musikengel schrieb am 10.05.2019:spinnen wir das weiter, die Eltern verstorben, keine Geschwister, wohnte sie im Elternhaus.
Dann verschwindet JF und kommt nicht wieder...
auch hier würden die Nachbarn irgendwann die Polizei einschalten, weil sich keiner mehr um das Haus kümmert.
An dieser Stelle (auch wenn dein Beitrag viele Jahre alt ist) möchte ich nochmal auf das Anmeldeformular zurückkommen:

Es wurden unterschiedliche Straßennamen vermutet. Bei näherer Betrachtung möchte ich eine weitere Möglichkeit in den Raum werfen:
"Rue de la Statiou". Statiou ist unter anderem ein Nachname :
https://forebears.io/x/de/surnames/statiou :
https://lastnames.myheritage.de/last-name/statioMeiner Meinung nach bestehen die letzten beiden Buchstaben nämlich aus einem sehr dicht an einem O klebenden U . Wenn man sich vorstellt, das U zu schreiben, wird man den Stift nach dem unteren U-Bogen wieder hochführen und dann beim erneuten Hinabführen hat "Jennifer" eine Doppellinie gemalt, die den Eindruck erweckt, als es würde sich um ein kleines E handeln. (Weiter unten, im Wort Belgium, sieht man zum Vergleich ein anderes u von ihr, aber ohne diese zufällige Doppellinie)
Noch eine Lesart wäre "Stanou", weil das t in "Fergate" gänzlich anders aussieht als das im Straßennamen, ist es vielleicht gar keins. Es könnte auch ein N sein, eines das etwas größer geraten ist als das N im Wort "Verlaine". Dann hieße es "Rue de la Stanou.
Nicht, dass das zur Identität der Frau führen könnte, denn ich halte die Angaben für bewusst irreführend. Aber für die als gering zu erachtende Möglichkeit, dass doch irgendetwas echt an diesem Formular ist, wollte ich die abweichende Lesart von "Stehde" bzw. "Station" einmal erwähnt haben.
Auf der anderen Seite machen beide Striche, von denen einer ein vermeintlicher i-Strich ist, im Prinzip auch keinen Sinn. Einer ist definitiv zu viel, egal was man da interpretiert. "Jennifer" hat sich Mühe gegeben, so unleserlich wie möglich zu schreiben.
J.Hypolite schrieb am 01.11.2020:Natürlich gemäss Anmeldeformular hat Jennifer Fergate nur das ai in Fairgate bei der Unterschirft richtig gestellt mit Fergate
Diese kleine Änderung macht das Rezeptionspersonal in dem Moment sicherlich nicht stutzig. Wie wir von LCW und der damaligen Plaza Rezeption hörten gab es an dem Mittwochabend eine Rushhour gegen 22 Uhr im Plaza. Streiks in Oslo.
Jennifer konnte sogar ohne Probleme am 2 Juni morgens für 2 Tage verlängern und dies immer noch für 2 Personen.
Wobei sie damit nicht gerechnet haben dürfte. Von daher würde ich einer weit, weit vorne im Thread bereits erwähnten These zustimmen, dass "Lois" erfunden wurde, um die fehlenden Dokumente / Kreditkarte mit dem Eintreffen einer noch fehelenden Partnerperson in Aussicht zu stellen. Das Kreuz bei Barzahlung dürfte dann eine ebensolche in Aussicht gestellt haben.
J.Hypolite schrieb am 01.11.2020:Soweit ich mich im LCW Dokument auskenne eben auch was die damalige Zimmerbelegung angeht, gibt es nur den Gast aus Zimmer 2816 welcher nicht mehr identifizierbar war.
Und der wird in den meisten Szenarien fast vollständig übersehen. Die Zeitung, die für ihn bzw. seine Zimmernummer bestimmt war, lag in JF's Zimmer. Was hier aber komplett unter den Tisch fällt, ist die Aussage von Borghild Strandenes, der unmittelbaren Zimmernachbarin des unbekannten (Amerikaners?):
https://www.vg.no/spesial/2017/plaza-english/#dokumentarab Minute 15:09.
Sie beschreibt ein stampfendes Geräusch, das sie geweckt hat (in welcher Nacht wird nicht klar) und welches sie derart beunruhigt hat, dass sie schon die Rezeption benachrichtigen wollte. Dann aber hörten die Laute auf.
Für die Dokumentation hat sie dieses Geräusch, so gut es ihr aus der Erinnerung möglich war, rekonstruiert. Mann kann es sich anhören.
Ist der Unbekannte aus Zimmer 2816 der Täter? Rühren die Geräusche vom Versuch her, "Jennifers" Sachen mit Gewalt in seinen Koffer zu quetschen, wo zu wenig Platz für sie ist?
emodul schrieb am 01.11.2020:Dass die für Zimmer Nr. 2816 bestimmte Zeitung im Zimmer der Plaza-Frau gefunden wurde, muss für den Fall natürlich trotzdem nicht unbedingt eine Bedeutung haben, es wäre ja denkbar, dass die Plaza-Frau diese Tasche irgendwo mitgehen liess. Wobei die besagte Tasche eher nicht an der Türe von Nr. 2816 hing, denn die Plaza-Frau hätte keine Veranlassung gehabt, an Zimmer Nr. 2816 vorbeizugehen, da der Lift auf der anderen Seite liegt.
Wenn der Mann aus 2816 nicht der Täter ist, kann der wahre Täter die Zeitung als weiteres irreführendes Indiz in "Jennifers" Zimmer gelegt haben.
