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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

289 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, 1997, Mallorca ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 11:50
Egal ob es die Täter oder die Polizei betrifft - wenn mehrere Wachhunde auf dem Gelände unterwegs sind wird kein normaler Mensch das Areal betreten ohne vorher sicher zu wissen, dass ihm die Hunde nichts anhaben können. Wer geht denn auf ein Grundstück wenn er nicht ausschließen kann, dass ihn mehrere abgerichtete Hunde angreifen könnten?

Bei den Ermittlern ist wahrscheinlich, dass Angestellte die Hunde (schläfrig oder nicht) weggesperrt haben.

Bzgl. der Täter kann ich mir nicht vorstellen, dass die mit solchen halbgaren Sachen wie „Köder über den Zaun werfen“ gearbeitet haben. Was ist, wenn nicht alle Hunde genug vom Köder fressen? Was ist wenn die Sedierung nicht lange oder intensiv genug wirkt? Was ist, wenn sich neben den auf dem Grundstück freilaufenden Hunden weitere in Gebäuden aufhalten?

Ich vermute hier sehr stark die Beteiligung eines Insiders, der sich kurz vor der Tat um die Hunde „gekümmert“ hat. Alles andere würde bedeuten, dass Hasardeure am Werk waren, die extrem risikofreudig waren und viel Glück hatten, dass da nix schief gegangen ist.
Das halte ich für unwahrscheinlich.

Was die umfangreiche Diskussion zur Erbfolge angeht: Es dürfte der Lebensgefährtin von M. klar gewesen sein (oder mit wenig Aufwand klärbar), dass sie bei seinem Ableben keine direkte Begünstigte sein würde weil die beiden nicht verheiratet waren. Ob sie in einem Testament bedacht wurde und in welchem Umfang, dürfte sie gewusst haben. Anzunehmen ist, dass er seine Kinder versorgt sehen wollte und sie deswegen bestenfalls Teile des Vermögens erben würde.

Welchen Vorteil hätte sein Tod also für sie? Sie lebte eh schon in seinen Verhältnissen, viel verbessern würde sich also nicht. Im Gegenteil, wenn sie wegen der Erbverhältnisse den Zugang zu großen Teilen der Finanzmitteln verliert, ist das eher ein Eigentor.

Es wäre also ziemlich doof wenn sie ihren Partner in dem Ansinnen beseitigen lassen würde, hernach über das Vermögen verfügen zu können. Sie hat ja auch zu seinen Lebzeiten von seinem Lebensstandard profitiert und würde sich nicht nennenswert verbessern. Insofern sehe ich hier kein ausreichendes Mordmotiv und das haben ja auch die Ermittler offensichtlich nie gesehen, es wird jedenfalls nicht berichtet, dass umfangreich in dieser Richtung ermittelt wurde.

Interessanter finde ich das Geld in großen Scheinen im Tresor. Das können in dieser Form ja wohl kaum Einnahmen aus dem Bierkönig sein. Gäste werden nicht massenhaft mit solch großen Scheinen bezahlen. Erklärbar wäre es nur wenn M. das „Kleingeld“ der Tagesumsätze auf der Bank in große Scheine tauschen lassen würde um es anschließend besser einlagern zu können.

Dann wiederum stellt sich die Frage, welche spanische Bank ihm seine Einnahmen in D-Mark umtauscht - und das in dieser Größenordnung. Und überhaupt - welchen Sinn macht es, das Geld risikobehaftet zuhause aufzubewahren und obendrein auf Zinsgewinne zu verzichten? Damals gab es Zinsen weit über den heutigen Verhältnissen.

Einnahmen aus der Papageien-Zucht sind womöglich eine bessere Erklärung für große Scheine - nur: in dieser Menge und in D-Mark?

Das alles ergibt für mich keinen richtigen Sinn und ich vermute deswegen stark, dass das Geld aus anderen Quellen und Geschäften stammt als dem Bierkönig und der Vogelzucht. Naheliegend wären - und das klang bei XY auch so an - Verstrickungen ins Drogenmilieu.

In diesen Kreisen wären Morde auch plausibler weil es um sehr große Geldbeträge und Marktdominanz etc. geht. Wenn M. hier mitgemischt hat, angesichts der Summen im Tresor auch in großem Umfang, könnte es Konkurrenten geben, denen er im Weg stand und die gerne die Summen verdienen möchten, die er bisher abgegriffen hat.

