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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.258 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.02.2026 um 20:54
Ich könnte mir noch vorstellen, dass evtl nur ein Familienmitglied weiß, was passiert ist.
D h, dass die Großeltern wirklich zur Aufklärung beitragen möchten und nochmals auf sämtliche möglichen Gebäude hinweisen wollten.

Folgende Fragen stelle ich mir:
- wieso wurden neben dem Sohn auch die Tochter verhaftet? Da habe ich bis zu dem Zeitpunkt nie gelesen, dass sie irgendwie in Erscheinung getreten ist. Am ehesten kann ich mir vorstellen, dass die Ermittler durch abgehörte Telefonate auf sie gekommen sind. Wenn dem so wäre, erscheint mir ein Täter außerhalb der Familie als sehr unwahrscheinlich.

- Ich frage mich außerdem, ob der Suizid des Priesters nicht doch im direkten Zusammenhang steht. Wenn dies doch sein sollte, spricht das auch für einen Täter innerhalb der Familie.

- Ist etwas über das momentane Verhältnis der Eltern zu den Großeltern bekannt? Es hieß ja, dass dieses distanziert sei. Auch das spricht mMn für eine Tat im familiären Umfeld

Irgendwie glaube ich, dass die Anträge der Anwälte Nebelbomben sind.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.02.2026 um 21:45
Zitat von ichhierichhier schrieb:- wieso wurden neben dem Sohn auch die Tochter verhaftet? Da habe ich bis zu dem Zeitpunkt nie gelesen, dass sie irgendwie in Erscheinung getreten ist. Am ehesten kann ich mir vorstellen, dass die Ermittler durch abgehörte Telefonate auf sie gekommen sind. Wenn dem so wäre, erscheint mir ein Täter außerhalb der Familie als sehr unwahrscheinlich.
Es gibt diesen Zeugen, der neben dem Großvater auch Onkel und Tante die Straße hinuntergehen sah. Die vier Familienmitglieder wurden übrigens nicht verhaftet, sondern in Gewahrsam genommen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Wenn die Ermittler durch abgehörte Telefonate oder sonst etwas Beweise oder eine Reihe handfester Indizien in der Hand hätten, wären die vier nicht allesamt nach den Vernehmungen frei gekommen. Die Ingewahrsamnahme wird in Frankreich oft angewendet, damit nicht einer bei einer Vernehmung aufstehen und Tschüss sagen kann. Er muss bleiben und sich den Fragen stellen.
Zitat von ichhierichhier schrieb:- Ich frage mich außerdem, ob der Suizid des Priesters nicht doch im direkten Zusammenhang steht. Wenn dies doch sein sollte, spricht das auch für einen Täter innerhalb der Familie.
Warum sollte sich ein Priester das Leben nehmen, wenn in dessen Dunstkreis eine interfamiliäre Tat geschah? Warum steht für Dich in dem Zusammenhang wieder die Familie im Fokus und nicht der Priester selbst? Ein Suizid ist in der katholischen Kirche eine Todsünde. Das alles ist im März letzten Jahres passiert. Die Ermittlungen liefen weiter auf Hochtouren. Nichts, was einen solchen Gedanken zulässt, wurde gefunden, jedenfalls nach unserem Informationsstand nicht.
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ist etwas über das momentane Verhältnis der Eltern zu den Großeltern bekannt? Es hieß ja, dass dieses distanziert sei. Auch das spricht mMn für eine Tat im familiären Umfeld
Nein, darüber ist nichts bekannt. Bei dem fragwürdigen Verhalten der Medien würde ich als Familie auch keinen Muckser mehr von mir geben. Da werden tausende von Fotos auf einer Beerdigung gemacht, um eines auszuwählen, das ein gestörtes Verhältnis an die Öffentlichkeit transportieren soll.

Im Fall von Maëlys war Nordahl in meinen Augen zunächst ein Loser, ein Drogenhändler und Kleinkrimineller, ein Schnorrer, der sich selbst zu einer Hochzeit einlädt, schlecht gekleidet dort erscheint und sich durchfrisst und sich über den billigen Wein beklagt, auch wenn das alles für mich absolut verachtungswürdig ist, und ich mit solchen Leuten nichts zu tun haben will, bis das Foto der Überwachungskamera auftauchte. Das war für mich der Beweis dafür, dass er neben seinen ganzen schlechten Eigenschaften auch ein Lügner ist. Nach dem Fund der Blutspur in seinem Auto war der Beweis da. Ich habe fortan kein gutes Wort mehr an ihm gelassen.

