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Mord u. Vergewaltigung an Cornelia Geissler aus Ilmenau 1990

42 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Vergewaltigung, Ilmenau

Mord u. Vergewaltigung an Cornelia Geissler aus Ilmenau 1990

25.03.2020 um 16:08
itfc schrieb:Eventuell an der Form der Klinge und der Stichwunden ?
Solche Messer hinterlassen so eine Art Abdruck der bei verschiedenen Klingen unterschiedlich ist.
GrinningMouth schrieb:Und wenn ich mich recht erinnere wurde noch gesagt, dass es eine Art Jagdmesser mit Waidklinge sei.
Also in dem Fall ein Taschenmesser mit einer zusätzlichen gebogenen nichtspitzen Klinge, mit der man Wild öffnen kann.
Mit anderen Worten ein Taschenmesser für Jäger das über ein eineinhalb Jahrzehnte in einem Wald gefunden wurde.
@itfc
Das ist sicherlich richtig was Du sagst; aber wenn das zutrifft, was @GrinningMouth geschrieben hatte und es sich um Massenware handelt, dann muss das Messer nicht notwendigerweise vom Täter stammen. Dann kann auch eine völlig unbeteiligte Person dieses Messer verloren haben.
Und da es immerhin erst nach fast 16 Jahren gefunden wurde, scheint mir letzteres das wahrscheinlichere.


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25.03.2020 um 17:39
spiky73 schrieb:Dann wieder die Stimme aus dem Off: "Später wird auch die Tatwaffe im Bereich des Tatorts gefunden." (ohne zeitliche Einordnung)

Kameraschwenk auf ein Taschenmesser im Gras.
Im XY Bericht wurde gesagt daß das Taschenmesser nur wenige Meter vom Tatort gefunden wurde. Ich frage mich ob die Ermittlungsbeamten beim Auffinden der Leiche den den Bereich um die Fundstelle überhaupt abgesucht haben. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das man ein Messer das nur wenige Meter neben der Leiche liegt nicht findet.


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25.03.2020 um 23:08
Supertruper schrieb:Ich frage mich ob die Ermittlungsbeamten beim Auffinden der Leiche den den Bereich um die Fundstelle überhaupt abgesucht haben. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das man ein Messer das nur wenige Meter neben der Leiche liegt nicht findet.
Ja das wundert mich auch sehr. Der Auffindeplatz der Leiche von Cornelia kann nur sehr grob abgesucht worden sein. Nun hat man auch keine DNA mehr sichern können, das wäre evtl. nach neuerlichen Methoden heute noch möglich, wenn das Messer schnell gefunden wäre und als Asservat korrekt gelagert.


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26.03.2020 um 03:07
itfc schrieb:Eventuell an der Form der Klinge und der Stichwunden ?
Solche Messer hinterlassen so eine Art Abdruck der bei verschiedenen Klingen unterschiedlich ist.
Klingenlänge und Klingenbreite bewegen sich im Bereich von Schweizer Taschenmessern oder ähnlichen Taschenmessern der Größe. Viele Küchenmesser haben ebenfalls eine ähnliche Klingengröße.
Die Schneide ist glatt geschliffen - auch hier nichts wirklich besonderes.
Also ich weiß nicht.
JestersTear schrieb (Beitrag gelöscht):der Versuch, sie an neue, westliche Standards anzugleichen und anzupassen, , Austausche, Schulungen, Fortbildungen,
Klingt so, als ob die Ex-DRR Kriminaler damals frisch vom Baum gefallen wären. :D


Kriminaltechnische Tatortaufnahme wird seit den 1920er Jahren betrieben. Man sollte also erwarten, dass diese entsprechend gewissenhaft durchgeführt und auch dokumentiert wurde.


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26.03.2020 um 06:56
GrinningMouth schrieb:Klingt so, als ob die Ex-DRR Kriminaler damals frisch vom Baum gefallen wären. :D


Kriminaltechnische Tatortaufnahme wird seit den 1920er Jahren betrieben. Man sollte also erwarten, dass diese entsprechend gewissenhaft durchgeführt und auch dokumentiert wurde.
Stimmt, erwarten sollte man's.

Ob es so in der Zeit direkt nach der Wende dann auch wirklich umgesetzt wurde, bzw. werden konnte, bleibt offen.