Wenn es stimmt, dass M. den Tresorschlüssel einfach in der Hosentasche trug und die Täter somit sehr leicht darauf hätten zugreifen können, glaube ich nicht, dass sie aus Kopflosigkeit oder Zeitdruck nicht am Tresor waren. Wer kaltblütig 3 Menschen ermordet, darunter ein Kind und eine junge Frau, ist sicher nicht zu panisch um ein paar Geldbündel aus dem Tresor mitzunehmen. Dass das nicht oder nur in kleiner Größenordnung stattfand spricht sehr dafür, dass Raub nicht das Motiv der Täter war.

Auch hier sehe ich eher eine Motivlage in der Organisierten Kriminalität: man beseitigt und bestraft einen Störenfried und warnt zugleich andere Beteiligte, keine „Fehler“ zu machen.


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 11:58
Zitat von lyacaralyacara schrieb:Beim Thema Hunde bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich eine vertraute Person gewesen sein muss, die sie mit Futter betäubt hat. In der Nacht hat es doch brutal geblitzt, gedonnert und geregnet. Da können die Hunde auch am Zaun gebellt haben und der Lärm ist einfach im Gewitter unter gegangen, zumal das Haus ja sicher auch etwas vom Zaun entfernt war.
Nochmal auf die Hunde zu kommen. Sicher wissen wir nicht, ob die Hunde in jener Nacht nicht doch gebellt haben, aber wir wissen, das es keine braven, bellunwilligen, friedlichen und freundlichen, an Fremde gewohnten Familien- Haus-und Kuschelhunde waren, sondern aggressive, bellfreudige, gefährliche, naturscharfe Dobermann-Hunde, die von Haus aus sehr bellfreudig, revierbezogen und extrem wachsam sind. Und noch dazu tagsüber extra im Zwinger gehalten- also keinen Kontakt mit Menschen hatten- und nur nachts frei rum liefen. Die Hunde haben in dieser Nacht gemäss den Nachbarn- 300 Meter entfernt- nicht angeschlagen.

Kein Fremder, schon gar nicht nachts, kann sich einem umzäünten Anwesen mit Wach-Hunde auch nur nähern , erst recht nicht das Anwesen betreten und an ihnen vorbei kommen, ohne das die völlig ausrasten. Hundegebell ist deutlich zu hören, noch dazu nachts. Dobermann-Hunde bellen extrem laut und bellen bei Fremden nicht, die toben. Es war zwar Gewitter, Regen und Sturm, aber das Gebell von 5 Dobermann-Hunden übertönt jedes Gewitter. Und die hätten bei einem Fremden nicht aufgehört zu bellen. Die hätten sich nicht nur in Rage gebellt , sondern Fremde angegriffen und wären über sie her gefallen.

Zitat von lyacaralyacara schrieb:Beim Thema Hunde bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich eine vertraute Person gewesen sein muss, die sie mit Futter betäubt hat....Wir wissen auch nicht sicher ob die Hunde wirklich darauf trainiert waren keine Leckerlis oder Futter von fremden Personen anzunehmen
Die Hunde haben nicht nur nicht gebellt, sie haben sich sogar zusätzlich noch füttern, betäuben und somit ausschalten lassen. Und zwar gleich 5 auf einmal. Wir wissen zwar nicht, ob die Hunde auf Futterverweigerung von Fremden trainiert waren und SchH3 haben, aber wir wissen, dass die Hunde regelmässig morgens gefüttert wurden und speziell als Wach-und Schutzhunde vom MM zu seiner Sicherheit gehalten wurden. Und wer sich solche Hunde zum Schutz hält, hat sie auch auf Futterverweigerung abrichten lassen.


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 12:14
Nach neuestem Stand sind nicht nur Hinweise aus Deutschland und Spanien, sondern auch aus anderen europäischen Ländern eingegangen.