Wenn sich Beweise oder eine Reihe von Indizien im Fall von Èmile ergeben, werde ich umdenken. Aber bis dahin ist die Familie für mich unschuldig.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.02.2026 um 21:51
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Es hieß seinerzeit, dass die Heuballen mit einem Metalldetektor untersucht wurden. Die Leiche wurde während des Verwesungsprozesses umgelagert (siehe mein Zitat aus der Pressekonferenz von 27.3.2025). Ein Rundballen wiegt zwischen 200 und 400 kg. Diese Dinger kann man eigentlich nur mit einem Hubwagen aufbeugen. Aber es gibt ja auch diese quadratischen Heuklötze, die man mit einer Hand tragen kann. Es könnte natürlich sein, dass die Leiche zunächst woanders und dann zwischen den Heuballen versteckt wurde. Mir erscheint das als ziemlich riskant, da das Heu dort ja auch benötigt wird, es sei denn, der Täter wäre auch der Nutzer des Unterstandes
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Versteck zwischen Stroh oder Heuballen ist zwar denkbar, aber als Bauerstochter kann ich sagen, dass da ziemlich schnell die Ratten dran wären und die auch den Schaedel zernagt hätten.
Und das riecht man auch meilenweit.

Vielleicht kurzfristig, aber nicht dauerhaft
Ich meinte jetzt nicht diese großen Heurollen, sondern nur die kleinen quadratischen Strohballen. Und so wie diese gestapelt werden, da wäre es kein Problem einen kleinen 2jährigen Jungen darin tief zu verstecken. Und da käme dann auch keine Ratte dran. Wiederum wäre dieser Ablageort wirklich nur auf begrenzte Zeit bis er umgelagert werden müsste bevor die Leiche entdeckt wird, weil die Ballen gebraucht werden. Auch wenn der Täter der Nutzer wäre müsste er sich dann etwas einfallen lassen.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.02.2026 um 15:53
Mittlerweile geht aus den Anträgen der beiden Familienanwälte hervor, dass man sowohl DNA-Untersuchungen als auch Untersuchungen mittels BlueStar beantragt hat.
Am 26. September 2024 enthüllte die Zeitung „La Provence“ , dass am 8. Juli 2023, dem Tag, an dem der zweieinhalbjährige Émile Soleil während eines Urlaubs im Ferienhaus seiner Großeltern mütterlicherseits in Haut-Vernet verschwand, keine DNA-Proben von Anwesenden genommen worden waren. Diese Information war angesichts der Komplexität der Ermittlungen überraschend.
Doch hier, in diesem kleinen Weiler Haut-Vernet, wissen wir, dass die Lösung vor Ort liegt, und dennoch wurden keine Tests durchgeführt. Von Anfang an, lange bevor der Schädel gefunden wurde , habe ich immer gesagt, dass Tests unerlässlich sind, um überhaupt etwas herauszufinden.
Es ist umso wichtiger, wenn man bedenkt, dass noch Kleidungsstücke vorhanden sind – die Shorts, die Socken usw.“
Quelle:
Quelle:

https://www.laprovence.com/article/region/18332984206346/mort-du-petit-emile-dans-ce-dossier-la-verite-ne-sera-pas-juridique-mais-scientifique-estime-me-colombani-avocate-du-grand-pere

Laut eines ehemaligen Mitarbeiters des IRGCN heißt es:
Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Bestimmung des Aufbewahrungsortes jedoch weiterhin möglich. Laut dem ehemaligen Direktor des IRCGN scheint die Umgebung, in der der Leichnam aufbewahrt wurde, einzigartig und daher durch die Untersuchung der darin enthaltenen Mikroorganismen identifizierbar zu sein. Hinzu kommen die Auswirkungen der Verwesung selbst, bei der Körperflüssigkeiten die unmittelbare Umgebung durchdringen und dauerhaft markieren
Quelle:

https://www.rtl.fr/actu/justice-faits-divers/mort-d-emile-pourquoi-la-famille-du-garcon-reclame-des-investigations-supplementaires-7900596489


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.02.2026 um 16:08
Bevor die Frage aufkommt: das mit den beantragten BlueStar-Untersuchungen las ich vorhin, finde jetzt aber die Quelle nicht mehr oder der Artikel wurde überarbeitet.

