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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

257 Beiträge, Schlüsselwörter: Pädophile, Kinderpornografie, Kindesentführung + 1 weitere

Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

30.06.2020 um 10:01
@Waldeck
Hm. Für mich ist beides kein "angenehmer Gedanke". Und für mich gibt es da auch keine Gewichtung - keines der betroffenen Kinder ist weniger wert als das andere.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

30.06.2020 um 11:48
@sooma
Danke!
@Waldeck
Zitat von WaldeckWaldeck schrieb:Denn dies ist eben für viele ein angenehmerer Gedanke. Denn es darf doch nicht sein, dass der charmante Mann, der plötzlich ins Leben der einsamen, alleinerziehenden Mutter tritt, ein Pädophiler ist. Es darf nicht sein, dass der nette Nachbar, der einen entlastet, weil er sich zeitweise um den anstrengenden, zappligen Sohn kümmert, diesen missbrauchen will. Es darf auch nicht sein, dass ein Kind spurlos verschwindet, und die Polizei nichts tun kann, um den Fall aufzuklären.
Glaubst Du, dass ich/wir so sehr naiv sind, und nicht wissen, dass Kinder sehr oft in ihrem direkten Umfeld über Jahre hinweg missbraucht werden ?
Das ist leider so, oh ja.
Aber dass ein Kind von der Strasse weggefangen wird und nie wieder (auch nicht als Leiche) auftaucht, kann meiner Meinung nach in mehr Fällen der internationalen Pädokriminalität zugeschrieben werden. Ich erinnere konkret an Manuel Schadwald. Er wurde in Berlin gekidnappt, um speziell dieser Klientel zugeführt zu werden, die in Rotterdam und Amsterdam agierte.
Für mich......und da spreche ich bestimmt im Namen aller...... ist es keinesfalls angenehmer, ein Kind in solchen Fängen zu wissen. Es ist eine Unverschämtheit von Dir, so etwas in den Raum zu stellen.
Wir verneinen nicht den Missbrauch im häuslichen Bereich, wir sind nicht naiv und wir finden keinen Sexuellen Missbrauch angenehmer als den anderen.
Vielmehr sind Menschen naiv zu bezeichnen, die bisher eine internationale Vernetzung solcher Verbrecher als Märchen belächelten.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

30.06.2020 um 12:33
Auch wenn das Thema die Emotionen hochkochen läßt, stellt die gegenseitigen Nettigkeiten wieder ein und diskutiert sachlich weiter.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

30.06.2020 um 15:07
Bezüglich „gegenseitigen Nettigkeiten“: Ich habe hier niemandem konkret eine Haltung unterstellt. Die meisten glauben wohl einfach darum an solche Theorien, weil sie ihnen stichhaltig erscheinen. Selbst wenn es letztlich keine konkreten Nachweise dafür gibt.
Zitat von HathoraHathora schrieb:Für mich......und da spreche ich bestimmt im Namen aller...... ist es keinesfalls angenehmer, ein Kind in solchen Fängen zu wissen. Es ist eine Unverschämtheit von Dir, so etwas in den Raum zu stellen.
Wir verneinen nicht den Missbrauch im häuslichen Bereich, wir sind nicht naiv und wir finden keinen Sexuellen Missbrauch angenehmer als den anderen..
Das ist eine Verdrehung meiner Aussage. Ich habe davon gesprochen, dass für manche Menschen die Vorstellung angenehmer sei, dass hinter Kindesmissbrauch, Entführung und Mord eine mächtige Geheimorganisation stünde, weil man diese ganz konkret bekämpfen und letztlich besiegen könne. Anstatt dass Pädophilie allgemein und die Neigung zu Triebmorden quasi ein Phantom ist, das irgendwann und irgendwo auftreten kann, und letztlich nicht einfach im konventionellen Sinne als Ganzes „besiegt“ werden kann.

Dass jemand fände, das eine sei für die Opfer angenehmer als das andere, das habe ich nie behauptet. Ebenfalls habe ich, wie gesagt, niemanden hier konkret angesprochen. Falls jemand der Meinung ist, ihm konkret passe dieser Schuh nicht, ist das kein Argument, dass diese Haltung nicht existiere.
Zitat von HathoraHathora schrieb:Vielmehr sind Menschen naiv zu bezeichnen, die bisher eine internationale Vernetzung solcher Verbrecher als Märchen belächelten.
Das hat aber die von Dir ursprünglich angesprochene kodama nicht getan, sondern ganz konkret davon geschrieben, dass es Täter gibt, welche den Missbrauch filmen und dies dann über das Internet verbreiten, und sich dort austauschen. Also genau ein solcher Fall, wie er augenscheinlich dieser „Operation Gargamel“ zugrundeliegt.

Ebenfalls sind solche Fälle wie neulich in Münster, der von kodama erwähne Fall Lügde, oder der Staufener Missbrauchsfall leider nichts neues, wo aus solchen Kontakten heraus gegen Geld oder im gegenseitigen Austausch von Opfern zusätzlicher Missbrauch entsteht. Das sind Pädophilenringe, die gemeinsam Missbrauchstaten begehen, an ihren eigenen Kindern oder anderweitig ihnen angetrauten Kindern.

Demgegenüber stehen Behauptungen wie zum Beispiel, dass Natascha Kampusch entgegen ihrer eigenen Aussagen im Auftrag eines Pädophilennetzwerkes entführt worden sei, anstatt vom Einzeltäter Priklopil. Wie auch bei anderen in Europa oder den USA verschwundenen Kindern immer wieder behauptet wird, sie seien von organisierten Kindesentführern verschleppt worden.

Oder die Verschwörungstheorie rund um Pizzagate, dass hochrangige Politiker sich angeblich per E-Mail Kinder bestellen konnten, die entführt wurden und im Hinterzimmer einer Pizzeria missbraucht werden konnten.

Und natürlich die nicht totzukriegende Verschwörungstheorie, dass ein Großteil unserer Eliten Teil eines satanistischen Netzwerkes sei, welches Kinder zu Tode foltert, siehe der Link auf der Vorseite.

Und für all diese Behauptungen gibt es keinen konkreten Nachweis, sondern sie bewegen sich auf der Ebene einer Verschwörungstheorie.

