Aktenzeichen XY Fälle vom 21. Januar 2026Folge 2026|1 FF1: Wer ermordete Sonja Hurler? (Mordfall Sonja Hurler) – ZDF.DEDie 13-jährige Sonja Hurler wurde mutmaßlich in den frühen Morgenstunden des 5. Juli 1981 in Kempten im Allgäu von Unbekannten getötet. Am Abend zuvor, einem Samstag, war das Mädchen zusammen mit seiner Mutter zu Besuch in einer Gaststätte im Ortskern von Kempten. Da ihre Mutter auch nach wiederholter Aufforderung nicht aufbrechen wollte, ging Sonja wütend gegen 1 Uhr zu Fuß los, um im knapp sechs Kilometer entfernten Dorf Heiligkreuz im Haus ihrer Großmutter zu übernachten. Doch dort kam Sonja nicht an. Drei Monate später wurde ihre unbekleidete Leiche versteckt hinter einem Heuschober nahe Heiligkreuz gefunden. Alles spricht dafür, dass Sonja missbraucht und dann ermordet wurde.
Knapp ein Jahr nach der Tat erhielt die Polizei Hinweise darauf, dass rund 15 Anwohner des Kemptener Stadtteils Thingers in der Tatnacht gegen 3 Uhr Hilfeschreie eines Mädchens gehört hatten. Laut Zeugen wurde es von mehreren unbekannten Jugendlichen durch die Straßen gezerrt. Die Polizei ging stets davon aus, dass es Sonja und die mutmaßlichen Täter waren. Zudem liegt ein Zusammenhang zum Sommerfest mehrerer Schulen an benanntem Samstag an der heutigen Tom-Mutters-Schule nahe.
Bei neuen Ermittlungen wurde nun außerdem ein Zusammenhang zum Mordfall Marion Baier festgestellt. Am 1. Juli 1973 hatte die zwölfjährige Marion Baier das Fischerfest in Zirndorf, rund 250 Kilometer von Kempen entfernt, besucht und wurde am nächsten Tag in Oberasbach ermordet aufgefunden. Am Leichenfundort entdeckte die Kripo ein Christophorus-Medaillon, das das Mädchen dem Mörder möglicherweise im Kampf abgerissen hatte. Bei einer erneuten Untersuchung der Asservate auf DNA-Spuren wurde an der Bluse Marions ein Spur-Spur-Treffer zum Fall Sonja Hurler festgestellt.
Zuschauer von "Aktenzeichen XY ... ungelöst" nannten während der Ausstrahlung Namen von Personen, die in zeitlicher Nähe zu den beiden Taten Verbindungen nicht nur nach Kempten, sondern auch nach Fürth gehabt haben sollen. Auch zu der Christophorus-Medaille habe es Hinweise geben.
Folge 2026|1 FF2: Raubüberfall – ZDF.DEAm 11. Mai 2011 wurde ein Ehepaar in ihrer in belebter Umgebung liegenden Wohnung in Hamburg-Osdorf überfallen. Die beiden 88-jährigen Opfer öffneten den beiden vermummten Tätern gegen 9.20 Uhr arglos die Tür, wurden ins Haus gedrängt und in den Keller gebracht. Dort wurden sie von den Tätern mit Klebeband an Stühle gefesselt. Nachdem die Opfer gefesselt waren, durchsuchten die Täter ausschließlich den Keller des Hauses. Ohne Beute ergriffen sie schließlich die Flucht. Um 10.45 Uhr und um 12.20 Uhr gingen beim Notruf der Polizei zwei Anrufe von zwei öffentlichen Notruftelefonen im Hamburger Stadtgebiet mit Hinweisen auf das gefesselte Ehepaar ein. Die Audioaufnahmen beider Anrufe konnten in der Sendung vorgespielt werden.
Folge 2026|1 FF3: Raub in Bochum – ZDF.DEAm 24. Februar 2024 wurde ein 84-Jähriger in seiner Wohnung in Bochum-Mitte ausgeraubt. Das Opfer trug aufgrund von Schwerhörigkeit Kopfhörer und bemerkte so nicht, wie drei dunkel gekleidete Männer sich über ein Baugerüst der Wohnung näherten. Über die Scheibe der Balkontür gelangten die Täter schließlich in die Wohnung des Rentners. Sie nahmen ihm ein Brotmesser ab und fesselten ihn an seinen Fernsehsessel. Offenbar kannten die Männer ein Geldversteck im Kleiderschrank im Schlafzimmer, wo das Opfer 25.000 Euro aufbewahrte. Neben dem Geld wurden eine Münzsammlung, mehrere Armbanduhren sowie mehrere Taschenmesser entwendet. Nach etwa 20 Minuten verließen die Täter die Wohnung. Auf der Flucht wurden die Männer von Zeugen gesehen. Der mutmaßliche Haupttäter hastete dabei durch die U-Bahn-Station Alleestraße. Videoaufnahmen davon wurden in der Sendung gezeigt.
Mehrere Zuschauer berichteten von Verkaufsangeboten einer Uhr ähnlich der geraubten im Internet.