Dies unterstützt vielleicht auch die These,
Zitat von VolvicVolvic schrieb:dass das Geld aus anderen Quellen und Geschäften stammt als dem Bierkönig und der Vogelzucht. Naheliegend wären - und das klang bei XY auch so an - Verstrickungen ins Drogenmilieu.
Stand am 14.10.2026, eine Woche nach XY:
Es sei sinnvoll und hilfreich gewesen, die Sendung international zu gestalten, sagte Mies. "Denn interessante Hinweise sind bei uns nicht nur aus Deutschland und Spanien, sondern auch aus anderen europäischen Ländern eingegangen."
Quelle:
https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-oktober-update-bierkoenig-mallorca-manfred-meisel-100.html


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 12:15
Zitat von KerMasKerMas schrieb:Und wer sich solche Hunde zum Schutz hält, hat sie auch auf Futterverweigerung abrichten lassen.
Glaube ich auch.

Aber selbst wenn wir mal durchspielen, dass die Hunde doch präparierte Köder von Fremden gefressen hätten:

Medikamente werden üblicherweise in Relation zum Körpergewicht dosiert. Man hätte also hinbekommen, dass die Hunde passgenau so viel Sedierung bekamen, dass die Täter ungestört agieren konnten, zugleich aber keine Überdosierung stattfand, an der die Tiere wegen Atemlähmung etc. verstorben sind.
Zugleich wirkte die Ruhigstellung lange genug, dass die Täter ungestört agieren konnten.

Wenn man das bei fremden Hunden so passgenau hinkriegt haben sollte, wäre es ein ziemlicher Glücksfall und ein gewaltiges Risiko für die Täter gewesen.

Bei ansonsten sehr brutal und zielgerichtet agierenden Mördern erscheint mir dieses Vorgehen nicht wahrscheinlich und die Beteiligung eines Insiders, der die Hunde außer Gefecht gesetzt hat, naheliegend.


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 12:23
Vielleicht war es auch ganz anders, er war mit den Leuten verabredet. Die Hunde waren noch im Zwinger eingesperrt. Er hat die Täter ins Haus gelassen, die Morde sind passiert, danach wurde alles hergerichtet das es aussieht als wenn es ein Überfall gewesen wäre. In der Zeit wurden die Hunde betäubt anschließend das Tor geöffnet und weg waren sie.


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 12:32
Ich tippe auch auf einen Insider.
Personen von Außen wären ein zu hohes Risiko eingegangen.
Nach meiner Einschätzung hätten diese weder gewusst wie viele Wachhunde auf dem
Gelände sind noch ob sie das präparierte Mittel gewirkt hätte/die Hunde das evtl gar nicht gefressen hätten.
Es hätte auch keinen Sinn gehabt noch zwei Stunden oder so zu warten bis das Mittel evtl wirkt.

Oder einer der Täter war Tierarzt/Tierpfleger und kannte sich gut aus mit derartigen Mitteln wie sie zu dosieren sind usw,
es wäre auch gar nicht nötig gewesen alle Bewohner und vor allem den Jungen zu töten. Fesseln hätte gereicht, dann Geld nehmen und weg.
Ein Raub wurde meines Wissens nach nur vorgetäuscht bzw spielte ne untergeordnete Rolle.


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 16:53
Spekulation: Die Importe aus Südamerika - für Papageienzucht, -handel (auch Futter?) - hätten sich evtl. für Drogenschmuggel geeignet. Möglich wäre das mit oder ohne Wissen der Papageienhändler gewesen. Ähnlich wie bei Kokain, dass z. B. in Bananenkisten in am Drogenschmuggel nicht beteiligten Geschäften landet, müssen die eigentlichen Absender oder Empfänger nicht unbedingt in den Schmuggel involviert sein. Aber die Drogenimporteure hätten ihre Ware in diesem Fall sicherlich gerne wiedergehabt.

Weitere Möglichkeit:
Durch Andeutungen eines Meisel-Bekannten aus Frankfurter Zeiten könnte man aber auch schon Geldwäsche während des Betriebs des Zoogeschäfts bzw. der Apfelweinkneipe vermuten. (Folge 2 des u. g. Podcasts)

Folge 3:
Rechtsanwalt von Ro. war nach der Tat in der Finca anwesend, als die große Bargeldsumme gefunden wurde (ca. 1. Mio. DM, wenn ich mich richtig erinnere).
Überlegungen des RA (sinngemäß): Geld in großen Scheinen (1.000 DM-Scheine). Damit zahlt man nicht im Bierkönig. Ausländisches Geld im Safe. Der RA denkt, dass das Geld aus anderer Quelle stammte und im Zusammenhang mit der Tat stehen könnte.

