Heidi71 schrieb am 10.08.2016:Deshalb könnte ein Telefonat, bei dem keine Gebühren angefallen sind und das MvG als angeblich verwählt bezeichnete, durchaus dazu gedient haben, einem Bekannten eine vorher verabredete Information per Telefonklingeln zu signalisieren, nach dem Motto, wenn ich nach 19 Uhr noch etwas mehr Zeit für einen Ausgang bekomme, lasse ich es kurz bei Dir 3 x klingeln, dann treffen wir uns gleich (an einem vorher verabredeten Ort).
Das finde ich aber gerade in diesem Fall nicht schlüssig und unlogisch. Die 2 bezahlten (und wohl geführten) Gespräche sprechen der Logik nach eher dafür dass sie zuerst ihre Eltern um mehr Zeit gebeten hat (weil es ihr zu langweilig mit den Jungs wurde und sie den Unbekannten aufsuchen/treffen wollte) und darauf den Unbekannten anrief und sinngemäß sagte "ich habe noch ein bisschen Zeit, wollen wir uns nicht treffen o.ä".

Hätte sie zuerst den Unbekannten angerufen oder nur durchgeklingelt -so hätte sie nicht gewußt ob ihre Eltern ihr das überhaupt erlauben. Ein durchklingeln mag in gewissen routinierten Situationen auch sinnvoll sein -aber woher sollte sie wissen dass sie exakt 30min mehr bräuchte und auch bekommen würde? Es hätte genauso auch 1 Stunde werden können -und solche variablen Sachen teilt man doch mit einer vertrauten Person mit, zumal sie auch den Ausgang hätte nicht bekommen können. Es sind also mehrere Möglichkeiten möglich und das alles wegen 30 Pf. durchzuklingeln um Geld zu sparen?

Dann wäre auch ein reines durchklingeln (und dafür noch bezahlen wollen) unlogisch -denn wenn man weiß das auf der anderen Seite kein AB auflauert, weiß man auch dass nie eine Telefonverbindung zustande kommt und somit NIE Gebühren anfallen. Warum sollte eine noch so ehrliche junge Frau für ein Gespräch zahlen wollen obwohl sie wüßte dass dadurch keine Gebühren entstanden sind?

P.S. Durchklingeln hat man nicht nur in den 70ern genutzt sondern heute genau so -z.B. wenn man jemand mit Auto abholen wird sagt man sinngemäß "wenn ich vor dem Haus stehe klingle ich kurz damit du runter kommst". Das hat nichts mit Kosten zu tun, sondern eher die Bequemlichkeit keine weitere Zeit für Gespräche zu verlieren oder einfach wegen unbequeme Situationen (meeting, am Steuer usw) das gewünschte "Signal" zu senden. Leider sind Telefonanbieter oberschlau geworden (allen voran 02) und schalten schon bei Nichtempfang (bei schlechter Netzversorgung oder im Aufzug) den "Anruf per SMS"-Dienst ein wodurch zwangsläufig SMS-Gebühren entstehen und ein durchklingeln sinnlos machen. Aber naja, das ist ein anderes Thema...