Laut dem Wikipedia-Artikel
Martha-Minerva schrieb:Wikipedia: Couchsurfing
ist couchsurfing.org ein kommerzielles internetbasiertes "Gastfreundschaftsnetzwerk" mit 12 Millionen Mitgliedern weltweit.
Kern des Angebots ist der "Austausch von Gastfreundschaft". Um Mitglied zu werden, meldet man sich bei Couchsurfing an und richtet sein Profil ein. Darin beschreibt man dann "persönliche Interessen, aber auch Wünsche und Ziele für die Zukunft. [...] Besonders hilfreich sind Fotos, denn so kann man gut erkennen, wen man vor sich haben wird. Sympathische Bilder erhöhen die Chance, als Gast oder Host [Gastgeber] ausgewählt zu werden." *
Sollte Lucien über Couchsurfing (oder ein ähnliches Portal) eine Unterkunft gefunden haben – vielleicht gab es dort Probleme, vielleicht hatte sein Gastgeber andere Vorstellungen und Erwartungen als Lucien? Und dann kam es zu irgendeiner Eskalation?
Als Lucien gefunden wurde, ließ sich die Todesursache nach dem Bericht des "Nordschleswiger"** nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Es kann Ertrinken gewesen sein, muss es aber nicht. Die Obduktion lieferte "keinerlei Hinweis darauf, was tatsächlich passiert ist". Vielleicht war Lucien schon tot, als er ins Meer geriet?
Es ist nur eine Möglichkeit, die man aber wohl auch in Betracht ziehen muss. Das würde erklären, warum man Luciens Gepäck nicht findet und warum sich keine Zeugen melden. Evtl. geschah wirklich schon etwas kurz nach seiner Ankunft in Sierksdorf, bevor ihn dort einer der Nachbarn oder jemand anders sehen konnte, so dass es keine Zeugen gibt.
In Hamburg oder auch im Discovery Dock, wenn er dort war, wird sich wegen des großen Publikumsverkehrs vielleicht niemand an ihn erinnern. Es würde aber wahrscheinlich auch nicht viel helfen, da Lucien ja gesichert nach Sierksdorf weitergefahren ist, bevor er verschwand.
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https://www.urlaubsguru.de/reisemagazin/couchsurfing-erfahrungen-und-tipps/**
https://www.nordschleswiger.dk/de/suedschleswig/nicht-einziger-hinweis-zum-toten-ostsee-vor-sierksdorf