- - -
Zitat von IntaroIntaro schrieb:Laut dem was ich finden konnte, ist das Anwesen sozusagen verwildert und gehört wohl immer noch der Erbengemeinschaft, lässt sich das irgendwo überprüfen? Und da frage ich mich dann, warum hat man es so verkommen lassen?
In Folge 4 geht es u. a. um die Finca. Wie ich es verstanden habe, gab es einen Eigentümerwechsel.
https://www.podcast.de/podcast/3574933/archiv
Website eines der beiden Journalisten (Podcaster):
https://philjahner.com/the-real-bierknig


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 17:07
Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit diesem Fall und mir fallen ein paar Ungereimtheiten auf:

In der Amazon-Prime Doku "Der Bierkönig - Tod am Ballermann" tritt in Folge 3 eine Dame auf, die nicht namentlich genannt werden will und als "Eva" bezeichnet wird. Sie sagt zum Vorabend des Mordes:
Meisel ruft Sven an, weil an der „Herberge“ die Markisen wegfliegen. Sven fährt los und ist laut seiner damaligen Partnerin gegen 21:10 Uhr zurück.
Quelle: https://www.primevideo.com/-/de/detail/0RZYSBW1J8YLT6PFUT15QM9YW1

Im Podcast CRÓNICAS DE UN SERENO. (POR TENTE SÁNCHEZ) Tente Sánchez heißt es (übersetzt):
„nach 22 Uhr“ Feuerwehreinsatz am Lokal wegen eines losgerissenen Sonnensegels. Die Feuerwehr konnte den Mann vom Lokal nicht identifizieren
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6QVCfMXJftqJ9XI724Gq2x
Danach schliefen Sven und Eva nach Evas Darstellung auf ihrem Hof bei Llucmajor: „Er kam zurück, ich nähte ein paar Vorhänge, und wir gingen dann schlafen“
Quelle: https://www.primevideo.com/-/de/detail/0RZYSBW1J8YLT6PFUT15QM9YW1

Der Morgen des 12.11.1997, in zeitlicher Reihenfolge der Quellen:
Eva in der Prime-Doku Teil 3: „Ich lebte mit Sven auf einem Hof in Llucmajor, und ich erinnere mich, dass ein deutscher Angestellter kam. Ich erinnere mich nicht an seinen Namen. Morgens um sechs oder sieben. Er sprach Deutsch, und ich verstand so etwas wie: Manfred ist tot.“

Danach fuhren beide zur Finca. Eva: „Ich erinnere mich, dass ich zu Sven sagte, lass uns das Kind mitnehmen, damit es nicht allein ist … In diesem Moment hat er mir nicht gesagt, dass das Kind tot ist. Ich weiß auch nicht, ob er es nicht wusste oder ob er es mir nicht sagen wollte. Aber Sven war still, hat die ganze Zeit nachgedacht … den ganzen Weg von Llucmajor zur Finca.“
Quelle: https://www.primevideo.com/-/de/detail/0RZYSBW1J8YLT6PFUT15QM9YW1

Die WELT berichtete am 26.11.1997
Morgens um sieben Uhr wollte ‚ein Angestellter‘ die Hunde füttern und fand die Leichen.
Quelle: https://www.welt.de/print-welt/article644670/Ein-toter-Bierkoenig-und-viele-Fragen.html

CRÓNICAS DE UN SERENO spricht dagegen von 7:45 Uhr:
Ilse K. sollte Claudia um 8 Uhr ablösen. Sie „kommt um Viertel vor acht an“ und findet in der Inkubatorenhalle die beiden Erwachsenen bäuchlings in einer Blutlache
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6QVCfMXJftqJ9XI724Gq2x

Die Amazon Prime-Doku "Im Schatten der Balearen" und die Mallorca Zeitung sprechen von 8 Uhr;
Um 8 Uhr morgens traf eine Angestellte zu ihrer Schicht auf der Finca ein … begab sich in die Büros neben dem Hauptgebäude … Auf dem Boden lagen zwei Leichen … Die Frau lief sofort zum Haupthaus. Dort fand sie auch den Sohn des Eigentümers.
Quelle: https://www.primevideo.com/detail/0MK9WC6847HLWD7JSWXML4EEA7?commerceStatus=addOnPurchaseSuccess
Angestellte Ilse Kaiser fand die Leichen gegen 8 Uhr im Haus.
Quelle: https://www.mallorcazeitung.es/aktuelles/2017/11/12/20-jahre-nach-bierkoenig-mord-54153402.html