Inwiefern jetzt die auf der Vorseite angesprochene „Operation Gargamel“ solche Behauptungen stützen soll, wird nicht klar. Alles was ich auf der Seite von Europol nachlesen kann, ist dass über bei einer Hausdurchsuchung gefundene Kinderpornografie mehrere Missbrauchstäter und Opfer identifiziert und aufgespürt werden konnten. Dass ein internationaler organisierter Entführerring aufgedeckt wurde, der Kinder entführt und gefangengehalten hat und sie irgendwann töten wollte, so wie du es auf der ersten Seite dieses Thread beschreibst, davon kann doch keine Rede sein. Aber dies gälte es im Sinne solcher Theorien zu belegen, nicht die von niemandem bestrittene Vernetzung von Pädophilen übers Internet.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

30.06.2020 um 23:20
@Waldeck
Im Artikel der Welt wird aber Befreiung von Kindern erwähnt.
https://welt.web25.info/2020/04/08/schlag-gegen-weltweiten-kinder-sex-handels-ring/

Inzwischen soll sich unbestätigen Berichten zufolge die Zahl der Verdächtigen aber bereits auf über 600 und die Zahl der befreiten Kinder auf 230 erhöht haben

Sind damit vielleicht nicht doch Entführungen gemeint?


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

30.06.2020 um 23:45
@ElodiaGS

Der Artikel ist nicht von der Welt.
Auf der Seite von Europol finde ich dazu z.B. nichts.
Da ist die Rede von 90 Verdächtigen und 40 Opfern.
Ich glaube auch nicht, dass die Befreiung von 230 Kindern nicht groß in den Schlagzeilen gewesen wäre.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

01.07.2020 um 01:09
Zitat von ElodiaGSElodiaGS schrieb:Sind damit vielleicht nicht doch Entführungen gemeint?
Zitat von WichtgestaltWichtgestalt schrieb:Ich glaube auch nicht, dass die Befreiung von 230 Kindern nicht groß in den Schlagzeilen gewesen wäre.
Ich glaube, dass mit Befreiung gemeint ist, dass TV keinen Zugriff mehr auf das jeweilige kindliche Opfer haben. Auch Reul spricht im Münster-Fall von Befreiung. Entführt war aber soweit es bekannt ist keines der Opfer.
Insgesamt gibt es in dem Missbrauchsfall in Münster nun 21 Tatverdächtige, davon befinden sich zehn in Untersuchungshaft. "Weitere Kinder wurden damit aus der tagtäglichen Hölle befreit", sagte Reul und lobte ausdrücklich die Arbeit der Ermittler und Ermittlerinnen. Er freue sich über "jeden Verdächtigen, der neu hinzukommt", so Reul weiter: "Denn es bedeutet, wir werden immer besser und finden immer mehr. Die Befreiung der Opfer hat oberste Priorität."
https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-muenster-verdaechtige-1.4952252


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

01.07.2020 um 07:10
Vielleicht sollten wir mal Fälle sammeln, die gesichert sind, mit Urteilen, mit Medien, mit Beweisen, mit seriösen Zeugenaussagen, usw. Und dabei sollten alle vorsichtig sein einerseits keine Verschwörungstheorien zu fördern und zu entfachen und andererseits keine Opfer zu verunglimpfen und deren Leid in Frage zu stellen.

Das Problem an solchen Fällen ist doch, dass den Opfern jahrelang nicht oder nie geglaubt wird, dass sie Angst haben, dass sie keine hinreichende Beweislast haben, dass sie vor Gericht als Lügner hingestellt werden, usw Den Tätern kann man oft nicht hinreichend beweisen, dass sie massiv involviert waren und sie kommen ungeschoren oder milde davon.

Zurückzuführen sind solche Fälle oft ja auch nicht, selbst wenn sie seit Jahren und Jahrzehnten liefen. Man kann meist nur einer Person oder sehr wenigen habhaft werden. Sie schweigen, man kommt nicht weiter. Weder an den Kern der Organisation und deren weiteren Hintergründe zu anderen Organisationen noch zu Nutzern (z.B. eben teilweise wohl auch viele Prominente oder Politiker oder gar Polizisten, Staatsanwälte, usw) gibt es genügend tragfähige Beweise, so dass man kaum voran kommt.

Zudem werden solche Verhandlunegn aus Opferschutzgründen nicht öffentlich verhandelt und Details kommen dann nicht an die Medien und Öffentlichkeit. Die Polizei gibt selbstverständlich Hintergrundwissen nicht preis, weil sie dem weiter nachgehen will und Täterwissen nicht veröffentlicht, Bezüge zu anderen Organisationen nicht rausgeben kann. Sonst kann sie ja nicht weiter ermitteln. Man erfährt dann aber eben stets, ohne genaue Inhalte, dass weitere und internationale Ermittlungen folgen.

Genau das alles macht es doch auch so schwer, den Tätern und Organisationen habhaft zu werden. Noch schwerer ist es in der Öffentlichkeit, weil man nie das ganze Ausmaß erfährt. Und das ist letztlich auch gut so. Genau das ist aber eben auch hervorragender Nährboden für Verschwörungstheorien und man muss aufpassen, dass die Diskussion nicht abdriftet. Nur weil man nur halbwegs Inhalte erfährt, heißt es nicht, dass es das nicht gibt. Nur weil man den Tätern nicht habhaft werden kann, sind sie dennoch Täter und Opfer sind Opfer, auch wenn sie nicht genügend darlegen können. Dass dies eben nicht in Politiker-Bashing umschlägt und eben nicht jedesmal Staatsmänner/Anwälte irgendwelche Beweise verschwinden lassen und nicht jedesmal Auftragsmörder unterwegs sind, ist wohl auch klar. Von 30 000 Nutzern eines Forums werden wohl nur wenige wirklich tatkräftig organisiert sein. Aber diese sind es eben und haben international organisierte Beziehungen und Aufträge und Aktionen, usw