Interessant ist aber vor allem auch die Forderung, die DNA-Untersuchungen und Telefonanalysen auch auf Personen zu erweitern, die nicht ständig im Weiler sind, aber näheren Bezug dazu haben/hatten. Das fordert der Anwalt der Großmutter Julien Pinelli nach Durchsicht der Akten. Bleibt abzuwarten, ob dem stattgegeben wird.
Zudem werden DNA-Proben von Einwohnern von Haut-Vernet oder von Personen, die sich häufig im Weiler aufhalten, angefordert – ein Verfahren, das in dieser Untersuchung noch nie angewendet wurde .
Quelle:

https://www.laprovence.com/article/region/81882067250772/mort-demile-faut-il-sattendre-a-des-investigations-complementaires


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.02.2026 um 17:30
Vielen Dank an @LillyLego für die vielen Infos.

Dass am 8.Juli 2023 keine DNA Tests stattgefunden haben, verwundert mich jetzt nicht. Man ging von einem sich verlaufenden Kleinkind aus, nicht von einem Mord.

Zur BlueStar Thematik: In dem folgenden Artikel von RTL France wird erklärt, dass es sich um eine Substanz handelt, die Blut sichtbar macht. Also Luminol sozusagen.
Dieses BlueStar wurde von den Ermittlern auch bei der Untersuchung des großen Blumentopfes an der Kirche genutzt.
https://www.rtl.fr/actu/justice-faits-divers/mort-d-emile-qu-est-ce-que-le-bluestar-utilise-par-les-enqueteurs-7900484742


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.02.2026 um 18:30
Heute hat der Chefredakteur von Le Parisien, Ronan Folgoas, Fragen der Öffentlichkeit beantwortet leitender Reporter, wird an diesem Dienstag, dem 3. Februar, ab 12 Uhr alle Ihre Fragen beantwortet.

https://www.leparisien.fr/faits-divers/direct-mort-du-petit-emile-temoignage-dun-voisin-fouilles-quels-nouveaux-elements-que-demande-la-famille-posez-nous-vos-questions-03-02-2026-JU22ECG6GRAU5MJ7KTXN4PL5GE.php

Es ist eine ganz gute Zusammenfassung (Die Fragen sind in italics dargestellt:

Werden wir Ihrer Meinung nach eines Tages die Wahrheit darüber erfahren, was mit Émile passiert ist? Oder steuern wir auf einen neuen Fall Grégory zu?

Ja, ich habe das Gefühl, dass die Wahrheit irgendwann ans Licht kommen wird, auch wenn sie heute vielleicht verschlossen zu sein scheint. Dies hängt vielleicht nur vom Willen einer einzelnen Person ab, die genau weiß, was am 8. Juli 2023 leider passiert ist.

Steht fest, dass ein Dritter in das Verschwinden und/oder den Tod von Émile involviert ist?

Die Justiz geht davon aus, dass das Kind durch einen heftigen Schlag gestorben ist. Die andere Gewissheit in dieser Akte ist, dass sein Körper lange Zeit an einem vor schlechtem Wetter geschützten Ort blieb, bevor sein Schädel und bestimmte Knochen in der Wildnis entdeckt wurden. Deswegen schlussfolgert man einen Transport eines Teils seiner sterblichen Überreste.

In einer Ihrer Antworten sprechen Sie von einem Kreis von 30 Personen zur DNA-Probenahme. Waren nicht nur 17 Personen vor Ort, als der Kleine verschwand?

Ja, am 8. Juli 2023 gegen 17:15 Uhr waren 17 Personen in der Nähe des Ortes des Verschwindens anwesend. Wir können jedoch davon ausgehen, dass weitere Personen, deren Aufenthaltsort zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher ist, für Richter und Ermittler von Interesse sein könnten.

Man geht davon aus, dass die Leiche entkleidet und an einem sterilen Ort gelagert wurde, bevor sie zum Fundort gebracht wurde. Es wundert mich, dass bei den Hauptverdächtigen nicht auch andere Elemente beschlagnahmt wurden, etwa ein Gefrierschrank oder etwas anderes, wenn die Anthropologen diesen sehr konkreten Aspekt nach dem Tod von Émile feststellen konnten.