Für den Notruf gibt es eine einzige Zeitangabe in den Quellen:
Es war 8:20, als sie völlig aufgelöst den Notruf wählte.
Quelle: Quelle: https://www.primevideo.com/detail/0MK9WC6847HLWD7JSWXML4EEA7?commerceStatus=addOnPurchaseSuccess

Da sich die Doku auf Ermittlerangaben sützt, klingt das erstmal plausibel.

Im Podcast "The Real Bierkönig" erzählt Ute (eine der ersten Mitarbeiterinnen von Meisel auf Mallorca)
Bei uns klingelte das Telefon morgens so gegen 9 … da ist der Peter rangegangen, und da war die Putzfrau dran, ick kannte die nicht und Peter auch nicht … Ich sag ja: policía primero, esto primero, die wusste nicht, was die machen sollte.
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6lwsyEbUDqzs1kRMtLtJkC

Der Host (Ingo Wohlfeil) fasst das so zusammen: „Die hat dich angerufen, bevor sie die Polizei angerufen.“
Das ist seine Deutung. Ute selbst sagt nur, sie habe der Frau geraten, zuerst die Polizei zu rufen.

Zu den ersten Ermittlungen:
„In den Stunden nach dem Fund“ suchte die Polizei Daiana. Nach und nach trafen Angestellte aus Meisels Lokalen ein und wurden befragt: „Einer der ersten war Sven… sichtlich erschüttert. Er erklärte, ihm sei nicht bekannt, dass sein Chef konkrete Feinde gehabt habe.“
Quelle: https://www.primevideo.com/detail/0MK9WC6847HLWD7JSWXML4EEA7?commerceStatus=addOnPurchaseSuccess

Wir haben also 3 x 3 Widersprüche:

1. Uhrzeit des Fundes? 7:00 (WELT 1997), 7:45 (CDS), ca. 8:00 (Im Schatten der Balearen, MZ)
2. Wer fand die Toten? „ein Angestellter“, wollte die Hunde füttern (WELT), Ilse K., Papageienpflege (CDS, BAL, MZ, MM) „die Putzfrau“ (Ute)
3. Wann erfuhr wer davon? Sven und Eva um 6 oder 7 Uhr (Eva), Ute gegen 9 Uhr (Ute). Notruf erst um 8:20 (Im Schatten der Balearen)
4. Was wurde Sven und Eva gesagt? „Manfred ist tot“, vom Kind kein Wort (Eva); Ilse K. fand vor dem Notruf alle drei Toten („Manfred ist tot“, vom Kind kein Wort (Eva) Ilse Kaiser fand vor dem Notruf alle drei Toten (Im Schatten der Balearen)

Evas Uhrzeit ist das Kernproblem. Stimmt „sechs oder sieben“, dann wusste jemand vom Tod Meisels, bevor ihn Ilse K. nach den Ermittler-Rekonstruktionen gefunden hat. Für 7 Uhr spricht allein die WELT von 1997.

Es gibt drei mögliche Erklärungen, und keine ist belegt:

1. Erinnerungsfehler: Evas „sechs oder sieben“ ist nach 26 Jahren zu früh. Kam der Bote etwa um 8:30 bis 9 Uhr, passt alles zum Notruf um 8:20 und zu Utes „gegen 9“.

2. Früherer Fund: Die Toten wurden schon um 7 Uhr gefunden (WELT), also durch einen anderen Angestellten als Ilse Kaiser. Dann läge zwischen Fund und Notruf eine Lücke von bis zu 80 Minuten, in der das Umfeld informiert wurde. Das passt zu Utes Bericht, die „Putzfrau“ habe sich vor der Polizei bei ihr gemeldet.

3. Mehrere Angestellte: Hundefütterer, Papageienpflegerin und Putzfrau sind verschiedene Personen, und jede Quelle beschreibt einen anderen Ausschnitt desselben Morgens.