Sie kann aber im Zimmer 2816 gewesen sein, weil sie mit ihm verabredet war oder vielleicht gedacht hat, dass es sich beim dem Mann um ihre Kontaktperson handelt. Das Mitnehmen der Zeitung (hing die nicht am Türgriff? Ich meine, das gelesen zu haben, dass man das so handhabte) könnte bedeutet haben: Ich bin da.
OliverCromwell schrieb am 01.11.2020:Was Lois betrifft: es ist nur eine Vermutung, dass diese Person tatsächlich existiert. Die Supervisorin der Rezeption ist die einzige Person, die der Ansicht ist, dass Jennifer in Begleitung eines Mannes war. Der Rezeptionist, welcher den Check in vorgenommen hat, war der Ansicht das sie alleine war.
Die vermeintliche Begleitung von "Jennifer" kann sich, ohne ihr Wissen, ohne ihr weiter aufgefallen zu sein, auch einfach dicht hinter sie gestellt haben, um zu beobachten, was sie auf den Anmeldezettel schreibt. Wenn dieser Mann tatsächlich Dollar getauscht hat, dann könnte er Amerikaner und der Gast mit der englischen Zeitung von 2816 gewesen sein.
JosephConrad schrieb am 02.11.2020:Ich glaube an Selbstmord aber gut: wenn ein Täter im Raum eine der Karten mit einem Laptop und einem Kartenleser/Schreiber kopiert hätte, so wäre es technisch möglich gewesen das Zimmer zu verlassen, von außen die Karte einzuführen und mit zweimaligem Heben des Türgriffs die Tür genau so zu verriegeln wie man sie von innen verriegeln kann. Ob dieser Vorgang geloggt worden wäre weiß ich allerdings nicht.
Aber da glaube ich nicht dran: der technische Aufwand, das Wissen um das Schloß und dann ein so dilletantisch ausgeführter als Selbstmord getarnter Mord?
Auch hier möchte ich mich einer bereits früher geäußerten These anschließen: Der Security-Chef ist der Einzige, der gesagt (behauptet?) hat, dass die Tür von innen doppelt verriegelt war. Vielleicht stimmt das gar nicht. Für das Hotel mit seinen teils hochrangingen Gästen aus der Politik ist der Mord an einem Hotelgast fatal fürs Image. Ein Suizid hingegen lässt keine Bedenken an der Sicherheit des Hotels aufkommen.
Warum man allerdings nicht intern alle Gäste der 28. Etage dokumentiert wurden, ist unverständlich. Vielleicht wussten die Mitarbeiter damals mehr als heute noch bekannt ist und mehr als je an die Polizei weitergeleitet wurde.
JosephConrad schrieb am 02.11.2020:Der Täter hätte damit rechnen müssen, dass nach dem Schuss draußen jemand auf ihn wartet. Dann die Waffe so in die Hand zu legen, ohne dass der Abzug gedrückt wird und unerkannt zu entkommen erscheint mir als wenig wahrscheinlich.
Es scheint aufgrund einiger schlüssiger Überlegungen, die hier im Thread angestellt wurden, wahrscheinlich, dass die Waffe dem Opfer erst nach eintreten der Totenstarre in die Hand gelegt wurde. Anders wäre es nicht möglich gewesen, den Auslöser zu fixieren, durchzuziehen, sodass beim Lösen ein Klickgeräusch zu hören gewesen war.
Arthur.M schrieb am 15.02.2022:Da verstehe ich die Zahlungsverweigerung nur so, daß die Identität gewahrt werden mußte
Ich könnte mir vorstellen, dass "Jennifer" kaum Geld dabei hatte. Jedenfalls nicht so viel, dass sie das Zimmer hätte bezahlen können.
Vielleicht hatte sie am Donnerstag eine Verabredung, von der sie wusste, dass sie für ihre "Information" / ihre "Wahre" Geld erhalten würde. Da sie das Zimmer am Freitag Morgen verlängert hat, ist davon auszugehen, dass die Person, die sie den gesamten Donnerstag über versucht hat, zu treffen, nicht gekommen ist. Die Sache, wegen der sie im Plaza eingecheckt hat, ist nicht zustande gekommen.
Slaterator schrieb am 17.12.2024:Ich persönlich vermute sehr stark, dass JS einfach in Angst war. Sie wusste mMn sehr wahrscheinlich genau das sie in großer Gefahr schwebte und verhielt sich deshalb auch so unauffällig wie möglich. Kaum Appetit, viele Stunden allein auf dem Zimmer. Kontakte nur wenn es nötig ist. Möglichst keine Spuren erzeugen. Es wirkt auf mich so, als hätte sie auf etwas und/oder jemanden in großer Anspannung gewartet. Sie hatte ein Gepäckstück mit unbekanntem Inhalt dabei, dass nach ihrem Ableben spurlos verschwand. Ging es ggf. um diesen Inhalt? Ging es um eine Übergabe? Vielleicht sogar ein gefährliches Geschäft? Wählte sie verzweifelt von ihren Zimmer aus eine Kontaktnummer die man ihr für Notfälle gegeben hatte, aber die sich dann als falsch herausstellte, weil man eine Falle stellte?
Ja, irgendetwas in dieser Art. Vielleicht eine Erpressung ihrerseits oder eine Informationsverkauf. Die Person hat sie vielleicht an einen Ort in Oslo bestellt, um zu sehen, wer kommt. Er hat sich versteckt gehalten und ist ihr ins Plaza gefolgt. Jetzt wusste er, wo sie wohnt, bzw. in welchem Zimmer.
Slaterator schrieb am 17.12.2024:Während der Hotbite mit sehr reichhaltigem Trinkgeld grißzügig von ihr bezahlt wurde, blieb die Zimmermiete aus.
Das großzügige Trinkgeld diente vielleicht der Ablenkung von dem Umstand, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage war, ihr Zimmer zu bezahlen.