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26.03.2020 um 07:43
GrinningMouth schrieb:Klingenlänge und Klingenbreite bewegen sich im Bereich von Schweizer Taschenmessern oder ähnlichen Taschenmessern der Größe. Viele Küchenmesser haben ebenfalls eine ähnliche Klingengröße.
Die Schneide ist glatt geschliffen - auch hier nichts wirklich besonderes.
Also ich weiß nicht.
Aus welchem Grunde auch immer scheinen die heute ermittelnden Beamten davon ausgehen zu können, im Besitz der Tatwaffe zu sein, daraus ergeben sich für mich ,wenn ...
Supertruper schrieb:Im XY Bericht wurde gesagt daß das Taschenmesser nur wenige Meter vom Tatort gefunden wurde.
...das Messer wirklich nur wenige Meter vom Tatort gefunden wurde, folgende Optionen:

1.) Das (erst anderthalb Jahrzehnte später) gefundene Messer wurde tatsächlich von jemandem verloren, was abseits des Weges im Wald so nah zum Tatort der absolute Zufall gewesen wäre..

oder

2.) Das Messer ist von der Spurensicherung tatsächlich nicht gefunden worden...

oder

3.) der Täter fühlte sich so lange Zeit nach der Tat mittlerweile vollkommen sicher und versuchte,mit der Polizei zu spielen...

oder

4) Jemand anderes mit Kenntnissen zur Tat und Zugang zur Tatwaffe wollte den Beamten einen Hinweis geben.


Option 2 ist eigentlich für mich die plausibelste - und in Anbetracht der damaligen Umstände ( "Wendewirren"),so traurig das für die Betroffenen klingt,irgendwie noch entschuldbar oder zumindest verstehbar.


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26.03.2020 um 07:58
Falls es sich wirklich um immer den gleichen Mann handelt, wäre interessant zu wissen, ob es im benachbarten Hessen ähnliche Fälle gab. 1990 war Wendezeit und dadurch bedingt verloren viele VoPos ihren Job, bedingt durch Stasi Mitarbeit etc. Viele Führungskräfte wurden durch Kollegen aus dem Westen ersetzt. Da war ziemliches Kompetenzgerangel, jede Menge neue Leute aus dem Westen usw... im November 1990 war die Wiedervereinigung gerade mal ein paar Wochen her.


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26.03.2020 um 09:43
JestersTear schrieb:Option 2 ist eigentlich für mich die plausibelste - und in Anbetracht der damaligen Umstände ( "Wendewirren"),so traurig das für die Betroffenen klingt,irgendwie noch entschuldbar oder zumindest verstehbar.
Die "Wendewirren" mögen ja im organisatorischen Bereich eine Rolle gespielt haben, aber nochmal: Tatortarbeit läuft seit den 1920er Jahren im Wesentlichen nach einem Muster ab und zwar hüben wie drüben. Dass Ende 1990 ein Engpass an know how bestand, wage ich zu bezweifeln. Also selbst wenn irgendwer schon entlassen wurde wegen Stasi-Zusammenarbeit - ob das zu diesem recht frühen Zeitpunkt wirklich schon passierte - diese Stellen wurden ja nicht unbesetzt gelassen.
JestersTear schrieb:1.) Das (erst anderthalb Jahrzehnte später) gefundene Messer wurde tatsächlich von jemandem verloren, was abseits des Weges im Wald so nah zum Tatort der absolute Zufall gewesen wäre..
Wir wissen nicht wie der Tatort/Fundort aussieht und auch nicht wie und wo genau das Messer gefunden wurde. Wie groß dieser Zufall sein muß, wissen wir also auch nicht. Wahnsinnig abgelegen wirkt die Gegend da jedenfalls nicht.


Im Grunde ist es eh müßig ob das Messer jetzt das Tatwerkzeug ist oder nicht.
Beweisen kann man mit ihm nichts. Ein 0815 Massenprodukt das sich weder dem Mordopfer noch dem Mörder sicher zuordnen lässt. Das ist in etwa so aussagekräftig wie ein Stock, an dem ebenfalls keine Spuren sind, der in einem Wald liegt.


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26.03.2020 um 09:57
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13500792.html

Ein interessanter Artikel über die Situation der Polizei in den damals neuen Bundesländern aus dem November 1990. Da war einiges an Chaos. Und eigentlich somit eine perfekte Zeit für einen Täter.