Beispielsweise Casa Pia. Da wurde über Jahrzehnte hinweg trootz Aussagen und Hinweisen nicht ermittelt und auch letztlich konnte nicht grundlegend alles hinreichend belegt werden, weil das eben schwer ist. Aber es gibt Geständnisse trotz schweigender Angeklagter/Verurteilter. Es gibt internationale Bezüge. In der Serie zu Madleine McCann wird sogar gesagt, es seien Schiffe mit amerikanischen Reichen/Prominenten angefahren gekommen für Parties. usw Die Opfer wurden massiv unter Druck gesetzt. Es gab politische Skandale, Beweise wurde gestohlen, usw. Die Ermittlungen wurden behindert. Also all das, was es so schwer macht und dann natürlich die Verschwörer richtig anspornt zu verschwören. Dennoch gibt es hier belegte Tatsachen. Aber auch hier wurden nur die wenigsten Details öffentlich gemacht.
Den Angeklagten werden sexuelle Gewalt gegen Minderjährige oder Anstiftung zur Prostitution vorgeworfen.
Dem 48-Jährigen werden über 600 Fälle von Kinderschändung zur Last gelegt. Zudem soll er Prominenten gegen Geld Heimkinder für Sexorgien zugeführt haben.
Die Verhandlungen unter dem Vorsitz der Richterin Ana Peres finden größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Dazu gehören auch 32 ehemalige Heimkinder, auf deren Aussagen die Anklage zu einem großen Teil basiert. Die Verteidigung stützt ihre Strategie darauf, die Glaubwürdigkeit dieser Zeugen in Zweifel zu ziehen.
So wurden immer wieder Details aus den Prozessakten bekannt und in den Medien veröffentlicht; Kassetten mit Zeugenaussagen wurden gestohlen.
So wurden immer wieder Details aus den Prozessakten bekannt und in den Medien veröffentlicht; Kassetten mit Zeugenaussagen wurden gestohlen.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/paedophilie-skandal-in-portugal-sexorgien-mit-heimkindern-1.924784


Es gibt noch mehr dazu. Ich hab jetzt nur auf die Schnelle diesen Artikel rausgesucht. Wer hat mehr gute und seriöse Artikel?

Weitere Fälle?


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

01.07.2020 um 19:30
Es gibt da einen sehr guten kanadischen Podcast zum Thema online Child abuse images und die damit verbundenen Netzwerke. Der Podcast heißt Hunting Warhead, da geht es um eine große dark web site, childsplay, die von der Australischen Polizei übernommen und betrieben wurde.

Der Betreiber, ein Kanadier (unter anderen), hatte sich zum Missbrauch eine Kindes mit einem User verabredet und wurde danach festgenommen.

Also ich glaube diese Netzwerke sind sehr locker organisiert, aber gut vernetzt. Und da kommen relativ spontan Menschen zusammen im echten Leben die sich vorher nur virtuell kannten.
An riesige zentral organisierte Netzwerke glaube ich nicht.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

01.07.2020 um 23:50
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Weitere Fälle?
Zitat von LefpaLefpa schrieb:Also ich glaube diese Netzwerke sind sehr locker organisiert, aber gut vernetzt.
Ja, so verstehe ich das auch:
Deutsche Ermittler sind mit immer mehr Bildern von Kindesmissbrauch konfrontiert - und einer global vernetzten Täterszene.
https://www.spiegel.de/netzwelt/web/kindesmissbrauch-wie-taeter-das-internet-nutzen-und-wie-ermittler-sie-finden-koennen-a-868362db-8a11-4847-a280-d748d79dbbf3 (interessante Analyse)

Hier wird ebenfalls ein Fall erwähnt:
https://www.deutschlandfunk.de/der-kampf-gegen-rituelle-und-sexuelle-gewalt-zwischen-angst.724.de.html?dram:article_id=418856
In Freiburg zum Beispiel war die Polizei erfolgreich. Nach einem anonymen Hinweis konnte sie dort im vergangenen Winter nicht nur eine Mutter und ihren vorbestraften Lebensgefährten überführen, die den neunjährigen Sohn der Frau missbraucht haben. Auch wurden Männer aus Frankreich, Spanien und der Schweiz ermittelt, an die der Junge zeitweise verkauft worden sein soll.

Diese Männer wiederum hatten die Bilder des Missbrauchs ins Internet gestellt, waren aber nicht untereinander vernetzt, betont Jörg Biehler, bei der Freiburger Polizei für Kapitalverbrechen zuständig. Trotzdem handelt es sich um organisierte Kriminalität, da die Mutter und der Lebensgefährte den Missbrauch organisierten, um Einkünfte zu erzielen, räumt der Kommissar ein.

„Ein Täter war auch dabei, der relativ viel auch freiwillig bezahlt hat. Diese Filme, die diese Täter gefertigt haben mit Videokameras und Handys, das ist letztendlich ein Nebenprodukt. Hier ging es ursprünglich hauptsächlich um Vergewaltigung, um schwere Vergewaltigung, hier geht es um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, es geht um Zwangsprostitution, Menschenhandel, Körperverletzung, Beleidigung.“
Das zeigt schon gut, wie international das z. T. ist. Nicht nur in NRW lief das so...
Bei dem Angeklagten aus Bergisch Gladbach hatte es im Oktober 2019 die erste Durchsuchung gegeben, die den Fall ins Rollen brachte. Ermittler fanden riesige Mengen kinderpornografischen Materials, mit dessen Auswertung Dutzende Spezialisten der Kölner Polizei bis heute beschäftigt sind. Davon ausgehend kamen sie nach und nach immer mehr Verdächtigen auf die Spur. Diese sollen — größtenteils ihre eigenen — Kinder missbraucht und sich darüber ausgetauscht haben. Allein in NRW wird gegen mehr als 20 Personen ermittelt. Die Ermittlungen erstrecken sich aber mittlerweile über alle Länder der Bundesrepublik. 31 Opfer wurden bislang identifiziert. Die Zahlen können nach Angaben der Ermittler aber noch größer werden, denn es sind noch längst nicht alle Daten ausgewertet
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-05/sexueller-missbrauch-bergisch-gladbach-anklage

Man sieht an den Beispielen auch, dass man da gar nicht auseinanderdividieren kann, was Missbrauch in der Familie, was ritueller Missbrauch oder was (internationale) Pädokriminalität ist. Es ist alles davon.