Der Ort, an dem der Körper des Kindes anscheinend über einen längeren Zeitraum verblieben war, war kein steriler Ort. Den entomologischen (Untersuchungen über aasfressende Insekten) und palynologischen (Untersuchungen von Pollen) Untersuchungen am Schädel des kleinen Émile zufolge handelte es sich zwar um einen vor schlechtem Wetter geschützten, aber relativ offenen Ort. Typischerweise: eine Scheune, eine Garage, eine verlassene Wohnung

Warum fordern Großeltern neue Untersuchungen? Liegt es daran, dass sie Zweifel an jemandem haben oder weil sie eine Gegenreaktion auslösen und das Interesse der Menschen an ihnen verringern wollen?

Der Anwalt von Émiles Großmutter mütterlicherseits möchte offensichtlich nicht „Zuschauer“ des Verfahrens bleiben. Er zeigt also den Wunsch, durch diese Handlungsaufforderungen Einfluss auf den Verlauf der Ermittlungen zu nehmen. Und das ist sein Recht. Wir dürfen jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass dieser derzeitige Bürgerstatus nichts über den Ausgang dieser Angelegenheit aussagt.

Können Sie uns sagen, wer zum Zeitpunkt des Verschwindens des Kindes anwesend war? Stand er unter der Fürsorge und Aufsicht seiner Großeltern väterlicherseits oder mütterlicherseits?

Wir haben im vergangenen Dezember enthüllt, was die Ermittler aus den Protokollen rund um Emiles Verschwinden entnommen haben. Der Großvater ist der Erste, der auf der Suche nach dem kleinen Jungen die kleine Straße hinuntergeht, die am Haus der Familie vorbeiführt und zum Eingang des Weilers Haut-Vernet führt. Dem Großvater folgen Émiles Onkel und Tante. Und das sind tatsächlich die Großeltern mütterlicherseits (die Eltern von Marie, der Mutter des kleinen Jungen), mit denen Emile seine Sommerferien in ihrem Zweitwohnsitz begann.

Wie war das mit der Beschlagnahme von Fahrrädern bei den Großeltern? Ist es ein Vergleich der Erde auf den Reifen mit der Erde am Fundort von Émiles Knochen?

Im Dezember wurden im Haus der Familie in Haut-Vernet zwei Fahrräder beschlagnahmt, darunter eines vom Typ Mountainbike. Mindestens eines dieser Fahrräder wurde von Émiles Onkel benutzt, einem jungen Mann, der im vergangenen Frühjahr in Polizeigewahrsam genommen wurde. Die Analysen dieser Fahrräder sollten Aufschluss über mögliche DNA- oder Blutspuren oder auch Auffälligkeiten geben. Und ja, es kann interessant sein, mögliche Schmutzspuren auf den Rädern dieser Fahrräder zu finden. Aber zweieinhalb Jahre nach Émiles Verschwinden und ein halbes Jahr nach dem möglichen Transport seiner Leiche in den Wald, wo er entdeckt wurde, müssen wir auch Fragen zur Wirksamkeit dieser Analysen stellen.

Ist die wahrscheinlichste Hypothese ein Unfalltod?

Ermittler und Richter sind überzeugt, dass der Tod des kleinen Émile (er war zweieinhalb Jahre alt) die Folge eines heftigen Schlags mit einem Gegenstand auf den Jochbeinbereich war. Es ist eine Untersuchung des kindlichen Schädels, die es uns ermöglicht, diese Überzeugung zu begründen. Émile ist demnach durch das Eingreifen einer dritten Person getötet worden.

Hatte die Wanderin das Recht, den Schädel des kleinen Émile mitzunehmen? Und versucht die Großmutter, die Ermittler zu verwirren?

Es wäre zweifellos besser gewesen, wenn die Wanderin, die diese Entdeckung im März 2024 machte, die gefundenen Knochen nicht transportiert hätte. Aber sie verfügte offenbar nicht über die Möglichkeit, die Polizei zu verständigen, was sie nachholte, nachdem sie nach Hause ankam. Es ist daher schwierig, ihr irgendetwas vorzuwerfen. Bezüglich des gestern bekannt gewordenen Vorgehens der Großmutter und ihres Anwalts bleiben alle Hypothesen und Interpretationen möglich. Aber wir dürfen nicht von vornherein die Idee einer Zivilpartei ausschließen, die sich an der Untersuchung und der Wahrheitsfindung beteiligen möchte.

