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Die Plaza Frau

10.860 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Unbekannt, Schuhe, Hotel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die Plaza Frau

27.07.2026 um 15:59
Zitat von OliverCromwellOliverCromwell schrieb am 24.07.2026:Weißt du, ich beschäftige mich mit diesem Fall schon seit mehr als 10 Jahren sehr intensiv und habe auch bereits viele Aktivitäten unternommen. Wenn du meinst, ich müsste mich noch tiefer einlesen will ich dir deine Meinung nicht nehmen, aber bitte sieh es mir nach, dass ich dich damit nicht für voll nehmen kann.

Wenn ich mir deine Fragen anschauen, dann wird jedem, der sich länger mit JF beschäftig, auf den ersten Blick klar, dass dir noch haufenweise Basics fehlen.

Ich habe die Netflix-Doku bestimmt drei Mal gesehen und die auf VG auch einmal. Diesen Thread hier Seite für Seite zu lesen, erachte ich als mühsam, da die Beiträge sich über fast zehn Jahre erstrecken und zum Teil so viel Schwachsinn dabei ist (Jennifer, die blasse Schöne, Fair.... die vergessen wurde), dass mir meine Zeit dafür zu schade ist.

Ich habe mir erlaubt, die 545 Seiten lediglich quer zu lesen, immer mal wieder 10 Seiten zusammenhängend, wenn mir die Ideen und Diskussionen intelligent erschienen. Zum Teil gab es da richtig gute Ansätze.

Mir nun von oben herab zu empfehlen, mich erst einmal einzulesen, finde ich vermessen, zumal du dir ja selbst nicht einmal die Mühe gibst, meine Beiträge richtig zu lesen, sonst wäre die eine oder andere Antwort nicht gekommen bzw. der Hinweis auf VG.
Einen Account werde ich dort nicht erstellen, ich erschließe mir den Inhalt des Artikels aus den Beiträgen dieses Threads. Da wird die ein oder andere Frage erlaubt sein, ohne dass das bedeutet, mich nicht eingelesen zu haben.

Und deine Wahrheit muss nicht die ultimative sein. Es sind auch nur Theorien, weil die entscheidenden Fakten eben nicht offen zugänglich sind.
Zitat von OliverCromwellOliverCromwell schrieb am 24.07.2026:
Zitat von LanigiroLanigiro schrieb am 24.07.2026:Sie kann die Geräusche nicht definieren, aber sie hat sie nachgestellt. Man kann es sich anhören.
Ich habe zu dem Zeitpunkt nicht neben ihr gesessen. Es kann sonst was gewesen sein. Wenn ich Hellseher wäre, wäre der Fall schon gelöst.
Es geht darum, dass vielleicht irgendwer beim Anhören dieser rekonstruierten Geräusche eine treffende Assoziation bekommt und nicht dass man von dir erwartet Hellseher zu sein.
Zitat von OliverCromwellOliverCromwell schrieb am 24.07.2026:
Zitat von LanigiroLanigiro schrieb am 24.07.2026:Ich dachte, er war Journalist.
Nein. Dies war eine Fehlinformation, die ursprünglich aus einem russischen Forum stammte und seinen Weg in dieses gefunden hat, weitere Verbreitung inklusive.
Aha, o.K. Dann ging es nicht um Material, das sie einer Zeitung zur Verfügung stellen wollte.
Zitat von OliverCromwellOliverCromwell schrieb am 24.07.2026:Die Chemie, die Medizin - such dir was aus, was dir gefällt. Der Gerinnungsgrad des Blutes auf den Tatortbilder spricht eine eindeutige Sprache.
Das ist es eben, was nicht funktioniert: Sich aussuchen, was einem gefällt, damit die eigene Theorie untermauert wird.
Den Gerinnungsgrad von Blut aufgrund eines Fotos bestimmen zu wollen, ist absurd. Sorry, aber da steige ich aus.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:ch denke es war eine Kombination. Ich stelle mir das wie einen aufgeflogenen Handel vor. Man bestellte sie ins Plaza, dort sollte der Deal dann stattfinden. Sie sicherte sich ggf. ab. Erfand diesen "Lois" um eine zweite Schlüsselkarte zu haben. Mit der könnte im Notfall ein Backup in ihr Hotelzimmer, wenn nötig. Für den Alarmierungsfall bekam sie eine Telefonnummer. Doch der Deal flog -bei wem auch immer- auf. Der Kontaktmann, wahrscheinlich der Mr. F. bekam noch rechtzeitig Wind und verschwand. JF hatte keine Ahnung. Als sie merkte das der Deal aufgeflogen ist, versuchte sie die Notfallnummer zu wählen. Vergeblich. Es war eine Falle. Dann wurde sie liquidiert und das Material mitgenommen. Die Spuren wurden halbherzig verwischt, ein Suizidszenario gestellt und der Drops war gelutscht. Grob umrissen jetzt mal.
Ich denke, wir werden nicht dahinter kommen und das ist so ja ganz offensichtlich gewollt und perfekt umgesetzt.
Nicht einmal ein zeitnahes politisches Treffen war in diesem Hotel geplant, sodass man ein nachrichtendienstliches Motiv vermuten könnte. Dafür hat sich diese Frau ja auch viel zu auffällig verhalten und die Oslo-Konferenz war Monate entfernt.
Da gibt es derart viele Ungereimtheiten: Die vorgeblichen Doppelgänger-Zwillinge aus Verlaine, die belgischen Nummern, deren Ortskennzahl gar nicht zur Verlaine gehörten, die fehlenden Kleidungsstücke und Schuhe, die gar nicht vollständig fehlenden Etiketten (wenn schon, denn schon richtig) die Abwesenheit am Donnerstag, die Taucheruhr, die fünf nach zwölf stehen geblieben sein soll. Alles so pseudoagentenmäßig, denn wie du schon sagst:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Sie (JF) war noch sehr jung. Meiner Meinung nach war sie auch zu jung um irgendwelche wirklich heftigen, möglicherweise geheimdienstlichen, Missionen durchzuführen.
Ich merke, dass mir die Beschäftigung mit diesem Fall nicht guttut. Man gerät in so eine Gedankenmühle. Mich zieht das völlig runter. Bin auch eigentlich kein True-Crime-Fan, aber manchmal bleibt man an so einer Sache hängen, eben weil sie so mysteriös ist und dann ist es schwer, sich da wieder rauszuklinken. Aber genau das versuche ich jetzt. Man muss sich ja nicht mit allem belasten, zumal es hier auch vermutlich nicht um ein Unschuldslamm geht, das unwissentlich in irgendwelche Machenschaften geraten ist.