In Großbritannien gab es übrigens auch Mißbrauch in Kinderheimen:
Verschiedene der gesammelten Belege weisen sogar auf Kinderhandel zur Bedienung pädophiler Gruppen hin, die sich zum Teil mit gemeinnützigen Eintragungen zu tarnen wussten. So in den achtziger Jahren eine Sektion der "Campaign for Homosexual Equality" (CHE), die sich eigentlich die Beförderung gesellschaftlicher Akzeptanz von Homosexuellen zum Ziel gesetzt hatte. Eine in der Wales-nahen Grafschaft Chester angesiedelte Zweigstelle der Londoner CHE-Zentrale ließ sich regelmäßig und gegen Bezahlung von den zwei berüchtigtsten nordwalisischen Kinderheimen Bryn Alyn und Bryn Estyn mit Teenagern versorgen, die man über Jahre für regelrechte Orgien missbrauchte. Einige der Opfer wurden später für Rekrutierung von "Nachschub" eingesetzt. 13 Selbstmorde sind bisher bekannt geworden, von Erwachsenen, die ihre traumatischen Kindheitserfahrungen zu Händen korrupter Aufseher und Lehrpersonen nicht haben verkraften können.
https://www.welt.de/print-welt/article503016/Organisierter-Kindesmissbrauch-erschuettert-England.html


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

02.07.2020 um 08:14
Und weil hier oft bezweifelt wird, dass es da wirklich ähnlich wie auf einem Markt zugeht, noch ein Zitatschnipsel aus einem Artikel, der sich auf die steigenden Missbrauchzahlen in der "Coronakrise" bezieht (unterstrichen von mir):
In ihrem Bericht schreiben die Ermittler auch, man befürchte, dass der Missbrauch von Kindern "auf Bestellung" und im Livestream in der Corona-Situation zunehmen werde.
https://www.spiegel.de/netzwelt/web/corona-krise-zahl-der-bilder-von-kindesmissbrauch-im-netz-stark-gestiegen-a-83b333ed-8f8f-47cc-b243-53941c7f5b59

Der Bericht "Exploiting isolation: Offenders and victims of online child sexual abuse during the COVID-19 pandemic" ist im Artikel verlinkt, hier nochmal direkt zur Europol-Seite: https://www.europol.europa.eu/publications-documents/exploiting-isolation-offenders-and-victims-of-online-child-sexual-abuse-during-covid-19-pandemic


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

02.07.2020 um 17:39
Kommen jetzt irgendwie alle aus ihren Löchern gekrochen?
Eine 47-jährige Deutsche steht unter dem Tatverdacht, ihre 12-jährige Tochter sexuell missbraucht zu haben. Darüber hinaus soll die Beschuldigte Videoaufnahmen von ihren Taten gemacht und diese an Dritte weitergeleitet haben. Das berichtet die Polizei.
https://bnn.de/blaulicht/karlsdorf-neuthard-verdacht-des-sexuellen-missbrauchs-in-der-familie


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

04.07.2020 um 09:03
Zitat von LefpaLefpa schrieb:An riesige zentral organisierte Netzwerke glaube ich nicht.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb am 01.07.2020:Von 30 000 Nutzern eines Forums werden wohl nur wenige wirklich tatkräftig organisiert sein. Aber diese sind es eben und haben international organisierte Beziehungen und Aufträge und Aktionen, usw
Ich glaube auch nicht, dass sehr viele gut organisiert sind. Allerdings glaube ich, dass es einige wenige davon eben schon sind. Einige werden sich untereinander genügend gut vernetzen und organisieren, so dass sie sich zu entsprechenden Treffen, Parties, Events usw verabreden können und dies eben auch virtuell und organisiert für ihren kleinen Kreis vorbereiten. Dafür brauchen sie dann entsprechende Opfer und haben diese auch. Und ich glaube auch, dass es kleine organisierte Gruppen gibt, die das eben gegen Geld anbieten. Sie planen und organisieren Treffen und Veranstaltungen für zahlende Gäste und organisieren dann eben auch die Opfer. Und diese holt man sich da, wo man sie kriegen kann und braucht. Notfalls holt man sie von der Straße weg, vom Strand oder aus dem Bekanntenkreis.

Alleine im Fall Elysium zeigen sich organisierte, pädosexuelle, kriminelle Vernetzungen im internationalen Kontext:
Teilweise verabredeten sich Nutzer auch zum Missbrauch über die Darknet-Plattform. Auf den Darknet-Plattformen werden besonders drastische Aufnahmen geteilt, für die Seiten werden oft neue Missbrauchstaten begangen und gefilmt.
https://www.spiegel.de/netzwelt/web/kindesmissbrauch-wie-taeter-das-internet-nutzen-und-wie-ermittler-sie-finden-koennen-a-868362db-8a11-4847-a280-d748d79dbbf3



Im Fall Dutroux zeigen sich internationale und organisierte Vernetzungen pädosexueller Kriminalität, bei Manuel Schadwald und Rui Pedro und anderen Fällen gibt es auch polizeiliche Hinweise auf internationale pädosexuelle Kriminalität:

Beitrag von darkstar69 (Seite 7)

Dann gibt es ja noch den Wonderland Club, Orchid club und die Operation Cathedral. Hier gibt es ebenso Belege und Urteile. Dort wurden Kinder live vor der Kamera missbraucht und man konnte international im Netz zusehen. Auch Rui Pedro wurde hier als Opfer identifiziert. Er wurde zuvor entführt und ist nie wieder aufgetaucht. Es wurden Verabredungen getroffen, usw.

Gerade Rui Pedro ist ein herausragender Fall. Ein entführter Junge, der nachweislich missbraucht und angeboten wurde und nie wieder auftauchte. Bei Manuel Schadwald gibt es ebensolche Hinweise. Bei anderen Kindern auch.

Wikipedia: Operation Cathedral

https://www.presseportal.de/pm/6561/245591

https://www.presseportal.de/pm/6561/245591

Die Dimensionen werden immer größer: Man verabredet sich in Chats und nicht mehr im Darknet. Man trifft sich und hat internationale Kontakte. Man organisiert sich in kleineren Gruppen. Aber auch da wird es, da bin ich mit sicher, auch organisierte Gruppen geben, die das gegen Geld anbieten.
Es handele sich um internationale pädokriminelle Netzwerke mit Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum. In Gruppenchats mit Tausenden Nutzern und in Messengerdiensten gingen die Täter wie selbstverständlich mit ihren Missbrauchstaten um, heizten sich an und gäben sich Tipps, etwa, welche Beruhigungsmittel man Kindern am besten verabreiche, um sie sexuell zu misshandeln.