Sobald neue Elemente rund um die innerfamiliäre Spur die Medien füllen, fordert der Anwalt von Großmutter Vedovini systematisch neue Ermittlungenn, wie ein schlechter Refrain ... Wer kann diese neuen Ermittlungen validieren und durchführen? In dem Wissen, dass wahrscheinlich die Mehrheit der Ermittler die familiäre Spur favorisiert

Nur die Ermittlungsrichter können auf diese kürzlich vom Anwalt von Emiles Großmutter mütterlicherseits eingereichten Anträgen reagieren oder nicht. Die Großmutter wurde tatsächlich in Polizeigewahrsam genommen, aber ohne Anklage gegen sie freigelassen. Sie wird daher heute von den Gerichten als Zivilpartei betrachtet. Im Gegensatz zu den drei anderen Personen, die im März 2025 in Polizeigewahrsam festgenommen wurden (ihr Ehemann Philippe Vedovini und zwei ihrer inzwischen erwachsenen Kinder), wurde Anne Vedovini nicht in den Minuten nach dem Verschwinden Émiles auf der Straße gesehen.

Ist es vorstellbar, die DNA aller Bewohner von Haut Vernet und der gesamten Familie von Émile zu sammeln?

Wir haben das in vielen anderen Fällen gesehen: Es ist technisch möglich, Hunderte von DNA-Proben zu sammeln und zu verarbeiten. In diesem Fall sollte es auch möglich sein, DNA-Proben von etwa dreißig Personen zu nehmen.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.02.2026 um 19:27
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Eigentlich wäre es ja auch unendlich dumm, Anträge auf weitere Ermittlungen zu stellen, die dann möglicherweise auch kein Ergebnis liefern, denn dann bliebe ja nur noch die Familie übrig.
Sehe ich überhaupt nicht so - dann kam die Untersuchung eben zu spät, es wurde doch noch etwas übersehen, usw
Oder man "opfert" ein ungeliebtes Familienmitglied...
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Man könnte dann plädieren, die Ermittler haben es versäumt, zeitnah Spuren zu sichern.

Ich denke kompliziert, ich weiß. Sorry.
Eben.
Ich finde das überhaupt nicht kompliziert, sondern völlig logisch.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Das könnte mit allem Möglichen zu tun haben, z.B. einem Aufstellen einer Baumhütte in einem fremden Waldgebiet, irgendeine Vorgeschichte mit den Pferden von Philippe, irgendwas was im Schwimmbad passiert ist...irgendwas, wo sich jemand von der Familie des Jungen so massiv falsch verhielt, dass später der kleine Philippe dafür büßen musste.
Dass jemand ein Kleinkind wegen solcher Kinkerlitzchen tötet, halte ich weiterhin für komplett an den Haaren herbeigezogen.
Ich kann gar nicht nachvollziehen, wie man darauf überhaupt kommt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.02.2026 um 19:31
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Naja, das Dörfchen ist ja überschaubar. Dazu kommt, dass viele Bewohner dort ihren Zweitwohnsitz haben. Es hieß immer, dass sämtliche Gebäude untersucht wurden. Das scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:20 bis 30 DNA Proben dürften auch machbar sein.
Auch diese Menschen haben Rechte und die Motivation für eine freiwillige Mitarbeit ist bei jenen, die vielleicht auch so ihren Verdacht haben, möglicherweise auch nicht allzu hoch. Als Emile noch vermisst wurde und nach einem vermeintlich lebenden Kind gesucht wurde, sah das bestimmt ganz anders aus.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.02.2026 um 21:52
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Dass jemand ein Kleinkind wegen solcher Kinkerlitzchen tötet, halte ich weiterhin für komplett an den Haaren herbeigezogen.
Ich kann gar nicht nachvollziehen, wie man darauf überhaupt kommt.
Kinkerlitzchen.
Das kann für den einen alles und für den anderen garnichts sein.