„Manfred ist tot“ ohne das Kind. Eva wollte Patrick mit nach Hause nehmen. Der Bote sprach also offenbar nur von Meisel. Das passt eher zu einem frühen Zeitpunkt, als erst die Erwachsenen im Bürotrakt gefunden waren, und weniger zur Fassung des spanischen Podcasts, nach der Ilse Kaiser vor dem Notruf schon alle drei gefunden hatte. Nicht belegt.

Utes Darstellung hat einen inneren Bruch. Ein Anruf „gegen 9“ kann nicht vor einem Notruf um 8:20 liegen. Entweder stimmt ihre Uhrzeit nicht, oder der Notruf kam später.

Dann eine (meiner Meinung nach) weitere Ungereimtheit:
In den Stunden nach dem Fund der Leichen konzentrierte sich die Nationalpolizei darauf, Diana Ritter ausfindig zu machen … Während sie auf die Aussage von Diana Ritter warteten, begannen die Beamten der Mordkommission, die wenigen Nachbarn rund um das Anwesen zu befragen … Gleichzeitig trafen nach und nach Angestellte aus Meisels Lokalen auf der Finca ein und wurden von den Ermittlern befragt. Einer der ersten war Sven, ein enger Vertrauter von Manfred Meisel. Sven war von der Nachricht sichtlich erschüttert.
Quelle: https://www.primevideo.com/detail/0MK9WC6847HLWD7JSWXML4EEA7?commerceStatus=addOnPurchaseSuccess

Juan Serra damals Inspektor der Mordkommission sagte aber in der Doku Der Bierkönig – Tod am Ballermann:
Ich wurde zu Hause angerufen … Als wir ankamen, wussten wir gleich, welches das Eingangstor war, weil sich dort bereits sehr viele Fahrzeuge und Journalisten versammelt hatten.“
Quelle: https://www.primevideo.com/-/de/detail/0RZYSBW1J8YLT6PFUT15QM9YW1

Das dürfte frühestens um 9.15/9:30 Uhr gewesen sein (8:20 Uhr Notruf, Nationalpolizei 10-15 Minuten später da, rufen Mordkommission, Juan Serra noch zuhause, zuerst ins Büro oder gleich in die Finca - vor 9:15 dürfte die Mordkommission nicht da gewesen sein.

Nimmt man eine Fahrtzeit von Llucmajor zur Finca Barracas von 20 Minuten an und nimmt man an, dass sie spätestens 10 Minuten nach der Nachricht losfuhren, wären Eva und Sven spätestens um 7:30 an der Finca gewesen
„In den Stunden nach dem Fund der Leichen konzentrierte sich die Nationalpolizei darauf, Diana Ritter ausfindig zu machen, die Lebensgefährtin des Unternehmers und Mutter von Patrick. Sie war im frühen Stadium schwanger und wegen eines Arzttermins nach Deutschland gereist. Während sie auf die Aussage von Diana Ritter warteten, begannen die Beamten der Mordkommission, die wenigen Nachbarn rund um das Anwesen zu befragen. Jemand hatte etwas Ungewöhnliches gesehen oder gehört. Gleichzeitig trafen nach und nach Angestellte aus Meisels Lokalen auf der Finca ein und wurden von den Ermittlern befragt. Einer der ersten war Sven, ein enger Vertrauter von Manfred Meisel. Holder war von der Nachricht sichtlich erschüttert. Er erklärte, ihm sei nicht bekannt, dass sein Chef konkrete Feinde gehabt habe.“
Quelle: https://www.primevideo.com/detail/0MK9WC6847HLWD7JSWXML4EEA7?commerceStatus=addOnPurchaseSuccess

Der Widerspruch: Mit Evas Uhrzeit wären die beiden vor dem offiziellen Fund und vor dem Notruf an der Finca gewesen. Die Doku „Im Schatten der Balearen“ beschreibt Sven aber als jemanden, der eintraf, als die Ermittler schon da waren. Eva selbst erzählt nichts davon, wie sie ankamen. Sie erwähnt weder eine leere Finca noch Polizei.

Außerdem hätte irgendjemand ("der deutsche Angestellte" ja VOR der Entdeckung der Toten vom Mord gewusst.