„Wer zögert, wird von den anderen ermutigt und bedrängt, seine Absichten in die Tat umzusetzen“, berichtete Biesenbach. In diesen Chats würden auch Verabredungen zum Missbrauch mehrerer Täter an einem Kind getroffen.

Es handele sich um eine „neue Dimension des Tatgeschehens“, sagte der Justizminister und bekannte: Ihm sei „speiübel geworden“. „Wir müssen erkennen, dass Kindesmissbrauch im Netz weiter verbreitet ist, als wir bisher angenommen haben.“
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/neue-dimension-des-tatgeschehens-mehr-als-30-000-verdaechtige-im-paedophilen-fall-bergisch-gladbach/25959292.html


Dass in Spanien, besonders den Balearen und in Melilla, Kinderprostitution weitverbreitet ist, ist bekannt. Auch wenn die Regierung und Polizei immer wieder beteuern, es gäbe keine organisierte Pädosexuelle Kriminalität, so werden doch immer wieder Erwachse aus Heimen entlassen, Zuhälter festgenommen, Kuppler bekannt. Das spricht für mich für organisiertes Handeln. Dass 12 und 13 jährige Kinder sich alleine auf Datingportalen anmelden und anbieten, glaub ich mal so auch nicht. So werden Touristen und internationale pädophile Kunden angelockt. Man mietet sich eine kleine Finca und kann tagelang gegen Geschenke Spaß haben.
Auch am sogenannten Ballermann, der Playa de Palma, wo vor allem deutsche Touristen gern Urlaub machen, wurden in den vergangenen Jahren immer wieder minderjährige Prostituierte aufgegriffen. Nach einer Studie des staatlichen Instituts für Gerichtsmedizin und Sicherheit (ICFS) von 2019 hat nur die Nordafrika-Exklave Melilla bei sexuellem Missbrauch in Spanien eine höhere Quote als die Balearen.
Nach Angaben des regionalen Ministeriums für Soziales wurden zudem in den vergangenen drei Jahren fünf Heimmitarbeiter - vier Frauen und ein Mann - wegen „unangemessenen sexuellen Verhaltens“ fristlos entlassen. Vier dieser Mitarbeiter seien angezeigt worden, so Ministerin Fina Santiago zur Zeitung „Ultima Hora“.
Häufig betätigten sich andere minderjährige Mitbewohner als „Kuppler“, um an kleine Geldbeträge oder an Drogen zu kommen, hieß es. Aber auch Erwachsene sollen nicht nur als Kunden, sondern als Organisatoren in den Skandal verwickelt sein. Ob ein organisierter Verbrecherring hinter der Ausbeutung steckt ist noch nicht bekannt. Dass Mädchen nicht nur zur Prostitution verführt, sondern auch unter Androhung von Gewalt gezwungen wurden, wird derweil nicht ausgeschlossen.
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sexueller-missbrauch-auf-mallorca-sexskandal-um-heimkinder-erschuettert-partyinsel.f82efea8-7feb-4b27-8f83-42dc266e9d80.html
"Viele Ausreißer tauchen erst nach Tagen wieder auf, mit neuen Schuhen oder Geld in der Tasche." Als Kupplerinnen wirkten ältere oder ehemalige Heimbewohnerinnen.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/mallorca-spanien-missbrauch-1.4780072
Die Verantwortlichen schauten oft weg, wenn etwa eine 13- oder eine 14-Jährige tagelang aus einem Heim verschwinde.
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/keinerlei-kontrolle-missbrauch-von-heimkindern-auf-mallorca/25446070.html
Der Verdacht, dass Erwachsene in die Vorfälle auch als Zuhälter verwickelt sind, scheint sich mit den Festnahmen zu bestätigen. Der Polizei gingen eine 50-jährige Dominikanerin sowie ein 41-Jähriger aus Guinea ins Netz, wie die Behörden auf Anfrage bestätigten. Man könne noch nicht einschätzen, wie viele Minderjährige zur Prostitution verleitet worden seien. Nach den Festnahmen am vorigen Montag seien die Ermittlungen weiter in vollem Gange, hieß es.
https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/aus-aller-welt/2691914-prostitution-von-heimkindern-auf-mallorca-zwei-festnahmen
Viele Jugendliche der verschiedenen Heime haben untereinander Kontakt und treffen sich während ihrer Ausbrüche aus den Einrichtungen häufig in der Umgebung der Plaça d'Espanya im Zentrum von Palma. Dort suchen sie in besetzten Häusern Zuflucht, trinken Alkohol, konsumieren Drogen und prostituieren sich in nahegelegenen Wohnungen. Inzwischen ist bekannt, dass die Jugendlichen ein bekanntes Dating-Portal dazu nutzen, die Treffen mit Erwachsenen zu organisieren.
https://www.mallorcazeitung.es/lokales/2020/01/25/neue-falle-sexueller-ausbeutung-heimkindern/73847.html

Es gibt also Zuhälter und Kuppler und Erwachsene, die zur Prostitution verleiten. Das ist organisierte Kriminalität, die über Datinportale und in Bars angeboten wird. Und in Pädokreisen ist es damit ein offenes Gehemnis, dass man mal eben übers Wochenende oder zum Sommerurlaub nach Mallorca oder Mellila jetten kann