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26.03.2020 um 12:09
abberline schrieb:Und eigentlich somit eine perfekte Zeit für einen Täter.
Das kann man wohl sagen, ein sehr interessanter Artikel. Ich glaube aber nicht, dass die DDR Behörden grundsätzlich bei Frauenmorden mangelnde Sorgfalt an den Tag gelegt haben. Denn immerhin wurde vor kurzem der alte DDR Frauenmord an Heike Wunderlich 1987, sie war damals 18 Jahre und kam aus Altensalz bei Plauen, nach 30 Jahren noch aufgeklärt.
Der Täter bekam für die Vergewaltigung und den Frauenmord an Heike lebenslänglich. Er war zum Zeitpunkt seiner Verurteilung 62 Jahre alt. Allerdings war er schon zu DDR Zeiten wegen Körperverletzung, Diebstahl, Sexuellen Übergriffen etc. vorbestraft. Die DDR muss in diesem Fall die Asservate sehr sorgsam aufbewahrt haben, denn die Beweisführung lief über eine DNA Analyse nach neuerlichen Methoden.

Evtl. wurden Asservate von Cornelia, ihre Bekleidung etc. hier tatsächlich nicht sachgerecht gelagert. Der Täter hat sie ja in Händen gehabt, also muss es Spuren von ihm gegeben haben, sicher auch am Messer.
Sofern es sich tatsächlich um die Tatwaffe handelt.
Evtl. war der Täter im Fall Cornelia auch tatsächlich nicht vorbestraft. Wenn weitere Frauen über die Vergewaltigungen geschwiegen haben, dann ist das evtl. auch nicht groß verwunderlich.
Mir fällt es nur schwer zu glauben, dass jemand mit einem solchen Aggressionspotential immer unauffällig geblieben sein sollte.


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26.03.2020 um 12:28
@Rotmilan
Da stimm ich Dir zu. An die Ortskundigen... Hatte der Täter vermutlich genaue Ortskenntnisse?


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26.03.2020 um 13:39
https://de.wikipedia.org/wiki/Pörlitzer_Höhe

Das Wohngebiet Pörlitzer Höhe war 1990 ein Plattenbaugebiet. Dort wurde das 1. Opfer vergewaltigt, laut AZXY. Wie man diesem Artikel entnehmen kann, wurden später einige der Plattenbauten "zurück gebaut". Man versuchte dann, es dort nach Ende der DDR etwas wohnlicher zu gestalten.
Das 1. Opfer wurde also nicht in der Ilmenauer Altstadt vergewaltigt, da hatte ich mich angesichts der Bilder in AZXY getäuscht.

Die Bekleidung von Cornelia hat der Täter dann evtl. sogar aus dem fahrenden oder kurz haltenden PKW rausgeworfen, denn es wurde gesagt, dass diese am Straßenrand an der B4 zwischen Plaue und Neusiß gefunden wurden.
Er hat sich also keine große Mühe gemacht, die Bekleidung seines Mordopfers sorgfältig zu entsorgen.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der Täter sehr gut ortskundig war, im Plattenbaugebiet Pörlitzer Höhe. Vermutlich wusste er dass da Abends jeder in seiner Wohnung hockt und kaum ein Zeuge zu erwarten war.


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26.03.2020 um 14:25
@Rotmilan
Das heisst, er wusste vermutlich, dass es eine vermutlich ruhige Gegend ist. Nur gibt es gerade in der Plattenbausiedlung theoretisch einiges an Menschen, die was sehen könnten. Also schon Risiko. Und er musste unerkannt und unauffällig schnell zu Fuss verschwinden. Durch massiv bewohntes Gebiet


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26.03.2020 um 14:53
@abberline
Ja, das ist richtig, er musste wohl beim 1. Opfer zu Fuß verschwinden, aber evtl. hatte er auch wie bei Cornelia in der Nähe seinen PKW geparkt?
Denn als Cornelia in den Bus stieg, hatte er ja einen PKW in der Nähe und fuhr damit nach AZXY Darstellung sogar dem Bus hinterher.
Hätte Cornelia doch bloß dem Busfahrer gesagt, dass sie von einem ihr unbekannten Mann verfolgt wird und sich bedroht fühlt und er die Polizei verständigen möchte.
Was ich meine ist das offenbar in diesen Plattenbaugebieten Abends weitgehend nichts mehr los war. Also nicht mit späten Kneipenbummlern, Leuten die aus Restaurants, Kinos etc. kommen, zu rechnen war. Das abendliche Leben für Leute die etwas unternehmen wollten, war 1990 offenbar das Ilmenauer Bahnhofsviertel, wo auch das Kino war. Da konnte der Täter auch am ehesten damit rechnen, dass er ein Opfer abfischen, bzw. Frauen, evtl. alleine auf dem Heimweg antreffen konnte.