Nach dem Mord ging es so weiter:
Trauerfeier in der Porciúncula-Kirche: Sven hält die Trauerrede. Laut SPIEGEL beklagt er darin „Freunde, die nie Freunde waren“, die sich vor die Kameras stellten. Im Bierkönig nimmt er als Geschäftsführer die Beileidsbekundungen entgegen
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/im-schatten-des-bierkoenigs-a-7dba5f4e-0002-0001-0000-000008830225
Nach der Tat wurden sein Telefon und das seiner Freundin zeitweise abgehört, ohne Ergebnis.
Quellen: https://open.spotify.com/show/3IOwIEwh1060c9uIP7YoOq, https://open.spotify.com/episode/7zbC7pel0HBcVMzMMFfDkp

1997–2000
Sven leitet den Bierkönig weiter und hilft beim Verkauf [.
Quelle: https://open.spotify.com/episode/7zbC7pel0HBcVMzMMFfDkp
Im Jahr 2000 verkauft Daiana den Bierkönig an Juan Gea .
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6QVCfMXJftqJ9XI724Gq2x

Beziehung Sven & Daiana Ritter
Eva drängte ihn nach eigener Aussage, Daiana beizustehen: „Lass sie nicht allein“
Quelle: https://www.primevideo.com/-/de/detail/0RZYSBW1J8YLT6PFUT15QM9YW1
Sven und Daiana werden ein Paar und bekommen eine gemeinsame Tochter
Quelle: https://www.mallorcamagazin.com/nachrichten/lokales/2004/12/03/4186/polizei-ist-bierkonig-mordern-auf-der-spur.html
Gemeinsam betreiben sie das Restaurant „Capitán Cook“ in Maioris und ein Sonnenstudio; Um 2001 trennen sie sich, bleiben 2004 aber Geschäftspartner
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6QVCfMXJftqJ9XI724Gq2x

2004
Sven gibt zusammen mit Daiana dem Mallorca Magazin ein Interview. Die damals neue Einbrecher-Version „passt zu unseren Eindrücken“. Zum Geld sagt er: „Das meiste lag im Safe, den hat auch die Polizei erst gefunden, als ich ihn ihr zeigte“
Quelle: https://www.mallorcamagazin.com/nachrichten/lokales/2004/12/03/4186/polizei-ist-bierkonig-mordern-auf-der-spur.html

Dezember 2006
Die StA Frankfurt sieht einen Anfangsverdacht gegen Sven und Daiana und trägt beide als Beschuldigte ein
Quelle: https://open.spotify.com/episode/7zbC7pel0HBcVMzMMFfDkp

Juni 2007: Festnahme
Deutsche und spanische Polizei nehmen ihn gemeinsam fest
Quelle: https://www.primevideo.com/detail/0MK9WC6847HLWD7JSWXML4EEA7?commerceStatus=addOnPurchaseSuccess

Als Auslöser nennen die Quellen:
Gesprächsmitschnitte, die ihn möglicherweise belasteten, und in seiner Wohnung gefundene Unterlagen zu Meisels Firmen
Quelle: https://www.primevideo.com/detail/0MK9WC6847HLWD7JSWXML4EEA7?commerceStatus=addOnPurchaseSuccess
ein anonymer Zeuge, dem gegenüber er betrunken mit der Tat geprahlt haben soll
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6QVCfMXJftqJ9XI724Gq2x
eine Prahlerei in einer Bar
Quelle: https://www.primevideo.com/-/de/detail/0RZYSBW1J8YLT6PFUT15QM9YW1
Vor dem Richter bestreitet er jede Beteiligung und legt ein Alibi vor. Die Unterlagen seien „Erinnerungsstücke“
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6QVCfMXJftqJ9XI724Gq2x
Mangels Beweisen kommt er frei. Laut dem spanischen Podcast CDS wurde er nur etwa eine Stunde vernommen
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6QVCfMXJftqJ9XI724Gq2x
Danach wurde er „nie wieder vernommen“. Er ist der einzige, der in dem Fall je festgenommen wurde
Quelle: https://www.primevideo.com/detail/0MK9WC6847HLWD7JSWXML4EEA7?commerceStatus=addOnPurchaseSuccess

2017
Die StA Frankfurt sieht keinen dringenden Tatverdacht gegen eine bestimmte Person
Quelle: https://www.mallorcamagazin.com/nachrichten/lokales/2017/11/12/58921/bierkonig-mord-bleibt-auch-jahre-nach-der-tat-ein-ratsel.html