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Die Plaza Frau

17.08.2026 um 00:34
Hallo zusammen,
ich lese seit vielen Jahren hier immer wieder mit. Dieser Fall gehört für mich zu den interessantesten und spannendsten aus dem gesamten Forum. Ich glaube, wahrscheinlich wird Jennifer Fergate erst dann identifiziert werden, wenn ihre DNA mit Genealogie-Datenbanken abgeglichen werden darf. Leider.

Meiner Meinung nach kann man den Aufenthalt von Jennifer in zwei Abschnitte untergliedern. Einmal der Ankunftstag und der Donnerstag: da spricht sie mit der Rezeption, checkt ein, verlässt mehrmals ihr Zimmer, man kann ihr Verhalten fast als aktiv bezeichnen. Ab Donnerstag fehlt sie für ca. 20-24 Stunden. Am Freitagmorgen kehrt sie zurück. Danach ändert sich ihr Verhalten grundlegend. Sie verlängert ihren Aufenthalt, der ursprünglich nur bis Freitag geplant war. Es wirkt auf mich, als ob sie sich ab dann in ihrem Zimmer versteckt, sie hängt ein "Bitte nicht stören"-Schild an die Tür, und vielleicht meldet sie sich auch nur deshalb nicht persönlich an der Rezeption, weil sie ihr Zimmer nicht verlassen kann oder möchte. Es muss also etwas sehr verstörendes in diesen 24 Stunden passiert sein.

Meiner Meinung nach gibt es eine Verbindung sowohl zu dem Amerikaner in Zimmer 2816 als auch zu dem Belgier in Zimmer 2804. Falls sich Jennifer Fergate in ihrem Zimmer versteckte, könnte es doch sein, dass sie absichtlich die Wurst zu Zimmer 2804 liefern ließ, um unauffällig festzustellen, ob die Tür geöffnet wird und ggf. von wem. Vielleicht stand Jennifer hinter dem Türspion, als die Wurstlieferung erfolgte. Da die Wurst nur eine Alibi-Bestellung war, würde es auch erklären, warum sie sie nur widerwillig aß, denn sie war ja eigentlich gar nicht für sie selbst gedacht. Weiß jemand hier mit Sicherheit, ob die Wurstbestellung automatisch an die angezeigte Zimmernummer oder an die telefonisch durchgegebene Zimmernummer geliefert wird?
Das große Trinkgeld könnte auch gegeben worden sein, weil Jennifer keinen kleineren Schein zur Hand hatte und die Hotelmitarbeiterin schnell wieder aus ihrem Zimmer haben wollte.

