Wer ist die unbekannte Tote aus Berlin Hakenfelde (1988)? Identify me
14.01.2026 um 14:49Wäre interessant, woher das Foto auf einmal kommt. Die Chancen, dass sie jemand wieder erkennt, dürften gar nicht schlecht sein.
Das nun erstmals veröffentlichte Foto könnte die Tote zu Lebzeiten zeigen, sagte eine Polizeisprecherin t-online. "Es könnte sich jedoch auch um eine ganz andere Frau handeln." Das zu klären, sei Ziel der Ermittler in der Mordkommission. Das Foto stammt ihren Angaben zufolge von einem Hinweisgeber, der sich im Rahmen der Ermittlungen an die Polizei gewandt habe. Details wollte die Sprecherin nicht nennen.Mord vor 38 Jahren: Rätselhaftes Foto aufgetaucht (t-online)
Klar ist: Auch der Hinweisgeber konnte offenbar nicht angeben, um wen es sich bei der auf dem Foto abgebildeten Frau handelt. Das Foto selbst wurde in den 80er Jahren aufgenommen.
Auch diese Rechte gelten nicht absolut - natürlich wird die Polizei gründlich versucht haben, die abgebildete Person zu identifizieren, bevor das Bild veröffentlicht werden konnte.Gildonus schrieb:Letztlich verletzt es die Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Person, da muß man schon belastbare Gründe haben.
Ich denke auch bei vernünftigen Gründen geht das.sallomaeander schrieb:Auch diese Rechte gelten nicht absolut - natürlich wird die Polizei gründlich versucht haben, die abgebildete Person zu identifizieren, bevor das Bild veröffentlicht werden konnte.
Da will ich nicht widersprechen,.....................aber......................... Wenn die Polizei ein solches Bild veröffendlicht, muß sie meines Wissens nach vorher einen Richter überzeugen das die Gründe hinreichend belastbar sind, ehe sie die veröffendlich darf.sallomaeander schrieb:Bei einem Mord, der anders nicht (mehr) aufklärbar ist, muss man als Polizei schon auch mal etwas mehr dürfen als in anderen Fällen.
Genau. Und selbst wenn man eine richterliche Genehmigung gebraucht hätte: Dann hätte man sie halt eingeholt.sallomaeander schrieb:Man wird eine Ähnlichkeit mit der unbekannten Toten ebenso bejaht haben wie die Tatsache, dass es der abgebildeten Person keine unzumutbaren Nachteile bereitet, sollte sie am Leben sein und von anderen erkannt werden. Sie wird ja als mögliches Opfer einer Straftat veröffentlicht, nicht etwa als mögliche Täterin.
Ich würde denken, dass man erst einmal versucht hat, auf anderem Weg weiterzukommen. Und als das nicht geklappt hat, hat man sich dann entschieden, das Foto zu veröffentlichen. Zumal man dann ja auch belegen konnte, es erst einmal ohne Öffentlichkeit versucht zu haben.LackyLuke77 schrieb:Vermutlich hat man sich die Entscheidung mit dem Bild an die Öffentlichkeit zu gehen auch nicht leicht gemacht: gestartet wurde die Kampagne im Mai '23, im September '23 wurde der Fall in Aktenzeichen XY vorgestellt; es ist nicht bekannt, wann der Zeuge an die Polizei herangetreten ist, aber ich tippe mal in etwa in diesem Zeitraum. Veröffentlicht wurde das Foto aber erst jetzt.
Genau so wird es vermutlich gewesen sein. Die unbekannte Tote war in einem Alter, in der junge Menschen viel unterwegs sind, neue Leute kennenlernen und auch informelle Bekanntschaften schließen. Das gehört zum Jungsein dazu, genau wie der Umstand, dass man sich dabei nicht immer förmlich miteinander bekannt macht und Nachnamen, Adressen oder Lebensgeschichten austauscht.brigittsche schrieb:Und dann hat dieser Zeuge seine alte Fotokiste vorgekramt und tatsächlich ein Foto der Frau gefunden. Und weil er sich aber immer noch nicht an den Namen erinnern kann, hat er halt der Polizei erzählt, mit wem er damals so unterwegs war, und die hat dann diese Leute ausfindig gemacht, ihnen das Foto gezeigt, von denen dann wieder andere Namen aus de Musikszene erfahren, diese dann wieder ausfindig gemacht, ihnen das Foto auch gezeigt usw.
Und es gab nach der Wende in Ost und West einen gewissen "Bevölkerungsaustausch" der dazu geführt haben könnte, dass viele der Leute von damals heute in ganz Deutschland verstreut sind und keinen Kontakt mehr untereinander haben. Zumal wenn sie damals jung waren und sich im Leben dann erst später so manches festigt.sallomaeander schrieb:Im speziellen Fall kommt ja noch hinzu, dass der Westteil Berlins Sehnsuchtsort für viele war, die aus Abenteuerlust, oder auch aus guten Gründen, der heimatlichen Enge entkommen wollten.


Ich würde einmal vermuten, dass die Ermittler und entsprechende Spezialisten das auch schon untersucht haben und es für möglich halten. Sonst würde man sich sicher nicht die Mühe machen und an die Öffentlichkeit gehen.sallomaeander schrieb:Aber vielleicht täusche ich mich da, weil ich es so sehen will. Das Gesicht auf dem realen Foto ist weniger pausbäckig, die Nase ( Schwachpunkt vieler Rekonstruktionen) anders, aber irgendwie blickt man in ein ähnliches Gesicht.
Vielleicht bin ich etwas betriebsblind aber ich finde die rein optische Ähnlichkeit eigentlich nicht hoch. Aber wenn man bestimmte Aspekte isoliert vergleicht, dann gibt es doch relativ viele Übereinstimmungen.sallomaeander schrieb:Ich finde übrigens, dass das bearbeitete Foto der Gesichtsrekonstruktion von @cyclic gar nicht so weit entfernt von dem jetzt aufgetauchten realen Foto einer unbekannten jungen Frau ist:
Also ich bin ja gesichtsblind, aber Deine Werke empfinde ich als außerordentlich. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sich jemand anhand Deine Rekonstruktionen an eine Frau erinnert, deren Namen entfallen ist, zu der man keinen Kontakt mehr hat oder herstellen kann, aber an die Deine Rekonstruktion erinnert.cyclic schrieb:Vielleicht bin ich etwas betriebsblind aber ich finde die rein optische Ähnlichkeit eigentlich nicht hoch. Aber wenn man bestimmte Aspekte isoliert vergleicht, dann gibt es doch relativ viele Übereinstimmungen.