Es könnte auch sein, dass der Täter ein ehemaliger Bewohner dieses Plattenbaugebiets Pörlitzer Höhe war, der inzwischen umgezogen war. Er wohnte zum Tatzeitpunkt dann evtl. irgendwo in der Richtung Plaue oder Neusiß und auf dem Fahrtweg mit seinem PKW zurück in seine Wohnung/ Haus hat er dann einfach Cornelias Bekleidung aus dem Auto, bei kurzem Halt, an den Straßenrand geworfen.

Ob diese Buslinie 303 mit vermutlich der Endhaltestelle Fritz- Meyer- Weg, in den Cornelia einstieg, weil sie sich bereits verfolgt fühlte, heute noch existiert?
Der damalige Streckenplan wäre ja mal ganz interessant.


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Mord u. Vergewaltigung an Cornelia Geissler aus Ilmenau 1990

26.03.2020 um 17:43
Hallo @Rotmilan , jetzt muß ich auch hierzu mal etwas schreiben, bin ansonsten nur stille Mitleserin und bin Ortsansässig.

Also in Ilmenau gibt es kein Bahnhofsviertel.
Es gibt einen Bahnhof, der Busbahnhof war zur damaligen Zeit genau davor.
Der Bahnhof liegt sehr Zentral zur Innenstadt, damals wie auch heute noch.

Zur damaligen Zeit gab es zwei Kino's, einmal in der Lindenstraße und dann das Kammerkino am heutigen Homburger Platz.
Das Kino in der Lindenstraße existiert heute noch.
Wo damals das Kammerkino war, dort befindet sich heute eine Hauptfiliale der Sparkasse.

Die beiden Kino's liegen vom Bahnhof ca. 1,5 km entfernt.

Auf der Pörlitzer Höhe gab es 1990 eine Gaststätte.

Den Fritz- Meyer Weg gibt es nicht, ich vermute es ist ein fiktiver Strassenname.

Ich hoffe das ich ein wenig was beitragen konnte und ich hoffe, dass der unsinnige, grausame Mord an Cornelia G.
baldigst aufgeklärt wird.


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26.03.2020 um 18:24
@Nero1
Hallo, super dass Du Dich als Ortskundiger zu Wort meldest! Ich war schon etwas irritiert, weil in AZXY von Bahnhofsviertel gesprochen wurde. Vermutlich ist Ilmenau auch zu klein, so dass es kein eigenes Bahnhofsviertel gibt.
In welchem Kino war das 1. Opfer denn, weißt Du das evtl. noch? Ging der Fall bei Euch damals durch die Presse und war das Thema in der Stadt, oder eher nicht?
Nero1 schrieb:Auf der Pörlitzer Höhe gab es 1990 eine Gaststätte.
Hat man sich dort die Gaststättenbesucher von Seiten der Polizei mal genauer angesehen? Auffällig wäre es ja, wenn ein Gaststättenbesucher evtl. in der Zeit vor der Vergewaltigung von Opfer 1 und dem Mord an Cornelia plötzlich nicht mehr diese Gaststätte besucht hätte. Sofern er zuvor dort öfters als Kneipenbesucher war.
Weißt Du etwa wie lange Abends diese Gaststätte geöffnet hatte?
Ich könnte mir vorstellen, dass der Täter selbst mal in der Pörlitzer Höhe gewohnt hat und dann evtl. Richtung B4 Plaue bzw. Neusiß verzogen ist. Also zum Tatzeitpunkt selbst nicht mehr Bewohner der Pörlitzer Höhe war.
Nero1 schrieb:Den Fritz- Meyer Weg gibt es nicht, ich vermute es ist ein fiktiver Strassenname.
Evtl. wurde der Straßenname auch nach der Wende geändert? Natürlich kann er auch fiktiv sein. Bei Google Maps habe ich diesen Straßennamen auch nicht in Ilmenau gefunden.