Weiß hier jemand, wann genau sie versuchte, die beiden Nummern in Belgien anzurufen? Es scheint mir, als ob sie eine Telefonnummer von jemand anderem aufgeschrieben bekam, dessen Handschrift sie nicht richtig lesen konnte. Erfolgten die Anrufe vor oder nach der Aufenthaltsverlängerung?


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Die Plaza Frau

17.08.2026 um 08:41
Vielleicht wiederhole ich, was hier bereits wieder und wieder geschrieben wurde. Aber für mich deutet vieles darauf hin, dass sie aus Deutschland kam. Da ist erst einmal die phonetische Schreibweise von dem Nachnamen "Fairgate", der entsprechend der deutschen Aussprache geschrieben wurde. Denn "Fergate" wird im englischen ja nicht als "Fairgate" ausgesprochen, es muss also die Lautumschreibung gewesen sein. Das gleiche trifft auch auf den männlichen Vornamen "Lois" zu, der in dieser Schreibweise eigentlich ein englischer Frauen-Vorname ist, der belgische Männervornahme wird "Louis" geschrieben. Dann gibt es eine Uhrmacher-Kennzeichnung auf der Uhren-Batterie, die genauso von deutschen Uhrmachern gesetzt wird, Datum und erster Buchstabe des Nachnamens des Uhrmachers. Ich weiß allerdings nicht, ob das eine internationale Gepflogenheit ist, werde ich aber noch herausfinden. Dann die Isotopenanalyse, die mitgeführten verbliebenen Gegenstände...
Ich könnte mir vorstellen, dass Jennifer aus Ostdeutschland kam und in der Wendezeit in internationales Milieu geriet. Sie muss danach längere Zeit in Belgien gelebt haben und kannte Belgier. Ich schließe für mich aus, dass sie eine Profi-Killerin oder so etwas war. Eher kam sie aus der ostdeutschen Provinz, war abenteuerlustig und geriet in falsche Kreise.

Auffällig ist für mich die "USA Today", die man in ihrem Zimmer fand. Jemand, der den Namen "Fairgate" nur phonetisch schreiben kann, hat so jemand Freude am Lesen dieser Zeitung? Es ist für mich ausgeschlossen, dass Jennifer sie dem Gast in Zimmer 1816 an der Tür entwendet hat, um sich selbst damit die Zeit zu vertreiben. Wie kommt sie also in ihr Zimmer? Eine Verwechslung des Zimmerservice? In diesem Hotel, wie wahrscheinlich ist das? Das wäre dann die zweite Verwechslung des Zimmer-Service in kurzer Zeit auf dieser gehobenen Etage, nach der Wurstlieferung.

Gestern hatte ich schon geschrieben, für mich deutet vieles darauf hin, dass Jennifer ihre letzten Tage in großer Angst verbrachte. Falls sie Selbstmord beging, dann aus Angst vor dem, was sie dachte, würde ihr sonst passieren.


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Die Plaza Frau

17.08.2026 um 17:17
Zitat von BentheimBentheim schrieb:Falls sich Jennifer Fergate in ihrem Zimmer versteckte, könnte es doch sein, dass sie absichtlich die Wurst zu Zimmer 2804 liefern ließ, um unauffällig festzustellen, ob die Tür geöffnet wird und ggf. von wem. Vielleicht stand Jennifer hinter dem Türspion, als die Wurstlieferung erfolgte. Da die Wurst nur eine Alibi-Bestellung war, würde es auch erklären, warum sie sie nur widerwillig aß, denn sie war ja eigentlich gar nicht für sie selbst gedacht.
Ich finde diese Idee sehr gut. Ich glaube, diesen Ansatz hatten wir noch nicht.


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Die Plaza Frau

18.08.2026 um 00:04
Jennifer Fergate könnte tatsächlich Suizid begangen haben, aus Angst vor dem, was sie befürchtete, was als nächstes passieren würde. Dann wäre auch diese seltsame Abfolge von Ereignissen, nämlich, dass der Wachmann an der Tür klopft und kurz darauf fällt im Zimmer ein Schuss, erklärbar. Jennifer rechnete nicht mit dem Hotel-Wachmann, warum auch, sie hatte ja erst ihr Zimmer verlängert und auf die Fernseh-Benachrichtigung hin "OK" gedrückt. Sie konnte nicht wissen, dass da "nur" Hotelpersonal vor der Tür steht.


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