Émile wurde als sehr energievolles Kind beschrieben, so dass sich vllt einige der älteren Kindern von dem Kleinen teils genervt gefühlt haben.
Kleine Kinder fühlen sich meist zu älteren hingezogen, stiefeln ihnen ständig hinterher.
Und vielleicht sind jemandem die Nerven durchgegangen und in einem plötzlichen Wutausbruch wurde zugeschlagen. Ohne Tötungsabsicht!!!
Das nur als mögliche Erklärung, denn so abwegig ist der Gedankengang von @LillyLego nicht.

Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Wenn sich Beweise oder eine Reihe von Indizien im Fall von Èmile ergeben, werde ich umdenken. Aber bis dahin ist die Familie für mich unschuldig.
Ja, es bleibt wirklich zu hoffen, dass die Tat mittels Indizien einwandfrei aufgeklärt werden kann.


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04.02.2026 um 21:35
BfmTV hat soeben eine Korrektur bekannt gegeben. Bei einer Untersuchung des Hauses im Dezember 25 wurde ein 3. Fahrrad und verschiedene Gegenstände im Keller des Hauses in Haut Vernet gefunden und beschlagnahmt.
Bis jetzt wurde nur von 2 Fahrrädern bei einer Durchsuchung des Hauses am 16.12.25 gesprochen. Ob dieses 3. Fahrrad auch an diesem Tag gefunden wurde oder am 22.12.25 als die Ermittler nochmals in Haut Vernet waren, geht aus dem Artikel nicht hervor.
https://www.bfmtv.com/police-justice/video-mort-d-emile-un-troisieme-velo-et-des-objets-presents-dans-la-cave-de-la-maison-familiale-saisis-au-haut-vernet_VN-202602040886.html


https://www.bfmtv.com/bfm-dici/info-bfmtv-mort-d-emile-les-deux-velos-saisis-en-perquisition-chez-ses-grands-parents-au-haut-vernet-etaient-utilises-par-maximin-l-un-de-ses-oncles_AV-202601280379.html


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.02.2026 um 21:56
BFMdici war etwas ausführlicher.
Insgesamt wurden drei Fahrräder bei einer Durchsuchung des Hauses von Emiles Großeltern in Haut-Vernet am 16. Dezember beschlagnahmt, im Rahmen der Ermittlungen zum Tod des kleinen Jungen, der im Juli 2023 verschwunden war, wie BFMTV von übereinstimmenden Quellen bestätigte, die Informationen aus La Provence bestätigten.
Mehrere Gegenstände wurden laut einer dem Fall nahestehenden Quelle gegenüber BFMTV im Keller des Vedovini-Familienhauses zur Bewertung beschlagnahmt.

Laut unseren Informationen werden alle diese Objekte derzeit im Labor in Bordeaux von Professor Christian Doutremepuich, der auf DNA spezialisiert ist, untersucht.
https://www.bfmtv.com/bfm-dici/mort-d-emile-un-troisieme-velo-et-des-objets-presents-dans-la-cave-de-la-maison-familiale-saisis-au-haut-vernet_AN-202602040875.html


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06.02.2026 um 11:59
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:BfmTV hat soeben eine Korrektur bekannt gegeben. Bei einer Untersuchung des Hauses im Dezember 25 wurde ein 3. Fahrrad und verschiedene Gegenstände im Keller des Hauses in Haut Vernet gefunden und beschlagnahmt.
Bis jetzt wurde nur von 2 Fahrrädern bei einer Durchsuchung des Hauses am 16.12.25 gesprochen. Ob dieses 3. Fahrrad auch an diesem Tag gefunden wurde oder am 22.12.25 als die Ermittler nochmals in Haut Vernet waren, geht aus dem Artikel nicht hervor.
Alles andere hätte mich auch sehr verwundert.
Bei der Sachlage müsste z.B. der gesamte Werkzeug- und Hantierbestand untersucht werden.
Es gab schon mal ein Bericht wo die Fahrräder "ua" erwähnt wurden - den hab ich auch nicht mehr gefunden. So offen wollte man anscheinend über andere Dinge als die Fahrräder auch nicht sprechen. (Vermutung)

Die Untersuchungsbehörden halten nmM verständlicherweise eine Menge Untersuchungen/Information aus der Öffentlichkeit raus.
Nach dem Polizeigewahrsam der 4 Familienmitglieder ohne Ergebnis von Indizien, wurde die Nebenklage erst möglich. Das hat den Status der Familie auch entscheidend verändert. Wenn ich da falsch liege, bitte korrigieren.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

06.02.2026 um 12:23
Laut unseren Informationen werden alle diese Objekte derzeit im Labor in Bordeaux von Professor Christian Doutremepuich, der auf DNA spezialisiert ist, untersucht.
So grandios wie der Professor auch ist, so glaube ich dennoch nicht, dass sich auf einem der Gegenstände jetzt noch Spuren finden ließen.