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

05.07.2020 um 09:53
Komme erst jetzt zu diesem Thread , er sollte viel weiter oben sein ,eigentlich permanent. Netzwerke und agierende Gruppen sind und waren nie anzweifelbar. Wie groß agiert wird muss ausermittelt werden. Halte ich aber nicht für das größte Problem. Das größte Problem sind die kaum vorhandene Öffentlichkeit und nicht vorhandenen Strafen. Wie oft haben wir gelesen ,das Täter mehrfach mit Bewährung davon kamen als wären das Bagatelldelikte. Die schlimmsten Sexualstraftäter haben meist eine lange Liste von vergehen usw. Die meisten Täter kommen aus dem familiären Umfeld und werden überhaupt nicht angezeigt wegen Druck aufs Opfer und weil die Opfer denken ,dass ihnen sowieso keiner glaubt. Was leider auch oft der Fall ist. Ausgerechnet die verletzlichsten der Gesellschaft ,die gleichzeitig unser aller Zukunft sind sollten im besonderen Maße geschützt werden (was auch nicht passiert, siehe Kita Viersen, siehe Münster ,siehe völlig unprofessionelle Jugendämter usw). Alles was da passiert wird sich auf das gesamte Leben und auf das Lebensumfeld der Opfer auswirken. Es werden weitere Scharen an Tätern produziert , ein Kreislauf. Ich kann und will nicht begreifen, wie die Öffentlichkeit diesen Zusammenhang nicht erkennt und willens ist ihn zu bekämpfen. Damit sind hier keine Opfer dieser Gewalt gemeint, sondern der Otto-Normalbürger der dagegen auf die Straße gehen sollte und Druck auf die Regierung ausüben. Härtere (oder überhaupt) Strafen für Täter , Kinderschutz als Staatssache. Jemand im Faden verglich es mit Terrorismus und ich stimme dem zu. Kapazitäten sollten exakt genau so hoch eingeordnet werden wie die Aufmerksamkeit die dem Terrorismus zuteil wird. Erst dann kann und wird sich was ändern. Das eigentlich Schlimme ist die Gleichgültigkeit des Großteils der Bevölkerung.


Dazu passend aktuell aus dem Münster Thread :
Zitat Artikel Anfang
Überall, wo mit Kindern umgegangen wird, muss endlich Basiswissen über Symptome, Ahndung und Folgen von Missbrauch und Misshandlung zur Voraussetzung werden. Das gilt für Legislative wie Exekutive, für Jugendämter, Bewährungshilfe, Heilberufe, für Bildungssektor und Sportvereine.

Tiefergehende Kenntnisse sollte vor allem in der Pädagogik und an Familiengerichten Standard sein, wie Kenntnis zu kindlichen Entwicklungsphasen und zur Täterpsychologie. Kinderschutz muss fundierter werden, besser vernetzt, strukturell klarer.

Experten beklagen seit Langem „ungeklärte Hilfeziele und Verantwortungsdiffusion“ und die „Marginalität des Kindes im Kinderschutz“. Bundesweite Standards der Jugendämter fehlen, die föderale Hilfslandschaft ist inkonsistent. Kinderschutz, so die Forderung der Fachwelt, gehört in alle Curricula der Hochschulfächer Jura, Medizin, Erziehungswissenschaften und Sozialarbeit.

Doch Gerichte geben bisher sogar Vätern oder Müttern, die wegen Pädokriminalität vorbestraft sind, „eine zweite Chance“, was fatale Folgen haben kann, wie im Fall Staufen, wo Mutter und Lebensgefährte den kleinen Sohn im Internet als Sexspielzeug anboten. Zitat Ende

https://www.tagesspiegel.de/politik/lernt-kindern-zu-helfen-der-missbrauch-in-muenster-offenbart-fehler-im-system/25895530.html


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

08.07.2020 um 15:31
Die letzten Beiträge sind genau das Problem, woran dieser Thread im Grundsatz krankt. Und genau das, was ich – offenbar völlig fruchtlos – in meinem letzten Beitrag schon gesagt habe.

Im Titel wird gefragt: „Pädokriminalität – Gibt es weltweite Netzwerke?“ Diese Frage könnte man eigentlich ganz simpel mit „ja“ beantworten, und den Thread schließen. Es ist wohl mittlerweile der Normalfall, dass sich Pädophile auf internationalen Internetforen austauschen, und auf diese Weise auch Kontakte für weiteren Missbrauch zustandekommen. Dies ist eine altbekannte Tatsache, über deren Existenz nicht diskutiert zu werden braucht.

Im Eingangsposting wird dann aber die Frage gestellt, ob die vermissten Kinder Madeleine McCann, Inga Gehricke und Manuel Schadwald Opfer solcher Ringe geworden sein sollen, mithin also, wie weitere Benutzer ergänzen, ob sie von einer Organisation entführt, festgehalten und danach getötet wurden. Es wird Pizzagate angeführt und die berüchtigte Doku „Marc Dutroux und die toten Zeugen“.

Es geht in diesem Thread also um die verbreitete Ansicht, dass weltumspannende Organisationen existieren, welche professionell Kinder entführen, diese festhalten und missbrauchen, bevor sie diese töten. Hochrangige Politiker sollen Mitglieder dieser Organisationen sein, was eine Aufdeckung bisher unmöglich machte. Wahlweise werden die Kinder auch gezielt zu Tode gefoltert und die Beteiligten sind allesamt Mitglieder einer satanistischen Sekte. Und sämtliche ungeklärten Vermisstenfälle von Kindern werden dieser/n Organisation(en) zugeschrieben.

Aber sobald jemand dies als Verschwörungstheorie bezeichnet und seriöse, handfeste Belege für solche Behauptungen fordert, nimmt man plötzlich wieder den Threadtitel wörtlich, und verweist auf Medienberichte von aufgeflogenen Kinderpornoforen oder Missbrauchsskandalen unter Beteiligung von Prominenten, um zu beweisen, dass es eben doch „weltweite Netzwerke“ gibt. Obwohl dies niemand bestritten halt. So werden hier Strohmänner aufgestellt und die Diskussion kann sich auf diese Weise endlos im Kreis drehen.

