ichhier schrieb:Für mich ist es etwas widersprüchlich: auf der einen Seite scheinen die Ermittler sehr akribisch zu arbeiten und Puzzelteil für Puzzelteil zusammen zutragen und auf der anderen Seite werden Vorwürfe laut, dass zu Anfang nicht ordentlich ermittelt wurde und man genauer hätte hinsehen müssen
Erstmal klingt das tatsächlich so. Fakt ist aber auch, dass im Hintergrund auch neue Hinweise eingehen können, die nicht mehr publik werden. Bis zur Blumenkübelgeschichte wurde ja fast alles in die Medien getragen, oft hatte ich mich gefragt, was das bedeutete, wenn es hieß "eine den Ermittlungen nahestehende Quelle hat gesagt...", dann kam die Ingewahrsamnahme und danach gab es auch keine offiziellen Statements mehr. Was man jedoch las, war, dass zumindest die Anwälte so klangen, dass die Familienspur so gut wie ausermittelt war und man nun "neuen Wegen" folge. Ich meinte sogar, es wurde erwähnt, dass es weitere Hinweise gab, die jetzt untersucht würden.
Dann kam lange nichts und dann der Versuch der Familie durch weitere Beobachtungen vor Ort die Untersuchungsergebnisse zu ergänzen. Falls da Schuppen und andere mögliche Lagerorte nicht untersucht wurden, kann das aber auch einfach bedeuten, dass die Ermittler diese bereits ausschließen konnten, warum auch immer. Entweder, weil sie sich auch auf Anacrim stützen konnten oder...weil sie vielleicht eine Spur haben, der sie folgen, die aber schwierig zu ermitteln ist, hinsichtlich Beweisbarkeit.
Philipp54 schrieb:Gibt es Fremd-DNA am Fahrrad, steht der Fund erstmal genauso isoliert da, wie der am Knochen oder der Kleidung
Ganz so isoliert fände ich das nicht. Fremd-DNA, die an Knochen oder Kleidung auftaucht und dann am Familien-Eigentum wäre meiner Meinung nach spektakulär und würde wie auch immer die Familie mit in Bezug bringen.