Was wissen wir noch über Sven?
Annäherungsverbot: Daiana habe gegen ihn ein Annäherungsverbot erwirkt (er nennt einmal 100 m, einmal 200 m). Sven habe dagegen verstoßen und sei dafür ins Gefängnis gekommen
Quellen: https://open.spotify.com/episode/6BVAQxtPRGagmTpONAs32U, https://open.spotify.com/show/5tHyy9t6OO0BNheuZJGW6V
Gewalt gegen eine weitere Freundin: Deren Brüder hätten ihn verprügelt, seitdem sei er auf einem Auge fast blind
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6BVAQxtPRGagmTpONAs32U
Inselverbot: Nach der Haftentlassung habe er 2020 ein dreijähriges Inselverbot bekommen. Zuvor habe er sein Haus bei Llucmajor verkauft, und zwar an Florian, Meisels Sohn und Erben
Quelle: https://open.spotify.com/episode/6BVAQxtPRGagmTpONAs32U
Heute: Er lebe in Westdeutschland und stehe „nach wie vor auf der Liste der Verdächtigen“ der StA
Quelle: https://open.spotify.com/episode/3nTcEfeCD0UdvxdeOTNvJF

Belegt ist nur die Linie von 1997 bis 2007, also Geschäftsführer, Beziehung mit Daiana, Trennung, Festnahme und Freilassung. Alles nach 2007 stammt allein aus den Podcasts von Ingo Wohlfeil


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 17:51
Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass es Dobermänner waren? Ich habe bisher nur etwas von 5 belgischen Schäferhunden gelesen.

Quelle: AOL, Bericht wurde zusammengefasst von der Deutschen Presseagentur
, ein Gewitter kann Hundegebell übertönen, allerdings hängt das stark von der Entfernung des Donners und der Lautstärke des Bellens ab. Ein lauter Donnerschlag erreicht problemlos 120 Dezibel oder mehr, was der Lautstärke eines Presslufthammers entspricht und das typische Bellen eines Hundes (ca. 80 bis 100 Dezibel) kurzzeitig komplett schluckt.
Häufiger ist es jedoch umgekehrt ein Thema: Hundehalter suchen nach Möglichkeiten, wie andere Geräusche das Gewitter für den Hund übertönen können, da viele Vierbeiner unter extremer Gewitterangst (Astraphobie) leiden.
Quelle: Google

Was ist wenn sich die Hunde aufgrund des Gewitters freiwillig verzogen haben oder sie MM in den zwinger getan hat aufgrund des furchtbaren Wetters? Wenn die Nachbarn 300m entfernt waren dann kann das bellen meiner Meinung nach ganz leicht übertönt werden, zumal das Gewitter in dieser Nacht extrem gewesen sein soll.


Bezüglich der großen Scheine im Tresor. Es hieß doch auch in vielen Berichten, dass MM eine eigene Wechselstube für Geld betrieben haben soll mit den besten Kursen der ganzen Insel. Da wäre es für ihn doch leicht immer genug Geld in allen möglichen Währungen generell verfügbar zu haben. Vielleicht hat er dort auch selbst Geld getauscht und in seinen Tresor gepackt.


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Der Dreifachmord auf Mallorca (Bierkönig) – seit 1997 ungeklärt

um 18:15
Zitat von lyacaralyacara schrieb:Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass es Dobermänner waren? Ich habe bisher nur etwas von 5 belgischen Schäferhunden gelesen.
ich hatte auch mal was von einer gemischten gruppe: dobermänner + belg schäferhunde gelesen.
im haus ist zusätzlich ein "terrier" umgekommen. vllt der haushund.


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von rigby
Kriminalfälle: Mord an Freiburger Studentin (1997)
Kriminalfälle, 645 Beiträge, am 21.12.2024 von Ti
LackyLuke77 am 15.01.2023, Seite: 1 2 3 4 ... 30 31 32 33
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von Ti
Kriminalfälle: Mordfall Martin D.
Kriminalfälle, 236 Beiträge, am 25.06.2023 von ThoFra
kittyka am 11.07.2021, Seite: 1 2 3 4 ... 9 10 11 12
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von ThoFra