Folge 2026|1 FF4: Mord an Cäcilia Lange – ZDF.DEDie 78-jährige Cäcilia Lange wurde mutmaßlich am Freitag, den 10. Oktober 2003, von unbekannten Tätern in ihrer Wohnung in der Führichstraße in Essen getötet. Eine Nachbarin hörte mittags Stimmen mehrerer Personen aus der Küche des Opfers. Zur gleichen Zeit fiel vor dem Mehrfamilienhaus ein Auto mit Tuttlinger Kennzeichen auf. Entdeckt wurde die Leiche der Rentnerin zwei Tage später von einer Pflegedienstmitarbeiterin, die sich aus Sorge Zugang zur Wohnung verschafft hatte. Die Tat wurde mit erheblicher Brutalität verübt. Im Wohnzimmer wurde das Opfer zu Boden gebracht. Dann muss sich jemand auf den Brustkorb der 78-Jährigen gekniet haben, wodurch mehrere Rippen gebrochen sind. Vermutlich mit einem Messer wurde ihr mehrfach in die Schädeldecke gestochen. Der Täter oder die Täterin hat dann Gewalt gegen ihren Hals ausgeübt und ein Kissen vermutlich auf ihr Gesicht gedrückt.
Die Polizei hält es für möglich, dass die Rentnerin an diesem Tag Ziel einer Bande von Trickbetrügern geworden war. Wenige Tage zuvor hatte sie bereits einen Mann in ihre Wohnung gelassen, der teure Bettwäsche verkaufen wollte. Der Mann selbst konnte später ausfindig gemacht und wegen Betrugsdelikten verurteilt werden. Seine DNA stimmt aber nicht mit am Tatort festgestellter Fremd-DNA überein. Die Polizei geht aber weiterhin von einem Zusammenhang mit der Bande aus. Eine unbekannte Person habe den Hinweis gegeben, dass es sich bei der Täterin um eine Frau handeln soll. Hinweise werden auch gesucht zu einem ein Opel Kadett E Kombi mit dem Kennzeichen TUT-AX 503, den die Bande verwendet haben soll.
Folge 2026|1 SF1: Einbruch in Gelsenkirchener Sparkasse – ZDF.DEAm 27. Dezember 2025 haben unbekannte Täter bei einem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer über 3000 Schließfächer ausgeräumt. Über eine Tiefgarage drangen sie in die Räumlichkeiten der Bank ein und gelangten von dort durch eine Kernbohrung in den Tresorraum. Die Schadenssumme könnte sich im dreistelligen Millionenbereich bewegen. Überwachungskameras zeichneten drei maskierte Männer und zwei Autos, einen schwarzen Audi RS 6 und einen weißen Mercedes Kleintransporter, auf. Die Kennzeichen des Audi waren gestohlen und wurden im Januar 2026 in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs gefunden. Die Kripo Gelsenkirchen hat inzwischen konkrete Ansätze zu einem Tatverdächtigen.
Folge 2026|1 SF2: Mord an Michael Bartelt – ZDF.DEDer 33-jährige Michael Bartelt wurde am 13. August 2009 in Berlin auf offener Straße aus einem fahrenden Kleinbus heraus erschossen. Tatort war die Ecke Ernst-Barlach-Straße / Warnemünder Straße in Berlin-Hohenschönhausen. Das Opfer hatte kurz zuvor sein Motorrad abgestellt und war zu Fuß auf dem Weg zu seiner Wohnung, als das Feuer auf ihn eröffnet wurde. Trotz der Verletzungen konnte sich der Mann noch in eine Nebenstraße retten und versuchte, eine Freundin anzurufen, verstarb aber schließlich im herbeigerufenen Rettungswagen. Beide Schüsse auf ihn waren tödlich.
Die Ermittlungsbehörden verorten das Motiv im Berliner Rockermilieu. Bartelt gehörte ursprünglich längere Zeit den Hells Angels an, nahm aber kurz vor seinem Tod Kontakt zum Chef der verfeindeten Rockergruppe Bandidos MC auf und hatte auch bereits einen Aufkleber dieser Gruppierung auf seinem Motorrad. Der Polizei liegen zudem Beweise vor, dass der Seitenwechsel Bartelts innerhalb der Hells Angels vor dem Mord registriert wurde.
Folge 2026|1 SF3: Raub im saarländischen Nalbach – ZDF.DEAm 21. Juni 2023 wurde ein Familie in Nalbach im Saarland von falschen Polizisten überfallen. Drei verkleidete Männer klingelten morgens an der Tür des Einfamilienhauses. Als ihnen die 50-jährige Hausherrin öffnete, drangen sie gewaltsam ins Gebäude. Während des Raubüberfalls schlugen die Täter den 22-jährigen Sohn mit dem Magazin einer scharfen Schusswaffe nieder und bedrohten den 17-jährigen Sohn mit einem Schlagstock. Ein Nachbar wurde durch Schreie auf die Tat aufmerksam und verständigte die Polizei. Auf Warnung eines vierten Täters hin verließen die drei das Gebäude und flüchteten mit einem blauen Ford Fiesta mit gestohlenen französischen Kennzeichen. Der Fahrer des Fluchtfahrzeugs wurde bereits als der gebürtige Albaner Shkelzen Guri identifiziert. Der 40-Jährige ist derzeit flüchtig. Zudem konnte ermittelt werden, dass einige der Täter vor der Tat zeitweise in der Saarwellinger Straße 44 in Nalbach gewohnt haben. Die Polizei konnte in der Sendung Videos der Täter aus den Überwachungskameras des Hauses zeigen.