Wenn in mehreren Dekaden westlicher Kriminalgeschichte noch nie ein Fall bekannt wurde, bei dem eine internationale professionelle Kindesentführungs- und Mörderorganisation mit Verbindung in höchste Kreise aufgedeckt wurde, dann sollte man vielleicht mal akzeptieren, dass sowas nicht existiert.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

08.07.2020 um 18:13
@Waldeck
Du hast mit deinen Argumenten generell Recht, aber es gibt schon bewiesene Netzwerke die in höchste Kreise reichen. Man denke da an Casa Pia in Portugal, in diesen Kinderheimen wurde über Dekaden organisierter Kindesmissbrauch betrieben. Da wurden Kinder an prominente Personen geliefert zum Missbrauch (u.a war da ein Minister und der portugiesische Generalkonsul In Stuttgart impliziert und verurteilt). Auch Priester waren daran beteiligt.
Und das bringt mich zum nächsten Punkt. Die katholische Kirche. In den USA haben einige Diozösen Konkurs angemeldet da sie sich nicht in der Lage sehen die selbst ausgehandelten settlements (außergerichtliche monetäre Einigung mit dem Opfer) zu bezahlen.
Die katholische Kirche hat bis 2012 über 3 Milliarden Dollar an tausende Opfer bezahlt um Strafprozesse zu vermeiden.
Und das ist nur in einem Land, In dem es noch dazu relativ viel Hilfe und Verständnis für Opfer gibt. Man stelle sich mal vor wie sowas in Entwicklungsländern läuft wo die Menschen auf die Wohltätigkeit der Kirche angewiesen sind und es weniger soziale Kontrolle gibt.

Natürlich entführt die Kirche keinen Manuel S. von der Straße in Berlin, aber ein global agierendes Netzwerk welches Kinder missbraucht und diesen Missbrauch dann vertuscht und klein redet ist es trotzdem.

Auch Bischöfe und Kardinäle sind in solche Sachen verwickelt und wenn diese nicht zur Elite gehören weiß ich auch nicht mehr. Ich hoffe dass die Leute mal aus dem Tiefschlaf erwachen und erkennen dass der katholische Klerus mehr Aufsicht durch nationale Behörden bedarf und sich nicht selbst überlassen werden darf.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

08.07.2020 um 19:27
@Lefpa

Entschuldigen Sie bitte, wir sollten wohl die Kirche im Dorf lassen!

Niemand kann bestreiten, dass es zahlreiche Fälle von Missbrauch durch katholische Geistliche gab.

Setzt man die Zahl der Missbrauchstäter aber im Rahmen einer sachlichen Betrachtung in eine Beziehung zu der Zahl der Priester, die nicht straffällig mit derartigen widerwärtige Taten geworden sind, stellt man fest, dass es sich bei der Tätergruppe gegenüber den nichtdelinquenten Priestern doch offensichtlich um eine sehr kleine Minderheit handelt.

Wohl gemerkt! Das mildert in keiner Weise die Schuld dieser verworfenen Täterindividuen ab, die eine harte weltliche und geistliche Strafe verdienen und keinesfalls irgendeine Nachsicht!

Aber es ist einfach logisch nicht zulässig, aus dieser im Verhältnis zu rechtstreuen Priestern verschwindend kleinen Zahl von Tätern auf die Mentalität aller Priester zu schließen.

Die polemische, diskriminierende, katholikenfeindliche Absicht hinter solchen Argumentationsmustern ist leicht zu durchschauen. Besonders perfide finde ich es, wenn in diesem Zusammenhang geleistete Entschädigungszahlungen bzw. Hilfsgelder für die Opfer von derartigen Missbrauchstaten in Milliardenhöhe auch noch der Kirche vorgeworfen werden. Ich habe noch nichts davon gehört, dass z.B. die Partei der Grünen oder die Universität Hannover oder die Berliner Jugendämter, die einem Herrn Professor Kentler seine Opfer zur Verfügung gestellt haben, in proportional vergleichbarer Höhe Opfer entschädigt hätten.

Ich wage die Vermutung, obwohl ich es nicht mit Zahlen belegen kann, dass Delinquenz einer gegebenen Zahl von Priestern, im Hinblick auf Sexualdelikte, statistisch nicht höher ist, als die einer Vergleichsgruppe aus dem Durchschnitt der männlichen Gesamtbevölkerung.

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang finde ich, dass es in der katholischen Lehre insbesondere der katholischen Sexualmoral keinerlei Toleranz für derartige perverse Abartigkeiten gibt! Es ist nicht nur durch den Staat gesetzlich verboten, es ist auch durch die Kirche moraltheologisch glasklar verboten, Kindern oder Erwachsenen sexuelle Gewalt zuzufügen!

Anders als etwa bei bestimmten politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen oder sogar Wissenschaftlern, die sich offen und aktiv für die sogenannte "Straffreiheit von Pädosexualität" (also für den straffreien Kindesmissbrauch) eingesetzt haben, werden Sie keinen einzigen Beleg für eine offizielle katholische Lehre finden, in der Toleranz für Kindesmissbrauch gefordert wird.

Ich denke, dass man den endlich aufgewachten Führungspersonen in der katholischen Kirche wie z.B. dem Hildesheimer Bischof Wilmer vertrauen kann, dass sie alles ihnen Mögliche tun werden, derartige Verbrechen schon jetzt und in Zukunft aktiv zu bekämpfen.

Völlig verhindern lässt sich soetwas freilich nicht. Da muss man realistisch sein. Solange die Gesellschaft insgesamt dieses Problem nicht im Griff hat, wird es in gesellschaftlichen Subsystemen wie der katholischen Kirche nicht anders sein. Alles andere wäre unwahrscheinlich.

Um jedem Verdacht vorzubeugen: Ich bin übrigens Lutheraner und habe keine Loyalitätspflichten gegenüber der katholischen Kirche.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

09.07.2020 um 03:14
@Waldeck
Ich denke, man muss in einer solchen Diskussion evtl doch auch mal festlegen, worüber man eigentlich spricht, wenn man weltweite organisierte pädosexuelle und -kriminelle Netzwerke meint.

Ich glaube nicht, dass ein solches Netzwerk besonders groß sein muss. Es müssen nicht hunderte von Menschen in direkter Weise organisiert zusammen arbeiten und in direkter Weise zusammen agieren und planen usw. MMn reichen dazu zwei oder drei oder vier Leute, die die Fäden ziehen. Und über Internetnetzwerke können sie sich mehr oder weniger offen, vermutlich weniger, mit anderen kontakten. Diese anderen müssen dazu aber nicht direkt in die Organisation involviert sein. Es können auch zwei oder drei solcher kleinen Organisationen miteinander kooperieren, die eine in Deutschland, die nächste in Portugal und eine andere in den USA oder so. Und es wären noch immer nur eine Handvoll.