Spätestens als man dieses Labor erstmalig beauftragt hat, sollte doch jedem der Familienmitglieder bekannt gewesen sein, dass es sich bei dem Professor um eine namhafte und für seine Expertise bekannte Persönlichkeit handelt, da hätte doch sicher jeder das Fahrrad 5x mittels eines Hochdruckreinigers in einer Waschstraße gereinigt oder ein Werkzeug akribisch desinfiziert und dann wieder normal in Gebrauch genommen, da es sonst auffällig wäre, wenn ein Gegenstand gar keine DNA Spuren aufwiese.

Allenfalls könnte ich mir vorstellen, dass eines der Kinder aus Angst vor Philippe nicht die Wahrheit sagt und daher das Familienoberhaupt auch seine Kinder nicht hätte schützen können, indem Spuren rechtzeitig beseitigt wurden.


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06.02.2026 um 12:33
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Hantierbestand
Was ist damit gemeint? (Ich vermute einen Übersetzungsfehler oder Tippfehler.) Haustierbestand? Ist "Hantierbestand" ein irgendwo üblicher Begriff für Fahrzeuge oder Werkzeuge?


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06.02.2026 um 12:44
lt. Wörterbuch

geschäftig [mit den Händen] arbeiten, tätig sein, wirtschaften

etwas handhaben, mit etwas umgehen, etwas benutzen


in anderen Mordfällen, nach Messer oder sonstigen Tatwaffen suchen.

Weiß zwar nicht, wie man das rausbekommen könnte, aber die Frage nach, was fehlt an Werkzeug?


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06.02.2026 um 13:38
Hantierbestand= Geräte?
Gartengeräte usw...?


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06.02.2026 um 13:53
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:lt. Wörterbuch

geschäftig [mit den Händen] arbeiten, tätig sein, wirtschaften

etwas handhaben, mit etwas umgehen, etwas benutzen
Ich nehme an, du beziehst dich auf "hantieren"? Das würde zu deiner Übersetzung passen. Aber "Hantierbestand" ist doch kein gängiges Wort?


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06.02.2026 um 14:11
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:lt. Wörterbuch

geschäftig [mit den Händen] arbeiten, tätig sein, wirtschaften

etwas handhaben, mit etwas umgehen, etwas benutzen


in anderen Mordfällen, nach Messer oder sonstigen Tatwaffen suchen.

Weiß zwar nicht, wie man das rausbekommen könnte, aber die Frage nach, was fehlt an Werkzeug?
"Hantieren" kenne ich, aber bei "Hantierbestand" bin (und war) ich überfragt. Ich war daher einfach nur neugierig, wo dieses Wort verwendet wird, da ich mich für Wörter interessiere :)
Falls es ein Übersetzungsfehler war: überhaupt kein Problem :)


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06.02.2026 um 14:28
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:"Hantieren" kenne ich, aber bei "Hantierbestand" bin (und war) ich überfragt. Ich war daher einfach nur neugierig, wo dieses Wort verwendet wird, da ich mich für Wörter interessiere :)
Falls es ein Übersetzungsfehler war: überhaupt kein Problem :)
@Philipp54 hat ja gar nichts übersetzt. Vermutlich können wir mit dem Begriff "Hantierutensilien" etwas anfangen. Zugegebenermaßen bin ich aber zunächst auch über der "tier" gestolpert und dachte, dass den "Han" ein zweites "h" zum "Hahn machen würde", bis ich es dann anders ausgesprochen habe. 😂
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Bei der Sachlage müsste z.B. der gesamte Werkzeug- und Hantierbestand untersucht werden.
Das ist möglicherweise mit den im Keller gefundenen Gegenständen gemeint.


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