughafens und der Botschaft.
Vor 25 Jahren war vieles nur auf Papier und nicht im Computer. Da ging vermutlich einiges unter.
Zitat von IdrialIdrial schrieb:Vielleicht war die Adresse der Unterkunft sowie der Personenname falsch aber warum sollte Sie das fälschen. Das hätte dann auch die Polizei denke ich gesagt wir haben die Adresse und Person geprüft aber das waren falsche Angaben oder Person existiert nicht.
Man beantragt ein Visum eben für eine Person, wo man gute Chancen hat, dass das Visum ausgestellt wird, beispielsweise für den Besuch bei einem Verwandten. Vor Ort kann man sich aber durchaus woanders aufhalten. Ein Visum für einen Besuch bei einer dubiosen Männerbekanntschaft würde wohl nicht ausgestellt. Außerdem könnte Zakia, sofern sie über genug Mittel verfügte, auch ein Visum für einen touristischen Aufenthalt gehabt haben. Dann hätte sie beispielsweise in einem Hotel übernachten können und sich von dort aus auf die Suche nach einem Heiratskandidaten begeben können. Ich vermute, dass die Umstände um ihr Visum und ihre Einreise sowie die Zieladresse den Ermittlern inzwischen bekannt sein dürften. Nur wir wissen es leider nicht.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 18:48
Dann hätte doch aber die Polizei gewusst in welchem Hotel sie untergekommen wäre und das Hotel hätte sie vermisst gemeldet oder gesagt die Frau hat garnicht hier eingecheckt für ein Visum will die Botschaft nämlich eine Buchungsbestätigung vom Hotel haben.

Und wie gesagt wenn sie eine Adresse der Unterkunft angibt sich aber wo anders aufhält, hätte die Polizei ja die Unterkunft überprüft und festgestellt ob sie da war oder eine Person der Unterkunft hätte gesagt nein Zakia war gar nicht hier oder nur kurz.

Dann hätte die Polizei ja zumindest einen Anhaltspunkt wen sie gekannt hat oder gewusst wo ihre angebliche Unterkunft war.

Die Polizei sucht aber Zeugen die das eben sagen können weil die Polizei eben nix von einer Unterkunft oder Kontaktpersonen weis. Dann müsste man diese Person auch nicht suchen.

Die Unterkunft muss man aber angeben sonst bekommt man kein Visum ausgestellt. Also stimmt ja irgendwas nicht. Schon alleine muss die Person einer privaten Unterkunft oft bei der Botschaft angeben welches Einkommen sie hat und ob sie für den Besuch sorgen kann sowie eine Telefonnummer angeben
Und davon will die Polizei nichts haben? Da stimmt was nicht.

Ohne diese Angaben hätte sie auch wenn alles nur mit Papier war, überhaupt kein Visum ausgestellt bekommen.


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Zakia M. (28), 1994 tot in einem Wasserloch bei Gifhorn gefunden

16.07.2020 um 19:06
Zitat von IdrialIdrial schrieb:oder eine Person der Unterkunft hätte gesagt nein Zakia war gar nicht hier oder nur kurz.
Zum Beispiel, und auf einmal sei sie nicht mehr wiedergekommen und man habe sich nicht weiter darum gekümmert und wisse von gar nichts. Wer weiß, mit wem sie sich daceingelassen hat. Am Ende war sie schließlich tot.


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