Für mich ist es kriminell organisiert, wenn einige Menschen geplant, gezielt und koordiniert und wiederholt Verabredungen treffen, um gemeinsam illegale Handlungen zu vollziehen oder gar Verabredungen um mit weiteren Personen profitablen Nutzen daraus zu ziehen.

Wenn also zwei oder drei Personen sich das Vertrauen von Kindern zB erschleichen und diese dann gemeinsam Missbrauchen und sie sogar an weitere zum Missbrauch vermitteln, dann ist das organisierte pädosexuelle Kriminalität. Wenn sie Filme davon drehen und diese im Netz verkaufen, ebenso. Wenn sie im Darknet oder auf Datingportalen Angebote zum Missbrauch der Kinder machen, auch.

Wenn ein internationales Publikum angesprochen wird, internationale Beziehungen geknüpft werden, Personen aus einem Land ins andere fahren, um einen geplanten Missbrauch gemeinsam mit anderen durchzuführen, dann ist das ein organisiertes internationales pädosexuelles und -kriminelles Netzwerk.

Dass es Beziehungen solcher Netzwerke im internationalen Kontext gibt, belegen zB gemeinsame Kontakte bzw Bekannte von Epstein und Dutroux. Selbst wenn wir öffentlich nicht wissen, was diese Personen nun genau mit Epstein oder Dutroux unternahmen, so wäre es doch ein ungeheurer Zufall, sie hätten sich nicht ihrer sexuellen Vorlieben wegen gekannt. Im Umfeld der Ermittler und Journalisten im Fall Dutroux kam es zu diversen unklaren Todesfällen sind Ermittlungsverzögerungen, die aus höchsten Kreisen gesteuert wurden. Im Fall Epstein kam es ebenfalls zu politischen Verwicklungen bis in höchste Kreise. In beiden Fällen gibt es illustre internationale Bekanntschaften und Beziehungen.

Wenn zB aus ganz Europa Menschen nach Mallorca oder Melilla fliegen und sich dort ein Appartment nehmen oder eine abgelegene Finca und übers Internet schon Escort buchen, dann ist das organisierte internationale Netzwerkarbeit.

Wenn Rui Pedro von der Straße weg entführt wird und anschließend in verschiedenen pädosexuellen Pornos auftaucht, die im Netz gehandelt werden, passt das ebenso.


Zur Verquickung des Falles Manuel kann man in den Medien folgende Aspekte als belegt ansehen. Es gibt Urteile und Aussagen und Geständnisse. Da kann man sagen, es sind nicht nur Verschwörungstheorien. Es gibt anerkannte Journalisten und Medien, die als sehr seriös angesehen werden können, die anerkannte Rechercheergebnisse haben.

https://www.welt.de/vermischtes/article143879658/Auf-den-Spuren-der-verlorenen-Kinder.html

https://www.welt.de/print/wams/article143858361/Die-verlorenen-Kinder.html

https://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article143841918/Starb-Manuel-Schadwald-bei-Sexspielen.html

https://www.welt.de/vermischtes/article143841397/Neue-Spur-im-Fall-Manuel-Schadwald.html


Meiner Ansicht nach müssen es nicht die großen Ringe sein, in denen hunderte von Leuten quasi wie eine große Firma agieren. Es sind die kleinen Ringe, aus zwei oder drei Personen, die aber untereinander vernetzt sind. Und diese pflegen Kontakte in internationale und höchste Kreise. Müssen sie aber nicht einmal. Ich glaube, es gibt auch organisierte kleine Ringe, die untereinander Beziehungen international pflegen und sich und ihre Opfer austauschen, aber eben dennoch im kleinen Kreise unter sich bleiben. Oder eben auch die Ringe, die ihre Opfer einer internationalen Kundschaft auf Parties, als Prostituierte oder in Filmen anbieten.

Und dass da Kinder, wie im Fall Rui Pedro und die Mädchen von Dutroux einfach von der Straße weg entführt werden, ist belegt. Ob da immer alle Vermisstenfälle nun wirklich wegen organisierter Verbrechen verschwinden und in der Pädoszene landen, sei dahin gestellt. Dass es da in einigen Fällen gute Indizien zu gibt und in einigen sogar mehr, ist aber auch klar. Und dass nicht alles veröffentlicht wird, auch.


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Pädokriminalität - Gibt es weltweite Netzwerke?

09.07.2020 um 07:31
Zitat von WaldeckWaldeck schrieb:Es ist wohl mittlerweile der Normalfall, dass sich Pädophile auf internationalen Internetforen austauschen, und auf diese Weise auch Kontakte für weiteren Missbrauch zustandekommen. Dies ist eine altbekannte Tatsache, über deren Existenz nicht diskutiert zu werden braucht.
Sehe ich genauso.

Zumindest bei Manuel S wurde schon mehrfach öffentlich geäußert das er einen Snuff Video zum Opfer gefallen ist. Ob es wirklich so ist kann ich nicht beurteilen.

Und zu den Satanisten Opfern:https://bistum-osnabrueck.de/rituelle-gewalt/
Und ab wann bin ich als Kind Opfer?
Wenn ich zugucke das meine Eltern Blut trinken oder doch erst wenn ich selber töten muss?
Zitat von KimByongsuKimByongsu schrieb:Zahl der Priester, die nicht straffällig mit derartigen widerwärtige Taten geworden sind,
Da wäre jetzt die Frage, wie hoch die Dunkelziffer ist, weil die Opfer schweigen. Eine Frage die man m.M. nach nicht beantworten kann.
Zitat von KimByongsuKimByongsu schrieb:Völlig verhindern lässt sich soetwas freilich nicht
Vielleicht würde es sich aber durch eine Aufhebung des Zöllibats reduzieren lassen.
Ich denke man greift am ehesten zu Kindern, weil sie am schwächsten sind u. am ehesten schweigen.
Und ( fast) jeder Mensch hat irgendwo ein sexuelles Verlangen.
Interessant wäre in dem Fall wie sehr sich sex. Straftaten zwischen ev. ( die Sex haben dürfen) und Kath " Pfarrern" unterscheiden.

Abgesehen davon find ich eigentlich das es gleich schlimm ist, ob es sich um intern. Netzwerk oder " nur" um ein nationales Netzwerk wie zB. in Lüdge, Bergisch Gladbach o.Münster handelt.


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