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Mord u. Vergewaltigung an Cornelia Geissler aus Ilmenau 1990

gestern um 00:33
Dieser Fall ist auch sehr grausam, ich will mir gar nicht vorstellen, wie es Cornelia wohl in ihren letzten Minuten ergangen sein mag. Zuerst die Verfolgung, die erste Verletzung, dann die Verwaltigung, das Rumfahren bei scheinbar noch vollem Bewusstsein und schließlich die weiteren Stiche, die letztendlich tötlich waren. Einfach nur furchtbar...

Hätte sie doch wirklich nur den Busfahrer verständigt, hätte man diese Tragödie wohl verhindern können.

Zu den anderen Vergewaltigungen: darüber mag ich mir überhaupt kein Urteil bilden wieso diese erst so spät gemeldet wurden.
Das waren früher alles ganz junge Frauen, die wohl erstmal selbst damit fertig werden mussten. Ich kann mir dabei folgende Punkte gut vorstellen:

1. Die Frauen schämten sich einfach dermaßen und verdrängten das Geschehene und/oder entwickelten regelrechte Traumata und wollten mit keinem drüber sprechen.
2. Sie vertrauten sich wem an der wenig sensibel reagierte (jetzt hab dich nicht so, du warst wohl selbst dran schuld, dir glaubt eh keiner etc.). Bei manchen war das einfach ein Tabuthema und somit trauten sie sich nicht, sich an die Polizei zu wenden.
3. Hatte sich womöglich die ein oder andere an die Polizei gewandt und ihr wurde nicht geglaubt und keine Aussage aufgenommen.
Es gibt glaub ich mehrere Fälle wo dies der Fall war und man im Nachhinein wichtige Zeugenaussagen erst wieder aufnahm.

Alles in allem denke ich einfach, dass all die Jahre so viel "Gras drüber gewachsen" war, dass man keinen Anlass sah, zur Polizei zu gehen.

Dass der potentielle Mehrfach-Vergewaltiger so sorglos war, gerade als der Bekannte noch mit im Spiel war, deute ich auch so, als dass es nicht die erste Vergewaltigung für ihn war und er somit irgendwie eine Art Sicherheit besaß, weil er bisher nie in Verdacht geraten war oder gar geschnappt wurde. Damals gab es ja nicht solche DNA-Analysen wie heute und alles war halt eher ein absolutes Tabuthema.

Dennoch hoffe ich, dass der Fall doch noch geklärt werden kann.


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gestern um 12:37
Ich frag mich halt, ob der echt so blöd war, seinen richtigen Namen zu sagen


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gestern um 13:36
Herbstkind schrieb:Dass der potentielle Mehrfach-Vergewaltiger so sorglos war, gerade als der Bekannte noch mit im Spiel war, deute ich auch so, als dass es nicht die erste Vergewaltigung für ihn war und er somit irgendwie eine Art Sicherheit besaß, weil er bisher nie in Verdacht geraten war oder gar geschnappt wurde.
Entweder das oder er kam gar nicht aus Ilmenau oder der näheren Umgebung, sondern war ein "Tourist" im negativsten Sinne, zB aus den alten Bundesländern. Das ist meine persönliche Vermutung. Ilmenau war/ist doch relativ klein, nicht wahr, so dass man im Grunde seine "Pappenheimer" kennt?


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gestern um 14:56
puntanorte schrieb:Entweder das oder er kam gar nicht aus Ilmenau oder der näheren Umgebung, sondern war ein "Tourist" im negativsten Sinne, zB aus den alten Bundesländern. Das ist meine persönliche Vermutung. Ilmenau war/ist doch relativ klein, nicht wahr, so dass man im Grunde seine "Pappenheimer" kennt?
An diese Möglichkeit habe ich ebenfalls gedacht, frage mich dann allerdings, warum zweimal ausgerechnet Ilmenau?

Der Mord an Cornelia erfolgte gerade vier Wochen nach der schlimmen Tat an der Dame, die sich 2018 meldete und bei der der Täter offenbar keine Skrupel hatte, sich auch dem Kino-Begleiter der jungen Frau zu zeigen...

Wäre es für jemanden, der die "Wendewirren" nutze, um Sexualverbrechen bzw. Morde zu planen und zu begehen, nicht zu gefährlich, innerhalb weniger Wochen zweimal in der gleichen Kleinstadt zuzuschlagen?


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